Chef geht – Alles ist im Fluss

Während meiner Gespräche mit den Kollegen aus der Zentrale waren alle überrascht, das ich am nächsten Tag einen Präsenztermin mit meinem Chef hätte haben sollen…und wirklich JEDER sagt: der Kommt nicht…der war seit Ostern nicht mehr Vorort in der Zentrale.

Auch der Controller sagte mir später, das unserer Chef nur online an dessen Meeting teilgenommen hat…und mir war sofort klar, also wegen mir wird er sicher nicht extra kommen…aber es war schwer für mich zu akzeptieren, das er das vorher nicht klargestellt hat.

Immerhin hab ich um ein Präsenztermin gebeten und bei seiner Meeting-Zusage wäre es ein leichtes gewesen mir zu sagen, das ich zwar gerne in die Zentrale kommen könne…wir das 1-to-1 Gespräch aber doch per Teams machen werden. Das wäre für mich doch auch okay gewesen…aber es so gar nicht zu erwähnen…das fand ich echt gemein. Zumal ich einige Zeit damit verbracht habe, im Vorfeld einen freien Meeting-Raum zu finden…und obwohl er es mitbekommen hat, hat er immer noch nichts gesagt….es hat echt eine Weile gebraucht, bis ich die Enttäuschung verknusen konnte.

Erst eine Stunde vor unserem Meeting hat er mich darüber informiert und gefragt ob das okay wäre…war es eigentlich nicht…aber nun gut…er hat mir dann auch eine Erklärung gegeben, das seine Frau schon seit Wochen krank ist und niemand weiß, warum sie so starke Schmerzen hat…an dem Tag sollte dann wohl endlich das Ergebnis der MRT-Untersuchung kommen. Das tut mir natürlich sehr leid, so kurz nach deren Umzug nach Kopenhagen.

Das Gespräch war – wie schon die Jahre zuvor – trotzdem richtig gut…er ist super zufrieden mit mir, meiner Arbeit, meinem Engagement, meiner verantwortungsvollen und offenen Art. Die Gehaltserhöhung war dann aber eher moderat… ich hab dann noch einen sehr kleinen Aufschlag raushandeln können, so das ich damit dann doch zufrieden bin.

Bei der Frage, wer dann zukünftig mein Chef sein wird, hat er mir sogar Jemanden genannt…und jaa das könnte ich mir vorstellen, auch wenn ich Den bisher nur flüchtig kenne.

Aber ich glaube, ich frage dann jetzt doch mal bei unserem deutschen GF nach, da wir durch interne Prozesse bei unseren diversen HR-Programmen organisatorisch ohnehin dem deutschen GF unterstellt wurden. D.h. bei Abwesenheitsanträgen wie Urlaub und Mobilem Arbeiten muss das der Deutsche GF über eine HR-App freigeben und nicht mein dänischer Chef…warum auch immer. D.h. ich muss immer 2 Freigaben einholen (einmal per Mail bei meinem Chef, und einmal über die App beim GF – ich sag es ja immer wieder, die dänischen Programme sind nicht sehr benutzerfreundlich).

Der Controller ist schon vor mehr als 1 Jahr komplett zu dem GF gewechselt…ich glaube jetzt ist es auch für mich Zeit, zu wechseln…die „Gute alte Zeit“ ist jetzt eh vorbei…und es beginnt eine Neue…Alles ist im Fluss und ich fließe halt mit…

Ein kleiner Back-Unfall

Heute am Pfingst-Sonntag hab ich es mir zuhause so richtig gemütlich gemacht…ein bisschen räumen hier, ein bisschen putzen da….die Nachbarn sind seit ein paar Tagen endlich mal ohne Enkel-Besuch…es ist also so richtig richtig schön….ich bin früh und abends auf dem Balkon und erhole mich von der vielen Kommunikation in dieser Woche.

Gestern hab ich nun tatsächlich endlich mal meine „Langzeit“-Vorräte wieder aufgefüllt…hatte ich in letzter Zeit doch nur noch entnommen und nicht wieder aufgefüllt…und außerdem hab ich mein Gemüsefach im Kühlschrank üppig gefüllt.

