Uupps – die Zeit vergeht

Es plätscherte also eine ganze Weile ruhig und geordnet vor sich hin und auch der (noch reduzierte) Monatsabschluss Anfang Juni lief mehr als entspannt.

Inzwischen lief es dann so entspannt, das ich mich schon sehr wunderte, weil so gar keine Sonder-Arbeiten an mich herangetragen wurden…okay ???

Na das hat sich inzwischen auch wieder normalisiert. Inzwischen kommt da wieder einiges an unvorsehbarer Arbeit bei mir an und ich komme auch manchmal zeitlich ins schwimmen… aber ich bleibe ziemlich konstant innerhalb der regulären Arbeitszeit…an einem Tag mal etwas mehr…dafür an anderen Tagen etwas weniger.

Aber nach der Geburtstagsfeier meiner Schwester, am ersten Juni-Wochenende, brauchte ich mal wieder eine längere Pause. Ich sehnte mich nach Stille und Zurückgezogenheit. Schwester und Schwager liegen mit ihren Geburtstagen ja nur 3 Wochen auseinander… und 2x Trubel so kurz hinter einander war dann doch etwas viel für mich. Meine Schwester war aber auch in Höchst-Form….und das hat mich dann lautstärke-technisch echt überfordert.

Zum Glück musste ich danach nur noch 2 Tage arbeiten und habe seit letzten Mittwoch (schon wieder) Urlaub – für 1 Woche. Ich habe mich gegen eine Reise entschieden und verbringe meine Tage zuhause….und was soll ich sagen…das war die richtige Entscheidung.

Gestartet bin ich mit einem tollen Tagesausflug in die Lüneburger Heide….ich war mal wieder im Pietzmoor…das war sooo toll und schön ruhig und entspannt und sogar das Wetter spielte mit.

Die nächsten Tage blieb ich dann zuhause und fiel in ein großes Kommunikations-Loch. Ich habe meine Küchen-und Vorratsschränke aus-und umgeräumt…incl. der Kellerregale, Lebensmittel auf Haltbarkeit geprüft und bald Ablaufende auf einen Küchenwagen gestellt, damit ich die immer vor Augen habe. Ziel ist es, diese nun vorrangig zu verarbeiten.

Es ist gar nicht schlimm falls ein Glas oder eine Dose schon abgelaufen ist oder schon bald abgelaufen sein wird….i.d.R. kann man diese auch noch danach unbedenklich verwenden. Es ist nur ein Mindesthaltbarkeits-Datum (d.h. der Hersteller garantiert das das Lebensmittel, bei richtiger Lagerung, bis zu dem Datum einwandfrei sein wird). Man fällt also nicht gleich tot um, wenn man etwas isst, wo das MHD bereits abgelaufen ist…aber man sollte seine Sinne (sehen, riechen, schmecken) benutzen und dann selber entscheiden, ob man das noch essen möchte. In der Regel ist das überhaupt kein Problem.

Mein Ziel ist es jedoch, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen…also versuche ich neue Vorräte immer so einzusortieren, das die Neuen hinten stehen und die Älteren vorne. Aber das klappt nicht immer und so schaue ich ab und an mal durch Schränke, Vorratskammer und Vorratsregale im Keller und dann fällt mir doch manches in die Hand:

Beispiel gefällig: Ohhh ich habe noch je eine große Vorratspackung Sonnenblumen- und Kürbiskerne…die hatte ich aus den Augen verloren…okay – also backe ich jetzt wieder regelmässiger Brot und verbrauche damit Beides.

Da sind 2 Dosen Kokosnuss-Milch gaaaanz hinten im Regal gelandet…und die Neueren standen davor..okay – kein Problem…dann gibt es in den nächsten Tagen ein Kichererbsen-Curry, dann kann ich gleich noch die eine Dose Kidneybohnen mit verbrauchen, die dort auch noch stand.

Und warum habe ich eigentlich mal ein Glas Schnibbel-Bohnen gekauft? Hmmm – okay also gibt es gestovte Bohnen mit Frühkartoffeln. Es gab tatsächlich nur ein Glas das ich tatsächlich entsorgt habe. Es war ein kleines Glas Sojabohnen-Keimlinge…die Flüssigkeit im Glas sah sooo trübe aus und roch muffig….nein Danke.

