Wiedersehen mit dem Controller

Kurz vor Weihnachten 2025 habe ich mich mit meinem ehemaligen Kollegen, dem Controller, zum Grünkohl-Essen auf dem Weihnachtsmarkt verabredet. 5 Monate ist er jetzt schon weg. Wir haben uns dann um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz in Hamburg getroffen.

Es war am 17.12. und es war kalt, nass und windig…also genau richtig um ein Glas Feuerzangenbowle zu trinken. An die Feuerzangenbowle auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt habe ich tolle Erinnerungen. Jetzt war es mir viiiiieeeeel zu süß. Das 2.Glas war dann für mich ein Kinderpunsch, weniger süß und ohne Alkohol.

Der Grünkohl war lecker und reichlich, anschließend sind wir kreuz und quer über den Weihnachtsmarkt geschlendert, haben hier und dort geschaut und haben uns dabei unterhalten. Zum Glück war es nicht zu voll.

Dem Controller geht es gut…er ist zufrieden mit dem Wechsel zur neuen Firma, erkennt aber auch an, das dort nicht alles perfekt ist – aber wo ist es das schon. Er ist froh nicht mehr grundlegende Probleme lösen zu müssen und damit gegen eine Wand zu laufen – der innere Druck ist bei ihm weg und er schläft auch wieder viel entspannter.

Er hat nette Kollegen und eine nette Chefin, die sich aber wohl echt rar macht. Digitalisierungsmässig war der Wechsel, ein Rückschritt und mit der Software „Datev“ lernt er noch umzugehen. Er hat ein Büro für sich alleine und kann für einen bestimmten Teilbereich, den er übernommen hat, neue Strukturen aufbauen…das liegt ihm.

Negativ für ihn ist, das er nur 1x in der Woche Homeoffice machen darf und er fährt jetzt 4x in der Woche mit der S-Bahn an die Binnenalster…also mitten rein nach Hamburg.

Zu uns ist er meistens mit dem Fahrrad gekommen und unsere Homeoffice-Regelungen sind immer noch extrem großzügig, d.h. bei uns ist das Verhältnis umgekehrt: ich könnte 4x in der Woche ins Homeoffice, und während des Abschlusses sogar 5x, wenn ich das möchte.

Dazu müsste ich meinen Chef aber bitten, das wir das Jour Fixe per Teams machen…aber in der letzten Zeit war ich von dem wöchentlichen Meeting meistens „befreit“, weil die Kolleginnen mit dem Chef viele Dinge zu klären hatten und das nicht meine Themen sind.

So ein Wechsel bietet immer die Change eingefahrene Verhaltensmuster zu durchbrechen und seine eigene Arbeitsweise zu hinterfragen. Er arbeitet viel weniger und ist damit zufrieden, das er nicht mehr an vorderster Front steht…manchmal muss man aber eben gewisse Ansprüche an die eigene Wirksamkeit runterschlucken und es nehmen, wie es ist.

Das fällt ihm in dieser neuen Firma leichter. Es freut mich sehr, das es ihm gut geht und das er den Wechsel nicht bereut.

Natürlich haben wir uns auch über alles Mögliche unterhalten….es war ein kurzweiliger Abend….gegen 20 Uhr haben wir uns in Richtung S-Bahn aufgemacht, sind dann aber noch über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg gelaufen. Mit der gleichen S-Bahn sind wir dann in Richtung Altona gefahren…ich musste früher raus, da ich mein Auto in der Firma haben stehen lassen. Es war schon fast Schlafenszeit, als ich endlich zuhause ankam.

Wir haben uns schon locker für Ende des Winters „verabredet“. Wir wollen uns dann in einem etwas größeren Kollegenkreis treffen, dann aber in einem Restaurant…aber wir waren uns auch einig, es war gut, das wir auf dem Weihnachtsmarkt nur zu Zweit waren…mit mehreren Personen wäre eine vernünftige Unterhaltung dort kaum möglich gewesen.

Der 3. Engel !

Manchmal muss man doch auch mal Glück haben…und ich hatte im Vorfeld sooooo sehr gehofft, das mit der neuen Kollegin in unserem Team, jetzt wirklich mal alles besser wird.

Aber nach dem absoluten Glücksgriff mit Kollegin Katrin, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, tatsächlich noch eine weitere, zu uns passende, Kollegin zu bekommen.

Seit dem 15.08. haben wir sie nun im Team, als Ersatz für den Controller…ich nenne sie ab jetzt Cordula.

Kollegin Katrin, Kollegin Cordula und ich…da sind wir nun also 3 Damen im gestandenen Alter zwischen Mitte 40 und Ende 50, und dazu unser Teamleiter. Cordula ist mit Mitte 40 jetzt die Jüngste in unserem Team, ist verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder…UND sie ist klasse.

Während Kollegin Katrin seit 1,5 Wochen bereits im Urlaub ist, kümmern sich der Teamleiter und ich uns um die neue Kollegin. Und schon nach 14 Tagen sagt Cordula unserem Chef (der schon ein paar Monate dabei ist) wie unser System funktioniert. Das sagt doch wohl alles.

Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, arbeitet eigenständig, scheut keine Kommunikation und übernimmt wie selbständig Verantwortung für alles was gerade so anfällt, sie schaut einfach nach wie es bisher gemacht wurde, stellt dabei auch die richtigen Fragen und menschlich verstanden wir uns auf Anhieb. Sie hat eine sehr natürliche Art, die mir gefällt – gibt ihr Wissen sofort preis, wenn es erforderlich ist…und sie kann gut mit meinen Eigenheiten umgehen.

Das ist GENAU die Art von Mensch, die wir so dringend für unseren Neustart im Team (Ohne den Controller, dafür mit Teamleitung) im Hamburger Büro brauchen. Jetzt können wir nach Vorne schauen und darauf aufbauen, so das wir zu Viert alle Firmen, die wir von hier aus betreuen, bestmöglich nach Vorne bringen…mit Schwung und Energie.