Mit viel Freude hab ich heute ein deftiges Weizenvollkornbrot mit Sonnenblumen- und Kürbiskernen vorbereitet…und während der Teig nun noch bis Morgenfrüh ruht, wollte ich noch eine Gemüse-Quiche machen…nachdem die Letzte so lecker war.

Der Mürbteig aus Dinkelmehl war schnell gemacht….und das Gemüse (Lauch, Frühlingszwiebeln, Zucchini, Paprika, Champignons und Spargel) waren schnell geputzt, geschnitten und gebraten….Als Soße gab es verquirlten Quark, mit Eiern und Käse und einem Schuss Milch, weil die Soße etwas zu dick schien….hmmm den Schritt hätte ich wohl lieber gelassen oder ich hätte den Teig leicht Vorbacken sollen.

Aber der richtige Unfall kam erst nach dem Backen…ich hab also alles in die gefettete Silikon-Backform geschichtet und 40 Minuten gebacken…sah echt toll aus.

Beim Rausnehmen aus dem Backofen zeigte sich jedoch der Nachteil der großen Silikonbackform…den, das ganze Konstrukt war sehr instabil…und als bei der Aktion dann auch noch das heiße Backblech drohte aus der Schiene zu fallen, hab ich schnell mit einem großen dünnen Holzbrett versucht unter die Backform zu kommen, schob diese aber über den Rand des Blechs und mit einem 2. kleineren Holzbrett wollte ich nun die überstehende Form vor dem weiteren Abrutschen halten, hatte aber etwas zu viel Kraft aufgewendet und SCHWUUUUPS- klappte diese weiche Backform um.

Jetzt hatte ich eine zusammengeklappte Quiche und diese gab die Flüssigkeit frei, die sich in der Backform gesammelt hatte. Na super!!

Ich hab die noch heiße Quiche dann wieder soweit zurückgeklappt und aus der Backform befreit…sieht jetzt nicht ganz so dolle aus….aber immerhin ist der Rand knusprig und die Füllung ist echt lecker…der Rest ist jedoch etwas matschig:

….also das NÄCHSTE Mal werde ich zuerst das Backblech MIT der Backform aus dem Backofen nehmen…dann wäre dieser Back-Unfall gar nicht erst passiert…und wie schon oben erwähnt….ab jetzt werde ich den Teig „blind“-backen, bevor ich die Füllung rein gebe… und mehr auf etwaige Flüssigkeiten beim Gemüse und der Soße achten..tja es gibt immer noch etwas zum dazulernen.

Gute Gespräche und Laufen am Fjord

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs )

Der Controller und ich sind also Dienstagmorgen losgefahren…er hat den Leihwagen in Hamburg abgeholt und mich anschließend an meinem Wohnort eingesammelt….was nicht so einfach war, weil genau an dem Tag eine neue Baustelle die direkte Durchfahrt zu mir behinderte…und das war nur der Anfang…es war unglaublich voll auf der Autobahn und es blieb bis zur Ankunft im Norden DK eine zähe Angelegenheit.

Wir sind direkt in die Zentrale gefahren…und die ist jedes Mal wie eine Wundertüte….der 3. Büro-Anbau wurde nämlich vor kurzem in Betrieb genommen….und sich in den verschachtelten Gebäuden zurecht zu finden, wird von mal zu mal schwieriger. Die Anzahl der Mitarbeiter für alle Standorte, hat sich im Laufe eines Jahres von 300 auf 600 verdoppelt…das ist schon ein krasser Wert und offenbart auch, wo unsere Schwachpunkte sind: die organisatorischen Firmenstrukturen können mit der Entwicklung kaum mithalten.

Der Controller hat es zu seinem Termin um 13 Uhr gerade noch rechtzeitig geschafft…ich hab mich etwas mit den verschiedenen Controller-Kollegen unterhalten, einen der neuen Kollegen nun auch persönlich kennen gelernt…und hab mich anschließend auf die Suche nach meinen anvisierten Gesprächspartnern gemacht. Der Termin mit meinem Chef ist erst am nächsten Morgen.

