Brutto oder Netto … das ist hier die große Frage

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Auch nach dem Besuch von Schwester+Schwager war ich angespannt, denn mir fehlten für den Quartalsabschluss jetzt ca. 1,5 Arbeitstage. Freitag war ja der Feiertag und Donnertag hab ich auch nicht soo viel gearbeitet.

Es war also klar, ein wenig musste ich die Zeit aufholen…das war aber komplett okay- das hat mich nicht gestresst, wenn inzwischen weiß ich ja, was und wie ich die Daten für die neuen Quartalsabschlüsse bekomme, aufbereiten und melden muss. Das hat prima funktioniert – und so habe ich bereits am Dienstagmorgen die LETZTE Gesellschaft fertig hochgeladen. Sehr schön.

Was mich wirklich gestresst hat, waren mal wieder die Anforderungen unseres externen Investors….und der Kollegin aus der Finanzierungsabteilung…Beide zum nahezu selben Thema. Aber dazu hatte ich einfach keine Zeit, also habe ich zurück gemeldet, bis wann ich die geforderten Daten spätestens fertig haben werde – Soooo jetzt hatte ich etwas weniger Druck.

Auch das Thema mit der Implementierung des dafür notwendigen Bankkontos in unser System, war ich einen Schritt weiter: da ich da nur durch einen blöden Zufall mit hineingerutscht bin, habe ich das gemacht, was alle immer bei uns machen: Ich habe die Verantwortung dafür weitergeleitet – dafür haben wir tatsächlich eine eigene Abteilung – sollen die sich auch darum kümmern. Sooo – noch etwas weniger Druck.

Inzwischen hatte ich aus dieser Abteilung auch eine Rückmeldung erhalten…also das Procedere hat sich noch einmal komplett verändert….Wir „Controller“ bekommen jetzt keinen „normalen“ Zugriff mehr auf die neuen Bankkonten (weder in DE noch in DK), sondern nur noch eine ganz bestimmte eingeschränkte Variante, so das wir immer gezwungen sind, ausschließlich über unser neues Buchhaltungssystem Zahlungen zu generieren. Damit soll verhindert werden, das man kurzfristig schnelle und kurzfristige Überweisungen manuell tätigt.

Und sie sind sich bewusst, das ich das neue Konto aktuell noch nicht benutzen kann…na immerhin etwas.

Aber war nutzt mir das Verständnis, wenn ich gerade gar keine Möglichkeit habe Überweisungen zu tätigen? Bisher konnten wir mit dem „Vollzugriff“ auf Bankkonten wenigstens noch eilige Dinge selber regeln (natürlich immer mit 2. Unterschrift) und der Investor, sowie auch die Bank, drängeln das wir die Vorfinanzierung jetzt abschließen und rückabwickeln – dazu brauche ich jedoch auf irgendeine Art den Zugriff auf das nun zugeteilte kfw-Darlehn. Aber Pustekuchen.

Na gut – auch das ist etwas, was ich jetzt hinnehme – wie immer gilt: Melden befreit und ich kann dem Investor mitteilen – sorry, liegt an der Zentrale.

Aber ich kann zumindest schon mal die Daten zur Vorfinanzierung zusammenstellen. Normalerweise ist das einfach, aber nicht hier: den bis Anfang des Jahres wurde diese Gesellschaft aus der Zentrale betreut, mit dem alten dänischen Navision – auf das ich keinen Zugriff habe.

Na klar habe ich die Netto-Werte der bisherigen Investition, aber ich brauche die Bruttowerte. Also musste ich mir die Daten rückwirkend ab 2023 aus unserem Rechnungsportal holen: Einzeln – Rechnung für Rechnung. Über das Kfw-Darlehn dürfen zwar auch nur Netto-Werte abgerufen werden, aber um die Rechnungen Brutto bezahlen zu können, haben wir natürlich die Bruttowerte als internes Vorfinanzierungs-Darlehn aufnehmen müssen.

Das bisherige Darlehn müssen wir also Brutto zurück zahlen, während wir es uns nur Netto vom neuen Darlehn holen dürfen. Der Rest ist die MWST und die müssen wir eben vom laufenden Konto nehmen und das muss ich dem Investor nachweisen.

Aber um die Werte auf Richtigkeit zu prüfen, muss ich die Vorsteuerbeträge aus jeder Rechnung kennen. Nur so kann ich sicher sein, das die gebuchten Werte auch tatsächlich richtig verbucht wurden. Natürlich stimmte nicht alles…wäre ja auch zu schön gewesen. Aber ich habe es abgestimmt bekommen. Soooo – wieder ein Problem weniger.

