Die ersten Tage im neuen Jahr

Ich hatte meinen Silvester-Urlaub um die beiden ersten Tage in dieser Woche, erweitert.

Es blieb somit genügend entspannte Zeit, um mich weiter um den Keller zu kümmern…Das letzte Holzregal hab ich noch einmal umgestellt, meine Vorräte neu sortiert und die Kisten neu gepackt und dabei, wieder einmal viele Dinge als inzwischen überflüssig eingestuft. Auch bin ich erneut durch die Schränke in der Wohnung gezogen – mit jedem Mal fallen mir Dinge auf, die ich JETZT loslassen kann…also weg damit. Das gibt immer etwas mehr Platz in Schrank und Schubladen und ich habe nicht vor den gewonnenen Raum wieder mit Dingen vollzustellen.

An einer Stelle im Keller, hab ich all das Zeug hingestellt, das ich beim Sozialkaufhaus in Hamburg abgeben wollte…und an anderer Stelle den Kram, der zum Wertstoffhoff sollte…nur ein kleiner Teil ist dann in der Mülltonne gelandet.

Wie immer tat das Ausmisten gut…das mache ich ja inzwischen 2-3x im Jahr und mit jedem Mal fallen mir Dinge in die Hände, von denen ich weiß, also die würde ich jetzt nie wieder in die Wohnung stellen…vor allem Dekokram und Lampen.

Für die vorherige Wohnung, wo es nur wenig Möglichkeiten für Deckenlampen gab, hab ich mittels Stehlampen Gemütlichkeit in die Ecken der Dachgeschoß-Räume gebracht…die meisten Lampen waren nach dem Umzug im Keller gelandet…jetzt habe ich nur ganz wenige ausgewählte Stücke in der Wohnung stehen, die – die mir wirklich wichtig sind. Aber warum die anderen im Keller weiter verstauben lassen.

Auch so einige Fehlversuche mit Vorhangschienen, Plissee-Rollos und Gardinen liegen unnütz herum…haben ja immerhin Geld gekostet…nun hab ich endlich die für mich „Richtigen“ in der Wohnung…also auch damit: ab zum Sozialkaufhaus.

Nach der Fahrt zum Wertstoffhof, das ging schnell -war nicht so viel – bin ich gleich weiter nach Elmshorn gefahren. Auf dem Parkplatz wollte ich gerade den Parkschein ziehen, da kam ein älteres Paar freudestrahlend auf mich zu und schenkte mir Seinen, mit noch knappen 1,5 Stunden Parkdauer. Hab mich vielmals bedankt und mich sehr über diese nette Geste gefreut.

Ich hatte eigentlich nichts Besonderes vor…außer mich für ein verspätetes Frühstück in ein Deli/Cafe zu setzten…das war gemütlich und der Kaffee erstaunlich gut….erst als es voller und lauter wurde, hab ich noch einen Spaziergang durch die Innenstadt gemacht.

Die Sachen für das Sozialkaufhaus „Stilbruch“ hab ich erst Mittwoch nach Feierabend abgegeben…aber auch das ging zügig und die haben alle Sachen auch tatsächlich angenommen…das hat mich sehr gefreut.

Ich bin bisher, bis auf einen Tag in dieser Woche, jeden Abend meine Walkingrunde gelaufen, auch wenn es nass und irgendwie ungemütlich wirkte…aber sobald ich draußen, die mir inzwischen so vertrauten Wege, lief, musste ich jedes Mal unwillkürlich lächeln…mit jedem Tag wurde der Mond am Himmel voller und leuchtete so intensiv, das ich nur selten die Taschenlampe brauchte und das Wetter machte mir nichts aus.

Die freien Tage waren richtig schön so….und helfen mir bei der nun kommenden herausfordernden Zeit…denn kaum war ich Mittwoch wieder im Büro (nicht nur geistig – sondern auch physisch) kam schon die Mitteilung, was jetzt bis Ende Januar tatsächlich schon fertig sein muss, obwohl ich für einige der Firmen eigentlich Zeit bis Mitte/Ende Februare hätte haben sollen. Es geht also schon los, mit dem Zusammenstauchen der Abgabetermine.

