schon wieder Urlaub – und ein kleiner Blick zurück

Da ich meine Urlaubstage in kleinen „Häppchen“ nehme, habe ich schon wieder Urlaub…also für die nächsten 4 Arbeitstage.

Seit ein paar Tagen überlege ich nun schon, was ich mit den freien Tagen anstellen werde. So langsam ist ja Ende der Urlaubs-Hauptsaison, aber die Hotelpreise in Norddeutschland sind immer noch sehr hoch…zu hoch für meinen Geschmack und so habe ich mich gegen eine auswärtige Übernachtung entschieden.

Das gesparte Geld habe ich dann lieber am Samstag für ein paar schöne Dinge ausgegeben: Ich war Samstagfrüh bei der Friseurin und anschließend war ich shoppen. Immerhin ist schon Herbst, also gab es ein paar knöchelhohe Boots, eine Jeans, zwei Pullover und ähmmm….eine Softshelljacke in dunkelblau.

Jaaaa Jacken sind meine große Schwäche, besonders bei Strickjacken kann ich nicht nein sagen, aber auch Regenjacken und Übergangsjacken sind so schön und so praktisch….also eigentlich habe ich genügend…aber immerhin ist die eine oder andere Jacke inzwischen auch etwas zu groß geworden, das sieht dann nur noch plump aus…also konnte ich nicht widerstehen, immerhin war sie im Preis runter gesetzt.

Anschließend habe ich mir noch den Luxus geleistet, mein Auto von Außen und Innen reinigen zu lassen…nach meinen letzten Touren in den Wald zum Pilze sammeln, war mein Auto wirklich dreckig…und mich um die Innenreinigung zu kümmern, da hatte ich überhaupt keine Lust zu….in Hamburg gibt es diese Waschstraßen, die auch eine Fließband-Innenraumreinigung anbieten, das reicht für mein Auto allemal und mit einem Kombipreis von 40 EUR wurde mein Auto einmal rundherum betreut.

Morgen früh muss ich jetzt noch zum Arzt und anschließend setze ich mich dann ins Auto und fahre nach Bremen – das Schnoorviertel wollte ich ja schon länger mal besuchen und ist auch nur ca. 145km entfernt.

Ich mache also nur einen Tagesausflug und dann schaue ich einfach mal, was mir sonst noch so für die nächsten Tage einfällt, außer Gardinen waschen und Wohnung putzen.

Aktuell bin ich mal wieder in einer Phase, wo ich nichts Überflüssiges herumstehen haben möchte…hab bereits gestern angefangen langjährige Deko-Elemente weg zu räumen und kleinere Sachen umzustellen bzw. Ventilator und anderen Kram aus dem Arbeitszimmer, in den Keller zu räumen.

Ich bin froh das der Sommer nun größtenteils für dieses Jahr vorbei ist und rückwirkend atme ich auf, das die extrem heißen und trockenen Zeiten in diesem Jahr fast komplett an uns vorbei gegangen sind….im letzten Jahr war es viel heißer hier oberhalb von Hamburg. Puh – Glück gehabt, diese extremen Temperaturen aus den anderen Bundesländern…da haben mir die Menschen echt leid getan…und freue mich über meine Entscheidung in den Norden der Republik gezogen zu sein….und das vor genau 6 Jahren.

Gestern vor 6 Jahren (an einem Freitag den 13.) bin ich im mit meinen letzten Habseligkeiten im Auto, in Schleswig-Holstein angekommen. An dem Freitagmittag hatte ich meinen Laptop in der alten Firma bei Frankfurt abgegeben, mich von den letzten Kollegen schnell verabschiedet (die eigentliche Verabschiedung hatte ja schon ein paar Tage zuvor stattgefunden) habe mich ins vollbepackte Auto gesetzt und bin hier hoch gefahren. Meine Möbel waren ja schon vorher umgezogen….nur ich musste noch Vorort arbeiten.

Tja was soll ich sagen – das war tatsächlich eine meiner besten Entscheidungen, die ich im Leben getroffen habe…und es war auch nicht das erste Mal, das ich so einschneidende Ortveränderungen vorgenommen habe…und jede dieser Entscheidungen war richtig, aber diese hier – das war eindeutig die Beste.