Und tatsächlich hatte ich an beiden Tagen erfolgreiche Gespräche: manchmal lässt sich ein Sachverhalt Vorort doch einfacher klären, als per Teams oder Mail. Vor allem der Kollege, der als Schnittstelle zwischen Buchhaltung und IT fungiert und mit dem ich ja bereits eng zusammen arbeite, konnte sich nun meiner Argumentation nicht mehr so leicht entziehen.

Endlich hat er sich bereit erklärt mit dem dänischen Hersteller unseres Rechnungsprogramms, über die Anpassung der Prüfroutinen zu sprechen. Deutsche Firmen haben eben andere Rechnungslegungs-Vorschriften, als Dänische. Das führt dazu, das ein Teil unser deutschen Rechnungen im Rechnungsprogramm nicht erscheinen und diese stattdessen in ein Fehlerprotokoll laufen und die dänischen Kollegen sich teilweise tagelang Zeit lassen, das dann manuell anzupassen. Das würde nicht passieren, wenn das Programm die Prüfroutine erweitern würde….das würde eine spürbare Effizienz-Steigerung in der Rechnungs-Bearbeitung bedeuten.

Auch mit anderen Kollegen hab ich nette Gespräche gehabt; Themen nachverfolgt, um Präzisierung gebeten, bei manchen auch einfach nur mal Hallo gesagt und kleine nette Gespräche gehabt, dann zum Thema Quartalsabschlüsse nach der Bereitschaft geforscht, einige der wirklich sehr kleinen Gesellschaften doch unterjährig von der internen Abschlusspflicht zu befreien….wo sogar mein Chef meinte, jaaa das könnte man durchaus für 8 meiner kleinen Firmen machen…die Aussagekraft des Konzernabschlusses würde durch deren Fehlen nicht beeinträchtigt und würde mir während der Quartalsabschlüsse eine Menge Zeit sparen…aber letztlich hab ich es noch nicht schriftlich…aber die Bereitschaft ist auf mehreren Seiten da, an dieser Stelle nach zu justieren. ich bin gespannt.

In der Zentrale war es warm und stickig und vor allem ist die Luft in den Räumen sehr trocken….ich war froh, als wird Feierabend machen konnten…anschließend sind wir zum Hotel gefahren. Wir hatten verabredet wieder gemeinsam am frühen Abend zum Fjord runter zu laufen und daran entlang bis zum Ort zu laufen, das sind vom Hotel ca. 3 km …am Hafen gibt es ein nettes Restaurant, wo man wirklich gut essen kann und entlang des Fjord zu laufen gibt einem immer das Gefühl dann doch im Urlaub zu sein. Feierabend-Urlaub für 2-3 Stunden:

Nach der langen Autofahrt und den intensiven Gesprächen, war das der perfekte Ausgleich am Abend. Es war erst 20.30 Uhr als ich mich dann in mein Hotelzimmer zurück gezogen habe und bin auch früh schlafen gegangen.

Zu warm – und ich muss schon wieder Reisen

Es gibt Dinge die mag ich einfach nicht und zusammen mag ich sie noch viel weniger: Wärme und Dienstreisen.

In meiner norddeutschen Kleinstadt war es ein paar Tage, schon jetzt wieder, unangenehm warm…von Vorteil war der „böig auffrischende“ Wind…so das ich wenigstens morgens und abends die Fenster weit aufmachen und die Hitze aus der Wohnung wehen lassen konnte…denn noch kühlt es nachts auf angenehme 10-12 Grad ab. Ich finde es bei stickigen 25 Grad tagsüber schon unangenehm…und der Sommer kommt erst noch.

Im Laufe der Jahre ist meine Wärme-Toleranz immer weiter runter gegangen…so richtig wohl fühle ich mich inzwischen bei Temperaturen zwischen 18 und 22 Grad.

Ich trage lieber eine leichte Jacke um mich gegen etwas Kühle zu schützen, als nur mit dem Nötigsten bekleidet, bei stickiger Wärme vor mich hinzuschmoren. Und meine Walkingrunden in den Abendstunden bei Temperaturen unter, sagen wir mal, 16 Grad, lassen mich erst wieder richtig durchatmen.

