ein merkwürdiger Traum – Schlafparalyse

Träume können manchmal etwas verstörend sein…und bei meinen Träumen geht es dabei nicht um Monster oder ähnlichem…meine unangenehmen Träume sind eher die, wo mein Traum-Ich und mein Waches-Ich aufeinander treffen…früher waren das die Träume, in denen ich wusste, wenn ich mich jetzt nicht sofort aus dem Traum befreie, dann ersticke ich.

Also diese Zwischenform von einem Klartraum (bei dem man die Handlung des Traums beeinflussen kann) und dem wachen Bewusstsein, das man seinen Körper im Schlaf nicht bewegen kann, man nennt es auch Schlafparalyse oder „inkomplettes Aufwachen aus dem REM-Schlaf“… und das kann echt gruselig sein.

In den letzten 5 Jahren hatte ich solche Träume überhaupt nicht mehr…heute nach dem Aufwachen um 5.30 Uhr bin ich wieder eingeschlafen und hatte diesen Traum.

Mein Traum-ICH war in einem Hotel und wollte Duschen…musste durch mehrere Etagen, um nach einer freien Dusche zu suchen, während ich gleichzeitig darüber grübelte, warum ich das musste…denn jedes Hotelzimmer hatte ein eigenes Bad.

Dann fand mein Traum-ICH eine freie Dusche…es war ein großer Raum…und während das Wasser lief, veränderte sich der Duschkopf in einen riesigen, breiten Körper, der mich mehr und mehr runterdrückte und mein Traum-Ich versuchte sich dagegen zu wehren, konnte meinen Körper aber nur eingeschränkt benutzen…weil der einfach bewegungslos war.

Mein Traum-ICH fing an, mein Reales-ICH zu aktivieren…es sprach zu mir: wach auf und hilf mir hierbei. Du musst Dich bewegen und ich dachte nur…aber ich bin doch wach…warum kann ich mich nicht bewegen, nicht einmal die Augen öffnen? Mein Traum-ICH versuchte sich gegen den riesigen Duschkopf-Körper entgegenzustemmen und gleichzeitig eines meiner Augen zu öffnen…aber es ging nicht…mein Reales-ICH versuchte auf der anderen Seite, von selbst die Augen zu öffnen und meinen Körper zu bewegen, denn der Druck von dem „Riesigen Duschkopf“ auf meinen Körper wurde sehr stark.

Dann wachte ich wirklich auf…mein Mund war trocken und meine Zunge klebte am Gaumen…ich hatte unglaublichen Durst….ich lag noch lange im Bett, bis sich Atem und Puls wieder beruhigt hatten.

Ich hatte hier zwar nicht den Eindruck zu ersticken, wie früher in meinen Träumen, aber der Druck auf meinen Körper fühlte sich auch im Nachhinein noch bedrohlich an. In meinen früheren Erstickungs-Träumen hab ich immer ziemlich klar gewusst: wenn ich es schaffe nur einen kleinen Finger zu bewegen oder ein Auge zu öffnen…dann kann ich wieder atmen…und wurde ich dann richtig wach und dann war alles wieder normal.

In der Traumphase werden die Bewegungssignale vom Gehirn, nicht an den Körper weiter geleitet, das hat uns in früheren Zeiten davor bewahrt Nachts vom Baum zu fallen und vom Zäbelzahn-Tiger gefressen zu werden. Wir leben unsere Träume deshalb nicht körperlich aus…sondern nur die Augen bewegen sich im REM-Schlaf: (REM: Rapid Eye Movement)

Schlaflähmung, Schlafstarre oder Hexendrücken – es gibt verschiedene Worte für ein sehr beängstigendes, aber harmloses Phänomen: die Schlafparalyse. Betroffene wachen nachts auf und können sich nicht bewegen oder haben kurz vor dem Einschlafen das Gefühl, gelähmt zu sein. So unheimlich das auch klingt: Die Schlafstörung ist nicht gefährlich. Trotzdem kann sie ein wahrer Albtraum sein.

