Mit Stau und Kollegin auf dem Weg

Die Fahrt in den Hohen Norden Dänemarks war auf der Hinfahrt kurzweiliger als gedacht…ich bin mit einer Kollegin aus einer anderen Abteilung zusammen gefahren.

Für die Rückfahrt hat sie sich dann mit den restlichen 4 Kollegen zusammen in ein Auto gequetscht (die Kollegen mussten an dem Mittwoch bis zum späten Nachmittag bleiben, während ich ja bereits morgens zurück gefahren bin, bzw. noch einen „kleinen“ Zwischenstopp in Flensburg einlegen wollte).

Die Hinfahrt war zwar kurzweilig, dafür aber sehr lang…denn es gibt etliche Baustellen auf der Autobahn in DK und oft durften wir nicht schneller als 80 kmh fahren…ging auch gar nciht schneller…wir hatten zähfließenden Verkehr, dann richtigen Stau, den nächsten Stau hab ich mehr durch ein Versehen glorreich umfahren, dann weiter zäh fließenden Verkehr und irgendwann waren wir dann da.

Der Start mit dem Mietwagen am Mittag begann auch erst einmal mit der Suche, wie man überhaupt die Automatik-Fahrgänge einlegt. Bisher hatten alle Mietwagen einen Knauf, eine Schaltleiste oder einen Drehknopf in der Mittelkonsole. Dieses aber nicht. Ich hab gesucht und gesucht, bis meine Kollegin meinte schau mal der Hebel da…es war tatsächlich ein extra Hebel am Lenkrad, der sich aus meiner Perspektive auf das Lenkrad jedoch versteckte. Nun gut – dann kann die Reise ja beginnen.

Ich bin die gesamte Strecke gefahren, während die Kollegin unterwegs zwischendurch mit den Kollegen im anderen Auto kommunizierte…so wussten wir, die sind im Stau vor uns. Während wir dann den nächsten Stau, fast unbeabsichtigt umfahren haben…sind die anderen wohl auf der Autobahn geblieben und auf einmal lagen wir tatsächlich Vor den Anderen …okay das hat jetzt vielleicht 1/4 Stunde gebracht.

Wir haben dann zu Sechst im Hotel zu Abend gegessen und ich habe noch meinen üblichen Abstecher zum Fjord gemacht…die Kollegin und ein noch neuer Kollege haben mich begleitet.

Abends am Fjord – das ist immer eine ganz besondere Atmosphäre von Ruhe und Gelassenheit.

Geschlafen habe ich dann richtig gut. Das Hotel hat eine der Etagen renoviert und die Zimmer sind jetzt heller und moderner und das neue Bett ist super.

Okay, also angekommen war ich damit…aber der kommende Tag bereite mir schon etwas Kopfzerbrechen.

Wieder auf Reisen -Dienstlich

Es ist wieder einmal soweit, ich MUSS mal wieder reisen…die Teamleiter aus der Zentrale wollen mich noch vor Ende Juni „sehen“ – also ich fahre in den Norden Dänemarks.

Habe bei meinen Team-Kollegen nachgefragt, ob jemand auch Themen Vorort zu klären hat, aber nein der Controller will nicht, Kollegin Katrin hat private Termine und unser deutscher Teamleiter, will nicht ohne die Genehmigung des neuen GF fahren. Er wollte nachfragen – hat es aber auch 2 Wochen später immer noch nicht gemacht.

Hab meinem Chef also gesagt, ich bestelle den Mietwagen und buche für mich ein Hotelzimmer…weil ich muss zwingend Anfang Juni fahren, sonst wird mir das im zeitlichen Ablauf des Monats einfach zu spät. Er war einverstanden, das ich erst einmal nur für mich plane. inzwischen ist klar – er kommt nicht mit.

Auch nicht schlecht – dann fahre ich eben alleine. Hab also den Reiseantrag gestellt und Mietwagen, sowie Hotelzimmer bestellt. Hab auch ein Präsensmeeting mit den beiden Teamleitern Vorort eingestellt und einen Meetingraum reserviert. Alles reine Routine – das bringt mich nicht mehr aus der Ruhe….aber Lust habe ich nicht wirklich…das bedeutet mal wieder 2 Übernachtungen auswärts und insgesamt 2 verlorene Arbeitstage.

Ich fahre also jetzt Montagmittag los und komme Mittwochnachmittag wieder zurück.

Warum GENAU ich kommen soll, weiß ich nicht…immerhin kommunizieren wir viel über Mails und Teams….aber diese Abteilung (zu der ich ja halb gehöre) ist weiterhin im Umbruch.

