Wenn ich koche, dann geht es mir gut…

An vielen Tagen in den letzten Wochen stehe ich wieder lange in der Küche und geniesse es Gemüse zu putzen und leckere Sachen zu kochen. Es ist Herbst und ich habe Lust auf herbstliche Gerichte…an manchen Tagen mache ich viele Dinge gleichzeitig oder direkt nacheinander….

…leider sind meine Einfriermöglichen jetzt fast am Limit. Nach der Überschwemmung des Kellers im letzten Jahr, hatte ich mir ja nur noch einen 1/2-hohen Ersatz besorgt. Es hatte mich sehr geschmerzt aus dem großen Geschrierschrank fast 3/4 meiner gekochten Gerichte wegwerfen zu müssen.

Immerhin lebe ich alleine. Da sollten meine Beiden jetzigen Einfriermöglichkeiten (ich habe ja, neben dem 1/2-hochen Gefrierschrank im Keller noch eine Kühl-Gefrierkombi in der Küche) doch eigentlich ausreichen.

Donnerstag war ich im Hasenmoor, um die bestellte Flugente (2,2 kg) abzuholen und natürlich fanden auch noch Rosenkohl am Strunk und 2 mittlere Rotkohlköpfe ihren Weg zu mir.

Gestern nun habe ich die Flugente zubereitet und sie war : mega LECKER…davon werde ich noch ein paar Tage essen, bzw. die Entenbrüste habe ich …na? Eingefroren. Und auch von der Soße gab es 3 Portionen zum Einfrieren.

Dazu gab es Rotkohl…allerdings den, den ich noch im Kühler hatte, vom letzten Winter. Den frischen Rotkohl habe ich ich erst danach gekocht…das waren knappe 2kg…verteilt auf 4 Einfrierdosen.

Blumenkohlfrikadellen mache ich im Moment wöchentlich…. Bis in den November hinein gibt es frischen Blumenkohl aus Deutschland. Die Preise sind günstig und die Kohlköpfe groß…also bin ich in die „Produktion“ meiner vegetarischen Frikadellen eingestiegen…und friere diese regelmässig nach dem Backen in der Heißluftfritteuse ein. Bei Bedarf nur noch gefroren für ca. 8 Minuten aufbacken und fertig. Dieses Mal waren es 28 Blumenkohltaler . Jeweils 5-6 davon sind bei mir eine Portion.

Ich habe vor 14 Tagen ca. 3 Liter-Gemüsebrühe gekocht und diese in kleinen Gefrierdosen von 75ml – 250ml abgefüllt und eingefroren (ich benutze weder gekaufte Würz-Paste, noch Brühwürfel oder Pulver.) Dann habe ich Rinderbrühe gekocht, das waren dann ca 1,5 Liter konzentrierter Geschmack aus Markknochen und Gemüse. Bei beiden Brühen püriere ich das Ergebnis und fülle sie in kleine Gefrierdosen.

Am gleichen Tag habe ich aus selbstgemachten frischem Pasta-Teig ein Lasagne gemacht…mit einer Pilz-Gemüsefüllung, abgebunden mit Mehl und Milch, dazu Tomatensoße und Käse…ich liebe meine vegetarische Lasagne und habe davon 5 Portionen eingefroren.

Am nächsten Tag habe ich mal wieder 2 Bleche Pizza gemacht, schön dünn ausgerollt- die wird wunderbar knusprig…und auch davon habe ich 6 Portionen eingefroren. Meine eigene „Fertig-Pizza“ – bei akutem Hunger oder Kochunlust: Bedeutet nur 15 Minuten in der Heißluftfritteuse aufbacken und frische Pizza steht auf dem Tisch.

Letztes Wochenende stellte ich fest, das meine Kartoffel-Vorräte verbraucht werden müssen…also habe ich eine Kartoffelsuppe gekocht..gut das ich immer Möhren, Sellerie und Porree im Kühlschrank habe…da es festkochende Kartoffeln waren, habe ich einen Teil der Suppe am Ende püriert, damit das Ergebnis schön sämig ist…..auch hier fanden 4 Portionen ihren Weg in den Gefrierschrank und weil ich gerade dabei war, gab es aus ein paar Resten noch eine Blumenkohlsuppe.

Nun muss ich mich in der nächsten Zeit beim Kochen etwas mehr disziplinieren, d.h. ich muss auf die Mengen achten….aber ein paar selbstgebackene Waffeln und Apfelkuchen vom Blech, die passen noch rein….grins.

