Auf der Suche – alles online

Ich bin erschöpft von der Woche….dabei hatte ich sogar 2 Tage Urlaub und das Wochenende, um mich zu erholen. Wobei ich ja sagen muss, es lag nicht alleine an meinem Job…sondern an der Maschinerie, die ich ans Laufen gebracht habe.

In dieser Woche hatte ich bereits Erstgespräche per Telefon mit einigen Recruitern, später dann Vorbesprechungen…dann auch schon bei 2 Firmen Bewerbungsgespräche und die Nachbesprechungen wieder mit den Recuitern….alles über Teams.

Das ist schon krass, wie schnell heute alles mit Teams oder anderen Programmen gehen kann. Der komplette Bewerbungsprozess wird dadurch beschleunigt. Dafür musste ich mir aber auch die APP auf meinen privaten Laptop installieren und auch ein kostenloses Konto anlegen. Ich war ja etwas skeptisch, aber jawohl das hat alles ganz gut geklappt und mein Wlan hat auch einwandfrei funktioniert.

Auf jedes Bewerbungsgespräch muss man sich immer wieder neu vorbereiten. Sich mit der Firma beschäftigen. Also zumindest in meinem Job ist so etwas wichtig. Eine der ersten Fragen ist immer: Was wissen Sie über uns…da ist es hilfreich sich mit der Webseite und dem HR-Auszug beschäftigt zu haben, wenn möglich ein paar Zahlen über Umsatz, Mitarbeiterzahl und Ebitda parat zu haben und evtl. auch schon mal Gedanken über die buchhalterischen Besonderheiten in der jeweiligen Branche zu machen. Und ja, auch die Kleidung ist wichtig…und das man über die Kamera nicht aussieht wie eine Leiche (ist mir vorher noch nie aufgefallen, wieviel Gesichtsfarbe so eine Kamera schluckt…also hab ich etwas mehr Makeup aufgelegt, als ich es normalerweise tun würde, und sah immer noch fast ungeschminkt aus).

Und megawichtig ist auch, das man super pünktlich in das Meeting eintritt und das die Technik funktioniert…ich habe vor jedem Gespräch mein Headset 2x kontrolliert.

Alles zusammen ist zwar nervig und kostet viel Zeit, ist aber notwendig und gehört einfach dazu.

Meine beiden Vorstellungsgespräche fanden in einer netten Gesprächsatmosphäre statt, waren lang, teils lustig und informativ…und trotz aller Lockerheit geht es für beide Seiten darum, sich zu präsentieren und abzuschätzen, ob es mit dem Gegenüber passen könnte.

Der vom ersten Gespräch wollte die mich gerne sofort für das 2. Gespräch einladen. Der Personaler mit dem ich das Gespräch führte, war brutal offen, welchen Herausforderungen sich diese Firma seit fast 2 Jahren mit ihrer Systemumstellung stellen muss.

Und das ist genau die gleiche Software, auf die meine jetzige Firma auch gerade umstellt. Und nach 2 Jahren läuft die Software bei denen immer noch nicht so, wie sie sollte….immer noch müssen mehr als 30% der Arbeiten manuell nachgearbeitet werden. Auch die wurden in zu kurzer Zeit einfach von Ihrer Zentrale einfach umgestellt und auch diese Firma ist eine DÄNISCHE Konzernmutter.

Bei den vielen Gemeinsamkeiten mit meinem jetzigen Job (obwohl es eine ganz andere Branche ist) hat es mich eher abgeschreckt…das klingt für mich zu sehr nach „vom Regen in die Traufe“….der Job hätte mich schon gereizt…aber da waren auch noch ein paar andere Kriterien, die nicht ganz nach meinem Geschmack waren…obwohl das Gehalt sogar über meinem jetzigen gelegen hätte. Ich hab mir Bedenkzeit bis Montag erbeten.

Das zweite Gespräch war zwar nicht ganz so locker und lustig, aber es war ein sehr langes und auch sehr nettes Bewerbungsgespräch. Das waren fast 1,5 Stunden. Diese Firma hatte ein paar Bedenken wegen meiner Gehaltsvorstellungen (die ich ja schon um ein paar Tausend EUR reduziert hatte) und meinem Wunsch nach 2 Homeoffice-Tagen und ich habe zusätzlich noch Bedenken wegen deren fehlender Digitalisierung .