Immer mehr einzelne Aufgaben werden den Controllern entzogen, und zentralisiert von einer oder zwei Person übernommen, die die Aufgabe dann für alle Controller übernehmen sollen und ich hatte meinen Unwillen dazu ja mal kund getan. Es macht mein Leben zumindest nicht einfacher…sondern umständlicher.

Auch ist eine meiner 2.Controller nun für mindestens 1 – 1,5 Jahren in Mutterschutz und Elternzeit…evtl. wollen sie hier auch einige Aufgaben „anders“ verteilen…obwohl ich ja schon vor einiger Zeit klar und deutlich gesagt habe, ich übernehme keine weiteren Aufgaben und ich tausche auch keine Firmen mehr…ich arbeite immer noch daran nach dem letzten Tausch, die Firmen auf Vordermann zu bringen.

Eine Kollegin meinte sie hätten jetzt an einer Teambuilding-Maßnahme teilgenommen und mussten so eine DISC-Test (im Deutschen heißt es DISG) machen. Vielleicht erwartet mich ja auch so ein Test.

Aber eigentlich gehe ich davon aus, das es gar keinen besonderen Grund gibt, mich in die Zentrale zu beordern. Denn eigentlich passt es der (Haupt-)Teamleiterin gar nicht…denn sie hat mir bereits mitgeteilt, das sie meinen auf 2 Stunden angesetzten Termin (ihr Terminkalender war da noch komplett frei – als ich das eingestellt hatte) auf 1 Stunde gekürzt hat…sie hätte „andere Termine“ und ich könne mir ja ein anderes Zeitfenster an dem Tag aussuchen…nur das ihr Kalender inzwischen ziemlich ausgebucht ist.

Auch hat sie mir am 30.05. auf meine Mail vom 30.03. geantwortet, in dem ich dringend um Erläuterungen für die Handhabung des 1.Quartalsabschluss bat – vor 2 Monaten. Sie war jetzt der Meinung, das können wir nächste Woche ja besprechen.

Ich musste laut auflachen: der 1. Quartalsabschluss war ja Anfang April bereits abzugeben. Inzwischen weiß ich ja aus anderer Quelle, wie diese neuen Quartalsabschlüsse auszusehen haben…also besteht keine Notwendigkeit mehr, das JETZT zu besprechen.

Nun gut – ich nehme es also locker und werde mir dann, wie immer, meine Gesprächspartner vor Ort suchen…mal sehen wer überhaupt da sein wird und etwas Zeit hat. Ich habe ja inzwischen mit vielen Abteilungen zu tun und da gibt es immer Gelegenheiten, sich mal wieder auszutauschen.

Spontan fallen mir da 4-5 Kollegen ein, wo sich ein Gespräch für mich lohnen würde.

Auf Dienstreise – es hat sich etwas verändert

Unsere Woche in der Firmenzentrale war dieses Mal sehr merkwürdig. Im Laufe der Jahre war ich ja schon öfter dort. Meistens zusammen mit dem Controller, dann einmal zu Viert (noch mit dem Schweigsamen), die letzten Male wieder zu Dritt (der Controller, Katrin und ich).

So auch dieses Mal. Montagmittag ging es los…ich hatte wieder einmal das Glück das ich von Zuhause abgeholt wurde. Das Fahren hat dieses Mal Kollegin Katrin übernommen. (in der Woche zuvor war ich ein paar Tage ausgefallen wegen eines grippalen Infekts und hatte mich nur langsam erholt, war deshalb die ganze Woche nicht im Büro und hab es sehr genossen mal hinten im Auto zu sitzen und nichts machen zu müssen).

Am Abend waren wir dann noch zu Dritt zusammen im Hotel-Restaurant. Aber der Controller fühlte sich schon seit dem Wochenende nicht ganz wohl (er war am Wochenende in der Elbphilharmonie – ich hab also nichts mit seiner Erkältung zu tun…wir haben uns mehr als 1 Woche nicht gesehen) und für den Rest unseres Aufenthalts haben wir ihn dann nicht mehr zu Gesicht bekommen.

Er hat sich nämlich am nächsten Morgen krank gemeldet und blieb bis zu unserer Rückfahrt Freitagmorgen in seinem Hotelzimmer. Er wollte auch nicht mit uns Essen und unsere Angebote ihm etwas aus der Apotheke zu besorgen, hat er unbeantwortet gelassen. Stattdessen hat er unsere Finanzchefin gebeten ihm etwas zu besorgen (das fanden wir alle sehr merkwürdig, also das er uns nicht gefragt hat…immerhin wohnen wir im gleichen Hotel – aber gut – seine Entscheidung). Muss ich erwähnen das auch die Chefin mehr als irritiert war?

