Kleine Veränderungen – ich bin sehr zufrieden

Kleine Veränderungen – ich bin sehr zufrieden

Mein Leben pendelt sich so langsam wieder ein…Normalität kehrt ein…eine neue Art Normalität und damit meine ich nicht nur die Tabletten, die jetzt regelmäßig Morgens und Abends zu meinem Leben gehören, sondern auch so kleine Veränderungen….

  • Kaffee gibt es erst morgens 2 Stunden nach dem Aufstehen…dazu wird bei der Einnahme des Beta-Blockers geraten, weil die zeitlich nahe Einnahme von Beta-Blockern und Kaffee die Wirkung der Tablette reduziert. Jaaa das fällt mir schwer, aber andererseits darf ich eben auch weiterhin Kaffee trinken
  • Den Kaffee brühe ich aber mit etwas weniger Kaffee-Pulver auf, so kann ich bei der gleichen Menge bleiben…und ich muss sagen, der erste Kaffee (nach den 2 Stunden) ist immer noch mein Highlight am Morgen. Vorher gibt es eben nur einen Früchtetee.
  • Ich musste mir jetzt so einen Tabletten-Butler zulegen, um die Tabletten für morgens und für abends unterscheiden zu können…denn leider zieht der alte Witz (tausche 1 gelbe Tablette gegen 2 Rote) nicht mehr…sind alle weiß und länglich und damit nur schwer zu unterscheiden. Jetzt hab ich so einen Wochenvorrat, mit mehreren Fächern pro Tag….und ich hab jetzt, wie meine Oma früher, ein kleines Pillendöschen in der Handtasche…für den Fall, das ich mal vergesse die Tabletten zuhause zu nehmen, dann hab ich unterwegs eine „Reserve“ dabei.
  • Ich hab jetzt immer auch einige Fingerkuppen- und andere Pflaster in der Tasche (auch ein Rat vom Arzt), für kleinere Verletzungen, da durch den Blutverdünner es auch bei kleinen Schnitt-oder Schürfwunden mehr und länger bluten kann
  • Ansonsten gibt es jetzt nur noch 2-3x in der Woche Fleisch und dann möglichst Hähnchen- oder Putenfleisch. Ansonsten brauche ich aktuell an meiner Ernährung nichts weiter zu verändern…ich esse ja eh viel Gemüse….hier mit etwas Hähnchenfleisch Curry mit Kokosmilch, dazu gab es Reis

Alkohol gibt es nur noch zu besonderen Anlässen…aber den hab ich ja eh seit Mitte Dezember gestrichen, bzw. durch alkoholfreie Varianten ersetzt.

Und na klar laufe ich fast täglich meine Walking-Runden…heute Morgen ging es schon vor dem Homeoffice ins Feld und das war bei knappen 2 Grad so ein schöner Sonnenaufgang….herrlich

Vermieter als Puls-Katalysator

Es könnte alles so gut sein…und war es bis Dienstag Abend auch….ich war aktiv und gut gelaunt…Blutdruck und Puls befanden sich in dem für meine Verhältnisse normalen Bereich….

…doch dann hat meine Vermieterin wieder zugeschlagen….und damit steigt mein Stresslevel sofort extrem…zum Glück ist die Kommunikation zwischen uns nur noch per Whatsapp. Na über die Themen werde ich auch noch schreiben.

Für den Moment ist es nur eine Erklärung, warum ich in dieser Woche innerlich wieder mal nicht zur Ruhe komme. Die Themen sind eigentlich nicht dramatisch, so der übliche Kampf zwischen Vermieter und Mieter….aber ich muss mir inzwischen eingestehen, das ich überhaupt nicht mehr Stress-resistent bin.

Solche Unstimmigkeiten belasten mich sehr schnell…hmmm überproportional….eigentlich ist meine innere Reaktion zu stark, für den äußeren Anlass. Und das obwohl ich sonst (also bis vor 1-2 Jahren) meine Interessen und Meinungen immer aktiv und durchaus streitbar durchgefochten habe.

