Wo sind die Staubsaugerbeutel…?

Die Ordnung in meinen Schränken funktioniert ganz gut…eigentlich!

Alles hat seinen Platz und ich halte mich auch daran…eigentlich!

Denn immerhin brauche ich diese Ordnung in der Wohnung, um mich richtig wohlzufühlen.

In der letzten Zeit kam es jedoch öfter mal vor, das ich WUSSTE es ist noch etwas da und trotzdem hab ich es nicht gefunden. Als alleiniges Haushaltsmitglied kann es ja nur an mir liegen…also entweder ich hab ein sehr schlechtes Gefühl für das, was noch da sein sollte oder wieviel ich verbraucht habe oder aber, ich hab etwas woanders hin geräumt und kann mich nicht mehr daran erinnern.

Es wurde also echt mal wieder Zeit für eine kleine private Inventur….also alle Lebensmittel, Putzmittel und Drogerieartikel raus aus den Schränken….gleich mal die Schränke mit auswischen und dann erst einmal einen neuen Überblick verschaffen.

Ich habe mir dafür echt Zeit gelassen…hatte eine sehr gut gemachte neue 3teilige Dokumentation über Tschernobyl auf die Ohren gezogen und dann ging es los mit dem Sortieren: Gleiches zu Gleichem, was bei mir in Vorratsdosen lagert neu Befüllen und Beschriften, und dann neu in die Schränke einsortieren.

Und tatsächlich hab ich die „vermissten“ Staubsaugerbeutel wiedergefunden, genauso wie die „verschwundenen“ Pfefferkörner für die Mühle….na also mein Gedächtnis funktioniert doch – wie heißt es so schön: Haus verliert nichts.

Erfreut konnte ich feststellen, das ich zum Glück nichts Überlagertes in den Schränken hatte, bis auf je ein Packung Tortenguss und Gelatine. Aber ich backe in den letzten Jahren auch echt wenig wo ich das hätte gebrauchen können. Dafür hatte ich aber tatsächlich 2x das gleiche Gewürz neu gekauft….okay…das hatte ich tatsächlich vergessen…

Das Problem war bei mir nur die Menge an Vorräten, die ich in der Küche und im Vorratsschrank im Flur aufbewahrte…normalerweise bringe ich die langfristigen Vorräte nach dem Einkaufen direkt in den Keller…aber dazu war ich in den letzten Monaten oft zu faul. Hab zwar Vorräte aus dem Keller hoch geholt…aber die Neuen nicht runter gebracht….gestern hab ich Regal dort wieder gefüllt….auch hier mit schnellem Blick gesehen, das alles noch langfristig haltbar ist. Passt!

Ich mag die Gewissheit, das ich mich auch einige Zeit versorgen kann, ohne einkaufen zu müssen…außerdem kann ich so Angebote nutzen für Lebensmittel, die ich quasi täglich brauche wie z.B. Kaffee und Dosentomaten einer guten Marke….und weil ich immer einen Grundstock davon im Vorrat habe, brauche ich auch keine Hamsterkäufe zu machen…es reicht einfach, immer wieder etwas davon nachzukaufen.

Herbst-Freude

Herbst-Freude

Die Lage nach der Sturmflut in Flensburg fängt an sich ganz langsam zu entspannen. Ich hab gelesen das der Höchststand letzte Nacht bei 2,27m über NN lag…höher als jemals zuvor.

Schwester+Schwager wohnen zum Glück nicht in Hafennähe oder der Innenstadt, sondern in Mürwik….das ist ein höher gelegener Stadtteil…aber meine Schwester hat an diesem Wochenende Dienst und als Krankenschwester im Mobilen Pflegedienst muss sie durch die gesamte Stadt zu den Patienten fahren…wir haben gestern viel kommuniziert und sie hat versprochen vorsichtig zu sein.

Mein Schwager bleibt auf jeden Fall in den nächsten Tagen zu Hause…mit seiner noch recht frischen Hüft-OP muss er sehr vorsichtig sein, darf nicht ausrutschen / fallen.

Hier bei mir, im norddeutschen Binnenland, oberhalb von Hamburg, ist dagegen alles ruhig…ja es regnet immer noch viel und die letzten Tage war es recht stürmisch…aber alles im „normalen“ Rahmen des Herbstes. Immerhin steigt die Temperatur heute mal wieder auf 9 Grad…und ich hab es mir wieder zuhause kuschelig gemacht.

Die Winter-Teesorten stehen wieder vorne, die ersten Kerzen stehen auf den Tischen, dazu die Wolldecken für die Couch…und auch besonders wichtig: meine Strickjacken und die warmen Kuschelsocken hab ich wieder hervor geholt.

Als bekennender Fan des Herbstes hab ich eine ganze Kollektion an Regenjacken in unterschiedlichsten Ausführungen – gefüttert und ungefüttert, dazu warme Sweatjacken zum darunterziehen, Wollmützen und Regenhüte. Bereit steht auch wieder die Abtropfmatten für nasse Schuhe. Ich laufe ja viel auf unbefestigten Wegen…und die Schuhe sind am Ende meistens ziemlich durchnässt….Leider kann in meinen Gummistiefeln immer noch nicht lange laufen…eigentlich schade…aber so ist es nun einmal.