Nur die Diskussion mit der Kollegin aus der Finanzierungsabteilung, die hätte ich mir gerne geschenkt…denn immerhin hatten wir die GLEICHE Diskussion schon vor ca. 2 Jahren, bei dem 1. Projekt das wir zusammen hatten. Ihre Fragen und meine Antworten waren genau gleich ….hahaha ich hatte die alten Mails noch und genau wie beim letzten Mal hat sie meine Aussagen durch eine Dänische Kollegin verifizieren lassen….hahaha ratet mal: mit dem GLEICHEN Ergebnis. Das mit dem Brutto-Netto-Vergleich war und ist auch weiterhin richtig so.

Aber nun gut – außer das wir Zeit verschwendet haben, ist ja nichts passiert – ich habe alle Werte an die Finanzierungsabteilung gemeldet und auch das ich noch keinen Zugriff auf die neuen Konten habe. Für mich ist das Thema damit erst einmal erledigt….und JETZT kann ich mich noch an die letzte Aufgabe des externen Investors machen, er möchte wissen wieviel Geld wir problemlos ausschütten können, wenn die Vorfinanzierung rück-abgewickelt ist.

Jetzt habe ich eine Basis, um auch das zu berechnen – mein Abgabetermin dafür ist Montag. Den restlichen Cashflow bis Ende des Jahres zu ermitteln, ist jetzt kein großes Thema mehr. Der noch aktive Windpark wird ja gegen Ende des Jahres abgerissen…und der Bau der beiden neuen Turbinen für das Repowering-Projekt läuft so langsam an.

Abschluss des Besuchs

Am Morgen nach dem Orgelkonzert in der Elphi, haben wir ausgiebig bei mir zuhause gefrühstückt. Eigentlich wollten mich Schwester+Schwager zum Brunchen einladen, das hatte aber dann nicht geklappt. Es war ja kein Sonntag , sondern Feiertag.

So hatte ich angeboten wir Essen bei mir und natürlich bog sich der Tisch quasi, ich hatte wieder viel zu viel gekauft. Aber wir haben schwesterlich geteilt – die Beiden haben dann später einen Teil mit nach Hause genommen. Also verschwendet war das nicht.

Um den Besuch von Schwester+Schwager abzurunden, sind wir noch ins Himmelmoor gefahren…es war ja der 3.Oktober – also Feiertag.

Die Runde durch das Moor bei klarem Wetter, ist immer schön und auch dieses Mal fanden wir es wieder sehr entspannend. Auch wenn es nicht so ruhig war, wie sonst, wenn ich hier meine Runde drehe….es war aber auch schon später Vormittag. Ich gehe hier sonst am Wochenende eher früh morgens walken.

Es war schon Mittag, als die Beiden dann wieder nach Hause fuhren. Der Besuch der Beiden war sehr schön und gar nicht so anstrengend, wie sonst schon mal.

Trotzdem fühlte ich mich den Rest des Tages ausgelaugt und krank. Im Hals kratzte es, die Glieder waren schwer, ich war unglaublich müde und fühlte mich ausgelaugt. Natürlich lag es zum Teil auch an dem beruflichen Stress der letzten Tage.

Den Rest des Tages verbrachte ich gemütlich auf der Couch unter einer Wolldecke und habe nichts gemacht…also gar nichts – also – außer mir Milchreis mit Zimt/Zucker und einen heißen Tee nach dem anderen zu kochen hahaha.

Am Abend fühlte ich mich dann zumindest körperlich wieder fit.

Da ist sie wieder – die Privatbahn hinter dem Haus – mit schlechten Nachrichten

Nach 368 Tagen wurde die AKN-Linie 1 Anfang September wieder in Betrieb genommen. Dabei ist der Umbau zur S-Bahn S5 noch gar nicht abgeschlossen.

Aber immerhin die Züge fahren wieder…auch wenn es immer noch die AKN ist und nicht die S5. Hat sich jetzt etwas verändert: Eindeutiges JA und zwar sehr negativ.

Die AKN hat schon immer, über den Tag verteilt, einige Züge kurz vor dem Bahnhof Quickborn in eine Warteposition gestellt und damit DIREKT bei unseren Balkonen. Die Bäume haben es immer etwas abgemildert, weil die Dieseltriebwerke blieben dabei immer am Laufen. Aber irgendwie war die störende Geräuschkulisse moderat.

Seit der Wieder-Inbetriebnahme hat sich das gravierend verändert…die wartenden Züge sind mega-laut und scheinen auch wesentlich länger dort zu stehen. Dazu kommt eine Art starke „Vibration“ die man selbst auf der anderen Hausseite spürt und hört, so als ob der Schall durch das Haus geleitet wird.

