Sonntagsausflug: Wanderup – Weihnachtsdorf

Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.

Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.

Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.

Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.

Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.

Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.

Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.

Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.

Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.

Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.

Verzwickt noch mal…

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs!!)

Während in vielen Firmen bzw. Abteilungen, bereits jetzt schon die Aktivitäten, mit Blick auf das Jahresende, runter gefahren werden, steigt in meinem Job der Taktschlag merklich an. Hier „leihe“ ich mir immer den Begriff aus dem Börsenjargon: „Jahresendrally“.

Auf einmal werden alle wach…huuuch noch quasi 2 Wochen, dann ist alles vorbei, weil ab Weihnachten sowieso mit der Zentrale nichts mehr geklärt werden kann…also jetzt werden Differenzen auf den Buchungs-Konten geklärt, lange aufgeschobene Fragen werden JETZT geklärt…was dann aber meistens schon zu spät ist, um bis Jahresende eine gangbare Lösung zu finden. Neue Anweisungen kommen auch mal eben um die Ecke…jetzt ist die Zeit, um für den fast-close Jahresabschluss alles vorzubereiten.

Und ausgerechnet dann, kommen die Kollegen aus der Zentrale mit der Bitte, das ich noch intensiver die Datenübernahme für den ERP-Wechsel, der ja auch bald kommen soll, mit vorbereite…d.h. ich erkläre unsere ganz besonderen Anforderungen für Deutschland, erkläre und erkläre wie wir unsere Daten für die Umsatzsteuer-Voranmeldung aufbereiten müssen. Mit diesen Infos kann die externe IT-Firma (natürlich auch eine Dänische), das neue Buchhaltungsprogramm endsprechend unserer Bedürfnisse programmieren.

Ich hab ja schon vor fast 2 Jahren fest gestellt, das die dänischen Kollegen, für die deutschen Gesellschaften, die deutsche Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht wirklich beherrschen.

Auch der Controller hat mir hier das Feld freudig überlassen, ich hatte für „seine“ Firmen die Kodierungen überarbeitet und dann korrekt mit dem offiziellen Formular verknüpft. In dem neuen Programm, darf ich das dann nicht mehr …das wird vorher alles festgelegt und fixiert, so das Niemand mehr einfach etwas verändern kann. Es ist also ein sehr wichtiges Thema.

Die UST ist schon früher eines meiner Spezialgebiete gewesen, indem ich auch jetzt noch Vieles an aktivem Wissen habe, zumindest mehr als der durchschnittliche Buchhalter. Aber der Teil, den ich davon nicht mehr regelmäßig nutze (z.B. Dreiecksgeschäfte, Reihengeschäfte innerhalb Europas und dem Rest der Welt) der verblasst langsam…weil wir in unserem Tagesgeschäft eben keine Waren quer durch die Welt verkaufen, sondern Energie und Dienstleistungen.

Ich hatte also in dieser Woche einige Meetings mit der Zentrale, und ausgerechnet jetzt tauchen andere Probleme auf, Themen mit denen ich es in meiner langjährigen Arbeitswelt bisher so noch nicht zu tun hatte.

Verträge die nicht eindeutig sind, sich teilweise im Inhalt widersprechen und interpretiert werden müssen. Weitere Sachverhalte, die mich nur am Rande betreffen, die aber unbedingt noch geklärt und in weiteren Verträgen fixiert werden müssen, aber keiner will an diese Themen ran. Verträge sind für mich nur ein Vehikel um meine Arbeit richtig zu machen….ich selber schreibe keine Verträge, das ist nicht meine Aufgabe…ich hab alle Infos dazu zusammengestellt und mir Unterstützung aus unserer Rechtsabteilung geholt, so das die Themen jetzt an die oberen Etagen gehen können, damit es geklärt wird…..ich befürchte jedoch, das wird nichts mehr bis Ende des Jahres und ich befinde mich in einer Zwickmühle.