Ich verstehe auch nicht, was meine Vermieterin so umtreibt…immerhin halte ich mich an alle Regeln des normalen Zusammenlebens und sogar an ihre „speziellen“ Regeln….aber ich halte mich von ihr fern ..und will einfach nur in Ruhe leben. Ich zahle meine Miete, halte alles sauber und ordentlich,

Ich hab schon angefangen nach einer neuen Mietwohnung zu schauen … Kaufen ist im Moment einfach zu teuer….aber nie wieder würde ich in ein Haus ziehen, in dem der Vermieter auch wohnt… schon früher war ich lieber in einem Mietshaus mit mehreren Parteien…lieber etwas anonymer wohnen…..hahaha…das empfinde ich als „ruhiger“, auch wenn man mit manchen Nachbarn auch nicht immer so ruhig leben kann.

Aber noch schrecke ich davor zurück…noch einmal umziehen? … nach dem letzten Umzugsdrama in 2019 hab ich eigentlich überhaupt keine Lust dazu.

Manche Menschen sollten lieber nicht vermieten…wenn sich jeder Grashalm in die Richtung biegen muss, die der Vermieter vorgibt, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, das es sich um so einen Menschen handelt.

Also versuche ich seit ein paar Tagen meine innere Ruhe wieder zu bekommen…nutzt aber nichts…weil mit jeder neuen Nachricht mein Puls in die Höhe schnellt und von dort auch nicht mehr zurück kommen möchte.

Loslassen – Verantwortung / Job

Hier ist das Wetter heute trübe, leicht windig und bei 16 Grad auch noch etwas frisch am Morgen…seit kurz nach 6 Uhr sitze ich in eine Decke gemummelt auf dem Balkon mit Kaffee und Laptop…wenn nachher die Kirche anfängt – fahre ich ins Büro.

Muss mir für Morgen unbedingt (wie am Freitag beschrieben) einen Zeitpuffer erarbeiten, damit ich in den kommenden Tagen nicht durchdrehe.

Die Schmerzen in der Brust waren dann tatsächlich am Samstag wieder fort. Ich schlafe aber schlecht und der Blutdruck (huuuch ich hab ja insgesamt 3 Blutdruck-Messgeräte, eines davon defekt) ist trotz Medikamente und Bewegung einfach zu hoch.

Bis Mittwoch werde ich den Halbjahres-Abschluss durchziehen  (Termin-Abgabe).

DANACH, ab dem 18.07. werde ich meine Arbeitszeiten auf NUR noch 40 Stunden reduzieren…das nehme ich mir jetzt ganz fest vor – und wenn die Arbeit nicht fertig wird- dann wird sie eben nicht fertig. SO !!!

Das habe ich mir zwar schön öfter vorgenommen …aber die letzte Woche hat mir wieder einmal gezeigt wie fragil Nervenkostüm und Herz/Blutdruck  bei mir sind.

Ich muss mich so langsam von der Verantwortung lösen….auch wenn ich noch 2 Monate zu arbeiten habe. Wie andere ihre Teenager-Kinder loslassen müssen, muss ich meine Mitarbeiter und meine Arbeit los lassen.

Ich muss mich davon lösen, das alles so weiter laufen MUSS, wie ich es die letzten Jahre gemacht habe. Die werden es anders machen und es kann trotzdem funktionieren…denn wir können immer MEHR wenn wir MÜSSEN. 

Also das ist mein Ziel: Arbeitszeit normalisieren … und die Anderen einfach machen lassen…das geht natürlich nur dort, wo ich dem Neuen nicht noch weitere Aufgaben übertrage. Und wenn im nächsten Monat mein Nachfolger kommt – dann werde ich noch viel erklären müssen.

Um meiner Gesundheit-Willen werde ich  jetzt los lassen….aber das muss ich mir auf einen Zettel notieren und an den  Bildschirm-Rand  kleben – als Mantra, das ich es nicht wieder vergesse…lach.