privater Lieferservice – Koch inclusive

Der stille Tag gestern, hat mir gut getan…mein Herz schlägt wieder ordnungsgemäß im Takt, Blutdruck und Ruhepuls befinden sich erneut in dem für mich normalen Bereich.

Bereits ganz früh heute Morgen, bevor die Menschenmassen alle Läden stürmen, hab ich schon die restlichen frischen Lebensmittel eingekauft….trotzdem war der Parkplatz bereits um 7.10 Uhr sehr voll…aber die Menschen haben sich auf dem Gelände mit den verschiedenen Läden sehr gut verteilt….alle blieben ruhig und gelassen…

Wieder Zuhause hab ich das Osterbrot in den Ofen geschoben, danach die Lammlachse mariniert, die gibt es heute Abend zu meinem aktuellen Lieblings-Gericht: Spaghetti al olio mit gebratenen Garnelen und gebratenen Lamm-Loins.

Für den Osterbrunch am Sonntag hab ich dann Hähnchen-Flügel in der Heißluft-Friteuse zubereitet und danach aus frischem Hack mit viel Knoblauch und Chili spanische Hackbällchen in feuriger Tomatensoße gezaubert.

Den Brötchenteig hab ich auch schon gestern vorbereitet….der wartet im Kühlschrank. Zusätzlich hab ich so alles gekauft, was ich gerne mag: Büsumer Krabben, Wildlachs, Roter Heringssalat, Lachs-Forelle, Serano-Schinken, Melone…

Das gesamte vorbereitete Essen werde ich nachher gut verpackt ins Auto packen und mit nach Flensburg nehmen.

Seit nun 1,5 Jahren bin in Schleswig-Holstein und zu JEDEM Fest und jedem Geburtstag bin ich bisher zu Schwester+Schwager gefahren….ich brauchte nie kochen…..wurde immer bewirtet oder wir sind Essen gegangen.

Jetzt zu diesem Ostern hatte ich mich angeboten: ICH koche. Ic h koche ja gerne und bewirte auch gern Freunde und Familie…

Da wir in dieser Woche aber kurzfristig entschieden haben das ich doch zu den Beiden fahre…..bringe ich jetzt eben alles mit….also mein Auto avanciert zum „Essen auf Rädern“ oder auch zur Liefer-„Kochbox“ inclusive Koch….

…..und jetzt bin ich fertig mit den Vorbereitungen, werde mich nun duschen und dann das schöne Wetter noch eine weile auf dem Balkon geniessen, bevor ich mein Auto belade und los fahre…

DAS Osterbrot – endlich gelungen

Ich hab vor zwei Wochen mit dem 1.Versuch eines Osterbrotes angefangen…heute nun der 3.Versuch…immerhin ist Morgen Oster-Sonntag und zum Brunch sollte es ein zumindest gutes Brot geben.

Vor 15 Minuten hab ich es aus dem Ofen geholt….und es ist super gelungen…zumindest von Außen

Nach den ersten beiden Versuchen war ich einwenig enttäuscht und hab gestern durch Zufall ein Video gefunden, in dem die Herstellung in ein paar Dingen anders war, als ich sonst in den Rezepten gefunden habe:

1. Es beginnt mit einem Kochstück. Ich wusste nicht was das eigentlich ist. Also ein Kochstück ist Mehl und Wasser(oder Milch) im Verhältnis 1:5: also 25g Mehl und 125g Wasser zusammen in einem Topf solange rühren, bis es sich zu einem festen Brei verbindet und vom Boden löst (so ähnlich, wie bei einem Brandteig). Diese Masse sofort in eine kleine Schüssel geben, abdecken und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank geben. (Es kann auch einen Tag vorher vorbereitet werden).

2. Der Hefeteig wird dann mit dem Kochstück zusammen zu einem glatten Teig vermengt, und ruht für nur ca. 50 Minuten. Danach wird der Teig in 3 gleich große Stücke geteilt und jedes Stück zu einem langen Strang geformt. Sollte sich der Teig immer wieder zusammen ziehen, einfach noch einmal 5 Minuten ruhen lassen.

3. Die 3 fertigen Stränge sofort zu einem Zopf flechten und mit verquirltem Ei (ich hab nur Eiweiß genommen) bestreichen und für ca. 12-14 Stunden in den Kühlschrank geben

4. Nach der langen Gehzeit noch einmal mit verquirltem Ei bestreichen und mit Hagelzucker (und /oder Mandelplättchen bestreuen) und bei 180Grad Umluft ca. 30-40 Minuten backen …wenn es zu dunkel wird, einfach abdecken.