Aus 2 Tüten mit ganzen Mandeln habe ich dann etwas gemacht, was ich schon länger mal machen wollte: ich nenne sie „Knusperkugeln“…

Sie bestehen nur aus gemahlenen Mandeln, gemahlenen Haferflocken, Mandel-Stiften, Kakao-Nibs und Zartbitterschokolade. (es geht natürlich auch mit Cornflakes – aber die habe ich nie zuhause)

Dazu die Zartbitterschokolade im Wasserbad schmelzen und zu den trocknen Zutaten geben, so das eine leicht klebrige Masse entsteht…kleine Kugeln formen, diese noch in etwas gemahlenen Mandeln/Haferflocken wälzen und für mehrere Stunden in den Kühlschrank geben.

Dann sind sie schön hart und lassen sich herrlich weg-knuspern. Meine „Kugeln“ sind etwas zu groß geraten, beim nächsten Mal würde ich sie kleiner machen…und ich würde mir auch mehr Zeit fürs Rollen nehmen, damit sie wirklich rund werden hahaha…

So habe ich schöne ruhige Tage verbracht….das stürmische Wetter draussen war mir egal….ich war trotzdem draussen unterwegs…und ich war sogar endlich mal wieder in einem Fitness-Studio…hahahaa …. und ja ich habe Muskelkater bekommen…aber weniger als befürchtet…

Mein „weltbester“ Käsekuchen

Käsekuchen ist Kult und es gibt bestimmt hunderte verschiedene Käsekuchen-Rezepte und bestimmt schmecken die Meisten davon auch richtig lecker. Es gibt komplizierte Rezepte, raffinierte Rezepte, außergewöhnliche Rezepte, lange Rezepte mit vielen Zutaten, Rezepte mit sehr vielen besonderen Tricks und Kniffen, damit der Kuchen saftig, locker und lecker wird…aber ich mag es beim Backen in erster Linie: einfach.

Also gibt es bei mir auch nur ein ganz einfaches und vor allem unkompliziertes Rezept für einen fluffigen Käsekuchen…mit einem Hauch Mürbeteig als Boden:

Und da ich lange keinen Käsekuchen mehr gebacken habe, schmeckt er für mich wie der „weltbeste“-Käsekuchen überhaupt hahahah. Er ist während der Abkühlphase nur minimal zusammengerutscht, sehr fluffig und ziemelich lecker.

Bei Käsekuchen halte ich mich (eigentlich) auch an die Mengenangaben und trotzdem ist das Rezept schon wieder leicht modifiziert (in diesem Falle zumindest: Zucker-reduziert).

Für den Mürbteigboden:

125g Dinkelmehl, 75g Butter aus dem Kühlschrank, 2EL Zucker und eine Prise Salz zu einem Teig verarbeiten. mindestens 30 Minuten im Kühlchrank ruhen lasenn. Dünn ausrollen und in eine mit Backpapier ausgelegte Springform zurecht drücken.

Für die Käsemasse:

5 Eier trennen, das Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Eigelbe mit 90g Zucker, 60g weicher Butter schaumig rühren, dazu Zitronensaft und Zitronenschalen-Abrieb einer Zitrone und 2x Zitronen-Aroma dazu geben, mit 500g Magerquark und 3EL Mehl verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist…wenn der Teig zu flüssig ist, noch etwas Mehl hinzugeben. Vorsichtig das Eiweiß unterheben und auf den Mürbteigboden geben.

Bei 170Grad 1 Stunde im Ofen backen. Anschließend etwas auskühlen lassen, damit sich die Masse setzen kann…mir schmeckt er am Besten, wenn er noch lauwarm ist…..

Warum habe ich „eigentlich“ geschrieben…hmm eigentlich statt im Original 1kg Quark, aber ich hatte nur noch 500g Gramm hahaha und das 1TL Backpulver in die Käsemasse gehörte, habe ich erst später gelesen.. Aber es ging auch ohne.

Der Kuchen ist fluffig und cremig zugleich..was will ich also mehr.