Und zu den 6 Jahren Schleswig-Holstein, gesellt sich noch ein „Jubiläum“….Wordpress hat mich darauf aufmerksam gemacht, das ich hier bereits seit 10 Jahren angemeldet bin. Übrigens immer mit dem gleichen Bild und unter dem gleichen Namen. Ich hatte nie eine Veranlassung das zu ändern. Dabei ist so viel passiert in diesen Jahren…krass wie die Zeit vergeht.

Ein kleiner Unfall

Meine Schwester hat sich vor nunmehr 4 Wochen am Knöchel verletzt und ist seitdem wieder krank geschrieben. Ich weiß gar nicht, warum ihr ständig so etwas passiert. Auf einem Blumenfeld, wollte sie Blumen pflücken und ist umgeknickt….Die Blumen haben sie dann doch noch gepflückt und bezahlt….aber der Fuß schwoll mehr und mehr an.

Natürlich an einem Sonntagabend … ab ins Krankenhaus zum Röntgen, irgendetwas schien seitlich „abgesplittert“, dann hiess es nach dem MRT, das Aussenband am Knöchel sei verletzt…jetzt trägt sie eine Orthese und läuft an Krücken…seufz.

Wir waren für den 30.08. verabredet und so bin ich dann nach Flensburg gefahren – viel unternehmen konnten wir ja nicht, da sie den Fuß nicht belasten durfte….also haben wir bei Kaffee und Scones mit clotted cream und Marmelade bei den Beiden im Wohnzimmer gesessen und haben uns unterhalten…später sind wir noch in das tolle Sushi-Restaurant gefahren, wo wir schon einmal waren.

Es war lustig und wir hatten einen schönen Tag…seitdem mein Schwager nachts eine Schlafmaske trägt, ist er viel vitaler und kann mit meiner Schwester wieder mehr mithalten…also wenn sie sich nicht gerade mit Krücken selber ausbremst.

Es war schon fast 21 Uhr als ich wieder nach Hause fuhr. Das nächste Mal sehen wir uns am 2. Oktober …dann kommen bei zu mir und wir gehen am Abend in die Elbphilharmonie zu einem Orgelkonzert.

Das neue Team – schwieriger als gedacht

Das neue Team – schwieriger als gedacht

Die Woche war emotional anstrengend…man merkt das die Urlaubszeit endgültig vorbei ist und der nächste Quartalsabschluss bereits in der Luft liegt. Die Kollegen aus der Zentrale sind umtriebig und das bringt Unruhe.

Und auch Kollegin Katrin ist wieder zurück aus dem 3wöchigen-Urlaub und bereits nach 2 Tagen mega-gestresst, was ich nicht nachvollziehen kann…ich habe versucht, sie zu beruhigen – immerhin kommt sie NICHT in ein Chaos zurück. Denn der Teamleiter und die neue Kollegin Cordula haben fleißig ihre Tages-Arbeiten abgearbeitet.

Und troztdem reibt sich Katrin an Allem, jede E-Mail von den Kollegen, die es doch schon besser wissen müssten, jeder kleine Fehler der Cordula aus Unwissenheit über spezielle „Praktiken“ in unserer Firma passiert ist…ihr Perfektionismus steht ihr einfach im Weg, denn natürlich haben die Beiden (Teamleiter+Cordula) nicht jeden Handgriff so gemacht, wie sie es sonst macht.

Anstatt also froh zu sein, das nicht „hunderte“ von Lieferanten-Rechnungen und Reisekosten-Abrechnungen liegen geblieben, reibt sie sich an Kleinigkeiten, die nicht ganz, in ihrem Sinne, korrekt gelaufen sind.

Ich ahnte da schon, das kann nicht allein an den Fehlern liegen….das steht doch etwas anderes dahinter. Ich hatte mich außerplanmäßig Donnerstag ins Homeoffice verzogen, weil Katrin ins Büro kommen wollte, um mit unserer neuen Kollegin ein paar Dinge zu besprechen. Der Mittwoch hatte mir schon vollkommen gereicht…an dem Tag konnte ich quasi nicht wirklich arbeiten und ich muss ja auch mit meiner Arbeit voran kommen.