Hab mich jetzt entschlossen Montag, im nächsten Meeting, meinen Chef und unsere Wirtschaftsprüfer um Mithilfe zu bitten…ich brauche einfach eine zügige Klärung von ganz oben, WAS genau in solch einem Fall für ein Vorgehen gewünscht wird. Dann erst kann ich mit der Lösung, um die Ausarbeitung weiterer Verträge bitten…..das alles ist mühselig und zäh, weil alle zwar immer sagen: ja das war schon immer ungeklärt, da müsste man, da sollte man…aber es geschieht nichts…und keiner will sich dem unangenehmen Thema stellen….und ich, als ausführendes Glied am unteren Ende der Entscheidungskette, muss aber bis Ende des Jahres einen Sachverhalt verbuchen, den ich weder in EUR beziffern kann, noch weiß ich wer der Vertragspartner sein soll.

Jede Diskussion in dieser Woche hat bisher zu keinem Ergebnis geführt, weil keiner von uns die Entscheidungsgewalt hat…und die, die Entscheiden müssen, es nicht tun. Das nenne ich mal verzwickt.

Einfach großartig

Einfach großartig

Freitag, am Nachmittag hab ich mich dann regelrecht von meinem Schreibtisch wegzerren müssen….um noch rechtzeitig bei Tageslicht im nahegelegenen Himmelmoor laufen zu können, aber ich bin dadurch doch später losgekommen, als ich wollte.

…und so kam ich dann quasi „nur noch“ zum Sonnenuntergang…hab den strahlenden Sonnenschein des Tages verpasst, umso schöner war es jedoch die Stimmung der untergehenden Sonne zu geniesaen. Alles war mit Schnee überzogen und der Moorsee und die großen Moorbecken waren komplett zugegefroren.

Es war lausig kalt, windstill und nahezu menschenleer, der Boden war gefroren und der Schnee darüber knirschte unter meinen Schritten. Ich genoss jeden Atemzug…die kalte Luft tief einatmen und langsam wieder ausatmen.

Es gibt solche Momente, da bin ich mir meines Lebens so unglaublich stark bewusst….bin dankbar für all das Schöne, das in solchen Momenten steckt….das war mal wieder solch ein Moment:

Einfach großartig

Wintereinbruch und Gedächtnis-Aussetzer

Wintereinbruch und Gedächtnis-Aussetzer

Der Dauerfrost in dieser Woche und meine kleinen Vorbereitungen für die Adventszeit, machen mein Zuhause, so ur-gemütlich…so – wie ich es liebe – Draußen kalt und drinnen gemütlich…dazu dann ab Mittwoch der Schnee.

Mittwochmorgen, im ersten Schnee-Chaos in Hamburg, bin ich tatsächlich ins Büro gefahren…und habe Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt bis zur Autobahn zu kommen…ab da ging es dann besser.

Jeden Tag in dieser Woche hab ich bisher meine Walkingrunden gedreht…mal mit Schnee und Wind, mal auf rutschigem Eis (nur eine kleine Runde), mal ohne Wind, und gestern war ich sogar 2x unterwegs…einmal bei beginnendem Sonnen-Untergang und um 22 Uhr ,als eine frische Lage von ca. 5cm Schnee mich nicht mehr zuhause hielt….zu schön der Gedanke, bei Windstille und leichtem Schneefall, einfach durch den Schnee zu laufen….ohne Taschenlampe, weil der Schnee die Wege erhellte und einen Kontrast zu den dunklen Häusern und Bäumen bildete.

Meine berufliche Woche startete eigentlich ganz gut…alles lief ruhig und geordnet und ich bin schon dabei, die Vorarbeiten für die Jahresabschlüsse zu erledigen…und hab, auf Anfrage aus der Zentrale, auch einige erklärende Vor-Arbeiten übernommen, damit der kommende EDV-Wechsel (wann immer das auch sein wird) etwas reibungsloser klappen kann…vor allem bei meinem „Spezialgebiet“ mit der deutschen Umsatzsteuer.