Aber den Sommer kann man nun mal einfach nicht abschaffen und die meisten Menschen freuen sich ja genau auf diese Jahreszeit.

Was ich leider auch nicht abschaffen kann, sind die Dienstreisen in die Zentrale….auch wenn ich diese auf ein Mindestmaß beschränke…während mein Chef mich in den letzten Jahren aufgefordert hat, öfter in die Zentrale zu fahren…aber durch unsere Umstrukturierungen haben die Kollegen im Norden Dänemarks eben auch kaum Zeit – warum soll ich dann hinfahren.

Beim letzten Mal war es schon so, das ich kaum Gespräche führen konnte…und mich kostest es immer zwischen 1-3 Tage. Zeit, die ich auch nicht wirklich übrig habe. Immerhin sind das, für eine Strecke, knappe 400km

Aber jetzt war es mal wieder soweit…ich hatte einen Termin mit meinem Chef für das jährliche Beurteilungsgespräch und das Letzte bevor er die Firma verlässt. Ich hatte ihm geschrieben, das ich dieses Gespräch gerne Vorort mit ihm machen wolle, nicht per Teams und er hat zugestimmt.

Weitere Termine hatte ich nicht fixiert, das wollte ich Vorort spontan machen…es hat sich herausgestellt, das das meistens die besten Gespräche werden…und so war es auch dieses Mal. Na klar hatte ich die Teamleiterin der „Teil-Abteilung“ für die ich auch arbeite, informiert, das ich komme, ob sie einen Arbeitsplatz für mich reservieren kann..

Balkon als Magnet

Wie bereits geschrieben, konnte ich mich gestern kaum vom Balkon losreißen…ich saß noch draußen (in eine Jacke gehüllt und mit Decke) bis 22 Uhr…und eigentlich wollte ich dann auch recht früh schlafen gehen.

Doch ich war noch ziemlich wach und munter und bin dann doch noch zu einer kleinen Walkingrunde aufgebrochen…wie ich es immer gerne nenne: „einmal um den Block“…was bei mir dann immer gute 2 km sind. Das liegt an den Bahnschienen hinter dem Haus.

„Block“ bezieht sich hierbei nicht auf einen Häuserblock, sondern auf ein zusammenliegendes großes Gelände mit vielen Gebäuden und wenig Straßen, das durch die Bahnschienen getrennt wird…um es auf gangbaren Wegen zu umrunden, muss ich auf der einen Seite der Straße folgen, über eine Brücke, dann an der Hauptstraße entlang oder durch kleine inoffizielle Wege, über den Busbahnhof und dann über einen ebenerdigen Bahnübergang, weiter den Straßen folgend, bis ich wieder am Ausgangspunkt ankomme. Auf diesem Weg gibt es keine Abkürzungen….und wenn ich dann erst einmal draußen bin, dann laufe ich oft auch gerne weiter.

Gestern blieb es aber bei den knappen 2 km…dafür bin ich langsam gelaufen und habe alles bewusst auf mich wirken lassen…also die kühle Luft des Abends und die unerwartete Stille (normalerweise hört man immer irgendwo Musik oder hört Gruppen von Menschen die feiern und sich unterhatlen)…es gab keinen Mond, aber auch keinen Wind. Das war ein schöner kleiner Abschluss für den Freitag.

Und heute Morgen bin ich super aus dem Bett gekommen, war dann bereits lange auf dem Balkon für den ersten Kaffee am Morgen, hab dann eine online-Pilates-Stunde gebucht und auch wahrgenommen….und nun sitze ich wieder auf dem Balkon und frühstücke ganz gemütlich.

Die Trainerin beim Pilates ist echt klasse und ich fühle mich jetzt erfrischt, obwohl meine Muskel während des Trainings immer wieder vor Anstrengung anfingen zu zittern…und nun überlege ich ganz in Ruhe was ich mit meinem Tag anfangen werde….also gleich nach dem Frühstück….also sobald ich es schaffe mich vom Balkon wegzubewegen…also ähm…später

ich wünsche Euch einen schönen entspannten Samstag

kleine Erinnerungen

Gestern auf dem Weg nach Hause kam im Radio der Hinweis, das es bald wieder eine Stunde gibt, in dem Musik nach einem bestimmten Motto gespielt werden soll und es kam der Aufruf seine Lieblings-Motivations-Musik bei dem Sender zu melden. Also alles, was einen motiviert, in Bewegung bringt – also auch beim Putzen usw.