Freitag hatte ich dann ein längeres Telefonat mit ihr…und irgendwann fiel der Satz, der ihre Stimmung erklärte: „Die Cordula kann einen ja ganz schön überrennen“. Das war es also….Kollegin Katrin hat Angst von der Neuen abgehängt zu werden. Sie haben sich ja auch bisher nur die 2 Tage vor ihrem Urlaub gesehen…das richtige Kennenlernen findet ja jetzt erst statt und über die Aufgabenverteilung wurde auch noch gar nicht gesprochen. Immerhin arbeiten die 3 Kollegen alle zusammen an einer Firma.

Ja Cordula hat ein sehr sicheres Auftreten, zeigt ihr Wissen und ist dabei freundlich und nett…aber auch durchsetzungsgewohnt und wirkt damit dominant. Wir sind uns da ähnlich. Katrin ist eher zurückhaltend in ihrem Auftreten, weiß aber auch ihre Positionen bei Kollegen klar zu kommunizieren…aber eben auf eine leise Art.

Ich weiß um ihre sensible Seite, kann sehr gut damit umgehen und bestärke sie auch immer, ihre Positionen klar zu machen….aber auch, das sie sich nicht für alles verantwortlich fühlen sollte…das sie manches einfach hinnehmen muss, wenn wir keinen Einfluss darauf haben…dann lohnt es sich nicht, sich permanent emotional daran zu zerreiben.

Ich hoffe in ein paar Wochen sieht sie auch, wie wertvoll eine Kollegin wie Cordula für uns ist…vor allem wenn eine vernünftige Aufgabenverteilung zwischen den 3en dann klärt, wer sich um was kümmern muss.

Wie immer betrifft mich das nur am Rande. Ich habe mein eigenes Aufgabengebiet – und wie immer bin ich froh und dankbar das ich mit unserer Hauptfirma in Deutschland beruflich fast nichts zu tun habe.

Deshalb sind selbst unsere Mittwoch-Meetings zu Viert (auch Jour-Fixe genannt) für mich fast uninteressant – ich unterstütze aber meine Team-Kollegen bei bestimmten Themen und Vorhaben mit entsprechendem Fachwissen oder Besonderheiten in unserem Firmenkonstrukt, vor allem das immer kompliziertere Geflecht wer für was in der Zentrale zuständig ist oder wo man Informationen herbekommen kann.

Ich bin der Erklär-Bär…denn ich bin mit 5,5 Jahren, seit dem Weggang des Controllers, die einzige langjährige Mitarbeiterin in der Buchhaltung und diejenige, die am meisten Kontakt zur dänischen Zentrale hat: Katrin ist jetzt ein Jahr dabei, hat aber nur einen bestimmten Aufgabenbereich abgedeckt- bisher keine Abschlüsse gemacht, der Teamleiter hat bald das Ende seiner Probezeit erreicht und Cordula hat erst vor 1 Monat angefangen. Wir sind also ein ganz „junges“ Team – wenn auch nicht an Lebensjahren…

Arbeit oder Spiele? – Arbeit!

Die Woche war mehr als ruhig…was vor allem daran lag, das die meisten deutschen Kollegen 3 Tage nicht in ihren Büros gearbeitet haben…die meisten waren auf einer Firmen-Veranstaltung im hohen Norden Dänemarks und ein paar Kollegen war auf einer Messe, ein paar In Urlaub….und ich?

Ich habe lieber gearbeitet, anstatt mich auf einem Firmen-Event zu vergnügen. Für mich wäre es bestimmt nicht so vergnüglich geworden…mit einem Bus von HH in die Firmen-Zentrale zu fahren, mit mehreren Kolleginnen ein Hotelzimmer zu teilen, dann mit mehreren Hundert Menschen auf 87 Teams aufgeteilt zu werden, um irgendwelche Spiele zu spielen..also das fällt eindeutig nicht in meine Kategorie: Vergnügen.

Für den Abreisetag am Mittwoch, hab ich mich gleich mal ins Homeoffice verzogen…denn das Hamburger-Büro war der Treffpunkt, für alle die, die mit dem gemieteten Bus mitfahren wollten…Donnerstag war ich dann quasi alleine im Büro (mit 2 anderen Kolleginnen aus den anderen Etagen) und Freitag hab ich mich ebenfalls wieder im Homeoffice aufgehalten.