Aber die Zusammenarbeit mit dem Controller gestaltete sich wieder einmal etwas schwierig…was mir zeigt, da läuft bei ihm gerade mal wieder etwas nicht rund…Er stellt mir eine Frage und ich beantworte sie…wir diskutieren ein paar Minuten über das Thema, weil er auf einmal die Parameter verändert und ich nachfragen muss…wie jetzt? Und dann stelle er wieder die Frage, welcher Gesellschaft er das nun in Rechnung stellen muss…ich wiederhole meine Antwort und die Begründung und nach weiteren Minuten Diskussion fragt er mich wieder: und wem soll ich das nun berechnen? Ich reagiere genervt: wovon reden wir denn die ganze Zeit, das hab ich doch jetzt schon mehrfach gesagt…es bleibt bei einer meiner Firmen weil und wegen…seufz….er reagiert patzig – ich genervt.

Und dieses sich nicht merken können, zieht sich mal wieder bei ihm durch alle Tage und alle Gespräche. Da besprechen wir, zusammen mit unserem Firmen-Syndikus ein heikles Thema…und bevor wir damit an die Zentrale gehen, müssen wir erst noch weitere Daten zusammen tragen…ich bin eigentlich nur durch Zufall zu dem Thema gekommen…aber es betrifft mich direkt, also übernehme ich den Teil, die Daten zusammenzutragen…Der Controller war die ganze Zeit mit dabei und als ich ihn nur ein paar Minuten später darum bitte, mir seine Daten dazu zu geben, fragt er mich ganz irritiert, was ich denn jetzt damit zu tun habe. Neeeeein -nicht schon wieder….Sag mal, Du warst doch dabei, als wir fest gelegt haben, das ich die Daten zusammen stelle…also er wollte die Daten lieber unserem Syndikus geben…ich bin wieder genervt und verlasse sein Büro. Das darf doch echt nicht wahr sein.

Ich schreibe ihm also eine Mail und nehme unseren Syndikus in cc, worin ich den Controller bitte mir seine Daten zu geben, damit ich diese von verschiedenen internen und externen Stellen zusammentragen kann, damit wir hoffentlich noch vor Jahresende zu einer Lösung kommen können.

Eigentlich wollte ich diesen Freitag ins Büro kommen…hab mich dann aber fürs Homeoffice entschieden…zumal der Controller auch vergessen hat, das ich seit nunmehr mehr als 1 Jahr nahezu jeden Freitag im Büro bin, weil er bisher seinen Haupt-Homeoffice-Tag immer freitags hatte, zusammen mit seinem Zuarbeiter der auch freitags im Homeoffice ist.

Seitdem er nun lieber montags ins Homeoffice geht (dann, wenn ich auch von Zuhause aus arbeite), ist er freitags im Büro…und letzte Woche meinte er: warum ich denn an einem Freitag ins Büro komme, so ungeplant. – AHA …wieso ungeplant? Ich bin doch immer da…oder wer meinst Du, hat in den letzten Monaten freitags die Post gemacht? …aus seinem Blick spricht ein einziges Fragezeichen…und dann kommt wieder nur eine patzige Antwort.

Ich reagiere auf diese merkwürdigen Aussetzer mehr und mehr genervt…er merkt wohl, das ich genervt bin, verbindet es aber nicht, mit seiner mangelnden Merkfähigkeit…also ein bisschen mache ich mir schon Sorgen, wie das bei ihm weiter geht. Fakt ist, ich kann mich bei ihm auf keine Aussagen und keine Vereinbarungen mehr verlassen. Und wenn ich in seinen „normalen“ Zeiten mal vorsichtig das Thema „Merkfähigkeit“ anschneide, dann ignoriert er es….weiß er das er ein Problem damit hat? Solche Szenen kommen ja immer öfter vor… Ich kann es leider nicht sagen…

Sonntags-Ausflug: Barker Heide

Der letzte Sonntagsauflug ging in die Barker Heide….das ist oberhalb von Hamburg und unterhalb von Bad Segeberg….ein Naturschutzgebiet auf 682 Hektar (lt. Wikipedia). Für die Anfahrt hab ich gute 40 Minuten gebraucht….aber die haben sich gelohnt.