Ich liebe Kälte und ja – auch Nässe macht mir nicht ganz so viel aus…außer es regnet tagelang ununterbrochen…das nervt mich dann auch irgendwann. Wind ist die einzige Komponente die mir überhaupt nicht gefällt. Aber na ja – der gehört nun einmal dazu.

Meinen Kleiderschrank hab ich letztes Wochenende bereits auf Herbstbetrieb umgestellt und die Wohnung ordentlich gewienert. Für dieses Wochenende hab ich mir vorgenommen meine Vorratsschränke neu zu sortieren und auch die Küchenschränke aufzuräumen….ich finde das ist eine perfekte Aufgabe für das ungemütliche Wetter.

Auf meinem Balkon blüht gerade das 2.Mal die Clematis…aber bald muss ich den Balkon winterfest machen:

….und später geht es dann noch raus….durch Zufall hab ich gesehen, das in dieser Woche ein neues Restaurant im Ort eröffnet hat…ich werde einfach mal hinlaufen…dann kann ich meine Abendrunde gleich mal mit einem Restaurant-Besuch verknüpfen…ich bin gespannt..

Alle Zeichen stehen wieder auf: Normalität

Alle Zeichen stehen wieder auf: Normalität

und zwar so sehr…das ich mich quasi täglich verwundert frage…wo kommt das jetzt auf einmal her…warum geht es mir schlagartig wieder RICHTIG gut…als ob es die anstrengenden und sorgenvollen 9 Monate,mit den vielen Krankheiten von Schwester, Schwager und mir, in diesem Jahr, gar nicht gegeben hätte?

Der Rentner aus Hessen hat mich, mit einem Hinweis auf eine Infosendung im WDR, in die richtige Richtung gebracht. Ja nach den vielen Infekten Ende letzten Jahres und dann noch der Corona-Infektion Anfang des Jahres war ich immer müde und kaputt, war schnell schlapp und irgendwie ging es nur sehr langsam aufwärts…dann kam der Befund mit der Ateriosklerose und nahtlos dann das kleine Ding auf meiner Lunge.

Mit den ganzen Tabletten und einer angepassten Lebensweise, um die Arterienverkalkung im Schach zu halten, klappt es seitdem prima…und mit der Gewissheit, das das Ding auf meiner Lunge kein Krebs ist, ist auch der Lungenarzt zufrieden…jetzt sagt er: okay es ist da und sollte regelmäßig überprüft werden…solange es nicht wächst, ist alles okay…das kann sogar schon seit langer Zeit da sein, nur das es früher eben nicht entdeckt wurde…war ja nur ein Zufallsbefund beim Herz-CT.

Und seitdem geht es mir prima…der seit Monaten unsichtbare Schleier von Müdigkeit und Schlappheit, der immer über mir lag, ist fort…so und jetzt noch einmal zu der Infosendung über die Psyche, die auf den Körper Einfluss nimmt…wenn alle körperlichen Ursachen ausgeschlossen wurden, kann es durchaus die Psyche gewesen sein…psychosomatische Beschwerden.

Das heißt nicht, das ich mir die Symptome eingebildet habe, sondern nur, das mir die Psyche einen Streich gespielt hat. Die Sorgen vor und nach der 4fach Bypass-OP meiner Schwester, ihre berufliche Zukunft, dann die Arbeitslosigkeit meines Schwagers, seine Hüft-OP, deren finanzielle Sorgen, dann hab ich auch noch mit gemacht mit den Krankheiten….und nun sind alle Sorgen endlich wieder fort: meiner Schwester geht es körperlich super und sie arbeitet wieder voll, mein Schwager hat die Hüft-OP gut überstanden, ist noch in der Genesung, aber es geht im gut…bei mir ist auch soweit wieder alles gut und beruflich läuft es auch wieder bei mir ruhiger und in geordneten Bahnen….und immer noch bin ich verwundert, WIE gut es mir auf einmal wieder geht.

Alle Zeichen stehen bei mir auf Normalität…ich finde meine Gelassenheit wieder, und vor allem auch die Unbeschwertheit…erfreue mich wieder an meinen Walkingrunden, hab Lust auf Unternehmungen, bin wieder viel draußen – auch bei Regen und abends wenn es kalt ist…ich finde es herrlich wie letzten Sonntagmorgen am Hamburger Elbufer entlang zu laufen…auch wenn ich anschließend komplett durchnässt bin und durchgefroren…aber es ist einfach schön…das Leben, so wie es ist.

Ich hab mich noch gar nicht bedankt für Eure Unterstützung und Anteilnahme…. DANKE schön…das hat gut getan 🍀💐

Einmal kurz den Atem angehalten- und das Leben geht weiter

Die Tage bis zum PET-CT waren lang…und gefühlt noch viel länger, war danach das Warten auf das Ergebnis. Krebs ja oder nein.

Das PET-CT selber war super okay….genau wie bei einem normalen CT…nur das dieses leicht radioaktive Mittelchen, das einem gespritzt wird, eine gute Stunde braucht, um sich im Körper zu verteilen…und ich sollte viieeel Wasser trinken…der Rest war, wie bei jedem anderen CT auch. Hahaha – Da bin ich ja im Laufe der Monate schon ziemlich routiniert geworden.

