Erkenntnis des Tages: Ego-Probleme

In meinem vorherigen Beitrag bin ich dann vom eigentlichen Thema weg gekommen…wie öfter mal wenn ich in einem Schreibfluss bin, verselbständigt es sich…lach.

Eigentlich war mein Thema: wie sich meine Situation vom März 2019 zum März 2020 unterscheidet.

Der Unterschied liegt zum einen darin, das ich mich jetzt nicht mehr überarbeitet und ausgelaugt fühle. Zum anderen werde ich nicht wieder ALLES auf einmal ändern, sondern nur meinen Job. Ein großer Vorteil.

Der Wechsel von Hessen in die Norddeutsche Provinz war richtig und wichtig für mich…und ich kann nicht mal sagen das ich böse bin, das es mit der 1. Firma hier oben nicht funktioniert hat….

Ich hab wieder einmal einiges gelernt und auch Neues  „angestoßen“ um etwas in meinen Sicht-und Vorgehensweisen zu ändern. Mit anderen Worten: auch diese jetzt 5 Monate waren lehrreich für mich Selbst und mein Selbstverständnis Wissen zu haben und einzusetzen.

Über das „Wissen haben“ bin ich dann auch fast gestolpert…und ich fing an zu Zweifeln… ist mein Wissen falsch oder warum weiß das hier keiner?  WARUM wissen selbst höher ausgebildete studierte Menschen, in höheren Positionen oft nicht das, was  für unseren Job notwendig ist?

Kann es wirklich sein, das wir in all den Diskussionen und Versuchen schwierige  Sachverhalte mit Hilfe von Gesetzestexten und Auslegungen mit meiner bisherigen Chefin im alten Job bestmöglich zur Zufriedenheit der Steuerberater und der Wirtschaftsprüfer zu klären, so daneben lagen?

Eigentlich lautet meine innere Frage: WARUM will Niemand etwas davon hören wenn ICH es sage…das trifft es eher. Wenn ich gesagt habe es ist Dienstag, haben alle erst einmal auf dem Kalender nachgeschaut, ob nicht doch Mittwoch ist (also im Übertragenen Sinne)….Ich bin es bisher nicht gewohnt gewesen, überhört oder in Zweifel gezogen zu werden.  Lach!

Diese Firma hat also mein Ego vor Probleme gestellt…und dafür bin ich  sogar ein  klein-wenig  dankbar. Zeigt mein Ego doch eine gewisse, fast unbewusste  Überheblichkeit in der Wahrnehmung, das es für mich  selbstverständlich  ist, gehört und für glaubwürdig befunden zu werden.

Es ist eben nicht mehr selbstverständlich das man mir glaubt was ich sage….das Vertrauen muss ich mir erst erarbeiten. Ich hab fälschlicherweise  gedacht, mit meiner Freundlchkeit zu den Kollegen  und der Erfahrung die ich  mitbringe, ist es normal das man meinen Worten auch Glauben schenkt.

DAS ist meine Erkenntnis der letzten Wochen…und mit dieser Erkenntnis kann ich tatsächlich daran arbeiten, mein Ego geerdet zu halten….