1.Impfung – Trainingslager für`s Immunsystem

Meine Impfung heute Morgen war unerwartet einfach und unkompliziert.

Die Hausarzt-Praxis hat dabei für so einen Impf-Tag einen erstaunlich simplen, aber sehr effektiven Ablaufplan.

  1. Mit der Terminvergabe wird darauf aufmerksam gemacht, das man die Impfeinwilligung schon von der Webseite des Arztes runterladen, ausdrucken, lesen und unterschrieben mitbringen muss.
  2. Es werden immer gleichzeitig 10 Personen zu einem Impftermin eingeladen.
  3. Bei Eintritt wird die Einwilligung und die Krankenkassenkarte vorgezeigt und mit der Terminliste abgeglichen.
  4. Jeder erhält dann eine Karte mit einer Nummer in einer bestimmten Farbe. Bei 2 Ärzten gibt es also 2 Farben je 5 Nummern
  5. Jeder Stuhl hat genau die Farbe und Nummer – hinsetzen
  6. Ärmel hochkrempeln und der Arzt kommt, desinfiziert, piekst und spritzt das Impfserum von Stuhl 1 – 5 reihum
  7. nach der Spritze bleibt man noch eine kurze Weile sitzen, so zur Sicherheit
  8. danach gibt man die Impfeinwilligung vorne am Tresen ab und schiebt noch die Krankenkassenkarte in das Lesegerät
  9. Fertig

Ohne die Wartezeit vor dem Einlass (ich war ein paar Minuten zu früh da) hat die gesamte Prozedur nur ca. 10 Minuten gedauert.

Und NATÜRLICH lief es bei mir nicht reibungslos, weil ich Schussel vergessen hatte, diese blöde Einwilligung mit zu bringen….so hat mich die Arzthelferin mal so richtig angemault und mir dann verärgert den Zettel ausgedruckt gegeben (da lag ein ganzer Stapel – ich bin also bestimmt nicht die Einzige gewesen) und ich konnte ihn noch nach der Impfung ausfüllen. H

ab mich ja auch entschuldigt…immerhin war es keine Absicht. JA – sie hat es am Telefon bei der Terminvergabe erwähnt, ich hab auch brav ja gesagt, das ich das tun werde und es dann im Laufe der nächsten Tage einfach vergessen. Letztlich hat es aber nicht zu einer Verzögerung des Ablaufs geführt….puhhhh Glück gehabt hahaha …im ersten Moment dachte ich, sie schickt mich ohne Impfung wieder nach Hause.

Sooooo und der Arzt hat sooo super gespritzt, ich hab nur einen kurzen Stich verspürt mehr nicht…Wie immer ist bei mir die Angst vor Sprizten größer, als das tatsächliche Ereignis.

Also HURRA – die 1. Impfung ist getan…die 2. folgt Anfang Juli.

Und natürlich hab ich mich schon seit Tagen an die Empfehlungen gehalten….hab in den letzten 2 Wochen keinen Wein getrunken (nur ein Glas Prosecco letzte Woche)…hab mich noch ausgewogener ernährt, gestern auch keinen Zucker, nicht zu viel tierisches Eiweiß, keine fetten Speisen…..dafür viel Tee und Wasser getrunken…..und mich heute Morgen moderat vor dem Homeoffice-Start bewegt und werde heute keine anstrengenden Sachen mehr machen….und auch in den nächsten Tagen weiterhin keinen Wein trinken.

Ich hab alles optimal vorbereitet, nun ist mein Immunsystem dran…das muss jetzt mit dem gespritzten Impfserum von Astrazeneca ins Trainingslager…um so die Immunabwehr für den Ernstfall vorzubereiten.

(lt. „Zeit Online“ sind per heute Abend 39,3% (32,7 Millionen) in Deutschland erst-geimpft und13,1% ( 10,9 Millionen) bereits zweit-geimpft)

Konsolidierungs-Phase

Diese Woche ist im Job viel Ruhe eingekehrt, was bedeutet das ich bisher an jedem Tag in dieser Woche weniger gearbeitet habe….ich bin also aktiv dabei meine Überstunden zu reduzieren, die ich in den ersten Monaten angesammelt habe.

….und es fühlt sich gut an….es gibt gerade KEINEN Stress in unserer Abteilung, jetzt wo alle 1/2 Jahresabschlüsse fertig sind.

Ich bin also „fertig“ eingearbeitet. Habe alle mir zugewiesenen Projekte damit jetzt komplett übernommen. In diesem knappen 1/2 Jahr hab ich schon die Prozesse für meine 25 Gesellschaften sanft modifiziert.

Jetzt starte ich die Konsolidierungsphase für meine Gesellschaften….also, alle Prozesse werden standardisiert und über einen Prozessablaufplan nachverfolgt. Was die Software an wiederkehrenden Arbeiten übernehmen kann, wird dort eingepflegt und überwacht. Was manuell gemacht werden muss, wird über Outlook Dauertermine nachverfolgt usw.

So das ich zu jeder Zeit weiß, was ich für welche Gesellschaft zu tun habe, wie weit ich mit den einzelnen Schritten bin, in welchem Modus sich diese Schritte wiederholen, wo die Daten herkommen, was ich damit mache und wo sie danach hingehen.

Diesen Prozessablaufplan hab ich als Excel-Datei angelegt und jetzt nach knapp 1/2 Jahr hab ich so gut wie alle Prozesse zusammen (es fehlen nur noch die Speziellen zum Jahresende).

Das ist es, was ich an meiner Arbeit liebe: Strukturen schaffen. Wenn auch nur für mich…der Controller merkt zwar, das es nicht schlecht wäre, so etwas zu haben…empfindet meinen Ablaufplan aber als zu starr…..

…was er eigentlich nicht ist…er ist nicht starr, sondern sehr flexibel und vor allem lebendig….er bietet aber den Rahmen, den ich für meine Arbeit brauche. Ich lasse ihn damit aber in Ruhe…wenn es ihn interessiert kann er ja fragen, wenn nicht – auch gut…immerhin ist er bisher ohne ausgekommen. Früher hätte ich mich mehr ins Zeug gelegt und hätte versucht ihn von dieser Art zu arbeiten zu überzeugen…heute bin ich gelassen…

Da ich ständig im Kopf und mit dem Computerprogrammen zwischen den verschiedenen Gesellschaften wechseln muss, brauche ich meinen Arbeits-Schema genannten Ablaufplan, um alles im Auge zu behalten.