Urlaubsvorbereitungen

Urlaubsvorbereitungen

Den Samstag heute hab ich irgendwie größtenteils vertrödelt…

ich habe lange und sehr gut geschlafen (zum Glück)…danach lange auf dem Balkon gesessen….Essen gekocht und wieder auf dem Balkon gesessen….

und dann war auch schon die große Hitze am Nachmittag da…und  was mache ich…ich verziehe mich ins Wohnzimmer, nur um noch eine kleine Runde zu dösen und sogar etwas zu schlafen.

Erst am frühen Abend hab ich dann mal mit dem Wohnungsputz begonnen.

Ich gehöre zu diesen verrückten Menschen, die immer VOR dem Urlaub putzen…wenn ich dann aus dem Urlaub komme, werde ich dann von einer ordentlichen und sauberen Wohnung in Empfang genommen.

Von meinen weiblichen Verwandten habe ich gelernt: sollte mir etwas im Urlaub passieren und jemand Fremdes muss in meine Wohnung, dann ist es wenigstens ordentlich….hahahaha

Die Hitze der letzten 2 Wochen hat mich aber auch tatsächlich etwas nachlässig werden lassen…wer hat schon Lust bei der Hitze  nach Feierabend auch noch zusätzlich zu schwitzen….also jetzt muss es einfach sein. Betten beziehen, Fenster putzen, Staub wischen und -Saugen usw.

…nur vor dem Bügeln drücke ich mich noch….das mache ich evtl. Morgen ganz früh…..da sind ein paar Sachen, die ich gerne für meinen Kurz-Urlaub mitnehmen möchte…..Sollte es nicht heute schon kühler werden?  Also davon hab ich nichts gespürt…auch heute waren es hier über 30 Grad….

..und jetzt sitze ich bei Kerzenschein wieder auf dem Balkon und geniesse die aufkommende Nachtkühle…

pragmatische Lösungen

Nach einem unspektakulären Tag auf dem heimischen Balkon und mit viel innerer Gelassenheit hab ich mir mal wieder ein Glas Wein gegönnt…Das hab ich mir aber auch verdient.

Hahaha hab eine Lösung für meinen Sonnenschirm…denn auch dieser Schirmständer  gibt immer ein wenig nach…der Schirm wackelt etwas im Wind. Wie schon beschrieben wäre eine Halterung am Geländer sicher besser, ist mir aber nicht erlaubt…oder vielleicht stelle ich auch einfach nur zu hohe Ansprüche an die Festigkeit eines Sonnenschirms…egal.

Meine Lösung…sieht dann so aus 😅

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Jetzt ist der Schirm im Schirmständer fest und ich muss bei leichten Windstößen nicht mehr mit dem Fuß dagegen drücken… Jawohl – DAS sind pragmatische Lösungen.

Eigentlich mag ich, wenn eine Lösung 100% Sicherheit bietet und dazu noch gut aussieht…ist das aber nicht möglich, nehme ich auch jede andere Lösung, die funktioniert.

Den größten Teil des Tages hab ich also auf dem Balkon verbracht und es genossen…einzig als ich feststellte das ich keine Butter mehr im Haus habe, hat es mich doch noch nach draußen gezogen…immerhin wartet mein Sauerteig noch auf die Weiterverarbeitung. Und frisches Brot OHNE Butter? – ne das geht gar nicht.

Seit ich mein selbstgebackenes  Brot meistens nur noch mit Butter und ohne Aufschnitt/Käse esse, hat das Wort Butterbrot wieder eine richtige Bedeutung für mich. Frisches Brot und Butter – mehr braucht ein tolles Brot eigentlich nicht…und das vertrage ich dann auch sehr gut. Hochgradig verarbeitete Lebensmittel wie Wurst und Käse reizen mich inzwischen kaum noch.

Leider hat es mit dem Sauerteig dieses Mal nicht so ganz geklappt, der Teig hat mehr als 24 Stunden Zeit zum gehen gehabt, das Ergebnis sieht gut aus, der Kruste ist rösch und das Brot schmeckt auch klasse…ist aber nicht  fast gar nicht hoch gegangen…könnte evtl. an dem Dinkel-Anteil liegen…denn ich hatte noch einen Rest Dinkelmehl… den hab ich mit dem Weizenmehl vermischt …das war vielleicht keine so gute Idee, war aber auch eine pragmatische Lösung… und das Wichtigste: Es schmeckt trotzdem.