Vor ein paar Tagen habe ich Nachbar Mirko mal wieder im Trockenkeller getroffen und als ich ihn ansprach, ob das von mir eine rein subjektive Wahrnehmung ist, hat er mir bestätigt das es alle Nachbarn genauso empfinden. ..Alle im Haus sind sich einig: das kann so nicht bleiben – es wird eine Unterschriftenaktion geben.

Unser Hausverwalter hatte mich dazu diesen Freitag angerufen und ja klar hab ich auch unterschrieben….alle in unserer Wohneinheit haben unterschrieben.

Nachbar Mirko hatte mir auch erzählt, das es jetzt im November mit den Baum-Fällarbeiten direkt vor unseren Balkonen/ Terrassen los gehen soll (das, was die AKN bereits für April diesen Jahres angekündigt hatte). Nun also doch – insgeheim hatte ich gehofft, das die Bäume vor meinem Balkon erhalten bleiben.

Denn ohne die Bäume kommt der Schall der fahrenden AKN-Bahn, dem AKN-Bahnhof schräg links von uns, dem Parkhaus für Pendler und dem direkt gegenüberliegenden Markt- und Festplatz, ungebremst und ungefiltert bis zu uns.

Die Lautstärke wird insgesamt also zunehmen, der Wind wird zudem ungehindert auf unsere Balkone treffen. Hier ist leider eine Windschneise: d.h. der Wind findet genau hier seinen Weg und mit der Ruhe und geschützten Lage der Wohneinheit wird es vorbei sein.

Die Wohnung bekommt dadurch, ohne die schützenden Bäume, im Sommer viel länger Sonne (es wird also noch wärmer) und im Winter wird es durch den ungebremsten Wind viel kälter, d.h. wir werden mehr heizen müssen. Und meine kleine Oase auf dem Balkon mit den niedlichen Vögeln wird dadurch auch zerstört. Alles zusammen sind das keine schönen Aussichten.

Aber eine Lärmschutzwand ist für uns nicht geplant – eigentlich unbegreiflich, da auf beiden Seiten an diesem Streckenabschnitt viele mehrstöckige Häuser stehen…also sehr viele Menschen davon betroffen sind. An anderen weniger bebauten Strecken wurden dafür schon Lärmschutzwände gebaut…aha ….wir in Hochhäusern sind scheinbar nicht so schützenwert, wie eine belebte Straßenkreuzung mit wenig Wohngebäuden, dafür mit einigen Geschäften drum herum.

Um es noch einmal klar zu sagen: ich habe nichts gegen die Bahn die hier seit vielen Jahren vorbei fährt…das stört mich überhaupt nicht. Aber die Änderungen durch die Baumfällungen (damit die zukünftige S-Bahn elektrisch fahren kann, müssen Strommasten entlang der Strecke gebaut werden) werden spürbare Auswirkungen auf mein Wohlbefinden in meinem Zuhause haben und das finde ich schon sehr traurig.

Besuch in der Elbphilharmonie

Am Nachmittag des 2. Oktober kamen Schwester+Schwager aus Flensburg zur mir nach Quickborn.

Durch die Quartalsabschlüsse hatte ich mich die letzten Tage schon komplett ins Homeoffice verzogen…am Abend zuvor hatte ich noch mein Schlafzimmer für die Beiden vorbereitet (2 Bettdecken. Kissen und Matratze frisch beziehen, Handtücher bereitlegen, für Extra-Beleuchtung sorgen, Wasser und ein paar Süßigkeiten für Beide bereitstellen, Luftreiniger anwerfen und noch einmal durchsaugen).

Meine Schwester ist starke Hausstaub-Allergikerin…ich ja eigentlich auch, aber bei mir hat es in den letzten Jahren sehr stark nachgelassen, bei mir ist es immer nur stressbedingt. Ich bin dann für die Nacht mit meiner Bettdecke auf die Couch ins Wohnzimmer gezogen. Na klar habe ich noch ein 3. Zimmer…aber dort gibt es keine Couch oder Bett…dafür ein Büro und meine Kleiderschränke.

Die Einkäufe waren erledigt…nur den Fisch fürs Frühstück am nächsten Morgen, hab ich erst an dem Donnerstag gekauft….dafür habe ich mich mal für eine Stunde in eine Extra-Pause ausgeloggt, mit Genehmigung des Chefs natürlich.

Sooo und damit war dann wirklich alles vorbereitet…schon kurz nach ihrer Ankunft haben wir uns schick gemacht und sind ins Restaurant gefahren und wie immer war es in dem Vietnamesischen Restaurant hier im Ort reichlich und lecker.

