Zaaack – da lag ich dann

Beim Aussteigen aus dem Wasserbus, habe ich immer aufmerksam darauf geachtet, das ich zur richtigen Zeit meinen Fuß vom Boot auf den Ponton setze…

aber ich war für einen gaaanz kurzen Moment abgelenkt, war etwas zu langsam…das Boot senkte sich gerade wieder etwas….mein Schritt war dadurch nicht hoch genug  und ….

ZAAACK lag ich der Länge nach auf dem Ponton…ich dachte nur: na mein Kopf ist jetzt wirklich nah genug …es fehlten höchstens 2 cm und meine Nase wäre auch auf dem Boden angekommen.

Zahlreiche Hände haben mir sofort geholfen…ich spürte zuerst mein rechtes Knie und dann meine rechte Hand…

…aber das kenne ich noch vom Tanzen: Steh sofort auf und mache weiter…also habe ich mich wieder in die Senkrechte gestellt, mich bedankt und bin sofort weiter gestapft…

während der ersten Schritte lauschte ich auf meinen Körper…okay, das Knie hielt…Gehen geht…wenn auch schmerzhaft…es lief kein Blut…nur leichte Schürfwunden…okay..

Die Hand schmerzte sehr….aber ich konnte alle Finger bewegen und auch sonst schien nichts gebrochen zu sein….von den Handknöcheln bis über das Handgelenk schmerzte erst einmal alles mehr, als mir  lieb war…

…okay wahrscheinlich ist die Hand etwas gestaucht, keine offene Wunde…die Hand schwoll auch NICHT an…

Mist und ich hatte meine elastische Binde nicht dabei und auch kein Schmerzgel.

Erst einmal bin ich dann in den Dogenpalast gegangen und hab mir alles angschaut, was mich so daran reizte.

Später dann ging ich in eine Apotheke habe mir Schmerzgel und einen elastischen Verband besorgt und mir selber einen Verband angelegt.

Kein Grund sich zu sorgen…der Schmerz bleibt ein paar Tage und geht auch wieder weg.und falls nicht, kann ich dann immer noch zuhause zum Arzt gehen.

Ich habe in der Nacht dann gut geschlafen..auch ohne Schmerztablette und heute geht es schon wieder ganz gut, der Schmerz ist schon weniger geworden…aber schonen werde ich die Hand ein paar Tage…

Das einzige was sicher gelitten hat, war mein Stolz…so vor allen Passagieren, als die Dumme, der Länge nach hinzufallen…

hahaha ich bin bloß froh, das sonst nichts Ernstes passiert ist.

Tücken der Technik und eigene Dummheit

Für den Montag hatte ich mir als Erstes vorgenommen, den Markusdom zu besuchen. Kurzfristig hatte ich  über Get-Your-Guide ein Ticket gebucht, das es mir erlaubt hätte ohne Warteschlange in den Dom zu kommen.

Hätte…denn am vereinbarten Treffpunkt war niemand und es kam auch niemand…okay? Nach vergeblichen 15 Minuten hab ich beschlossen, dann mache ich jetzt den 2. Teil des Vorhabens…ich nehme eines  der Varporetti und fahrt etwas herum…. doch auch das war erst einmal schwierig.

Wieso? Nun ich hatte mit der Technik zu kämpfen. Erst einmal hatte ich ein Online -Ticket mit verschiedenen Barcodes. Der Einlass-Automat an der Varporetto-Station wollte jedoch einen QR-Code.

Irgendwann hab ich dann in der App noch einmal genauer gelesen, das ich erst einmal zu einem Automaten müsste, um meinen „Voucher“ in ein reguläres Ticket zu wechseln..ich sollte den Barcode scannen oder eine PNR-Nummer eingeben.

Den Barcode wollte der Automat nicht…also noch einmal in der App nach der PNR-Nummer gesucht und sogar  gefunden (das reinste Suchspiel – so klein war die Nummer ganz oben, ganz am Rand)

Okay-prima…das richtige Ticket kam aus dem Automaten. Hatte aber weder einen QR-Code, noch einen Barcode…sondern einen Magnetstreifen.

Wieder die freundliche Hilfe eines Mitarbeiters Vorort in Anspruch genommen…doch doch…einfach davor halten und tatsächlich …NUN konnte ich fahren..wenn, ja wenn…ich denn wüsste, wohin ich eigentlich will.

