Ist das Wetter nun schön oder nicht…

Ist das Wetter nun schön oder nicht…

…an dem Beispiel des ZDF-Meteorologen Ödzen Terli sehe ich mal wieder, wie eine an sich einfache und klare Aussage eines Meteorologen, in Kommentaren zu den Artikeln über diese Aussagen, zu einer überbordenden und maßlos übertriebenen Medienschelte ausufert, bzw. er persönlich beleidigt und diffamiert wird.

Ein Meteorologe ist doch nicht nur dazu da, die aktuellen Temperaturen, Regenwahrscheinlichkeiten und Windrichtungen in die Wohnzimmer zu tragen, sondern sie beobachten Klimaprozesse und prognostizieren Wetterentwicklungen.

Wenn also eine Jahreszeit extrem abweicht vom langjährigen Mittel oder sonstwie auffällige Entwicklungen sich Abzeichnen, dann finde ich es richtig, das darüber auch in den Wetternachrichten informiert wird. Es bietet die Möglichkeit die aktuelle Wetterlage in einem großen Kontext (hier Klima) einzuordnen….immer belegt anhand von Grafiken und Statistiken.

Wem das als Panikmache negativ aufstößt, möchte vielleicht lieber belogen werden und weiterhin glauben alles ist in Ordnung auf unserem Planeten und ja, auch ich möchte manchmal einfach nichts mehr hören von aktuellen oder zukünftigen Katastrophen – aber nur weil ich es nicht immer möchte, heißt es nicht, dass es dann weg geht.

Und ich gebe Özden Terli recht, wenn er bei langanhaltendem Sonnenschein und Trockenheit nicht mehr von schönem Wetter reden möchte: „Was ist denn schön daran, wenn draußen alles gelb ist vor Trockenheit und die Bäume leiden?“

Und es Leiden bei dem Wetter ja auch viele Menschen und Tiere unter der Hitze….ich fand es in diesem Sommer bei den immer noch moderaten Temperaturen hier im Norden bei mehr als 32-36 Grad auch nicht mehr schön.

Wir können es doch auch sehen, der Rasen ist verbrannt, auf den Feldern wuchs das Getreide nicht mehr so hoch, die Bäume haben vielerorts schon die Blätter sehr früh verloren, alles war ausgedörrt, weil es monatelang nicht geregnet hat…soll man darüber nicht reden, weil es manche eben nicht hören wollen?

Ich will darüber informiert werden…ich will es wieder und wieder hören….denn auch ich bin phlegmatisch und ändere mein Verhalten nicht automatisch, nur weil man es mir einmal erklärt, das ich etwas ändern sollte…sondern nur, wenn ich es immer wieder höre und so langsam es auch in mein Bewusstsein dringt, das auch ich mein Verhalten im Kleinen ändern muss, damit es irgendwann einmal im Großen sichtbare Änderungen gibt.

Und um noch einmal ganz klar meine Meinung zu sagen (auch wenn das jetzt nicht in erster Linie mit dem Klima, sondern mit der aktuellen Energiekrise zu tun hat): Ich finde es auch nicht schlimm, das uns jetzt von Regierungsseite auferlegt wird, Heizkosten zu sparen, Strom zu sparen und auch Wasser zu sparen. Denn das hätten wir schon vor längerer Zeit alle ganz locker von alleine machen können…und das ist genau das, was ich schon seit einigen Jahren selber versuche. Aber wir Menschen sind zu bequem und denken zu wenig darüber nach, wo die eigene Verschwendung anfängt. Ich weiß auch, es ist vielen Menschen nicht möglich, noch weiter an all dem zu sparen, weil sie sich das Leben eh kaum noch leisten können….aber die Menschen, die verschwenderisch immer noch die Heizung auf 25 Grad aufdrehen, dann aber das Fenster dabei auf Kipp geöffnet lassen…die lieber im T-Shirt im Wohnzimmer sitzen, anstand mal einen Pullover darüber zu ziehen, die haben bestimmt noch Einsparpotential….und das kommt dann nicht nur der Energiekrise, sondern auch der Klimakrise zu Gute.