….Im REM-Schlaf ist also der Muskeltonus gehemmt, um dich vor dem schmerzhaften Fall aus dem Bett zu bewahren. Bewegungen sind somit unmöglich. Die Lähmung ist deshalb eine reine Schutzfunktion und völlig normal. Beunruhigend wird sie erst, wenn du zu früh aus deinem Traum aufwachst und noch vor deinem Körper zurück in den Wachzustand gleitest. Dann überholt dein Gehirn sozusagen deinen Körper und du bekommt die Schlaflähmung bei vollem Bewusstsein mit.

https://blackroll.com/de/artikel/schlafparalyse

Entspannung in Soltau

Den Sonntagnachmittag, nach dem Einchecken im Hotel, verbrachten wir dann mit einem Rundgang durch Soltau und Umgebung. Es war verkaufsoffener Sonntag und eine Art Jahrmarkt…Abends gab es dann im Restaurant „Jeton`s“ ein ausgezeichnetes Nudelgericht mit Steinpilzen und Lamm.

Den Montag haben wir fast den ganzen Tag in der Soltau Therme verbracht…Morgens um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein war das Dach über dem Schwimmbecken geöffnet und wir zogen ein paar Bahnen…später sind wir dann in den Saunabereich gewechselt und nach dem Mittag ging es in das Solebad. Schade das in der Salzgrotte und auch im Gradierwerk die Luft gar nicht mehr salzhaltig war….ich habe beim Einatmen keinen Effekt gespürt…das kenne ich aus Bad Sassendorf in NRW ganz anders.

Das Solebad hatte 35Grad warme Wasser mit einem Salzgehalt von 3% war echte klasse, hier konnte man die Sole riechen und auf der Haut fühlen und auf den Lippen schmecken…und da es relativ leer war, hab ich mich oft einfach auf das Wasser gelegt und mich treiben lassen, ohne unter zu gehen. DAS ist soo entspannend, einfach herrlich.

Natürlich waren diese beiden Tage nicht ganz so unbeschwert, wie frühere Exkursionen, weil der rosa Elefant immer noch irgendwie im Raum stand…aber immerhin war es besser, als ich es befürchtet hatte. Immerhin hatten wir Beide nichts dagegen, die Abende früh zu beenden und in unsere Hotelzimmer zu gehen. So konnte jeder den restlichen Abend nach den eigenen Bedürfnissen verbringen.

Das Hotel war jetzt nicht so der Hit…es wird nämlich gerade umgebaut…aber immerhin waren unsere Zimmer sauber und bereits renoviert, mit neuen Möbeln und guten Betten und die Hotel-Mitarbeiter waren nett. Aber das Ganze drumherum war etwas düster, außen herum stand das Baugerüst und im Treppenhaus roch es modrig und sah auch nach einem Wasserschaden aus (tagelang herumliegende dreckige Bodenwischtücher). Also im Internet sah es einladender aus. Aber für 2 Nächte war es akzeptabel.

Dienstagmittag hatte meine Schwester, als Dankeschön für diesen Urlaub, uns jeweils 1 Stunde Massage in der Stadt gebucht. Das war dann ein schöner Abschluss für unseren Kurzurlaub, bevor es wieder die ca. 100km bis zu mir nach Hause ging und meine Schwester dann im Anschluss noch die restlichen 140km bis nach Flensburg weiterfuhr.

In der nächsten Zeit werde ich erst einmal auf weitere Familien-Ausflüge verzichten…aber ich habe beschlossen, öfter mal wieder Schwimmen zu gehen….das Schwimmen hat mir gut getan und gut gefallen.

Musste mir allerdings für diesen Urlaub zähneknirschend einen neuen Badeanzug kaufen, weil ich in den Alten nicht mehr reinpasse – grummel….meine Körpermitte braucht jetzt etwas mehr Stoff…ich muss beim Sport meinen Fokus wieder mehr auf Bauch und Rück-Übungen legen und weniger auf Beweglichkeit durch Dehnung.

Auch Beine und Oberkörper bekommen genügend Aufmerksamkeit….und die Ausdauer ist eh wieder gut….aber ich hab die Mitte meines Körpers wohl etwas vernachlässigt.

Evtl. liegt es auch an den Betablockern, denn eigentlich ernähre ich mich ja sehr bewusst bewege mich auch ausreichend. Das Gewicht ist langsam etwas hoch gegangen und hat sich dann auf dem Niveau wieder eingependelt….obwohl ich nichts weiter verändert habe.

