Wie beim puzzlen

Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen…..wie bei einem Puzzle.

In den letzten Tagen ist viel Bewegung in die Kontrolle meiner letzten Jahresabschlüsse gekommen…nachdem ich mit einem meiner dänischen Chefs verschiedene Video-Meetings zur Klärung der wichtigsten Fakten hatte, konnte ich nun von meiner akribischen Datenaufbereitung im letzten Jahr und anschließendem ständigem Monitoring profitieren und bis heute alle Fragen der Geschäftsleitung zum Jahresabschluss 2020 beantworten….hab noch ein paar Auswertungen auf die Schnelle zusätzlich gemacht und hoffe, das ich damit bald unter das Thema „Datenübernahme neuer Gesellschaften in 2020“ bald einen Schlussstrich ziehen kann.

…..und auch in das immer noch nicht abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2019 kommt wohl nun auch endlich Bewegung (das Thema liegt zum Glück so gar nicht bei mir). Wie sagte es mein Chef in DK: jetzt schließt sich der Kreis.

Zusätzlich hab ich von den Wirtschaftsprüfern für die anderen restlichen Gesellschaften endlich die Entwürfe zur Kontrolle erhalten…und auch schon erledigt.

Ich habe für meine Arbeitsleistung, von mehreren verschiedenen Stellen (nicht von meinem Chef Vorort), sehr positive Rückmeldungen erhalten. Da freue ich mich echt drüber…diese Rückmeldungen kann ich gerade mal gut gebrauchen.

Und auch sonst lief die Arbeit heute sehr geschmeidig und ich bin gut voran gekommen.

Auf dieser positiven Wolke bin ich dann am schon späten Nachmittag ins Wochenende entschwebt.

Also entweder ist das Einbildung oder die Einnahme von inzwischen 2 Eisentabletten zeigt schon eine Wirkung. Egal warum, heute bin ich auf jeden Fall schon viel munterer, fühle mich wach und leistungsstark und gar nicht mehr müde….und das trotz der Blutspende gestern.

Ich hab heute auch schon gleich mal einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht….meine Kollegin meinte: mach es doch sofort…ruf an, als ich meinte: ja ich hole mir dann mal einen Termin…hahaha…sie hat ja Recht…Sooo der Termin ist in 1,5 Wochen – das passt prima.

Und zuguter letzt: kaum bin ich zuhause angekommen, hab ich den Sonnenschein gleich für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon genutzt…so mit Jacke und Decke…aber DRAUSSEN….soooo das Wochenende kann nun beginnen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start ins Wochenende….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Vollmond

Vollmond

….ich hab schlecht geschlafen – dafür war es ein super Arbeitstag.

Das ist die Zusammenfassung meines heutigen Tages….noch ein bis zwei solcher tollen Arbeitstage wären super….aber es ist wie immer: Ist ein Problem gelöst – kommen gleich die Nächsten.

Vor, während oder nach dem Vollmond ist mein Schlaf nicht sehr fest….ich schlafe super schnell ein, aber mitten in der Nacht werde ich wach und dann dauert es…inzwischen höre ich dann weiter mein Hörbuch und mache ein paar gezielte Entspannungsübungen…und dann schlaf ich auch schon weiter.

Und trotzdem bin ich heute Morgen etwas früher aufgestanden und auch nur eine Mini-Mittagspause gemacht…und hab vor lauter Arbeitseifer glattweg meinen Feierabend verpasst….hahaha…erst als mal wieder die Mitteilung kam, das es kurzfristig einen Server-Down gibt, hab ich dann auch tatsächlich von der Arbeit losreißen können….

….und ich hatte auf einmal so richtig Hunger und hab in Ottensen in einem vietnamesischen Restaurant Essen bestellt….also noch einen kleinen Spaziergang gemacht und bin anschließend mit dem Essen nach Hause gefahren.

Wow – also das kleine Restaurant hatte ich bisher noch gar nicht so auf dem Schirm…bin zwar öfter daran vorbei gelaufen….das Essen war KLASSE…das Gemüse frisch und knackig, die Ente knusprig und die Soße mit der richtigen Schärfe und dazu lecker…..

Also Essen kochen brauche ich heute nicht mehr….das war dann Mittag- und Abendessen in einem Rutsch…..

