Backen und Kochen über Pfingsten

Nach einem ruhigen Tag im Homeoffice letzten Freitag, hab ich mich über Pfingsten so richtig zuhause eingegraben. RUHE – einfach nur RUHE.

Hab viel geschlafen, mich um Wohnung und Wäsche gekümmert, viel ausgeruht und mich mal wieder lange in der Küche aufgehalten, um zu kochen und zu backen, dann wieder viel geschlafen usw.

Mit dem frischen Spargel vom Markt gab es endlich mal wieder eine leckere selbst gekochte Spargelsuppe aus Spargelschalen und Abschnitten. Man merkt die Saison geht zu Ende, der Spargel wird schon wieder teurer. Die Dame vom Marktstand erklärte mir: das die Spargelernte in diesem Jahr 2 Wochen früher anfing und deshalb auch früher enden wird…. und eine Woche später – also heute morgen (14.06.= gab es bei dem lokalen Händler auf dem Markt schon keinen Spargel mehr – ich habe dann von einem anderen Händler noch einmal grünen und weißen Spargel gekauft…der kommt zwar auch aus Deutschland – aber eben nicht mehr aus der Region).

Den restlichen Spargel gab es dann mit gebräunter Butter und dazu Kartoffeln.

Auch meine Keks-Vorräte waren aufgebraucht, also gab es einen neuen Schwung an Haferflockenkeksen in 2 Varianten: einmal als Haferflocken-Mandelkekse mit Zimt und einmal als Haferflocken-Schokokekse mit Schokodrops und Mandelstiften. Beide Varianten so dünn wie möglich ausgerollt. Bei den Schokokeksen geht es nicht ganz so dünn, wegen der Schokodrops.

Und weil ich gerade mal wieder so richtig im Backmodus war, hab ich auch eine weitere Variante der Haferflocken-Vanille-Waffeln gebacken. Dieses Mal ohne Milch – dafür mit Wasser. das macht die Waffeln knuspriger und ich lieeeeebe knusprige Waffeln

Genau wie beim letzten Mal sehen diese Waffeln jetzt nicht so präsentabel aus, aber sie sind super knusprig, mega lecker, nicht so süß und halten lange satt und ich habe sie nach dem Auskühlen wieder eingefroren. Also natürlich nicht alle…hahaha so gaaanz frisch und noch warm…yummy. Also bei Bedarf eine gefrorene Waffel für ein paar Minuten in die Heißluftfriteuse geben und es gibt frische knusprige Waffeln.

Witzig ist: mit meiner kleinen Schöpfkelle voll Teig in das viereckige Waffeleisen gegeben, kommen diese fast runden Waffeln heraus….hihihi. Der Teig war sehr zähflüssig – später habe ich etwas mehr Wasser hinzugegeben, das macht die Waffeln etwas dünner, aber auch nicht mehr so schön rund.

Den Rest des Wochenendes, habe ich wieder sehr viel Gemüse geschnippelt und zu diversen Pfannengerichten verarbeitet und dann portionsweise eingefroren. Auch von der Spargelsuppe haben es 2 Portionen bis in den Gefrierschrank geschafft.

Im „Duracell-Modus“ und total erschöpft

Tatsächlich war es in der Firmenzentrale genau so, wie ich es mir gedacht hatte: Es gab gar keinen speziellen Grund warum ich kommen sollte. Sie wollten mich einfach mal wieder da haben.

Und das war tatsächlich ein richtig guter Tag, auch wenn ich einen großen Teil des Tages immer fragen musste: wo sitzt denn jetzt die Abteilung oder die Person…denn der inzwischen 4. Anbauabschnitt war vor ein paar Wochen in Betrieb gegangen und viele Abteilungen mussten hin-und her umziehen. Das Controlling ist damit tatsächlich im ganz neuen Gebäudeteil untergebracht.

Gespräche hatte ich an dem Tage dann so Viele, wie noch nie zuvor…das ist der Vorteil, wenn man alleine unterwegs ist (die anderen Kollegen aus Deutschland hatten ja ihre eigenen Meetings – ich war also unabhängig).

Viele dieser Gespräche haben sich spontan ergeben, weil wir uns auf den Fluren getroffen haben: „Ach Du bist hier, wie lange denn, – ja magst Du später mal bei mir im Büro vorbei kommen, dann kann ich Dir etwas zeigen…“ usw.