Ich hoffe das bleibt jetzt mal eine Weile so….

kommender Abschied und Urlaub voraus

Mein privates Leben blieb dabei in den letzten Tagen echt auf der Strecke….Arbeiten, essen, ausruhen, Walken, schlafen gehen….und wieder von vorne. Viel Zeit für Anderes blieb da nicht …aber natürlich hab ich mich, trotz all der Arbeit, mit den unterschiedlichsten Kollegen ausgetauscht…vor allem mit Kollegin Katrin und auch mit dem Teamleiter und dem Controller.

Der Controller hat schon bald seinen letzten Arbeitstag und wir sind schon in den Vorbereitungen für seinen Abschied, so mit Karte und Geld einsammeln für ein Geschenk Gar nicht so einfach bei mehreren Standorten verteilt auf ganz Deutschland, gut das es Paypal gibt.

Ich habe tatsächlich nur noch 2 Arbeitstage mit ihm. Ab nächste Woche Mittwoch bin ich im Sommerurlaub ( für 1 1/2 Wochen) und verpasse damit seinen tatsächlichen letzten Arbeitstag.

Aber das ist okay für ihn…nächsten Dienstag hat uns der Controller zum Abendessen in ein Restaurant eingeladen…also unser kleines Team. Da bekommt er von mir auch noch ein eigenes kleines Abschiedsgeschenk…immerhin haben wir 5 1/2 Jahr zusammen gearbeitet, er war bei meinem Bewerbungsgespräch mit dabei und wir haben auch lange zusammen im gleichen Büro gesessen. Und er war ja nicht immer so, wo er sich in den letzten Monaten gegeben hat.

Meinen Urlaub kann ich aber auch nicht mehr verschieben, ich bin schon für ein paar Tage verplant und habe auch schon das Hotelzimmer gebucht. Ich fahre nach Frankfurt (also eher Großraum Frankfurt), in die „alte Heimat“. Das ist in den 6 Jahren, tatsächlich erst das 3. Mal, das ich Freunde und ehemalige Kollegen besuche.

Ich weiß auch noch nicht, ob das so eine gute Idee ist. Denn eigentlich bin ich echt urlaubsreif und könnte ein paar Tage Ruhe und Entspannung vertragen….aber wenn ich in Urlaub fahre, dann immer zu Anfang…damit ich hinterher genügend stumme Zeit zum erholen habe. Frankfurt im Sommer kann aber auch sehr unangenehm heiß sein….na für Bedenken ist es jetzt eh zu spät…

…kleben am Fliegenfänger…

…wir warten immer noch.

Jetzt sind inzwischen schon 2 Wochen vergangen und der Controller hat sich immer noch nicht entschieden ob er bleibt oder geht.

Das nervt, weil wir im Moment mit unserem neuen Teamleiter KEINE wirklichen Entscheidungen, über unsere zukünftige Aufgabenverteilung innerhalb des Teams, treffen können.

Wir werden quasi ausgebremst – gelähmt. Hier ein Beispiel: Soll ich dem Teamleiter jetzt wirklich eine meiner Firmen komplett übergeben – also ganz offiziell, mit allen Änderungen, die dann vorgenommen werden müssen?….Hmmm nein, also lieber nur „halb“. Er übernimmt die Firma jetzt, aber unter meinem Namen…quasi wie eine Vertretung. Zumindest vorläufig. Das ist für uns Beide nicht befriedigend – aber notwendig.

Denn wenn der Controller geht – dann wird der Teamleiter keine Zeit mehr dafür haben…weil dann haben wir ganz andere Probleme und ich müsste die Firma dann wieder zurück nehmen usw. usw.

Inzwischen ist wohl herausgekommen, das der Controller (zumindest bis Anfang dieser Woche) noch gar keinen neuen Abeitsvertrag vorliegen hatte…da verzögert sich wohl etwas. Eine andere Variante wäre: er hat einfach versucht mehr Geld von unserem Arbeitgeber zu bekommen….Keine Ahnung – ist natürlich alles Spekulation. Angeblich will er sich jetzt DIESES Wochenende entscheiden.

Nun es gibt da ein Indiz, das sich da eine Entscheidung anbahnt….aber nur ein ganz kleines.

Der Controller hat nur ein einziges Smartphone, welches er beruflich und privat nutzt. Das war früher in der Firma so üblich, wird mittlerweile aber nicht mehr so gerne gesehen…die meisten von uns besitzen also 2 Mobiltelefone: ein Privates und ein Berufliches. Der Controller ist bei dem Einen geblieben.

Mit meinem Privathandy hab ich über Whatsapp Kontakt zum Controller, genauso wie zu anderen Kollegen. Soweit nichts besonderes.

Aber Whatsapp hat mich heute Morgen informiert, das der Controller eine neue Handynummer hat, ob ich die Nummer speichern möchte. Das war eher zufällig, das ich das gesehen habe.

Ich weiß, das sich seine berufliche Mobilfunk-Nummer nicht geändert hat, also hat er jetzt mit der zweiten Nummer auch ein privates Smartphone.

Warum die Änderung gerade jetzt? Nun – das ist dieses kleine Indiz – kein Beweis – aber ein Indiz, das er tatsächlich gewillt sein könnte, die Firma zu wechseln. Denn dann würde diese kleine Änderung einen Sinn ergeben.

Es kann natürlich auch ganz anders sein….es ist und bleibt Spekulation…ich hoffe, das wir bald endlich wissen, woran wir sind..

Egal ob gehen oder bleiben: wir brauchen die Entscheidung, damit nicht jede Diskussion wie Fliegen am Fliegenfänger kleben bleibt und dort verendet. So kommen wir keinen Schritt voran.