Und jetzt werde ich zum 3.Mal in dieser Woche eine Walking-Runde einlegen….und Morgen soll es ja in Hamburg schneien, bis zu 10cm wären möglich …sagt der Wetterbericht ….ohhhh das wäre klasse…

Hineinspringen – Eintauchen

Es ist Samstag und noch früher Morgen….also vor 6 Uhr und ich bin bereits angezogen und sitze jetzt mit dem Laptop und einer Tasse Kaffee auf der Couch.

Ich bin lange vor dem Wecker wach geworden…und meinem Plan folgend werde ich jetzt gleich meine Sachen für den Tag schnappen und erst noch mal für 3-4 Stunden ins Büro fahren….denn da ist es heute ruhig.

Die letzten Tagen war sehr viel Unruhe im Büro…von Innen (viele Kollegen) und von Außen (Baustelle vor dem Fenster). Ja klar, ich hätte mich ja nicht mit den Kollegen unterhalten müssen…hätte mich einfach in mein Büro verkrümeln können, um dann einfach intensiv zu arbeiten.

HÄTTE! Hab ich aber nicht. Wollte ich auch nicht. Ich nutze die Gelegenheiten mich mit den Kollegen auszutauschen…die, die dann mal da sind….und die dann auch zu mir kommen und sich unterhalten möchten…die Zeiten sind schon schwer genug für uns Alle und jeder ist froh über persönliche Kommunikation.

Endlich am Freitag war arbeitssame Ruhe im Büro …. da wurde es auf der Baustelle so laut, das es nur noch mit Kopfhörern und Entspannungsmusik ging mich zu konzentrieren….und dann bin ich hineingesprungen in die nächsten Jahresabschluss-Vorbereitungen. Denn jetzt kommen die größeren Gesellschaften, aktuell die, mit dem kompliziertesten Abrechnungs-Schema.

Zum Glück hab ich mich bereits während des Sommers schon eingehend damit auseinander gesetzt…denn selbst der Controller hat mir bei der Übergabe nicht alles dazu erklären können, ihm war dieses 4er Firmen-Geflecht auch nie geheuer…also hab ich mich im Sommer durch gewurschtelt und bin mit vielen Fragen an diverse Kollegen an die Aufarbeitung gegangen und konnte so, bis Ende letzten Jahres alles aufdröseln, alles abstimmen, hab alles bereinigt….und so war die Aufbereitung der Jahresend-Daten bisher eigentlich kein großes Thema mehr….bis auf EINE Sache….und da hing ich gestern und bin eingetaucht bis mein Taschenrechner glühte…irgendwie MUSS das doch nachvollziehbar sein….

Ich hab bestimmt 2,5 Stunden verglichen, nachgerechnet, Verträge gesucht (und nur teilweise gefunden), mit Arbeitspapieren verglichen, neu gerechnet, Daten erneut abgeglichen, Vorjahresdaten geprüft, wie kommen die bloß auf die Basiszahlen, wie kommen die auf die Anpassung, ich brauche die Angaben aus dem VERTRAG….himmelnocheins….WARUM wurde die Indexierung geändert, wenn es keine Vertragsanpassung gab, und WO ist der ursprüngliche Vertrag…wieso Mitten im Jahr die Änderung, warum 2x eine Erhöhung….warum haben wir andere Vorjahres-Werte, hab in alten Ordnern gewühlt….ach so,….falsch verbucht…

hahahaha….das sind Momente in denen ich komplett Zeit und Raum vergesse…und auch wenn ich nicht behaupten kann, jetzt alles wirklich verstanden zu haben, dazu müsste ich es in einem Vertrag nachlesen können, kann ich zumindest sagen: ja es ist logisch und nachvollziehbar…nur ob es richtig ist, kann ich trotzdem nicht sagen.

Aber den Schritt blende ich jetzt einfach mal aus….da gibt es ja in Dänemark noch die Kollegin, die noch die dazugehörende dänische Gesellschaft betreut und beide Gesellschaften zur Abstimmung zusammenführt….also eine Kontroll-Instanz.

Und deshalb sitze ich an einem Samstag Morgen hier auf der Couch, trinke in Ruhe meinen Kaffee und schreibe ein paar Zeilen hier….bevor ich jetzt gleich entspannt ins Büro fahre um dort ganz in Ruhe und ohne Hektik den nächsten Abschluss vorzubereiten…In der nächsten Woche habe ich insgesamt 4 Abgabe-Termine….

und danach werde ich noch den Ausflugs-Tipp eines Kollegen umsetzen….Wulksfelde bei Tangstedt mit einem großem Hofladen und schöner Umgebung zum Wandern…..

