Auge in Auge

Seit einiger Zeit ist mir bewusst, das ich mich auch mal wieder auf neue Menschen einlassen sollte….und da ich mich mit der Babbel Sprachlern-App gerade nicht weiter motivieren kann, hab ich schon seit längerer Zeit nach einem VHS-Kurs gesucht, der tatsächlich physisch statt findet.

Dieser Kurs startete jetzt in einem der Nebenorte, hier in der Nähe, am Mittwochabend um 18 Uhr. Wie immer, hab ich den ganzen Tag schon innerlich nach Ausreden gesucht, nicht dorthin zu gehen….hahaha…aber keine gefunden…noch 10 Minuten vor Beginn war die Fensterfront des Seminarzentrums dunkel und insgeheim hoffte ich, das der Kurs gar nicht statt findet. Es ist unfassbar, wie schwer mir das inzwischen fällt.

Das Kursbuch hatte ich mir rechtzeitig besorgt und der Kurs kostet ja auch Geld….dann sah ich ein paar Menschen, die in das dunkle Gebäude gingen und ich bin hinterher….Im Kursraum saßen schon einige in einem hell erleuchteten Raum…der ging nach Hinten raus…deshalb sah es von der Straße so verlassen aus.

Wir sind 10 Kursteilnehmer + Lehrer….und die kannten sich schon alle aus dem Kurs vom letzten Jahr…und ich wusste noch nicht, ob ich da überhaupt reinpasse. Der Lehrer ist schon sehr speziell, aber er macht es sehr locker…die Kursteilnehmer scheinen nett zu sein und mit dem Anfänger-Lernniveau kann ich gut mithalten….brauche mich nicht zu verstecken. Ich hab ja bereits einen großen Wortschatz und kann diese auch aussprechen…jetzt muss ich es nur noch schaffen aus den Worten auch ganze Sätze zu bilden… und bei so einem Präsenz-Unterricht wird man ja zum mitmachen aufgefordert….das ist gut so.

Der Kurs geht jetzt über insgesamt 12 Wochen…bin mal gespannt, ob ich das in diesem Format durchhalte. Seit dem Mittwoche bin ich wieder motiviert und meine bisher erworbenen Kenntnisse der dänischen Sprache kommen auf einmal auch wieder zum Vorschein….war vorher scheinbar durch den Stress der letzten Wochen etwas blockiert.

Vor dem Kurs saß ich also noch eine Weile im Auto, weil ich zu früh dran war…war nervös und wollte noch schnell etwas in meiner Banking-App erledigen…und dabei habe ich mich mehr als ungeschickt angestellt….hab meine privaten und beruflichen Kennwörter irgendwie durcheinander geworfen, so das letztendlich mein Zugang gesperrt wurde, beim Entsperren war ich dann auch noch zu unkonzentriert und prompt wurde mein Banking-App Zugang komplett deaktiviert. Also – DAS muss man so auch erst einmal hinbekommen.

Als letztes erschien ein Hinweis, das man mir jetzt einen neuen Aktivierung-Code per Briefpost zuschicken wird…was 1-2 Tage dauern würde. Na super.

Letztlich kam der Brief dann am Samstagnachmittag…und jetzt läuft auch wieder alles.

Das war mir mal wieder eine Lehre…also nichts mehr mit „mal eben“ so unterwegs schnell etwas erledigen zu wollen.

App noch einmal – gar nicht so leicht

Während meine berufliche Woche mal wieder erfreulich unspektakulär war, war es drumherum etwas turbulenter.

Mein Arbeitgeber bietet seit Februar eine Mitgliedschaft bei einem Firmenfitness-Anbieter an…und ich hab das Angebot angenommen…wollte ja sowieso gerade zu einem anderen Fitnessstudio, hier im Ort, wechseln…leider nimmt DAS Fitnessstudio nicht an der Co-Operation teilnimmt…dafür aber 8.000 andere Anbieter – in ganz Deutschland.

Jaaa was bringt mir das, wenn ich aus so vielen Anbietern in ganz Deutschland wählen kann, wenn ich Vorort nicht wirklich viel Auswahl habe…aber ich probiere es einfach mal aus. Hamburg ist ja doch nahe.