Und ich habe and diesen Tagen super arbeiten können…denn auch aus der Zentrale kamen nur spärlich Mails und Anrufe…und so habe ich mich auf wunderbar ruhige Art mit all dem Kram beschäftigen können, der bisher immer noch so unerledigt geblieben ist…und gleichzeitig habe ich schon mal für die ersten 11 Gesellschaften den kommenden Quartalsabschluss vorbereitet…..und das hat mir in der Tat richtig Spaß gemacht.

Mit jeder dieser erledigten Aufgaben, fühle ich mich wohler und erleichtert, das ein weiteres Problem aus der Welt geschafft ist….dumm nur, das es immer wieder neue Probleme gibt…die nur teilweise mit dem neuen Programm zusammen hängen. Manche haben andere Ursachen…was es aber auch nicht leichter macht.

Aber mir geht es gut:

Kollegin Katrin kommt Mitte der Woche aus ihrem 3,5wöchigen Urlaub zurück, Kollegin Cordula hat sich in dieser kurzen Zeit schon sehr gut eingearbeitet und arbeitet sehr selbständig, unserem Teamleiter scheint es auch besser zu gehen, seit Cordula da ist…und ich…

…ich passe weiter meine Arbeits-Strukturen an die Realität unseres neuen Programms an, um noch effizienter zu werden….bügle immer noch ein paar Dinge aus, die bisher nicht gut gelaufen sind und versuche weiter mit der IT zusammen, die immer noch fehlerhaften Einstellungen in einigen Bereich des neuen Programms auszumerzen…stoße aber an die Grenzen unserer hauseigenen IT, die sich eigentlich schon um die Umstellung in den nächsten Ländern kümmern muss.

Aber ich kann in einigen meiner ganz kleinen Firmen, bisher immer noch keine Rechnungen im System erzeugen, weil es da in Deutschland ein paar Spezialregeln für die UST bei grenzüberschreitenden Leistungen gibt…und diese Leistungen zerschiessen leider die vor-eingestellten sogenannten „Cross-Company-Buchungen“ …es ist also reiner Murks – leider darf ich nicht den unkomplizierten Weg im System gehen….sehr ärgerlich.

Hier muss ich geduldig warten, bis die IT eine automatisierte Lösung für beide Seiten (ausstellende Gesellschaften und empfangende Gesellschaft) findet….naja noch haben wir fast 4 Monate Zeit, bevor das Jahr schon wieder zu Ende ist. Ich erkläre also wieder und wieder das Problem – für jede Gesellschaft neu….und es tut sich einfach nichts…

Der 3. Engel !

Manchmal muss man doch auch mal Glück haben…und ich hatte im Vorfeld sooooo sehr gehofft, das mit der neuen Kollegin in unserem Team, jetzt wirklich mal alles besser wird.

Aber nach dem absoluten Glücksgriff mit Kollegin Katrin, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, tatsächlich noch eine weitere, zu uns passende, Kollegin zu bekommen.

Seit dem 15.08. haben wir sie nun im Team, als Ersatz für den Controller…ich nenne sie ab jetzt Cordula.

Kollegin Katrin, Kollegin Cordula und ich…da sind wir nun also 3 Damen im gestandenen Alter zwischen Mitte 40 und Ende 50, und dazu unser Teamleiter. Cordula ist mit Mitte 40 jetzt die Jüngste in unserem Team, ist verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder…UND sie ist klasse.

Während Kollegin Katrin seit 1,5 Wochen bereits im Urlaub ist, kümmern sich der Teamleiter und ich uns um die neue Kollegin. Und schon nach 14 Tagen sagt Cordula unserem Chef (der schon ein paar Monate dabei ist) wie unser System funktioniert. Das sagt doch wohl alles.

Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, arbeitet eigenständig, scheut keine Kommunikation und übernimmt wie selbständig Verantwortung für alles was gerade so anfällt, sie schaut einfach nach wie es bisher gemacht wurde, stellt dabei auch die richtigen Fragen und menschlich verstanden wir uns auf Anhieb. Sie hat eine sehr natürliche Art, die mir gefällt – gibt ihr Wissen sofort preis, wenn es erforderlich ist…und sie kann gut mit meinen Eigenheiten umgehen.

Das ist GENAU die Art von Mensch, die wir so dringend für unseren Neustart im Team (Ohne den Controller, dafür mit Teamleitung) im Hamburger Büro brauchen. Jetzt können wir nach Vorne schauen und darauf aufbauen, so das wir zu Viert alle Firmen, die wir von hier aus betreuen, bestmöglich nach Vorne bringen…mit Schwung und Energie.