Das Kochstück, so hab ich nachgelesen, soll das Backwerk saftiger machen und länger frisch halten…..

jetzt bin ich nur noch gespannt, wie es schmeckt….

Tag der Stille

Tag der Stille

Wie immer hilft mir das Aufschreiben der Ereignisse meine Gedanken und Gefühle zu sortieren….und so hab ich heute an Karfreitag, mein inneres Gleichgewicht endlich wieder gefunden.

Vollmond ist vorbei, die Widrigkeiten der Zeit-Umstellung hab ich auch so gut wie überstanden, der Besuch meiner Schwester ist auch gut verlaufen, ich hab immer noch 4 Tage frei….immerhin ist Ostern….

Die Wohnung ist auch sauber, der Kleiderschrank ist umgeräumt, der angehäufte Berg an Bügelwäsche ist erledigt…ich habe also nichts was gerade erledigt werden muss. Alles in mir wird wieder ruhiger und gelassener…nur mein Herz scheint immer noch ganz leicht aus dem Takt und die Angst um die OP meiner Schwester bleibt.

Was mich diese Woche mal wieder gelehrt hat: ich lasse mich immer noch viel zu schnell stressen…und dazu brauch ich nicht mal meine Arbeit…das schaffe ich sogar ganz alleine…durch meinen eigenen Anspruch an mich, immer alles perfekt haben zu wollen…..daran sollte ich endlich mal etwas ändern.

Heute ist also für mich der perfekte Tag der Stille….auch wenn das Osterfest rein gar nichts damit zu tun hat.

3.Todestag

Gründonnerstag, der 01.04. – Mein Urlaubstag und die Schwester zu Besuch….sehr schön.

Nach der unruhigen Nacht haben wir etwas länger geschlafen und ich hab ein schönes, vor-österliches Frühstück für uns bereitet: mit frisch gebackenem Brot, Butter, weichgekochten Eiern, Nordseekrabben, jungem Gouda mit Weintrauben, magerem Serano-Schinken, Quark und einer köstlichen Blut-Orangenmarmelade (gekauft in Altonaer Volkspark bei dem „Bauernhaus“ wo ich Tage zuvor Kaffee und Kuchen to-go gekauft hatte) ….

Und nach dem entspannenden Frühstück haben wir 2 kleine Sträuße aus orangenen Rosen und Tulpen gebunden und sind an die Elbe gefahren…auf Höhe der Wittenbergener Heide…immer schön am Ufer entlang …es lag noch das Gefühl eines leichten Morgennebeln über der Elbe

und an einer Stelle, die direkt bis zum Wasser führte, haben wir in kurzem Gedenken an unseren vor 3 Jahren verstorbenen Vater innegehalten und die Blümchen ins Wasser geworfen (durch die Seebestattung gibt es ja keinen festen Ort des Gedenkens.) ….gesprochen haben wir schon seit gestern eine Menge über die Vergangenheit…

Wir sind dann noch ein paar km weiter gelaufen und uns erst gegen Mittag voneinander verabschiedet.Sie hatte am frühen Nachmittag noch einen Termin in Flensburg und ich ja noch zur Mittagszeit den Termin im Test-Zentrum.

Es war schön sie hier zu haben, aber am Nachmittag war ich dann auch wieder froh alleine zu sein….und wie immer nach solchen Treffen, mit ununterbrochener Kommunikation, freue ich danach wieder auf stumme und stille Zeiten….nur das ich dieses Mal noch zusätzlich nach etwas Schlaf lechzte.

Also den Rest des Tages hab ich dann auf der Couch verbracht…aber jetzt bin ich wieder ruhiger, Ruhepuls/Blutdruck sinken langsam wieder und in der darauf folgenden Nacht hab ich zum ersten Mal in dieser Woche richtig gut geschlafen…..

Schwestern-Abend

Meine Schwester kam am späten Nachmittag des 31.03. und obwohl wir uns erst vor knapp 1,5 Wochen in Bordesholm getroffen haben, war es ein intensives Umarmen ….ja wir haben beide Angst vor ihrer OP….

Also sind wir bei dem tollen Wetter erst einmal auf den Balkon gegangen ….und es war so sonnig, das ich tatsächlich den Sonnenschirm aufgespannt habe. Mit Kaffee/Tee und jeder einem großen Glas Eiskaffee mit viiiel Vanille-und Stracciatella-Eis haben wir es uns draußen bequem gemacht.