Diese Firmenfitness funktioniert über eine App, auf der meine Mitgliedschaft bestätigt wird und ich kann mir dort, eben aus vielen verschiedenen Anbietern von Fitnessstudios, Yoga- und Meditationsstudios, Schwimmbändern und allerlei anderen Sportmöglichkeiten, dasjenige aussuchen, in das ich heute oder morgen gehen möchte, manchmal muss man vorher einen Termin machen, bei anderen geht man einfach hin und checkt über die App ein. Bei anderen muss man sich Vorort noch eine Zutrittskarte ausstellen lassen, die man einmalig extra bezahlen muss…das finde ich okay.

Im ersten Moment klingt das leicht und unkompliziert…in der Realität bedarf es sehr genauer Vorbereitungen…zumindest am Anfang. Nachdem man sich für eine Sportstätte entschieden hat, fängt der schwierigere Teil an.

Ich hab bei verschiedenen Studios in der Nähe angerufen und Niemanden erreicht…zu einem bin ich dann hin…da war niemand mehr, der mir Auskunft geben konnte, wie das funktioniert, das kann ich erst in der kommenden Woche klären.

Um dann doch endlich anzufangen, habe ich für Samstagmorgen an einem Entspannung-Yoga-Kurs ONLINE teilgenommen. Dafür musste ich mir aber erst einmal die ZOOM-App runterladen, damit ich mich mit den Zugangsdaten in den Kurs einwählen konnte….der Online-Kurs wäre ja gut gewesen, wenn meine Trampeltierchen über mir (meine Nachbarn) nicht gleichzeitig jede Menge Lärm veranstaltet hätten…aber mit den Kopfhörern konnte ich mich einigermaßen auf den Sport konzentrieren….allerdings bin ich nicht mehr ganz so beweglich, und die Übungen wurden sehr schnell hintereinander – in fließenden Bewegungen – ausgeführt….nicht jede Übung gelang mir..ich war aber trotzdem zufrieden….

Der Lärm über mir, hörte nicht auf und ich hab schon gedacht, die Räumen beim Putzen gleich die ganze Wohnung um…nun, später am Tag hab ich gemerkt, die haben die Wohnung wohl nicht um- sondern ausgeräumt…zumindest stand da ein geschlossener Anhänger auf deren Parkplatz mit jeder Menge Kleinmöbel, die darin verstaut wurden. Ob die Ausziehen? Keine Ahnung – In letzter Zeit sind die wirklich sehr umtriebig gewesen…Und als ich abends nach Hause kam, sind Beide mit dem Auto weg gefahren…Und heute hab ich noch keinen Mucks von Oben gehört….diese unglaubliche Ruhe tut meiner Seele gut.

Soo am Nachmittag bin ich dann nach Niendorf in eines der größeren Fitnessstudios gefahren, nur um mich zu erkundigen, wie das jetzt bei denen mit der Firmenfitness-Cooperation läuft…hatte auch meine Sporttasche gepackt mitgenommen..

Das Fitnessstudio liegt im Keller eines kleinen Einkaufszentrums….dort funktionierte die Fitness-App aber nicht…also musste ich mich erst in das WLAN des Fitnessstudios einwählen, dann klappte es auch mit der App, damit ich mich über einen QR-Cde anmelden konnte….der junge Mann hinter dem Tresen hat mir alles freundlich erklärt und gefragt ob ich ein Vorhängeschloss dabei habe. Vorhängeschloss? NEIN – davon stand nichts in der App ….okay konnte eines ausleihen, dann brauchte ich noch ein „Einlassarmband“ mit dem ich neben dem Zugang auch die Dusche und den Getränkestand aktivieren konnte. Lustig – für die Spinde sind die im Jahr 2010 stehen geblieben, alles Andere ist hypermodern. Egal ….und weil ich ja schon einmal da war, hab ich auch trainiert.

Das Fitnessstudio ist groß (für mich wichtig: das Gefühl von Weite und ausreichend Abstand zwischen den Geräten, dazu hohe Decken), moderne Geräte und sauber vor allem auch die Duschen….der Cardio-Bereich ist ausreichend bestückt…inclusive Rudergeräten und auch der Kursraum ist richtig groß…und vor der Tür gibt es jede Menge Parkplätze, die man für mehrere Stunden benutzen kann….ich war etwas mehr als 1 Stunde trainieren…aber moderat…trotzdem hab ich heute Muskelkater an einigen Stellen…aber nicht zu viel…anschließend hab ich noch die Dusche mit dem „Einlass-Armband“ ausprobiert…klappte anstandslos..