Ach ja und ich halte nichts davon, immer nur auf die Anderen zu zeigen…die es noch schlechter machen, oder noch verschwenderischer sind…und auch ich finde nicht alle Maßnahmen der Regierung sinnvoll.


Meteorologen und Meteorologinnen erforschen Klimaprozesse und beobachten, messen und prognostizieren Wetterentwicklungen. Sie erarbeiten Modelle für Wettervorhersagen, entwickeln Messinstrumente, sammeln meteorologische Daten und erstellen Statistiken sowie Datenbanken.

https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=ZQhFNH00VR0HMo0rWH9iY1D9VR55sb8ycRFWReOj9tT49h4ZdLBn!-23305192?path=null/kurzbeschreibung&dkz=58757&such=Meteorologe%2FMeteorologin

…und wie immer gilt: das ist MEINE Meinung und auf meinem Blog tue ich sie auch kund- jeder darf gerne denken was er möchte!

Henstedter Moor und Schnitzel außer Haus

Nach dem anstrengenden Jeanskauf, ging es am Mittag ins Restaurant „Schweinske“….wie der Name es schon vermuten lässt, gibt es hier vieles vom Schwein und die Schnitzel sind bodenständig und lecker.

Es gibt in und um Hamburg herum inzwischen viele verschiedene Standorte vom „Schweinske“..ich war in Henstedt-Ulzburg und wollte nach dem Essen noch in das Henstedter Moor….das passte also prima.

Ich hab mir dieses Mal einen anderen Startpunkt für das Henstedter Moor ausgesucht und für mehr als 1,5 Stunden war es eine entspannte Tour durch Wald und Moor….das muss ich mir merken…auf dieser Seite sind die Wege schöner zu laufen:

Ich war zwar in der Nähe der Alsterquelle….aber diese habe ich dann doch lieber ausgelassen, meistens sind da zu viele Menschen unterwegs und zu sehen gibt es, ausser der Abdeckplatte und viel Laub, nicht so viel.

Es war schön den schmalen Wegen zu folgen….fast menschenleer und richtig ruhig…auf jeden Fall viel ruhiger, als an den Wochenenden…ich war schon vor ein paar Tagen auf der anderen Seite laufen und auch im Bürgerpark von Henstedt-Ulzburg, fand es dort aber nicht so optimal für mich.

Mit etwas mehr als 5 km war das eine schöne Mittagsrunde…und weil ich mich am Abend immer noch fit fühlte, gab es dann noch einmal eine Abend-Walkingrunde mit weiteren 5 km, die starteten aber vor meiner Haustür.

Jeans ? – aber Welche denn?

Wann hat es eigentlich angefangen, dass der Kauf einer passenden Jeanshose zur Wissenschaft wird?

Mit Schrecken musste ich feststellen, dass ich mich in meinen verbliebenen langen Jeans nicht mehr wohlfühle. Eine ist zu eng um den Bauch, bei der High-Waist-Jeans drückt der Bund unangenehm auf den Magen und bei der Nächsten fühle ich mich, durch die enganliegenden Hosenbeine, wie in einem Schraubstock.

Somit hab ich für den Winter nur noch 2 passende lange Jeanshosen, die ich gerne anziehe….Also EINE Neue muss auf jeden Fall her.

Ich bin in eines dieser hallenartigen Jeans-Geschäfte gefahren…und minuten-später war ich schon komplett überfordert von der Auswahl: Jeanshosen soweit das Auge reicht….und jede war klassifiziert:

Bootcut, Regular fit, Boyfriend, Skinny, Slim fit, Straight leg, Marlene, Barrel, High Waist, Culotte, Moms, Low Waist..und für meinen Begriff sahen die einfach alle gleich eng aus, wie Hosen für schmale Kinder.