Zusammen gefasst hieße das: hier würde ich viel weniger verdienen als bisher, hätte einen wesentlich längeren Arbeitsweg und dann auch nur die Möglichkeit an Tag remote zu arbeiten. Dafür dann eine Firma, die noch nicht einmal mit der Digitalisierung angefangen hat, die also in den nächsten 1-2 Jahren nur mit Systemumstellungen beschäftigt sein wird und was soll ich dann auch mit einem Tag Homeoffice anfangen, wenn die nicht einmal ihre Rechnungen scannen, keine Cloud-Ablage haben oder ein Datenmanagement-System…geschweige denn ein Rechnungs-Workflow.

Es ist zwar nicht gerade vorteilhaft im Dezember nach einem neuen Job zu suchen, weil ich mich auf meine Jahresabschlüsse vorbereiten muss…aber Stellenangebote gibt es Unzählige…ich muss nur noch das richtige für mich finden, das soweit ganz gut passt.

Unerwartetes upgrade und das E-Auto-Problem

Montagmittag hab ich den Mietwagen für die Dienstreise abgeholt. Das ist ganz leicht, da sich die Mietwagenfirma im gleichen Gebäudekomplex befindet.

Diese gehört nicht zu den großen Ketten und der Kontakt zu denen ist immer sehr unkompliziert.

Unsere Firma hat dort einen Rahmenvertrag und wir bestellen nur noch die Größe des Fahrzeugs und den Zeitraum…und oftmals haben die mehr größere, als kleinere Fahrzeuge zur Verfügung. Ich hatte ein paar Tage zuvor mit einem der Mitarbeiter telefoniert, was die für diese Woche an Mittelklasse-Autos zur Verfügung haben und er meinte der Volvo CX4 wär verfügbar.

Der ist zwar auch schon etwas groß…aber das passte dann, hab unmittelbar nach dem Telefonat per Mail bestellt und auch eine Bestätigung erhalten.

Ich nahm also Montag nur noch den Autoschlüssel entgegen und bekam die Info, der Wagen steht in der Tiefgarage, ob das okay wäre. Na klar…unsere Privatautos stehen da ja auch, dann passt es ganz gut mit dem Einladen der Koffer.

Allerdings musste ich das Auto dann doch suchen und fand es nicht. Nanu…er hat doch gesagt, wo es steht. Nun bin ich die Reihen der Autos abgelaufen und habe mich auf das Nummernschild konzentriert….und dann stand ich vor einem riesigen BMW.

Mehrmals hab ich die Angaben auf dem Schlüssel, mit dem Auto verglichen. Doch – das soll er sein…aber das ist doch kein Mittelklasse-Wagen. Das hier ist ein BMW X5 Diesel neuester Bauart…das ist kein Auto, sondern ein Schiff. Zumindest für meine Verhältnisse.

Ohhha- Ich musste erst einmal schlucken….das ist ja n`Ding.

Aufgrund interner Umstände fuhren wir jetzt doch mit 2 Autos in die Zentrale. Der Controller hatte sich bereit erklärt, eines der E-Autos die unser Unternehmen besitzt, zurück nach DK zu bringen. Und ich fuhr den Mietwagen, zusammen mit der Kollegin Katrin. Auf der Rückfahrt wären wir dann zu Dritt im Mietwagen.

Der Controller und ich fuhren fast gleichzeitig los, aber ich musste die Kollegin ja noch von Zuhause abholen…das hatten wir so vereinbart (wir haben leider nur wenige Firmenparkplätze und wollten nicht gleich 3 für eine ganze Woche blockieren).

Er hatte also einen Vorsprung von ca. 1 Stunde….falls etwas mit dem E-Auto sein sollte…denn wir hatten KEINE Ladekarte für das kleine E-Auto. Wir könnten ihn so zur Not irgendwo aufgabeln oder zumindest moralisch unterstützen.

Als die Kollegin das riesige Auto sah, fiel auch sie aus allen Wolken….aber ich muss sagen, es war schon sehr komfortabel und ließ sich ausgezeichnet fahren. Der hat wirklich alles mögliche an Schnick-Schnack….später bei der Rückgabe freuten sich die beiden Mitarbeiter der Mietwagenfirma über meinen Unglauben und erzählten, das der Wagen sogar alleine hätte einparken können…es kommt extra immer eine Meldung, doch da ständig irgendwelche Meldungen auf dem Display erschien, hab ich nicht mehr hingeschaut.

Die Kollegin studierte in der ersten Stunde der Fahrt die Einstellmöglichkeiten im Cockpit, denn das war alles gar nicht so einfach…aber nach und nach klärte sich alles…AUCH, wie man die Sitze vor- und zurück schiebt. Das war megablöd beschrieben….daran waren wir nämlich bei Fahrtantritt kläglich gescheitert. Zum Glück war die Fahrersitzeinstellung für mich ausreichend, nur das Lenkrad war viel zu hoch, das hab ich aber sehr schnell selber anpassen können….und später habe ich den Sitz dann noch optimiert und meine Einstellungen gespeichert..so hatten wir eine lustige und kurzweilige Fahrt und sind auch fast ohne Pause die fast 400km durchgefahren. Dem großen Dieseltank sei Dank.