Das ist lustig – ich werde von den Kollegen aus anderen Abteilungen, mit denen ich öfter Berührungspunkte habe, sofort erkannt und in Gespräche verwickelt – nicht schlecht wenn man bedenkt, das inzwischen mehrere Hundert Personen in diesen Gebäuden arbeiten und ich nur alle paar Monate tatsächlich hier bin. Das kommt auch durch die Teams-Meetings – da sieht man sich ja über die Kamera. Das ist tatsächlich ein Vorteil gegenüber früheren Zeiten, nur per Telefon.

Bei Anderen hab ich mich dann einfach spontan in deren Büros begeben und kleine Termine ausgemacht oder direkt mit den Kollegen sprechen können. Auf den Tag verteilt hatte ich damit 14 „kleine Meetings“…und habe nicht einen Handschlag normal arbeiten können.

Aber das war auch gut so…mein 1,5 Stunden Meeting mit der Teamleiterin, die mich herbeordert hat, war auch sehr informativ für uns Beide…wir haben vieles besprochen und eines geklärt…alles nichts Großes, aber doch so wichtig, das ich mich hinterher sehr gut fühlte.

Lustigerweise fühle ich mich in diesem Riesen-Armeisenhaufen tatsächlich dazugehörig. Ich bin einfach da, werde nicht extra „betreut“…sondern ich komme einfach an und bin dabei. Gut das ich mich gerade in einer kommunikations-stärkeren Phase befand.

Aber die andere Seite eines solch trubeligen Tages ist dann: ich war am Abend derartig aufgekratzt und gleichzeitig hundemüde, das ich gar nicht zur Ruhe kommen konnte. Zum Glück konnte ich den Abend aber alleine verbringen (die anderen deutschen Kollegen hatten über deren Chef eine Abendeinladung)

Ich bin nach Feierabend erst einmal ins Hotel und später in den Ort gefahren und war in dem Chinesischen Restaurant, das Katrin und ich beim letzten Mal ausprobiert hatten. War noch eine Weile im Ort laufen und später bin ich noch am Fjord entlang gelaufen.

Geschlafen habe ich aber schlecht…wie gesagt, ich fühlte mich wie ein „Duracell-Häschen“ unter Dauerstrom und gleichzeitig total erschöpft und hätte für die nächsten Tage eigentlich Ruhe gebraucht, was ich mir leider selber verbaut habe.

Denn am folgenden Tag bin ich mittags in Flensburg bei meiner Schwester angekommen – die hatte ihre Geburtstagsfeier mit vielen Freunden und Nachbarn, dann später erst die Fahrt zurück nach Hamburg und für den darauf folgenden Tag bin ich ins Büro gefahren…anstatt lieber Homeoffice zu machen.

Ich war also von Montag bis einschließlich Donnerstag in diesem „Duracell-Modus“: ständig in Kommunikation und dabei total erschöpft davon, das es mehr als 1 Woche gebraucht hat, bis ich mich davon erholt hatte. Erst seit gestern geht es mir wieder richtig gut.

In Gold getaucht

Aber es gibt ja auch noch schönere Dinge, als nur die Firma.

Nach einer Woche mit viel Regen, Gewitter und Sturm, haben sich die Felder rund um Quickborn, wieder etwas erholen können….und gestern so um 21 Uhr war ich wieder auf meiner Walkingrunde unterwegs und es war ein sehr stimmungsvoller Abend…dazu war es windstill und unglaublich ruhig…eine tolle Atmosphäre lag über der ganzen Szenerie

Das Roggenfeld war vom Licht der Abendsonne strahlend Gold überzogen und dazu dann dieser Wolkenhimmel:

was für ein friedvoller Abend

Ich habe in den letzten Wochen auch wieder öfter mit dem Rentner aus Hessen telefoniert (die Beiden sind aktuell In Potsdam in Urlaub) und auch mit meinem ehemaligen Tanzpartner (dem geht es zum Glück auch gerade richtig gut) habe mit ehemaligen Kollegen aus Hessen per Whatsapp kommuniziert und auch mit Schwester +Schwager. Sowie mit meiner ehemaligen liebsten Kollegin aus Brandenburg (die war gerade in Norwegen in Urlaub).

Auch im Job nehme ich mir Zeit und quatsche wieder mit den mir wichtigen Kollegen, die ich in der letzten Zeit eher selten gesehen und gesprochen habe.

Ich bin also wieder in einer etwas kommunikativeren Phase und versuche diese aktiv zu nutzen, auch wenn das bedeutet, ich muss länger bleiben, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen – aber das ist es mir momentan echt wert.

Das der Controller geht, das weiß außer unserer Abteilung, dem HR und der Geschäftsleitung aber noch niemand.