Die letzten Tage vor dieser Untersuchung fiel es mir schon schwerer gelassen zu bleiben…bzw. es kostete einiges an Kraft, die aufsteigende Angst weg zu drücken….und meine Hoffnung, das ich noch am Tag dieser Untersuchung das Ergebnis bekomme, hat man mir gleich genommen…NEIN – das wird ein paar Tage dauern.

Danach fühlte ich mich erst einmal entspannt…die Untersuchung war ja vorbei…und ich wunderte mich über meine neue Gelassenheit…immerhin hatte ich noch kein Ergebnis.

Aber der Körper kann nicht dauerhaft in Alarmstimmung bleiben…irgendwann wird auch das zu einem Teil der täglichen Routine…auch wenn ich mir immer noch täglich weiter Sorgen machte.

Dann endlich waren die Bilder online abrufbar…aber kein Befund…also mit den Aufnahmen konnte ich nichts anfangen…bin ja kein Arzt…Freitagabend endlich hab ich es erneut probiert….Aussage der Online-Plattform: es liegt ein Befund vor, der ist aber noch nicht freigegeben und wird erst am kommenden Montag freigeschaltet… Grrrrrrrr – also jetzt auch noch das ganze Wochenende weiter warten…. dieses Wochenende war tatsächlich das Schwierigste….immerhin ist es jetzt schon fast genau1 Monat her, seit der Lungenarzt mir die Überweisung zum PET-CT gegeben hat…seit fast einem Monat beschäftige ich mich mit dem Thema….und jetzt will ich einfach nur noch das Ergebnis wissen.

Gestern also – ich war im Homeoffice – hab ich mich am Vormittag noch einmal eingeloggt und den Befund gelesen. Da stand sehr viel…sehr sehr viel….aber vor jeder Aussage stand entweder ein „kein“, „nicht“ oder „unauffällig“ = Alles ist gut…was immer das Ding auf meiner Lunge auch sein mag…es ist kein Krebs.

Noch während des Lesens liefen mir die Tränen vor Erleichterung und das blieb auch minutenlang so…der Kopf hat es sofort begriffen…der Rest des Körpers hat noch eine Weile gebraucht….und dann fühlte sich mein Körper auf einmal auch wieder leicht an….erst jetzt hab ich gemerkt…wie stark angespannt ich war.

Meine kleine Welt blieb für ein paar Minuten einfach stehen und der einzige Gedanke war: hurra – ich darf weiterleben….im Nachhinein hört sich das pathetisch an…aber genau diesen einen Satz, hab ich wieder und wieder gedacht.

Erst nach gefühlten 10-15 Minuten hab ich schnell die wichtigsten Menschen in meinem Leben über das Ergebnis informiert…und dann…dann musste ich auch schon weiter arbeiten…die nächsten Quartalsabschlüsse warten schon auch mich….und schon geht das Leben weiter…

Aber seitdem spüre ich zwischendurch immer wieder ein Gefühl von unendlicher Erleichterung…und auch Dankbarkeit das ich schon das zweite Mal in diesem Jahr, so knapp dem Krankenhaus entwischt bin.

Heute ist der 3.Oktober und mein Lungen-Arzt hat sich noch nicht gemeldet, der hat in dieser Woche Urlaub. Bin mal gespannt, wie es jetzt weiter geht. Denn da ist ja immer noch etwas, was da nicht hin gehört.

Ich werde wohl in den nächsten 1-2 Wochen wenig bis gar nichts hier im Blog schreiben….im Moment fehlt mir dazu einfach die Ruhe und Geduld….

Und bei den wenigen Blogs denen ich noch folge, werde ich weiter „leise“ mitlesen, mich aber wahrscheinlich eher weniger mit einem Kommentar zu Wort melden…bitte nicht böse sein….ich komme wieder – aber jetzt brauche ich ein paar Tage, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, das ich mich nicht melde 💐🍀🥂 …ich muss mich jetzt erst einmal wieder innerlich etwas sortieren.

tolles Treffen

Nach einer weiteren guten Nacht in dem Hotel, hab ich alle meine Sachen gepackt und wieder im Auto verstaut….Heute ging es zum Frühstück zum Rentner+seiner Frau….die wohnen ca. 40km außerhalb von Frankfurt in einem kleinen Ort.

Die Beiden waren ja erst vor 2 Monaten bei mir, auf dem Rückweg vom Urlaub an der Küste…und jetzt sehen wir uns schon wieder. Das sind im Laufe der letzten Jahre richtig gute Freunde geworden und ich freute mich auf das Treffen. Wir telefonieren ja sehr regelmäßig miteinander und trotzdem gibt es immer etwas zu erzählen.

Mit den Beiden ist es so herrlich unaufgeregt, so entspannt und lustig…wir haben viel gelacht. Der Vormittag verging wie im Fluge. Gegen 14 Uhr hab ich mich dann auf den Heimweg gemacht…und dieses Mal lief die Fahrt unkompliziert und ohne Umwege, so das ich nach 5,5 Stunden wieder in meiner norddeutschen Kleinstadt ankam. Endlich wieder zuhause.

Damit hätte mein 3 Tage-Auswärts-Urlaub eigentlich enden können…den Rest der Zeit wäre ich gerne allein zuhause geblieben…das wäre definitiv besser für mich gewesen.

