Sichtweisen

Wenn ich meine Situation im April letzten Jahres mit Heute vergleiche, sind das 2 ganz unterschiedliche Ausgangspunkte….soll heißen mit der nun anstehenden Veränderung verbinde ich Energie, Lust am Leben…. Neugierde.

Im letzten Jahr war die Veränderung ungleich größer und ich bin mit Erschöpfung in diesen Neustart gegangen. Meine Intention war: Ruhe und Erholung zu finden, inneren Frieden nach der Trennung vom Freund und eine geregeltere Freizeit nach meiner Kündigung im Stess-Job.

Der neue Job war nur ein Vehikel um meinen Unterhalt zu bestreiten, mir die finanzielle Sicherheit zu geben und mir die Freizeit zu ermöglichen…denn eine richtige Aufgabe oder gar eine Passion konnte ich dort nicht entwickeln.

Ich hab mich eine Weile mit dem Job arrangiert, weil mir schon nach 1 Monat klar war, das hier ist nicht der Job, wie ich ihn mir vorgestellt habe und auch nicht so, wie man mir gesagt hat.

Auch das Team schien nur am Anfang harmonisch zu sein. Es gibt mehrere Lager und wer nicht zum stärksten Lager gehört, der ist eben DRAUSSEN…das hab auch ich zu spüren bekommen. Aber selbst wer DRINNEN ist, hat es nicht automatisch gut .

Erst letzten Donnerstag brüllten sich 2 Kolleginnen ihren ganzen Frust auf die eigene Situation im Job an….Jede fühlte sich unverstanden…und auch danach waren Beide tief überzeugt, das immer nur auf den jeweils Anderen Rücksicht genommen wird….

Die Konflikte im Team sind sogar noch tiefer, als ich es bisher wahr genommen habe. Daran hat auch die Teambuilding-Maßnahme (ein paar Monate bevor ich dort angefangen habe) nichts bewirkt.

Bei 14 Personen gibt es glaube ich nur 2-3 Personen die eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlen…die mit Job und der Kollegensituation gut auskommen. Die meisten sind unzufrieden..einige mit denen ich gut auskomme, erzählen es frei heraus…bei den Anderen ist das ewige Gemeckere nicht zu überhören.

Interessant ist allerdings die Wahrnehmung der Chefin…die bekommt es entweder wirklich nicht mit oder sie interepretiert es als „vorüber gehende Miss-Stimmung“ oder sie will es einfach nicht wahr haben, das es ein Grundsatz-Problem ist. Sollte sie es wirklich nicht wahrnehmen, fehlt ich allerdings jegliche Empathie für ihre Mitarbeiter und jegliches Gespür wie man mit schwierigen Situationen umgehen sollte.