Im Baumwipfelpark

Sonntagvormittag ging es, nach dem Frühstück, los in Richtung Lüneburger Heide….bevor wir nachmittags im Hotel in Soltau einchecken konnten, war unser 1. Ausflugsziel der Baumwipfelpfad „Heide Himmel“ in Hanstedt und dem angrenzenden Wildtierpark.

Der Baumwipfelpfad wurde erst 2019 eröffnet, ist 700 Meter lang, barrierefrei, und mündet auf einem Aussichtsturm, die restlichen Meter, um auf die Aussichtsplattform in 40Metern Höhe zu gelangen, kann man über eine Außentreppe oder den Aufzug erreichen.

Das ist echt sehenswert…vor allem jetzt im Frühling und bei strahlendem Wetter :

Wir hatten einen wunderbaren Blick:

Wir hatten uns für das „Kombi-Ticket“ mit dem Wildtierpark entschieden und der Wildtierpark ist riesig…und wir sind kreuz und quer gelaufen und gelaufen….haben unsere mitgebrachten Butterbrote verspeist und die Sonne genossen…zumindest bist zum Mittag.

Das schöne Wetter hatte Massen an Familien in den Park gezogen…viele mit Bollerwagen vollgefüllt mit Picknickdecken und jede Menge Schüsseln, Flaschen und Lärm. Die kamen uns in solchen Scharen entgegen, das ich schon glaubte, die müssen mit Bussen angekarrt worden sein….da waren wir schon langsam wieder auf dem Rückweg und bis wir wieder am Eingang ankamen, hatte sich die Sonne nicht nur verzogen, sondern Regen prasselte auf uns nieder….zum Glück waren wir auch für dieses Wetter gewappnet…den Kaffee haben wir dann aber doch nicht im Park getrunken…die Lokalität war etwas überlastet – das Thema unsere Zeit: zu viele Gäste, zu wenig Personal…

Das Kombiticket (Wildtierpark+Baumwipfelpark) für einen Erwachsenen liegt bei 23,50 EUR ist also nicht ganz billig, aber für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt….man kann sich den ganzen Tag darin aufhalten und auch zwischen beiden Parks hin- und her wechseln….

Der Rosa Elefant im Raum

Nach den 3 schönen Urlaubstagen in der letzten Woche, hatte ich ja noch in dieser Woche 2 weitere Urlaubstage.

Vor ca. 2 Monaten, hatte meine Schwester mal wieder einen Tiefpunkt und meinte, sie müsste mal raus von allem…als ich daraufhin meinte: sag wohin zu fahren möchtest und ich Buche etwas für Dich…wollte sie aber dann noch nicht ganz alleine weg…also gut – dann für uns Beide.

Nun jetzt war es also soweit und so ist sie Samstagabend zu mir gekommen, damit wir Sonntagmorgen gleich losfahren konnten. Wir haben Sushi bestellt und geredet. Das war auch mal wieder nötig, so ein paar Dinge aufzuklären..es waren 2 Themen: ihre Lüge und unsere Kommunikation…es war kein wirklich schöner Abend…aber das hatten wir auch nicht wirklich erwartet.

So richtig nett waren meine Aussagen wahrscheinlich für sie nicht…dafür aber klar und unmissverständlich…dachte ich zumindest…aber wie immer, jeder hört nur das aus den Worten, was er hören will…geht mir ja genauso.

Sie hat sich durch meine Worte angegriffen und verletzt gefühlt, obwohl ich sie nicht mit Vorwürfen bombardiert habe, sondern „Ich-Botschaften“-gesendet habe („Mir geht es nicht gut damit…“ „Es verletzt mich das…“) Ich habe versucht ihr, wieder einmal, zu erklären, das ich nicht ihr Partner bin, sondern ihre Schwester…und eben auch, das ich anders funktioniere, als sie…so das unsere Bedürfnisse in Sachen Kommunikation sich diametral unterscheiden.