Leider hatte ich mich dazu hinreißen lassen, mich mit meiner Schwester zu verabreden…immerhin hat sie 3 Wochen Urlaub, einen Mann der z.Z. in der Reha ist und sie hat auch keine Mittel und auch keine innere Ruhe, jetzt alleine irgendwohin in den Urlaub zu fahren. Sie ist auch noch nie alleine in den Urlaub gefahren. Also hatte ich angeboten, ich komme sie für 1-2 Tage besuchen, und würden dann zusammen mal wieder Radfahren und auch mal wieder nach Rømø zum Schwimmen fahren.

Ruppigkeit als Konzept?

Nach dem schönen Tag mit dem Rad in Frankfurt, bin ich mit der S-Bahn zurück zum Hotel, habe mich für den Abend frisch gemacht und bin mit dem Auto zurück in die Stadt…doch es wurde nichts aus dem typisch Frankfurter Essen…was teilweise an den geschlossenen Restaurants lag (immerhin war Montag, da haben einige ihren Ruhetag), aber überwiegend an dem vorhandenen Personal.

Zuerst hab ich die Frankfurter Apfelwein-Botschaft angesteuert…da sitzt man bei schönem Wetter in einem schönen weitläufigen Apfelbaum-Garten, das Essen ist rustikal deftig und es gibt Äppelwoi und Mispelchen.

Beim Reinkommen in den Garten waren viele Tische leer…ich nahm Kontakt zu einem der herumstehenden Kellner auf und zeigte auf einen etwas abseits gelegenen 2er Tisch und meinte ich würde mich gerne dort hin setzen…aber das wollte er nicht (stand aber auch kein Reserviert Schild auf dem Tisch) und meinte patzig….ich solle mich neben ein Pärchen setzen, das sich sehr laut unterhielt und das mit offenem Mund aß….da wollte ich eher NICHT sitzen…aber der Kellner lies mir keine Wahl, jaaaa immerhin würde gleich eine große Gruppe kommen (für die waren aber am anderen Ende des Gartens bereits mehrere Tische eingedeckt…also weit weg von dem 2er Tisch)…und dann lies mich der Kellner warten, und warten, und warten…er stand da mit Anderen herum, kam aber nicht an meinen Tisch…weder auf Handzeichen, noch auf Augenkontakt hat er reagiert. Nach fast 15 Minuten bin ich dann aufgestanden und wieder gegangen.

Ich weiß ja, das in Frankfurter Apfelwein-Gaststätten die Unfreundlichkeit der Kellner Teil des Konzepts sind…diese Ruppigkeit wird geradezu kultiviert. Aber mir geht das auf die Nerven und wenn ich noch hier wohnen würde, hätte ich wahrscheinlich auch etwas gesagt…aber jetzt hat mich dieses Verhalten einfach geärgert. Hätte er mich zügig bedient…hätte er mehr Zeit für die später kommende große Gruppe. Aber er wollte mich scheinbar nicht als Kunden.

Also bin ich wieder in mein Auto gestiegen und in einen anderen Stadtteil gefahren….nach Ginnheim…auf der Fahrt machte ich mal wieder Bekanntschaft mit verstopften Straßen und ruppigen Autofahrern und es dauerte eine Weile bis ich da war, wo ich hin wollte…in Ginnheim gibt es das Restaurant „zum Adler“ und der hat einen wunderschön versteckt gelegenen Restaurant-Garten…und tolles Essen vom Balkan.

Auch hier das gleiche Bild…es war nicht voll…viele Tische waren leer, ich hab Kontakt zu einem der herumstehenden Kellner aufgenommen und der meinte, ich könne mir einen Platz aussuchen…ja prima…also hab ich – wie es meiner Natur entspricht – einen etwas abseits am Rand gelegenen Tisch genommen und hab darauf gewartet, das nun einer der vielen Kellner, die ständig ihre Blicke über die Tische gleiten liessen, mal zu mir käme. Aber es kam Niemand.

Stattdessen beobachtete ich, wie ein gerade angekommener Alleinsitzender Herr (seine Begleitung war gerade mal kurz weggegangen) von einem der älteren Kellner aufgefordert wurde, diesen mittigen Tisch freizugeben und sich an einen der freien Tische am Rand des Gartens zu setzen…er würde alleine einen großen Tisch blockieren. Dabei waren überall 4er Tische…auch der Tisch an dem ich saß.

Etwas aufgebracht setzte er sich an den Tisch hinter mir…und auch seine Begleitung war irritiert. Die Beiden hatten auch noch nichts bestellt. Aber es kam Niemand …. ich fragte also den Chef, der gerade mal ganz wichtig vorbeilief, ob ich denn bestellen könnte…Antwort: Kollege kommt gleich.

Wie gesagt, die „Kollegen“ standen mindestens zu Viert und beäugten aus der Ferne alle Tische…gingen hin, begrüßten die Leute, nahmen Bestellungen auf, brachten Essen…nur zur mir und dem Tisch hinter mir, kam niemand…Dann kam endlich ein junger Mann, brachte schon mal das Besteck…und war wieder verschwunden….und als er dann das nächste Mal kam, ging er an mir vorbei und schaute mir dabei ins Gesicht und ging zum Tisch hinter mir um deren Bestellung aufzunehmen.