Prima, damit hab ich jetzt zumindest erst einmal ein Fitnessstudio gefunden, mit dem ich mich anfreunden kann….der Anfang ist gemacht. JAAA mit dieser Fitness-App und den weiteren Apps, die das nach sich zieht, wenn man weitere Infos zu den Fitnessstudio haben möchte, ist es jetzt nicht ganz leicht,…..aber letztlich hat es bereits zweimal geklappt und ich denke, es wird einfacher werden, wenn ich das länger mache….

Eine andere App hat mich in dieser Woche allerdings noch viel mehr beschäftigt…hatte ich mich doch aus meiner Banking-App selber ausgesperrt….und das liess sich dann nicht so leicht wieder aktivieren.

Baustellen-Chaos und ein schleichender Abschied

Nach den hektischen Wochen seit Jahresanfang, hat sich in dieser Woche wieder alles weitestgehend normalisiert. Das wurde aber auch Zeit….es bleibt viel zu tun, aber der Druck ist vom Kessel…und in dieser Woche war es ruhig und ich hab viel geschafft und mich wieder mehr mit den Kollegen Vorort unterhalten und war mittags mit zum Essen außer Haus.

Donnerstagabend hab ich mich in Hamburg mit der ehemaligen Kollegin Kim getroffen. Im Dezember hatte es ja leider nicht mehr geklappt mit unserem Weihnachtsmarkt-Besuch…aber nun waren wir im Stadtteil St.Georg bei „Frau Möller“…..eine urige Bierkneipe mit guter einfacher Hausmannskost….das Publikum ist von jung bis alt, sehr gemischt. Ich hatte Labskaus, für Kim gab es Grünkohl…beides war sehr lecker…das waren ordentliche Portionen und vernünftige Preise.

Einen Tisch für 2 Personen zu reservieren, war irgendwie nicht mehr möglich, aber wir sollten kommen: für 2 Personen würde sich wohl immer ein Tisch finden….so wurden wir an einen 6er Tisch platziert…und mit uns noch 2 weitere Personen….das war lustig und nett.

Um überhaupt bis dahin zu kommen, war es jedoch eine Odyssee…ich dachte es wäre ausreichend wenn ich um 15:15 Uhr losfahre, unsere Verabredung war um 18 Uhr….37km und 2 3/4 Stunden klingt nach massig Zeit…und genau so hatte ich geplant…ich fahre früh los, suche mir in Ruhe einen Parkplatz und schlendere dann noch ein wenig, um ein paar Blümchen zu besorgen….denn Kim hatte inzwischen ihren langjährigen Freund geheiratet.

Der Plan war gut…ging aber nicht auf. Angekommen bin ich um 18.03 Uhr – ohne Blumen und teilweise im Laufschritt.

Es scheiterte als erstes einmal daran, das ich in Quickborn überhaupt nicht auf die A7 in Richtung Hamburg kam….es ging im Schneckentempo voran, bis ich endlich nach 40 Minuten vor der gesperrten Auffahrt stand, mitten im Chaos, weil andere das gleiche Problem hatten. Davon war in den Verkehrsnachrichten gar nichts berichtet worden. Leider sind 2 meiner Schleichwege seit mehreren Wochen gesperrt und so musste ich den gleichen Weg zurück…das hat sehr lange gedauert…bin dann über die Bundesstraße 4 gefahren…das ging dann auch einigermaßen gut.

Hamburg ist für mich aktuell die Hauptstadt der Baustellen. Ich immer wieder Straßen ausweichen und es ging nur noch gaaaaaanz langsam voran…um 17:44 Uhr hatte ich dann endlich einen Parkplatz gefunden, 1.3 km vom Ziel entfernt…aber vor mir lag eine, viele Straßen-und Kreuzungen lahmlegende Riesenbaustelle…also bin ich zu Fuß weiter…aber auch so, musste ich einige Straßen weitläufig umrunden…ohne „Maps“ wäre ich wohl nie am Ziel angekommen…weil ich sooft die Richtung wechseln musste und ich war ja noch nie in dieser Gegend hier.

Ich war also um 18:03 Uhr am Eingang…aber meine ehemalige Kollegin war noch nicht da….ihr Bus kam nicht und so hat sie sich mit U-Bahn und ebenfalls zu Fuß auf den Weg gemacht…aber irgendwann sassen wir uns dann gegenüber…hatten leckeres Essen vor uns und für die nächsten Drei Stunden haben wir uns ausführlich unterhalten.