Anschließend ging es dann weiter nach Hamburg….Jaaaaa an einem frühen Abend vor einem Feiertag in Richtung Elbtunnel zu fahren, ist jetzt keine so gute Idee…aber immerhin hab ich die Autobahn gemieden und stattdessen die B4 genommen….später stellte sich heraus, dieses Mal wäre die A7 doch die bessere Wahl gewesen…es dauerte alles so unglaublich lange…ich saß am Steuer und war angespannt.. Grummel….warum hatte ich nur die Planung übernehmen müssen.

Aber dann lief doch alles glatt. Das Auto in Ottensen abstellen, mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg und dann noch ein paar Minuten zu Fuß bis zur Elphi – das inzwischen nicht mehr ganz so „neue“ Wahrzeichen von Hamburg (das mit dem NEU steht überall im Internet).

Als wir an den Landungsbrücken ankamen, ging gerade die Sonne unter und es war ein echtes Schauspiel…die Sonne war blutrot (leider konnte das meine Kamera am Mobiltelefon farblich nicht so schön einfangen….es war echt der Hammer)

Wir waren um kurz nach 19 Uhr am Eingang zur Elbphilharmonie und hatte noch genügend Zeit um uns alles anzuschauen….zuerst mit der Rolltreppe nach oben, dann natürlich der Balkon-Rundgang einmal Rundherum…ein unglaublicher Blick in jede Richtung

Dann ging es über die vielen Treppen weiter hinauf…die sind etwas gewöhnungsbedürftig, da gefühlt jede Treppenstufe eine andere „Tiefe“ hatte…nach einer kurzen Verschnaufpause an der Bar (die Luft war sehr trocken und wir durstig) kamen wir im großen Saal an.

Mein Schwager hatte tolle Plätze ausgesucht und das Konzert war wohl auch ziemlich ausverkauft….also der Anblick war beeindruckend:

Über das Konzert selbst waren wir einer Meinung…wir mögen Orgelkonzerte und freuten uns über 2 Stücke von J.S.Bach – vor allem die „Toccata und Fuge in d-Moll“, aber was Iveta Apkalna sonst noch an Stücken ausgewählt hatte, war so gar nicht unseres….es war soooo langweilig….da kann auch die beste Orgel und die gefeierte „Titularorganistin“ nichts daran ändern. Das Wort musste ich übrigens erst einmal nachschlagen:

Ein Titularorganist ist ein Ehrentitel, der einem Organisten aufgrund seiner großen Virtuosität von einer überregional bedeutenden Kirche oder einer Stadt mit einer herausragenden Orgel verliehen wird. Die Auszeichnung wird fast ausschließlich in Europa vergeben und ist durch renommierte Organistenstellen an der Kathedrale Notre-Dame und den großen Pfarrkirchen von Paris bekannt geworden.

Auszug aus Wikipedia

Und obwohl wir einen Teil der Musik nun wirklich nicht mochten, war es trotzdem ein schöner Abend….auf dem Rückweg sind wir wieder bis zum Jungfernstieg geschlendert, mit der S-Bahn zurück nach Ottensen, dann mit dem Auto zurück nach Hause….waren dann noch lange auf und haben uns unterhalten, bis mir fast die Augen zu fielen. Es war ein langer und aufregender Tag…

Unruhig, unentspannt und aufgedreht

Die Entspannung nach meinem Kurzurlaub war bereits nach ein paar Tagen wieder verflogen und eine innere Unruhe hat mein Arbeits- und Privatleben erfasst.

Während ich mich in meinem normalen Arbeitsalltag mittlerweile an die vielen geänderten Vorgaben und Vorgehensweisen, sowie die neuen Programme gewöhnt habe, kommt es noch zu weiteren kleineren Transformationen. Es wird weiter an vielen Stellen in meinem Bereich herum experimentiert, ausprobiert oder auch einfach stillschweigend geändert- ohne das man uns groß mit einbezieht oder wenigstens über die Änderungen informiert.

So falle ich an manchen Tagen aus allen Wolken, weil wieder eine Sache auf einmal automatisiert wurde, die vorher aber gar nicht auf ihre Richtigkeit getestet wurden….und ich darf mich damit herum ärgern, wie ich nachträglich trotzdem die richtigen Daten ins System kriege….okay, ich versuche mich nicht aufzuregen.

Auch eine Gesellschaft, die ich bereits im Februar an eine Kollegin in DK abgegeben habe, klebt wie Pech an mir…ich werde sie einfach nicht los….Nun sind nach 1 Jahr die fehlenden Einspeiseabrechnungen und auch das Geld dazu, angekommen (das war ein Kraftakt) und ich kann endlich das Jahr 2024 abschließen…also wenn ich denn Zeit finden würde.