Wie immer, wenn wir aufeinander treffen, reden wir fast ununterbrochen….gegen Abend sind wir dann noch zum shoppen los gegangen…aber es gar nur ein paar Kleinigkeiten ….und erst spät sind wir ins Himmelmoor gefahren….durch die Umstellung auf Sommerzeit bleibt es ja jetzt viel länger hell….

Als es dann richtig dunkel wurde, waren wir schon wieder zuhause, haben Sushi bestellt und haben bei Sekt mit O-Saft meine Kleiderberge durchwühlt ….ich freue mich, wenn ich nichts wegwerfen muss und sie freut sich, das sie ein paar neue Klamotten hat…und sie nimmt auch noch etwas für ihre Freundin mit….so haben wir alle etwas davon.

Die letzte Male als ich in Flensburg war, hab ich ein paar aussortierte Oberteile meiner Schwester mitgenommen. Das Austauschen von Kleidungsstücken kennen wir ja seit Kindertagen…..aber es gab ein paar Jahre da passte uns gegenseitig nichts…Als ich Größe 36 hatte, lag ihre Größe bei 42 und mein klassischer Büro-Kleidungstil passte auch nicht zu ihrem legeren Style….und dann hatten wir ja ein paar Jahre gar keinen Kontakt mehr….

…witzig das wir uns jetzt nicht nur innerlich, sondern auch größentechnisch und im Stil wieder angenähert haben….

Der Abend hat wirklich Spaß gemacht, unsere Unterhaltungen waren schön und intensiv, so konnten wir Beide uns entspannen….Das Essen wurde erst sehr spät geliefert…und wir hatten Hunger….es war sehr lecker….aber

das Essen lag mir in der Nacht so schwer im Magen (zu spät , zu viel, zu hastig)…das ich wieder nicht schlafen konnte….ja sag mal….grrrrrrrrr…so langsam ist aber mal genug…dabei ist noch nicht einmal eine Woche seit der Zeit-Umstellung vergangen….

Kein Burger – dafür Bürger-Tests

In dem Supermarkt wo ich gerne hinfahre, gibt es eigentlich eine kleine Filiale einer großen Burger-Kette, die aber schon seit Monaten geschlossen ist….nun ist dort auf einmal ein Test-Zentrum eingerichtet worden, bei dem bis zu 300 Corona-Schnelltests pro Tag durchgeführt werden können…. OH – klasse, ich hab mich schon gefragt, wo ich mich testen lassen könnte, wenn ich denn wollte…immerhin gibt es ab sofort die kostenfreien Bürger-Tests 1x pro Woche.

Das finde ich eine tolle Idee…genau da – wo die Menschen eh hinkommen, um Lebensmittel einzukaufen……und ich hab mich spontan angestellt um mir einen Termin zu holen….und die sind echt nett und zuvorkommend dort.

Ich hab einen Termin für den 01.04. Mittags bekommen…klasse, noch vor Ostern.

Jetzt bestimmt die Pandemie schon 1 Jahr lang unseren Alltag und ich bin bisher noch nie getestet worden. Schwester und Schwager werden aus beruflichen Gründen 2x pro Woche getestet…überall hört man, das die Menschen sich aus den unterschiedlichsten Gründen testen lassen…ich hab bisher keine Notwendigkeit gesehen…lebe allein, arbeite alleine in einem Büro, wir tragen immer Masken wenn wir im Büro zusammen treffen, ich besuche niemanden in einem Alten-oder Pflegeheim, ich fliege nicht in den Urlaub….. aber jetzt wird es einem ja mit diesem Testzentrum sehr leicht gemacht…

….also hab ich das Angebot angekommen und mir den Termin geholt.

Die sind da nicht nur nett und zuvorkommend, sondern auch hervorragend organisiert…Termin holen dauert nur ein paar Minuten und die Durchführung ging sogar noch schneller.

Mit ausgedruckter und unterschriebener Terminbestätigung und Personalausweis ging es hing:

  1. QR-Code auf der Terminbestätigung wird gecheckt und mit den Daten des Personalausweis verglichen
  2. Fieber messen (so „Pistolen-artig“ vor der Stirn – komisches Gefühl – ich sehe echt zuviele Krimis 🙂 hihi)
  3. in die Kabine treten und freundlich begrüßt werden..ein paar Sätze plaudern
  4. Stäbchen ab in den Rachen (würg)
  5. Stäbchen in die Nase…gaaaanz hoch (ahhhhgrrrrr – moment mal – wenn`s geht nicht bis zum Hirn)…das ist echt unangenehm, aber auch schnell vorbei
  6. sehr freundlich verabschiedet werden und wieder raus

Das ganze hat keine 4 Minuten gedauert…und nach nicht mehr 15 Minuten kam das negative Ergebnis per Email.

