Büro-Umzug mit Dachterrasse

So langsam rückt auch mein Umzug in ein anderes Büro in reale Nähe…Nachdem in den letzten Tagen bereits viele Kollegen aus unserer Etage in die zusätzlichen Räume im Nebenhaus gezogen sind…wird es langsam still bei uns.

Was ja einerseits schade ist, weil so alle die, mit denen ich mich gerne im Büro unterhalte, dann nicht mehr direkt da sind…Andererseits war das die einzige Möglichkeit, das wir 3 Controller uns nun auf 2 Büros aufteilen können.

Wir „übrig-gebliebenen“ 8 Kollegen aus 2 Abteilungen haben aktuell viel Platz zur Verfügung und da die Kollegen aus der Technik ja überwiegend vom Homeoffice aus arbeiten, bzw. oft auch zu den Anlagen fahren müssen….wird es schon recht leer hier sein.

Überall stehen jetzt leere Kartons, liegen herrenlose Kabel herum und andere Überbleibsel des Umzugs. Ein paar der traurig halbvertrockneten Pflanzen in den nun verwaisten Büros hab ich jetzt unter meine Fittiche genommen…es gibt nichts trauriges als lieblos missachtete Büropflanzen…..und so fühlte es sich für mich auch irgendwie wie „zurück gelassen werden“ an.

Zumal am Mittwoch tatsächlich nur 3 Kollegen anwesend waren…wovon einer auch noch „rüber“ ziehen muss…sein Umzug verzögert sich noch etwas, da sein neues Büro noch keine Türen hat.

Aber spätestens in 2 Wochen ist auch er drüben….und bis dahin werden wir Controller auch in die anderen Räume umziehen. Die neue Raumaufteilung für uns ist nun genehmigt, ebenso die zusätzlichen Schränke …immerhin arbeiten wir immer noch mit viel Papier und brauchen Stauraum für Ordner und auch wer in welches Büro geht, ist nun klar. Ich bekomme also eines der 2er Büros zur Einzelnutzung…mal sehen, wie lange ….denn in allen Abteilungen soll ja noch zusätzliches Personal eingestellt werden…wenn sie denn welche finden….mal sehen ob unsere Abteilung dann auch aufgestockt wird.

Ich freue mich natürlich bald mein vorläufig eigenes Reich zu haben…das macht einiges leichter für mich…auch wenn die beiden Kollegen direkt im Nebenbüro sitzen werden…und Beide gerne ohne Headset telefonieren….aber alles ist besser, als so eng zu Dritt auf der Pelle zu hocken.

Das Gute ist auf jeden Fall, das wir jetzt auf unserer Etage weniger Meetings und Besuch haben werden…die Unruhe, die damit immer verbunden ist, verlagert sich dann in das vordere Hause, wo unser GF sitzt.. die haben einen riesigen Meetingraum…da ist unser bisheriger „großer“ Raum, jetzt klein dagegen…d.h auch alle internen Treffen werden dort statt finden.

Für mich überwiegen die Vorteile….auch wenn ich ein paar der Kollegen aus dem Vorderhaus jetzt schon vermisse…mal eben 2-3 Minuten im Vorbeigehen plaudern…oder sich für 5 Minuten eben das Neueste vom Tage erzählen, geht dann nicht mehr eben so…das muss dann schon etwas geplant werden.

Ja klar sind wir durch die Dachterrasse auch verbunden…was aber nicht so einfach ist, weil wir für den Zugang zur Dachterrasse keine richtige Türen mit Türöffner machen durften…und weil es auch keinen richtigen Weg durch die Dachbegrünung gibt. Aber immerhin haben wir jetzt auf beiden Seiten eine Klingel angebracht,

Also ein Kollege vom Vorderhaus, der zu uns in das rückwärtige Haus möchte…öffnet die große Terrassentür (die nicht ebenerdig ist, sondern einen großen Absatz innen und außen hat), stapft durch ein schmales Kiesbett und trampelt durch die Begrünung bis zu unserer Terrassentür (ebenfalls nicht ebenerdig mit Absätzen) klingelt…wartet bis einer kommt, um die Terrassentür von innen zu öffnen und kann dann einkommen. Solange wie der Kollege bei uns ist, werden die Türen nur angelehnt (die haben aber außen gar keine Griffe und lassen sich dadurch nicht richtig ran ziehen). Wenn der Kollege also wieder rüber geht, muss einer von uns dann die Terrassentür von Innen wieder schließen.