Das war lustig und schön und auch etwas traurig, wenn sie wandert jetzt wohl im April endgültig nach Shanghai aus. Ihr Mann hat seinen Dr.-Titel (ist aber kein Arzt) jetzt offiziell und ist schon dort. Sie haben also bereits eine Wohnung, er arbeitet auch schon und sie folgt ihm jetzt. Als gebürtige Hongkong-Chinesin freut sie sich darauf, nach 13 Jahren in Deutschland, wieder zurück in den asiatischen Lebensraum zu gehen….sie meinte aber, wenn sie dort ist, fällt ihr immer auf, wie Deutsch doch ihre Ansichten geworden sind.

Jetzt macht sie erst einmal 3 Wochen Urlaub mit Ihrem Mann und irgendwann so im März wollen wir uns noch einmal treffen.

Das war ein schöner Abend, wir sind später noch ein wenig durch die Straßen gelaufen, bevor wir uns in entgegengesetzte Richtungen auf den Heimweg gemacht haben. Wir den Rückweg hab ich weniger als 1 STunde gebraucht…aber da war es auch weit nach 21 Uhr…

Sonnenaufgang an der Alsterquelle

Sonnenaufgang an der Alsterquelle

Ganz früh, zum Sonnenaufgang, bin ich heute ins Alsterquellen-Tal gefahren….das liegt nur ca. 10 km entfernt.

Bei knappen 2 Grad, Windstille, mit noch gefrorenem Boden und Raureif auf den Feldern ging es für 2 Stunden durch das Alsterquellen-Tal, durch die Naturschutzgebiete: Oberalsterniederung und streifte noch das Henstedter Moor….es war sooo friedlich, still und stimmungsvoll…und Sonne gab es auch.

Herrlich diese Stimmung am Morgen…und ich fühlte mich endlich nicht mehr ganz so müde…mit frischem Kaffee und Butterbroten ausgestattet bin ich kreuz und quer gelaufen, so das es tatsächlich knappe 9.5 km waren….als ich wieder am Auto ankam.

kurzzeitig – Verstörende Sehprobleme

ich hab ja erwähnt, das ich es schon seit ein paar Tag gemerkt habe, wie meine Kräfte schwinden….Donnerstag vor einer Woche hatte ich kurzzeitig ein verstörendes Problem mit einem Auge.

Da saß ich im Homeoffice, wie immer stundenlang auf die Bildschirme starrend, als am Vormittag auf einmal mein Sehfeld am linken Augenrand anfing zu vibrieren…es steigerte sich zu einem unkontrollierbaren Wackeln, zucken und starken Vibrieren in jede Richtung und dazu zuckten nur noch dreieckige gelbe Blitze die vom linken Augenrand mehr und mehr mein Sichtfeld am linken Auge einengten. Mir wurde etwas schwindelig und übel war mir durch dieses wackeln und vibrieren auch.

Ich bin sonst nicht so ängstlich und zum Arzt gehe ich nur, wenn es unbedingt sein muss, aber das hier, das hat mir richtige Angst gemacht. Ich hab noch keinen Augenarzt hier im Ort..hab das Gesundheitszentrum in der Nähe angerufen, die auch eine Augenärztin haben und gefragt ob ich kommen kann…ja – kommen sie sofort, aber zu fuß. Kein Problem, das ist nur ca. 5 Minuten von meinem Zuhause entfernt.

Ich war noch nicht ganz aus aus der Tür, da war alles wieder normal…kein Vibrieren, keine zuckenden Blitze mehr….ich bin trotzdem zur Ärztin gegangen.. Nach kurzer Wartezeit bekam ich etwas ins Auge geträufelt und einen Sehtest. Dann hat sich die Ärztin das Auge genau angeschaut. Es ist alles in Ordnung mit dem Auge. Die Netzhaut usw. ist alles okay.

Aber sie hatte nach meiner Schilderung gleich eine Erklärung. Es war eine Migräne.

AHA !?! Migräne? die hab ich schon seit vielen Jahren nicht mehr und ich hatte doch auch gar keine Kopfschmerzen. Also wenn sie „Stress“ gesagt hätte…aber Migräne -so abwegig – fand ich.