Und hatte dabei ganz vergessen, das ich hier tatsächlich schon einmal war…Auf der Suche nach einem Ausflugsziel, hab ich es auf Maps „gefunden“ und zu meinem Ziel erklärt…..je näher ich jedoch dem Ziel kam, umso bekannter kam mir die Umgebung vor…Moment mal….hier war ich doch schon einmal….und als ich dann das Auto abstellte, wusste ich genau: hier war ich im letzten Jahr schon einmal….hatte den Namen aber komplett vergessen. Nun war ich also wieder hier:

Sonntag, das war noch vor dem Schnee…aber es gab Dauerfrost und es war mittags nahezu menschenleer….tolle 2 Stunden mit knappen 8km, bin ich hier kreuz und quer gelaufen….wunderbar diese Ruhe und Weite, dazu die klare kalte Luft und ein letztes Aufbäumen der Farben, bevor der kommende Schnee alles überdecken wird.

Was für ein schönes Nachhause kommen, nach so einem Ausflug…für den Abend hatte ich einen Putenoberkeule im Backofen, dazu Röstkartoffeln und gestovtem Rosenkohl.

Das ist die norddeutsche Variante einer Bechamelsoße …irgendwie gibt es dazu viele unterschiedliche Aussagen: die einen sagen das ist nur Milch, die zum gedünsteten Gemüse gegeben wird, andere sagen das ist eine Butter-Mehl-Soße und von da ist es nicht mehr weit zur Butter-Mehl-Milch-Sauce = Bechamel Soße.)

Egal, wie man es nennt: alles zusammen war mega-lecker und ich hatte genügend Portionen für mehrere Tage…und die Putenkeule hatte eine knusprige Kruste und saftiges Fleisch.

Morgens im Moor

Und heute ist schon wieder Samstag und ich bin am frühen Morgen ins Himmelmoor gefahren. Direkt bei Sonnenaufgang….und endlich gab es mal wieder einen richtigen Sonnenaufgang…also MIT Sonne:

Durch den Frost der letzten Nacht, waren die schlammigen Moorwege leicht gefroren….nur so konnte ich dort überhaupt laufen. Es knirschte leicht unter meinen Füßen….ansonsten hörte ich nichts außer die Rufe der Gänse, die sich weit entfernt in den hinteren Moorbecken, aufhielten….friedliche Ruhe…ich mag es so früh am Morgen hier zu sein…

Dort, wo es später auf die von Bäumen geschützten Wege geht, stand das Wasser auf den schmalen Wanderwegen und ich versuchte einigermaßen trocken dadurch zu kommen…natürlich bin ich das eine oder andere Mal etwas weg gerutscht…meine Wanderschuhe sind nun mit einer kräftigen Schicht Schlamm überzogen und für die nächsten Ausflüge, sollte ich mal mein Ersatzpaar benutzen.

Ich war knapp 1 1/2 Stunden unterwegs und anschließend bin ich noch zum Wochenmarkt gefahren….nun hab ich genügend Gemüse, Obst und Fisch für die nächsten Tage….und überlege mir auch schon, wo ich morgen hinfahren werde.

Es ist wie in jedem Jahr im Herbst: je kälter es wird – umso lieber bin ich draußen unterwegs.

Die ganze Woche in Nass

letzten Samstag, am späten Nachmittag, bin ich nach Bad Bramstedt gefahren…so kurz bevor die Sonne untergeht….obwohl es es doch schon wieder dunkel wurde….aber vorher war ich mit allem Möglichen beschäftigt und hab so die Zeit vergessen.

Der Regen der letzten Wochen, hat die Hudau stark anschwellen lassen und mein Spaziergang durch den Ort blieb auch nicht lange vom Regen verschont…. das war trotzdem ein netter kleiner Ausflug..

Sonntagvormittag ging es dann nach Bad Oldesloe…ich wollte mir endlich einmal die Stadt anschauen… bisher war ich fast nur im Moor am Standrand unterwegs. Geparkt hab ich deshalb mitten in dem Städtchen, bin aber ziemlich schnell auf den Weg entlang der Trave gestoßen, dem ich dann aus dem Ort heraus folgte….