Aber auch der Ton macht die Musik und ich war schon aufgebracht und ungeduldig, weil ich ihre offensichtliche Lüge einfach nicht mehr hinnehmen wollte – was der Stimmung an dem Abend auch nicht zuträglich war. Sie war im Verteidigungsmodus was bei ihr bedeutet, immer und immer wieder das Gleiche zu sagen…ohne wirkliche Erklärung…was ich so nicht durchgehen lassen wollte…letztlich habe ich bei dem Thema kapituliert…es bringt ja nichts…sie sagt zwar Entschuldigung und gleichzeitig auch, das es keine Lüge war.

Beim Thema Kommunikation hab ich mich klar positioniert: Ich bin da, wenn sie mich braucht, aber nach 1,5 Jahren muss der „Krisenmodus“ jetzt endlich auch mal beendet sein und es wird Zeit für etwas mehr Normalität in unserer Kommunikation.

Wenn ich mich zwischen ihren und meinen Bedürfnissen entscheiden muss, dann muss ich natürlich langfristig auf meine eigenen Bedürfnisse achten. Ich entscheide mich also eher für das, was mir gut tut (Stille, Ruhe, Rückzug), auch wenn sie etwas anderes braucht (ständige Kommunikation, Ansprache und Bestätigung). Ich entscheide mich also nicht GEGEN sie, sondern FÜR mich.

Aber mit dieser Argumentation, bin ich schon vor Jahren, bei meinem Ex-Freund gescheitert…der Unterschied kommt nicht durch…denn im Endeffekt heißt es, ich ziehe mich etwas zurück und nur das wird wahrgenommen….weil: vorher ging es ja auch…jaaa aber das tut mir eben nicht so gut, wie Dir.

Egal…der Abend war also nicht gerade entspannt lustig…aber wir haben eben geredet und ich hoffe zumindest einigermaßen klärend. Ich zumindest habe danach gut geschlafen.

Meine Schwester hat am nächsten Morgen, den vorherigen Abend mit keinem Wort erwähnt und ich hab noch einmal versucht, nach einer Nacht drüber schlafen, ein Feedback von ihr zu bekommen…aber nein, ich hätte meine Standpunkte klar gemacht und mehr gibt es aus ihrer Sicht dazu nicht zu sagen.

Und so wurden diese Themen in den folgenden Tagen beharrlich ignoriert…waren aber unterschwellig immer noch da und wurden somit zum Rosa Elefanten im Raum.

Ein Tag Zuhause

An meinen letzten Urlaubstag war ich dann zwar irgendwie müde, aber dennoch die meiste Zeit aktiv. Der Vollmond hatte mir mal wieder einen Streich gespielt…und ließ mich in der Nacht nicht gut schlafen.

Anstatt etwas „Schönes“ zu machen, hab ich den halben Tag in der Wohnung rumgewuselt….Wäsche waschen, trockene Wäsche zusammen legen, Bügeln, Kleiderschrank auf „Frühjahrs-Betrieb“ umstellen…. eine Tür an meinem Kleiderschrank neu justieren und ölen und eine Blende versetzen…das störte mich schon eine ganze Weile. Das Bett ist frisch bezogen und dem Staub hab ich mal wieder nachgejagt…quer durch die ganze Wohnung, bin mir allerdings nicht sicher wer jetzt gewonnen hat…fühlte mich aber wenigstens für einen Moment als Sieger.

Das Bad ist auch grundgereinigt und auf dem Balkon sieht es auch wieder ordentlich aus. Nur zum Fensterputzen hatte ich echt keine Lust.

Nach einer kleinen Shopping Tour und dem notwendigen Wiederauffüllen meiner Vorräte hatte ich mittags Gemüse im Backofen gegrillt – schön mit Olivenöl beträufelt .

Ein Pizzateig hatte ich Vormittags schon angesetzt, so gab es am Abend frische Pizza mit Tomatensoße und Mozzarella und belegt mit dem restlichen Grillgemüse vom Mittag.

Das klingt jetzt alles nicht nach wirklichem Urlaub…für mich war es trotz Allem ein wunderbarer Tag….ganz in Ruhe, ohne Hektik und ohne Zwang…eines hat das Andere ergeben und mir machen solche Räumaktionen immer viel Freude. Ordnung ist mir wichtig…und beruhigt meine Gedanken (wie schon öfter erwähnt: äußere Ordnung = innere Ordnung) und tut meiner Seele gut.