Aber sie erklärte mir, das es auch eine „stille Migräne“ gibt, in der man eine Aura hat, aber keine Kopfschmerzen. Dabei hatte ich auch früher bei meiner Migräne noch nie etwas Vergleichbares.

Bei einer Aura kommt es zu Sehstörungen, die sich oftmals durch Blitze, Zickzack-Linien oder blendende Kreise im Sehfeld auswirken. Diese können einzeln auftreten oder sich durchs Blickfeld bewegen. Für einige Patienten erscheint eine Aura schlierenhaft, als würden sie durch eine verschmutzte Brille blicken. Andere empfinden die Sehveränderungen, als würden sie ein Spiegelbild auf einer welligen Wasseroberfläche sehen. In der Regel verbinden sich die gesehenen Strukturen zu einem sogenannten Migräneskotom, welches am Rand oft scharfe Zacken aufweist.2 Häufig fällt auch die Sehkraft teilweise oder ganz aus. Darüber hinaus klagen manche Betroffene über Schwindel, Kribbeln, Taubheitsgefühle in Armen und Beinen oder Sprachstörungen.

Typischerweise fängt einige Zeit nach der Aura der Kopfschmerz an. Bei der Migräne ohne Kopfschmerzen bleibt dieser jedoch aus.

https://www.leben-und-migraene.de/migraene/symptome/migraene-ohne-kopfschmerzen#:~:text=Die%20Migr%C3%A4ne%20ohne%20Kopfschmerzen%20(migraine,kann%20auch%20eher%20schwach%20ausfallen.

aus: Leben mit Migräne

Nun erst einmal war ich zufrieden, das es meinem Auge gut geht…und auch, das die Blitze wieder weg waren…aber es hat mich doch tiefgreifender beunruhigt…und ich habe wieder einmal den Entschluss gefasst, mich beruflich weniger unter Druck zu setzen oder setzen zu lassen…bis Ende dieses Jahres werde ich schauen, wie es sich bei uns in der Firma entwickelt und werde evtl. schon früher auf weniger Wochenstunden gehen…bzw. schon vorher etwas Arbeit abgeben.

Ein neuer 1.Geburtstag

Ein neuer 1.Geburtstag

Für den Donnerstagmittag hatte ich mir Überstunden-frei gegönnt….die Zeit in meinem Firmenkalender war als privat + abwesend geblockt und der Controller war informiert.

Meine Schwester hatte den 25.01. als den Tag auserkoren, an dem sie einen weiteren Geburtstag feiern wollte.

Es war damit ihr Erster Geburtstag nach der Herz-OP…genau genommen, nach der 2. Herz-OP. Während mein Schwager und ich eher den 19.01., den Tag der 4fach-Bypasss-OP als Tag zum Feiern ansehen, ist es für meine Schwester der Tag, wo sie die 2. OP überlebt hatte.

Sie hatte nach der geglückten OP am offenen Herzen, auf einmal Flüssigkeit im Herzbeutel und wurde im letzten Jahr am 25.01. sehr kurzfristig, ungeplant noch einmal operiert, weil sich ihr Zustand rapide verschlechterte.

Zusammen mit ihrer besten Freundin+Mann, Schwester+Schwager waren wir am Nachmittag in einem Eiscafè in Flensburg um auf diesen Tag anzustoßen…mit Kaffee, frisch gebackenen Waffeln und Eis. 

Ich hatte zuvor einen schönen großen Blumenstrauß in ihren Lieblingsfarben besorgt. Wir hatten einen tollen Nachmittag mit vielen Anekdoten und Geschichten und es war sehr lustig.

Später sind wir noch zu Dritt etwas spazieren gegangen und am Abend bin ich dann wieder nach Hause gefahren….280km waren das für diesen Tag….aber das war es allemal wert….

Draussen Sturm, drinnen Stillstand

Irgendwann, im Laufe dieser Woche, ging meine Kraft verloren….Seit genau Dienstagabend war ich einfach nur noch schlapp, müde und fühlte mich ausgelaugt. Das hat sich bereits seit ein paar Tagen bei mir angedeutet…

Mittwoch blieb ich noch im Homeoffice und es lief nicht wirklich rund. Der Sturm peitschte wie wildgeworden, um das Haus….und selbst als ich die Balkonkästen abhängte und zu den anderen am Boden stellte, reichte die Kraft des Windes aus, um fast alle geschützt stehenden Pflanzkästen umzuwehen…das hab ich allerdings erst am Nachmittag realisiert….hatte die Vorhänge im Wohnzimmer zugelassen…so fühlte es sich gemütlicher an…und mein Arbeitszimmer liegt ja auf der anderen Seite des Hauses.