Katrin und ich haben uns also an den folgenden 3 Tagen abends auf den Weg in die Stadt gemacht, um ein Restaurant fürs Abendessen zu finden…unsere sonst üblichen Ziele waren wegen Renovierungen und Geschäftsaufgabe nicht verfügbar…also haben wir Neue Wege beschritten und wurden nicht enttäuscht.

Alle 3 besuchten Restaurants waren gemütlich und hatten tolles Essen…es waren schöne Restaurantbesuche und mir ging es auch gut damit, mit der Kollegin die Abende zu teilen. Tagsüber saßen wir auf verschiedenen Stockwerken (jeder bei einer anderen Gruppe von Controllern – unseren Jobs entsprechend). Mittags haben wir uns nur kurz beim gemeinsamen Mittagessen gesehen und bei einem Meeting mit der Finanzchefin.

Nach Feierabend hab ich ihr dann gerne den Firmenwagen überlassen und bin jeden Abend von der Firma zum Hotel gelaufen…so hatte ich genügend inneren Abstand und die Ruhe die ich brauchte, um dann mit der Kollegen angenehme Abende verbringen zu können, ohne das es mir zu viel wurde.

Also das Fazit dieser Woche in Dänemark: Dem Controller hat es überhaupt nichts gebracht…er war ja krank. Die Kollegin Katrin hatte viele Meetings und übernimmt mehr und mehr die deutsche Hauptfirma, um die sich der Controller bei der Datenmigration so gar nicht kümmern möchte. Sie findet das überhaupt nicht schön…übernimmt aber stillschweigend viel Verantwortung und kümmert sich um das, was getan werden muss (und hat damit meinen vollen Respekt).

Das Meiste was ich in dieser Woche gelernt habe, wäre auch über Teams gegangen. Und auch wenn mich die Kollegen nicht wirklich unterstützen konnten, weil sie vieles selber noch gar nicht wissen…so bin ich doch jetzt mehr Teil des Teams…hatte viele nette Unterhaltungen…werde auch in so kleine allgemeine Lästereien mit einbezogen oder auch mal um meine Meinung bei bestimmten Sachverhalten gefragt.

Trotzdem war diese Dienstreise wichtig für mich: habe ja 3 Firmen an 2 Kollegen abgegeben und 2 Firmen von Anderen übernommen…allein das hat mehrere Stunden in Anspruch genommen. Na klar gibt es überall Besonderheiten und über die muss man ja informieren und vor allem auch: wer macht jetzt noch was.

Sogar das Teammeeting wurde extra auf Englisch abgehalten, damit ich teilnehmen konnte ….es ist für viele inzwischen fast normal, das ich da bin – und kann dort trotzdem ganz in Ruhe arbeiten. Inzwischen kenne ich auch viele Kollegen aus anderen Abteilungen und die Kollegin vom Empfang freut sich jedes Mal riesig wenn ich komme und empfängt mich immer mit einer herzlichen Umarmung.

Demnächst wird diese Teil-Abteilung wohl auch in eines der neuen Gebäudeteile umziehen, ich hab schon mal vorsorglich darum gebeten, doch den „Ersatz-Arbeitsplatz“ an den ich jetzt und schon die Male zuvor platziert wurde, genau so mit zu übernehmen…also mit der „alten“ Ausstattung…denn die ist auf meinen Laptop-Typ abgestimmt…und das ist eben noch die alte Version.

Während die Kollegen inzwischen bereits mit einer neuen Generation von Laptops und Dockingstation arbeiten. Die Teamleiterin hat versprochen daran zu denken oder ich solle mir doch ebenfalls eine neue Ausstattung geben lassen. Ja gerne – aber nicht gerade jetzt…noch mehr Veränderungen vertrage ich gerade nicht. Sie musste lachen, als sie mein erschrockenes Gesicht dabei sah, als ich das sagte.

Etwas hat sich also verändert bei diesem Besuch: ich fühle mich als Teil dieses Controlling Team, Katrin hat sich aus dem Schatten des Controllers befreit und lernt wie wichtig sie bereits für die Firma ist und der Controller fällt mit seinem merkwürdigen Kommunikationsverhalten auch beim Change-Team und unser aktuellen Vorgesetzen auf. Es wurde bereits in unserem Beisein angemerkt, das er nicht wirklich bei der Migration mitarbeitet, nicht nach Lösungen sucht und desinteressiert erscheint.