Ich hatte ja keinen festen Plan, habe mich einfach für eine Linie entschieden…und bin drauf los gefahren…ja, das machte Spaß…war aber auch sehr langsam, weil diese Linie kreuz und quer fuhr und überall an den entsprechenden Stationen anhielt.

Ich bin dann ausgestiegen, später wieder eingestiegen und weiter ging es…mein Ticket galt für 2 Tage..ich konnte es also sooft benutzen, wie ich wollte.

Irgendwann war ich in Dorsoduro…und blieb da auch..hier war es schön, nicht so überlaufen und deshalb viel ruhiger. jaaa dahin hätte ich auch laufen können….aber so war es eindeutig schöner.

Das Museum über Leonardi Da Vinci habe ich dann besucht…okay.

Hab mal wieder festgestellt…ich mag lieber rumlaufen und mir Orte anschauen….nicht so sehr Museen besuchen..dafür habe ich definitiv keine Geduld (mehr)

Also bin ich weiter gelaufen…habe mittags in einem kleinen Restaurant gegessen…und bin dann weiter gelaufen…bin sogar am  Busbahnhof  mit „Autobussen“ vorbei gekommen, um wieder zu den WasserBussen zu kommen.

Es war schon Nachmittag und ich hatte noch das Ticket für den Dogenpalast…Also DEN wollte ich auf jeden Fall sehen.

Die Rückfahrt verlief unkompliziert und dann…kam mein kleiner Unfall….

Venedig und die Gefahr durch Regen

Es hat die Nacht über geregnet und am Morgen konnte man auf dem Markusplatz und drumherum unmittelbar die Auswirkungen sehen und spüren.

Auf dem Markusplatz stand schon das Wasser…aus den „Cisterne“, die eigentlich das Wasser auffangen sollen, drücke es sich zusätzlich nach oben heraus

Die Menschen vor dem Markusdom wartenden auf den bereitgestellten mobilen Stegen…damit sie das nicht im Wasser stehend tun  mussten.

Zum Markusdom hin ist der Platz leicht abschüssig, so das sich das Wasser nun an den nach 2019 (nach dem letzten verheerenden Hochwasser) aufgestellten Glasbarrikaden  sammelt, anstatt gleich in den Dom zu laufen.

Das ist schon krass, wie bereits ein moderater Regen in einer Nacht, den Platz teilweise unter Wasser setzt…das finde ich erschreckend.

Auch direkt am Canale Grande  schwappte das aufgewühlte Wasser auf die Promenade.

Jetzt war es leicht zu erkennen wer Einheimischer (in Gummistiefeln) oder Tourist (in Turnschuhen ) war. hahaha..okay ich hatte meine Wanderstiefel an…so machten mir die Pfützen erst einmal nichts aus…nasse Füße  habe ich dann aber doch bekommen. fand ich jedoch gar nicht schlimm…bei meinen dicken Socken 

Kampf mit den Regenschirmen

Nach dem Besuch auf dem Markusplatz gestern früh und einem ausgedehnten Spaziergang durch San Marco, ging es wieder zurück zum Hotel…zum Frühstücken.

Das Frühstück war okay…es war alles da, was man so an normalem kontinentalen Frühstück erwarten konnte. Für die Dauer es Urlaubs habe ich mich entschlossen, mein Intervallfasten auszusetzen… meine Esenszeiten sind  eh etwas durcheinander geraten.

Der Frühstücksraum war nett und ich konnte mich sogar in einen weiteren Raum verziehen, es war noch früh und die meisten Gäste lagen wohl noch im Bett.

Später bin ich dann von San Marco in Richtung San Polo über die Rialto-Brücke gelaufen..Na klar war es dort voll….sehr voll sogar.

okay es ist Sonntag..Zeit für Familienausflüge. Ich bin immer weiter gelaufen. War auch auf einem kleinen Markt, aber es hatten nur wenige Stände offen..ich habe  getrockneten Knoblauch gekauft.

Der Regen war ständiger Begleiter des Tages…aber noch war er moderat…wurde im Laufe des Tages aber beständiger…und damit kamen dann auch die gefühlt 100.000 Regenschirme zum Vorschein.

Das war gar nicht gut für mich. Bei den schmalen Wegen zwischen den Häusern hindurch, die oft weniger als 1,5m breit sind, fühlen sich Regenschirme für mich wie Waffen an.