Mittags fiel dann erst einmal kurzzeitig der Strom aus….kein Problem, schon kurze Zeit später war er wieder da…nur das Internet wollte danach nicht mehr….hmmm…okay, dann werde ich wohl doch noch nach Hamburg ist Büro fahren müssen….hmmm blöd irgendwie….also hab ich noch einmal den Stecker vom Router gezogen und nach ein paar Minuten wieder neu gestartet und weiter gewartet…und nach ca. 1/2 Stunde ging auch das Internet wieder. SUPER – ich kann doch weiter von hieraus arbeiten.

Aber danach war die Luft bei mir komplett raus….okay – alle restlichen Abschlüsse sind ja nun zur „Kontrolle“ bei den dänischen Kollegen und ich wartete auf die Rückmeldungen der 3 Kollegen…aber die gaben keinen Mucks von sich….Wie – was – nichts? Gar nichts?

Eine automatisierte Rückmeldung hab ich dann doch noch bis Freitag bekommen…EINE und Zwei Fragen…und für die anderen Sechs kam nichts. Okay – kann mir ja egal sein…meinen Part hab ich erledigt.

So hab ich am Mittwoch früh Feierabend gemacht und bin quasi direkt danach auf der Couch eingeschlafen…und dieses Gefühl von tiefer Müdigkeit blieb eigentlich bis Sonntagmorgen.

Gearbeitet habe ich nur so allgemeinen Kram, nichts aufregendes, nichts schwieriges…Routine eben…und das fiel mir schon schwer genug…und nach Feierabend hab ich zuhause nichts erledigt bekommen…die meiste Zeit hab ich geschlafen, bin mal ein paar Schritte vor die Tür…aber immer nur kurz. Nur am Donnerstag hab ich mich zusammen gerissen und bin zu meiner Schwester gefahren…ihr „Einjähriges“ feiern.

Abschlüsse, Abhängigkeiten und Absurditäten

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Wie schnell diese Woche mal wieder an mir vorbei gezogen ist….

Am Besten waren die Tage Dienstag bis Donnerstag, die ich konsequent im heimischen Büro verbracht habe….lange und effektive Arbeitstage…kein Glatteis- oder Schneeproblem und nur ganz wenig Ablenkung durch Telefonate oder Meetings.

Volle Konzentration auf die Abschlüsse…wenn auch mit so manchem Frust verbunde, weil die Daten, die sonst immer früh kommen, auf einmal nicht kamen und die, von denen ich es am wenigsten erwartet hätte, waren auf einmal echt früh.

So hatte ich eine Firma GERADE mit kalkulierten Werten fertig und brauchte nur noch die Mail zu schreiben um es „fertig“ zu melden – da kam, genau in dem Moment, die Mail vom externen Abrechner mit den endgültigen Werten. Seufz – na gut, tief durchatmen und noch einmal die Daten anpassen. 

Der Controller meinte sowieso, ich solle mir ruhig etwas länger Zeit lassen und auf die korrekten Abrechnungen warten….immerhin wären viele der Group-Controller in der Zentrale, gerade im Firmen-Ski-Urlaub. WHAT?  Group-Controller, das sind die Konzern-Controller, die unsere Einzelabschlüsse in den Konzernabschluss übernehmen müssen…das ist also die Abteilung, die uns den zeitlichen Druck einbrockt. Und gerade DIE sind mit in den Ski-Urlaub gefahren?

Und ich hatte mich schon gewundert, warum ich auf meine rechtzeitig abgegeben Abschlüsse so gar keine Rückmeldung erhalten habe…nun gut, es scheint jedes Jahr das gleiche Dilemma zu sein…ich muss mit meinem Chef sprechen.

Ich hab also in dieser Woche, mehr als einmal, meinem natürlichen Drang, doch eben den einen oder anderen Abschluss mit Schätzwerten abzugeben, unterdrückt und brav gewartet. Okay ich hab alles in Excel verformelt und kalkuliert und abgestimmt und brauchte jetzt nur noch auf eine Abrechnung oder eine der Zahlungen zu warten, um die tatsächlich abgerechneten Netto kWh für den Monat zu erhalten…damit kann ich dann alles andere selber berechnen und auch die daran hängenden Aufwandsrückstellungen usw.