Es war eine herrlich kalte und klare Luft…das Wetter war jedoch insgesamt trübe….und nach 1 km fing es dann schon an zu regnen….und hörte für die nächsten 1,5 Stunden auch nicht mehr auf…ich lief immer noch weiter auf dem Wanderweg entlang der Trave….an Feldern entlang und fühlte mich einfach herrlich…trotz des Regens.

Mit Mütze, Regenjacke und Handschuhen war ich gut gewappnet…aber leichtsinnigerweise hatte ich wieder einmal nur eine relativ dünne Wanderhose an…und irgendwann tropfte dann zusätzlich auch das von der Jacke ablaufende Wasser auf meine Hose…. meine Beine fühlten sich eiskalt an, während Regen und Wind zunahmen. Inzwischen hatte ich schon den Rückweg angetreten….am Ende waren es gute 8 km…davon ca. 7 km im Regen.

In den Taschen meiner Regenjacke schwamm das Wasser….Ebenso in den Außentaschen meines Wanderrucksacks…dafür blieb mein Rücken dank des Rucksacks trocken. Wieder am Auto angekommen, hab ich eine der Fleecedecken auf den Fahrersitz ausgebreitet und bin ohne Umwege nach Hause gefahren. Die anschließende Dusche war himmlisch.

Auch die nächsten Tage blieb es hier in der Gegend stürmisch, kalt und nass….und so hatte ich auf meinen Walkingrunden mal nasse Füße, mal eine durchnässte Regenjacke, mal Beides zusammen…mal troff der Regen vom Ärmel in meine Wollhandschuhe und am Freitag traff die Nässe auf meine Jeans in Höhe der Oberschenkel und sog sich dann immer weiter weiter in Richtung Knie, bis am Ende die gesamte Jeans vollkommen durchnässt war und mir das Wasser von oben in die Schuhe lief.

Und mir geht es herrlich damit….ja die Nässe ist teilweise unangenehm…aber am Ende so einer Runde dann trocken in Wohlfühlklamotten zu schlüpfen, einem heißen Apfelpunsch zu trinken und mich auf das Sofa zu kuscheln….das ist einfach unglaublich gemütlich.

Und mir geht es super, ich bin nicht erkältet und kann super schlafen.

Manchmal geht`s daneben

…zumindest farblich !

das anhaltend schlechte Wetter, nun auch noch in kalt, brachte mich auf den Gedanken, mal wieder eine Möhrensuppe zu kochen.

Also hab ich heute Mittag Möhren, Sellerie und Zwiebeln geschält und klein geschnibbelt….und weil ich gerade dabei war, hab ich auch noch die 3 lila Möhren mit verarbeitet, die ich gestern von der Firma mit nach Hause gebracht hatte. Im Büro wollte die niemand essen und sie wurden auch schon langsam „latschig“.

Beim Anbraten war die Farbe im Topf noch überwiegend orange….doch nach dem Ablöschen mit Brühe und dem anschießendem köcheln wurde die Farbe im Topf dunkler und dunkler…es wurde langsam alles lila.

Damit hab ich nicht gerechnet, also die Menge an hellen Möhren war viel größer ..das die 3 Lila Möhren derartig färben, war mir nicht bewusst. Aber die Farbe fand ich da noch lustig.

Als ich jedoch die Suppe ganz am Ende mit dem Pürierstab in einen sämigen Zustand versetzte, war ich geschockt…also das war jetzt nicht mehr lila, sondern naja….also… eher unappetitliches BRAUN mit rötlichem Schimmer !!!!!

Erst musste ich nach Luft schnappen…dann fing ich doch wieder an zu lachen….gut, das ich die Suppe nur für mich gekocht habe…also Gästen hätte ich die nicht präsentiert.

Dabei schmeckt sie ausgesprochen lecker….gute Schärfe, leichte Süße, abgerundet mit einem Schuss Essig…noch etwas stückig und absolut wärmend…nur hinschauen sollte man beim Essen lieber nicht. Also eine Suppe eher für Kerzenschein….hahaha.

Okay – ich hab gelernt das man dunkle Möhren lieber nicht pürieren sollte…die eignen sich eher für eine farbenfrohe Gemüsepfanne….