Ich hoffe das bleibt jetzt mal eine Weile so….

Buchhaltung – Kaffeesatzleserei?

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeuges !!)

Buchhalter generell sind ja spezielle Wesen…wer sich lieber mit Zahlen, als mit Menschen beschäftigt und einen so ungeliebten Beruf ergreift, wird entweder mild belächelt oder aber auch argwöhnisch beäugt.

Für manche sind wir Anhänger einer okkulten Vereinigung, die eine wirre Geheimsprache sprechen, aber mindestens aus der Zahlenpanscherei ominöse Aussagen zur Gegenwart und Zukunft treffen können, scheinbar Kaffeesatz-Leserei… hahahaha.

Die meisten Menschen wissen wirklich nicht, was wir den ganzen Tag eigentlich so machen, in unseren ruhigen Büros, mit dem staubtrockenem Thema und den endlosen Zahlenkolonnen auf verschiedenen Monitoren….das Einzige was sie sehen ist: wir bezahlen Rechnungen oder wir bezahlen Rechnungen eben nicht und dann ist das Geschrei groß.

So ging es mir dem dem Geschäftsführer einer unserer externen Investoren für ein Projekt. Er teilte mir mit, das er immer noch eine Frage hat, obwohl ich ihm schon seit Monaten jede seiner Fragen aus dem Jahr 2022 beantwortet habe. So langsam war ich ziemlich frustriert, denn er verstand meine Erklärungen „nicht wirklich“.

Und so blieben die beiden wichtigsten Fragen, aus seiner Sicht, unbeantwortet: WARUM war das Bankkonto beim Einstieg als Investor denn (scheinbar) vertragswidrig nicht auf 0,00 EUR und warum wurde noch nach dem Stichtag noch eine Ausschüttung an die bisherigen Gesellschafter getätigt.

Das ein „Bankkonto“ (Aktiva in der Bilanz / Teil des vorhandenes Vermögen), nicht das „Kapitalkonto“ (Passiva in der Bilanz/ welche Mittel wurden für das aktive Vermögen verwendet: Eigenkapital/Fremdkapital) ist, hatte ich ihm schon vorher erklärt. Denn im Vertrag stand, das das Kapitalkonto zum Stichtag auf 0,00 EUR sein soll…nicht das Bankkonto

Das „Stichtag“ z.B. 30.06. aber nicht bedeutet, das am 30.06. die Zahlen fest stehen, sondern das noch nachträglich zum Stichtagsdatum rückwirkend alle entsprechenden Geschäftsvorfälle verarbeitet werden müssen, um überhaupt eine korrekte Stichtags-Bilanz erstellen zu können, schien im auch nicht klar zu sein.

Beim Telefonat letzten Donnerstag war er dann auch ziemlich ratlos und er meinte er hätte es nicht so mit den Bilanzen. Eine Aussage die ich erstaunt zur Kenntnis nahm, denn ein Geschäftsführer sollte schon Bilanzen verstehen. Er bat mich, es noch einmal „anders“ zu formulieren.

So langsam hatte ich aber auch verstanden, wie ich es am Besten schreiben sollte, so wie ich es früher neuen Azubis erklärt habe.

Freitagnachmittag setzte ich mich also an die Antwort und habe versucht kurz und mit einfachen Worten das Prinzip der doppelten Buchführung in Deutschland zu erläutern. Habe dazu Ausschnitte aus der Bilanz beigefügt, Auszüge aus dem Vertrag ebenfalls, und auch den zeitlichen Ablauf zwischen dem Stichtags-Datum, den Zeitraum wann Lieferanten-Rechnungen kommen, den Zeitraum wann die Gutschriften der Direktvermarkter bei uns ankommen, wann wurde die Zwischenbilanz rückwirkend zum Stichtag erstellt und wann ist dann das Geld geflossen um die Kapitalkonten zu bereinigen.

Habe auch noch einmal erläutert warum das Bankkonto nicht auf 0,00 sein kann und das es auch gar nicht gefordert ist. Dabei habe ich größtmöglich auf fachspezifische Ausdrücke verzichtet.