Die meisten Regenschirme waren für mich auf Augenhöhe…ich war also ständig dabei mich gegen die spitzen Enden der Regenschirme zu wehren. Dann dauerte es auch nicht mehr lange und ich merkte wie (zum Glück ganz langsam) erst Unmut , dann Anspannung und ganz allmählich Panik in mir hochstieg…da war sie wieder im Anmarsch – meine Klaustrophobie.

Zum Glück konnte ich mir schnell etwas abseits gelegene Wege suchen  und bin dabei auf diesen Vogel gestossen der mich nur kurz ansah..sich aber nicht stören liess  hahaha

und ich machte mich auf den Weg zurück zum Hotel.

Um 18 Uhr fand dann die Mystery-Tour statt…eine auf English geführte Tour….doch leider hatte sich meine seelische Verfassung noch nicht wieder eingependelt und schon wieder war ich den vielen Regenschirmen ausgesetzt…entsprechend schrecklich fand ich die Tour.

Leider haben mich die Geschichten weder inhaltlich gefesselt, noch von dem drumherum ablenken können.  Ich habe mit Mühe die 1 1/2 Stunden durchgehalten – war aber froh, als es vorbei war.

Ehrlicherweise war ich überrascht, über die vollen Gassen, Geschäfte und Restaurants….in einem fast leeren Restaurant habe ich dann eine Pizza gegessen.

Aber die Bedienungen waren komisch…erst  waren sie übertrieben höflich, aber nachdem ich weder einen Nachtisch, noch einem Espresso wollte, haben sie mich ignoriert und lange auf die Rechnung warten lassen.

Und kaum hatte ich bezahlt (mit Trinkgeld) drehten sie mir demonstrativ den Rücken zu und sagen nicht einmal „ciao“ oder etwas ähnliches. Das sah schwer danach aus, also ob ich sie beleidigt hätte…womit auch immer.

Egal – ist nicht mein Problem..ich hatte meine Eigenen. Denn jetzt began das, was ich schon kenne: ich wollte nach Hause..ich meine richtig nach Hause…das ging ja nicht..aber dann wenigstens ins Hotel.

Dem Impuls habe ich jedoch widerstanden und bin aus dem Trubel heraus in eine ruhigere Gegend gelaufen…sooo und jetzt erst einmal tief Luftholen und durchatmen.

Für den nächsten Tag standen dann auf meinem Plan: mit dem Wasserbus herum fahren und Neues entdecken. Außerdem wollte ich noch in den Dogenpalast und den Markusdom…

Die 2. Nacht in Venedig habe ich auch wieder richtig gut geschlafen…das zumindest funktioniert hier richtig gut.

Obwohl es nicht mein bester Tag war…ich finde Venedig immer noch faszinierend und bin voll im Hier und jetzt…es tut mir gut (also bis auf die Sache mit den Regenschirmen).

Markusplatz – nur für Mich

Wenn ich an Venedig denke, geht es eigentlich immer um den Markusplatz.

Einmal möchte ich quasi alleine über den Markusplatz schlendern…den Moment ganz für mich haben.

…diesen Moment hatte ich heute Morgen um 6:30 Uhr

ja gut hinter mir waren dann doch ein paar Männer, die mit Reisig-Besen fegten…und ein paar Menschen vor dem Markus-Dom (ebenfalls hinter mir) brachten ein paar Einlass-Gitter in Stellung.

Trotzdem hatte ich den Platz gefühlt ganz für mich alleine…wunderbar…

Ich schlenderte eine ganze Weile über den leeren Platz bis dann mehrere Menschen dasselbe zu wollen schienen. Warum sonst kommt man an einem frühen Sonntagmorgen hierher?

Ich habe mich dann verzogen, denn ich  hatte ihn schon, meinen magischen Moment – und ich wollte Anderen das Gleiche ermöglichen.

Abend-Spaziergang durch Venedig

Gestern…pünktlich vor Sonnenuntergang, habe ich mit meinem ersten Rundgang durch Venedig begonnen….

Mein Hotel ist ja nur 300m vom Markusplatz entfernt und schön ist es im Stadtteil „San Marco“ sowieso überall.

Ich schlenderte also ruhig und entspannt durch die Stadt, die doch voller war, als ich es gedacht hätte.

Nach Sonnenuntergang hatte ich dann auf einmal Hunger und habe mich im Außenbereich eines ruhigen Restaurants niedergelassen…mit einem der größeren Kanäle im Hintergrund.