Ein schöner Tag

Dienstagvormittag hab ich mich für meinen Ausflug bereit gemacht….der Plan war zur „Arche Warder“ zu fahren….hier findet man auf einem riesigen Gelände Tiere, die man so nicht im Zoo sieht, alte Rassen, die es heute nur noch selten in der Nutztierhaltung gibt, wie zum Beispiel das Wollschwein oder den Poitou-Riesenesel.

Bei dem Wollschwein kringeln sich tatsächlich ganz viele kleine Locken und die Poitou-Esel finde ich einfach niedlich….sie gelten zwar nicht als die größten Esel, aber als die Schwersten (stand auf einem Schild am Gehege).

Der Tierpark Arche Warder ist ein Zoo und Landschaftspark an der Autobahn 7 in der Gemeinde Warder bei Kiel in Schleswig-Holstein. Die Arche Warder ist Europas größter Tierpark für seltene und vom Aussterben bedrohte Haus– und Nutztierrassen.[1] Auf 40 ha Parkfläche sowie 70 ha landwirtschaftlichen Pachtlandes leben etwa 1200 Tiere aus 86 Rassen[2] sowie sieben Wildtierarten (Stammformen).[3] Warder ist ein anerkannter Naturerlebnisraum in Schleswig-Holstein.[4] 2018 und 2020 wurde der Park als offizielles Projekt der UN-Dekade für biologische Vielfalt ausgezeichnet.[5]

https://de.wikipedia.org/wiki/Tierpark_Arche_Warder

Als Zoo würde ich es aber eher nicht bezeichnen, liegen die einzelnen Gehege doch alle sehr weit auseinander und es ist auch ein weitläufiger Park, durch den man einfach gemütlich schlendern kann:

Das Wetter war nur am Vormittag etwas sonnig und zog sich gegen Mittag immer weiter zu…als der Regen kam, wollte ich zum Essen ins Restaurant dort, das hatte aber ausgerechnet an diesem Tag geschlossen.. hmm blöd – davon stand nichts im Internet…auch in den umliegenden kleinen Ortschaften fand ich, außer einem Imbisswagen, nichts, was an einem Dienstagmittag geöffnet hatte und der lud nicht gerade zum Verweilen ein…und ich wurde jetzt echt hungrig….

Und so bin ich kurzerhand viel früher wieder in Richtung Hamburg gefahren, als ursprünglich geplant…und ging in das gemütliche Restaurant, wo ich vor kurzem schon einmal war: ja soooo hab ich mir mein Mittagessen für diesen Tag vorgestellt…wurde aber auch Zeit, denn es war schon fast 14 Uhr…

Den Nachmittag hab ich dann mit allerlei Dingen verbracht und gegen Abend bin ich noch eine kleine Runde durch den Ort gelaufen.

Das war ein schöner Tag und mit der Gewissheit, noch einen weiteren Urlaubstag vor mir zu haben, bin ich später am Abend, mehr als zufrieden ins Bett gefallen.

Back-Tag

Eine aufgeräumte und saubere Küche verleitet mich immer wieder, auch spontan, sofort wieder Unordnung zu machen…das geht bei mir ganz leicht, denn die Küche ist relativ klein.

Nach dem Abwasch am Vormittag, sah es so sauber aus, das ich mich entschloss, endlich mal wieder meine bewährten Haferkekse zu backen und zwar gleich die doppelte Menge und dazu noch die Mandelkekse…also insgesamt 4 Backbleche.

Beide Kekse enthalten viele Haferflocken, weniger Zucker und Butter..sind einfach und schnell zu machen. Die reinen Haferkekse sind dünn, knusprig, sehr lecker und halten lange vor…d.h. der Blutzuckerspiegel fällt nicht so schnell ab. Die Mandel-Haferflocken-Kekse sind etwas dicker und nur leicht knusprig…deshalb hab ich sie etwas länger im Ofen gelassen…was man an der Backfarbe zu erkennen kann. Auch sie sind lecker und haben dazu eine leichten Zimtgeschmack.