Und auf einmal fiel mir MEIN Motivations-Song wieder ein…der ist uralt – zu dem Song hab ich früher, gegen Ende der 1980er Jahre, tatsächlich meine Wohnung geputzt und bin dabei durch die Wohnung gewirbelt: Joan Jett & the Blackhearts, I Love Rock ‚n‚ Roll. Diese Version kam bereits 1981 raus.

Die Musik laut aufgedreht (es gab damals noch keine kabellosen Kopfhörer oder zumindest noch keine für den Massenmarkt….und ich wollte die Musik ja in jedem Raum hören) und noch lauter mitgesungen….hahahaha …. das war in meiner ersten eigenen Wohnung, zusammen mit meinem damaligen Mann.

Über Jahre hat mich dieser Song und auch andere natürlich, bei meiner Hausarbeit begleitet. Und obwohl wir eine Highend-Musikanlage mit riesigen Boxen im Wohnzimmer hatten, hab ich das Teil so gut, wie nie benutzt. Dafür hatte ich meinen Kassettenrekorder.

Die Musikanlage war der ganze Stolz und das Heiligtum meines Mannes: Anstatt normale gekaufte Boxen, hingen bei uns riesige selbstgebaute an den Wänden und standen auf dem Boden. Jedes eingebaute Teil ein besonderes Stück und zusammen etwas „ganz Besonderes“…na ja im Wohnzimmer waren es insgesamt 6 Stück und dazu der riesige Schrank in dem die gesamte Musikanlage und die Plattensammlung untergebracht waren. Platz für einen normalen Wohnzimmerschrank blieb in dem Raum nicht. Es war auch eher ein Spielzimmer für einen erwachsenen Mann. Beim Schlafzimmer und auch in der Küche hab ich mich gegen zu große Boxen erfolgreich zur Wehr gesetzt…es gab dort jeweils nur 2 in normaler Größe.

Mein Ex-Mann war ein ganz Ruhiger, aber etwas nerdig…ein eigenbrödlerischer Kindskopf mit einem enorm geschulten Gehör. Er hatte mir zwar nicht verboten die Musikanlage zu benutzen, aber das Ganze sah eher nach dem Cockpit eines Raumschiffs aus und ich konnte mir nicht wirklich merken, was ich in welcher Reihenfolge an- oder ausschalten musste und wie ich was einstellen sollte und jedes Mal wenn ich die Nadel sanft auf die Platte niederließ, verzog er schmerzhaft das Gesicht….es quälte ihn…also hab ich es lieber gelassen. Die Dinger waren damals auch echt teuer.

und lustig….jetzt hab ich den Song wieder im Ohr und summe (LEISE) vor mich hin …..

Zufrieden ins Wochenende

Mein Bürotag war heute sehr ruhig….kein Wunder die meisten haben sich mit einem Brückentag in das verlängerte Wochenende verzogen.

Es gab heute nur 2 nennenswerte Dinge:

  1. ich habe meinen Arbeitsrückstand durch die vielen freien Tage (Urlaub +Feiertage) nun endgültig wieder aufgeholt, denn ich bin schon bei den Vorarbeiten für das nächste Quartalsende angekommen und das ist SUPER früh….aber ich habe aus den letzten Abschlüssen noch einiges dazu gelernt….jetzt heißt es: dran bleiben.
  2. Und gegen Mittag erhielten der Controller und ich eine e-Mail indem der 3.Kollege aus unserem Team seine Kündigung mitteilte. Er wird das Unternehmen Ende Juli verlassen.