Ich sagte nichts….schäumte aber innerlich….früher hätte ich etwas Unfreundliches gesagt, so aber bin ich stillschweigend aufgestanden und habe den Restaurant-Garten verlassen…ich war hungrig und wurde langsam echt wütend….mich mehr als 15 Minuten warten zu lassen und dann auch noch kalt lächelnd in der Reihenfolge zu übergehen….na danke. In solchen Sachen bin ich echt kleinlich…ich war eher dort und nur weil ich alleine da sitze, bin ich doch nicht unsichtbar.

Lust auf einen weiteren Restaurant-Besuch hatte ich nun auch nicht mehr….aber hungrig war ich trotzdem… aber jetzt noch weiter durch Frankfurt zu fahren…neeee lieber nicht…also hab ich das gemacht, was ich früher auch gerne gemacht habe…ich hab bei „Best Worscht“ angehalten für Currywurst, Pommes …und was soll ich sagen…die hat mir früher auch besser geschmeckt…aber immerhin ich hatte etwas im Magen und wurde wieder ruhiger.

Zusammen mit einer etwas merkwürdigen Begegnung in der S-Bahn am Nachmittag war ich für den Tag echt bedient. Ich bin in die S-Bahn nach Eschborn in den Wagon gestiegen, wo man die Fahrräder mit nehmen darf…2 standen schon dort, ich hab mich als 3. dahin gestellt (4 Räder sind erlaubt) schon kam eine offensichtliche Büro-Dame, Typ „Chef-Sekretärin“ und wollte unvermittelt in einem etwas ruppigen Ton wissen, bis wohin ich fahren wolle. Bitte? Jaaa sie müsse ja evtl. eher aussteigen und dann müssten wir die Plätze der Räder tauschen. Sie wurde nervös beim Sprechen…ich nannte ihr irgendeine Ortschaft (die gar nichts mit dem Weg der S-Bahn zu tun hatte) und schon kam das : ich muss früher raus..

Ich nahm also mein Rad da weg, stellte mich zusammen mit dem Rad auf die andere Seite…sie zerrte ihr Rad weg und schaute mich auffordernd an und kommandierte ich sollte mein Rad da jetzt hinstellen…ich meinte zu ihr, sie solle mich doch einfach in Ruhe lassen. Ich blieb wo ich war…denn ich hatte gar nicht vorgehabt, mein Rad alleine da stehen zu lassen…das machen die Wenigsten. Sie stieg dann an der nächsten Haltestelle auch tatsächlich aus.

Liegt es an der Hitze, liegt es an der Stadt…mein Ruhepuls stieg seit dem späten Nachmittag immer höher und irgendwie war mir in dem Moment klar…das hier ist mein letzter Besuch in Frankfurt…die Zeit ist für mich einfach vorbei. Ich brauche weder die Hektik der Stadt und solche unfreundlichen Begegnungen…ich bin in diesen Dingen dünnhäutig geworden und will einfach nur meine Ruhe…wie am Morgen beim Frühstück.

Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Es ist jetzt Mitte meiner 2. Urlaubswoche….und nächste Woche geht es wieder ans Arbeiten. In der ersten Woche war ich ja erst für 3 Tage in Hessen (Frankfurt und Umgebung), dann wieder einen Tag Zuhause, dann für 3 Tage In Flensburg und Dänemark mit meiner Schwester) und ich bin seit Samstagnachmittag erst wieder zuhause.

Das waren insgesamt mit allen Ausflügen usw. 1.640 km die ich im Auto unterwegs war. Die ersten Tage waren sehr heiß, dann in Flensburg und Dänemark war es sehr windig. Ich bin in Hessen viel mit dem Rad gefahren (ebenerdig), dann viel Rad mit meiner Schwester (man sollte nicht glauben wie viele Steigungen es in Flensburg gibt – meine Schwester hat zum Glück ein E-Bike – ich nicht) und stundenlang in Rømø /DK am Stand entlang gelaufen.

In Frankfurt den Stress Montagabend, das extrem tolle Treffen am Dienstag mit dem Rentner+seiner Frau bei ihnen zuhause, in der Nähe von Hanau. Dazu die anschließende tagelange ununterbrochene Kommunikation mit meiner Schwester. Es gibt einfach keine Redepausen, wenn ich bei ihr bin – also gar keine.

Dazu immer und immer wieder die alten Geschichten, mit denen sie nicht abschließen kann, da kommt soviel Bitterkeit mit hoch, und sie behauptet zwar, es verarbeitet zu haben…aber man merkt sehr schnell…das sind nur Worte und die stimmen nicht.

Diese alten Geschichten haben zum Glück nichts mit mir zu tun…unsere Themen sind geklärt.

Ich hab schon so oft versucht ihr Wege aus diesen Gedanken-Spiralen aufzuzeigen, aber ich kann ihr dabei nicht helfen, solange sie nicht einsieht, das sie sich selbst damit blockiert und sie es selber „angehen“ muss, um endlich wirklich inneren Frieden zu finden.

Ich finde die Unterhaltungen darüber jedoch von mal zu mal belastender….weil sie die Verantwortung immer auf „die Anderen“ schiebt. Das sie aber heute, nach 30-40 Jahren, auch selber die Verantwortung für ihren jetzigen Umgang mit den Themen übernehmen kann, will sie nicht wahrhaben. Ja es braucht Zeit und Mut und man muss ehrlich zu sich selbst sein…das kann nicht jeder.