Aus dem Glas Wein sind dann gleich mal zwei Gläser geworden…er war einfach lecker und mein Blutdruck hat sich dieses Mal auch nicht hervorgetan…im Gegenteil Herzfrequenz und Blutdruck liegen gerade mal wieder in meinem Normalbereich…verstehe einer die Welt…

Sooo und jetzt werde ich mal Fahrrad und Auto schnappen und den heutigen Tag ein wenig aktiver gestalten, als den gestrigen… Der Plan ist mit dem Fahrrad von Teufelsbrück mit der Fähre nach Finkenwerder zu fahren und dann dort in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…so als grobe Richtung…mal sehen wo ich dann tatsächlich landen werde….

Auf dem Balkon

Auf dem Balkon

…wo sonst kann man so gut draußen sein, ohne die Corona-Regeln zu brechen, wenn man denn keinen Garten hat.

Hier darf  ich lange sitzen bleiben, Kaffee trinken, Frühstücken an der frischen Luft…hier hab ich die Möglichkeit mich zu sonnen und komme dabei keinem Menschen zu nah.

Was mich heute auf dem Balkon am Meisten fasziniert sind die Wolken, die bei schönem Sonnenschein vorüber ziehen. Immer wieder bin ich erstaunt, wie nah die Wolken scheinen und sie sehen aus wie gemalt.

Mein kleiner Balkon-Garten wird demnächst noch weiter wachsen….noch ist es  nur eine Ecke.

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Es ist ein Sonnen-Balkon und ich kann bei der Auswahl der Pflanzen aus dem vollen Farbtopf der Natur schöpfen.

Bei meinem vorherigen Schattenbalkon war die Auswahl begrenzt, aber der Balkon bot dafür sooo unglaublich viel Gemütlichkeit und hatte Rückzugsqualitäten, die mein Sonnenbalkon nicht bietet. Davor war ich mehr als 10 Jahre OHNE Balkon und auch OHNE Garten, da bin ich immer in den nahegelegenen Park gegangen…oder in einen nahen Biergarten.

In den heutigen verrückten Zeiten wäre das alles nicht möglich und allein der Gedanke sich NUR noch in den eigenen Zimmern aufhalten zu müssen, ohne die Möglichkeit auf einen Balkon oder Garten ausweichen zu können, erschreckt mich.

Natürlich geht das auch…aber wieviel Lebensqualität zusätzlich  man durch ein Freiluft-Zimmer erhält, das ist fast unbezahlbar und macht mich wieder einmal dankbar.

 

 

 

Wintersonnenwende – also fast

Heute ist der 21.12.2019, die Wintersonnenwende und der astronomische Winteranfang sind jedoch erst Morgen…Also Morgen ist in Deutschland der kürzeste Tag und die längste Nacht…ab dann wird es jeden Tag, Stück und Stück, länger hell bleiben.

Ich schreibe jedoch heute…weil ich am 21.12. bei 7,5 Grad um 10.20 Uhr auf dem Balkon sitze und gerade Mühe habe, vor lauter Sonne den Bildschirm meines Laptops zu erkennen. Am Himmel ziehen zwar auch viele Wolken, aber die Sonne scheint hindurch.

Eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, in diesem Jahr noch einmal auf dem Balkon sitzen zu können, aber  heute konnte ich nicht widerstehen.

Da alle Bäume inzwischen ihre Blätter verloren haben, hört man allerdings im Hintergrund den Verkehr…nicht laut und unangenehm….aber beständig in einiger Entfernung.  Das war im  frühen Herbst noch schöner.

Aber ich sitze hier nun, in aller Ruhe und genieße meinen Kaffee mit den selbstgebackenen Keksen meiner Schwester und den gekauften Doimino-Steinen…seufz…das Leben kann einfach schön sein.

Mit der überstandenen Firmen-Weihnachtsfeier gestern, habe ich auch keine weiteren Termine, Verabredungen oder sonstige Verpflichtungen an diesem Wochenende….also auf  in den Norden Hamburgs… in die Hummelsbüttler Feldmark, ins Naturschutzgebiet: Raakmoor. Laut Beschreibung des Nabu ist es das kleinste Naturschutzgebiet der Hansestadt.