Aktuell sind wir ja im Quartalsabschluss und anschließend wartet noch die eine Firma mit dem Externen Investor auf die Sonderbetreuung mit Erklärungen und Datenzusammenstellungen, weil jetzt endlich ein Darlehn zuteilungsreif ist…nur das ich noch keinen Zugriff darauf habe – es läuft mal wieder alles so GAR nicht…und die entsprechenden Stellen in der Zentrale sind mal wieder extrem langsam und ich kann Rechnungen nicht so bezahlen, wie ich es sollte. Das nervt total.

All diese Dinge, auf die ich fast keinen Einfluss habe, die bringen mir eine innere Unruhe…ich versuche es weg zu drücken, aber Körper und Geist zeigen schon wieder Auswirkungen: ich schlafe schlecht (teilweise weniger als 4 Stunden pro Nacht), bin seit Tagen übermüdet und versuche mich nur auf das gerade Nötigste zu konzentrieren: Dienstag ist Abgabetermin für die Quartalsabschlüsse. Alles Andere muss warten.

Die Kollegen in der Zentrale haben 5 Tage Zeit für die Abschlüsse..wir in Deutschland, durch den Feiertag gestern, nur 4 Tage. Finde den Fehler. Ich habe mehrfach darauf hingewiesen, aber aus der Zentrale nur zu hören bekommen: naja eigentlich solltest Ihr es auch in 3 Tagen schaffen und zwar MONATLICH….das wird bald sowieso kommen. 👀 – noch Fragen?

Also 11 von 17 Gesellschaften habe ich ja schon fertig bekommen, das sind aber nur die Kleinen. Die 6 umfangreicheren Gesellschaften muss ich noch machen…aber okay, ich werde heute Nachmittag noch zusätzlich arbeiten, dann klappt das auch bis Dienstag…aber nur, wenn ich die anderen Eiligen und Wichtigen zusätzlichen Dinge zur Seite schiebe.

Was mich zusätzlich gestresst hat, ist das Schwester + Schwager am 2. Oktober zu mir kamen und auch über Nacht blieben. Ich weiß das sollte mir eigentlich keine Probleme bereiten, denn ich freue mich auf den Besuch…aber gleichzeitig schaue ich mich in meiner Wohnung um und putze hier und putze da….bei mir ist es eigentlich immer ordentlich und sauber…aber seit Tagen habe ich einen „Röntgen-Blick“ sehe jeden Fusel, Staub in kleinsten Ecken – das nervt – , vor allem weil es überhaupt Niemand sehen würde, außer mir…und selbst wenn, ist doch egal – aber ich kann nicht aus meiner Haut und putze hier und putze da.

Räume weg, räume um, bereite vor und die Planung des Abends liegt auf einmal auch bei mir: Wann gehen wir wo Essen (die Beiden haben mich ja eingeladen – aber es sollte nicht zu teuer sein), wie kommen wir anschließend von Quickborn nach Hamburg zur Elbphilharmonie – welche Verkehrsmittel, wo das Auto parken, dann Bus oder S-Bahn / U-Bahn – klappt das zeitlich alles. Das Zusammenspiel von Auto und Öffentlichen Verkehrsmitteln kann schwierig sein, vor allem wenn es zur Feierabendzeit um eine Fahrt in die Innenstadt von Hamburg geht.

Die letzten 14 Tage waren für mich daher sehr anstrengend – aber jetzt ist Samstag, es ist 9 Uhr morgens und draußen ist es dunkel, stürmisch, nass und kalt…es werden heute nicht mehr als 13 Grad werden.

Letzte Nacht habe ich wenigstens wieder gut geschlafen…es geht also wieder aufwärts bei mir und die Abschlüsse sind auch bald vorbei…Alle anderen beruflichen Probleme werde ich auch gelöst bekommen…aber jetzt ist erst einmal Ruhe angesagt….viel Ruhe

und noch ein Ausflug: Lübeck

Donnerstag war mein letzter Urlaubstag und eigentlich verbringe ich den letzten Tag gerne zuhause…da ich mich aber die beiden Tage zuvor halbwegs aus dem Verkehr gezogen habe (ich hatte heftigen Schnupfen- aber auch nur den), wollte ich diesen Tag dann doch noch für einen Tagesauflug nutzen.

Der letzte Besuch in Lübeck, mit den Rentnern aus Hessen, ist auch schon wieder mehr als 1 Jahr her und ich hatte da die Idee, einmal rund um den Innenstadtkern von Lübeck, direkt an der Trave entlang zu laufen und nicht durch die volle Innenstadt mit Holstentor und Niederegger-Marzipan-Cafè.

Das war also der Plan. Ich hatte mir über Maps einen Parkplatz auf der anderen Seite der Stadt ausgesucht und bin vom Burgtor aus gestartet..

Die meiste Zeit ging es immer direkt an der Trave entlang…mal auf der einen Seite , mal auf der anderen Seite des Flusses, und nur ein paar Abschnitte musste ich an der Straße entlang gehen, bis es wieder einen Weg am Wasser entlang gab.