Tagesausflug: Helgoland – mit emotionalen Startschwierigkeiten

Letzten Samstag ging es zum 2.Mal in meinem Leben nach Helgoland…per Schiff von Büsum aus – Abfahrt 9:30 Uhr.

Das hieß sehr früh aufstehen…denn ich musste ja erst einmal von Quickborn nach Büsum kommen. Das dauert so ca. 1 1/4 Stunden mit dem Auto, dazu 1/2 Stunde extra Zeitpuffer, den man immer mit einrechnen sollte, für Unvorhergesehenes auf den Straßen und sei es nur ein Rückstau oder eine extra Pinkelpause.

Wir hatten auf dem Schiff Frühstück/Abendessen mit gebucht, denn nur so bekommt man auch sicher einen Tisch auf dem großen Schiff. Das letzte Mal waren wir im Spätsommer da und da war es ein Glück, das wir vorbestellt hatten…das Schiff war proppevoll, das wir uns einen 6er Tisch mit Anderen teilen mussten…aber die waren richtig nett.

Dieses Mal war das Schiff sogar ziemlich leer…prima – also im Mai fahren macht mir damit auf jeden Fall mehr Spaß. Da das im Preis enthaltene Frühstück aber nicht so ganz meinen Vorstellungen entsprach (1 Tasse Kaffee, 1/2 Weizen-Brötchen mit Butter und belegt mit Salami und 1/2 Brötchen mit Käse) hatte ich für uns 3 vorgesorgt und extra Brote geschmiert. Meine Schwester isst normalerweise keine Weizenbrötchen, wir beide essen keine Salami und Emmentaler ist auch nicht so mein Geschmack. Einzig mein Schwager isst alles das und hatte daher ausreichend Essen zur Verfügung.

Deshalb hatte ich vorsorglich vom Bäcker ein Dinkel-Kürbiskernbrot gekauft und entsprechend unserer Vorlieben belegt. Wir haben es uns dann schon an Bord gut gehen lassen und die 2,5 Stunden Überfahrt nach Helgoland war dann auch richtig schön. Während viele Andere die Zeit mit Kartenspielen (Familien) und Wett-Trinken (männlicher Junggesellenabschied) verbracht haben, haben wir uns unterhalten. Schwester+Schwager hatten viel zu erzählen und auch ich war in Redelaune, was gut passte.

Der Beginn unseres Ausflugs war jedoch schwierig: Meine Schwester war extrem angespannt, schrill schon bei der Begrüßung und sie pflaumte ständig meinen Schwager in einer aggressiven Art an, das schrillten sofort alle Alarmglocken bei mir….ohhh nein – nicht schon wieder. Ich habe sie dann ein paarmal in den Arm genommen und versucht sie zu beruhigen….später musste ich noch ein-zweimal an sie appellieren, wo ist das Problem, entspann Dich doch bitte…es ist Wochenende, die Sonne scheint, wir sind auf einem Schiff und auf dem Weg zu einem schönen Ausflug – kein Grund aggressiv zu sein, kein Grund sich aufzuregen…alles ist doch in Ordnung.

Als meine Schwester Kaffee-Nachschub holte, fragt ich meinen Schwager, ob das wieder öfter vorkommt…er war ganz geknickt: Jaaa – leider. Er bleibt dann ruhig und sagt auch nichts zu ihr…ich möchte aber, das er ihr zwischendurch mal Einhalt gebietet…das sie es selber merken kann…so das sie wieder da raus kommen kann.

Seit ihrer ersten Herz-OP vor ein paar Jahren, kommt das immer wieder…es ist eine zeitweilig aufkommende Veränderung ihres Wesens, bei der sie dann auf jede Kleinigkeit emotional „über“-reagiert und sie ist sich dessen gar nicht bewusst. Es geht bei ihr dabei von einem Extrem ins Andere.

Vor allem diese keifende Wut die schon bei Kleinigkeiten, die sie stören, in der Stimme zu hören ist, die macht mir Sorgen. Das ist echt erschreckend. Wir haben dann eine Weile geredet und sie hat sich dann auch endlich entspannt…so war der Tag dann auch plauderhaft schön.

Wir hatten einen losen Plan für den Tag…mein Schwager wollte gerne eine Rundfahrt um die Insel mit den Börte-Booten machen…ich wollte Knieper (Taschenkrebse – die Spezialität auf Helgoland) essen….meine Schwester wollte nach Parfüm schauen.

Helgoland gilt als steuerliches Ausland und unterliegt damit nicht dem Steuerrecht der EU, was bedeutet das die Waren nicht nur ohne Zoll, sondern auch ohne MWST angeboten werden…aber wie bei jedem zollfreien Einkauf, muss man auf die Mengen achten, die man zollfrei nach Deutschland „einführen“ darf.