Obst einmal anders

Zu unserem letzten Treffen hatte mir meine Schwester ihren Dörr-Apparat mitgebracht.

Ich wollte schon immer mal ausprobieren Obst selber zu trocknen..aber so ein Gerät anzuschaffen, schien mir einfach unsinnig. Meine Schwester hatte sich vor einiger Zeit mal so ein Ding gekauft, benutzt es aber nicht mehr. Jetzt hat sie es mir geschenkt – ich betrachte es eher als Dauerleihgabe hahaha.

Das Gerät ist relativ sperrig und hat 5 Ebenen zum Trocknen von Obst und Gemüse. Im Moment steht es auf meiner Heißluftfritteuse – das ist natürlich kein Dauerhaft sinnvoller Platz.

Wenn ich es nicht benutze, werde ich es wohl in der Kammer im Flur verstauen.

Ich habe es jetzt bereits zum 2. benutzt und zwar mit den Klassikern: Apfel- und Bananen-Chips:

Und das klappt wirklich gut. Die Bananen-Chips sind super-knusprig geworden, die Apfelchips werden von Natur aus nicht mega-knusprig, sind aber auch richtig lecker.

Das Trocknen des Obsts kostet Zeit und ja auch Strom. Dabei ist der Stromverbrauch durch die moderate Temperatur von maximal 70 Grad jetzt nicht so extrem hoch, auch wenn das Gerät für solch dünn geschnittenes Obst immer noch 6-8 Stunden braucht.

Wenn man mal weiter im Internet forscht und den dort genannten Stromverbrauch jetzt mal mit dem Gerät versuche auszurechnen, komme ich auf ca. 80 Cent für die Mengen die Ihr oben auf dem Bild seht…das sind 4 Äpfel und 4 kleine Bananen, die ich auf einmal in diesem Gerät getrocknet habe.

Das Ergebnis sind ca. 80g. getrocknete Apfel-Chips, und ca. 100g getrocknete Bananen-Chips

Im Internet stand z.B. das die Bananen-Chips bei 70Grad ca. 20 Stunden brauchen, ich habe die Stücke aber von Hand viel dünner geschnitten, so waren sie nach 8 Stunden bereits durch und durch knusprig.

Na klar kann man sagen, das ist nicht wirtschaftlich, aber dafür weiß ich was drin ist und ja es hat mir auch Spaß gemacht. Und was auch toll ist: DIESE Bananen werden im Rucksack nicht matschig hahaha.

Schade das es für Erdbeeren bereits zu spät ist.

Aber als nächstes werde ich es mal mit Gemüse probieren: Wie wäre es mit marinierten Wirsing-Chips? das Rezept liegt schon bereit

Backen und Kochen über Pfingsten

Nach einem ruhigen Tag im Homeoffice letzten Freitag, hab ich mich über Pfingsten so richtig zuhause eingegraben. RUHE – einfach nur RUHE.

Hab viel geschlafen, mich um Wohnung und Wäsche gekümmert, viel ausgeruht und mich mal wieder lange in der Küche aufgehalten, um zu kochen und zu backen, dann wieder viel geschlafen usw.

Mit dem frischen Spargel vom Markt gab es endlich mal wieder eine leckere selbst gekochte Spargelsuppe aus Spargelschalen und Abschnitten. Man merkt die Saison geht zu Ende, der Spargel wird schon wieder teurer. Die Dame vom Marktstand erklärte mir: das die Spargelernte in diesem Jahr 2 Wochen früher anfing und deshalb auch früher enden wird…. und eine Woche später – also heute morgen (14.06.= gab es bei dem lokalen Händler auf dem Markt schon keinen Spargel mehr – ich habe dann von einem anderen Händler noch einmal grünen und weißen Spargel gekauft…der kommt zwar auch aus Deutschland – aber eben nicht mehr aus der Region).

Den restlichen Spargel gab es dann mit gebräunter Butter und dazu Kartoffeln.

Auch meine Keks-Vorräte waren aufgebraucht, also gab es einen neuen Schwung an Haferflockenkeksen in 2 Varianten: einmal als Haferflocken-Mandelkekse mit Zimt und einmal als Haferflocken-Schokokekse mit Schokodrops und Mandelstiften. Beide Varianten so dünn wie möglich ausgerollt. Bei den Schokokeksen geht es nicht ganz so dünn, wegen der Schokodrops.