Der NEUE – etwas irritierend

Seit diesem Dienstag ist er nun da….unser deutscher Teamleiter, und er sitzt jetzt mit mir zusammen in einem Büro….wer mich schon länger hier begleitet wird wissen, das ich nicht gut darin bin, mit Kollegen (oder Chefs) zusammen zu sitzen.

Durch meine sozial-genetischen Defizite, gehen mir Menschen schnell auf den Geist. Sie reden und telefonieren laut, quasseln leise vor sich hin, beißen herzhaft in Äpfel, Nüsse oder Cracker, Schniefen, Husten und wollen ständig reden oder Hilfestellung haben… und wenn wir im gleichen Büro sitzen, kann ich dem einfach nicht ausweichen. Das alles stresst mich und tut mir einfach nicht gut.

Ich funktioniere am Besten, wenn ich alleine sitze….dann können Kollegen zum Quatschen vorbei kommen und die gehen dann ja auch wieder…das funktioniert mit mir prima…oder ich gehe zu den Kollegen ins Büro. So kann ich gute Arbeit leisten und trotzdem einen guten Draht zu den Kollegen haben.

Nun gut….der Controller hatte sich schon vor Wochen, während eines Online-Meetings mit der Finanzchefin aus der Zentrale mit Händen-und-Füßen dagegen gewehrt, das unser neuer Teamleiter bei ihm im Büro sitzt…er möchte mit Kollegin Katrin zusammen sitzen bleiben.

Er findet es außerdem unverschämt, das ihm jetzt ein Teamleiter „vor-die-Nase-gesetzt-wird“ ….hahaha, da ist sie, die verletzte Eitelkeit. Er hatte immer behauptet, es macht ihm nichts aus und jetzt ist er beleidigt, das ihn Niemand gefragt hat, ob er das machen möchte.

Ich hatte ihm ja schon vor längerer Zeit geraten: wenn Du Teamleiter sein möchtest, dann musst Du Dein Interesse auch an die Zentrale kommunizieren. Nein das sieht er anders…sie hätten ihn fragen müssen…nun ja. Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, er hätte wahrscheinlich keine Chance gehabt, da er ja selbst ein Teil des Problems ist.

Sooo und nun habe ich die große Ehre unseren neuen Teamleiter an die Hand zu nehmen und ihm die grundlegenden Sachen in unserer Firma zu erläutern…er hat keinerlei Erfahrungen in unserer Branche…was nicht schlimm ist…das musste ich ja auch lernen. Eigentlich wäre das Aufgabe des Controllers…aber er ist der Meinung jetzt wäre ich mal dran.

Also eines ist schon mal klar: in technischen Angelegenheit ist der Neue auch nicht fit – laut seiner Aussage macht das Zuhause seine Frau.

Wie er ist – der Neue? Nun ja, er ist Ende 50, von kleiner Statur…war immer Teamleiter in kleinen Teams, hat sehr oft die Firmen gewechselt, kennt unsere neue Software nicht, wie gesagt branchenfremd…ist jetzt kein „lauter“ Mensch, sprudelt nicht gerade über vor Selbstbewusstsein, ist also nicht arrogant oder soetwas.

In den 2 Tagen, die wir zusammen gesessen haben, habe ich schon einiges über ihn erfahren…er erzählt auch ganz gerne mal etwas…das ist okay. Beruflich kann ich ihn noch überhaupt nicht einschätzen.

ABER …irgendetwas an seinem Verhalten ist merkwürdig.

Er spricht gerne von seiner Frau….aber diese Aussagen sind meistens nicht wertschätzend, sondern auf eine subtile Art und Weise herabsetzend. Wenn bei den Aussagen irgendeine Art von Ironie oder Scherz dabei sein sollte, dann nehme ich zumindest, diese nicht wahr. Mit den Kollegen hab ich noch nicht darüber gesprochen…ich beobachte erst einmal.

z.B. als ich lustig in unserem 1:1-Gespräch meinte, sooo ich habe Dir jetzt alle meine Einschränkungen und Schwächen mitgeteilt meinte er : „Sein größter Fehler ist, das er eine Frau mit Pferd geheiratet hat“.

Ich war perplex und wusste nicht, wie ich reagieren sollte…war das ein Scherz? ich sah kein Lächeln und er hat es auch nicht entschärft. Meine Antwort: na wenn Du Deine Frau liebst, dann trägst Du ihr Hobby doch gerne mit oder nicht? Er kam dann darauf zu sprechen, wieviel Geld und Zeit er schon in dieses alte, kranke Pferd hat stecken müssen (seine Frau arbeitet auch Vollzeit). Ich fand das irritierend.

Und an beiden Tagen, konnte ich beobachten, wie verzückt er auf unsere hübschen jungen Kolleginnen reagiert. Einer hat er am ersten Tag gleich mal ein Kompliment über ihre gute Figur gemacht. Nach kurzem Erstaunen hat sie mit einem höflich-lockeren Spruch geantwortet.

Bei einer Anderen, brachte er seine Verzückung laut zum Ausdruck, als die sehr hübsche junge Kollegin uns entgegenkam…ich kann nicht genau wiederholen, was er genau gemacht hat..es war einfach ein Laut, als ich ihn erstaunt von der Seite anschaute, hab ich aber dann auch noch den Blick gesehen….sehr irritierend.

Unser ersten Teamgespräch zu Viert lief aber gut…und auch die 1:1-Gespräche waren wohl gut. Meines brachte genau das Ergebnis, was ich gehofft hatte:

Er wird sich nicht in mein Tagesgeschäft einmischen, ich gebe einen Windpark an ihn ab, damit er diesen Teil der Arbeit auch verstehen lernt…und Homeoffice ist kein Thema…das kann ich machen, wie bisher….Also 3x pro Woche sind gar kein Problem…und auch 4 Tage wenn nötig. Er wird wohl eher selten ins Homeoffice gehen, weil er kein eigenes Arbeitszimmer hat.