Das der Zuarbeiter des Controllers geht, ist mir persönlich relativ egal….aber für den Controller tut es mir leid…jetzt fängt die Suche von Vorne an und ich hoffe die finden Jemanden, der besser arbeitet und etwas kollegialer ist. Der Zuarbeiter ist der Kollege der meinte, ich müsse doch gar nicht informiert werden, wenn er für 3 Monte in Elternzeit geht…seitdem ist er für mich eh kein Kollege mehr.

Und heute Abend ist es hier zuhause so wunderbar ruhig….das ich mich von meinem Balkonplatz überhaupt nicht weg bewegen mag….Vorhin habe ich noch ein paar größere Rankgitter gekauft…da werde ich Morgen mal schauen, wie ich die am Besten anbringe, damit die schnellwachsende Pflanze an der offenen Balkonseite sich optimal weiter schlängeln kann und mir einen schönen Sichtschutz bietet.

Fahrradsaison – ich bin dabei

Ich weiß nicht warum es in jedem Jahr so ein „Drama“ ist, mein Fahrrad für die 1. Tour im Jahr vorzubereiten….schon seit Wochen möchte ich endlich wieder in den Sattel, das Rad steht in der Tiefgarage…warum brauche ich dann so lange, um es tatsächlich zu tun?

Sooo, gestern nun hab ich das Rad vor die Haustür gebracht, es vom Staub befreit, die Kette geölt und die Reifen aufgepumpt…und dann ging es auch schon los. na endlich.

Und es ist genau wie in jedem Jahr: kaum sitze ich im Sattel und trete in die Pedale fange ich an zu grinsen und freue mich über die Bewegung und über einen wieder größer werdenden Radius für meine Touren…meine kleinen Freiheiten.

Nur mein Tacho wollte nicht mitspielen…die Batterie an der Sendeinheit scheint leer zu sein, denn das Empfangsteil am Lenker zeigt immerhin noch die Uhrzeit an.

Aber auch ohne Tachoanzeige merkte ich, wie kraftvoll ich ein für mich hohes Tempo doch relativ lange aufrechthalten konnte. Die vielen Kniebeugen zur Kräftigung der Oberschenkel-Muskulatur im Winter, scheinen echt zu wirken. Letztlich bin ich nur in einem weiten Bogen um das Himmelmoor herum gefahren und hab jede Minute dabei genossen.

Eine ganze Weile hatte ich sogar einen Mitfahrer in meinem Windschatten….der wollte einfach nicht überholen…was ich nicht so schön fand….irgendwann hab ich dann eine kleine Pause gemacht…so musste er an mir vorbeiziehen und anschließend bin ich dann ohne „Verfolger“ weiter gefahren. Es war schon ein komisches Gefühl, deshalb hab ich angehalten.

Das waren dann (lt. meines Fitness-Trackers) nur gute 18km…das soll für die erste Fahrt reichen…mein Hintern muss sich ja erst wieder an den Sattel gewöhnen und als ich das Rad wieder zuhause abstellte, hatte ich auch keinerlei Probleme. Somit kann ich am kommenden Wochenende gleich wieder fahren.

Kaum zu glauben, das mein Rad inzwischen schon fast 18 Jahre alt ist…jaaa es kommt langsam in die Jahre, aber es fährt sich immer noch sehr gut und ich hänge an meinem Rad.

Als unsere Firma mit den Jobrädern anfing und es allen Mitarbeitern anbot, hab ich nur einen kleinen Augenblick überlegt, aber nein – noch brauche ich kein Neues und ein 2. brauche ich erst Recht nicht.

Dafür hab ich dann am Abend auf meine Walkingrunde verzichtet…zusammen mit dem Wäschebügeln, Wohnung putzen, Kochen und ein paar Bodenübungen war das eindeutig genug an Bewegung.

Kostbare ruhige Momente

Da hatte ich doch tatsächlich diesen Feiertag heute (Christi Himmelfahrt) regelrecht vergessen…Dienstag fragte ich per Teams bei meiner brandenburgischen Kollegin, ob wir diesen Donnerstag mal wieder telefonieren wollen (sie arbeitet ja nur Di und Do für unsere Firma)….und da hat sie mich auf lustige Art daran erinnert, das das ein Feiertag ist… OHHH – ja…den hatte ich irgendwie gar nicht auf dem Schirm.