Nach dem Trubel der letzten Woche bin ich froh mich wieder in die Ruhe der Natur zurück ziehen zu können…

 

 

Sonne und Frei

Sonne und Frei

Ich habe heute einen freien Tag…es ist der 29.11. und ich sitze bei strahlendem Wetter DRAUSSEN auf meinem Balkon …unfassbar.

Den Vormittag hab ich mit Hausarbeit verbracht und mich gleichzeitig mit einem  Hörbuch von Dirk Müller unterhalten lassen. Das ist einer DER Börsenmakler unserer Zeit, der sehr anschaulich und unterhaltsam die Börse, Finanzprodukte und Zusammenhänge von Wirtschaft und Geld erklärt.

Und erst während ich gerade dabei war, die Nikolaustüten für meine ehemaligen Kollegen und Freunde zu packen bemerke ich, das die Sonne tatsächlich bei strahlend blauen Himmel schon den ganzen Vormittag über scheint…das war mir vorher gar nicht so bewusst aufgefallen.

Und flugs hab ich Kaffee, Computer, Handy, Jacke, Schal und Decke geschnappt und sitze hier ganz entspannt. Während ich gestern Abend bei strömenden Regen mal wieder eine meiner Walking-Runden gedreht habe.

Ich komme aktuell auf gelaufene Kilometer von 45 bis 75 pro WOCHE. (ich weiß es gibt andere die machen 100km an einem Tag 🙂 ….in dieser Woche liege ich schon nach vier Tagen bei 43km.

Kurz zusammen gefasst, die Sonne inspiriert mich eher zum Relaxen, die aktuelle frühe Dunkelheit fordert mich zum Laufen auf…lach.  Eines meiner Mädels hat mich gefragt ob ich im Dunkeln keine Angst habe. Nein – hab ich nicht.

Ich hatte früher schon keine Angst alleine raus zu gehen, okay – also in einen dunklen Wald oder unbeleuchteten Park wäre ich im Sommer nicht unbedingt im Minirock unterwegs gewesen. oder in den schlechteren Gegenden der Stadt ..aber im allgemeinen leben wir in Deutschland an vielen Orten in relativer Sicherheit.

In den letzten Jahren hatte ich eher das Gefühl das die gefühlte Unsicherheit auch bei mir zunimmt, angestachelt durch viele Aussagen in meiner direkten Umgebung.

Seitdem ich aber wieder alleine lebe, ist mein Sicherheitsempfinden im Verhältnis zu meinen Wohnorten wieder viel stärker geworden. Nicht das ich jetzt super sorglos bin, aber ich lasse mir auch keine unnötige Angst (mehr) einjagen…gehe mit erhobenem Haupt und strahle Selbstsicherheit aus…nehme also schon mal durch meine Haltung keine Opferrolle ein…natürlich schützt mich das nicht generell, aber soll ich mich selber einsperren nur weil es Dunkel ist und eventuell mal etwas passieren könnte? Das ist nicht die Art von Leben die ich leben möchte…

Es ist sogar so, das mir auf meinen Runden immer wieder Menschen begegnen die freundlich reagieren…und genau so freundlich grüße ich zurück…und so manchem Spaziergänger oder Hunde-Gassi-Geher begegne ich öfter mal wieder und manchmal kommt man sogar ins Gespräch….immerhin lebe ich in einer kleinen norddeutschen Stadt.

Also für den heutigen Tag stehen noch ein paar Einkäufe an….obwohl ich nicht sicher bin ob das so eine gute Idee ist….heute ist da der Black Friday – auch so ein Tag der aus Amerika zu uns rüber geschwappt ist und den die Geschäfte für kräftige Vorweihnachts- Gewinne nutzen…

 

Kommunikation und Balkonfreude

Ich sitze (jetzt endlich wieder mit dem Laptop) bei 13 Grad und Sonnenschein auf meinem Balkon und trinke Kaffee…eingepackt bin ich mit Fleece-Jacke und Schal und einer Decke über den Beinen und geniesse den Vormittag.

Zugegebenermaßen wollte ich um diese Uhrzeit bereits unterwegs sein…durch ein längeres Telefonat bin ich in meinem Zeitplan jedoch etwas verschoben. Macht aber überhaupt nichts, es soll den ganzen Tag sonnig bleiben.