Und weil ich gerade mal wieder so richtig im Backmodus war, hab ich auch eine weitere Variante der Haferflocken-Vanille-Waffeln gebacken. Dieses Mal ohne Milch – dafür mit Wasser. das macht die Waffeln knuspriger und ich lieeeeebe knusprige Waffeln

Genau wie beim letzten Mal sehen diese Waffeln jetzt nicht so präsentabel aus, aber sie sind super knusprig, mega lecker, nicht so süß und halten lange satt und ich habe sie nach dem Auskühlen wieder eingefroren. Also natürlich nicht alle…hahaha so gaaanz frisch und noch warm…yummy. Also bei Bedarf eine gefrorene Waffel für ein paar Minuten in die Heißluftfriteuse geben und es gibt frische knusprige Waffeln.

Witzig ist: mit meiner kleinen Schöpfkelle voll Teig in das viereckige Waffeleisen gegeben, kommen diese fast runden Waffeln heraus….hihihi. Der Teig war sehr zähflüssig – später habe ich etwas mehr Wasser hinzugegeben, das macht die Waffeln etwas dünner, aber auch nicht mehr so schön rund.

Den Rest des Wochenendes, habe ich wieder sehr viel Gemüse geschnippelt und zu diversen Pfannengerichten verarbeitet und dann portionsweise eingefroren. Auch von der Spargelsuppe haben es 2 Portionen bis in den Gefrierschrank geschafft.

langsames Aufstehen und schnelle Rezepte

Mittwoch dann hatte ich einen Tag Urlaub. Ich habe etwas länger geschlafen, noch im Bett gelesen…mich dann gaaanz langsam fertig gemacht, meine Sporttasche geschnappt und bin nach Wedel zu „Badebucht gefahren

Eigentlich wollte ich ganz früh hin…aber mir war nach einem sanften und langsamen Start. Es ist ein normaler Wochentag…da wird ja hoffentlich nicht so viel los sein, so um 8 Uhr Morgens.

Und am Anfang war es auch so…mit nur wenigen anderen Schwimmern konnte ich ruhig und entspannt meine Bahnen ziehen…und auch die neue Schwimmbrille testen. Meine Vorherige hatte sich beim letzten Besuch hier, mit einem Knacks verabschiedet. Nun habe ich eine Neue, mit etwas größeren Gläsern…sie ist sehr bequem – aber innerhalb der ersten Viertelstunde musste ich das Gummiband ein paar Mal nachjustieren. Nun ist sie perfekt eingestellt.

Nach einer 3/4 Stunde wurde dann leider das Becken für die Bahnenschwimmer verschmälert und um Punkt 9 Uhr startete in dem abgeteilten Bereich dann die Wassergymnastik mit lauter Musik und mit megalauten Ansagen der Trainerin, um die Musik zu übertönen und die mehrheitlich älteren Damen und Herren auch akustisch zu erreichen.

Obwohl ich den Kopf beim Bahnenschwimmen immer wieder unter Wasser habe, komme ich ja genauso oft mit dem Kopf aus dem Wasser, um zu atmen…und das war dann ein sehr unschöner Effekt auf meinen Ohren und es wurde langsam auch eng in dem Becken, weil immer neue Schwimmer hinzu kamen.

Aber egal, meine Mindeststrecke von 1km hatte ich schon erreicht und überschritten. Ich bin dann trotzdem zufrieden gegangen, auch wenn ich gerne noch länger geschwommen wäre.

Memo an mich selbst: Achte darauf nicht später als 7.00 – 7.30 Uhr mit dem Schwimmen zu beginnen – sonst wird es laut und eng. Aber Immerhin hatte ich in der Dusche Ruhe und ich konnte mir viel Zeit lassen.

Von Wedel bin ich dann nach Elmshorn gefahren…ich wollte noch ein paar Rankhilfen aus Holz für den Balkon besorgen (mir sind ein paar vom letzten Jahr zerbrochen) und dann mal wieder einen etwas größeren Einkauf erledigen…die Rankhilfen, die ich suchte, waren aber noch nicht da…also ging es dann zum Supermarkt und vor allem auch zum heimischen Spargelstand.