Da wir nicht die einzige Firma mit Zugang zur Dachterrasse sind, ist das suboptimal.

Der lange Weg wäre: raus aus dem Büro über das Treppenhaus runter gehen, raus aus dem Haus, um das Haus herum laufen, dort in das andere Treppenhaus, rauf gehen (oder mit dem Aufzug) und dann ins Büro.

Und dann wäre da ja noch das Büro in der 4. Etage im rückwärtigen Haus…die kommen also von der 4. Etage zu uns in die 1.Etage und dann über die Dachterrasse, wie eben beschrieben, in den neuen Meetingraum im Vorderhaus….. hahaha na da bin ich gespannt, wie oft ich dann die Terrassentür öffnen und schließen darf….denn mein neues Büro ist der Terrassentür am Nächsten hahaha.

Wie man Erkennen kann ist das nicht wirklich logisch und fördert weder die Gemeinsamkeit der Kollegen, noch ist es effektiv. Aber immerhin es gibt zusätzlichen Platz….und lustig wird es bestimmt auch…spätestens wenn die Hausverwaltung dem Einhalt gebietet, weil wir die Dachbegrünung zu sehr schädigen.

1. Schritt – Raus aus dem Schneckenhaus

Freitag haben wir mit 6 Personen draussen auf der Dachterrasse unseres Bürogebäudes zu Mittag gegessen…unser junger Trainee mit dem ich die letzten Wochen oft alleine im Büro war, weil alle anderen im Homeoffice sind, fragte extra, wann ich denn Mittag machen werde…wir unterhalten uns in der letzten Zeit öfter.

Zum Schluss waren wir nur dannnur noch zu Dritt….und ich hab meine Mittagspause etwas verlängert. Den beiden Mädels wurde es schnell zu warm in der prallen Sonne (aber als ich zu Beginn den Sonnenschirm aufspannte, waren sie dagegen) und ein anderer Kollege hatte einen Termin….also hab ich mich noch mit den beiden verbleibenden jungen Männern unterhalten. Mit dem Trainee und unserem NEUEN aus Bayern (er ist gerade mal eine Woche in Hamburg) kann man sich richtig gut unterhalten…beide sind sehr offen in ihrer Art, eher ruhig vom Wesen, aber lustig und erzählen ganz ungezwungen…das macht Spaß.

Kurz vor Feierabend hab ich dann noch den GF im Flur getroffen und es schien ihn wirklich zu interessieren, wie ich dieses Mal den Vortrag eines Kollegen fand, in unserem 2stunden-Meeting – das auch dieses Mal kein Thema beinhaltete welches meine Arbeit betrifft. Sein Interesse an meiner Meinung hat mich überrascht, immerhin ignoriert er mich weitestgehend….aber scheinbar sind bei ihm meine Einwände zu dieser Form des Meeting vom letzten Mal hängen geblieben.

Der Vortrag kam von einem ebenfalls neuen Kollegen und war genau so, wie ich Vorträge mag: gut strukturiert, erklärend, aber nicht trocken….mit lustigen Vergleichen, bildhaften Auflockerungen und ohne ständige Abkürzungen die nicht erklärt werden….das hab ich dem Kollegen auch schon selber gesagt…er hat sich gefreut…und witzigerweise hat es auch den GF gefreut, das es mir gefallen hat.

Irgendwie hat mir das Alles gut getan und auf dem Weg zum Einkaufen hab ich in auf NDR-Info einen Beitrag zum Thema: Impfungen für Wahlhelfer gehört….Es haben sich wohl viele als Wahlhelfer gemeldet und damit das Recht erhalten, über die Prioritäten-Liste schneller gegen Covid19 geimpft zu werden….und nach der Impfung haben sich wohl eine Menge Helfer wieder als Wahlhelfer für die Bundestags-Wahl abgemeldet…mit anderen Worten, es wurde ausgenutzt…..das ist schade das Menschen so agieren….aber wohl auch normal.

Ich hatte ja schon mal darüber nach gedacht mich als Wahlhelfer zu melden…damit tue ich auch mal etwas für unsere Demokratie…ich finde Wahlen wichtig und stehe auf dem Standpunkt: jeder der berechtigt ist, sollte auch Wählen gehen. Wer nicht wählt – wählt auf jeden Fall das Falsche.

Durch Corona fehlen nicht nur die „alten“ Blutspender, sondern auch ehrenamtliche Helfer….mit über 50Jahre bin ich also genau die Altersgruppe die jetzt für solche Aufgaben nachwachsen kann.