Wer das noch von früher mit den Butterfahrten kennt, kann sich damit ein Stück Nostalgie zurück holen…nur das man die Ware nicht auf dem Schiff selbst, sondern direkt auf der Insel kauft.

Bei einem Aufenthalt von „nur“ 4 Stunden muss man sich seine Zeit also gut einteilen. Wir kamen um kurz nach 12 Uhr auf der Insel an….sind dann an den schönen bunten Häuschen am Hafen entlang geschlendert bis zum Bootssteg für die Ausflüge…okay um 14 Uhr geht das nächste Börte-Boote, 1 Stunde dauert die Rundtour um die Insel.

Also sind wir weiter geschlendert, haben uns ein paar Läden von innen angeschaut (vor allem nach Parfum und Alkohol geschaut)….und dann haben wir uns in einem kleinen Restaurant niedergelassen, das die Taschenkrebse anbot…okay -wie schön es gibt sie doch schon.

Wir haben also mit Hilfe des Kellners 2x 800G / 1x 500G Knieper bestellt, dazu gab es WEißbrot und 2 verschiedene Dips. Das klingt nach viel, aber die Ausbeute an Krebsfleisch bleibt dabei überschaubar…

Zum Glück waren die Kebse schon geknackt. Es gab also keine Zangen für uns, dafür eine Art schmale, lange Gabel zum rauspulen des Krebsfleisches.

Ich war überrascht wie aromatisch das Fleisch schmeckt und kann es geschmacklich mit nichts vergleichen. Mir hat es gut geschmeckt und ja es nimmt viel Zeit in Anspruch, das kleinteilige faserige Fleisch raus zu pulen. Langsam Essen ist ja eh gesund und wir waren auf jeden Fall gesättigt- obwohl es wirklich nicht soo viel war.

Der Teller oben dazu noch Brot und die Dips war 1 Portion und kostete dann auch 39,95 Eur. Die Bedienung meinte, es wäre auch eher eine Vorspeise. Mir war es das wert, denn ich wollte das unbedingt einmal probieren und meine Familie hatte ich dazu eingeladen.

Dann sind wir schon wieder zum Bootsanleger geschlendert und los ging die Fahrt rund um die Insel. in dem offenen Börte-Boot schaukelte zwischenzeitlich ganz gehörig… ENDLICH hab ich mal wieder gespürt auf dem Wasser zu sein…ich mag Seegang und der Wind tat sein übriges…

Während der Rundfahrt um die Insel wurde uns viel erklärt…das war kurzweilig und sogar spannend. Nach der Rundfahrt ging es dann noch einmal durch ein paar Geschäfte um jetzt die vorher gesichteten Parfum- und Alkoholflaschen zu kaufen und dann war es auch schon wieder Zeit zum Schiff zurück zu schlendern.

Jaa dieses Mal blieb keine Zeit um nach ganz oben auf die Insel zu gehen und die weite der Natur zu sehen und zu spüren (wegen des Winds)…aber das wussten wir im voraus. Deshalb sind wir ja ein zweites Mal hierhin gefahren, um das zu machen, für das wir beim ersten Besuch keine Zeit hatten.

Zufrieden ging es wieder zurück zum Schiff und nach weiteren 2,5 Stunden Fahrt kamen wir wieder in Büsum an…zwischenzeitlich gab es dann noch auf dem Schiff das Abendessen (wir hatten Labskaus vorbestellt, das war reichlich und lecker).

Wir haben uns auf dem Parkplatz dann voneinander verabschiedet und wissen schon jetzt, das wir noch ein 3. Mal hinfahren „müssen“, um die ehemaligen Luftschutzbunker / Festungsanlagen zu besichtigen. Ich habe gelesen das es auf ca. 14km unterirdische Anlagen gibt. Ein Teil davon ist ein Museum, das 1stündige Führungen anbietet.

Außerdem wollen wir das nächste Mal den Katamaran von Büsum aus nehmen. Der ist zwar teurer, dafür braucht er nur 1,5 Stunden und es ist bestimmt ein tolles Erlebnis.

langsames Aufstehen und schnelle Rezepte

Mittwoch dann hatte ich einen Tag Urlaub. Ich habe etwas länger geschlafen, noch im Bett gelesen…mich dann gaaanz langsam fertig gemacht, meine Sporttasche geschnappt und bin nach Wedel zu „Badebucht gefahren

Eigentlich wollte ich ganz früh hin…aber mir war nach einem sanften und langsamen Start. Es ist ein normaler Wochentag…da wird ja hoffentlich nicht so viel los sein, so um 8 Uhr Morgens.