Ich mache es mir mit den Keksen einfach, indem ich den Teig komplett über das gesamte Backblech ausrolle und dann mit dem Pizza-Schneider in Rauten / Rechtecke vorschneide und erst nach dem Backen in Stücke breche…so verschwende ich keine Zeit mit dem Ausstechen und der Platz auf dem Backblech wird optimal genutzt…für alles Andere wäre ich auch einfach zu ungeduldig. Das macht die Kekse jetzt optisch eher rustikal…sind aber auch nicht zum verschenken gedacht und meine Kollegen kennen die so auch schon von mir und essen sie trotzdem….also bis auf einen Kollegen: dem sind sie „zu gesund“.

Und da der Ofen ja gerade heiß war, hab ich die Reste der Mandeln und das was Schrank und Obstkorb noch so zu bieten hatten, zu einem Kuchen verarbeitet…ganz ohne Rezept:

Heraus gekommen ist eine (fast) vegane Mandeltarte mit Äpfeln, Apfelmus und einer Banane.

Das der Boden quasi vegan ist, war eine notwendige Entscheidung, als ich im Kühlschrank keine Eier mehr fand…und die Butter auch nicht mehr ausreichte. Die ganzen Mandeln hab ich grob gemahlen, mit etwas Mehl, Zucker, Vanillezucker, etwas Backpulver, Margarine und einem Schuss Milch (deshalb nur FAST vegan) zu einem Teig verarbeitet, in die Springform verteilt…eine leichte Schicht Apfelmus aus dem Glas darauf gegeben, die Banane in Scheiben in der Mitte verteilt, und säuerliche Äpfel mit Schale in schmale Spalten geschnitten und auf dem gesamtem Boden verteilt. Darüber etwa Zimt und Zucker und in der Mitte noch etwas Apfelmus darüber gegeben…bei 170 Grad für 40 Minuten backen.

Der grobe Mandelboden passt prima…war aber in der Mitte etwas zu weich…beim nächsten Mal, würde ich den Apfelmus nicht bis ganz in die Mitte des Bodens verteilen…Aber lecker ist die Tarte trotzdem

Ein Streit – der mich belastet

Nun hab ich tatsächlich ein paar Tage Urlaub. Es begann mit einem ruhigen Wochenende…einem seeeehr ruhigen Wochenende…ich hab tatsächlich nicht viel gemacht und genau DAS, sehr genossen.

Mir geht es jedoch gerade seelisch nicht ganz so gut, was hauptsächlich an meiner Schwester liegt…über die Einzelheiten möchte ich gerade nicht reden…nur, das mir der Gedanke an unseren mehrtägigen Kurzurlaub gerade gar nicht behagt.

Ich habe mich vor ein paar Tagen etwas zurückgezogen, weil ich enttäuscht von ihr bin und ihr das Ganze auch erläutert habe…Sie hat meine Worte jedoch übel genommen, sich ertappt gefühlt und reagiert wie sie es immer tut: sie hat sich zwar entschuldigt, aber eher mit dem Unterton des Unverständnisses, mit Erklärungsversuchen und merkwürdigen Erläuterungen – ich erkenne es jedoch in ihrer Art alles abzustreiten und sich raus-zu-winden…also so eine Entschuldigung ist nicht echt…weil es in ihren Augen NICHTS war.. und jetzt hat sie sich erst einmal „gekränkt“ ebenfalls zurück gezogen.

Mich jedoch beschäftigt dieses Verhalten, vom nunmehr vorletzten Wochenende, schon seit vielen Tagen und nach 3-4 Tagen des Nachdenkens, hab ich es ihr dann geschrieben…zum Telefonieren war ich nicht in der Lage. Außerdem würde sie nur eines verstehen: Ablehnung …auf die Einzelheiten, die ich ihr versuche mitzuteilen, würde sie nicht hören…selbst jetzt, wo ich es schriftlich gemacht habe, merke ich, sie versteht nur das, was sie daraus hören will: Ablehnung.

Entweder man liebt sie oder man lehnt sie ab…etwas dazwischen kennt sie nicht…sie geht immer in die Extreme. Wer sagt, das nur ich einen Knacks durch unsere merkwürdige Kindheit habe, bei ihr ist ebenfalls einiges kaputt gegangen…nur sie wollte sich das nie eingestehen und hat nie wirklich versucht, es richtig zu verarbeiten.