Ich hoffe ich habe jetzt den richtigen Ton und die richtigen Worte gewählt….der Investor ist zwar echt nett, aber auch leicht zu beleidigen, wenn er das Gefühl hat er wird nicht ernst genommen. Bin mal auf seine Reaktion gespannt

Die Brandenburgerin

Ach was war das schön die Brandenburgerin mal wieder zu treffen. Wir tauschen ab und an Nachrichten über Whatsapp aus und telefonieren auch unregelmäßig miteinander…manchmal haben wir ja auch noch beruflich miteinander zu tun, aber ein persönliches Treffen ist doch etwas anderes.

Wir waren direkt in Neuruppin in einem sehr gemütlichen Restaurant, mit einem netten Hinterhof…sehr schön bei dem heißen Wetter…und wir haben uns stundenlang über Gott-und-die-Welt unterhalten.

Unser Treffen war ihr Einstieg in einen dreiwöchigen Urlaub. Ich war durch den Zwischenstopp in Ludwigslust eh in Urlaubsstimmung…wir haben also gut gegessen und geklönt.

Ich bewundere sie für ihren Familiensinn und über ihre innere Stärke, denn es gab so einige Schicksalsschläge in der Familie. Sie ist immer da für ihren invaliden-verrenteten Lebensgefährten (mit Ende 40) , ihre 3 Kinder, ihre kranke Mutter und ihren Vater (die Eltern leben seit vielen Jahren getrennt), ihren Ex-Mann mit dem sie sich immer noch gut versteht…ich staune immer, wie Familie auch sein kann.

So ein innerer Zusammenhalt, eine Familie die ständig zusammengluckt, wo alle immer gerne zusammen kommen, zusammen in Urlaub fahren…auch die inzwischen gerade erwachsenen Mädels mit ihren Partnern und der noch minderjähre Sohn, der zwischen Vater und Mutter pendelt. Wenn ich die Bilder sehe, staune ich über die Anzahl an Menschen, die sich da für kleine Ausflüge und große Urlaube zusammen finden.

Ich wäre niemals auf die Idee gekommen mit meinem Vater und Freunden meines Vater in Urlaub zu fahren und dann auch noch in einem Ferienhaus zusammen zu wohnen….hahaha.

Und mich hat sie auch in ihr großes Herz geschlossen…als ich vorschlug das wir uns zu Zweit in der Stadt treffen, meinte sie das ihr Freund enttäuscht wäre, weil er mich nach 2 Jahren auch gerne wiedersehen würde….damit habe ich nicht gerechnet. Deshalb haben wir neben unserem 2er Treffen am Freitagabend, auch ein weiteres Treffen, Samstagvormittag bei ihnen im Garten verabredet…so für 1-2 Stunden.

Nach dem Essen sind wir dann noch runter zum Neuruppiner See gelaufen und daran entlang…der laue Abend lud einfach dazu ein, hier entlang zu flanieren.

In der Nacht habe ich dann auch super geschlafen…hier der Blick aus dem Motel-Zimmer

Zwischenstopp: Schloss Ludwigslust

Am Freitag (letzte Woche) bin ich dann am Vormittag mit dem Auto gen Osten gefahren…nach Neuruppin in Brandenburg.

Meine ehemalige Kollegin (ich nenne sie: Die Brandenburgerin) und ich hatten schon vor einer ganzen Weile verabredet, das ich sie wieder einmal besuchen komme. Bei ihr ist es mit einer Fahrt nach Hamburg eher schwierig, wegen ihrer Familie.

Verabredet waren wir erst für den Abend…also hatte ich auf der Fahrt genügend Zeit für einen Zwischenstopp….und das bei über 30 Grad und strahlend blauem Himmel…ich war eher skeptisch, ob das für mich ein guter Tag werden würde, aber was soll ich sagen…

…es war ein toller Tag. Vor allem weil überall ein leichter Wind wehrte..so das mir die knappen 32 Grad nicht so viel ausmachten. Und entgegen meiner sonstigen Art, habe ich auch im Auto die Klimaanlage eingeschaltet.

Die Fahrt verlief ruhig, um Hamburg bin ich gut herum gekommen, die Autobahn war voll, aber der Verkehr floss einwandfrei.

Meinen Zwischenstopp machte ich noch in Mecklenburg-Vorpommern: in „Ludwigslust“. Dort gibt es ein barockes Schloss, das manchmal auch „das Versailles des Nordens“ genannt wird…aber diesen inoffiziellen Titel teilen sich wohl gleich mehrere Schlösser.