Emotions-Überschuss

Seitdem es mir wieder, auch mental, so richtig gut geht, stelle ich an mir selber fest, ich bin mal wieder in einer ziemlich emphatischen Phase…mein Herz läuft über vor Anteilnahme und so laufen mir vor Rührung schon bei der kleinsten Kleinigkeit Tränen über das Gesicht.

Der kleine Romantiker in mir, der sich normalerweise sehr gut verstecken kann, hat die Oberhand übernommen und so zerfließe ich vor Freude und Rührung bei Menschen, die sich liebevoll einander zu wenden. Aaaach wie schön, wenn sich da tatsächlich 2 Menschen finden oder gerade das erste Kind geboren wurde und die Eltern um die Wette strahlen.

Wenn mir dann die Tränen über die Wangen laufen, wundere ich mich über mich selbst, über die heftige Reaktion und manchmal finde ich es auch peinlich, weil ich befürchte, das manche Menschen denken könnten, das ich, als alleinstehende Frau, Mitte 50, darum trauere so etwas nicht zu haben oder es ihnen neide…zumindest würde ich als Außenstehende, so denken…weil die meisten Menschen sich nach so etwas sehnen.

Dabei ist es bei mir nur die Freude darüber, das es diesen Paaren so gut geht. Das ist tatsächlich nur anteilnehmende Freude – ohne Neid. Aber erklär das mal Jemandem, während es so anders aussieht. Wenn ich mich gezwungen sehe, das doch zu erklären, verstecke ich mich i.d.R. hinter „den schwankenden Hormonen in den Wechseljahren“ …also eine soziale Lüge.

Ich wollte niemals selber Kinder haben und ich habe auch kein Verlangen mehr, mich wieder neu zu binden. Aber ich freue mich unglaublich, über jedes Paar, das glücklich ist und seinen Weg gefunden hat. Das ist selten genug, in unser heutigen Zeit.

Meine Rührung betrifft dabei nicht nur echte Menschen, sondern trifft mich auch bei Filmen, Dokumentationen oder einfachen Nachrichten…ich bin extrem tränenklüdderig – aber mir geht es gut dabei….zumindest solange es keiner sieht.

Urlaubs-Kokon

Urlaubs-Kokon

Je ungemütlicher es Draußen ist, umso schöner ist es, Zuhause zu sein.

Nach meinen Ausflügen am Wochenende, hab ich mich entschlossen diese Urlaubswoche jetzt Zuhause zu verbringen. Ich finde ja immer irgendetwas, mit dem ich mich beschäftigen kann.

Das sind dann meistens so normale Dinge, wie Wäsche waschen, Kochen und Aufräumen. Und täglich morgens eine Stunde Dänisch lernen.

Aber eben auch das Suchen im Internet nach einer günstigeren KFZ-Versicherung. Meine Aktuelle hat mich über eine gehörige Preissteigerung informiert. Nach fast 5 Jahren bei derselben Versicherung hab ich mich, einen Vormittag lang, über die diversen Vergleichsportale informiert, aber tatsächlich dann eine Versicherung gefunden, die dort nicht einmal erwähnt wurde.

Die Verbraucherzentralen mahnen bei den Vergleichsportalen zur Wachsamkeit, weil gerade die Versicherungen, die ganz weit oben im Ranking stehen, dafür bezahlen genau dort zu stehen. Je weiter oben, umso eher bekommen sie den Zuschlag der Kunden. Somit ist klar, diese Portale sind nicht unabhängig und der Verbraucher sollte auch außerhalb der Portale suchen.

Meine Wahl fiel auf eine der Versicherungen, die sehr groß und bekannt ist und das auf der Homepage dort angebotene Gesamtpaket, war tatsächlich das beste Angebot für mein Fahrzeug (das Beste – nicht das Günstigste…es kommt auf die Einzelheiten im Vertrag an) und ich spare damit gut Geld für besseren Service. Viele Versicherungen in den Vergleichs-Portalen waren mir gänzlich unbekannt…da bin ich meistens skeptisch.