(Bei einem positiven Ergebnis würde man einen Anruf erhalten)

Also ich finde das ist eine tolle Maßnahme und da kann man über Deutschland motzen, wie man möchte….aber dieses Testzentrum funktioniert super: kostenlos für die Bürger und hervorragend organisiert.

Aufregung- 3.Teil

Alles musste nun schneller gehen, als eigentlich geplant…also Wohnung aufräumen, ein Gästebett im Kleiderzimmer herrichten…und das obwohl ich im gesamten Zimmer durch die angefangene Aus-und Räumaktion der Schränke überall Kleidungsstücke rumliegen hatte….also das musste unbedingt auch noch fertig werden.

Auf der anderen Seite passte das prima, dann konnte meine Schwester gleich mal durch die Sachen schauen, ob sie davon etwas gebrauchen kann. Sie ist zwar etwas kleiner, und auch etwas schmaler gebaut (seit der Diabetes-Diagnose hat sie 8KG abgenommen)…aber beide sind wir mit Kleidergrößen zwischen 38-42 jetzt nicht weit voneinander entfernt…nur das ihr Körperbau eher zierlich gerade ist, während meiner mit etwas breiteren Hüften eher weiblich geformt ist…das macht die Weitergabe von Röcken und Hosen nur selten möglich….aber Blusen, Shirts und Jacken lassen sich problemlos tauschen….und sie verträgt viele der Stoffe, bei denen mein Körper sofort mit Hitzewallungen reagiert….hahaha…ich hab mich jetzt von vielen Teilen getrennt, die ich so schon lange nicht mehr tragen kann.

Die innere Unruhe der letzten Tage setzte sich aber weiter fort….weil ich musste ja noch einkaufen…muss ja auch etwas zum Essen anbieten können….Nur selbstgebackenes Brot mit Butter zum Frühstück reicht zwar bei mir…aber nicht wenn ich Besuch bekomme.

JA, es ist zwar meine Schwester, sollte also keine große Sache sein, aber mein ziemlich spontaner Vorschlag hat mich in Zugzwang versetzt und ich bin in der Tat aufgeregt. Ich genieße ja mein Alleinsein….diese Unabhängigkeit, dieses selbst-bestimmte Leben….und ich liebe es allein in meiner Wohnung zu sein…in meiner Trutzburg…..hier bin ich entspannt und fühle mich wohl. Brauche auf niemanden Rücksicht zu nehmen.

Aber ich kämpfe ja immer noch mit den Auswirkungen der Zeit-Umstellung…mit der Müdigkeit…mit Blutdruck und Ruhepuls…und jetzt kommt noch die Aufregung das ich Besuch bekomme hinzu….ich bin das gar nicht mehr gewohnt…ich Eigenbrödler. Also putzen, aufräumen, vorbereiten, einkaufen…ich bin tatsächlich aufgeregt….und freue mich auch ….und mache mir Sorgen um sie, und um meinen Schwager…und auch um mich, weil ich seit Tagen so aufgedreht bin….um mein Herz, das so komisch schlägt…

Zum Schluß bin ich am 31.03. Nachmittags noch auf die Idee kam, zur Begrüßung einen Eiskaffee anzubieten…immerhin sind heute über 20 Grad und die Sonne scheint…ich hab schon die Balkonmöbel aufgestellt und den Sonnenschirm vorbereitet…für einen Kuchen hatte ich keine Energie…aber so ein Eiskaffee mit Vanilleeis geht schnell und unkompliziert…aber dafür musste ich noch einmal los…

Aufregung- 2.Teil

Schon seit ein paar Wochen ist geplant das Schwester+Schwager Ostern zu mir kommen. Mein Schwager muss unbedingt mal raus …und Beide waren ja lange krank zuhause….Es würde Beiden gut tun, nach so langen Monaten mal wieder für 1 Nacht woanders zu sein.

Also war geplant das sie Ostersamstag zu mir kommen, wir in Pinneberg einkaufen gehen ohne Termin (Flensburg hat aktuell nur Einkaufen mit Terminen)…ich koche für den Abend und Oster-Sonntag bereite ich einen Oster-Brunch …mit anschließender Wanderung irgendwo in der Natur.