Erst Blei – dann zäh

Erst Blei – dann zäh

Der heutige Montag startete etwas schleppend….warum ich ausgerechnet montags oft das Gefühl habe, Blei in den Knochen zu haben, bleibt mir schleierhaft.

Immerhin war das Wochenende locker und leicht und nicht anstrengend…hab auch genügend geschlafen.

Fast wie in Zeitlupe waren meine Bewegungen. Der Körper schien einfach noch zu schlafen…auch nach der Dusche. Inzwischen sind Morgen-Walkingrunden an den Homeoffice-Tagen zum Standard geworden…also los:

Und auch hier ging es langsamer als sonst….trotzdem war ich fast 1 Stunde unterwegs und mit dem anschließenden Kaffee war dann auch endlich mein Körper wach und einsatzbereit.

Fast die Hälfte des Tages hab ich heute versucht als Mittler die Kommunikationslücken zwischen Dänischen Kollegen untereinander und zu einem deutschen Dienstleister zu überbrücken und einen arg schiefgelaufenen Sachverhalt zu klären.

Es ist das alte Problem: zu viele Beteiligte, jeder kennt nur einen kleinen Teil der Geschichte, eine Abteilung versteht die andere nicht (trotz GLEICHER Sprache, aber mit fehlendem Fachwissen), keiner kennt die Zusammenhänge, aber jeder macht irgendetwas….und dann noch die Sprachbarriere in Richtung Deutschland….

Ja das war zäh, bis ich aus den Kollegen die Einzelheiten heraus-gekitzelt hatte, dann mit einem Telefonat zum Dienstleister noch andere Infos erfuhr, um dann das Ganze wie ein Puzzle zusammen zu setzen….um dann endlich zu begreifen was „wir“ da falsch gemacht haben und wie es zu lösen ist.

Also dann einmal auf Englisch das Konstrukt, den Fehler und die Lösung erklärt, damit jetzt endlich alle Beteiligten den gleichen Wissensstand haben…..dann noch einmal auf Deutsch an den Dienstleister eine entschuldigende E-Mail geschrieben…die haben sich zum Glück sehr schnell gemeldet und werden es nun unbürokratisch wieder richtig stellen….

Das betraf gar nicht meine Arbeit… eigentlich hätte ich mit meinem eigenen Kram genügend zu tun, aber eine der dänischen Kolleginnen hat mich freundlich gefragt, ob ich wohl helfen könnte…na klar.

Letztlich waren wir alle erleichtert…und ich hoffe die kommen nicht mit noch mehr Problemen dieser Art….na klar, alle haben sich bedankt und es hat ja auch Spaß gemacht…aber eigentlich sollten sich die dänischen Kollegen schon untereinander besser austauschen. Nicht das alle denken ich bin jetzt immer da, um die Kastanien aus dem Feuer zu holen…. hahaha

Sonntags Job

Was für ein schöner Sonntag….zumindest meiner Haut ist der ungeplant schläfrige Tag gestern gut bekommen, vor allem die Tablette hat seine geplante Wirkung erzielt und meine Haut ist heute fast beschwerdefrei und das heißt auch: ich bin wieder munter und voller Tatendrang.

Ich hab bereits 3 Stunden für die Firma gearbeitet. Das hatte ich eigentlich für gestern geplant…diese Stunden waren notwendig, da sich die Datenübernahme für die 11. und größte Gesellschaft, (die vorherigen 10 waren klein und übersichtlich) doch aufwändiger gestaltet, als gedacht und bis Ende nächster Woche muss ich unbedingt damit fertig werden. Freitag war ja durch das Team-Frühstück für viele Stunden eher quatschen, als arbeiten angesagt….und so macht es mir nichts aus, das jetzt am Wochenende nach zu holen.

Hier merke ich ganz stark den Unterschied zu der Firma für die ich das letzte 1/2 Jahr gearbeitet habe. Hier bin ich jetzt selber dafür verantwortlich, das alles reibungslos läuft, auch wenn es keine Chefs gibt die einen dabei kontrollieren oder gar „anleiten“ wollen.