Ich liebe den Herbst und die Gerichte des Herbstes….warmer Apfel- oder Pflaumenkuchen, deftige Suppen, Eintöpfe aller Art, Aufläufe mit Käse überbacken….und da die meisten meiner Gerichte viel Gemüse beinhalten, stehe ich in der Küche und putze, schäle, schneide Gemüse wie am Fließband…das macht mir Spaß, ist meine Art von runterkommen….und am Ende ist Ergebnis meistens lecker.

Wenn ich kochen kann, dann geht es mir gut…es erdet mich, bringt mich zur Ruhe und am Ende gibt es noch etwas Leckeres zum Essen. Essen ist Genuss.

Gutes Essen

Das ich insgesamt wieder entspannt bin, merke ich auch daran das ich wieder Lust aufs Kochen habe und auch mal wieder eine neue Idee:

Gestern gab es Wirsingkörbchen gefüllt mit geröstetem Blumenkohl und mit etwas Käse überbacken. Wie immer hab ich einfach Gemüse nach Lust und Laune gekauft und dann beim Blick in den Kühlschrank erst entschieden, was ich damit mache:

Den Blumenkohl hab ich in Röschen geteilt und mit ein paar geschnittenen braunen Champignons und Zwiebeln in etwas Olivenöl angebraten und mit einen Schuss Gemüsebrühe geröstet bis er etwas Farbe angenommen hat, also so lange gebraten bis die Flüssigkeit verdampft ist….das spart ne Menge Öl.

Gewürzt mit viel Pfeffer und etwas Kümmel. Extra Salz war durch meine selbst gekochte Gemüsebrühe nicht notwendig. Die großen Wirsingblätter habe ich in etwas Salzwasser blanchiert.

Die ausgekühlten Wirsingblätter habe ich zu kleinen Körbchen geformt und in eine gefettete Auflaufform gegeben…Anschließend den gerösteten Blumenkohl in die kleinen Körbchen gefüllt und mit etwas Käse bei 170 Grad im Backofen gegart bis die Wirsingblätter am Rand knusprig wurden.

Vor ein paar Tagen gab es wieder Blumenkohltaler (oder auch Blumenkohlfrikadellen), die mache ich inzwischen öfter und sind durch den Senf und das Majoran echt super lecker. Aus dem restlichen Gemüse hab ich noch eine schnelle Gemüsesuppe gekocht.

..und es gab ein Kohlrabi-Reis-Linsengemüse (ohne Bild) und weil der Backofen durch die Blumenkohl-Frikadellen sowieso gerade heiß war, hab ich auch wieder meine Haferflocken-Mandelkekse gebacken….die sind super dünn und knusprig geworden und versüßen mir meine Nachmittage – ohne Magen-Darm zu belasten.

klassisches Gulasch

Beim Einkaufen am Freitag hab ich mich entschieden meinen ziemlichen leeren Gefrierschrank mit Gulasch-Portionen aufzufüllen. Das ist ein ziemlich gutes Gericht für Koch-Unlust…einfach ein paar Nudel oder Spätzle kochen und dazu eine Portion Gulasch…das geht fast immer…so ähnlich wie Chili-con-Carne.

Zutaten: Rinder-und Schweinefleisch, dazu frische Paprika und Champignons, jede Menge Zwiebeln und einige Gläser Stockschwämmchen…dazu Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Chili, Paprika süß und Rosenpaprika, Knoblauch, Rotwein und Gemüsebrühe.

Ich koche schon seit Jahren das Gulasch im Backofen…in einem Bräter mit Deckel. Dadurch brauche ich mich nach dem Anbraten nicht mehr aktiv um den Kochvorgang zu kümmern.

Leider kann mein Bräter kein „Induktion“….also hab ich das Fleisch und die Gemüsesorten (bis auf die Pilze) einzeln in einer großen Bratpfanne auf dem Herd angebraten und anschließend in den Bräter umgefüllt….danach die Gewürze, Rotwein und Brühe aufgegossen, alles gut durchgemengt und in den Backofen geschoben…nach ca. 1,5 Stunden kamen dann die Pilze dazu…noch einmal Nachwürzen falls erforderlich und für eine weitere halbe Stunde im Backofen garen lassen.

Ganz zum Schluss wird die Soße mit Mehl gebunden und der Bräter bleibt danach im ausgeschalteten Backofen stehen…so kann mit der Resthitze des Ofens alles noch weiter sanft durchziehen.

Heute nun hab ich insgesamt 8 Portionen auf verschiedene Gefrierdosen aufgeteilt und 2 weitere Portionen in den Kühlschrank gestellt. Die gibt es dann heute und Morgen.