Womit man mal wieder sieht: jeder muss seine eigenen Wege finden mit schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit und seelischen Verletzungen umzugehen.

Seitdem ich wieder zuhause bin, fühle ich mich nicht erholt, sondern erschlagen….wahrscheinlich auch, weil ich die Dosierung einer Tablette auf Anraten des Arztes verdoppelt habe, und die Wirkung ich erst jetzt erst bemerkbar macht….und schon als ich mit den Tabletten im März begann, hab ich Wochen gebraucht, bis ich mich nicht mehr so müde gefühlt habe.

Also seit Samstagnachmittag bin ich körperlich erschöpft, müde, mir tun Knochen und Muskeln weh, ich bin seelisch ausgelaugt, ich hab mich total in meine Wohnung zurück gezogen…dazu hat das Wetter umgeschlagen und es ist bei 18-23 Grad zwar warm, aber ständig bedeckt, extrem windig…vorgestern gab es ein heftig langanhaltendes Gewitter und die Sonne mag auch nicht mehr scheinen….ich schlafe sehr viel und lange und so richtig motiviert viel in meiner letzten Urlaubswoche zu machen, bin ich auch nicht.

Ehrliches Fazit: Es war einfach zu viel.

Meine anfängliche Euphorie endlich mal wieder raus zu kommen und den Urlaub zu genießen, hat tatsächlich verdrängt, das die Tage mit meiner Schwester anschließend für meine Erholung auch nicht so toll sein werden. Dabei waren auch die Tage mit und bei ihr schön…aber eben auch anstrengend.

Es ist, wie es ist…ich brauche einfach viel Ruhe für mich selbst…und selbst wenn ich meine eigenen Bedürfnisse missachte, wie in diesem Fall, holt es mich am Ende wieder ein.

Seit Samstagmittag bin ich wieder Zuhause und erst seit gestern Abend (Dienstag) fühle ich mich wieder lebendig. Die Tage dazwischen hab ich mich nur etwas um meine Wohnung und die Wäsche gekümmert…ansonsten hab ich auf der Couch gelegen und gelesen, etwas gekocht, auf dem Balkon etwas aufgeräumt und stundenlang den Vögeln zugeschaut und eben sehr viel geschlafen.

Gestern Abend war ich dann endlich mal wieder zu meiner normalen Walkingrunde am Abend unterwegs..sehr schön…jetzt bin ich also wieder da…

Urlaubstag in Frankfurt

Urlaubstag in Frankfurt

Die Nacht im Hotel war erstaunlich gut. Am nächsten Morgen hab ich mein Rad aus dem Auto geholt, nur um festzustellen, das die Kette abgesprungen ist…nanu…das ist mir so auch noch nicht passiert.

Aber egal…nach nicht mal 2 Minuten war auch das behoben und ich erst einmal dreckig. Das kommt davon, wenn man sein Rad nicht zwischendurch auch mal sauber macht. Rüge an mich selbst: DRINGEND Rad putzen.

Dann aber ging es los. Von Eschborn ging es auf meinen alten Schleichwegen nach Frankfurt-Rödelheim und von dort nach Bockenheim. Die meisten Wege hab ich auch tatsächlich auf Anhieb gefunden… nur einmal hatte ich einen Weg verpasst und war in die verkehrte Richtung gefahren….hab es aber dann schnell gemerkt und auch sofort in entgegengesetzter Richtung den kleinen Fußgängertunnel wieder gefunden…der konnte ja auch nicht verloren gegangen sein.

Es war noch früh am Morgen und leicht kühl, so das die Fahrt mit knappen 16km mir sehr viel Spaß gemacht hat….und dann war ich auch schon an der Bockenheimer Warte, bei meinem Lieblingsbistro/-Café.

Normalerweise sind die Tische draußen auch vormittags immer gut belegt…immerhin ist es unweit der Uni…aber an diesem Montag war es leer….also richtig leer. Mir sollte es Recht sein…und auch die freundliche Bedienung freute sich über etwas Ruhe am Morgen und einem Gast, der endlich mal Zeit hatte in Ruhe zu Frühstücken.

ohhh ja, ich hatte Zeit und und war knappe 2 Stunden dort….dabei blieb mein Frühstück eher unspektakulär….aber es war genau das, worauf ich jetzt Lust hatte und sehhr frisch und lecker.

Nach dem Frühstück blieb ich einfach sitzen, trank noch einen Kaffee und beobachtete die Menschen die vorbei hasteten. Das ist genau das Problem in dieser Stadt:

Die Uhren laufen einfach schneller…die Menschen fahren schneller, laufen schneller, bei Rot über die Ampel zu gehen ist hier überall relativ normal, weil sich niemand Zeit nimmt auf Grün zu warten. (Nur die Radfahrer sind hier nicht so kamikaze-mäßig unterwegs wie in Hamburg…was mir dort schon mehr als einmal einen Schock versetzt hat hahaha)

Und diese äußere Hektik der Stadt übertrug dann auch sehr schnell noch am gleichen Tag auf mich….jetzt weiß ich wieder genau, warum ich hier weg bin. Aber noch war alles in mir entspannt und ich freute mich auf den Tag.