Und am Anfang war es auch so…mit nur wenigen anderen Schwimmern konnte ich ruhig und entspannt meine Bahnen ziehen…und auch die neue Schwimmbrille testen. Meine Vorherige hatte sich beim letzten Besuch hier, mit einem Knacks verabschiedet. Nun habe ich eine Neue, mit etwas größeren Gläsern…sie ist sehr bequem – aber innerhalb der ersten Viertelstunde musste ich das Gummiband ein paar Mal nachjustieren. Nun ist sie perfekt eingestellt.

Nach einer 3/4 Stunde wurde dann leider das Becken für die Bahnenschwimmer verschmälert und um Punkt 9 Uhr startete in dem abgeteilten Bereich dann die Wassergymnastik mit lauter Musik und mit megalauten Ansagen der Trainerin, um die Musik zu übertönen und die mehrheitlich älteren Damen und Herren auch akustisch zu erreichen.

Obwohl ich den Kopf beim Bahnenschwimmen immer wieder unter Wasser habe, komme ich ja genauso oft mit dem Kopf aus dem Wasser, um zu atmen…und das war dann ein sehr unschöner Effekt auf meinen Ohren und es wurde langsam auch eng in dem Becken, weil immer neue Schwimmer hinzu kamen.

Aber egal, meine Mindeststrecke von 1km hatte ich schon erreicht und überschritten. Ich bin dann trotzdem zufrieden gegangen, auch wenn ich gerne noch länger geschwommen wäre.

Memo an mich selbst: Achte darauf nicht später als 7.00 – 7.30 Uhr mit dem Schwimmen zu beginnen – sonst wird es laut und eng. Aber Immerhin hatte ich in der Dusche Ruhe und ich konnte mir viel Zeit lassen.

Von Wedel bin ich dann nach Elmshorn gefahren…ich wollte noch ein paar Rankhilfen aus Holz für den Balkon besorgen (mir sind ein paar vom letzten Jahr zerbrochen) und dann mal wieder einen etwas größeren Einkauf erledigen…die Rankhilfen, die ich suchte, waren aber noch nicht da…also ging es dann zum Supermarkt und vor allem auch zum heimischen Spargelstand.

Ich bin seit letzten Jahr ein großer Fan von Grünem Spargel. Vor allem zum Braten ist der toll und super aromatisch. Was ich noch nicht kannte war violetter Spargel. Beide braucht man nicht zu schälen, sondern man schneidet nur evtl. holzige Enden ab und schneidet sie einfach in Stücke und dann geht es für wenige Minuten in die Bratpfanne.

Ich kombiniere es mit allem Möglichen an Gemüse, brate alles zusammen, dann ablöschen mit Brühe und Passata, gewürzt je nach Laune und manchmal zum Abrunden kommt auch noch Mozzarella oben drauf: das ist eine vollwertige Mahlzeit. Schnell und einfach – so wie hier:

Nach dem Einkaufen hab ich alle Vorräte in Keller, Vorratsschrank und Küche verstaut und habe den violetten Spargel zu einer schnellen Pfanne verabeitet (ohne Foto – deshalb das Beispiel von ein paar Tagen zuvor).

Mitte April habe ich auch mal wieder ein paar Waffeln gebacken. Das Besondere hier ist, das der Teig nicht aus normalem Weizenmehl besteht, sondern eine Mischung aus Dinkel-Vollkornmehl, Haferflocken und Skyr ist. Natürlich sind auch etwas Zucker, Dattelsirup, Butter, Ei und Milch, sowie Vanille enthalten.

Wie man sieht, mag ich Waffeln etwas dunkler und sie müssen auch nicht perfekt sein…aber das ist ja Geschmackssache.

Was für mich wichtig ist: diese Waffeln sind lecker und halten lange satt und führen bei mir nicht zu einem Heißhunger-Effekt.

So eine Waffel passt daher bei mir prima als Nachtisch zu einem Mittagessen, bei dem ich auf Füll-Beilage wie Kartoffeln, Nudel oder Reis verzichte.

Ich friere die Waffeln ein und wenn ich eine essen möchte, egal ob als Nachtisch oder einfach nur so zwischendurch, dann kommt sie unaufgetaut im „Re-Heat“-Modus für ca 3-5 Minuten in die Heißluft-Fritteuse – dann ist sie wieder schön knusprig.