Ich hatte mir also für dieses (für mich) unerwartete Geschenk eines weiteren Feiertages, vorgenommen, mal wieder in Richtung Pietzmoor zu fahren…. das liegt bei Schneverdingen / Niedersachsen…aber ich wollte endlich mal auf der anderen Seite des Moores die Wege erkunden…die, die eher abseits liegen und wahrscheinlich nicht so von Menschenmassen belagert werden.

Noch im Bett liegend, es war noch lange keine 8 Uhr, hörte ich jedoch schon wieder das Gekreische und Weinen unter mir….bei meinen Nachbarn wurden also auch heute morgen schon ganz früh die 3 kleinen Enkelkinder geparkt…na super.

Aber bei den gerade mal 14 Grad draußen, hoffte ich auf ein paar ruhige Minuten auf dem Balkon….vorsichtshalber hab ich schon mal die Kopfhörer aufgesetzt….aber tatsächlich war es wenigstens 1/2 Stunde ruhig…dann musste einer der Hunde mal und die Kinder gingen mit raus…die Oma versucht lautstark den Hund zu erziehen, das kleinste Enkelkind (ca. 2 Jahre) weint und kreischt und beruhigt sich nur mal für eine Minute, bevor es wieder von vorne los geht…die beiden anderen Enkelkinder (ca. 4 Jahre) plappern laut und unermüdlich alleine, miteinander, mit der Oma und versuchen das Getöse ihrer weinenden Cousine zu überlagern….Es ist noch nicht einmal 9 Uhr und ich gebe entnervt auf und verziehe mich vom Balkon….das kann ja heiter werden – also plane ich meine „Flucht“.

Während ich mich also für einen Ausflug vorbereite, merke ich auf einmal, das es still draußen ist…..also super still und nicht nur draußen, sondern auch in der Wohnung unter mir. Ich nehme die Kopfhörer also wieder runter und sitze jetzt schon seit mehr als 1 Stunde auf dem Balkon….ohhhhhhhhh wie schön – das ist super entspannend ….denn überhaupt ist es, bis auf die normalen Geräusche die es immer mal wieder gibt, sehr ruhig….und jetzt – jetzt ist es wieder mein kleiner Kokon – mein Rückzugsgebiet.

Da ich nicht weiß, wie lange mir dieses „Glück“ heute gegönnt wird…hab ich mich spontan umentschieden und bleibe erst einmal auf dem Balkon. Ich muss die Zeit einfach nutzen…sie ist kurz – also kostbar.

Und während ich das hier schreibe, sind die Nachbarn + Enkelkinder + Hunde, auch schon wieder da….und schon wieder geht es sofort lautstark rund…und während die auf ihrer Terrasse ihr Mittagessen vorbereiten, beende ich meinen Beitrag und werde mich mal um mein Fahrrad kümmern…so eine kleine Radtour könnte mir jetzt gefallen.

Meinen eigentlich geplanten Ausflug nach Niedersachsen hab ich jetzt auf Sonntag verlegt….denn da droht ja weiteres Ungemach: Der jährlich wiederkehrende Muttertag! Ein Tag der mir ohnehin nicht liegt und ich kann mir gut vorstellen, was dann hier im Haus los sein wird.

Ruhig durch die Woche

Die Woche plätschert unauffällig vor sich hin…letzten Freitag hatte ich ein Online-Meeting mit meinem Chef und er hat versprochen, sich nun endlich um mein dringendstes Thema zu kümmern…das hatte er allerdings bereits im Dezember auch schon gesagt…und nichts ist passiert. Vor ein paar Wochen hatte ich noch einmal eine Mail an die noch höheren Entscheidungsträger und meinen Chef geschrieben und dringend um Klärung gebeten.

Denn nun wird die Zeit knapp…spätestens Ende Juni wird mein Chef das Unternehmen verlassen. Er hat mir erzählt, das es schulische Probleme mit einem seiner Söhne gibt…er hat 3 Kinder unter 10 Jahren…und um sich besser um Frau und Kinder zu kümmern und da dieser eine Sohn auch die Schule wechseln muss, haben sie sich jetzt entschieden, wieder nach Kopenhagen zu ziehen…und das ist nun einmal zu weit weg von der Firmenzentrale, denn in seiner Position muss er eben oft Vorort sein.