Ich glaube das haben wir alle Drei so nicht erwartet, wie sich die Woche entwickelt hat. Ich bin gespannt, wie es mit uns weiter geht…vor allem wann wir tatsächlich einen deutschen Teamleiter bekommen und was sich dann ändern wird.

Es bleibt alles chaotisch und fast unmerklich entwickelt es sich für mich zu einem spannenden Feldversuch in Sachen sozialer Interaktion innerhalb einer Gruppe, die sich nicht aus dem Weg gehen kann. Die Rollen innerhalb der Gruppe verschieben sich und damit auch das Verhalten der einzelnen Gruppenmitglieder zueinander und zu Dritten.

Mit Plaudereien durch die Woche

Die Woche fing dann für mich im Homeoffice an…allerdings nur für einen Tag, die restlichen Arbeitstage war ich dann doch im Büro.

Es gab mal wieder Spannungen wegen des Postdienstes. Den machen wir ja nur noch, wenn es personelle Engpässe gibt…und genau so ein Engpass war entstanden, weil die Eine noch in Urlaub war und die Andere krank und ich hatte mich ja die gesamte vorherige Woche ins Homeoffice verzogen, hab also den Controller mit der Post alleine gelassen und war mir dessen gar nicht bewusst gewesen. Deshalb hatte ich den Dienstag im Homeoffice storniert.

Die Tage im Büro waren aber richtig gut….ähmm, was auch daran lag, das der Schweigsame sich am Dienstag krank gemeldet hat und bis einschließlich Donnerstag auch nicht zurück kam. So hatte ich also meinen alten Status Quo in dieser Woche wieder…hab quasi konzentriert und im Akkord die laufende Arbeit wieder aufgeholt, Umsatzsteuern und andere Pflichtmeldungen erledigt und mir auch mal wieder Zeit genommen, mit den Kollegen der anderen Abteilungen länger zu plauschen…das war richtig schön und tat gut.

Und mit Blick auf die jetzt kommenden Woche, wo wir bereits Montagnachmittag zu Viert für 3 Tage in die Zentrale fahren werden, habe ich es tatsächlich gewagt, Freitag einen Tag Urlaub zu nehmen. Einfach mal wieder ein schön langes Wochenende OHNE Computer und Arbeit haben.

Ich wollte mich körperlich und mental noch einmal stärken, bevor wir in der kommenden Woche mit den Schulungen für das neue System beginnen…wir erwarten, das es auch weiterhin ein gewisses Chaos geben wird, denn wir werden gleichzeitig mit den polnischen Kollegen geschult, die jetzt gerade mitten in der Umstellung stecken. Auf die Kollegen freue ich mich zwar…aber ob das so eine gute Idee ist, das wir mit unseren unterschiedlichen Anforderungen (ich weiß die Polen haben manchmal striktere und merkwürdige Regeln einzuhalten, die wir so nicht haben) zusammen lernen sollen…deren Fragen sind sicher nicht unsere…aber warten wir es mal ab.

Montag zu Viert in einem PKW fahren zu müssen, mit jeweils 4x Reisetaschen, 4x Laptops, Kartons mit Post und das mit einem Firmenwagen der zwar groß aussieht, aber hinten für mich nicht ausreichend Platz zum Luftholen bietet…naja…der Controller und ich werden uns die Fahrzeit wieder 50/50 teilen, und vorne ist für mein Enge-Problem ausreichend Platz, um mich nicht ganz so unwohl zu fühlen.

Für die nächste Fahrt (1 Woche im November) sind wir uns einig, das wir entweder mit 2 PKW nehmen oder mit einem großen Van..denn der Schweigsame muss bestimmt auch noch eine Menge Ordner auf dem Rückweg mitnehmen und das Hotel ist im November derartig ausgebucht, so das uns für 1 Person 2 Übernachtungsmöglichkeiten fehlen, es kann also sein, das einer von uns für 2 Tage woanders untergebracht werden muss.

Ich bin bis Donnerstag sehr gut durch die Woche gekommen. Hab auch länger gearbeitet, um die Plauderzeiten auszugleichen….und fühle mich inzwischen „vor der Arbeit“ – soll heißen ich hetze nicht mehr hinterher, sondern kann wieder wichtige Dinge vorbereiten, bevor sie eilig werden.