Eine junge Verkäuferin nahm sich Meiner an und in diesem Fall war ich sogar froh über ihre Hilfe…habe ihr meine Größe und Vorstellungen über die perfekte Jeans genannt: Straight oder leichten Bootcut, normale Leibhöhe und vor allem KEIN oder sehr wenig Elasthan und damit reduzierte sich die Auswahl in dem Laden mit hunderten von Jeanshosen tatsächlich auf ZWEI.

Dabei ist meine Figur mit einer Größe von evtl. noch knappen 1,70m und einem Gewicht von inzwischen rund 70KG, mit langen Beinen und einer normalen Gewichtsverteilung, jetzt nicht unbedingt als exotisch zu betrachten. Normal eben. Und trotzdem blieben nur 2 Hosen übrig.

Erklärung der Verkäuferin: es ist sehr schwer Jeans ohne Stretch zu verkaufen…denn durch einen hohen Elasthan-Anteil kann man tendenziell eine kleinere Größe nehmen und die sitzt dann, eben durch die Dehnfähigkeit des Materials, immer noch gut an den meisten Figuren der Frauen.

Das ist nichts für mich…ich mag mich in einer Hose nicht eingesperrt fühlen…ja klar muss eine Jeans möglichst knackig an Hintern und Oberschenkeln sitzen…aber doch nicht wie eine Wurstpelle….außerdem möchte ich beim Hinsetzen noch Luft bekommen und auch nicht das Gefühl haben, das mein Mageninhalt durch die Hose wieder nach oben herausgepresst wird.

Ich hab dann aber doch keine der Beiden Jeans genommen, auch wenn der Jeansstoff sich richtig toll anfühlte. Die Teuerste mit 129 EUR saß nicht ganz so bequem,…und bei der, die richtig passte und auch nur 59EUR kostete, waren die Hosenbeine eindeutig zu kurz und wohl auch nicht mehr in einer längeren Variante zu bestellen.

Ich werde allerdings den Verdacht nicht los, sie hatte einfach keine Lust, sich für die doch recht günstige Hose, jetzt noch so ins Zeug zu legen…denn sie sagte sie hätte, während ich noch in der Kabine die Teurere anprobierte, in einer anderen Filiale nachgefragt…. allerdings hab ich sie die gesamte Zeit vor der Kabine mit einer anderen Kunden reden hören….hmmm – egal.

Ich hab dann später, in einem anderen Laden mit großer Jeans-Auswahl, den unbequemeren Weg gewählt und mich selbständig durch die verschiedensten Jeansformen gewühlt und anprobiert, nachjustiert in Größe und Form und anprobiert und nachjustiert und anprobiert und anprobiert und anprobiert…..

Bis ich mich zum Schluss für 2 Hosen entschieden hatte…und bin mit weniger als 100 EUR für Beide zusammen ausgekommen und die Stretch-Fähigkeit ist in beiden Hosen sehr gering. Na also – geht doch!

gefundene Urlaubstage

Die letzte Woche plätscherte ruhig und entspannt vor sich hin….beruflich ist es immer noch derartig ruhig und entspannt, das ich langsam misstrauisch werde.

Nutze aber diese extrem ruhige Lage, um lange aufgeschobene Arbeiten zu erledigen….und habe mich intensiv einem speziellen Thema gewidmet, das ich zwar regelmäßig „mache“, aber die firmenspezifische Vorgehensweise ist für mich unlogisch und nicht selbsterklärend und vor allem, wird es trotz Corporate Identity nicht in jeder meiner Firmen gleich behandelt.

Wo liegt die Logik, warum weichen einige Firmen davon ab und wie kann ich es möglichst systematisch für alle gleich erfassen….hierbei bin ich tatssächlich extrem „old-shool“…und nutze ein Ringbuch um den Ist-Zustand aller betreuten Firmen zu erfassen.