Auch ohne Team-Verantwortung, übernehme ich auf natürliche Art einfach die Verantwortung für meine Arbeit…so kenne ich das eben auch von früher ..und mein Kollege übernimmt die Verantwortung für seinen Bereich und wir teilen uns die Arbeit so ein, das es eben passt….ohne das uns ständig dabei auf die Finger gesehen wird. Das ist im Endeffekt sogar produktiver…glaub ich zumindest.

Die Arbeit macht  Spaß und ist durch die gesellschaftlichen Verflechtungen spannend….aber na klar muss es eben auch so schnell wie möglich fertig werden, damit gegen Monatsende auch der Steuerberater die Daten dann von mir übernehmen kann….

In der kommenden Woche werde ich wahrscheinlich genügend  Zeit haben, um die ersten 4 Monate nachbuchen zu können…dazu muss ich aber erst einmal die Voraussetzungen schaffen und die Vorjahreswerte übernehmen:

Montag ist mein Kollege im Homeoffice, Dienstag sind wir Beide im Büro, Mittwoch bin ICH  im Homeoffice, Donnerstag ist Feiertag und Freitag arbeite ich alleine im Büro (der Kollege hat dann einen Tag Urlaub). Das könnte also gut klappen mit meinem Vorhaben  bis Ende nächster Woche fertig sein zu wollen.

Aber jetzt ist der Rest des Sonntags für mich…und ich fahre heute noch an den westlichsten Punkt der Ostsee = Flensburg. Der  Schwager hat Geburtstag.

 

 

 

Rechtzeitiger Umschwung – 2.Teil

Ja so langsam komme ich in eine Phase wo das Arbeiten schon  fast Spaß macht.

Bis – ja bis mich mal wieder so eine unlogische komplizierte Handlungs-Kette für einen eigentlich einfachen Sachverhalt umhaut…weil ich es nicht verstehe warum das so sein soll. Dann stehe ich erst einmal sprachlos da…und auch nach dem 3. Durchlauf der Erklärung erkenne ich den Sinn dahinter nicht. Letztlich weiß ich: aus Sox-Compliance-Gründen muss alles was in den Computer-Systemen ist:

  • ausgedruckt werden
  • derjenige der es gemacht hat muss es unterschreiben
  • der unterschriebene Beleg muss von einem anderen Kollegen geprüft und ebenfalls unterschrieben werden
  • und später wird dann noch einmal die Prüfung des 2. Kollegen überprüft, ob er richtig geprüft hat

Wir befinden uns im 21. Jahrhundert und ich bekomme eine Liste aller Rechnungen aus einem externen Warenwirtschaftssystem AUSGEDRUCKT auf den Tisch und muss  tatsächlich HÄNDISCH mit einer ausgedruckten Liste aus dem Buchhaltungssystem prüfen ob die in beiden Systemen erfassten Rechnungen auch tatsächlich überein stimmen….da fehlen mir die Worte.

Aber das sind nur die kleinen Dinge die mich sprachlos machen.

In den letzten Tagen hab ich eine meiner direkten Kolleginnen gefragt ob ich ihr etwas abnehmen kann, da sie aktuell sehr unter Druck steht, aber sie hat nur sehr abweisend darauf reagiert. Heute nun hat sie mich gefragt ob ich Zeit für 1-2 Aufgaben hätte…ja, noch habe ich die Zeit dazu – also hab ich es mir kurz erklären lassen und es gemacht.

Und später hat mich die Chefin noch mit in ein kleineres Projekt einbezogen, welches eine junge Kollegin als Zusatzaufgabe bekommen hat…ich werde in dem Projekt  jetzt die Kollegin unterstützen, da ich diese organisatorische Thematik schon mehr als einmal in meinem Berufsleben umsetzen musste…das macht mir Spaß.

Die Frustration der letzte Woche ist überwunden…und kommt hoffentlich auch so schnell nicht zurück.

 

Es gibt sie überall

Überall, in jeder Firma, gibt es ganz spezielle Kollegen und überall gibt es das gleiche Tratschen, lästern, sich über den Chef ärgern… Kollegen die einen links liegen lassen oder neugierig versuchen einen  auszufragen.