Natürlich bin ich auch am Holstentor entlang gelaufen, mit all den Menschenmassen, die gerade auf dem Weg in die Innenstadt waren. Aber das war die Ausnahme. Auf dem Rest der Strecke waren kaum Touristen unterwegs…das waren schöne Wege abseits der Massen.

Durch meinen schnellen Schritt, brauchte ich nur etwas mehr als 1 Stunde bis ich weider am Ausgangspunkt ankam. Also bin ich jetzt doch durch das Burgtor in Richtung Innenstadt gelaufen. Trotz des relativ schlechten Wetters waren Horden von Menschen in der Stadt unterwegs…

…aber ich wollte noch in das kleine vietnamesische Restaurant, wo es so leckeres Essen gibt. Es war noch früher Mittag und zum Glück auch noch relativ leer in dem Restaurant. Einen Tisch hatte ich nicht vorbestellt. Als ich schon fast mit meinem Essen fertig war, füllten sich die Tische sehr schnell. Ich hatte genau den richtigen Zeitpunkt abgepasst.

Anschließend bin ich noch durch Nebenstraßen und Gassen geschlendert, habe mir noch ein Eis gegönnt um dann langsam Richtung Parkplatz zurück zu meinem Auto zu kommen.

Das war ein relativ kurzer Ausflug, aber auch heute waren es wieder mehr als 7km die ich gelaufen bin.. Am späten Nachmittag war ich dann wieder zuhause …Am nächsten Tag musste ich ja schon wieder arbeiten.

Morgens im Schwimmbad

An meinem 2. Urlaubstag bin ich morgens gut aus dem Bett gekommen…geplant war für heute noch einmal in das Arriba-Bad in Norderstedt zu fahren. Nur im Urlaub hab ich die Möglichkeit morgens früh schwimmen zu gehen…aber ich war trotzdem erst um 8 Uhr dort.

Mir gefällt, das ein Teil der Bahnen abgetrennt sind und man dort quasi im Kreis schwimmt….ich war zuerst auf der Bahn für die Schnellschwimmer….das passte ganz gut…Es war nur eine junge Frau da, die wir immer wieder vorgelassen haben, weil sie deutlich schneller schwamm als wir restlichen 3 Personen…aber das ging gut…meinen ersten Kilometer konnte ich so ziemlich ungestört schwimmen.

Dann wechselten die Personen und das Tempo in der 1. Bahn zog merklich an…da hab ich mich auf eine andere Bahn verzogen, um die nun schnelleren Schwimmer nicht zu behindern.

Leider waren auf allen anderen Bahnen jedoch ausschließlich ganz langsam schwimmende ältere Personen unterwegs und ich schaffte es nicht mehr zurück in meinen Rhythmus. Bin aber noch weitere 700m mit Unterbrechungen geschwommen, bevor ich dann etwas frustriert aufgab.

Schade, eigentlich wollte ich heute endlich mal die 2 Kilometer vollenden…aber ich merkte wie meine gute entspannte Laune, sich langsam verdüsterte…also habe ich lieber abgebrochen…nene die Laune wollte ich mir nicht verderben lassen.

Ich war dann noch im Herold-Center…bin aber nur etwas dadurch geschlendert…es war ein stürmischer und sehr regenreicher Tag und am Ende lief meine Nase fast ununterbrochen…so habe ich den Rest des Tages und auch den folgenden Tag ganz ruhig und entspannt zuhause verbracht.

Bremen und das Schnoorviertel

Montagmorgen musste ich erst einmal zum Arzt….da lief zum Glück alles schnell und unkompliziert und anschließend, bin ich auf die A7 in Richtung Bremen gefahren.

Jaaa an einem Montagvormittag durch den Hamburger Elbtunnel zu fahren, ist vielleicht keine so gute Idee…aber der Verkehr war moderat…nur der Wechsel der Autobahnen: A7/ A261/ A1 hat ein wenig gedauert.

Die Fahrt habe ich mir mit meinem aktuellen Hörbuch mental verkürzt, es ist „Game over – der Fall der Credit Suisse“. Eine Dokumentation über die Machenschaften der Schweizer Bank seit den 60er Jahren bis heute – also bis zur Zwangsfusion mit der UBS im Jahr 2023.

Dieses Mal habe ich mir in Bremen direkt ein Parkhaus in der Innenstadt gesucht (beim letzten Besuch hatte ich trotz eines ausgewiesenen Parkplatzes mit bezahltem Parkschein ein Knöllchen bekommen, weil ich zu der Tageszeit gar nicht in diese Straße hätte reinfahren dürfen – das große Schild mit dem Hinweis hatte ich zwar gesehen, aber den Inhalt nicht wirklich wahr genommen hahahaha).