Und all ihre unerfüllten Sehnsüchte nach Nähe und Geborgenheit in einer Familie, die ihr Mann ihr nur bedingt geben kann, versucht sie nun über ständigen Kontakt zu mir, diese Lücke zu schließen. Ich bin jedoch nicht ihr Partner, sondern ihre Schwester und ich kann und will nicht ihr Haupt-Anker sein. Dazu bin ich nicht geeignet, denn es engt mich ein und überfordert mich.

Leider sieht sie nicht, das Ihre Bedürfnisse sich nicht mit meinen Bedürfnissen decken. Sie ist, genau wie mein Ex-Freund, extrovertiert, laut – liebenswert ja, aber sie vereinnahmt einen völlig und ist dabei total unsicher. Ich bin introvertiert und hab mir mein Selbstbewusstsein mühselig im Laufe von mehr als 50 Jahren aufgebaut…ich komme mir mir wunderbar klar und liebe mein Leben, so wie ich es lebe.

Sie ist immer unsicher, braucht ständig Bestätigung und seelischen Zuspruch und kann nicht ohne diesen leben…und wirklich zufrieden und sie selbst, ist sie nur in wenigen Momenten in einem Jahr…die meiste Zeit ist das Leben für sie eine Last…während ich mir mein Leben so aufgebaut habe, das ich meistens sehr zufrieden bin und mir mein Job auch viel Freude macht.

Ja klar, in der Zeit wo es ihr mit der Herz-OP usw. schlecht ging, hatten wir täglich Kontakt…aber das war der Krisenmodus…darin bin ich gut und das war für mich auch extrem wichtig, sie in der Phase nicht allein zu lassen, als mein Schwager das einfach nicht abdecken konnte…aber jetzt, nach fast 1,5 Jahren…jetzt ist auch mal wieder gut und ich möchte wieder einen für MICH akzeptableren Kontakt.

Soo und gestern nun hab ich unseren Urlaub, auf ihren Wunsch hin, präziser geplant…gebucht ist eben gebucht, aber ich habe gerade so gar keine Lust auf diesen Urlaub…weil ich Angst habe, das er mir nicht gut tun wird.

Denn diese ganze Aktion hat mich verletzt und mich wieder in ein Tal der Stille katapultiert…ich will nicht kommunizieren, will Niemanden sehen und eigentlich möchte ich nur meine Ruhe…seelische und körperliche Ruhe. Nach den vielen Wochen der beruflichen Anspannung, brauche ich einfach wieder einmal viel Zeit für mich.

Würde ich den Urlaub aber einseitig absagen, bzw. meiner Schwester Vorschlagen statt mit mir, mit meinem Schwager zu fahren (das Hotel ist immerhin gebucht + bezahlt), würde das einem Bruch gleichkommen. Also muss ich jetzt dadurch und versuchen es in einem persönlichen Gespräch zu klären.

Sooo eigentlich wollte ich in diesem Beitrag über meinen „Back-Tag“ schreiben…aber wie schon so oft, hab ich einfach drauflos geschrieben und bin dabei bei einem ganz anderen Thema gelandet.

Von nachtaktiven Trampeltierchen und kleinen Plagegeistern

Wie schön ruhig es sich doch in meiner Wohnung lebt, seitdem die „Trampeltierchen“ über mir ausgezogen sind…es ist geradezu himmlisch ruhig – vor allem vormittags am Wochenende.

Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht und immer noch lausche ich ungläubig mit nach oben gerichtetem Blick….die neuen Nachbarn sind da…aber ich höre sie fast gar nicht.

Und schon mal überhaupt nicht, dieses unangenehme Getrampel, das ich 2,5 Jahre hatte (gut war, das sie öfter länger in Urlaub waren und die Abende oft woanders verbrachten. Dafür waren sie dann aber eben auch Zuhause nacht-aktiv)…und auch am späten Abend, wenn ich ins Bett gehe, räumt niemand mehr über mir die halbe Küche aus oder ein…oder poltert nachts über meinem Schlafzimmer, mit Koffern Schuhen oder sonstigen Dingen…unfassbar wie unterschiedlich Menschen doch leben.

Ich hatte es zum Teil immer auf die schlechte Isolierung zwischen meiner Etagendecke zum Dachgeschoss geschoben…aber das ist eben nur ein Teil …der weitaus größere Teil, war die egoistische Einstellung der Trampeltierchen, das sie alles dürfen in ihrer Wohnung, egal wann und egal wie. Das erkenne ich aber erst jetzt, durch die neuen Nachbarn über mir.