Die gesamte Bandbreite der menschenlichen Egos  findet man auch in diesem Micro-Kosmos „Job“…..lach…und auch wenn der Personalvermittler meinte: jeder ist in dieser Firma glücklich und zufrieden-..so kann ich nach 3 Wochen sagen: nein- ganz und gar nicht.

  • da sind mindestens 3 Kolleginnen die so absolut unzufrieden sind…womit? Natürlich mit allem: Arbeit ist heute blöde / früher war alles besser / zuviel Arbeit / zuwenig Verantwortung / zu eintönig /ständig Veränderungen. Jede Aktion die nicht rund läuft, wird gleich auf sie persönlich bezogen…na klar: die Chefin hat eine Transaktion entzogen und das führte zu Problemen…jetzt wurde es zurück gedreht…und prompt war jemand der Meinung so eine blöde Chefin, das hätte sie doch wissen müssen…
  •  Dann sind da 2-3 Kolleginnen die ständig  über andere lästern…nicht nur über andere Kollegen, sondern überhaupt. Jede noch so alltägliche Situation wird seziert und über alles wird gehässig hergezogen.
  •  Dann sind da insgesamt 3-4  Kollegen die immer und ständig labern…und bei dem einen frage ich mich, wann schafft er es eigentlich noch dazwischen zu arbeiten…Er hat zu allem und jedem Thema etwas zu sagen und er wechselt die Themen so schnell, da schlackern mir die Ohren…also geistig fit scheint er zu sein…
  •  Dann sind da mehrere Kolleginnen die ständig mit einander flüstern, was bei einem 15köpfigen Team in vier ineinander-übergehenden (also halb-offenen) Räumen auch sehr unauffällig ist
  • Dann sind da die 2-4 Kollegen die nie Lust auf die Arbeit haben, immer müde sind und schon Morgens um 9 Uhr lautstark die Stunden bis zur Pause und bis zum  Feierabend zählen…
  •  Dann ist da die Kollegin die sich unterlegen fühlt und versucht es mit einer leicht überheblichen Art zu überspielen …und dann kommt wieder so ein merkwürdiger Seitenblick: hoffentlich merkt keiner das ich es nicht weiß
  • Dann sind da auch die Spaßmacher…die sich gegenseitig mit dem Blödsinn anstacheln und das auf Kosten der Anderen.

Und dann gibt es in dem ganzen Gewusel tatsächlich noch ein paar wenige Kollegen  die gerne ihre Arbeit machen, die Verantwortung übernehmen, die sich kümmern und die einfach nett und normal sind…mit denen man sich auch ganz normal unterhalten kann.

Wer genau mit gezählt hat wird feststellen das manche Kollegen mehrere der oben genannten Attribute auf sich vereinen…

Die meisten Kollegen gehen auch zusammen zum Frühstück und auch zum Mittagessen…und viele sitzen dann nur stumm vor ihren Handys…und die anderen unterhalten sich…ich kann den meisten Unterhaltungen nicht folgen, denn es sind oft keine ganzen Sätze, sondern oft nur Bruchstücke die sich auf vorherige Unterhaltungen beziehen, die ich nicht mit bekommen habe…lach…das ist nicht schlimm…allerdings ist es für mich nicht so der Hit den Unterhaltungen zu folgen. Aber ich beteilige mich an normalen Unterhaltungen, höre zu…mache Scherze, …erzähle auch von mir,  wenn mich  jemand fragt…frage auch die Kollegen…mit anderen Worten ich unterhalte mich ungezwungen.

Diese gemeinsamen Frühstück- und Mittagessen sind eigentlich nicht mein Fall…aber natürlich ist es gerade in der Anfangsphase nicht gut, sich gleich abzukapseln…also werde ich auf jeden Fall noch ein paar Wochen bei diesen gemeinsamen Essen mit machen… Allerdings würde ich auch gerne wieder mittags spazieren gehen….aber das muss eben bis zum Feierabend warten.

Wenn ich mich selber frage, wie ich mich fühle, muss ich sagen…ich fühle mich gut – denn ich hab echt Glück gehabt mit meinen beiden Schreibtisch-Kolleginnen…

Wenn ich tief in mich hinein lausche fühle ich mich wohl in der Firma, aber eben nicht freundschaftlich verbunden…dafür ist es definitiv viel zu früh… gerade bei mir dauert das sowieso sehr lange. Es überwiegt also eine Art  wohliges Gefühl des Alleine-Seins…aber eben NICHT im negativen Sinne…sondern positiv. Ich hab auch beim Arbeiten eine gewisse Ruhe …man lässt mir meine Ruhe…

Und wenn der Feierabend da ist, dann gehe ich ruhig und entspannt und freue mich auf meine freie Zeit…ich bin auch immer irgendwie beschäftigt….Langeweile hab ich noch keine gespürt.