Gute Gespräche und Laufen am Fjord

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs )

Der Controller und ich sind also Dienstagmorgen losgefahren…er hat den Leihwagen in Hamburg abgeholt und mich anschließend an meinem Wohnort eingesammelt….was nicht so einfach war, weil genau an dem Tag eine neue Baustelle die direkte Durchfahrt zu mir behinderte…und das war nur der Anfang…es war unglaublich voll auf der Autobahn und es blieb bis zur Ankunft im Norden DK eine zähe Angelegenheit.

Wir sind direkt in die Zentrale gefahren…und die ist jedes Mal wie eine Wundertüte….der 3. Büro-Anbau wurde nämlich vor kurzem in Betrieb genommen….und sich in den verschachtelten Gebäuden zurecht zu finden, wird von mal zu mal schwieriger. Die Anzahl der Mitarbeiter für alle Standorte, hat sich im Laufe eines Jahres von 300 auf 600 verdoppelt…das ist schon ein krasser Wert und offenbart auch, wo unsere Schwachpunkte sind: die organisatorischen Firmenstrukturen können mit der Entwicklung kaum mithalten.

Der Controller hat es zu seinem Termin um 13 Uhr gerade noch rechtzeitig geschafft…ich hab mich etwas mit den verschiedenen Controller-Kollegen unterhalten, einen der neuen Kollegen nun auch persönlich kennen gelernt…und hab mich anschließend auf die Suche nach meinen anvisierten Gesprächspartnern gemacht. Der Termin mit meinem Chef ist erst am nächsten Morgen.

Und tatsächlich hatte ich an beiden Tagen erfolgreiche Gespräche: manchmal lässt sich ein Sachverhalt Vorort doch einfacher klären, als per Teams oder Mail. Vor allem der Kollege, der als Schnittstelle zwischen Buchhaltung und IT fungiert und mit dem ich ja bereits eng zusammen arbeite, konnte sich nun meiner Argumentation nicht mehr so leicht entziehen.

Endlich hat er sich bereit erklärt mit dem dänischen Hersteller unseres Rechnungsprogramms, über die Anpassung der Prüfroutinen zu sprechen. Deutsche Firmen haben eben andere Rechnungslegungs-Vorschriften, als Dänische. Das führt dazu, das ein Teil unser deutschen Rechnungen im Rechnungsprogramm nicht erscheinen und diese stattdessen in ein Fehlerprotokoll laufen und die dänischen Kollegen sich teilweise tagelang Zeit lassen, das dann manuell anzupassen. Das würde nicht passieren, wenn das Programm die Prüfroutine erweitern würde….das würde eine spürbare Effizienz-Steigerung in der Rechnungs-Bearbeitung bedeuten.

Auch mit anderen Kollegen hab ich nette Gespräche gehabt; Themen nachverfolgt, um Präzisierung gebeten, bei manchen auch einfach nur mal Hallo gesagt und kleine nette Gespräche gehabt, dann zum Thema Quartalsabschlüsse nach der Bereitschaft geforscht, einige der wirklich sehr kleinen Gesellschaften doch unterjährig von der internen Abschlusspflicht zu befreien….wo sogar mein Chef meinte, jaaa das könnte man durchaus für 8 meiner kleinen Firmen machen…die Aussagekraft des Konzernabschlusses würde durch deren Fehlen nicht beeinträchtigt und würde mir während der Quartalsabschlüsse eine Menge Zeit sparen…aber letztlich hab ich es noch nicht schriftlich…aber die Bereitschaft ist auf mehreren Seiten da, an dieser Stelle nach zu justieren. ich bin gespannt.

In der Zentrale war es warm und stickig und vor allem ist die Luft in den Räumen sehr trocken….ich war froh, als wird Feierabend machen konnten…anschließend sind wir zum Hotel gefahren. Wir hatten verabredet wieder gemeinsam am frühen Abend zum Fjord runter zu laufen und daran entlang bis zum Ort zu laufen, das sind vom Hotel ca. 3 km …am Hafen gibt es ein nettes Restaurant, wo man wirklich gut essen kann und entlang des Fjord zu laufen gibt einem immer das Gefühl dann doch im Urlaub zu sein. Feierabend-Urlaub für 2-3 Stunden:

Nach der langen Autofahrt und den intensiven Gesprächen, war das der perfekte Ausgleich am Abend. Es war erst 20.30 Uhr als ich mich dann in mein Hotelzimmer zurück gezogen habe und bin auch früh schlafen gegangen.