Spaghetti mit Venusmuscheln….hmmmm das war lecker…dazu ein Glas Weisswein und zum Dessert ein Glas Limoncello…grins…immerhin bin ich im Urlaub.

Danach ging es weiter und weiter…

jetzt im Dunkeln durch die beleuchteten Gassen und  Gässchen.

Hier bei der Unterführung, als ich das Foto oben gemacht habe, sprach mich ein italienisches  Pärchen an. Es stellte sich heraus, Er ist gebürtiger Venezianer, sie kam aus Sardinien.

Er sprach allerdings English mit starkem Akzent, aber die Hingabe mit der mir erklären wollte, was es mit dem Gebäude auf sich hatte, war einfach soo toll, das ich ihm seine  Begeisterung und seinen Stolz auf diese Stadt, nicht damit schmälern wollte, das ich ihn kaum verstand.

Also habe ich versucht aus seinen Worten den Sinn zu verstehen, auch wenn dabei nicht ganz so viel raus kam.

Es ging um Geschichte, um Besatzung und Befreiung und das ein Teil von alten Kanonen beim Bau des Hauses mit in der Hausmauer verbaut wurden..die hat er mir dann auch gezeigt.

Insgesamt hat er bestimmt 10 Minuten erzählt und ich habe mich für seine freundlichen Ausführungen bedankt…und auch bei seiner Freundin, die geduldig auf ihn wartete.

Zufrieden mit meinem 1. Urlaubstag hab ich mich bereits um 20 uhr ins Hotelzimmer verzogen und nur wenig später  schlief ich dann auch. Immerhin hatte ich  die Nacht zuvor fast  schlaflos verbracht.

Einzug in Venedig

Die Fahrt mit einem Wassertaxi vom Flughafen, bis in die Lagune Venedig waren die besten 39 EUR die ich jemals ausgegeben habe.

Das motorisierte  Wassertaxi war eine Art „Anruf-Sammeltaxi“ auf dem ca. 12-15 Personen Platz haben….teils überdacht…im Heck aber Offen, genau wie Vorne.

Wir war nur mit 5 Gästen und dem Fahrer. Mit dem Schwedischen Pärchen (gerade jung verheiratet) habe ich mich sofort gut verstanden… wir saßen offen und der FahrtWind  machte es richtig lebendig.

Wir sind zusammen von der Sammelstelle im Flughafen, bis runter zum Bootsanleger gelaufen und  sind sofort ins Plaudern gekommen.

Die Fahrt war einfach phantasisch…erst fuhren wir rasant auf die Lagune zu…und kurz vor der Einfahrt, wurde das Wassertaxi dann gaaaaanz langsam…

Die Schweden sprachen die ganze Zeit mit mir in Englisch…wir zeigten hierhin und dorthin und es war einfach majestetisch.

Zuerst ging es durch etwas engere Kanäle und dann  weiteten sich diese  mehr und mehr und auf einmal hatten wir das Gefühl fast auf dem Meer zu sein.

Die Fahrt ging in Richtung Stadtteil „San Marco“… unter der Rialto Brücke hindurch immer weiter.

Zuerst stieg das stille Pärchen aus..die waren (glaube ich) aus Parkistan…. dann verabschiedeten sich das schwedische Ehepaar und zum Schluss wurde ich in San Marco abgesetzt, bewaffnet mit einem Stadtplan, in dem die fußläufige Route zu meinem Hotel eingezeichnet war und auch wie die „Haltestelle“ hieß, bei der ich abgesetzt wurde.

Schon während der Fahrt in die Lagune, verschwand die Sonne immer wieder hinter ein paar Wolken und es legte sich ein atemberaubendes Zwielicht über die Känale und Gebäude…

ohh man ich komme richtig ins Schwärmen…und wisst Ihr, was mich am Meisten fasziniert? Obwohl es immer noch viele Menschen neben und auf dem Wasser waren und auch in den Straßen…es herrscht eine beruhigende Stille.

Da ist es an einem Samstagnachmittag auf der Frankfurter Zeil eindeutig geräusche-technisch lauter und unruhiger.

Hier hat mich sofort eine innere Ruhe erfasst….Hurra ich bin im Urlaub.

Greetings from Venice

Zwischenstopp: Zürich

Mir wurde schon vorher erzählt, das der Flughafen Zürich ein ganz schöner sein soll..