An den beiden ersten Tagen des neuen Teamleiters, hab ich fast gar nichts von meiner Arbeit erledigen können…seufz…jetzt bin ich seit Gründonnerstag für eine Woche in Urlaub…da dürfen die Kollegen gerne seine Betreuung übernehmen. Ich hoffe danach hat sich einiges eingependelt.

Auf Dienstreise – es hat sich etwas verändert

Unsere Woche in der Firmenzentrale war dieses Mal sehr merkwürdig. Im Laufe der Jahre war ich ja schon öfter dort. Meistens zusammen mit dem Controller, dann einmal zu Viert (noch mit dem Schweigsamen), die letzten Male wieder zu Dritt (der Controller, Katrin und ich).

So auch dieses Mal. Montagmittag ging es los…ich hatte wieder einmal das Glück das ich von Zuhause abgeholt wurde. Das Fahren hat dieses Mal Kollegin Katrin übernommen. (in der Woche zuvor war ich ein paar Tage ausgefallen wegen eines grippalen Infekts und hatte mich nur langsam erholt, war deshalb die ganze Woche nicht im Büro und hab es sehr genossen mal hinten im Auto zu sitzen und nichts machen zu müssen).

Am Abend waren wir dann noch zu Dritt zusammen im Hotel-Restaurant. Aber der Controller fühlte sich schon seit dem Wochenende nicht ganz wohl (er war am Wochenende in der Elbphilharmonie – ich hab also nichts mit seiner Erkältung zu tun…wir haben uns mehr als 1 Woche nicht gesehen) und für den Rest unseres Aufenthalts haben wir ihn dann nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Er hat sich nämlich am nächsten Morgen krank gemeldet und blieb bis zu unserer Rückfahrt Freitagmorgen in seinem Hotelzimmer. Er wollte auch nicht mit uns Essen und unsere Angebote ihm etwas aus der Apotheke zu besorgen, hat er unbeantwortet gelassen. Stattdessen hat er unsere Finanzchefin gebeten ihm etwas zu besorgen (das fanden wir alle sehr merkwürdig, also das er uns nicht gefragt hat…immerhin wohnen wir im gleichen Hotel – aber gut – seine Entscheidung). Muss ich erwähnen das auch die Chefin mehr als irritiert war?

Katrin und ich haben uns also an den folgenden 3 Tagen abends auf den Weg in die Stadt gemacht, um ein Restaurant fürs Abendessen zu finden…unsere sonst üblichen Ziele waren wegen Renovierungen und Geschäftsaufgabe nicht verfügbar…also haben wir Neue Wege beschritten und wurden nicht enttäuscht.

Alle 3 besuchten Restaurants waren gemütlich und hatten tolles Essen…es waren schöne Restaurantbesuche und mir ging es auch gut damit, mit der Kollegin die Abende zu teilen. Tagsüber saßen wir auf verschiedenen Stockwerken (jeder bei einer anderen Gruppe von Controllern – unseren Jobs entsprechend). Mittags haben wir uns nur kurz beim gemeinsamen Mittagessen gesehen und bei einem Meeting mit der Finanzchefin.

Nach Feierabend hab ich ihr dann gerne den Firmenwagen überlassen und bin jeden Abend von der Firma zum Hotel gelaufen…so hatte ich genügend inneren Abstand und die Ruhe die ich brauchte, um dann mit der Kollegen angenehme Abende verbringen zu können, ohne das es mir zu viel wurde.

Also das Fazit dieser Woche in Dänemark: Dem Controller hat es überhaupt nichts gebracht…er war ja krank. Die Kollegin Katrin hatte viele Meetings und übernimmt mehr und mehr die deutsche Hauptfirma, um die sich der Controller bei der Datenmigration so gar nicht kümmern möchte. Sie findet das überhaupt nicht schön…übernimmt aber stillschweigend viel Verantwortung und kümmert sich um das, was getan werden muss (und hat damit meinen vollen Respekt).

Das Meiste was ich in dieser Woche gelernt habe, wäre auch über Teams gegangen. Und auch wenn mich die Kollegen nicht wirklich unterstützen konnten, weil sie vieles selber noch gar nicht wissen…so bin ich doch jetzt mehr Teil des Teams…hatte viele nette Unterhaltungen…werde auch in so kleine allgemeine Lästereien mit einbezogen oder auch mal um meine Meinung bei bestimmten Sachverhalten gefragt.

Trotzdem war diese Dienstreise wichtig für mich: habe ja 3 Firmen an 2 Kollegen abgegeben und 2 Firmen von Anderen übernommen…allein das hat mehrere Stunden in Anspruch genommen. Na klar gibt es überall Besonderheiten und über die muss man ja informieren und vor allem auch: wer macht jetzt noch was.

Sogar das Teammeeting wurde extra auf Englisch abgehalten, damit ich teilnehmen konnte ….es ist für viele inzwischen fast normal, das ich da bin – und kann dort trotzdem ganz in Ruhe arbeiten. Inzwischen kenne ich auch viele Kollegen aus anderen Abteilungen und die Kollegin vom Empfang freut sich jedes Mal riesig wenn ich komme und empfängt mich immer mit einer herzlichen Umarmung.

Demnächst wird diese Teil-Abteilung wohl auch in eines der neuen Gebäudeteile umziehen, ich hab schon mal vorsorglich darum gebeten, doch den „Ersatz-Arbeitsplatz“ an den ich jetzt und schon die Male zuvor platziert wurde, genau so mit zu übernehmen…also mit der „alten“ Ausstattung…denn die ist auf meinen Laptop-Typ abgestimmt…und das ist eben noch die alte Version.