Sonntagsausflug: Aabenraa allein erkunden

Und so hab ich mich dann tatsächlich noch einmal auf den Weg über die Grenze gemacht…und bin nach Aabenraa (Appenrade) gefahren, das sind nur knappe 30km von Flensburg aus.

Appenrade ist eine Kleinstadt mit Seehafen…hier war ich noch nie (obwohl wir ja als Kinder mit unseren Eltern in Flensburg gewohnt haben)…unsere sehr wenigen Ausflüge über die Grenze nach Dänemark, gingen ausschließlich nach Rømø zum Baden.

Appenrade im Dauerregen zeigte sich erst einmal trübe und trostlos….erst später hörte dann der Regen für eine Weile auf und sofort fühlte es sich fast gemütlich an (bei knappen 10 Grad), als das Wetter aufklarte.

Es gibt sogar einen Strand…okay – also im Vergleich zu Rømø ist dieser hier geradezu winzig, dafür unmittelbar in der Stadt, neben dem Hafen.

Später zog es mich dann in die Innenstadt…hier gibt es viele kleine Häuser und Geschäfte …und viele Geschäfte waren auch gerade dabei, sich jetzt schon weihnachtlich zu präsentieren….etwas früh für meinen Geschmack…die Fußgängerzone und die Straßen drumherum gefallen mir auch so gut…Kleinstadt-Feeling (knappe 17.000 Einwohner) eben.

In Dänemark dürfen Geschäfte auch an Sonntagen geöffnet sein….vor allem Lebensmittelgeschäfte und Einkaufszentren nutzen das…und ich schlenderte auch durch 3 verschiedene Läden. Ich finde das interessant, was dort anders ist, als in Deutschland…und was sich gar nicht unterscheidet.

Zum Beispiel gibt es in den Lebensmittelläden, in denen ich war, so gut wie keinen gemahlen Kaffee in Vakuum-Verpackungen (diese 500g Packungen, die es in Deutschland überall und von jeder Marke gibt), dafür jede Menge abgepackte Kaffee-Bohnen.

Oder auch: überall gibt es Lakritz und Gummibärchen jeder Art in großen überdimensionalen Vorratsbehältern, so das man sich selber eine gemischte Tüte zusammenstellen kann. Dänisches Lakritz hab ich schon öfter von unserer Firma bekommen – ist nicht so mein Geschmack.

Aber na klar hab ich Schokolade und Haferkekse mit genommen…und meine Kreditkarte wurde anstandslos akzeptiert….es liegt also eindeutig nicht an meinen Bankkarten, das auf der Dienstreise in dem Restaurant, KEINE meiner Karten angenommen wurde.

Es war schon später Nachmittag, als ich mich auf die Heimreise machte und mit jedem Kilometer weiter in Richtung Hamburg, wurde das Wetter nasser und windiger…so das ich tatsächlich bei strömendem Regen zuhause ankam.

Aaaach wie herrlich war es sich mit kuscheliger Wolldecke, ein paar Kerzen auf dem Tisch und heißem Tee in der Hand, auf die Couch zu verziehen. Zuhause ist es doch immer noch am Schönsten. So nach insgesamt ca. 240 km Autofahrt und guten 16km zu Fuß war es auch genug für einen Tag.

Und der niedliche Weihnachtswichtel/-Elch hat auch schon seinen Platz im Wohnzimmer gefunden…auch wenn es mir eigentlich noch zu früh ist…aber er ist doch so niedlich…und das passende Deckchen hab ich auch gleich hervor gekramt…aber mehr gibt es noch nicht an ans Deko…also fast 😉

Das Wochenende war sehr schön und ich bin froh auch den Ausflug alleine nach Aabenraa gemacht zu haben…ich bin eben sehr gerne nur für mich … bin mir meistens selber genug.

Regenwanderung in Frøslev

Regenwanderung in Frøslev

Sonntag war das Wetter grau-in-grau und vor allem sehr regnerisch, so das mein Schwager eine gute Begründung hatte, warum er lieber zuhause bleiben wollte, anstatt mit uns einen Wanderausflug zu machen….mit Krücken im Regen ist nicht besonders gut…zumal er ja aufpassen muss, er darf auf keinen Fall wegrutschen, ausrutschen oder hinfallen. Ach ja und Regen mag er sowieso überhaupt nicht.

Wir haben uns daher, nach dem Frühstück, nur zu Zweit ins Auto gesetzt und sind dann direkt hinter die dänischen Grenze nach Frøslev gefahren.

