Händischer Typ

Den 1. Mai habe ich dann in aller Gemütsruhe verbracht….es war ja warm – also mir viel zu warm mit über 25 Grad…und so habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr meinen Sonnenschirm aufgespannt.

Zum Glück hatte ich schon einen Tag zuvor, am Nachmittag, den Balkon angefangen sauber zu machen. Auf den Knien rutschend mit dem Staubsauger in der Hand, habe ich allen Dreck aus den Zwischenräumen der Holzfliesen aufgesaugt – vor allem die schmalen Blätter meiner beiden Bambus Pflanzen -aber auch all den anderen Dreck der sich über den Winter angesammelt hat und die Überreste von herunter gefallenem Vogelfutter.

Nach der Staubsauger-Runde folgte dann noch die 2. Runde mit dem nassen Lappen über die Fliesen wischend….ebenfalls auf den Knien rutschend. Anschließend noch das Abwischen der Balkonbrüstung. Damit war der 1. der Aktion erledigt.

Übrigens ich habe schon manch andere Methode versucht, aber ich komme immer wieder auf die ganz altmodische Art zurück. Die besten Ergebnisse erziele ich tatsächlich, wenn ich mich auf die Kniee begebe und es von Hand sauber mache. Ein Kniekissen hilft mir dabei sehr gut.

Allen technischen Errungenschaften zum Trotz, ich bin und war schon immer der händische Typ. Ich mache gerne etwas direkt mit den Händen, pur und direkt. Ich schäle gerne mein Gemüse von Hand, ich liebe es Teig selber zu kneten, beim Pflanzen und säubern von Beeten/Pflanzgefässen wühle ich gerne in der Erde und ich putze (wenn ich denn putzen muss) immer noch von Hand. Handschuhe kommen bei solchen Aktionen fast nie zum Einsatz.

Am 1. Mai dann hab ich mich mit den einzelnen Pflanzgefäßen beschäftigt, habe die Pflanzen begutachtet, Frostschäden entfernt, ein paar Pflanzen ausgedünnt, gekürzt, umgetopft und neu angeordnet…das macht ja nicht viel Lärm – war also eine gute Idee für den Feiertag.

Später hab ich mich dann auch auf den Balkon gesetzt und es genossen, das es wieder sauber ist. Wenn die kommenden kalten Tage (Eisheiligen) dann auch vorbei sein werden, dann kommt der letzte Teil: ein paar neue Pflanzen.

Ich brauche nicht mehr Viele, die meisten habe ich jetzt schon ein paar Jahre und sie gedeihen prächtig. Die Strategie auf viele Grüne und mehrjährige Pflanzen und wenig bunte Hingucker zu setzten, anstatt auf viele bunte (oft kurzfristige) Sommerblumen macht sich jetzt bezahlt.

So hat auch meine Clematis bereits jetzt schon 15 Blütenknospen und das ganz ohne das ich irgendetwas gemacht habe. Ich habe sie nicht einmal im Herbst geschnitten…aber scheinbar fühlt sie sich doch wohl bei mir.

Um die Knospen richtig erkenne zu können, muss man das Bild ran-zoomen 🙃 ich freue mich so richtig dolle über die Clematis.

Ruhig durch die Woche

Die Woche plätschert unauffällig vor sich hin…letzten Freitag hatte ich ein Online-Meeting mit meinem Chef und er hat versprochen, sich nun endlich um mein dringendstes Thema zu kümmern…das hatte er allerdings bereits im Dezember auch schon gesagt…und nichts ist passiert. Vor ein paar Wochen hatte ich noch einmal eine Mail an die noch höheren Entscheidungsträger und meinen Chef geschrieben und dringend um Klärung gebeten.