…bin jetzt gerade gelandet und bin etwas herum geschlendert….das ist ja sooo gemein, überall gibt es Schweizer Schokolade und Pralinen und andere Leckereien…hab mir so eine „handgeschöpfte“ Schoki mit Himbeeren gekauft…hmmm lecker

soviel zu meinem Vorhaben , keine Schokolade zu kaufen  hihi

So den 1. Flug habe ich überstanden. Ganz im Ernst, Mein Körper hatte echt vergessen, wie eng es so in einem Flugzeug ist…

gut das ich etwas mehr Beinfreiheit hatte…alles andere ist Käfighaltung. ich hatte nette und ruhige Sitznachbarn…und, nach kurzer Eingewöhnung,  bis zum Aussteigen war ich  tatsächlich entspannt. Nur bei der Toilette bekam ich Beklemmungen…aber Augen zu  und durch.

Das Aussteigen war dagegen nicht so schön…weil ich noch saß und ständig irgendwelche Hintern vor der Nase hatte…natürlich dauerte es eine Weile, bis die Schlange „abfloss“….aber auch hier hat mein Sitznachbar gesagt, er hätte es nicht eilig…ich solle ruhig sitzen bleiben, bis es etwas leerer ist.

Klasse finde ich auch das es freies WiFi an beiden Flughäfen gibt…und am Hamburger Flughafen gibt es kostenlose Wasserspender..zwar nicht viele..aber man kann sich hier in eine mitgebrachte leere Flasche, frisches Wasser zapfen.

Ihr merkt, ich erwähne solche Sachen, weil ich  das von „früher“ her, nicht kenne.

Nun habe ich leichte Kopfschmerzen (das hatte ich früher auch immer, nach einem Flug)…und trinke einen Kaffee in einem ruhigen Bereich, gleich neben meinem Weiterflug-Gate.

Ich denke für den nächsten Flug nachher, bin ich schon viel entspannter. Weiterflug ist um 13:05 Uhr…und durch das Laufen durch beide Flughäfen, habe ich jetzt schon meine 10.000 Schritte überschritten….hahaha 

Koffer packen – was für eine Herausforderung

Meine letzte Flugreise liegt schon mehr als 14 Jahre zurück…und ich weiß gar nicht, wie das heute läuft, so mit Online- einchecken usw.

Ich habe die Swiss-Air-App herunter geladen..meine Flüge dort hochgeladen und mich durch alles gelesen, was es an Infos gibt.

Um Himmelswilllen, das ist ja eineWissenschaft für sich…Aber gut – jetzt weiß ich was mit Flüssigkeit gemeint ist, wie ich Powerbanks zu transportieren habe und das ich eine Bestätigung vom Arzt für die verschreibungspflichtigen Medikamente benötige usw. usw.

Ich muss gestehen die App der Fluggesellschaft ist einmalig, man bekommt immer wieder Infos, was man machen muss, oder noch machen kann…es gibt Mail-Erinnerungen…ich fühle mich richtig gut angeleitet..übrigens habe ich auch zum ersten Mal die HVV-App (für die Bahnen in

Hamburg) intensiv genutzt, weil ich die Bushaltestelle nicht kannte, die ich benutzen sollte…mit der App wurde ich tatsächlich unkompliziert in die richtige Richtung gelenkt. Ich bin begeistert…nur um dann festzustellen, das ich die Haltestelle DOCH kenne…ist genau bei der Klinik, in der ich die Herz-Kartether Untersuchung hatte.

Ich habe mich für einen relativ kleinen Koffer und ein sehr kleines Handgepäcksköfferchen entschieden…. und dann ging es los..was brauche ich, was möchte ich mit nehmen…wie verteile ich das alles….was macht Sinn usw.

Alsö normalweise fahre ich mit  dem Auto…da ist alles leichter…brauche auch nicht auf das Gewicht von Koffer und Handgepäck zu achten…obwohl ich anstatt 23 KG möglichen, mit dem vollen Koffer auf „nur“ 12,5 KG komme….hahaha …

trotzdem hat es fast den ganzen Abend gedauert, bis ich alles so hatte, das ich zufrieden damit war. Puhhh – Kofferpacken ist eine ganz eigene Herausforderung und erfordert eine Menge Disziplin.