Ich bin seit letzten Jahr ein großer Fan von Grünem Spargel. Vor allem zum Braten ist der toll und super aromatisch. Was ich noch nicht kannte war violetter Spargel. Beide braucht man nicht zu schälen, sondern man schneidet nur evtl. holzige Enden ab und schneidet sie einfach in Stücke und dann geht es für wenige Minuten in die Bratpfanne.

Ich kombiniere es mit allem Möglichen an Gemüse, brate alles zusammen, dann ablöschen mit Brühe und Passata, gewürzt je nach Laune und manchmal zum Abrunden kommt auch noch Mozzarella oben drauf: das ist eine vollwertige Mahlzeit. Schnell und einfach – so wie hier:

Nach dem Einkaufen hab ich alle Vorräte in Keller, Vorratsschrank und Küche verstaut und habe den violetten Spargel zu einer schnellen Pfanne verabeitet (ohne Foto – deshalb das Beispiel von ein paar Tagen zuvor).

Mitte April habe ich auch mal wieder ein paar Waffeln gebacken. Das Besondere hier ist, das der Teig nicht aus normalem Weizenmehl besteht, sondern eine Mischung aus Dinkel-Vollkornmehl, Haferflocken und Skyr ist. Natürlich sind auch etwas Zucker, Dattelsirup, Butter, Ei und Milch, sowie Vanille enthalten.

Wie man sieht, mag ich Waffeln etwas dunkler und sie müssen auch nicht perfekt sein…aber das ist ja Geschmackssache.

Was für mich wichtig ist: diese Waffeln sind lecker und halten lange satt und führen bei mir nicht zu einem Heißhunger-Effekt.

So eine Waffel passt daher bei mir prima als Nachtisch zu einem Mittagessen, bei dem ich auf Füll-Beilage wie Kartoffeln, Nudel oder Reis verzichte.

Ich friere die Waffeln ein und wenn ich eine essen möchte, egal ob als Nachtisch oder einfach nur so zwischendurch, dann kommt sie unaufgetaut im „Re-Heat“-Modus für ca 3-5 Minuten in die Heißluft-Fritteuse – dann ist sie wieder schön knusprig.

Ich weiß nicht jeder mag oder verträgt Haferflocken – für mich sind sie inzwischen ein unverzichtbarer Teil beim Kochen.

Kleine Zimtschnecken am Morgen

Kurz nach dem Aufstehen heute Morgen…es ist ja Sonntag, wollte ich mich mit dem Kaffee ganz entspannt ins Wohnzimmer setzen und erst einmal gar nichts tun.

Das hat definitiv nicht geklappt, bereits im Flur – mit dem Kaffeebecher in der Hand – habe ich kehrt gemacht…ach ich könnte ja mal eben den Hefeteig ansetzen…dann hab ich am späten Vormittag schon meine kleinen Zimtschnecken fertig.

Im Internet ist mir ein Rezept für „Zimtschnecken vom Blech“ zugelaufen (also wurde mir angezeigt). Das Rezept war sehr einfach – und ich hab es dann noch einmal etwas abgewandelt, weil ich diese Zimtschnecken eben nicht groß und nicht so hyper fluffig wollte…sondern eher Kleinere und das ist mir tatsächlich gelungen, auf dem Bild täuscht die Größe etwas..ich habe auch nur die Hälfte des Teigs genommen:

Das Besondere an meinen Zimtschnecken ist, das die Füllung eben nicht zu gleichen Teilen aus Butter, und Zucker, sowie Zimt besteht, sondern aus viel weniger Butter, dafür mehr Dattelsirup und viel Zimt und sie sind super lecker geworden..

Beim Aufstreichen der Füllung war ich jedoch nicht so exakt und so haben einige Schneckchen weniger Füllung und bei anderen ist die Menge einfach perfekt. Und auch für das Schneiden der gefüllten Teigrolle hatte ich nicht das optimale Messer genommen…so habe ich eher den Teig gedrückt, als geschnitten…die Form der einzelnen Schnecken ist daher nicht wirklich rund – aber dafür sind sie hausgemacht.