 

 

 

 

meine Arbeit – mag ich /mag ich nicht

Und auch diese Woche ist vorbei….haha und langsam spüre ich Veränderungen die auf mich zukommen…

–        Ich spüre eine Tendenz der Chefs mich nicht mehr mit  neuen Themen zu betrauen … nicht um mich zu schützen oder um es mir leichter zu machen…sondern aus der Notwendigkeit heraus, das ich auch in den letzten knappen 2 Monaten meinen Job mache und meinen Nachfolger noch einarbeite. Irgendwie fürchtet meine Chefin ich könnte jetzt noch mal krank werden oder mich krankschreiben lassen um dem Druck zu entgehen.

Anders kann ich es mir nicht erklären, das mir mal so nebenbei mitgeteilt wird, das wir aus Energiesteuer-Gründen jetzt für eine der vier Gesellschaften  NOCH einen Jahresabschluss machen müssen für einen gewillkürten Zeitraum von 9 Monaten. Rückwirkend per 30.06.  Ich aber aus dem Abschluss „weitest gehend“ herausgehalten werden soll, wenn jetzt die Wirtschaftsprüfer kommen um den zu prüfen.  Naja…außer wenn es um ein paar Rechnungen geht…oder um evtl. Saldenbestätigungen. AHA !  Na da bin ich aber gespannt.

–        Immer öfter bekomme ich  von Andern zu hören…das braucht Dich ja nicht zu interessieren oder „Wenn ich Du wäre – würde ich mich jetzt nicht mehr anstrengen“.   AHA  – aber meine Arbeit muss ich ja trotzdem machen…also ganz so einfach funktioniert das dann doch nicht…

–        Aber natürlich denke ich bei manchen Themen inzwischen: Prima – ich brauche den nächsten Quartalsabschluss nicht mehr zu reporten ….und damit gibt es ein paar Aufgaben die ich so NIE wieder machen muss…und das freut mich.

Eigentlich mag ich alle meine Aufgaben, ob sie nun zu meinem Kerngebiet gehören oder nicht…ich mag auch die langweiligsten und blödesten Aufgaben….Es gibt aber genau EINE Aufgabe die ich ABSOLUT NICHT mag und ich habe auch nur wenige Male versucht diese Aufgabe/Datei tatsächlich zu verstehen, aber es konnte mir keiner wirklich erklären…NEIN – ich finde es absolut unlogisch und überhaupt nicht nachvollziehbar…aber jedes Quartal quäle ich mich durch diese Datei und „bastel“ so lange daran rum, das alle Quer-Checks aufgehen. Es ist das „Package“ das für IFRS Zwecke 3 verschiedene Bilanz-Arten in  2 Spalten gegenüberstellt und daraus Steuern errechnet, die wir dann doch nicht buchen sollen, weil am Ende wieder alles auf Null gestellt wird.

Hier rufe ich laut HURRA – per 30.06. hab ich es wieder so hin bekommen, das alle Checks auf OK stehen…. Und das war jetzt das letzte Mal.

–        Andererseits werde ich jetzt gepuscht um noch 2 der großen  noch nicht abgeschlossenen Projekte die uns die Konzernmutter aufgebürdet hat,  jetzt endgültig umzusetzen…. Nun für eines der Projekte hab ich in dieser Woche erst die letzten Anweisungen und Daten für das neue Programm erhalten und habe mich in den letzten Tagen mit den Anleitungen dazu und den Nachfolge-Auswertungen beschäftigt…Montag muss ich zum Rapport  um zu berichten ob alles noch in diesem  Monat live gehen kann (für interessierte Leser oder Kenner der Materie: IFRS16 Bilanzierung von Leasingverhältnissen). Der Programm-Hersteller der für uns eine Lösung programmiert hat,  ist bereits ½ Jahr im Rückstand  und  vorgestern hab ich erst meine Zugangsdaten erhalten…Die Vorarbeiten zum Ermitteln der Grunddaten sind jetzt fast 2 Jahre her und war bis gestern eher eine „Black-Box“.