Anschließend habe ich alle Mails der letzten 2,5 Jahre zu dem Thema quergelesen und schaue noch einmal nach, was für unterschiedliche Erklärungen ich von den verschiedensten Kollegen, zu dem Thema erhalten habe und so langsam verstehe ich, was tatsächlich gewollt ist….und welche Erklärungen der Kollegen ich als fehlerhaft ignorieren kann.

Nun wo ich weiß, wie es gebucht, kontrolliert und dokumentiert werden soll, vergleiche ich es mit dem aktuellen Ist-Zustand und sehe, wo ich Umbuchungen machen, wo ich die Dokumentation anpassen und wo der Kollege aus der entsprechenden Abteilung, die Zahlen korrigieren muss….und am Ende der Woche passtedann auch alles zusammen. Das ist ein schönes Gefühl. Thema erledigt.

Wohlwissend, das diese ruhige Zeit bald wieder vorbei ist, habe ich schon mal angefangen für die kommenden Quartalsabschlüsse vorzuarbeiten…und jetzt hab ich tatsächlich schon wieder ein paar Tage Urlaub.

Ende letzter Woche hab ich ungläubig festgestellt, das ich ab dem 12.09. schon wieder eine Woche Urlaub habe. Als ich lachend meiner Kollegin erzählte, das ich ein paar Urlaubstage „gefunden“ habe, kam sogar der GF lachend um die Ecke und fragte: wo und wie man denn Urlaubstage finden könnte.

Ganz einfach….indem man sich Urlaubstage von seinem Chef genehmigen lässt, diese aber immer wieder verschiebt und letztlich den Überblick nicht mehr im Kopf hat. In meiner Urlaubsdatei und in den Outlook-Kalender hatte ich die Tage zwar eingetragen, dann aber einfach nicht mehr daran gedacht.

Und hoppla: ich hab schon wieder Urlaub…

Herbstbeginn

Auch hier oben im Norden, zeigt der Herbst seine ersten Vorboten….und durch den starken Regen der letzten Tage, sind die Temperaturen wieder im normalen Bereich…tagsüber bei Regen zwischen 14-17 Grad, Sonnenschein zwischen 22-24 Grad…das reicht mir völlig aus.

Auf meinem Balkon hat sich innerhalb von 2 Tagen ein wunderschöner Gras-Wedel gebildet….ja so langsam muss ich mir mal Gedanken über die Herbst-und Winterbepflanzung machen….

Nach der vorsichtigen Erweitung der Futter-Vielfalt an den Futterstellen, kommen inzwischen auch ein paar Buchfinken und Grünfinken regelmässig zu Besuch….und es Entstehen immer wieder „Warteschlagen“ auf den Holzspalieren….aaach das ist so schön zu beobachten…manchmal streiten die Vögel sich sogar untereinander.

Einen besondern Moment hatte ich in dieser Woche, als ich Morgens die Gardine vor dem Balkonfenster zurückzog und einen Zaunkönig zwischen den Balkonkästen erblickte..,leider wurde der niedliche kleine Kerl durch die Bewegung aufschreckt und schon war er wieder fort. Schade. Ich hab schnell noch eimmal im Internet nachgeschaut, ja es war ein Zaunkönig….den hab ich bisher tatsäclich noch nie in Natura gesehen.

Ich finde diese Zeit, des gerade begonnenen meteorolischen Herbstanfangs (01.09.) ganz phantastisch.

Passend dazu hab ich gestern ein paar dickere Wohlfühlsocken gekauft…die meisten „alten“ sind inzwischen fast blank gelaufen…da wärmt nichts mehr an der Fußsohle …. also hab ich mir gleich ein ganzes „Bündel“ an verschiedenen Wohlfühl-und Kuschelsocken gekauft….aber danach musste ich schon lange suchen…denn ich mag Socken mit einem sehr hohen Baumwoll- oder Woll-Anteil…und vor allem mit einer etwas dickeren Laufsohle.