Gestern Abend hab ich bereits lange mit einem meiner Mädels telefoniert, mit der 2. Heute Morgen ausgiebig gechattet und mit der 3. eben gerade sehr lange telefoniert, wir sind jetzt also wieder gut upgedated…gegenseitig.

Alle wollten natürlich wissen, wie meine ersten beiden Tage in der neuen Firma gewesen sind…und ich wollte wissen wie es bei den Dreien so läuft (privat und beruflich).

Das hat gut getan und es gab auch viel zu lachen. Telefoniert hab ich natürlich drinnen, ich bin kein Fan davon auf dem Balkon zu telefonieren, mag es auch bei anderen nicht…mich würde es stören immer die Telefonate anderer Menschen unfreiwillig mit zu bekommen. Also sitze ich jetzt hier noch ein paar Minuten für den 2. Kaffee und dann erst packe ich meinen Fahrrad-Rucksack…mein Ziel ist heute HH-Blankenese.

Zuerst mit dem Auto hin und dann in Blankenese mit dem Fahrrad weiter fahren. es ist sonnig und windstill und mit bis zu 15 Grad auch fast ideal mit den Temperaturen.

Wo wir übernachten

Eigentlich schade das mein Balkon im Hochpattere liegt….bei den aktuellen Temperaturen von immer noch 28 Grad (um 22.20 Uhr) hätte ich Lust auf dem Balkon zu übernachten….lach …so mit Isomatte und Schlafsack.

Es geht ein leichter Wind….ausserdem ist es heute absolut still (nanu – heute ist Mittwoch und keine Probe des Bläserchors…tztztztz- wie nachlässig).

Hmmm…neeee das kann  ich leider nicht machen…der Balkon ist ja direkt neben dem Hauseingang….wenn auch etwas geschützt…aber eben nicht vollständig… das traue ich mich aktuell nicht…trotzdem finde ich den Gedanken verlockend…

Isomatte, Schlafsack und ein Zelt liegen seit mehr als 10 Jahre ungenutzt in einer Truhe im Keller…ich müsste sowieso erst einmal prüfen ob die überhaupt noch nutzbar sind. Vielleicht haben sich ja die Motten dadurch gefressen.

Ich war nie ein großer Freund vom Camping. Das liegt wahrscheinlich daran weil sich meine Eltern während eines Camping-Urlaubs getrennt haben…und das war nicht nur ein normaler Streit, es war ein Drama was sich da abspielte…so etwas hinterlässt  Spuren.

Trotzdem gab es eine Zeit, da passte es ganz gut zu meinem Lebensstil  mit dem Schlafsack irgendwo zu übernachten, z.B. wennmeine Freundin aus Wolfhagen eingeladen hat und das ganze Haus voller Gäste war…jeder hat sein Schlafzeug mitgebracht und sich ein Plätzchen gesucht…das Haus war groß genug. Kennen gelernt hab ich sie als ich kurzfristig eine Nachmieterin für genau dieses Haus gesucht habe. So war ich später Gast in dem Haus, das vorher mein gemietetes Zuhause war…das war schon manchmal ein merkwürdiges Gefühl.

Oder als einer aus meiner Clique in einer Waldhütte im Sommer seinen Geburtstag gefeiert hat und wir  mit Schlafsäcken  rund um das Lagerfeuer sassen…zum Schlafen haben wir uns dann etwas verteilt…geschlafen hab ich dann  in meinem Auto auf dem zur Ladefläche umgebauten  Kofferraum (ich hatte zu der Zeit einen sehr hässlichen aber äußerst praktischen Kastenwagen).

 …und dann mit der Zeit waren der Schlafsack und das Zelt nur noch eine Erinnerung in einer Kiste. Das Leben lief weiter und ich hab Beides nicht mehr benutzt…aber aufgehoben.

Ich werde mal am Wochenende die Kiste inspizieren…Lach…vielleicht ergibt sich ja doch noch eine Gelegenheit für eine etwas unkonventionelle Übernachtung…

Im Regen – Geborgen und Frei

DAS werde ich echt vermissen wenn ich hier weggehe…bei Regen draußen auf dem Balkon  im Trocknen zu sitzen.