Schleswig-Holstein liegt mit der 7-Tage-Inzidenz ja noch weit unter 100 und die Regelung besagt schon seit ein paar Wochen: Es dürfen sich Personen aus 2 Haushalten treffen mit maximal 5 Erwachsenen = Passt also….

Hätte passen können…dumm nur, das seit Montag für 3 Kreise in Schleswig-Holstein verschärfte Regeln gelten werden und zwar ab dem 01.04. und das sind ausgerechnet: PINNEBERG, Segeberg und FLENSBURG…hier sind die Inzidenzen über 100 und steigen weiter …

Und gerade jetzt wäre es wichtig gewesen, das die Beiden mal raus kommen…seit dem Wochenende ist klar, das meine Schwester nun kurzfristig operiert werden muss….und das macht uns allen Dreien Angst. Ja – es ist ein Routine-Eingriff der in Deutschland hunderttausende Mal im Jahr gemacht wird…aber eine Operation am Auge klingt wirklich nicht ungefährlich….Sie hat am linken Auge den Grauen Star….d.h. die getrübte Linse des Auges wird entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Wird das nicht gemacht, kann droht langfristig die Erblindung.

Jetzt ist meine Schwester noch kein 55 Jahre alt, also eigentlich noch viel zu jung für diese Krankeit….aber andere Erkrankungen wie Diabetes können schneller zum Grauen Star führen…und das ist wohl bei ihr passiert….Sie hat seit ca.1.5 Jahren ein Mischform Diabetes 1 und 2. Ich mache mir viele Gedanken und bin voller Sorge.

Als mein Schwager mich informierte, das die Besuchsregelungen zu Ostern jetzt verschärft wurden, waren wir uns ziemlich schnell einig, das wir nun etwas umplanen werden….

Mein Vorschlag war: meine Schwester kommt mich am 31.03. alleine besuchen und bleibt über Nacht (mein Schwager hat keinen Urlaub)…zusammen gedenken wir dann am 01.04. dem 3. Todestag unseres Vaters…..sie fährt dann am 01.04. nachmittags zurück …und ich komme Ostern für einen Tag zu Besuch nach Flensburg.

Den Vorschlag konnten wir ihr aber erst Dienstag Abend machen….und freudig hat sie dann zugestimmt…froh – das wenigsten sie mal rauskommt….und auch das wir einen Schwestern-Abend haben können….

Hmmm, nur mir blieb jetzt wenig Zeit, meine Wohnung schon ein paar Tage früher als ursprünglich geplant, in einen für mich akzeptabel vorzeigbaren Zustand zu versetzen…denn ich hatte die restliche Putzaktion wie Bad und Kleiderzimmer auf meine freien Tage legen wollen….

Dienstag hab ich früher angefangen zu arbeiten und bin auch länger geblieben….aber müde und kaputt bin ich immer noch und diese Unruhe in mir ist immer noch da….Ruhepuls und Blutdruck sind weiter viel zu hoch…und ich hab das Gefühl mein Herz schlägt unrund…mein Darm beginnt den inneren Stress aufzugreifen und fängt auch wieder an zu rebellieren….Mist, Mist….

Aufregung- 1.Teil

Diese Woche hat es in sich….Während ich noch mit den Auswirkungen der Zeitumstellung und dem gleichzeitigen Vollmond und einer schlechten Nachricht vom Wochenende kämpfe, wurde meine komplette Woche durcheinander gewirbelt.

Montag Morgen, 7 Uhr Arbeitsbeginn im Büro…ich war da – aber arbeiten konnte ich nicht. Die komplette Server-Farm in DK war am Wochenende ausgefallen. Aus den Mails der Kollegen Vorort konnte ich entnehmen, das sie bereits den gesamten Sonntag, inklusive der Nacht auf Montag versuchten die Probleme zu lösen um alle Programme wieder ans Laufen zu bekommen.

Natürlich wurden zuerst die Programme wieder hergestellt, die nötig sind, um den laufenden Betrieb zu monitoren. Alle vor-und nachgelagerten Abteilungen mussten warten…Also auch Ich. Außer Outlook und Excel lief keines unserer Programme….und wir hatten auch keinen Zugriff auf die gespeicherten Dateien.