Dort gibt es ein ehemaliges Internierungslager für politische Gefangene (kein Vernichtungslager – aber schlimm genug, denn auch hier sind Menschen zu Tode gekommen) aus dem 2. Weltkrieg, welches heute zum Teil als Museum genutzt wird, und auf dem frei zugänglichen Gelände drumherum, ist viel Wald und eine wunderschöne Heidelandschaft…auch jetzt im Herbst.

Über das Gelände führen kleine, fast unsichtbare (aber minimal ausgeschilderte) Wege, die uns durch die schöne Landschaft lotsten….Sonntagmorgen und Regen….hach war das himmlisch ruhig dort im Wald.

Nach fast 8km, von Oben nass, die Wanderschuhe nass und schlammig, kamen wir wieder auf dem Parkplatz an….was für eine schöne Runde.

Meine Wanderschuhe hatten Wasser und Matsch nicht lange genug trotzen können (die muss ich mal wieder imprägnieren). Meine Socken waren gut durchnässt…na gut – dann wechsle ich die Schuhe lieber erst, wenn ich in der Nähe frischer Socken bin….hahaha

Wieder zuhause bei meiner Schwester, hab ich mich umgezogen und mich dann von Beiden verabschiedet…und eigentlich wollte ich auch unmittelbar nach Hause fahren…aber ich hab ja Urlaub…und wenn ich doch schon mal hier „Oben“ bin…dann….dann könnte ich doch noch einen weiteren Ausflug machen…pssst… so ganz alleine, wie ich es gerne mache.

Dienstreise – 1.Teil – Ankunft

Die Fahrt ab Mittwochnachmittag war, nach einem normalen Arbeitstag im Büro, richtig gut….ich bin trotz des Dauerregens, gut durchgekommen, hatte einen echt tollen Mietwagen mit dem das Fahren viel Spaß machte und hatte für die Fahrt eines der älteren Hörbücher in meiner „Online-Mediathek“ angeschaltet ( „Größer als das Amt“ von James Comey, dem von Trump 2017 gefeuerten Ex-FBI Chef). So war die Fahrt kurzweilig.

Kurzer Zwischenstopp in Flensburg zum Tanken, an der Grenze gab es keine Kontrolle und ich kam tatsächlich bereits um kurz nach 20 Uhr, nach knappen 400km, am Zielort an. Auf dem Parkplatz des Hotels war es schwierig einen freien Platz zu finden…achja- da war ja was – unsere Firma hatte für ein mehrtägig stattfindendes „On-Boarding für neue Mitarbeiter“, an diesem Abend ein Bankett arrangiert …zwei meiner Deutschen Kollegen waren als „Referenten“ auch mit dabei.

Beim Einchecken fragte mich der Rezeptionisto, b ich noch dazu wolle oder ob ich im Restaurant essen möchte….ohh neee – danke schön, zum Einen ist das ein ganz anderer Kollegenkreis und.ich lasse das Abendessen heute mal lieber ausfallen…war mittags mit den Kollegen doch noch zum Pizza-Essen rausgegangen und war irgendwie noch gar nicht wieder hungrig. Eigentlich schade, das Hotelessen ist dort echte klasse.

Aber na klar hab ich, vor meinem kleinen Spaziergang runter zum Fjord, noch einen Abstecher zu den Kollegen gemacht…hab kurz Hallo gesagt und mich dann nach kurzer Zeit verabschiedet. Der Spaziergang zum Fjord war dieses Mal nur kurz…es regnete immer noch heftig und der Wind nahm immer mehr zu, alles war matschig und da auch kein Mond schien, war es stockfinster….meine kleine Taschenlampe half da auch nur wenig.

Ich bin daher früh ins Bett gefallen…und der nächste Tag, würde ja wieder aufregend werden.

Alleine auf Dienstreise

Heute ist in Nord- und Ostdeutschland Feiertag….Es ist Dienstag und ich hab irgendwie ein Sonntags-Gefühl…draußen regnet es und so soll es heute auch bleiben…natürlich werde ich nachher trotzdem meine Runde laufen.

Aber ich bleibe in der Umgebung, denn ab Morgennachmittag fahre ich ja beruflich wieder knappe 400km nach Dänemark und komme erst Freitag wieder zurück. Da fahre ich heute nirgendwo hin.

Wie in den letzten Jahren, hab ich mich auch dieses mal, mit dem Controller zusammen getan…so das wir uns die Autofahrt teilen und viele Dinge auch schon während der Fahrt besprechen können. Unsere gemeinsamen Dienstreisen waren so immer sehr kurzweilig und angenehm. Gehen wir uns auch sonst manchmal auf den Zeiger – waren diese Fahrten immer entspannt und gut.