Na aber immerhin hab ich kapiert was wir brauchen um das Programm zu füttern, wie wir das Programm jetzt benutzen sollen und wie wir das Ergebnis dann in SAP verbuchen müssen…Eigentlich solle es einen automatischen Upload geben…hahaha- das haben die aber nicht geschafft.

Aber ich bin zufrieden ins Wochenende gegangen….ich hab anhand einer meiner Gesellschaften das komplette Prozedere einmal durch gespielt und verstanden…und ich kann den Chefs mitteilen: die Umsetzung wird bis Ende Juli fertig sein…im nächsten Monat werde ich das dann gleich meinem Nachfolger vermitteln.

Für das letzte (oder auch das LETZTE) Projekt innerhalb des Konzernumbaus kommen nur bruchstückhaft die Anweisungen per Mail…aber immer noch fehlen die Daten dazu…Bis Ende September muss alles fertig sein…na da bin ich ja mal gespannt ob ich das noch mitbekomme….GRINS…

Aktueller Countdown:

Verbleibende reguläre Arbeitstage: 40 ./. 2 = 38 Tage

Eigenes Ego und die Suche nach einem Nachfolger

Die Suche nach meinem Nachfolger erweist sich dagegen als schwieriger als die Chefs sich das gedacht hatten….
Und irgendwie finde ich das auch beruhigend. Nach der Aussage meiner lieben Kollegin aus dem HR es wäre ja soo vieel einfacher einen Nachfolger für mich zu finden die hätten soo viele tolle Bewerbungen erhalten….war ich irritiert. Hmmm, meint sie das im Ernst das es leichter ist, mich zu ersetzen, als meine Mitarbeiter? Diese Aussage hat mich etwas gekränkt.
Nur leider stellt sich dann bei den Bewerbungsgesprächen heraus, das sind immer nur wirkliche „Team-Leiter“…d.h. die leiten nur, haben aber nur selten die Kenntnisse um wirklich aktiv die Arbeiten auch durchführen zu können.
Ich bin nicht bei der Auswahl und bei den Gesprächen dabei, aber ein Kollege informiert mich über die Einzelheiten und ist entsetzt über das fachliche Nicht-Wissen. Also um Personal zu führen und das Team zu leiten sind die Personen geeignet, aber sobald es um das tatsächliche Fachwissen geht, hapert es.
Ich hab inzwischen geraten, doch lieber keinen Teamleiter zu suchen, sondern eine Fachkraft mit (zusätzlicher) Teamleitungs-Funktion. Das beschreibt es auch viel besser was ich da mache. Es nutzt ja nichts, wenn jemand schreibt er leitet den z.B. den „Anlagen-Buchhalter“ hat aber noch nie selber in SAP Anlagen aktiviert…und wenn ein Kandidat dann noch nicht einmal die Grundregeln der Bewertung kennt, dann sieht es eng aus.
Irgendwie beruhigt es mich…. und schmeichelt mir auch (bin ja auch nur ein Mensch) wenn ich jetzt inzwischen aus verschiedenen Richtungen innerhalb des Konzern und vor allem auch von meiner noch Chefin höre, das ich ja so ein geballtes Fachwissen habe und es schwer ist/wird so Jemanden wieder zu finden, der das ebenso hat und dann auch noch in der Lage ist ein Team zu führen, bei dem sich alle Teammitglieder wirklich als Team begreifen.
Das mit meinem Team war nicht immer so …und hat auch ein paar Jahre viel (meiner) Zeit in Anspruch genommen, damit sich alle Teammitglieder untereinander verstehen, respektieren und auch gerne miteinander arbeiten. Unser letzter (männlicher) Zugang ist auch bereits nach 4 Monaten voll integriert und alle sind mit Spaß dabei.
So langsam wird es Zeit, das ein Nachfolger für mich gefunden wird, es sind nur noch knapp 3,5 Monate die ich zum Einarbeiten für meinen Nachfolger habe.
Das Gute ist, ich kann viele Dinge bereits unserem „Neuzugang“ zeigen und habe auch schon Teile meiner Arbeit übergeben, so wird es auch meinem Nachfolger leichter gemacht…Der/Die muss dann nicht mehr alles selber können….