Einmal haben wir uns kurz auf einen Rastplatz gestellt, um für den Controller in der Nähe seines Standortes nach einer Ladestation zu suchen….das war schon hinter der Grenze. Die Dänen können fast überall ohne Ladekarte ein E-Auto aufladen, solange sie eine Kreditkarte haben.

Dieses Prinzip des „Adhoc-Ladens“ gibt es wohl mittlerweile auch in Deutschland, ist aber noch nicht so weit verbreitet….aber der Kollege hatte noch ganz andere Schwierigkeiten an einer Ladesäule und er hatte uns per Telefon gebeten doch mal zu schauen, wo er evtl. noch mit seinen restlichen 13km hinfahren könnte…später hat er Hilfe von einem Tesla-Fahrer bekommen und dann lief auch alles gut.

Irgendwann waren wir dann aber alle 3 im Hotel angekommen. Katrin und ich hatten schon lange aufgegessen, dann kam der Controller und als auch er gegessen hatte, haben wir uns in unsere Zimmer verzogen.

Die nächsten Tage werden noch herausfordernd genug sein..

Kleines Problem – große Wirkung

Oft sind es die kleinen Dinge, die darüber entscheiden, ob etwas funktioniert oder nicht…und manchmal stolpert man nur durch Zufall darüber.

Ich wundere mich schon seit einiger Zeit, das die Saugleistung meines Staubsaugers stark nachgelassen hat. Na klar hab ich die Düsenunterseite überprüft…alles frei. Den Staubsaugerbeutel überprüft, habe alle Filter ausgetauscht….und trotzdem wurde es nicht besser….Himmel was ist nur los…dann brauche ich wohl doch einen Neuen.

Letzte Woche dann, fiel mein Blick zufälligerweise einmal seitlich auf die Oberseite der Düse. Von dort wird der Dreck über einen kleinen Flexschlauch, in die feste Staubsauger-Röhre geleitet, dann geht es in einen langen Flex-Schlauch, bevor er dann irgendwann im Staubsaugerbeutel landet.

Und nach dem ersten Verdacht, hab ich den kleinen Flexschlauch mal etwas auseinander gezogen…ohhh das sah gar nicht gut aus…schmutziger als gedacht, aber vor allem war der kurze Flexschlauch durchgängig porös – kein Wunder also, das der Dreck nicht mehr ordentlich aufgesogen wird, wenn der Schlauch sich in seine Bestandteile auflöst.

Unfassbar, dabei ist der Staubsauber ein Markenprodukt und nur so geschätzte 7-8 Jahre alt…so genau weiß ich das schon gar nicht mehr….aber okay, das sind schon ein paar Jahre.

Interessanterweise hab ich vor kurzem erst den gesamten Staubsauger gesäubert…ALLES…aber die Düse habe ich nicht einmal beachtet. Shame on me.

Also hab ich mir jetzt über einen Online-Ersatzteilshop eine neue Düse bestellt. Wie zu erwarten, gab es die bisherige Düse nicht mehr – dafür aber eine neue Variante und lustigerweise ist in der neuen Düse der kleine Flexschlauch auch nicht mehr sichtbar, man sieht nur noch eine geschlossene Platte…hahaha.

Wenn das Teil ankommt, werde ich etwas genauer hinschauen….

Das reinste Irrenhaus

Gut das ich diesen Urlaubstag am Montag genommen habe…Dienstag und Mittwoch war ich dann wieder im Homeoffice, aber so richtig Ruhe kam dann doch nicht in meine Arbeitstage, weil der Schweigsame mal wieder unsere Tage bestimmte…egal ob er das ist oder nicht. Wir hatten mal wieder ein paar Teams-Meetings zu Zweit und wieder merkte man, es sind immer noch die gleichen Fehler, die er macht.

Es kam Mittwoch eine Mail vom GF an uns Controller und 2 dänische Vorgesetzte, das der Schweigsame nach einem Gespräch am Vortag nun am nächsten Tag kündigen „möchte“…er wird also seine Kündigung am nächsten Tag schreiben. Es gab keine Infos, was mit den Firmen passiert, wer die übernehmen wird, gar NICHTS weiter an Infos. Na gut – aber immerhin hat der Spuk bald ein Ende.