Und während die Schneckchen noch im Backofen waren, habe ich aus 2 übrig gebliebenen Bananen mal wieder ein Bananenbrot gebacken…das ist jetzt noch im Backofen.

Ich habe es jetzt bis ins Wohnzimmer geschafft und freue mich bei einem weiteren Kaffee und lauwarmen Zimtschneckchen auf einen entspannten Sonntag.

Samstagmorgen – bei Sonnenaufgang

Schon kurz nach dem Aufstehen heute, hab ich meine komplette Planung für diesen Samstag, über den Haufen geworfen.

Ich war bereits um 6 Uhr fertig geduscht und angezogen, hatte die Küche sauber gemacht und wollte mich gerade mit dem ersten Kaffee des Morgens, an meinen privaten Laptop setzen, um hier einen Beitrag zu schreiben, als mir einfiel, das ich das noch weit geöffnete Fenster im Schlafzimmer besser schließen sollte…

Es waren -2 Grad draussen und die Luft im Zimmer war soo klar und frisch und beim Blick aus dem Fenster sah ich, wie sich so gaaaanz allmählich die Nacht verzog und einen schönen Sonnenaufgang versprach.

Das war der Moment, in dem ich beschloss, ich möchte nach Draußen um den schönen Morgen zu genießen. Flugs hab ich den Kaffee in einen Thermobecher umgefüllt und zur Seite gestellt, meine gefütterte Mütze tief über beide Ohren gezogen, Winterjacke, Schal und Wanderschuhe angezogen und keine 5 Minuten später, war ich schon vor der Tür.

Ich liebe diese klare, frische und sehr kalte Luft und der Morgen wollte einfach von mir aufgesogen werden…ich lief also dem Sonnenaufgang entgegen, atmete tief ein und aus und schon musste ich lächeln. Ja es geht mir gut.

Ich war fast 1 Std. 20 Min. unterwegs, hab meine Walkingstrecke modifiziert und bin dabei knappe 6km gelaufen. Ich habe jede Minute genossen.

Kaum war ich wieder zuhause,habe ich mich über den heißen Kaffee gefreut…aaaachhhh schööön.

Aber ich hatte keine Ruhe sitzen zu bleiben…ich hatte Lust zu kochen. Hatte gestern schon alles Mögliche eingekauft und mich nun ans Werk gemacht.

Zuerst habe ich aus scharf angebratenem Hühnerklein mit viel frischem Gemüse eine kräftige Hühnersuppe gekocht…und später dann noch eine Hühnchenbrust leicht mit köcheln lassen.

Paralell hatte ich einen Weißkohlkopf in schmale Streifen geschnitten und mit weiterem kleingeschnittenem Gemüse erst angebraten und dann zu einem vegetarischen Eintopf gekocht.

Beides ist echt lecker geworden und passt super in mein Wochenende. Seit einer Woche muss ich ständig niesen und mir läuft die Nase…ansonsten bin ich aber topfit…aber irgendwie schniefe ich ständig….also eine kräftige Hühnersuppe hilft da allemal.

Ich habe mir angewöhnt solche Suppen immer ohne Füll-Beilage zu kochen…so kann ich immer spontan entscheiden ob ich sie lieber pur oder mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln essen möchte. Heute entscheide ich mich für den puren Genuss.

Das Hühnerlein hab ich aus der fast fertigen Suppe gefischt und vom Fleisch befreit…die gekochte Hühnerbrust hab ich ebenfalls von den Knochen befreit und das pure Fleisch kleingeschnitten und zurück in die Suppe getan. Das mit dem Hühnerklein + Hühnerbrust, anstelle eines kompletten Suppenhuhns hat den Vorteil, es geht insgesamt schneller mit dem Kochen.

Die Suppe gibt es heute und den Kohleintopf Morgen. Die Reste friere ich, wie immer, ein.

In dieser Woche hab ich kaum gekocht, weil ich einfach zu beschäftigt war, um frisch zu kochen, sondern habe mich stattdessen aus dem Gefrierschrank bedient.. Genau für solche Zwecke habe ich ihn ja mit selbst-gekochtem Essen gefüllt. Der neue Gefrierschrank ist kleiner, als der Vorherige und das ist gut so.