Ich hab einen sehr tiefen und auch breiten Balkon und der ist durch den tiefen Balkon über mir auch zum größten Teil überdacht und damit sehr geschützt….auch jetzt bei starkem Regen und leichtem Gewitter brauche ich mir  hier keine Sorgen zu machen…auf dem Bild sieht man kaum, das es regnet.

Es plätschert nicht…der Regen rauscht auf den Blättern, es ist ein herrliches Geräusch, es bringt auch die notwendige Abkühlung….und ich sitze mit dem Laptop auf den Knien schön geschützt und  finde es herrlich. Ich habe nicht mal Schuhe oder Socken an, nur eine Strickjacke. Es ist ein herrliches Gefühl von Geborgenheit und Freiheit gleichzeitig…nach so vielen Jahren ohne Balkon bekomme ich gar nicht genug davon.

Zukünftig werde ich zwar einen Balkon haben, aber der ist nicht überdacht…Entweder man bekommt einen überdachten Balkon, d.h. es sind noch Mieter über einem ODER man ist ganz oben, aber da gibt es nur selten Balkone mit Schutz von Oben.

Gelungener Abend

Ich hatte am Donnerstag mein inzwischen 4köpfiges Team zu mir nach Hause eingeladen…Das wollten wir  schon im letzten Jahr gemacht haben, aber das Jahr 2018 war nja….nicht so optimal verlaufen.

Was die Vermischung von Beruflichem und Privaten angeht bin ich aus alten Zeiten ein eher gebranntes Kind…aber meine Leute sind mir echt ans Herz gewachsen…und als wir bei einem unser wöchentlichen Team-Meeting mal wieder auf darauf kamen hab ich  spontan auf meinen Balkon eingeladen…und alle waren sofort begeistert…JA das machen wir JETZT endlich mal….und ja Liebste Kollegin, es gibt auch „Schirmchen-Drinks“ also Cocktails und ja lieber Kollege ich nehme Rücksicht darauf, dass IHR alle noch mit dem Auto nach Hause fahren müsst….

(Ich weiß inzwischen, dass mein Team vor hat mich mit einer 2tägigen Weinprobe auf einem Weingut  zu verabschieden…ohhhh was für eine schöne Idee  –  eines meiner Mädels hat mich mal direkt darauf angesprochen ob mir das gefallen  würde, weil wir Beide für ein bestimmtes Weingut schwärmen… ja klar …ich bin dabei)

Also hab ich für einen mediteranen Abend auf dem Balkon bereits Mittwoch angefangen die entsprechenden Lebensmittel und Getränke einzukaufen…Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal eine Erdbeerbowle gemacht habe…die war auf jeden Fall super-lecker mit Wein und Sekt. Und dann hab ich noch 2 alkoholfreie Cocktails vorbereitet: Coconut-Kiss  und einen Brasilian Lover (bei dem Namen hab ich mich fast schlapp gelacht)…

Coconut-Kiss: Kokosmilch, Sahne, Kirsch-Saft und Ananas-Saft und frischen Ananas-Stückchen mit Eiswürfeln

Brasilian-Lover: O-Saft, Limettensaft, Pfirsichnektar, Mineralwasser mit Limttenspalten und Minze mit Eiswürfeln

Dabei habe ich festgestellt, es ist schwierig Ananas-Saft und Kirschsaft zu bekommen. Nachdem ich die Jagd auf den Ananas-Saft gewonnen habe, musste ich auf Cranberry-Saft zurückgreifen, Kirschsaft hab ich einfach nicht bekommen…schmeckte aber auch damit.

Dann hab ich kleine panierte Schnitzel gemacht  und Partyfrikadellen, dazu Tomate-Mozzarella, Pumpernickel mit Lachs, Melone mit Schinken, selbstgebackenes Fladenbrot mit französischen Kräutern und dazu einige leckere  Frischkäse-Cremes vom türkischen Händlers und frische Oliven…alles leckere Kleinigkeiten und dazu einen Himbeer-Mascapone-Nachtisch.