Am nächsten Tag kam weder die Kündigung, noch der Schweigsame….

Da war er doch schon wieder abgetaucht…und wieder wusste keiner wo er ist…er hat sich nicht bei uns gemeldet, und ich bekam einige Mails und Anrufe von Kollegen ob ich helfen könnte, weil es um dringende Zahlungen ging.

Leider konnte ich auch nicht helfen, weil ich für die neue Software noch gar keine Berechtigungen habe Zahlungen durchzuführen…ich hab also versucht den Kollegen zu helfen, indem ich an die Zentrale geschrieben habe, das sich von dort Jemand darum kümmert…aber die wollten nicht, haben die Verantwortung auf den Schweigsamen abgewälzt. Ja aber er ist doch NICHT da und scheint wohl auch erst einmal nicht wieder zu kommen und wir restlichen Deutschen haben eben noch keine Berechtigung …das können wir also gar nicht machen.

Ich schrieb also wieder mal an den Teamleiter und auch an den GF eine Mail zur Info, das eben der Schweigsame NICHT zur Arbeit erschienen ist und wieder Laptop + Handy in seinem Schreibtisch vor sich hin summen und plingen …aber das hat Niemanden interessiert. Ich bekam keine Antwort…na egal -ich habe informiert.

Erst Freitag bekamen wir vom HR die Information, das er eine Krankmeldung reingereicht hat. Irgendwann kam dann die Info aus der Zentrale das die Firmen vorläufig wieder von DK aus betreut werden sollen….aber es kam keine Info darüber, wer das nun sein wird….und die, die es vorher gemacht hat, hat sich immer noch mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, die eiligen Zahlungen zu übernehmen, also gehe ich mal davon aus, sie wusste noch nichts von der veränderten Lage und wir durften auch nicht darüber reden….eine blöde Situation.

Mir wurde es zu bunt und ich habe den Teamleiter aus der Zentrale informiert, was wir dann in der kommenden Woche die Ordner und Unterlagen dann wieder mitbringen werden, wenn er nichts dagegen hat…hatte er aber – also sooo lange wollten die die Firmen jetzt nicht übernehmen…sie hoffen, das es schnell einen neuen Kollegen geben wird…

Was glauben die denn, wie schnell wir jemanden finden, und wie schnell derjenige eingearbeitet werden kann?

Inzwischen zweifele ich wirklich, ob die „Öberen“, egal ob bei uns oder in der Zentrale, die Brisanz unserer momentanen Situation überhaupt verstehen…also das sich aktuell NIEMAND wirklich um diese Firmen kümmert…und selbst wenn wir es wollten und zeitlich hinbekämen, den meisten Kram können wir von hier aus noch gar nicht erledigen.

Solche Tage lassen mich fassungslos zurück und ich möchte mit dem Kopf auf den Tisch knallen….es könnte fast lustig sein…wenn es nicht um die Reputation unserer Firma ginge, denn die leidet vor allem bei den Lieferanten und Vertragspartnern. Können nicht mal alle Beteiligten miteinander reden, statt immer nur Mails zu schreiben. Der GF ist bisher auch nicht einmal zu uns gekommen, um mit uns über die Situation zu sprechen, wie es uns damit geht, ob wir klar kommen oder etwas brauchen…

Allerdings gab es auch 2 Aspekte in dieser Woche, die mich für den Moment fast glücklich machten: Das eine war die Info, das der Schweigsame nicht bei uns bleibt und das Zweite war, das ich es in dieser Woche endlich geschafft hatte, das nächste große Thema für die Daten-Migration fertig zu bekommen.

Das war mal wieder die reinste Detektivarbeit…hatte dazu ein paar erweiterte Infos von den Wirtschaftsprüfern bekommen und musste nun noch zusätzlich Daten von den dänischen Controllern aus unseren gemeinsamen Dateien zusammen suchen und mit meinen Daten logisch fortführen, Restwerte und Restnutzungsdauern berechnen und alles zusammenführen…das hat mich insgesamt für alle Gesellschaften fast 1,5 Tage gekostet…aber ich konnte es noch rechtzeitig fertig melden, bevor wir in der kommenden Woche wieder in die Zentrale fahren, um weiter geschult zu werden.

Ein Urlaubstag in Hamburg

Meinen freien Tag am Montag hab ich mal wieder für einen Ausflug nach Hamburg genutzt.

Ja klar, ich arbeite in Hamburg und bin so ca. 2x in der Woche dort…aber ich nutze die Zeit nach Feierabend nur selten, um mal in die Innenstadt zu fahren, an die Binnenalster oder die Landungsbrücken. Das hab ich am Anfang öfter gemacht…in den letzten Monaten aber überhaupt nicht mehr. das liegt auch am Stress.