Während die Kollegen inzwischen bereits mit einer neuen Generation von Laptops und Dockingstation arbeiten. Die Teamleiterin hat versprochen daran zu denken oder ich solle mir doch ebenfalls eine neue Ausstattung geben lassen. Ja gerne – aber nicht gerade jetzt…noch mehr Veränderungen vertrage ich gerade nicht. Sie musste lachen, als sie mein erschrockenes Gesicht dabei sah, als ich das sagte.

Etwas hat sich also verändert bei diesem Besuch: ich fühle mich als Teil dieses Controlling Team, Katrin hat sich aus dem Schatten des Controllers befreit und lernt wie wichtig sie bereits für die Firma ist und der Controller fällt mit seinem merkwürdigen Kommunikationsverhalten auch beim Change-Team und unser aktuellen Vorgesetzen auf. Es wurde bereits in unserem Beisein angemerkt, das er nicht wirklich bei der Migration mitarbeitet, nicht nach Lösungen sucht und desinteressiert erscheint.

Ich glaube das haben wir alle Drei so nicht erwartet, wie sich die Woche entwickelt hat. Ich bin gespannt, wie es mit uns weiter geht…vor allem wann wir tatsächlich einen deutschen Teamleiter bekommen und was sich dann ändern wird.

Es bleibt alles chaotisch und fast unmerklich entwickelt es sich für mich zu einem spannenden Feldversuch in Sachen sozialer Interaktion innerhalb einer Gruppe, die sich nicht aus dem Weg gehen kann. Die Rollen innerhalb der Gruppe verschieben sich und damit auch das Verhalten der einzelnen Gruppenmitglieder zueinander und zu Dritten.

Feiertag im Norden und Selbstfürsorge bei mir

Im Norden unserer Republik ist heute ein Feiertag: Reformationstag und ich bin dankbar für die heutige Auszeit. Morgen müssen wir dafür wieder Arbeiten, wenn in anderen Bundesländern „Allerheiligen“ gefeiert wird. Viele nehmen sich bei uns Freitag einen Tag Urlaub, um mit diesem Brückentag ein langes Wochenende zu bekommen.

Ich werde Morgen zwar arbeiten, bleibe aber im Homeoffice. Dafür hab ich mir Montag einen Tag Urlaub genommen und bekomme auf diese Art eben auch ein etwas längeres Wochenende.

Der Stresspegel in unserer Abteilung nimmt gerade rapide zu…und das färbt auch immer mehr auf mich ab, werde ich doch mit Themen konfrontiert, die eigentlich nicht meine sind. Aber sobald der Controller und der Schweigsame mir davon erzählen, werde ich noch nervöser…es tut mir auch nicht gut, das ich neuerdings bei all ihren Themen per Mail auch immer in cc gesetzt werde.

ich habe schon versucht es den Beiden abzugewöhnen…aber es funktioniert nicht…also versuche ich solche Mails zu ignorieren…klappt nur nicht so richtig bei mir.

Ja der Schweigsame ist tatsächlich seit Montag wieder im Büro und „arbeitet“. Ich hatte ihn während eines 2er Teams-Meeting auf seine unentschuldigte Abwesenheit angesprochen….angeblich wäre alles ein Missverständnis zwischen dem Controller um ihm. Der hat mir das auch später so gesagt. Na gut – wenn ihr meint…ich finde es trotzdem mehr als seltsam.

Seitdem ich ihn auf sein Kommunikationsverhalten angesprochen hatte, spricht er tatsächlich etwas mehr mit mir. Er hat mich sogar einen Tag per Chat-Nachricht darüber informiert, das er gerade Probleme mit dem Schienenersatzverkehr hat und etwas späterins Büro kommt…und fragt mich mittlerweile sogar in ganzen Sätzen, ob ich ihm kurz helfen kann oder ob wir mal etwas testen können. Ich bin erstaunt, bleibe aber skeptisch.

Mein Entgegenkommen auf die Kommunikations-Offensive seinerseits, ist, das ich ihm helfe, wenn er fragt, ihn aber ansonsten nicht weiter anspreche. Ich muss aber gestehen, das ich weiterhin der Meinung bin, das er nicht die richtige Person für diesen Job ist.

Er ist bestimmt ein guter und zuverlässiger Buchhalter, wenn er klar definierte und gut strukturierte Firmen mit standardisierten Abläufen betreut. Aber für diese chaotische Übernahme von neuen Firmen, die noch im Aufbau sind, wo externe Kooperationspartner mit an Bord sind, die in alles involviert werden wollen, wo nichts Standard ist, wo die Fehler aus der Anfangszeit erst noch behoben werden müssen, wo die neue Software noch nicht immer gut funktioniert und das in einem Unternehmensumfeld, welches er noch gar nicht kennt…er sich also vieles selber erarbeiten muss….das ist nichts für ihn. Das tut weder ihm, noch unserer Firma gut.

Dafür ist er zu defensiv und fragt nicht an den richtigen Stellen (Zentrale in DK) obwohl es ihm von dort immer wieder angeboten wurde, sich bei Fragen zu melden. Er hat tatsächlich nicht ein einziges Mal den Kontakt zu der Kollegin gesucht, die ihm das (sogar in unserem Beisein) mehrfach angeboten hat.

Als ich in der Firma anfing und sofort einen ganzen Schwung bestehender Firmen übernommen habe und dazu noch einen Stapel gerade dazu gekaufter Firmen implementieren sollte, hatte der Controller auch keine Zeit mir alles einzeln zu erklären…also hab ich eine rudimentäre Einweisung bekommen und dann stand ich da…hab mir alles mit Hilfe von Logik und vielen Fragen an die unterschiedlichsten Stellen selber erarbeitet…hab alle Kollegen (auch den Controller) mit Fragen gelöchert, wo es notwendig war und hab mir die Strukturen, wie ich mit so vielen Firmen gleichzeitig umgehen kann, ohne etwas aus zu den Augen zu verlieren, selber geschaffen. Musste mir ja sogar die Logik (oder auch Unlogik) unserer Buchhaltungssoftware immer wieder durch Fragen erklären lassen. Mal vom Controller, mal von den dänischen Kollegen.