Freitag war ich dann im Büro und bin mittags von den Mengen an eingehender Post fast erschlagen worden….unglaubliche Mengen brachte der Postbote, das meiste waren die November und Dezember-Abrechnungen der Direktvermarkter und der Netzbetreiber, die es immer noch nicht geschafft haben, auf digitales Versenden umzustellen.

Bei einem hatte ich Donnerstag angerufen und nach Kopien der November und Dezember Abrechnungen gefragt…jaaaa kein Problem, also sie würde es jetzt an eine Abteilung geben, die es noch einmal ausdruckt und per Post verschickt…so in ca. 7-10 Tagen sollte es dann bei mir ankommen. Ähmmm…ginge es nicht eben per Email? Nein – das dürfen sie nicht. Ich hab mich freundlich bei ihr bedankt und hab dann aufgelegt….fassungslos blieb ich vor meinem Laptop sitzen. Bitte motze keiner mehr über die langsame Digitalisierung von Behörden, auch Wirtschaftsunternehmen sind manchmal nicht besser organisiert.

Alle Briefumschläge aufmachen, Inhalt entfalten, sortieren und dann am Drucker für fast 3/4 Stunde eine Abrechnung nach der anderen an die zentrale Verteilstelle einscannen, natürlich sind die Abrechnungen mehrseitig. Dabei muss jede Abrechnung EINZELN gemailt werden….Allein um alle Briefumschläge im Akkord NUR zu öffnen, brauchte ich schon mehr als 10 Minuten…insgesamt hab ich fast 1,5 Stunden meiner Arbeitszeit mit der Post verbracht…aber es war ja sonst Niemand da und genau auf die Abrechnungen warten ja auch die Kollegen in Dänemark, um ihre Abschlüsse machen zu können.

Normale Unternehmen schreiben ihren Kunden Rechnungen. Daher wissen solche Unternehmen immer recht schnell, welchen Umsatz sie gemacht haben.

Das geht in unserer Branche nicht, wir sind darauf angewiesen das unsere Kunden (Direktvermarkter+ Netzbetreiber) uns Gutschriften über die eingespeisten Strommengen schicken. Steuerlich nennt man das „Abrechnungen im Gutschriftsverfahren“ im Englischen sagt man „Self-billing invoices“. Und das geht auch erst immer dann erst, wenn die offiziellen Monatsmarktwerte für Erneuerbare Energien über die Webseite „netztransparenz.DE “ bekannt gegeben werden.

Deshalb haben wir erst um den 20. eines Monats die Gewissheit, welchen Umsatz wir gemacht haben. Wie absurd ist es da zu denken, wir schaffen es irgendwann einmal reelle Jahresabschlüsse am 10. Werktag des neuen Jahres abgegeben zu können…wenn die Preise erst um den 08.01. bekannt gegeben werden und die Abrechnungen zwischen den 18.-25. Januar kommen.

Meine restlichen Abrechnungen waren zum Glück, auch mit dabei. Ich muss ja „so um den 20. Januar herum“ fertig werden…das passt…ich mache heute noch ein paar Überstunden und dann ist bist Montag hoffentlich alles erledigt…es fehlt mir nur noch ein Einziger externer Wert.

Es wird also langsam und ich bin zufrieden mit dem aktuellen Stand….und wenn ich bis Montag fertig werde, dann liege ich noch gerade so im Zeitplan, trotz der zusätzlichen Anforderungen und der ständigen Unterbrechungen. 

Und wieder habe ich etwas daraus gelernt, wie ich mich noch effizienter vorbereiten kann…und das die Veränderung so mancher zeitlichen Abläufe weitere Vorteile bringt UND das sich lohnen kann, geduldig zuwarten und den Zeitplan dadurch zwar etwas zu überreizen, aber im Endeffekt spart man dadurch Zeit.

Sonne und Schnee

Für all das trübe Wetter in den vergangenen Wochen, gab es letzten Sonntag, die sonnige Entschädigung…

Eiseskälte bei -8 Grad, festgefrorener Schnee und Sonne pur …wie wunderbar. Das Himmelmoor sah ganz verzaubert aus:

Als ich mit meiner Runde fertig war, war der Parkplatz schon voll….zum Glück war ich so früh unterwegs und konnte es richtig geniessen, das der durchweichte Boden gefroren war, darüber dann mehrere cm Schnee….mit jedem Schritt knirschte es und bei einem unbedachten Schritt, bin ich mit einem Fuß in einer Pfütze eingebrochen…aber auch ein durchnässter Schuh konnte meine gute Laune nicht trüben..