Früher bin ich noch gerne durch die Geschäfte gestreift, hab mich durch die Straßen treiben lassen…heute schrecke ich vor den Menschen eher zurück…mir wird es schnell zu voll. Heute gehe ich viel lieber in den Wald, ins Moor oder laufe auerßhalb der Ortschaften entlang und durch die Felder.

Aber im Urlaub soll man ja Dinge machen, die man sonst nicht macht…und ich hatte tatsächlich auch mal wieder an Planten und Blomen gedacht…ja warum nicht. Und um das Urlaubsfeeling komplett zu machen, hab ich tatsächlich die Bahn genutzt und nicht das Auto.

Aber als ich dann erst einmal noch fast 20 Minuten auf den Schienenersatzverkehr warten musste, hab ich es schon fast bereut (hätte ja vorher mal auf den Plan schauen können…hab ich aber nicht…manchmal verfluche ich meinen Unwillen vorher zu planen).

Es ging also erst mit dem Bus bis nach Burgwedel, dann in die S-Bahn, noch einmal umsteigen in eine andere S-Bahn und damit bis zum Jungernstieg.

Herrlich war es entlang der Binnenalster zu laufen und ein wenig entlang der schönen Häuser in Richtung Rathaus. es war nicht wirklich kalt, aber mit Sprühregen eher durchwachsen…typisches Hamburg Wetter…und damit genau richtig für mich

Später ging es dann noch in das schöne italienische Restaurant, das etwas abseits der Colonnaden liegt, in dem ich in den letzten Jahren ab und an mal gegessen habe….und auch dieses Mal war es leckeres Essen in einem schönen Ambiente. Für mich gab es frische Pasta mit Lachs und dazu ein Glas Grauburgunder.

Der Wein hat mich fast überrollt…es ist ja schon sehr lange her, das ich Wein getrunken habe und der volle Geschmack des Weins war einfach unerwartet, nein also das kann keine alkoholfreie Variante bieten…sehr intensiv und so lebendig im Mund. Ich bin kein Weinkenner…ich kann nur beschreiben, wie es sich anfühlt/ schmeckt. Jetzt weiß ich wieder, warum ich früher gerne Wein getrunken habe…naja der Arzt hat es mir ja nicht ganz verboten – eher angeraten, auf Alkohol zu verzichten, was ich die letzten fast 2 Jahre auch ziemlich konsequent durchgezogen habe.

Nach dem schönen Essen, ging es dann erst einmal zum öffentlichen Park „Planten und Blomen“…hier war ich viele Jahre schon nicht mehr und der Park ist richtig schön geworden, mit vielen Nischen und Sitzgelegenheiten, kleinen Brücken und schönen Wegen….nur die Gewächshäuser sind geschlossen…die werden längerfristig aufwändig renoviert.

Anschließend wollte ich dann noch noch ein wenig durch die Geschäfte und Passagen der Innenstadt laufen, habe aber schnell gemerkt, das mich das Gewusel in der Stadt an dem Tag eher abschreckt, bin lieber mit der S-Bahn (auch voll) noch zu den Landungsbrücken gefahren und an den Quais entlang gelaufen.

Irgendwann hatte ich vom trüben feuchten Wetter dann auch genug, also wieder rein in die S-Bahn (noch voller als davor, weil jetzt eben Feierabend-Verkehr)…und dann ging es denn ganzen Weg zurück, erst mit der S-Bahn, dann umsteigen in andere S-Bahn, dann ab in den Bus.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem einzelnen Urlaubstag….ich war draußen an der frischen Luft, hab mal wieder so einige km zurück gelegt, war am Wasser und im Park, gut Essen und hab mich dabei entspannt.

Schlafen lernen – neue Routinen schaffen

Die letzten Tage habe ich es tatsächlich geschafft, wieder etwas ruhiger zu werden…mein Dauer-Ruhepuls ist schon wieder etwas runter gegangen – dazu habe ich auch, direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Einschlafen, ein paar Mal Meditations-Übungen gemacht….es hilft mir tatsächlich mich auf Atmung und Klang der ruhigen Musik zu fokussieren…und damit meine Gedanken einzufangen.

Und die letzten 4 Tage habe ich es sogar hinbekommen immerhin so lange zu schlafen, das die Wolfsstunde an mir vorbeigegangen ist, ohne das ich mittendrin aufgewacht bin.