Inzwischen war es später Vormittag und ich hatte Hunger, bin ins „Alex“ gegangen, mit einem großen schwarzen Kaffee und einer netten Auswahl vom „Frühstücks-Buffet“ habe ich mich gemütlich an einem kleinen Tisch in einer Ecke niedergelassen und habe das nur leicht verfrühte Mittagsessen genossen.

An einem Tisch vor mir saß eine Frau mit großer Reisetasche und als sie auf die Toilette wollte, fragte sie mich nach dem Weg dorthin und ob ich kurz auf ihre Tasche aufpassen könnte….na klar – kein Problem. Als sie wieder zurück kam, sind wir ins Plaudern gekommen, haben uns eine ganze Weile unterhalten.

Sie ist 45 Jahre alt, hat 2 fast erwachsene Kinder, war in Bremen zu Besuch bei Freunden, wollte jetzt zurück nach Wiesbaden und wartete auf die Abfahrt. Es war ein ungezwungene und lockere Unterhaltung über Alles Mögliche: über Wiesbaden, über Kinder die Erwachsen werden, über Lebensabschnitte die sich ändern und Umzüge in andere Bundesländer, über Ehemänner und das alleine Leben danach…es war ein geistreiche und trotzdem lustige Unterhaltung.

Irgendwann wurde es Zeit für mich, mit meinem Rundgang durch Bremen zu starten. Ich habe mich verabschiedet und ihr alles Gute gewünscht – vor allem eine gute Heimreise.

Dieses Mal wusste ich ja, wo ich hin wollte: in das Schnoor-Viertel….das Wetter war durchwachsen, aber es blieb dann doch trocken und teilweise wurde es ein schön sonniger Tag bei 18 Grad.

Schön war es in diesem Viertel mit den kleinen Gässchen und den liebevoll gestalteten Häusern…richtig malerisch und gemütlich mit vielen kleinen Geschäften und Cafe`s

Kreuz und quer bin ich dadurch gelaufen…habe alles auf mich wirken lassen…in einem Geschäft mit außergewöhnlich liebevoll gestalteten Postkarten für alle möglichen Gelegenheiten, habe ich mich gleich mal ausreichend eingedeckt. Jaaa nicht ganz günstig, dafür aber individuell.

Später bin ich an der Promenade der Weser entlanggeschlendert und noch später quer durch die historische Altstadt mit dem Bremer Rathaus und den Stadtmusikanten.

Irgendwann nach mehr als 23.000 Schritten und knappen 16km war ich genug gelaufen und hatte auch genügend gesehen….es war ein schöner Ausflug, den ich bestimmt bald mal wiederholen werde…

Für die Rückfahrt hatte ich mir in einem Asia-Laden eine Nudelbox gekauft….jetzt noch in ein Restaurant einzukehren dazu hatte ich keine Lust. Müde war ich nun und wollte einfach wieder nach Hause.

Die Rückfahrt war dann auch unkompliziert und kurzweilig…und geschlafen habe ich in der Nacht dann auch richtig gut

kleiner Ausflug mit Regenbogen

Letzten Sonntag bin ich dann gegen Abend mal wieder in das kleine Heidegebiet, ganz hier in der Nähe, gefahren. Der Blick auf so eine schöne Heidelandschaft hat auf mich immer eine besondere Wirkung von Ruhe und Zufriedenheit.

Dafür muss ich aber nicht extra 100km bis in die Lüneburger Heide fahren, sondern es reichen dafür auch die „Holmer Sandberge“ und die sind nur ca. 20 Minuten von Quickborn entfernt.

Als ich zuhause losfuhr regnete es und die Wetter-App machte auch keine Hoffnung auf etwas Blauen Himmel oder gar Sonne…doch wie immer, darf man sich einfach nicht darauf verlassen…einfach losfahren und das Wetter nehmen, wie es dann kommt.

Denn als ich meine kleine Wanderung in den Holmer Sandbergen startete, regnete es zwar immer noch, aber der Himmel weiter vor mir riss langsam auf und so kam ich den unglaublichen Genuss selber im Regen zu stehen, aber in die Sonne zu schauen….das fühlte sich lustig an.

Zumal man auf den Bildern nun wirklich nicht erkennen kann, das ich tatsächlich im Regen stehe….und ein paar Minuten später…beim Rundgang um diese schöne Heidelandschaft, da war er dann….der Regenbogen…während es weiter auf mich herab regnete.

Leider war es mir nicht möglich den Regen im Bild einzufangen….dazu reichte meine Handykamera nicht aus. Der Regen zog dann auch weiter und der Regenbogen verblasste sehr schnell.