Kleine Missgeschicke

Mit dem abrupten Ende meines Arbeitstages am Freitag bin ich dann erst einmal shoppen gegangen…hab mir eine Strickjacke und einen neuen Schal gegönnt…die schönen Schuhe die mir ins Auge fielen, blieben leider im Laden…die waren nix für meine Füße.

Am Abend bin ich wieder meine Lieblings-Walkingrunde gelaufen. Bei dem Übergang vom Feldweg auf den normalen Weg, war noch alles vereist und in dem Moment wo ich noch dachte, ohh das könnte glatt werden, da lag ich auch schon auf dem Boden. Es hat mir einfach die Beine weg gerissen…aber zum Glück bin ich auf die Seite gefallen….und so hab ich mir nur den Ellenbogen leicht geprellt und die Hand etwas abgeschürft….ansonsten ist nichts passiert. Oberschenkel und Hüfte haben nicht einmal einen blauen Fleck abbekommen…

Den Rest des Abends hab ich es mir auf dem Sofa gemütlich gemacht mit Apfelpunsch (ohne Alkohohl) und einer Tüte…ähmmm…Chips. Jaaaa – auch das muss manchmal für die Seele sein ….hahahaha ohhh hat das gut geschmeckt.

Samstagnachmittag wollte ich dann noch einmal mit dem Auto los fahren…aber mein Auto wollte nicht. Nanu – das Auto ist erst 3,5 Jahre alt, war ja erst ein paar Monaten beim TÜV und in der Inspektion.

Das Auto sprang nicht an, aber die Batterie hatte Saft….nur der Motor wollte nicht…dazu eine merkwürdige Fehlermeldung: „Kraftstoffsperre nicht verfügbar“. Ich bin also zurück in die Wohnung hab hab den ADAC angerufen. Ich hatte einen netten Mitarbeiter und der meinte es kann bis zu 2 Stunden dauern, durch die aktuellen Wetterverhältnisse, haben gerade viele Probleme mit ihrem Auto.

Es hat mehr als 2 Stunden gedauert, aber irgendwann kam der Gelbe Engel dann und war ratlos…er hat den Fehler nicht gefunden und kannte auch die „Kraftstoffsperre“ nicht….Auch das Auslesen der Daten hat nur einen unspezifischen Fehler angezeigt, Batterie und Starter sind in Ordnung…tja da müssen wir wohl abschleppen…das geht aber erst am Montag.

Während der Monteur noch suchte, hab ich mal in der Bedienungsanleitung des Autos nach dem Begriff gesucht und gefunden…es gibt tatsächlich eine Kraftstoffsperre, allerdings nach einem Unfall…und den hatte ich nicht. Egal – es gab eine Reset-Möglichkeit…der Monteur versuchte es mit dem Reset, aber der Wagen sprang trotzdem nicht an…dann kam er auf die Idee, einfach mal die Batterie abzuklemmen.

Wie bei einem Computer, sei es manchmal sinnvoll, auch beim Auto einfach mal den Strom komplett weg zu nehmen…und was soll ich sagen – nach ein paar Minuten hat er die Batterie wieder angeschlossen, und ich hab den Wagen gestartet = LÄUFT.

Ich war so erleichtert und auch der Gelbe Engel war sichtlich froh, das Thema doch noch erledigt zu bekommen…es war für ihn wohl auch kein ganz so toller Tag gewesen und so freuten wir uns Beide über den kleinen Erfolg. Bin ich froh, das ich immer noch Mitglied im ADAC bin, auch wenn ich ihn tatsächlich nur alle paar Jahre benötige….aber wenn ich ihn brauche, dann ist er eben auch an einem Samstagabend da..

Warum allerdings diese Kraftstoffsperre angesprungen ist, das weiß ich nicht…ist aber auch egal – jetzt ist wieder alles i.O. und sollte das noch einmal vorkommen, weiß ich ja jetzt wie ich es resetten kann und falls da nicht reicht, kann ich die Batterie auch abklemmen. Von selber wäre ich darauf nie gekommen.