Dafür bin ich aber jeden Morgen bereits um 4.30 Uhr wach und mein Schlaf besteht zum größten Teil nur noch aus „Leichtschlaf-“ und „REM-Schlaf“-Phasen…mir fehlt der erholsame Tiefschlaf. Aber ich bin schon froh, das ich überhaupt nachts schlafe – ohne wach zu Grübeln oder mir Sorgen zu machen.

Ich fange also wieder einmal an, das Schlafen neu zu lernen. Das musste ich vor ein paar Jahren schon einmal und es hat dann auch jahrelang gut geklappt…bis mich der berufliche Stress auch hier eingeholt hat. Also gibt es bei mir jetzt wieder andere Schlaf-Routinen, versuche es mit neuen Gedankenspielen. Einzuschlafen war nie das Problem – es geht bei mir immer ums Durchschlafen.

Eigentlich wollte ich heute meinen Urlaubstag mit Schwimmengehen im Arriba-Bad (Norderstedt) starten…aber die Nase läuft und der Hals kratzt ganz leicht…also hab ich den Plan flugs umgestellt. Ich gehe lieber nicht schwimmen, dafür mache ich einen Tagesausflug nach Hamburg – MIT dem Schienenersatz-Verkehr und der S-Bahn.

In der Küche

Samstag hab ich den größten Teil des Tages in der Küche verbracht….bis auf die Zeit am Nachmittag, bei der ich bei herrlichem Sonnenschein eine schöne ruhige Walkingrunde gedreht habe…und eine große noch dazu…am Ende waren es 6,4 Km außerhalb von Quickborn.

Vorher hatte ich so um die 2,5-3,0kg Gemüse geputzt, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Möhren, Knollensellerie, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch…alles per Hand. Das hatte auch etwas Meditatives und um mir die Zeit dabei zu vertreiben, hatte ich dazu eine Dokumentation über den Amerikanischen Wahlkampf „auf den Ohren“.

Nicht falsch verstehen, das ist keine Beschwerde das ich so viel Gemüse habe schnibblen müssen…sondern eher das Gegenteil. Ich mag es sehr gerne…vor allem wenn die großen Messer scharf geschliffen sind…Für mich ist das die Basis für gutes Essen. Selber Hand anlegen und die Dinge vorbereiten, die man benötigt.

Bei mir sollte es aber keine Suppe geben, sondern endlich mal wieder einen großen Topf Gemüsebrühe. Meine letzten Vorräte habe ich schon vor einer Weile aus dem Gefrierfach in der Küche genommen. Und jetzt, wo endlich die Trocknungsgeräte aus dem Keller verschwunden sind, möchte ich meinen neuen, halbhohen Gefrierschrank in Betrieb nehmen. Der wartet schon seit einiger Zeit auf seinen Einsatz und steht auf insgesamt 3 Paletten…das sollte für eine evtl. nochmalige Überflutung des Kellers ausreichen. Außerdem steht er nun nahe an der Steckdose. Ich habe gelernt. Allerdings lohnt sich die Inbetriebnahme nur, wenn es auch etwas gibt, was ich da rein packen kann.

Diese eigentliche Gemüsebrühe wird nach dem Kochen püriert und anschließend auf kleine Gefrierbehälter von 80-250ml aufgeteilt. Ich benutzte die Brühe für fast alle meine Gerichte, denn ich verzichte hier schon seit ein paar Jahren auf die Industrie-Varianten, egal ob als Pulver, Granulat oder Würfel.

Aber ich koche immer auch noch die 2. Variante: eine klare Gemüsebrühe, und zwar aus den Gemüseschalen und -abschnitten…diese wird am Ende des Kochvorgangs durch ein Sieb passiert und ebenfalls eingefroren.

Lustigerweise hab ich tatsächlich ALLE meine kleinen Gefrierdosen dafür verbraucht und alles passte in die eine Schublade des Gefrierschranks. Perfekt.

Da ich aber tags zuvor in einem Gemüse-Kaufrausch war, hatte ich unter anderem auch noch einen Blumenkohl…doch den wollte ich nicht für die Brühe.

Für das Abendessen habe ich einen Blumenkohl-Kartoffelauflauf mit Bechamelsoße und Käsekruste in den Backofen geschoben, während gleichzeitig in der Heißluftfriteuse eine ganze Hähnchenbrust mit Haut brutzelte.

Und weil ich auch noch einen Stapel Äpfel hatte, gab es noch eine Apfeltarte mit Mandelboden….der Boden war aber jetzt bereits das 2.mal nicht so gelungen und so hab ich die Tarte eher als Apfel-Mandelmus aus der Backform kratzen müssen. Okay – ich muss mir wohl doch noch einmal ein Rezept aus dem Netz ziehen…meine intuitive rezeptlose Backweise hat mich hier im Stich gelassen. Aber die Äpfel mit ein bisschen Teig zusammen, waren doch ganz lecker. Den Rest des Teiges hab ich dann..ähmm entsorgt und lieber auch kein Bild gemacht.