Es war ein entspannter, lustiger Abend und wir haben es tatsächlich geschafft nicht über Aktuelles aus der Firma zu sprechen… Nur ab und an ein paar Anekdoten aus vergangenen Jahren (die Kolleginnen  arbeiten ja schon unterschiedlich lange mit mir zusammen (8 Jahre, 5 Jahre, 4 Jahre, 5 Monate)….so hab ich mit einigen natürlich ganz unterschiedliche Erfahrungen die mit „Weisst du noch…“ anfangen. Vor allem hat es mich gefreut, das unser männlicher Neuzugang mit dabei war und er uns jetzt stolz die Bilder seiner schwangeren Frau gezeigt hat, die bekommen gerade ihr 2. Kind. Wir Frauen sind alle schon ein Stück älter als er und trotzdem passt er sehr gut zu uns….Besonders gut versteht er sich mit einer Kollegin, die auch 2 noch jüngere Kinder hat…während der Team-Meetings sind Beiden oft wie übermütige Teenager und tuscheln über Nebensächlichkeiten, wenn es nicht um ihre Themen geht, …das ich schon mal scherzhaft gemeint habe ich würde die Beiden beim nächsten Mal auseinander setzen, da ich gerne die Aufmerksamkeit ALLER Kollegen in den Meetings habe. Lach.

Da alle ausser mir am nächsten Tag wieder arbeiten mussten, sind die Letzten um kurz nach 22 Uhr gegangen…ich hatte nicht mal damit gerechnet das es so lange gehen würde. Nun finde ich es schade das ich erst jetzt die Einladung ausgesprochen habe und nicht schon früher… Eine Kollegin besitzt eine Parzelle in einem Kleingarten-Verein….das wird der nächste Ort sein, wo wir uns treffen…das ist schon fest verabredet J

Lieblingsplatz – freigegeben

Bevor jetzt gleich weiter die Straße aufgerissen wird, hab ich mich auf meinen Lieblingsplatz begeben, dem Balkon.

Mit Strickjacke und Decke und einer dampfenden Tasse Kaffee. Es sind ca. 15 Grad…Auf der einen Seite höre  ich bereits die Autos die sich zügig auf dem Weg ins tägliche Einerlei durch den Ort kämpfen. Auf der anderen Seite höre ich wie sich die Arbeiter in Stellung bringen um die andere Straße weiter auf zu reißen. Beides ist zwar außerhalb meines Sichtbereiches, aber dafür unüberhörbar….Ebenso wenig die Flugzeuge, die hier rüber fliegen.

Ohhh es ist 7:17  und die Maschinen legen los…schade – ich dachte ich hätte noch ½ Stunde Ruhe… die hören jetzt den ganzen Tag nicht mehr auf.

Viel Zeit hätte ich heute ohnehin nicht um Stille und Ruhe (wenn sie denn da wären) zu genießen. Ich muss noch einiges vorbereiten… Ich hab heute mein Team zu einem kleinen Umtrunk mit Abendessen eingeladen.

Erst jetzt wird mir bewusst, wie lange ich niemanden mehr zu mir nach Hause eingeladen habe. Ohhha – ich hab mich ja echt ganz schön verkrochen in den letzten Jahren. Nicht das ich mich unwohl damit gefühlt hätte. Ich lebe ja nach dem Prinzip „my home is my castle“ …es ist mein Rückzugsort, meine Trutzburg – mein geschützter Raum. Ein Platz der mir gehört…mein Schneckenhaus.  Und diesen Platz teile ich nur mit den Vögeln und Eichhörnchen.

Aber so zurück gezogen wie  ich in den letzten Jahren hier gelebt habe  spiegelt nur einen Teil meiner Persönlichkeit wider.  Ich hab eigentlich immer gerne Freunde eingeladen und bekocht…ich war gerne Gastgeber, war in meiner Clique auch immer ein Teil  der Feste mit organisiert hat, der sich kümmert….in den letzten Jahren hab ich mich allerdings nur noch um meinen heutigen Ex-Freund gekümmert und er mochte nie zuhause Besuch bekommen.

Das hat es mir leicht gemacht, mich ebenfalls wieder weiter von anderen zurück zu ziehen. Bitte nicht falsch verstehen…er hat mich nicht „gezwungen“ – aber es war einfach diesen Weg weiter zu gehen.

Sich auf andere Menschen einzulassen hat bei mir auch immer etwas mit dem Überwinden  von Scheu und tiefliegender Schüchternheit zu tun. Und dieses Überwinden tut mir zwar gut, aber kostet jedes Mal Kraft. Der Weg des geringsten Widerstandes bedeutet eben es sich leicht zu machen – auch wenn der Verstand sagt: das ist nicht gut.