Und so hab ich unmittelbar auf dem Parkplatz des Supermarktes, mit dem Handy im Internet geschaut, wo ich mich melden muss und mich für Schleswig-Holstein angemeldet. Für Erst-Wahlhelfer gibt es ein 2tägiges Seminar und des gibt eine Community über die sich Wahlhelfer austauschen.

Also der 1. Schritt raus aus meiner privaten Selbst-Isolation ist getan, ich hab mich angemeldet und warte jetzt darauf ob es klappt und ob ich einem Bezirk zugeteilt werden kann…

Falafel-Day

Da war ich doch eigentlich in der letzten Woche nur 3 Arbeitstage in Urlaub, aber ..irgendwie kam in diesen Tagen alles auf einmal bei mir an..und schwuuups bin ich ins Hintertreffen geraten und hatte Mühe alles rechtzeitig fertig zu bekommen. Jetzt ist diese Arbeitswoche fast herum und meinen kurzfristigen Rückstand hab ich mit einigen Überstunden wieder aufholen können.

Hmmm….eigentlich hätte sich das so gar nicht zusammenballen dürfen, aber da traffen sehr verschiedene Arbeiten, mit sehr unterschiedlichen Fristen, zeitlich sehr unglücklich aufeinander…Aber das ist, wie gesagt, jetzt erledigt. Für das nächste Jahr werde ich das anders timen.

Von den anderen Abteilungen hört man aktuell auch NICHTS, es ist eine Grabesstille auf der Etage…und mit den im Büro Anwesenden gab es nur wenig lockere Unterhaltungen…ganz entgegen den sonst üblichen Bedürfnissen und Gepflogenheiten….Alles ein Zeichen dafür, das rundherum gerade sehr viel im Umbruch ist und jeder viel zu tun hat.

Aber gestern Mittag waren wir mal wieder zum Mittagessen draußen auf der Dachterrasse…nur zu Viert, schööön mit Abstand und vor allem bei schönstem Sonnenschein.

Endlich mal wieder ein Falafel-Tag von unserem Lieblings-Falafel-Laden ganz in der Nähe. Eigentlich gibt es den Falafel-Friday….aber seit die Meisten von uns im Homeoffice sind, ist das eingeschlafen….soo nun gab es also den Falafel-Wednesday….auch schön und vor allem lecker.

Eigentlich hatte ich genügend zu Essen dabei….aber das spontane Angebot wollte ich nicht ausschlagen….hahaha mein Chilli-con-Carne hab ich dafür heute im Homeoffice gegessen.

Die Verabschiedung – auf der Dachterrasse

Das mit dem Kuchen und den Törtchen zur Verabschiedung ist gut angekommen….der zu verabschiedende Kollege hat sich gefreut, weil er eh nicht so gerne backt…und er hat noch Klein-Gebäck (Hessen: Stückchen/ NRW: Teilchen) besorgt…so war ausreichend für alle Geschmäcker etwas dabei.

Für die Verabschiedung haben wir uns am Mittag, bei dem strahlendem Wetter, auf der Dach-Terrasse zusammen gefunden…Neun Kollegen in Winterjacken und Mützen gehüllt (bei gefühlten 3-4 Grad) haben in einem weit gezogenen Kreis auseinander und doch beisammen gesessen, …jeder hatte sich vorher drinnen Kuchen und Kaffee geholt.

Zugeprostet haben wir mit Kaffee und dann war es eine lustige 3/4 Stunde….schön wars….

Ach ja und meine veganen Torteletts sind gut angekommen….der vegane Kollege hat auch gleich 2 davon gegessen und mich gelobt…puh – bin ich erleichtert, das es ihm geschmeckt hat…insgesamt sind 4 der 6 Törtchen verputzt worden….und dazu die komplette Blitzkäse-Torte…Das Backen hat sich gelohnt und ich kann zufrieden sein.

Der junge Kollege, der uns jetzt verlässt, wandert mit seiner Freundin in ein osteuropäisches Land aus….aus familiären Gründen….Als ich vor einem Jahr anfing, war er einer Derjenigen, die mich in den Wochen des 1.Lockdown freundlich und unkompliziert in ihre Gemeinschaft aufgenommen haben….Mit ihm Zusammen haben der Controller und ich angefangen in diesem gerade neu bezogenen Bürogebäude die Dachterrasse für Mittagspausen zu erobern…hach ja….