Den Rest des Tages (also nach der Walkingrunde) hab ich dann damit zugebracht meine Küche auf Vordermann zu bringen….endlich mal wieder alle Geräte zur Seite zu schieben und auch da zu putzen, wo man sonst nicht so leicht hinkommt…und auch die Schränke…aber selbst das fand ich ganz angenehm.

Meine Haferkekse habe ich dann erst Sonntagvormittag gebacken…wie immer nach dem gleichen Prinzip und in der Variation: Haferflocken und Mandeln…das ist meine Lieblingsvariante und es schmeckt schon ein wenig nach Winter…was ganz bestimmt am Zimt liegt…ich liebe Zimt.

Die Rezeptmenge habe ich, wie immer, verdoppelt, so das ich insgesamt 4 Bleche auf Vorrat gebacken habe. Sie sind wieder schön dünn und knusprig geworden. Damit habe ich jetzt auch wieder etwas zum Naschen. Mir kommt es dabei nicht auf die Schönheit der Kekse an. Sie sind grob und schräg – ich mag das

Schönes Herbstgefühl

Mein Körper hat mal wieder eine Weile gebraucht, um von „Sommer“ auf „Winter“ umzustellen….das hab ich eigentlich in jedem Jahr…sprich, am Anfang des Herbst ist mir immer unglaublich kalt…aber mein innerer Wärmeschalter hat sich jetzt endlich wieder eingepegelt.

Dabei hatte ich schon befürchtet, das ich durch die Gewichtsabnahme, dauerhaft eine Frostbeule sein könnte. Zum Glück nicht…und so empfinde ich es wieder als sehr angenehm, das es draußen kühl bis kalt ist…und ich es in der Wohnung, auch ohne Heizung, immer noch schön warm habe bei durchschnittlich 19-20 Grad.

Heute Morgen bin ich bei einer Außentemperatur von +1 Grad ins Himmelmoor gefahren. Meine Walkingrunde startete im Trüben und Nebel versperrte die Sicht in die Ferne.

Der Boden war ganz leicht gefroren, aber dann klarte sich der Himmel doch sehr schnell auf, die Sonne kam heraus und der Himmel war wolkenlos. Die Luft war herrlich klar und es war sehr still, bis auf die Gänse, die sich immer wieder über meinem Kopf sammelten und sich anschließend in der hintersten Ecke der Moorseen niederliessen:

Mit einem kleinen Schlenker durch ein Waldstück war ich dann am Ende länger unterwegs, als sonst hier.

Nach einer etwas größeren Runde als üblich, bin ich zufrieden und herrlich entspannt, wieder am Auto angekommen.

Termine und Verabredungen

In den letzten 2 Wochen hab ich es auch geschafft ein paar private Termine zu fixieren. Nächste Woche hab ich einen Zahnarzttermin und in 3 Wochen einen für Zahlreinigung (uuuups – das Jahr 2024 ist ja schon bald rum und die Termine für Zahnreinigung bei meinem Zahnarzt sind schon ziemlich rar).

Ich hab meinen Termin beim Kardiologen ja schon seit längerem im Dezember und muss vorher unbedingt noch zum Hausarzt für neue Blutwerte…den Termin zur letzten Blutentnahme hatte ich quasi verbummelt…aber jetzt steht auch das.

In dieser Woche hatte ich noch einmal einen Termin beim Augenoptiker in Schnelsen….2 weitere Brillen standen auf meinem Einkaufszettel. Einmal brauche ich jetzt endlich dringend die neue Gleitsichtbrille (nachdem meine bisherige ja schon vor Wochen kaputt gegangen ist) und ich möchte zusätzlich noch einmal dieselbe Bildschirmarbeitsplatz-Brille, die ich im Sommer gekauft habe.

Ich bin so begeistert von der Brille und möchte gerne eine davon im Büro lassen können, um nicht immer so akribisch daran denken zu müssen, sie einzustecken.

Mit etwas Glück bekomme ich die Gleitsichtbrille schon Ende der nächsten Woche – bevor es dann wieder auf Dienstreise geht.

Außerdem hab ich nächste Woche wieder eine Telefonverabredung mit dem Rentner aus Hessen (wir telefonieren ja regelmäßig miteinander) und mit meinem ehemaligen Trainingspartner suchen wir gerade nach einem Telefontermin, der uns Beide passt.