Na klar sind mir im Laufe der ersten Jahre einige Fehler unterlaufen, weil ich Dinge fehlinterpretiert und erst mit der Zeit verstanden habe, wie das Geschäftsmodell bis in die letzte Ecke funktioniert. Hab dann Stunde und Stunde meine eigenen Fehler ausgemerzt, mich tierisch darüber geärgert…und bin dadurch in der Lage heute meine Firmen vollumfänglich zu betreuen, auch wen sich etwas ändert, weil ich es komplett überblicke.

Beim Schweigsamen scheitert es aber nicht nur an der Kommunikation, sondern er behält auch nur wenig von dem, was ihm erklärt wird. Er macht dadurch immer wieder die gleichen Fehler…weil er sich auch nichts aufschreibt. Der Lerneffekt bleibt daher klein und überschaubar…aber so kommen wir nur extrem langsam voran…während der Berg vor ihm immer größer wird. Nächste Woche kommt der GF zurück…bin mal gespannt, ob es dann zu einer Entscheidung kommt.

Der Controller hat mir mitgeteilt, das er Kontakt zu einem Personalvermittler aufgenommen hat…nicht um einen neuen Buchhalter zu finden…sondern um für sich selbst einen anderen Job zu suchen. Ja super – noch eine Sorge mehr, die meinen Schlaf stört und meinen Blutdruck in die Höhe treibt.

Innerhalb der letzten Wochen ist meine Ruhepuls um 10 Schläge die Minute hochgegangen…mein Herz pocht so unangenehm, das es mir fast weh tut und meine Schlafqualität nimmt immer weiter ab.

Deshalb bin ich froh über den freien Tag heute….hab mir heute Vormittag eine Meditationsstunde verordnet…letztlich waren es nur 50 Minuten die ich mit leisen und ruhigen Klängen, auf meinem Kissen am Boden sitzend, meine Aufmerksamkeit nur auf Atmung, Herzschlag und den sanften Tönen der Musik fokussiert habe.

Da ich das länger nicht gemacht habe, hat es eine Weile gedauert, aber so konnte ich zumindest nach einiger Zeit meinen Herzschlag wieder beruhigen.

Jetzt schreibe ich einfach mal wieder darauf los und merke, das ich das Thema mal wieder verselbständigt hat…was mir immer gut tut, wenn ich aufschreibe, was mich gerade umtreibt. Dann verliert es seine Bedrohlichkeit und ich fühle mich besser – im wahrsten Sinne des Wortes: entlastet.

Manchmal merke ich aber erst beim Schreiben, was mich wirklich umtreibt, wenn es aus meinen Fingern fließt und die Worte ihren Weg auf die Tastatur finden.

Wie sagt Trude immer so schön: mein Blog – meine Regeln 😉 Ich schreibe einfach das auf, was mir gerade im Kopf herumgeistert.

Ich habe dabei immer noch die Kopfhörer auf und sanfte Klänge begleiten mich beim Schreiben…Der Fernseher bleibt heute aus, ebenso die Nachrichten Apps…Das Wetter draussen ist windig und trübe bei 11 Grad, später werde ich noch eine Walkingrunde machen und evtl. gehe ich später noch Schwimmen…denn Bewegung und Sport ist, neben dem Schreiben, das was mir immer gut tut.

Ich wünche Euch einen schönen Feiertag (für alle Norddeutschen) oder zumindest einen schönen Donnerstag (für alle die heute keinen Feiertag haben) .

Für Dummheit bin ich nicht zuständig

(Achtung! nur langweiliges Arbeitszeugs)

…dieser Satz kam mir in dieser Woche mehr als einmal in den Sinn.

Kennt Ihr das auch, das es immer wieder Kollegen gibt, die bei fast jeder Aktion erst einmal eine Grundsatzdiskussion anzetteln müssen, das das Programm so nicht gut läuft, das es so oder so (je nach Tagesform) vor eingestellt sein muss, das die Abläufe nicht stimmen und „JEMAND“ das erst einmal erklären sollte, das es uns niemals gesagt wurde wie wir es zu machen haben, das das ganze System im Prinzip großer Mist ist usw.

Ich gebe dem Controller ja teilweise auch Recht, aber andererseits kann man sich das Leben auch schwerer machen, als notwendig.

Wenn unser System bestimmte Einschränkungen hat, dann ist das von der Zentrale aus gesteuert und so gewollt, also ist es eine indirekte Anweisung es so und nicht anders zu machen. Na klar passieren da Fehler – auch Logikfehler. Aber in sich ist das System stimmig und ich zumindest, kann damit ganz gut umgehen…meistens zumindest und bei den Logikfehlern versuche ich dem Kollegen in der Zentrale das sich daraus ergebene Problem für uns zu erläutern, damit er eine Anpassung vornehmen kann. Das funktioniert in der Regel mit leichter Zeitverzögerung – aber ich hab einen guten Draht zu dem Kollegen und er verschließt sich guten Argumenten nicht…manchmal sind aber auch ihm die Hände gebunden.

Ja auch mir passen einige Einschränkungen nicht, und manchmal wird es auch absurd bei bestimmten Konstellationen…dann brauche ich viel Zeit, um die Einschränkungen zu umgehen, damit es doch noch nach unseren Deutschen Firmenregeln richtig wird. Aber das sind dann eher die Ausnahmen. Das Meiste funktioniert einigermaßen stimmig….wenn auch nicht bedienerfreundlich. Aber Niemand hat ein Recht auf „einfach anzuwendende Software“. Wir müssen mit dem Leben, was wir haben.