Und genau wie ich nach 2,5 Jahren immer noch jeden Tag das Gefühl liebe, an meinen eigenen Briefkasten zu gehen, freue ich mich täglich über die neue Ruhe und genieße meine Wohnung inzwischen oft – ohne Kopfhörer – aber das nur phasenweise.

Denn eine Lärmquelle hab ich ja immer noch, die unter mir…aber auch bei denen wird es langsam etwas ruhiger…der kleine Hund, den sie jetzt öfter von ihrer Familie zur Pflege haben, ist inzwischen meistens ruhig – bellt nicht mehr so oft und lang, und die kleinen Plagegeister (die 3 Enkelkinder im Alter zwischen 2-4 Jahren) werden jetzt zwar fast täglich unten abgeliefert und sind wirklich schlecht erzogen, aber schreien und kreischen nicht mehr ununterbrochen, wenn sie zu Besuch kommen…sind aber wahrlich immer noch laut genug.

Aber das gehört ja dazu und muss man auch akzeptieren…aber benennen darf ich es trotzdem, auch es mir nicht gefällt.

Quiche mit Lauch und Skyr

Was mir immer mehr Spaß macht, ist, das es tatsächlich möglich ist, leckere und einfache vegetarische Gerichte zu kochen, auch ohne zu irgendwelchen Industrie-Ersatzprodukten zu greifen…ich verzichte ja nicht freiwillig auf Fleisch, sondern reduziere meinen Fleischkonsum aus Gesundheitsgründen…aber nach einem Jahr fehlt mir fast gar nichts auf meinem Teller…und für das restliche Yummy-Gefühl hab ich ja 2x in der Woche Fleisch auf dem Speisezettel…

Angelehnt an eine „Quiche Lorraine“ hab ich eine vegetarische Quiche mit Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und grünem Spargel selber gemacht.

Bereits im letzten Jahr hatte meine Schwester eine Tarte- oder Quiche-Backform, mit Wellenrand, aus Silikon übrig und ich hab sie mal „vorsichtshalber“ mitgenommen….man weiß ja nie, wann man die mal gebrauchen kann. Silikon-Backformen hab ich sonst eigentlichen nur für Kleingebäck und war etwas skeptisch.

Nun hab ich mich, beim Blick in meinen Kühlschrank, mal wieder an die ungenutzte Form erinnert und schon war der Plan da: es Wird eine Gemüse-Quiche geben…aber in der etwas gesünderen Variante: also ohne Sahne – dafür mit Skyr und Milch, der Mürbteig mit etwas weniger Butter, dafür einem Schuss Wasser extra, und das Mehl war 50/50: Weizenmehl 550er/ Vollkornweizenmehl

Der Mürbteig-Boden ist super lecker, schön mürbe, die Gemüseauswahl perfekt und die Entscheidung für die Masse mit Eiern, Milch, Skyr und Käse zu machen, war echt ein Gewinn….ist saulecker:

Teig: 125g Weizenmehl 550er, 125g Weizenvollkornmehl, 100g kalte Butter, etwas Wasser, etwas Salz schnell zu einem Mürbeteig kneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

Gemüsefüllung: 2 Stangen Lauch, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 1/2 Bund grünen Spargel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 2 Zucchini klein schneiden und in Olivenöl mit etwas Pfeffer, Majoran und Thymian anbraten und abkühlen lassen

Soßen-Füllung: 200g Skyr (oder Quark), 3 Eier, 110ml Milch, 20ml Wasser, 100g geriebener Käse, Pfeffer aus der Mühle, Cayenne-Pfeffer und Salz mit einer Gabel zu einer zähflüssigen Masse rühren.

Den Teig zügig ausrollen und in die Quiche-Form drücken (ich hab auch die Silikonform leicht eingefettet) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, das Gemüse darauf verteilen, danach die Käsesoße und bei 170Grad für 50 Minuten im Backofen garen.

Ich war echt verwundert, wie gut sich die Silikonform anschließend vom Ergebnis lösen lief und die Quiche ist einfach lecker und unkompliziert.