Jetzt beginnt die Zeit für Abende mit Strickjacke, Kuschelsocken und heißem Tee….und Balkonaufenthalte in Jacke und mit einer Wolldecke.

Wortlos zufrieden

Auch nach mehr als einer Woche, seit Ende meines Sommerurlaubs, fühle ich mich immer noch richtig entspannt und zufrieden….und verspüre aktuell nur wenig Drang mich zu unterhalten oder schriftlich auszudrücken.

Ich mache viele kleine Dinge nach Feierabend….und fühle mich so gut dabei….so still ruhig, ohne das es einen negativen oder bedrückenden Beigeschmack hat. Ich geniesse gerade die Ruhe in mir und um mich herum. Ich unterhalte mich im Büro, ja klar…aber ich habe gerade gar kein Mitteilungsbedürfnis.

Ich bin viel draußen unterwegs, mache einiges auf dem Balkon, mache Sport und backe, neben Broten und Brötchen, auch wieder öfter Kuchen:

Alles nichts Spektakuläres…aber ich fühle mich wohlig zufrieden…ein schönes Gefühl.

Ich wünsche Euch ein schönes und friedliches Wochenende ….lasst es Euch gut gehen….

Sonntagsausflug: Barker Heide

Und diesen Sonntag bin ich tatsächlich schon recht früh zu einem Ausflug gestartet.

Mit dem Auto ging es knappe 38km in das Naturschutzgebiet: Barker Heide….das liegt zwischen Bad Bramstedt und Bad Segeberg. Hier gibt es Heide- und Moorlandschaften nebeneinander…und es gibt wunderschöne Wege drumherum:

….durch Kiefer- und Birkenwälder…..und da es eher unspektakulär ist, war es auch wunderschön ruhig.

Mit zügigen Schritten bin ich knappe 9km gelaufen…hatte jedoch mit meinem rechten Fuß verstärkt mit den üblichen Problemen zu kämpfen….und benötigte deshalb immer wieder kleine Pausen, um den Fuß zu entlasten….jetzt wo die Prellung am Knöchel fort ist, muss ich schnell wieder die speziellen Dehn-und Kräftigungsübungen für den Fuß aufnehmen.

Das Wetter war mit 21Grad, leichtem Wind und Sonnenschein ziemlich perfekt für diesen Ausflug. Das war nach all den Spaziergängen an der Nordsee (Cuxhaven) und Ostsee (Boltenhagen) endlich mal wieder der Gegenpool mit Wald- und Heidelandschaften. Die Mischung macht es.

Energie geladen

Der Übermut, durch die inzwischen wieder normalen Temperaturen draußen, hat mich am Samstagmittag dazu verleitet, mal wieder ins Fitness-Studio zu gehen. Endlich sagte mein Körper wieder: beweg Dich.

….und wie ich mich bewegt habe…5km auf dem Rudergerät zum Aufwärmen und danach hab ich mich auf die Beine fokussiert und dabei die Gewichte großzügig aufgestockt…und seit Sonntag spüre ich so ziemlich alle Muskeln in den Beinen sehr deutlich…und moderat im Oberköper.

Aber das Training hat mir, wie immer wenn ich mich dazu aufraffe, viel Schwung und Energie gebracht….und auf dieser Welle hab ich dann noch die Wohnung sauber gemacht, das Bett frisch bezogen, hab gewaschen, war einkaufen und hab den Balkon gereinigt.

Die ersten beiden Arbeitstage, nach dem Urlaub, waren auch richtig gut, so das ich weiterhin eine entspannte Grundhaltung habe. Natürlich benötige ich noch ein paar Tage, um die zwei Wochen Urlaub aufzuholen…aber alles läuft ruhig und geordnet, so das ich meine Mengen abarbeiten kann. Die Quälerei mit den Halbjahresabschlüssen ist auch endlich vorbei…das zog sich dieses Mal aber auch wie Kaugummi, bis alles Genehmigungen eintrafen.

….