Denn nun wird die Zeit knapp…spätestens Ende Juni wird mein Chef das Unternehmen verlassen. Er hat mir erzählt, das es schulische Probleme mit einem seiner Söhne gibt…er hat 3 Kinder unter 10 Jahren…und um sich besser um Frau und Kinder zu kümmern und da dieser eine Sohn auch die Schule wechseln muss, haben sie sich jetzt entschieden, wieder nach Kopenhagen zu ziehen…und das ist nun einmal zu weit weg von der Firmenzentrale, denn in seiner Position muss er eben oft Vorort sein.

Ich verstehe seine Beweggründe und finde sie auch richtig….aber gefallen tut mir sein Weggang trotzdem nicht.

Nächste Woche fahre ich mit dem Controller für 2 Tage in die Zentrale….wir haben uns für die „kurze“ Variante mit nur einer Übernachtung entschieden. Also Dienstag ganz früh geht es los und Mittwoch kommen wir am Abend bereits zurück. Wenn man die Fahrtzeit abzieht, bleibt ca. 1 Arbeitstag übrig…aber das ist für mich ausreichend.

Mein Chef hat für das noch ausstehende (und letzte) jährliche Beurteilungsgespräch zugestimmt, das wir uns in der Zentrale treffen. Der Controller hat sein Gespräch „anders“ gelöst….er führt das bereits mit dem deutschen GF. Trotzdem kommt er mit…er möchte noch ein paar Kollegen sprechen.

Dieses ruhige und konzentrierte Arbeiten in dieser Woche, macht mich sehr zufrieden und gibt mir auch viel Freude.

Ich habe auch privat ungewohnt viel ungestörte Zeit, weil meine Schwester genau das gemacht hat, was ich mir schon gedacht habe…sie meldet sich jetzt gaaar nicht mehr. Sie kennt eben nur Extreme. ganz oder gar nicht – dazwischen scheint nichts anderes möglich zu sein. Ich hatte ihr per Whatsapp ein schönes Wochenende gewünscht und auch eine Rückmeldung bekommen….ansonsten herrscht Funkstille.

Auf der einen Seite macht mir das zwar ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, das es sie eigentlich etwas ganz anderes möchte und sich nun verletzt und angegriffen fühlt,…andererseits ist es für mich so entspannend und ich werde jetzt erst einmal nichts weiter unternehmen, sondern abwarten.

Ich mache das, was ich immer gerne mache: Ich genieße meine Zeit zuhause, walke fast täglich meine 4-5 km, jetzt wieder etwas später am Abend so gegen 21.30…dann ist es kühler und ruhiger draußen und manchmal gibt es schön Sonnenuntergänge zu beobachten:

Mit viel Elan hab ich mich in den letzten Wochen um meinen Balkon gekümmert….fast alle Pflanzen haben den Winter gutüberstanden und überall grünt es.

Mit 3 weiteren schlanken, aber höheren Grünpflanzen und Pflanzgitter arbeite ich weiter an meinem grünen Kokon auf dem Balkon…und sogar die Clematis blüht schon wieder…die steht aber auch gut geschützt und überdacht vor meinem Wohnzimmerfenster:

Hab gestern mit dem Rentner aus Hessen gesprochen. Wir telefonieren aktuell so im 2-Wochen Rhythmus und es war wieder einmal sehr lustig…den Beiden geht es gut und im Juni fahren sie für 10 Tage an die Ostsee….wir werden uns dann einen Tag treffen…ich hab Lübeck als Treffpunkt vorgeschlagen, dann brauchen die Beiden nur ca. 20 Minuten zu fahren und ich etwas mehr als 1 Stunde.

Immerhin ist er schon 70 und sie kurz davor….aber sie sind Beide so jung in ihrem Wesen, so agil, witzig und voller Tatendrang….so ganz ohne Jammern, und das trotz körperlicher Probleme.