Die kleine Stadt Ludwigslust hat viele schöne alte Gebäude und kleine niedliche Cafes und Geschäfte…ich bin durch die Hauptstraße direkt auf das Schloss zu geschlendert und daran vorbei, auch an diesen Kaskaden gegenüber dem Schloss:

habe mich im Außenbereich eines kleines Cafés niedergelassen und mir eine Eisschokolade gegönnt…schön unter einem großen Sonnenschirm mit Blick auf Schloss und Kaskaden sitzend, war das ein gemütlicher Mittag.

Anschließend bin ich hinter dem Schloss durch die große Parkanlage gelaufen…der Park ist wirklich sehr weitläufig und abwechslungsreich. Alles war sehr entspannt und gemütlich….ach ja so einen Park hätte ich gerne auch bei mir in der Nähe.

Obwohl anders aufgebaut, erinnert mich das alles hier an Kassel mit der Orangerie und dem Staatspark Karlsaue. Einem meiner damaligen Lieblingsorte, als ich noch dort wohnte.

Nach guten 3 Stunden Auftenthalt in Ludwigslust bin ich dann die letzten knappen 100km bis nach Neuruppin gefahren. Für die Nacht hatte ich mir im Motel am Stadtrand, ein Zimmer gemietet und wurde nicht enttäuscht.

Das Zimmer war groß und sauber, das Gebäude modern und vor allem lag es ruhig am Rande einer Wiese/Weide….mein Zimmer war (ohne Klimaanlage) sogar gut gekühlt….aaaach super.

Es ist eines dieser modernen Motels, wo man kontaktlos einchecken kann…das hatte ich vor vielen Jahren an einem ganz anderen Ort sehr schätzen gelernt. Alles ist funktional und gut gepflegt und auch die Ausstattung war erstaunlich umfangreich.

Ich habe mich kurz ausgeruht, um mich dann für meine Verabredung am Abend zurecht gemacht. Die Brandenburgerin und ihre Familie, hatte ich zuletzt vor 2 Jahren besucht…

Der kleine Nerd in mir…

Ich habe in dieser Woche seit Mittwoch Urlaub…3 Tage – also bis heute.

Meine liebe Kollegin Katrin hat mir in den letzten Tagen und auch auch zwischendurch per Whatsapp immer wieder geschrieben: mache nur Dinge, die Du wirklich möchtest….

Ja klar mache ich das…aber jetzt kommt mein Dilemma…das wozu ich wirklich LUST hatte zu machen, hat nichts damit zu tun, was andere als solche bezeichnen würden.

Ich habe es aber trotzdem gemacht…und ich werde es ihr wahrscheinlich auch nicht erzählen, weil ich sonst ausgeschimpft werde:

Ich habe an jedem dieser Tage so ca. 3-4 Stunden gearbeitet…und zwar weil das, was ich gemacht habe, mir unglaublichen Spaß macht, wenn ich dabei nicht zwischendurch Mails oder Telefonate beantworten muss und vor allem, wenn ich keine Zeitdruck habe.

Ich habe also endlich mal meine Hauptdatei, die ich bei jeder  Gesellschaft in Excel fåhre, aufgeräumt und so umgestellt, das sie den neuen Anforderungen entspricht…zumindest für  3 Gesellschaften, die sonst immer eher stiefmütterlich behandelt werden, weil sie im Laufe des Jahres nicht wichtig sind…nur zum Jahresende…und dann ist Zeit eh knapp.

Außerdem habe ich meinen Kleiderschrank aussortiert und aufgeräumt, dann noch die Schränke in Badezimmer, Wohnzimmer, Büro und Küche…und auch das hat mir echten Spaß gemacht…hahahha

Jaaa und jetzt könnt Ihr mir sagen, wie blöd ich bin, freiwillig im Urlaub solche Dinge zu machen.

Aber ich gebe zu Bedenken, in mir steckt eben auch  so ein kleiner (normal intelligenter) Nerd, der gerne Excel mag, genauso wie Zahlen und vor allem ganz viel Ordnung in jeder Hinsicht….

Aber natürlich habe ich auf noch einiges Andere gemacht…aktuell bin ich gerade in Brandenburg angekommen und treffe mich gleich mit einer ehemaligen lieben Kollegin

von der Bank überwacht ?