Nachdem ich durch den Überschwemmungsschaden den Inhalt des letzten Gefrierschranks fast komplett entsorgen musste, wollte ich mich mit einem etwas kleinerem Exemplar davor schützen, zu viel einzufrieren….und ja es funktioniert gut so.

Ich bin nun gezwungen öfter erst aus dem Gefrierschrank zu essen, bevor ich neu koche…das hilft mir, mich mit den Mengen besser zu arrangieren. Ich koche nämlich gerne große Töpfe voll gutem Essen.

sooo und jetzt erhole ich mich ein wenig, bevor ich später dann doch noch etwas arbeiten werde…Ab Montag startet bei uns das „angeordnete Chaos“…also unsere neue Software, dafür muss ich noch einiges vorbereiten, zu dem ich bisher nicht gekommen bin.

In der Küche

Samstag hab ich den größten Teil des Tages in der Küche verbracht….bis auf die Zeit am Nachmittag, bei der ich bei herrlichem Sonnenschein eine schöne ruhige Walkingrunde gedreht habe…und eine große noch dazu…am Ende waren es 6,4 Km außerhalb von Quickborn.

Vorher hatte ich so um die 2,5-3,0kg Gemüse geputzt, geschält und in kleine Stücke geschnitten. Möhren, Knollensellerie, Porree, Kartoffeln, Zwiebeln und Knoblauch…alles per Hand. Das hatte auch etwas Meditatives und um mir die Zeit dabei zu vertreiben, hatte ich dazu eine Dokumentation über den Amerikanischen Wahlkampf „auf den Ohren“.

Nicht falsch verstehen, das ist keine Beschwerde das ich so viel Gemüse habe schnibblen müssen…sondern eher das Gegenteil. Ich mag es sehr gerne…vor allem wenn die großen Messer scharf geschliffen sind…Für mich ist das die Basis für gutes Essen. Selber Hand anlegen und die Dinge vorbereiten, die man benötigt.

Bei mir sollte es aber keine Suppe geben, sondern endlich mal wieder einen großen Topf Gemüsebrühe. Meine letzten Vorräte habe ich schon vor einer Weile aus dem Gefrierfach in der Küche genommen. Und jetzt, wo endlich die Trocknungsgeräte aus dem Keller verschwunden sind, möchte ich meinen neuen, halbhohen Gefrierschrank in Betrieb nehmen. Der wartet schon seit einiger Zeit auf seinen Einsatz und steht auf insgesamt 3 Paletten…das sollte für eine evtl. nochmalige Überflutung des Kellers ausreichen. Außerdem steht er nun nahe an der Steckdose. Ich habe gelernt. Allerdings lohnt sich die Inbetriebnahme nur, wenn es auch etwas gibt, was ich da rein packen kann.

Diese eigentliche Gemüsebrühe wird nach dem Kochen püriert und anschließend auf kleine Gefrierbehälter von 80-250ml aufgeteilt. Ich benutzte die Brühe für fast alle meine Gerichte, denn ich verzichte hier schon seit ein paar Jahren auf die Industrie-Varianten, egal ob als Pulver, Granulat oder Würfel.

Aber ich koche immer auch noch die 2. Variante: eine klare Gemüsebrühe, und zwar aus den Gemüseschalen und -abschnitten…diese wird am Ende des Kochvorgangs durch ein Sieb passiert und ebenfalls eingefroren.

Lustigerweise hab ich tatsächlich ALLE meine kleinen Gefrierdosen dafür verbraucht und alles passte in die eine Schublade des Gefrierschranks. Perfekt.

Da ich aber tags zuvor in einem Gemüse-Kaufrausch war, hatte ich unter anderem auch noch einen Blumenkohl…doch den wollte ich nicht für die Brühe.

Für das Abendessen habe ich einen Blumenkohl-Kartoffelauflauf mit Bechamelsoße und Käsekruste in den Backofen geschoben, während gleichzeitig in der Heißluftfriteuse eine ganze Hähnchenbrust mit Haut brutzelte.