In dieser Woche hat der Controller die Diskussionswut gehabt…und hat dabei selbst die kleinsten Normalitäten einfach vergessen, verdreht und immer wieder Sachen behauptet, die nicht stimmen, und damit Kollegen per Mail beschuldigt Sachen falsch zu machen.

Und es ist ja nicht so, das wir nicht einen Tag zuvor schon darüber gesprochen haben, und den Tag zuvor und und und, ich hab es ihm erklärt, und noch einmal erklärt, sogar Katrin hat das Prinzip anhand meiner Erklärungen verstanden…das dieses Thema hier eine der unglücklichen Konstellationen ist (eine Anpassung im Freigabeprozess, Urlaub einer Kollegin)…und prompt kam heute Morgen seine wütende Mail an die betroffenen Kollegen mit den Falschbehauptungen…ja sag mal das kann er doch nicht so raushauen.

Also sah ich mich genötigt, das klar zu stellen…mit den betroffenen Kollegen in cc.

Und dann ging es erst richtig los und zwar in meine Richtung….je mehr er sich reinsteigerte umso mehr blockierte er sich selbst, so das er am Ende nicht einmal mehr in der Lage war, den Freigabeprozess aus der Rechnungseingabe abzulesen!! Denn der wird für jede Rechnung im System einzeln angezeigt. Stattdessen sollte ich ihm sagen, was er jetzt machen soll.

??? Was willst Du bei dieser Rechnung denn „machen“…sie ist doch bereits am Endes des Freigabeprozesses beim GF? Wo ist das Problem?

Irgendwann im Laufe des Tages – nach vielen Stunden mit Mails hin und her, habe ich dann endlich verstanden, wo seine Probleme lagen. Er selbst war nicht in der Lage das einzeln zu benennen, es war für ihn eher ein diffuses Gefühl das ALLEs Mist ist…er hat immer mehr Dinge in Frage gestellt, Dinge falsch interpretiert und noch mehr falsch behauptet…es war zum Verzweifeln.

Ich habe mehrfach versucht mich dieser unfruchtbaren Diskussion per Mail zu entziehen…aber ich bin leider so veranlagt, das ich Falschbehauptungen nicht einfach stehen lassen kann…Ich MUSS das dann geraderücken…und damit hat er mich immer wieder zu einer Antwort „genötigt“.

Sein eigentliches größtes Problem war dann doch ganz einfach: er hatte nicht die Geduld darauf zu warten das der GF die Rechnungen freigibt und wollte den Freigabeprozess ändern, damit andere Kollegen das stattdessen machen…was aber nicht der Firmenlogik entspricht und dementsprechend lässt das System das auch nur bedingt zu…aber es würde gehen….wenn man denn weiß wie es geht, aber wie gesagt, das soll so eigentlich nicht gemacht werden.

Er schimpft also auf ein angeblich falsch laufendes System, das aber gar nicht falsch läuft, sondern genau das macht, was uns vorgegeben wurde. Und er erkennt nicht, das er es ist, der hier falsche Annahmen trifft und das Programm einfach falsch bedient. Und anstatt mir sein wahres Problem zu erläutern (der GF braucht zu lange für die Freigaben)…beschuldigt er Kollegen Dinge falsch zu machen.

Ich war an 3 Tagen im Homeoffice, hab mich auf „beschäftigt“ bzw. „nicht stören“ gestellt und bin doch nur mühselig langsam zu meiner eigentlichen Arbeit gekommen. Leider bin im am Quartalsende auch noch darauf angewiesen auf den Controller zu warten, bis der seine Debitoren-Rechnungen schreibt, von denen ein paar auch für meine Gesellschaften sind…seit Mittwoch hatte er es versprochen. Aber er war ja so mit ärgern und diskutieren beschäftigt, das er daran schon lange nicht mehr gedacht hatte….Freitag Nachmittag hat ich sie dann bekommen, nachdem ich nachgefragt hatte. Montag muss ich diese Daten bereits in die Zentrale melden…und noch müssen sie ins System und durch den Freigabeprozess.

Zum Glück hab ich gute Kontakte zu „meinen“ Freigebern und auf meine freundliche Nachfrage das doch bitte noch am Freitag zu erledigen, haben auch Alle gleich reagiert und mir sogar noch das „erledigt“ zurück gemailt….Wie wunderbar einfach es doch sein kann, wenn man einfach freundlich miteinander redet.

Das versöhnt mich dann wieder mit dem Tag…denn ganz ehrlich: Diese Diskussionen mit dem Controller haben mich diese Woche, zu all dem zeitlichen Druck, echt zermürbt und unsere Systemumstellung kommt erst noch….auweh

Zufrieden ins Wochenende

Mein Bürotag war heute sehr ruhig….kein Wunder die meisten haben sich mit einem Brückentag in das verlängerte Wochenende verzogen.

Es gab heute nur 2 nennenswerte Dinge:

  1. ich habe meinen Arbeitsrückstand durch die vielen freien Tage (Urlaub +Feiertage) nun endgültig wieder aufgeholt, denn ich bin schon bei den Vorarbeiten für das nächste Quartalsende angekommen und das ist SUPER früh….aber ich habe aus den letzten Abschlüssen noch einiges dazu gelernt….jetzt heißt es: dran bleiben.
  2. Und gegen Mittag erhielten der Controller und ich eine e-Mail indem der 3.Kollege aus unserem Team seine Kündigung mitteilte. Er wird das Unternehmen Ende Juli verlassen.