Und mit dem Bezahlen fing dann das kleine „Drama“ an….

Nicht wegen des Betrags, das hatte ich mir ja schon vorher so in etwas ausgerechnet und habe entsprechend das Geld auf dem Girokonto bereitgestellt. Was ich aber leider vergessen hatte, war das ich mir selber eine Tages – und ein Wochenlimit beim Online-Banking einstellt hatte.

Aber das sollte ja kein Problem sein….das kann ich ja auch von unterwegs über das Smartphone entsprechend anpassen. Ich stand also um 17 Uhr beim Autohändler und habe über die Banking-APP meiner Bank, das Tageslimit geändert…Doch dann kam ein Hinweis, den ich so noch NIE bei der Bank bekommen habe:

Aus Sicherheitsgründen würde die Erhöhung meines Überweisungslimit erst nach 4 Stunden aktiviert. VIER Stunden?? Na super …also das ist neu.

Außerdem musste ich angeben, WARUM ich das Zahlungslimit anheben wollte: Ob mich jemand aufgefordert hätte Geld abzuheben usw. Auch diese Frage war neu.

Ich habe seit vielen Jahren mein Bankkonto bei der Online-Bank…und scheinbar wurden jetzt die Sicherheitsstandards herauf gesetzt….so das der Kontoinhaber quasi vor sich selber geschützt wird…aber ich finde es langsam etwas übertrieben, so betüddelt zu werden.

JA natürlich ist mir bewusst, das die Betrüger immer gerissener werden und das wir Normalbürger schnell mal in eine finanzielle Falle geraten können…inzwischen gibt es so viele unterschiedliche Fallen, mit immer neuen Bezeichnungen…da verliere auch ich langsam den Überblick….aber so ein bisschen möchte ich doch selbst bestimmt über mein Geld verfügen können.

Ich reagiere wahrscheinlich etwas verschnupft, aber vor ein paar Wochen habe ich eine Überweisung an einen als „Trusted Shop“ ausgewiesenen Händler mit guten Bewertungen über viele Jahre, in die Schweiz getätigt.. Wert der Überweisung 239,00 EUR. Es handelte sich um ein Angebot, welches in Zusammenarbeit mit einer seriösen Zeitung von diesem Händler zu diesem Preis angeboten wurde.

Aber die Überweisung wurde von meiner Bank nicht ausgeführt. Das habe ich aber erst ein paar Tage später gemerkt, als ich einen Brief im Briefkasten fand (wieso mir die Online-Bank, die immer über das Postfach in der App mit mir kommuniziert auf einmal einen Brief per Post schickt, weiß ich auch nicht).

Nun gut…in dem Brief stand: das sie meine Überweisung in die Schweiz nicht ausgeführt haben, weil sie nicht sicherstellen können, das die Überweisung von mir so gewollt wäre. Wenn ich die Überweisung trotzdem ausführen möchte, solle ich sie einfach noch einmal einstellen.

Blöd nur, das inzwischen der Angebotszeitraum abgelaufen war und das Gerät, auch bei anderen Händlern, gar nicht mehr lieferbar ist. Super gelaufen! Ich fühle mich von meiner Bank bevormundet.

Inzwischen habe ich mich für ein anderes Gerät entschieden: von einer anderen Marke, von einem anderen Händler und zu einem höheren Preis.

Aber es bleibt ein komisches Gefühl, das ich mir eben nicht mehr sicher sein kann, uneingeschränkt über mein Geld verfügen zu können. Als ob da ständig jemand im Hintergrund schaut, naaa macht sie das auch richtig…will sie das wirklich tun….Ich bin weder ein unmündiges Kind, noch eine senile Alte…grummel….

Nun letztlich habe ich beim Autohändler dann das Auto mit nach Hause nehmen können, inclusive der nicht bezahlten Rechnung…Nach 4 Stunden konnte ich dann endlich die Rechnung überweisen.

Sooo das passiert mir definitiv nicht noch einmal. Da ich mein Überweisungslimit jedoch danach wieder runter gesetzt habe, werde ich zukünftig bei so großen Zahlungen, nicht nur darauf achten, das genügend Geld auf dem Girokonto ist, sondern auch, das ich rechtzeitig das Überweisungslimit hochsetze.