Ich hab mich auch endlich mal um zwei Arzttermine gekümmert….Der Termin beim Kardiologen ist dann auch erst im Februar nächsten Jahres….das ist okay – immerhin hab ich gerade überhaupt keine Probleme….und den Check-Up beim Frauenarzt hab ich so elendig lange vor mir hergeschoben…..hab aber sehr schnell einen Termin erhalten…noch im August.

Es läuft also gerade mal richtig gut ….

Kleines Malheur und Glück gehabt

Kleines Malheur und Glück gehabt
Wismar lag nur etwas mehr als 20km von unserm Wellness-Hotel entfernt….und wir hatten beschlossen uns dort ein Restaurant fürs Abendessen zu suchen… Die Idee war gut….aber es war ja immer noch erbärmlich heiß und in Wismar gab es in der Innenstadt das Schwedenfest…es war somit  übervoll in der Stadt. Nach erfolgreicher Jagd auf einen Parkplatz, steuerten wir unmittelbar ein italienisches Eiscafè an. Ich weiß schon, warum ich immer gerne Spaghetti-Eis esse und selten Eisbecher die hoch und schmal sind…aber der Erdbeerbecher sah einfach zu verführerisch aus. Jetzt saßen wir also vor diesem hohen schmalen Becher mit langen Löffeln und ich versuche mit einiger Würde an das Eis zu kommen. Hatte ich schon erwähnt, das ich meine liebste  WEIßE Bluse anhatte?  Schon beim 2. Löffel auf dem Weg zum Mund, ging ein großer Klecks der Erdbeersoße mitten auf die Bluse und leuchtete den Rest des Tages unschön von meiner Brust. Das Eis war aber richtig lecker. Anschließend versuchten wir durch die Innenstadt zu schlendern, scheiterten aber nicht nur an den vielen Menschen (mir zu voll), sondern auch an der schrägen Musik mit vielen sehr hohen, teils unmelodischen Tönen (meine Schwester mag den Klang solch altertümlichen Musikinstrumente nicht). Wir flüchteten schnell wieder zurück zum Hafen und schlenderten dort über die Kirmes. Aber so richtig Freude hatten wir auch da nicht: zu heiß, zu voll, zu laut…mir tat mein Fuß weh, sie fühlte sich auch nicht so dolle…unsere Laune war damit dann auch nicht die Beste und wechselte ständig. Okay  also dann jetzt  ein Restaurant für das Abendessen suchen, das war ja auch der ursprüngliche Plan. Wir haben ein chinesisches Restaurant gefunden, das nach eigener Aussage auf der Webseite angeblich original chinesisch kochen soll. Das Essen war aber so grottig schlecht, das meine Schwester nicht einmal das Fleisch wirklich essen wollte Hahaha wir waren uns einig – der Reis war gut – der Rest war eine einzige Glutamatbombe. Wir machten uns auf den Weg zurück nach Boltenhagen und wollten einige Kilometer davor, noch einen abschließenden Spaziergang am Strand unternehmen. Auf dem Hinweg hatten wir einige Parkplätze und Zugänge zum Strand gesehen. Es war stockdunkel auf der Landstraße und als ich dachte, ich hätte die Einfahrt zu einem der Parkplätze gefunden, bog ich prompt ab, bremste aber abrupt als ich merkte, da stimmt etwas nicht. Es war nur ein Mini-Stück asphaltiert – dahinter war ein Graben. Puhhhh – Glück gehabt…also zurücksetzen, wieder auf die Straße und ca. 150m weiter war erst die richtige Einfahrt. Als wir ausstiegen meinten ein paar Camper, die dort standen, sie wären erschrocken, als sie sahen, dass ich zu früh abbog- aber sie hätten eine Seilwinde an ihrem Truck und uns gerettet. Wir lachten alle und waren doch froh, dass nichts passiert ist. Am Stand war eine kleine und leise Party mit ein paar Fackeln….es war eine ruhige und gemütlich Stimmung…wir liefen noch eine Weile am Strand entlang und hatten bei diesem Anblick einen versöhnlichen Abschluß für diesen Tag:

im Hotel-Bademantel

Während unseres Wellness Aufenthalts an der Ostsee, waren wir nicht nur in der Hotel-Anlage und haben es uns gut gehen lassen, sondern waren oft und viel draußen in Bewegung.