Was macht man also, wenn 95% der Arbeitsaufgaben nicht erledigt werden können….zuerst hab ich mich gelangweilt…weil ich ja noch alleine im Büro war, dann hab ich mich mit Kollegen unterhalten, dann bin ich 1/2 Stunde spazieren gegangen…..dann kam der Controller und wir haben uns lange unterhalten…dann hab ich das bisschen Ablage gemacht, was da noch lag….und dann hab ich mich weiter gelangweilt und gemerkt, wie ich langsam immer missmutiger wurde…immerhin wollte ich Mittwoch und Donnerstag Urlaub machen, es ist Monatsende…durch die Zeitumstellung am Wochenende und dem Vollmond bin ich hundemüde und fühle mich wie gerädert… Na zum Glück hatte ich schon in der letzten Woche einen kleinen Zeitpuffer erarbeitet, so das die eiligsten und wichtigsten Aufgaben zum Monatsende bereits erledigt waren….Um 12 Uhr Mittags dann hab ich geschlossen: das war`s jetzt…ich geh nach Hause.

Wohlwissend, das es keinen Sinn macht, unmittelbar nach Hause zu fahren, bin ich bei dem schönen Wetter in den Altonaer Volkspark gegangen….ich musste erst einmal wieder ruhiger werden…mein Blutdruck ist seit dem Wochenende mal wieder viel zu hoch…ich fühlte mich körperlich matt, übermüdet und vor allem komplett überdreht….irgendwie fühlte ich mich gestresst und körperlich angegriffen.

Zwei Stunden bin ich durch den Volkspark gelaufen….bei strahlendem Frühlingswetter bin ich langsam gegangen, hab tief und bewusst geatmet und versucht mich wieder in einen ruhigen normalen Zustand zu bringen. So weit hinein war war ich noch nie im Volkspark und als ich in die Nähe einen schönen großen alten Gasthofes kam, sah ich Menschen mit Kaffeebechern…ooooch komm, da hat scheinbar ein Cafè geöffnet…. tatsächlich das „Bauernhaus“ bietet Kaffee und Kuchen to go….prima: also mit einem Becher Kaffee und einem Stück frischen Apfelkuchen (KEINE Industrieware) bin ich dann weiter gelaufen, bis zur nächsten Parkbank, die lag etwas geschützt und hab mich nieder gelassen…himmlisch: Kaffee und Kuchen, draußen bei Sonnenschein und drumherum Vogelgezwitscher und ansonsten Ruhe…

Später zuhause bin ich dann auf die Couch gefallen und hab erst einmal geschlafen…natürlich war das nicht so klug, so war ich am Abend wieder munter, fühlte mich immer noch aufgekratzt und mein Blutdruck auch noch/wieder viel zu hoch….so hab mich mit dem riesigen Stapel Bügelwäsche beschäftigt und bin am späten Abend noch einmal 1/2 Stunde gelaufen.

In der Nacht auf Dienstag hab ich dann weniger als 4 Stunden geschlafen. Ich war schon um 4:30 Uhr (Sommerzeit, also eigentlich 3:30 Uhr) wieder wach und konnte nicht weiter schlafen…nun gut – also bin ich wieder müde und noch mehr gerädert aufgestanden und früh ins Büro gefahren.

Gestern Abend wurde ich dann zum Glück noch informiert, das die Systeme wieder laufen…okay, also hab ich den Dienstag genutzt, um das versäumte vom Montag aufzuarbeiten … immerhin etwas.

Rote Beete aus dem Ofen

Während gerade das Rindfleisch für „Peposo notturno“ (DANKE an „nocheinglaswein“ für diese tolle Idee) langsam im Ofen gart, hab ich die im Hofladen gekauften Rote Beete Knollen in kochendem Wasser mit Salz und etwas Weinessig blanchiert…Danach abgekühlt, geschält und in Würfel geschnitten. Möhren und Knollensellerie roh geschält und gewürfelt…mit Salz, Pfeffer und Olivenöl durchmischt und in eine Auflaufform gegeben…

Ab damit in den Backofen, der noch ein paar Stunden bei knappen 80 Grad, das Gemüse mal eben, so nebenbei noch mit backen kann….

Auf diese sanfte Garmethode ist das Gemüse nach jetzt knapp 1/2 Stunde noch ganz leicht bissfest, sehr würzig und sehr sehr lecker….Damit hab ich gar nicht gerechnet, das es sooo gut schmeckt. Ohne Schnick-Schnack – einfach lecker als Gemüsebeilage oder als Hauptgericht.

Bei mir soll es das Gemüse als Beilage zum langsam gegarten Rindfleisch geben…also MORGEN….aber ich bezweifele, das es sich bis morgen vor mir verstecken kann 😇.