Ich weiß nicht jeder mag oder verträgt Haferflocken – für mich sind sie inzwischen ein unverzichtbarer Teil beim Kochen.

Tagesausflug: Lauenburg/Elbe

Ostermontag ging es dann weiter, wie die Tage zuvor…ich war antriebslos und müde….so langsam machte ich mir schon Sorgen….wieso kam ich nicht aus meinem Energie-Tief heraus?

Aber ich habe es akzeptiert …dann ist das eben so…hatte ja auch echt lange Monate Stress…das geht dann nicht in 3 Tagen wieder weg. Zum Glück hatte ich Dienstag und Mittwoch ja noch Urlaub.

Und so blieb ich auch den Dienstag eher passiv, aber immerhin fing ich wieder an mit meinem regelmässigen Walkingrunden…denn so langsam ging es doch aufwärts mit meiner Energie.

Für den Mittwoch hatte ich einen Ausflug nach Lauenburg/Elbe geplant…das sind ca. 80km von hier und liegt am Rande des Mecklenburgischen Elbetals, unterhalb von Hamburg und gehört als südlichste Stadt tatsächlich noch zu Schleswig-Holstein.

Wie jedes Jahr zu meinem Geburtstag suche ich mir ein Ausflugsziel und lasse es mir gut gehen. Ich war vor ein paar Jahren schon einmal hier, aber nur um mein Auto abzustellen, um dann mit dem Fahrrad von Lauenburg nach Mölln zu fahren, immer am Elbe-Lübeck-Kanal entlang.

Mir ist damals entgangen, was für eine schöne kleine Altstadt Lauenburg hat…uralte kleine Gassen und Fachwerkhäuser…das älteste Haus stammt aus dem Jahr 1573…..leider war das Cafe/Eisdiele wegen Umbau geschlossen…aber auch von Außen wirkt es immer noch imposant.

Die Altstadt schmiegt sich zwischen Elbe und Neustadt an den Hang und bietet an vielen Stellen eine wunderschöne Aussicht auf die Elbe und das Umland.

Es gibt nette kleine Cafes und Restaurants und ich habe es sehr genossen kreuz und quer durch diese niedliche Stadt zu laufen.

Zum späten Frühstück war ich einem kleinen Cafe in der Neustadt…eine Mischung aus Cafe und Weinbar mit leckerem Kuchen und einem süffigen Chardonnay – um auf mich selber anzustoßen. Von dem Wein habe ich mir dann noch eine kleine Flasche gekauft. So manchmal gönne ich mir doch einen richtig guten Wein.

Und am frühen Nachmittag war ich dann in der Altstadt in einem Cafe/Restaurant zum Mittagessen mit Lachs, Rührei und einem herrlichen Blick auf die Elbe.

Am späten Nachmittag ging es dann zurück nach Hause…leider war der Elbtunnel aufgrund eines Unfalls in beide Richtungen erst gesperrt / dann nur eingeschränkt nutzbar und ich bin durch Hamburg hindurch gefahren…naja…wie immer war das ein Fehler….hahaha – aber egal…ich hatte auf jeden Fall einen schönen Tag .

Ostern schlapp und müde

okay- nun aber zurück zu meinem Urlaub… Karfreitag fiel ich dann in ein Loch.

Ich war antriebslos und müde und müde…das Wetter lud ohnenhin nicht ein nach Draussen zu gehen und so blieb ich bis zum späten Nachmittag müde und schläfrig auf der Couch.

Dann endlich hab ich mich aufgerappelt und bin noch eine Runde durch die Holmer Sandberge gewandert.

Für den Abend hatte ich den grünen Spargel und anderes Gemüse in der Pfanne gebraten und mit Käse verfeinert….sehr lecker

Anschließend schlief ich dann schnell auf der Couch ein…mein Ruhepuls sackte in den letzten 2 Tagen um 6 Schläge ab…das war wahrscheinlich dann doch etwas zu schnell. Immerhin konnte ich dadurch erkennen, das der Stress von mir abfiel.

Leider blieb dies auch am Samstag so…ich war zwar früh auf, um noch Blumen für Ostersonntag zu kaufen…aber danach war nichts mit mir anzufangen….ich blieb müde und antriebslos.

Ein kleiner Urlaub – Malente

Ende März hatte ich mich mit Schwester und Schwager in Malente getroffen….das liegt so ungefähr zwischen Plön und Eutin und ist ein anerkannter Kurort in Ostholstein. Den Beitrag hatte ich angefangen…aber nicht abgeschlossen…dann mache ich das eben jetzt:

Als wir vor einem Jahr die 5-Seenfahrt auf den Plöner Seen gemacht haben, war ein Zielpunkt auch Malente…wir sind dort allerdings nicht an Land gegangen. Es war also klar, hier kommen wir auf jeden Fall noch einmal hin, um uns den Ort anzuschauen.