Aber: der Controller hatte die letzten 2 Wochen Urlaub zuhause und hat sich gestern mit einer Erkältung abgemeldet. Er fühle sich angeschlagen und bleibe die Woche lieber im Homeoffice, um die Kollegen nicht anzustecken und sich ordentlich auszukurieren…er arbeitet soviel wie es eben geht.

Eine weise Entscheidung, seit Corona bleiben wir alle lieber öfter mal im Homeoffice, anstatt ins Büro zu gehen – vorbei die ungesunden Zeiten, wo man sich trotzdem ins Büro geschleppt hat. Seit gestern Abend hat er auch einen positiven Corona-Test.

Ich fahre also allein…was für mich nicht schlimm ist. Lange Strecken alleine zu fahren, machen mir nichts aus, die Strecke kenne ich inzwischen sowieso ganz gut, ich kenne das Hotel und die Firmenzentrale und viele Kollegen dort, kenne ich auch…also es gibt keinen Grund für mich, meine Dienstreise jetzt auch zu stornieren…meine Themen sind ja i.d.R. andere, als die des Controller….ich spreche mit anderen Kollegen, über andere Themen und habe andere berufliche Schwerpunkte.

Aber ausgerechnet dieses Mal gibt es zwei Themen, die uns Beide gemeinsam angehen, hier überlappen sich auf einmal die Fragen…in das eine Thema werde ich mehr und mehr reingezogen, wie in ein schwarzes Loch…ich versuche mich dagegen zu stemmen…aber es gelingt mir nicht…und prompt muss ich mich mit Dingen auseinander setzen (hier wieder zum Thema: unklare Anweisungen), die eigentlich an anderer Stelle entschieden werden müssten…aber es kommt einfach keine Klarstellung.

Dieses Mal entfällt aber mein Komfort, am Reisetag vom Controller aus dem Homeoffice abgeholt zu werden…schade auch….aber gut. So werde ich nachher also meine Reisetasche packen und morgen früh ins Büro fahren…dann bis zum frühen Nachmittag arbeiten, den Mietwagen abholen und dann geht die Reise los in den Norden Dänemarks…geplante Ankunft im Hotel ca. 20 Uhr – wenn alles glatt läuft.

Anstrengend: unklare Anweisungen

Diese Auszeit Freitagabend war nötig….Die letzten Tage im Büro dann doch anstrengender als erwartet….was es so anstrengend für mich macht ist ganz klassisch: unklare Anweisungen, dadurch unterschiedliche Interpretationen, große Kommunikationslücken, keine Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen….und immer noch höre ich meinen Chef sagen: wir Alle müssen mehr miteinander kommunizieren.

Ja – schön – mache ich ja…laufe aber immer öfter ins Leere, weil auch die Kollegen entweder keine Zeit haben oder oft selber nur einen Bruchteil des Ganzen wissen….das kommt davon, wenn immer mehr Leute für eine bestimmte Aufgabe eingestellt werden…aber niemand WEIß, wie die sich mit welcher Arbeit, wie zwischen die einzelnen Abteilungen einfügen.

Ach ich soll mich mit meinem Thema erst an eine bestimmte allgemeine E-Mail-Adresse wenden…ja super – und woher weiß ich, das es diese Mail-Adresse gibt? …ach die ist neu…und WIE soll ich das wissen? Ach so – kann ich nicht? ja – das sehe ich auch so…warum sagt mir das dann keiner? Ach ihr wusstet es auch nicht?…ja super…aber als ihr es erfahren habt…sonst schreibt ihr ja auch alles im Abteilungs-Chat…

In der kommenden Woche bin ich ja mal wieder für kurze Zeit Vorort in der Zentrale im hohen Norden Dänemarks….und das einzige Gespräch was ich bisher fixieren konnte, ist das mit meinem Chef….das Meiste wird sich hoffentlich, wie so oft, spontan oder durch Zufall ergeben.

Was ich toll finde, der Kollege, der mit der Umstellung auf das neue ERP-System beschäftigt ist und WIRKLICH keine Zeit, weil die nächste Woche einen Teil Live-schalten, der freut sich riesig das ich komme und will sich extra etwas Zeit nehmen, so das er mir schon etwas dazu zeigen kann…wie wir zukünftig arbeiten werden….ich soll einfach bei ihm vorbei kommen.