Also hab ich das Angebot angenommen und nach der Bestätigung durch den neuen Versicherer per Mail, hab ich dann auch sofort meine bisherige Versicherung gekündigt…das ging auch ganz unkompliziert über deren Webseite.

Also gerade bei Online-Versicherungen kann sich nun wirklich keiner mehr beschweren, das wir nicht digital genug sind…bei mir läuft hier schon seit Jahren alles sehr komfortabel über das Internet.

Und dann hab ich mich auch mal wieder online auf die Suche nach Nikolaus-Geschenken für meine Familie gemacht….seit dem letzten Jahr weiß ich, das man hochwertige Socken aus Naturfasern wie Alpaka-Wolle, Schurwolle, Baumwolle eben nicht mehr so ohne Weiteres im stationären Handel bekommt…also hab ich dieses Mal gleich das Internet bemüht.

Meine Schwester hatte erwähnt, das da bei Beiden noch Bedarf besteht…und auch ich hab, nach einem kritischen Blick in meinen Winter-Sockenvorrat, einige der fast durchgescheuerten Paare aussortiert. Ich bin also online von „Geschäft zu Geschäft“ gezogen und habe für uns wieder einmal ein Bündel verschiedenster kuscheliger Wintersocken geangelt…das hat Spaß gemacht. (Übrigens meide ich dabei solche preis-aggressiven Plattformen wie z.B. Temu). Sobald alles hier angekommen ist, werde ich die Nikolauspäckchen packen und per Post verschicken…ich denke nicht, das ich vorher noch einmal hoch fahren werde.

Ansonsten mache ich dies und das, überwinde mich dann doch immer wieder zu den Walkingrunden aufzubrechen, obwohl es kalt, nass und windig ist…aber hab mir auch 2x in dieser Woche davon frei genommen…dafür dann aber weitere Dehn- und Streckübungen gemacht, so das ich heute sogar Muskelkater habe – im Mors (Bobbes / Hintern) grins.

Tagsüber bin ich auch öfter draußen zum Einkaufen und war einen Mittag in einem China-Restaurant zum Mittagessen…aber das war echt kein Genuss….das Geld hätte ich mir sparen können. Das Restaurant ist groß und beliebt…ist immer voll…aber die Qualität des Essens hat sehr stark nachgelassen.

Als ich anschließend um den kleinen See in der Nähe gelaufen bin, fühlte sich mein Magen nicht sehr wohl…aber das hat sich dann zum Glück im Laufe des Nachmittags wieder gelegt.

Ich bin sehr zufrieden mit meinen ruhigen freien Tagen…sehr ruhig und entspannt sind die Tage…genau so, wie ich es am Liebsten mag. Keine Sorgen, keine weiteren Verpflichtungen, keine Termine….

Ich backe im Moment gerne mal verschiedene kleine Apfelkuchen…teste verschiedene Variationen mit Biskuitteig aus Weizenvollkorn- und Dinkelvollkornmehl, mische verschiedene säuerliche Apfelsorten….spare mehr Butter und Zucker ein, ersetze einen Teil der Eier durch Milch. Was geht, was macht den Teig noch fluffig genug….Hätte früher nie gedacht, das ich mal Vollkornteige als lecker empfinden könnte, auch Dinkel fand ich bisher eher schwierig….aber mittlerweile schmeckt mir das tatsächlich gut. Na klar esse ich die nicht alleine…habe einiges davon eingefroren.

Und auch ein Brotteig aus Roggenvollkornmehl und anderen Mehlsorten ruht mal wieder an einem warmen Ort, um spätestens Morgenfrüh gebacken zu werden. Vor ein paar Tagen hab ich auch mal wieder ein Kartoffelrösti gemacht.. Hab ich seit Jahren nicht gemacht, da ich das Kartoffelreiben nicht mag hahaha…aber toll ist es geworden…und meine Finger sind heile geblieben… und Heute Mittag gab es einen Reis-Gemüse-Auflauf mit viel Wirsingkohl und Rosenkohl…dazu ein Stück Kabeljaufilet aus der Pfanne….sehr lecker.