Er hat beruflich gerade viel um die Ohren und hat erst in 14 Tagen wieder die Ruhe für ein Telefonat. Dann bin ich beruflich eine Woche in Dänemark und anschließend noch die nächste Woche mit Meetings in Hamburg schwer beschäftigt…also schauen wir mal wann wir es mal wieder hinbekommen.

Meine Schwester kommt ab dem 03.Dezember in die Reha…ca. 60km unterhalb von Hamburg….was bedeutet: Weihnachten in Flensburg fällt in diesem Jahr aus…die Gans ist zwar bestellt (noch einmal teurer, als im letzten Jahr – puh), wir werden das Weihnachtsessen aber erst im Januar machen.

Mein Schwager kann evtl. über Weihnachten bei ihr in der Reha-Klinik bleiben und dann kommen Beide am 1.Weihnachtstag zum Essen zu mir (ohne Gans, eher mit Ente…aber da stecken wir noch in der Planung).

Morgen habe ich einen Tag Urlaub…ich hab auch schon ein paar Pläne, was ich damit anfangen möchte…mal sehen, was es dann tatsächlich wird.

Es gibt auch etwas zu Feiern

Letzte Woche Samstag war ich mal wieder in Flensburg bei Schwester+Schwager. Es gab etwas zu Feiern.

Die Beiden sind ja finanziell nicht so auf Rosen gebettet, sie ist aktuell immer noch krank geschrieben (und kann jetzt Anfang Dezember in Reha gehen) und er ist immer noch arbeitslos (wartet immer noch auf die Entscheidung der RV zur Umschulung).

In diesem Jahr ist der Vater meines Schwagers verstorben und entgegen aller Vermutungen, haben er und seine Geschwister doch noch etwas geerbt…jetzt keine Reichtümer…also kein Haus oder so etwas. Aufgeteilt auf alle Geschwister, hatte mein Schwager doch soviel bekommen, das sie damit einen ihrer schon sehr lange laufenden Rest-Bankkredite zu 2/3 abbezahlen konnten.

Das hatten sie mir freudig mitgeteilt, als ich gerade auf Dienstreise in DK war.

Und ich habe Ihnen sofort dann das Angebot gemacht, das letzte Drittel für den Kredit dazuzugeben…als Schenkung. Dann wären sie diese Schulden endlich los und hätten wieder monatlich ein Batzen mehr Geld zur Verfügung und ich würde dann, im nächsten Jahr, meine monatliche Unterstützung einstellen.

Da bei diesem Kredit eine vorzeitige Ablösung jederzeit möglich war, haben sie so auch noch die Zinsen für die nächsten Jahre gespart, das hieß die Ablösesumme sank so noch einmal ganz gut.

Die Freude über das Erbe und mein Angebot war riesig und dann dämmerte es den Beiden, das sie somit bald komplett schuldenfrei sein werden. Nach über 20 Jahren, die sie sich für ihre Eigentumswohnung geknechtet haben…immer wieder in finanziellen Nöten steckten, vor allem auch durch unbedachte Ausgaben in, für sie, wirtschaftlich schwierigen Zeiten… wird das Ganze damit bis Ende des Jahres erledigt sein.

So fuhr ich Mittags also wieder einmal die 140km gen Norden. Ich durfte mir im Vorfeld aussuchen, welcher Kuchen auf den Tisch kommt (Zwetschgenkuchen hmmm lecker) …..wir hatten einen lustig entspannten Nachmittag, bevor es gegen Abend in Richtung Restaurant ging….wir haben uns zu fuß auf den Weg gemacht, erst einmal eine große Runde laufen runter zur Förde und am Strand entlang bis zum Restaurant

In dem kleinen Restaurant waren wir bisher nur einmal, es gibt leckeres Essen zu vernünftigen Preisen.

Dafür war die Speisekarte erfreulich klein (meistens ein Zeichen dafür, das noch selber gekocht wird und nicht alles Convenience-Food ist) Ich hatte mich für Scholle Büsumer Art (mit Speck) entschieden….und es gab ein paar Venusmuscheln dazu.

Angestoßen hatten wir zuhause schon mit alkoholfreiem Sekt und im Restaurant noch einmal, jeder mit einem leckerem Cocktail…meiner war ein alkoholfreier „Martini Wildberry“…super lecker.

Wir haben uns lange im Restaurant aufgehalten und den Abend genossen, bevor wir uns später auf den Fußmarsch zurück machten…es war spät als ich mich auf den Rückweg nach Hause gemacht habe. zum Glück war in dieser Nacht ja die Zeitumstellung, so hatte ich eine extra-Stunde zum Schlafen.