Aber noch bin ich guter Dinge: das kriege ich schon irgendwie hin. Irgendwie!

durch das enge Hamburg

durch das enge Hamburg

…bereits am Montag hatte ich mich, aus beruflichen Gründen, auf den Weg zu einer Fotografin gemacht. Entfernung vom Büro: 2,7 km …also nicht wirklich eine große Strecke….

Aus Termingründen hab ich jedoch das Auto genommen…und es gleich darauf bereut…. Ottensen: eine Kleinstadt in der Großstadt….mit engen Straßen, noch engeren Gassen, Einbahnstraßen, vielen Baustellen, vielen Menschen, wenig Platz und noch weniger Parkplätzen …. hahhaha

Jaaa mit dem Fahrrad wäre das kein Problem gewesen…aber mit dem Auto war es…..schwierig….als ich endlich einen Parkplatz gefunden habe, OHNE dabei Menschen, Radfahrer oder Autos zu streifen, war ich heilfroh und musste trotzdem noch eine Weile laufen… Beim Fotografen lief alles ruhig und nett ab….und das Ergebnis kann sich auf unserer Firmen-Webseite auch sehen lassen…also ich bin zufrieden.

Anekdote am Rande: Noch vor einiger Zeit war es üblich, sich unmittelbar vor dem Gang ins Fadenkreuz der Fotografen, noch einmal zu kämmen, zu pudern und die Klamotten zurecht zu zubbeln…. HEUTE ist das nicht mehr notwendig…das macht dann alles Photoshop…hahaha… sogar kleinste Fusseln auf einem schwarzen Blazer werden einfach weg gezaubert….wie? die Ärmelraffung ist ungleichmäßig? – das passen wir an.…. selbst die nette Fotografin meinte: traue keinem Foto…alles gefaked.

Ich hab aber von Anfang an klar gesagt , das sie NICHS in meinem Gesicht glatt ziehen soll…alle Fältchen sollen genau so bleiben…ich möchte mich hinterher nicht wie gebügelt fühlen…und da ich die gesamte Zeit der Nachbearbeitung dabei war, haben wir zusammen entschieden, wo was wie korrigiert wird.. z.B. mein Kinn war doch etwas zu glänzend…. das hat mit der jungen und unkomplizierten Fotografin super geklappt… in dem Foto erkenne mich so, wie ich eben bin.

Auf dem Rückweg zum Auto (kleine Schnitzeljagd inclusive – wo genau stand noch mal mein Auto?) bin ich durch die Straßen gelaufen und hab mehrere nette kleine Cafès gefunden…da muss ich unbedingt noch einmal in meiner Freizeit hin – musste ja leider zurück ins Büro.

Heute nun nach Feierabend hab ich es noch einmal gewagt dort hinzufahren, hab den engen Bereich der kleinen Gassen gemieden, einen schönen Parkplatz auf einer belebten Straße gefunden und hab einen Schlender-Spaziergang bis zu einem der kleinen Cafès gemacht.

Das Cafè, für das ich mich entschieden hatte, hat einen größeren Aussenbereich und es war sogar noch genügend freier Platz….bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Apfelkuchen (leider Industrieware…aber trotzdem okay) hab ich draußen gesessen und hatte seit langem mal wieder das Gefühl, einfach sitzen bleiben zu können…es wartete Niemand auf einen freien Tisch.

Ausgerechnet heute hatte ich meinem kleinen Mini-Laptop zum Schreiben nicht dabei…grrrr und das Cafè bot auch keine Zeitungen an….egal…Hauptsache in entspannter Gelassenheit dort zu sitzen, einen Kaffee zu geniessen und ein wenig dem Treiben drumherum zuzuschauen hat mir gut getan.

Ich wünsche Allen einen schönen Start in Wochenende….