Ich verstehe seine Beweggründe und finde sie auch richtig….aber gefallen tut mir sein Weggang trotzdem nicht.

Nächste Woche fahre ich mit dem Controller für 2 Tage in die Zentrale….wir haben uns für die „kurze“ Variante mit nur einer Übernachtung entschieden. Also Dienstag ganz früh geht es los und Mittwoch kommen wir am Abend bereits zurück. Wenn man die Fahrtzeit abzieht, bleibt ca. 1 Arbeitstag übrig…aber das ist für mich ausreichend.

Mein Chef hat für das noch ausstehende (und letzte) jährliche Beurteilungsgespräch zugestimmt, das wir uns in der Zentrale treffen. Der Controller hat sein Gespräch „anders“ gelöst….er führt das bereits mit dem deutschen GF. Trotzdem kommt er mit…er möchte noch ein paar Kollegen sprechen.

Dieses ruhige und konzentrierte Arbeiten in dieser Woche, macht mich sehr zufrieden und gibt mir auch viel Freude.

Ich habe auch privat ungewohnt viel ungestörte Zeit, weil meine Schwester genau das gemacht hat, was ich mir schon gedacht habe…sie meldet sich jetzt gaaar nicht mehr. Sie kennt eben nur Extreme. ganz oder gar nicht – dazwischen scheint nichts anderes möglich zu sein. Ich hatte ihr per Whatsapp ein schönes Wochenende gewünscht und auch eine Rückmeldung bekommen….ansonsten herrscht Funkstille.

Auf der einen Seite macht mir das zwar ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, das es sie eigentlich etwas ganz anderes möchte und sich nun verletzt und angegriffen fühlt,…andererseits ist es für mich so entspannend und ich werde jetzt erst einmal nichts weiter unternehmen, sondern abwarten.

Ich mache das, was ich immer gerne mache: Ich genieße meine Zeit zuhause, walke fast täglich meine 4-5 km, jetzt wieder etwas später am Abend so gegen 21.30…dann ist es kühler und ruhiger draußen und manchmal gibt es schön Sonnenuntergänge zu beobachten:

Mit viel Elan hab ich mich in den letzten Wochen um meinen Balkon gekümmert….fast alle Pflanzen haben den Winter gutüberstanden und überall grünt es.

Mit 3 weiteren schlanken, aber höheren Grünpflanzen und Pflanzgitter arbeite ich weiter an meinem grünen Kokon auf dem Balkon…und sogar die Clematis blüht schon wieder…die steht aber auch gut geschützt und überdacht vor meinem Wohnzimmerfenster:

Hab gestern mit dem Rentner aus Hessen gesprochen. Wir telefonieren aktuell so im 2-Wochen Rhythmus und es war wieder einmal sehr lustig…den Beiden geht es gut und im Juni fahren sie für 10 Tage an die Ostsee….wir werden uns dann einen Tag treffen…ich hab Lübeck als Treffpunkt vorgeschlagen, dann brauchen die Beiden nur ca. 20 Minuten zu fahren und ich etwas mehr als 1 Stunde.

Immerhin ist er schon 70 und sie kurz davor….aber sie sind Beide so jung in ihrem Wesen, so agil, witzig und voller Tatendrang….so ganz ohne Jammern, und das trotz körperlicher Probleme.

Wir reden auch über Krankheiten, Zipperlein, Tod, Politik, Kinder, Sport, Soziologie, über seelische Wunden und über Früher…über neue Ängste und übers Wandern, über ehemalige Kollegen und über Buchhaltung. Er war – genau wie ich es ja noch bin, mit viel Leidenschaft Bilanzbuchhalter…er versteht wovon ich spreche, versteht meine beruflichen Probleme und mein ungläubiges Kopfschütteln über gewisse Vorgehensweisen und Aktionen in der Firma…wir denken in Vielen Dingen ganz ähnlich.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Feiertag heute