Wir reden auch über Krankheiten, Zipperlein, Tod, Politik, Kinder, Sport, Soziologie, über seelische Wunden und über Früher…über neue Ängste und übers Wandern, über ehemalige Kollegen und über Buchhaltung. Er war – genau wie ich es ja noch bin, mit viel Leidenschaft Bilanzbuchhalter…er versteht wovon ich spreche, versteht meine beruflichen Probleme und mein ungläubiges Kopfschütteln über gewisse Vorgehensweisen und Aktionen in der Firma…wir denken in Vielen Dingen ganz ähnlich.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Feiertag heute

Vom Platzwechsel – im Büro und auf dem Balkon

Vom Platzwechsel – im Büro und auf dem Balkon

die herrliche Ruhe des Pfingstwochenendes hat mir gut getan und meine beiden Homeoffice Tage waren auch sehr produktiv.

Hab mich heute mit dem Controller über unsere aktuellen Themen unterhalten und auch noch eine meiner unregelmäßig-wiederkehrenden „Inhouse-Schulungen“ für die neuen Kollegen abgehalten…da sabbele ich ja eine Stunde fast ununterbrochen.

Der Controller ist gerade mal wieder entspannt und mit etwas Glück werden wir im Juni bereits die Trennung unseres Büros vornehmen. Bisher gab es keine Einwände für das von uns beanspruchte 2. Büro, das ich dann für mich erst einmal zur alleinigen Nutzung hätte.

Allerdings hat der Controller mit unserem 3. Kollegen die Chance sich auch noch für eines der anderen Büros zu entscheiden und er meinte zuerst, wir könnten ja 2 der nebeneinander liegenden Büros im vorderen Teil nehmen. Das wäre also direkt am Eingang, wo wirklich jeder vorbeikommt der das Büro betritt oder verlässt und es liegt auch noch neben einem anderen Büro, wo der Kollege der dort rein geht, immer super laut telefoniert…öhhhhm – nö.

Ich wäre total zufrieden mit dem zuvor besprochenen Raum….weil der etwas abgelegener liegt, nahe genug beim Etagendrucker ist und nicht ständig jemand daran vorbei kommt. Also für mich perfekt. Aber es ist auch gar nicht nötig, das wir die Büros nebeneinander haben…und schon hatte er eine neue Idee….der jetzt angepeilte Raum wird gerade vom Meetingraum zum Büro umgewandelt und der wäre für ihn plus Zuarbeiter perfekt. So hätten wir alle das, was wir gerne hätten. Also hoffe ich mal, das wir das so bekommen werden.

Es war damit heute die richtige Balance zwischen stillem Arbeiten und Kommunikation….und ich hab bereits angefangen mich mental und physisch auf den kommenden Abschluss-Sprint bis Mitte Juli einzustimmen…ich mache das was ich am Besten kann….Vorplanen, Vorarbeiten und hoffen, das es nicht all zu viele Zusatzarbeiten geben wird, die meine Planung zunichte machen…aber damit muss ich immer rechnen.

Wie bereits die meisten Tage der Woche zuvor, sitze ich jetzt wieder morgens auf dem Balkon für die 1. Tasse Kaffee des Tages und nach Feierabend auch…um den Feierabend einzuläuten…die Sonne scheint auch schon wieder und ich hab das Sonnendach aufgespannt, während gleichzeitig der Wind durch die Bäume fährt.

Nur so kann ich die überhaupt etwas auf meinem Laptop-Display etwas erkennen. Ich habe einen Westbalkon, da kommt die Sonne erst am Nachmittag um das Haus herum und überflutet den Balkon nach und nach….die Clematis fühlt sich zumindest noch sehr wohl…obwohl sie erst ab ca.16.30 so richtig voll in er Sonne steht. Sie hat prachtvolle Blüten entwickelt und ist auch schon ein gutes Stück gewachsen:

Am Wochenende hatte ich mir noch einmal etwas Zeit genommen, einige der Pflanzen in den Blumenkästen neu zu gruppieren….da meine Zusammenstellung bisher nicht die tatsächlichen Platzbedürfnisse berücksichtigte und es etwas eng in den Kästen wurde…nun ist es sinnvoller…bisher haben sie mir das erneute Umtopfen nicht übel genommen und wachsen schön in die Höhe:

Was für ein schöner Tag heute.