Das war ein schöner kleiner Ausflug.

schon wieder Urlaub – und ein kleiner Blick zurück

Da ich meine Urlaubstage in kleinen „Häppchen“ nehme, habe ich schon wieder Urlaub…also für die nächsten 4 Arbeitstage.

Seit ein paar Tagen überlege ich nun schon, was ich mit den freien Tagen anstellen werde. So langsam ist ja Ende der Urlaubs-Hauptsaison, aber die Hotelpreise in Norddeutschland sind immer noch sehr hoch…zu hoch für meinen Geschmack und so habe ich mich gegen eine auswärtige Übernachtung entschieden.

Das gesparte Geld habe ich dann lieber am Samstag für ein paar schöne Dinge ausgegeben: Ich war Samstagfrüh bei der Friseurin und anschließend war ich shoppen. Immerhin ist schon Herbst, also gab es ein paar knöchelhohe Boots, eine Jeans, zwei Pullover und ähmmm….eine Softshelljacke in dunkelblau.

Jaaaa Jacken sind meine große Schwäche, besonders bei Strickjacken kann ich nicht nein sagen, aber auch Regenjacken und Übergangsjacken sind so schön und so praktisch….also eigentlich habe ich genügend…aber immerhin ist die eine oder andere Jacke inzwischen auch etwas zu groß geworden, das sieht dann nur noch plump aus…also konnte ich nicht widerstehen, immerhin war sie im Preis runter gesetzt.

Anschließend habe ich mir noch den Luxus geleistet, mein Auto von Außen und Innen reinigen zu lassen…nach meinen letzten Touren in den Wald zum Pilze sammeln, war mein Auto wirklich dreckig…und mich um die Innenreinigung zu kümmern, da hatte ich überhaupt keine Lust zu….in Hamburg gibt es diese Waschstraßen, die auch eine Fließband-Innenraumreinigung anbieten, das reicht für mein Auto allemal und mit einem Kombipreis von 40 EUR wurde mein Auto einmal rundherum betreut.

Morgen früh muss ich jetzt noch zum Arzt und anschließend setze ich mich dann ins Auto und fahre nach Bremen – das Schnoorviertel wollte ich ja schon länger mal besuchen und ist auch nur ca. 145km entfernt.

Ich mache also nur einen Tagesausflug und dann schaue ich einfach mal, was mir sonst noch so für die nächsten Tage einfällt, außer Gardinen waschen und Wohnung putzen.

Aktuell bin ich mal wieder in einer Phase, wo ich nichts Überflüssiges herumstehen haben möchte…hab bereits gestern angefangen langjährige Deko-Elemente weg zu räumen und kleinere Sachen umzustellen bzw. Ventilator und anderen Kram aus dem Arbeitszimmer, in den Keller zu räumen.

Ich bin froh das der Sommer nun größtenteils für dieses Jahr vorbei ist und rückwirkend atme ich auf, das die extrem heißen und trockenen Zeiten in diesem Jahr fast komplett an uns vorbei gegangen sind….im letzten Jahr war es viel heißer hier oberhalb von Hamburg. Puh – Glück gehabt, diese extremen Temperaturen aus den anderen Bundesländern…da haben mir die Menschen echt leid getan…und freue mich über meine Entscheidung in den Norden der Republik gezogen zu sein….und das vor genau 6 Jahren.

Gestern vor 6 Jahren (an einem Freitag den 13.) bin ich im mit meinen letzten Habseligkeiten im Auto, in Schleswig-Holstein angekommen. An dem Freitagmittag hatte ich meinen Laptop in der alten Firma bei Frankfurt abgegeben, mich von den letzten Kollegen schnell verabschiedet (die eigentliche Verabschiedung hatte ja schon ein paar Tage zuvor stattgefunden) habe mich ins vollbepackte Auto gesetzt und bin hier hoch gefahren. Meine Möbel waren ja schon vorher umgezogen….nur ich musste noch Vorort arbeiten.

Tja was soll ich sagen – das war tatsächlich eine meiner besten Entscheidungen, die ich im Leben getroffen habe…und es war auch nicht das erste Mal, das ich so einschneidende Ortveränderungen vorgenommen habe…und jede dieser Entscheidungen war richtig, aber diese hier – das war eindeutig die Beste.

Und zu den 6 Jahren Schleswig-Holstein, gesellt sich noch ein „Jubiläum“….Wordpress hat mich darauf aufmerksam gemacht, das ich hier bereits seit 10 Jahren angemeldet bin. Übrigens immer mit dem gleichen Bild und unter dem gleichen Namen. Ich hatte nie eine Veranlassung das zu ändern. Dabei ist so viel passiert in diesen Jahren…krass wie die Zeit vergeht.