Nun hatten wir den 22.März schon länger für einen Ausflug geplant….das mit meinem Rücken kam mir dann in die Quere. Mit viel Schmerzmittel, der Sitzheizung im Auto und kleineren und langsameren Schritten als sonst, ging es dann doch…und Laufen ging bei mir besser, als sitzen…und wir sind viel gelaufen.

Es war ein herrlicher Frühlingstag mit viel Sonnenschein, dafür aber auch mit kräftigen Windböen…Zuerst ging es in den Windpark, dann durch den Wald weiter zum Dieksee…immer am Wasser entlang. Zum Mittagessen hatte ich in einem Fisch-Restaurant direkt am See einen Tisch für uns bestellt.

Das Essen war genau nach unserem Geschmack…wir hatten tatsächlich alle Drei dasselbe…nur das ich mich für Kartoffel-Rösti, anstatt Bratkartoffeln entschieden hatte: Das Gericht heißt: „Malenter Bratkaroffelerhältnis“ 🙃

Nach dem Essen ging es weiter am See entlang und später dann durch den Wald immer weiter rauf zum Holzberg auf den Holzbergturm…der erst 2020 eröffnete Turm (inzwischen der 3.Turm) besteht – anders wie der Name vermuten lässt, nicht aus Holz, sondern aus Stahl und ist 30Meter hoch, mit 147 Stufen.

Bei den starken Windböen war es vor allem oben auf der Aussichtsplattform echt abenteuerlich…wir hatten unsre Kapuzen tief ins Gesicht gezogen und mussten uns aktiv gegen den Wind stemmen und an der Reeling festhalten…aber die Aussicht war einfach wow……

Später ging es wieder runter vom Turm, runter vom „Berg“ wieder zum Dieksee und da das anvisierte Cafe leider geschlossen hatte, haben wir uns in einem alten Kurhaus, das gleizeitig, Hotel, Spa und Cafe war, niedergelassen.

Drinnen fühle ich mich irgendwie in eine andere Zeit versetzt…So Ende der 70er Jahre…wenn wir als Kinder mit Oma und Opa zum Kaffeetrinken gehen mussten….ein großer karger Raum mit kleinen 4er-Tischen, riesige Fenster die man nicht öffnen kann, keine Gardinen, kein Fensterschmuck, mit wenigen traurig wirkenden Pflanzen auf den Fensterbänken, jeder Tisch hatte eine weiße Tischdecke mit einem kleinen künstlichen Blumenstrauß in einer kleinen Vase in der Mitte, weiße halbhohe Holzvertäfelung an den Wänden, darüber Bilder, wie das Haus 19…. ausgesehen hatte….große weiße schwerwirkende Türen zu den Nebenräumen…ich musste unwillkürlich lachen…es war für mich so surreal.

Das alles hatte so einen altmodischen Charme einer Kuranstalt, das ich mich nicht gewundert hätte, wenn die Bedienung ein schwarzes halblange Kleid mit weißer Halbschürze getragen hätte hahaha – hat sie natürlich nicht…und auch das Angebot war jetzt nicht so antiquiert wie das Äußere vermuten liess.

Ganz im Gegenteil, der Kuchen war derartig lecker – also DER war richtig klasse – wir gerieten richtig ins schwärmen:

Irgendwann am späten Nachmittag wurde es dann aber auch Zeit, das wir uns wieder auf unsere Heimwege machten…mein Rücken wollte sich gerne mal wieder ausruhen und auch Schwester+Schwager hatten mit ihren Schmerzen zu kämpfen.

Aber wir haben den Tag so richtig geniessen können…für mich war es tatsächlich ein kleiner Urlaub.

Schokolade als Stressbegleiter – schlechte Entscheidung

Auch die nächsten Tage war ich immer noch extrem müde und fühlte mich ausgelaugt…so richtig Freude kam immer noch nicht bei mir auf.

…und was hab ich in den letzten 3 Wochen gemacht?….ich ärgere mich wirklich über mich selbst…ich habe dieses betäubt-Gefühl und den Stresss mit viel Schokolade (die ich extra für Schwester+Schwager für Ostern gekauft hatte) und anderem süßen Essen versucht zu kompensieren.