Später bin ich dann mit dem Rad weiter in Richtung Innenstadt gefahren…an der Alten Oper vorbei

und durch die „Fressgass“ zur Hauptwache…dort hab ich das Rad abgestellt, hab die Zeil (die Einkaufs-/Fußgängerzone) erst einmal links liegen gelassen und bin zum „Römer“ gelaufen, runter bis zum Main, dann durch die erst vor ein paar Jahren fertiggestellte Nachbildung der „Altstadt“ mit netten kleinen Häusern, Plätzen und Höfen.

Das sieht auch alles super aus…fühlt sich für mich aber trotzdem eher fremd an…ist mehr ein Touristen-Ort zum Flanieren…weniger ein Ort um dort zu Leben.

So hab ich mich dann auch relativ zügig weiter zur Kleinmarkthalle begeben. Das ist quasi wie ein überdachter Wochenmarkt, nur das dieser an jedem Wochentag statt findet. Oben gibt es eine Weinbar und kleine Geschäfte, im Souterrain befinden sich die Fischhändler…und alles andere, was man zum täglichen Leben benötigt, bekommt man im Erdgeschoss….ich mag diese Markthalle in dem alten und schmucklosen Gebäude….hier spielt das Leben, treffen sich die Menschen bunt gemischt aus allen Gesellschaftsschichten.

Der Himmel strahlte mit wolkenlosen Blau und die Temperatur steuerte schon wieder unbeirrbar auf die 30 Grad zu…ich lies mich daher auf der Zeil in einem Cafè mit riesigen Sonnenschirmen nieder und genoss meine Auszeit…

Urlaubsfahrt – zurück in vergangene Zeiten

Meine Erste Urlaubswoche ist nun vorbei…und damit auch der Teil, wo ich ständig unterwegs bin. Den zweiten Teil meines Urlaubs verbringe ich ab jetzt in Ruhe zuhause…das brauche ich auch.

Sonntag vor einer Woche bin ich die 520km nach Frankfurt gefahren…die Autobahnen waren voll und Baustellen gab es oft und die waren auch noch oft sehr lang…aber es ging immer noch irgendwie weiter…wenn auch zeitweilig eher langsam.

Aber nach meinem einzigen kurzen Stopp auf einem Autohof (also neben der Autobahn) gab es auf einmal keine Möglichkeit mehr zurück auf die Autobahn zu kommen…die ausgeschilderte Umleitung führte ins Nichts….also zurück zum Autohof und von dort aus erneut der Umleitungsbeschilderung folgen…ich war nicht die Einzige, die gleich mehrfach wieder am Autohof ankam und durch die Gegend irrte.

Ich hatte dann irgendwann die Nase voll und hab mir meinen weiteren Weg über Land gesucht…..das war so sehr Pampa, das es auch keine Bundesstraße in der Nähe gab, sondern nur kleine Landstraßen durch kleinste Orte…aber immerhin war dann irgendwann „Marburg“ ausgeschildert….und lustigerweise, waren alle Versuche wieder die Autobahn zu erreichen unmöglich, weil jedes Hinweis-Schild auf die Autobahn durchgestrichen war….d.h. die Auffahrten waren nicht befahrbar, weil dort gebaut wurde. Ich hatte mir tatsächlich den blödesten Ort für eine Pause gesucht. Aber egal…ich war mit Essen und Getränken versorgt und wollte mich nicht lange aufregen.

In der Umgebung von Marburg kannte ich mich immerhin wieder etwas aus und so kam ich dann wieder auf Straßen, die mir nicht unbekannt waren und dann war ich auch wieder auf der Autobahn….und da waren sie wieder, die immer noch sehr vertrauten Orte, Münzenberg am Gambacher Kreuz, Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg, Rosbach v.d.H (In zwei der Orte hab ich auch mal gewohnt, in einem der Anderen gearbeitet)…und dann der Blick auf die Skyline von Frankfurt.

Bei Bad Homburg v.d.H. hab ich die Autobahn verlassen und bin in Richtung Taunus gefahren, nach Kronberg (von mir immer gerne „Schnöselhausen“ genannt)….wollte mal sehen, ob dieser komische Konzertsaal am Bahnhof inzwischen fertig ist und ob er wirklich so scheußlich aussieht, wie schon damals auf den Plänen erkennbar….ohhhja – also dieses futuristische Teil passt so gar nicht da hin, riesig ist es und durch das lang-runtergezogene Dach sieht es merkwürdig aus…gut das ich in diesem Ort nicht mehr wohne.

Mehr wollte ich von Kronberg auch schon gar nicht sehen…den Bereich, wo wahrscheinlich heute noch mein Ex wohnt, hab ich großzügig ausgelassen. Ich wollte nie in diesen Ort ziehen…aber mein Ex-Freund war so ein „Schnösel“, der unbedingt hier leben wollte. Das war der Kompromiss damals…okay ich ziehe von Frankfurt-Rödelheim nach Kronberg…aber ich bleibe in einer eigenen Wohnung…und so kam es dann, das wir im gleichen Haus wohnten, aber in getrennten Wohnungen.