Am späten Nachmittag stellte ich auf einmal fest, das ich meine kleinen Kopfhörer für unterwegs nicht mehr finde…die habe ich doch noch vor ein paar Tagen in der Hand gehabt…wie ein Trüffelschwein hab ich Wohnung und Auto durchsucht und …. NICHT gefunden.

Normalerweise würde ich jetzt auf größere Kopfhörer zugreifen – irgendwann tauchen die kleinen schon wieder auf…

Aber mit der Flugreise voraus, wollte ich unbedingt auch die Kleinen haben…Also ab zum Mediamarkt – einen Ersatz kaufen (kann ja auch nicht schaden)…

Meinen Laptop habe ich nicht mitgenommen. Dafür das Smartphone (natürlich) und die externe Tastatur …das war so ziemlich die beste Investition um auch unterwegs vernünftig die freie Zeit zum Schreiben zu benutzen.

…so und dann hab ich noch schnell meine Haare gefärbt und das restliche Gemüse verarbeitet und eingefroren…genau wie das restliche Brot. Damit sind meine Gefrier-Möglichkeiten nun endgültig erschöpft…aber ich wollte auf keinen Fall die Lebensmittel verschwenden.

Den Rest des Abends habe ich dann ruhig und entspannt verbracht….äußerlich…innerlich war ich wohl schon ziemlich angespannt…

auf zum Flughafen- Venedig ich komme

…und schon sind die letzten 14 Tage bis zur Reise nach Venedig  vorbei…

…und jetzt sitze ich am Flughafen Hamburg und warte auf das Boarding…alles hat bisher super funktioniert…

Bis auf die letzte Nacht..Ich bin totmüde um kurz vor 23 Uhr ins Bett gefallen, bin eingeschlafen und eine 1/4 Stunde später war ich hellwach…und genau das blieb ich auch bis kurz vor 4 Uhr Morgens.

Ich hab mein aktuelles Hörbuch weitergehört, dann selber gelesen, etwas getrunken, zur Toilette, habe Socken an- (weil auf einmal kalt) Socken aus gezogen (weil zu warm)….bin auf die Couch im Wohnzimmer gewechselt..hab den Fernseher angemacht…aber nichts hat wirklich geholfen, um zur Ruhe zu kommen.

Irgendwann nach 4 Uhr bin ich dann wohl eingeschlafen…denn als der Wecker um 4:45 Uhr klingelte bin ich hoch geschreckt. Okay – dann schlafe ich eben im Flugzeug – habe ich ja früher auch so gemacht.

Also habe ich mich fertig und dann auf den Weg gemacht..die Bahn fuhr um 6:07 Uhr von Quickborn aus. natürlich war ich fast 20 Minuten zu früh da, Fahrt bis Schnelsen, dann kurz laufen, dann ab in den Bus bis zum Flughafen…Erst  als der Flughafen vor mir auftauchte, konnte ich mich entspannen.

Auf zum Terminal 2, mit der Swiss-Air-App hatte ich schon einen Tag vorher eingecheckt und dabei auch gleich die Plätze für alle Flüge (insgesamt 4 mit Hin-und Rückflug) mit etwas mehr Beinfreiheit gebucht (gegen 20 EUR Aufpreis pro Flug – aber das ist es mir wert).

Jetzt noch Gepäck aufgeben am Automaten: der 1. war kaputt, der 2. funktionierte. Dann das Gepäck aufs Band legen…das funktionierte auch erst nicht, als die Hilfe kam,  ging es dann auf einmal….seufz…

Ich muss echt sagen, das Verreisen OHNE Auto – in diesem Falle mit Bahn und Flugzeug stresst mich kolossal…ich habe immer die Befürchtung, das es nicht klappt, die Bahn nicht weiter fährt (hab ich schon mal in Frankfurt erlebt)….das der Bus nicht kommt usw….

Natürlich habe ich eine ganze Stunde „Pufferzeit“ mit eingebaut und war um 7:15 Uhr schon durch den Sicherheitcheck durch….bleiben jetzt noch 2,5 Stunden zum überbrücken.

Aber kein Problem, bin durch die Shopping Meile gelaufen…hab noch ein Buch gekauft und ein kleines Frühstück dazu…

Das war dann auch der 1. Kaffee an diesem Morgen

Reisen ist nicht meine Stärke…und schon gar nicht, wenn ich nichts auf dem Weg dorthin beeinflussen kann.

Ich wünsche Euch Allen 

ein schönes Wochenende