Am ersten Tag haben wir am Nachmittag und am Abend noch die Umgebung erkundet und festgestellt, das es fußläufig außer der Hotelanlage mit der Marina, nur wenig „Ort“ gibt. Das waren für den ersten Tag dann auch insgesamt mehr als 2,5 Stunden Bewegung. Der Ort Boltenhagen lag aber nur wenige Kilometer entfernt…den haben wir dann an unserem Abschluß-Tag besucht…incl. Restaurant und Strandbesuch..

Der 2.Tag startete dann mit einem ausführlichen Frühstück am tollen reichhaltigen Buffet…frische Spiegeleier oder Omelette konnte man sich extra dazu Bestellen…das fertige Rührei sah für mich sehr nach Industrie-Eiern aus der Packung aus und der Speck lag traurig in seinem Warmhaltekasten…die frischen Spiegeleier mit frischem knusprigen Speck, die uns direkt an den Tisch gebracht wurden, waren dagegen echt lecker.

Danach gab es einen erneuten Rundgang von 1,5 Stunden an der Marina und am Strand entlang. Später schlenderten wir dann noch, ganz traditionell, wie es sich für Wellness-Gäste gehört, im weißen Hotel-Bademantel zum Badehaus, um am morgentlichen Aqua-Fit-Kurs teilzunehmen….das war lustig und wir wurden auch gut durch das Wasser gescheucht…war mir mit 35 Minuten aber etwas zu kurz. Wir blieben danach noch für ein paar Runden Schwimmen im Aussenpool.

Während meine Schwester die Auswirkungen vom Aqua-Kurs später im Körper spürte, hatte ich keinen solchen Effekt….hab wahrscheinlich durch das regelmässige Hanteltraining zuhause, einen kleinen Kraft-Vorsprung.

Das mit dem dicken flauschigen weißen Hotel-Bademantel tragen, war für mich ein merkwürdiges Gefühl. Ich mag so etwas eigentlich nicht. Irgendwie hab ich das immer für absurd gehalten. Meistens ältere Menschen (jaja, ich bin ja auch schon 54 – gehöre also schon dazu) tragen solche Bademäntel wie eine Trophäe als „ich gehöre dazu“….etwas, was unwillkürlich einen inneren Widerstand in mir erzeugt.

Antwort meiner Schwester: das mache alle so, das gehört dazu und auch Schwester+Schwager haben das auch schon öfter im Hotel, wo es angeboten wurde, so gemacht…außerdem ist man dadurch, für das Hotelpersonal gleich als Gast erkennbar.

Ich mache ungern das, was alle machen…aber dem letzten Argument konnte ich mich nicht verschließen. Und letztlich war es wirklich praktisch…habe mich also in die Konformität der Spa-Gäste eingefügt….und war damit tatsächlich fast unsichtbar, weil es aben alle so gemacht haben und ich dachte, ich bin damit eher auffällig – das Gegenteil war der Fall.

Anschließend schlenderten wir wieder zurück zum Spa-Bereich des Hotels und ab ging es in die Sauna. Wir blieben in der 60Grad-Bio-Sauna und fühlten Beide, das es bei der Hitze draußen, wirklich keinen Spaß machte…es fühlte sich alles gleich belastend an…es blieb daher bei einem Saunagang…dafür war die anschließende Ruhephase sehr entspannend, bevor wir unseren Massage-Termin hatten…. und die Massage war geradezu Himmlisch!!

Für den frühen Abend hatten wir geplant mit dem Auto nach Wismar zu fahren….