Von Kronberg aus bin ich dann meinen ehemaligen Weg zur Arbeit nach Bad Soden a.T. gefahren…hab das Auto in der Nähe des Kurparks abgestellt und bin etwas durch die Gegend gelaufen…. Die Sonne war immer noch gnadenlos bei annähernd 30 Grad….hab mich in ein kleines Restaurant gesetzt und zu Abend gegessen….hier ist noch alle wie immer….auch das Essen ist richtig klasse.

Und dann ging es nach Eschborn zum Hotel. Ich hatte mich für „das niu Belt“ entschieden…Ein City-Hotel, jung und modern mit kleinen Zimmern, funktional und sauber und bei aktuellen Tagestemperaturen von mehr als 30Grad war auch die Klimaanlage im Zimmer ein Entscheidungskriterium….und es ist nicht so teuer.

Eschborn liegt nur ca. 4 km vor der Stadtgrenze zu Frankfurt und kann man fast als Trabantenstadt bezeichnen….es gibt zwar einen alten Ortskern, aber hier sitzen inzwischen viele namenhafte Unternehmen in riesigen Bürotürmen z.B. Die Deutsche Börse, Deutsche Bank, Commerzbank, E&Y, Vodafone, Evonik usw. und die Anbindung mit der S-Bahn und den Autobahnen ist ist richtig gut.

Am Abend bin ich dann noch mit dem Auto die knappen 4 km bis nach FFM-Rödelheim gefahren. Hier hab ich knappe 10 Jahre gewohnt…dem Stadtteil fühle ich mich tatsächlich noch emotional verbunden….alles ist wie immer…schön hier durch die Straßen zu laufen, durch den Park, durch die wuselige Einkaufsstraße…an der Nidda entlang…und an dem Haus, wo ich so lange gewohnt hatte. Ich bin nicht wehmütig…aber es ist erstaunlich vertraut.

Firmenausflug oder lieber Arbeiten?

Seit ein paar Tagen hab ich jetzt endlich auch den Termin für das PET-CT….direkt nach Ende meines Urlaubs…na gut – dann ist es jetzt so und ich kann für den Urlaub jetzt planen.

Die Arbeitswoche war etwas skurril. Die beiden Homeoffice-Tage waren okay…Mittwoch im Büro konnte ich mich aber gar nicht konzentrieren….da sich aus allen deutschen Standorten die Kollegen in Hamburg trafen, um von dort aus gemeinsam per Bus in die Firmenzentrale zu fahren. Alle 2 Jahre findet dort ein geselliges Treffen mit ALLEN Kollegen aus allen Ländern statt. Und da wir immer weiter wachsen, wird der Aufwand auch immer größer…Deshalb dieses mal der Bus für einen Teil der Deutschen Kollegen. Einige sind mit den Firmenwagen auch selber gefahren. Es war am Standort Hamburg also ein großes Hallo und eine unglaubliche Unruhe bis endlich der Bus am Mittag los fuhr.

Ich war die Einzige noch verbliebene Person, die für den Rest der Woche im Hamburger Büro anwesend war und arbeitete…Es kam auch KEIN Anruf, KEINE internen Mails….es schien also NIEMAND am Arbeitsplatz zu sein, außer einem IT-Kollegen in der Zentrale und mir im Hamburger Büro…aber für die anderen Länder kann ich das nur schwer beurteilen hahaha.

Ich zumindest hatte 2,5 Tage absolute Ruhe und konnte mich damit optimal auf meinen Urlaub vorbereiten….Alle Meldepflichten hab ich rechtzeitig erledigt…für das bevorstehende Quartalsende hab ich soviel wie möglich vor gearbeitet….Zahlungen initiiert und vordatiert, Listen aktualisiert und Berechnungen gecheckt ..und Mails mit Vor-Infos für das Quartalsende versendet, o das meine brandenburgische liebe Kollegin schon ihren Part erledigen kann. Denn wenn ich zurück komme, wird es sonst zeitlich zu eng.

Nein ich bin überhaupt nicht neidisch auf die Kollegen die mit zur Firmenfeier gefahren sind, es war ja meine freie Entscheidung nicht mit zu fahren.

So konnte ich Dingen entgehen, die mir ohnehin keinen Spaß machen würden: Lauthalses Singen nach Notenblättern im Bus (Fahrtdauer ca. 5 Stunden) / Treffen mit ca. 500 Kollegen aus allen Ländern im Norden Dänemarks / Übernachten in Zimmern zwischen 2 und 6 Personen / jede Menge initiierte Spiele in Gruppen bis zu 10 Personen pro Team / Smalltalk ohne Ende / eine lange Disconacht im Zelt mit sooo vielen Menschen….nein – da fiel es mir nicht schwer mich für die Arbeit zu entscheiden….hahahaha

Und so konnte ich Freitag am frühen Nachmittag Feierabend machen, während Andere am späten Nachmittag schauen mussten, wie sie dann von Hamburg aus in Richtung Osten weiter kamen, da die Züge zwischen Hamburg und Berlin nicht mehr fuhren…die Brandenburger z.B. haben sich dann einen Mietwagen genommen und waren erst sehr spät am Abend wieder zuhause. Wie die Kollegin mitteilte, waren es schöne aber auch sehr anstrengende Tage….das glaub ich gerne.

Ich fahre erst Ende Oktober wieder in die Firmenzentrale…dann aber Alleine oder wieder mit dem Controller…das wird für mich bestimmt lustiger.