Das der Zuarbeiter des Controllers geht, ist mir persönlich relativ egal….aber für den Controller tut es mir leid…jetzt fängt die Suche von Vorne an und ich hoffe die finden Jemanden, der besser arbeitet und etwas kollegialer ist. Der Zuarbeiter ist der Kollege der meinte, ich müsse doch gar nicht informiert werden, wenn er für 3 Monte in Elternzeit geht…seitdem ist er für mich eh kein Kollege mehr.

Und heute Abend ist es hier zuhause so wunderbar ruhig….das ich mich von meinem Balkonplatz überhaupt nicht weg bewegen mag….Vorhin habe ich noch ein paar größere Rankgitter gekauft…da werde ich Morgen mal schauen, wie ich die am Besten anbringe, damit die schnellwachsende Pflanze an der offenen Balkonseite sich optimal weiter schlängeln kann und mir einen schönen Sichtschutz bietet.

als Gesprächspartner ungewollt populär

Die ersten 14 Tage im Jahr 2024 starteten dann erst einmal besser, als gedacht…doch ich fühle mich trotz der vielen Überstunden weiter unter Zeitdruck…weil ich einfach nicht aus meiner Haut kann und somit auch die Verschiebung der Abgabefrist um eine Woche, eben doch nur eine leichte Entzerrung bedeutet. Aber na klar, es hilft schon.

Wie immer bin ich dabei, alles akribisch aufzudröseln, abzugrenzen, einzubuchen und abzustimmen…aber der normale Alltags-Wahnsinn bleibt eben auch in diesen Tagen nicht außen vor und so bin ich immer wieder für Kollegen im Erklär- und Hilfe-Modus und versuche mich selber Abzuschotten um meine dringendsten Arbeiten erledigt zu bekommen und versuche die dänischen Kollegen wegen der fehlenden Bankvorgänge anzustupsen (eine der Antworten. ohhh – gut das Du Dich deshalb meldest – Das hatte ich schon wieder vergessen).

Die Konzernbuchhaltung in der Zentrale macht die Zinsberechnungen falsch, indem sie Intercompany Vorgänge meinen Firmen zugewiesen hat, die da gar nicht hin gehören und sich dort Niemand zuständig fühlt, wohin die wohl sonst hingehören könnten. Die machen sich einen schlanken Fuß und sagen: das war eine Anweisung, solange bis ich widerlegen kann, das die Anweisung sich auf die falsche Firma bezieht…das hat mich einen ganzen Nachmittag gekostet…so kann man auch Zeit verplempern.

Auch bin ich als Gesprächspartner überraschenderweise aktuell sehr populär geworden. z.B. der Controller ruft mich täglich an, um sein seelisches Gleichgewicht zu halten….und vor ein paar Tagen, als wir beide Vorort waren, tigerte er minutenlang vor meiner Glasbürotür hin und her, schaute herein, ging wieder weg, kam sofort wieder und schaute und schaute….ich war gerade mitten in den Untiefen einer Berechnung, die so nicht stimmen konnte und fühlte mich zunehmend davon gestört…aber er tigerte vor und zurück und wollte wohl, das ich ihn wahrnehme.

Irgendwann stand ich auf, öffnete meine Bürotür und fragte ob er etwas von mir wolle…jaaa er wollte mir etwas zeigen…etwas in einem Schreiben, das er von wem-auch-immer bekommen hatte, hatte ihn aufgeregt, weil es nicht stimmig war…eine Kleinigkeit nur…aber er wollte es loswerden. Na gut das sein Seelenfrieden danach wieder hergestellt war. Ich dafür war nun verärgert, weil er mich mit dieser Aktion aus meiner Konzentration geholt hatte und ich diese elendig-lange Berechnungsformal nun noch einmal von vorne kontrollieren musste.

Meine Schwester ist inzwischen dazu über gegangen, mich täglich mit Whatsapp Nachrichten zu überschütten….eine Flut an Informationen die sie in Whatsapp hineinspricht, und genau so sprunghaft und ungeordnet kommen die dann (ohne Punkt und Komma versteht sich) bei mir, als geschriebene Worte an…eine Unsitte wie ich finde…und ich verstehe den Sinn oft nicht…muss nachfragen.

Diesen Freitag hatte ich dann die Nase voll…wieder und wieder wurde ich im Büro gestört…ich hab am frühen Nachmittag dann entnervt den Computer herunter gefahren….hab mich verabschiedet und bin gegangen….so kann ich nicht arbeiten…und wenn ich geblieben wäre, dann wäre ich irgendwann geplatzt…ich hab ja zum Glück noch die eine Woche Verlängerung für die Abgabe und in der kommenden Woche bin ich dann wieder 3 Tage im Homeoffice und an den 2 Bürotagen alleine dort.

Als nächste Maßnahme hab ich meiner Schwester am Freitag zu verstehen gegeben, das ich nun die kommenden Tage per Whatsapp stumm bleiben werde, weil ich einfach meine Ruhe brauche….diese ständige Verpflichtung auf Nachrichten antworten zu müssen, ist mir gerade zu viel…sie hat doch ihren Mann, dem sie die alltäglichen Kleinigkeiten erzählen kann…der ist Vorort und hört ihr zu. Ich hab weder Zeit, noch Lust über jede Kleinigkeit informiert zu werden. morgens um 5:15 Uhr kommt das erste Guten Morgen von ihr und um 20 Uhr Abends kommt die letzte Meldung mit dem Hinweis auf eine gute Nacht. und tagsüber die Erzählungen des Tages.

Ganz ehrlich, das hat mein Ex-Freund damals mit mir gemacht, als wir eine 2jährige Fernbeziehung hatten, da kann ich das ja noch verstehen, aber so etwas muss ich nicht täglich von meiner Schwester erhalten. Sie empfindet das als schön, mir wird es zu viel…also wieder etwas, das ich beim nächsten Telefonat oder Treffen mit ihr klären muss.