Das Einzige was ich damit erreicht habei ist, das mein Gewicht um fast 2 KG hoch gegangen ist…ja sage mal…das kann doch nicht wahr sein…von meinen ursprünglich abgenommenen mehr als 9kg, waren damit fast 2kg wieder drauf….okay inzwischen ist ein 1kg schon wieder runter und ich passe immer noch gerade so in meine Hosen Größe 38….aber auch nur noch geraaaade soeben….da sich das zusätzliche Gewicht natürlich rund um die Körpermitte sammelt.

Ich mache jetzt seit 11 Monaten Intervallfasten 16:8…das passt prima in mein Leben und fühlt sich auch gar nicht nach Einschränkung oder Verzicht an…und hat mir auch über die Weihnachtszeit und die stressigen Monate seitdem wunderbar geholfen mein Gewicht zu halten, trotz Grünkohl vom Weihnachtsmarkt und Kinderschokoladen-Weihnachtsmann und anderer Weihnachtsschlemmereinen…sogar ab und an eine kleine Tüte Chips…alles kein Problem.

Aber diese letzten 3 Wochen waren dann doch zu viel…anstatt mich auf meine selbstgemachten Hafer-Mandel- Oder Schokokekse zu konzentrieren…bin ich wieder in die Zuckerfalle getappt….grrrrr…Ich liebe Kinderschokolade in diesen „Hohlkörperfiguren“ wie Weihnachtsmann oder Osterhase.

Okay seit ein paar Tagen hat mein Verstand sich wieder durchgesetzt und ich bin wieder bei meinem gewohnten Essverhalten…und die neu gekauften Schoko-Osterhasen für meine Familie, habe ich gut weggepackt.

Mit Medikamenten leben

Aber trotz all der vielen Arbeit, mache ich natürlich auch schöne Dinge. Jetzt wo der Rücken wieder mit macht, laufe ich wieder meine Walkingrunden entweder morgens oder abends…aktuell komme ich so auf 4-5x pro Woche zwischen 3,5 bis 5,0 km.

Wie in jedem Jahr macht mir aber auch die Zeitumstellung zu schaffen…trotzdem bin ich immer früh wach und bin diszipliniert genug früh aufzustehen, um meine aktuell langen Arbeitstage so früh wie möglich zu beginnen. Meine Herzfrequenz ist momentan viel zu hoch …aber wie bereits geschrieben, sollte sich das in 1,5 Wochen so langsam wieder normalisieren.

Was ich sehr erfreulich finde, ist mein LDL-Cholesterinwert. Der neue Hausarzt hat mir gleich Blut abgezapft, um die 1/4jährliche Bestimmung dieses Wertes noch für das 1.Quartal zu bestimmen…und ENDLICH komme ich dem Zielwert meines Kardiologe nahe.

Beim letzten Mal stand der LDL-Wert bei 78…dieses Mal ist er bei 67. Der angestrebte Zielwert ist 55. So ein niedriger Wert ist ohne die Einnahme von Statine nicht zu erreichen…und auch jetzt wurde die Dosis meines Cholesterin-Senkers ein kleines bisschen erhöht und zusammen mit meiner relativ gesunden Lebensweise ist das ein schönes Ergebnis.

Jaaa okay – also die Arteriosklerose (Arterienverkalkung der Blutgefäße) lässt sich damit nicht zurückdrehen – aber eben verlangsamen…und je weniger Ablagerungen sich in meinen Blutgefäßen ansammeln, umso länger komme ich um eine OP herum. Eine minimalinvasive OP mit Stents wird es dann wohl auch eher nicht werden…dafür sind die betroffenen Stellen zu ungünstig. Also heißt es immer schön brav alle Medikamente nehmen, sich gut ernähren, viel bewegen, wenig Stress an mich heran lassen und das Leben geniessen.

Ich bin froh und dankbar das es diese Medikamente gibt. Mit 5 unterschiedlichen Tabletten aus den Chemielaboren der Pharmaindustrie wird Tag für Tag mein Körper versorgt, um diese Krankheit im Schach zu halten: Blutdrucksenker 2 verschiedene, Cholesterinsenker, Blutverdünner und einen Pulsverlangsamer (auch Beta-Blocker genannt).

Das ist schon krass was heute alles möglich ist und je länger ich ohne OP auskomme, umso weiter ist auch die Entwicklung von schonenderen Operationsmethoden. Auch meine defekte Herzklappe kann heute minimalinvasiv ausgetauscht werden. Auch wenn es bei mir noch nicht notwendig ist, so ich finde das schon mal sehr beruhigend.

Also in diesem Sinne passt gut auf Euch auf 😉und genießt das Leben, wo immer es geht ….