Und weil ich auch noch einen Stapel Äpfel hatte, gab es noch eine Apfeltarte mit Mandelboden….der Boden war aber jetzt bereits das 2.mal nicht so gelungen und so hab ich die Tarte eher als Apfel-Mandelmus aus der Backform kratzen müssen. Okay – ich muss mir wohl doch noch einmal ein Rezept aus dem Netz ziehen…meine intuitive rezeptlose Backweise hat mich hier im Stich gelassen. Aber die Äpfel mit ein bisschen Teig zusammen, waren doch ganz lecker. Den Rest des Teiges hab ich dann..ähmm entsorgt und lieber auch kein Bild gemacht.

Den Rest des Tages (also nach der Walkingrunde) hab ich dann damit zugebracht meine Küche auf Vordermann zu bringen….endlich mal wieder alle Geräte zur Seite zu schieben und auch da zu putzen, wo man sonst nicht so leicht hinkommt…und auch die Schränke…aber selbst das fand ich ganz angenehm.

Meine Haferkekse habe ich dann erst Sonntagvormittag gebacken…wie immer nach dem gleichen Prinzip und in der Variation: Haferflocken und Mandeln…das ist meine Lieblingsvariante und es schmeckt schon ein wenig nach Winter…was ganz bestimmt am Zimt liegt…ich liebe Zimt.

Die Rezeptmenge habe ich, wie immer, verdoppelt, so das ich insgesamt 4 Bleche auf Vorrat gebacken habe. Sie sind wieder schön dünn und knusprig geworden. Damit habe ich jetzt auch wieder etwas zum Naschen. Mir kommt es dabei nicht auf die Schönheit der Kekse an. Sie sind grob und schräg – ich mag das

Zwetschgen-Crumble

Gestern habe ich nach Feierabend die Gemüse-und Obstabteilung in meinem Lieblingsladen geplündert….es ist einfach eine tolle Zeit um frische Produkte aus der Region (oder zumindest aus Deutschland) zu kaufen.

Die Blumenkohl-Köpfe sind riesig, die dicken Porreestangen könnte man auch zur Verteidigung einsetzen, die Auswahl an Gemüse ist groß und die Preise sind echt okay dafür. Es ist Herbst…es gibt schon wieder Rosenkohl und immer noch jede Menge Zwetschgen.

Also hab ich einen meiner Mehrfach-Büddel vollgefüllt…für heute gibt es einen Zwetschgen-Crumble…aber in einer etwas gesünderen Form.

Wie immer versuche ich dabei Weißmehl, Industriezucker und Butter zu vermeiden oder wenigstens zu reduzieren…und auch dieses Mal hat mir der Blick ins Internet geholfen…und mit ein paar Feinjustierungen ist mir eine schöne Variante gelungen

Eigentlich fehlte nur noch etwas geschlagene Sahne – aber die hatte ich beim Einkauf vergessen.

Mein angepasstes Rezept lautete dann :

100g gemahlene Mandeln 50g feine Haferflocken, 50g kernige Haferflocken, 90g Dattelsirup, 90g weiche Butter, Mark 1 Vanillesschote, etwas Zimt und etwas Salz. Dazu 300 g entsteinte Zwetschgen.

Die entsteinten Zwetschen in eine gefettete Auflaufform geben. Alle anderen Zutaten vermischen und mit den Händen zu Streuseln formen und über die Zwetschgen geben. für 25-30 Minuten im Backofen bei 160Grad Umluft backen und anschließend noch warm geniessen UND wer mag etwas geschlagene Sahne dazu geben.

Der Bio Mandelsirup, den ich genommen habe, hat auf 100g ca. 1/3 weniger Kalorien als Haushaltszucker und im Originalrezept standen auch 120g Zucker. Mit den 90g Mandelsirup hab ich also gleich 2 mal gespart und für mich war es trotzdem süß genug.

Beim nächsten Mal würde ich aber etwas mehr Butter nehmen, hier waren die 90g etwas zu wenig, um ein wirklich super knusprige Streuseln zu bekommen…aber geschmacklich hat es mich ich trotzdem überzeugt.

Hmmm im Winter kommen dann Äpfel unter die Crumble-Haube…so mit etwas Marzipan und einem Schuss Calvados dazu..

Spanische Pilz-Kroketten – super lecker

Nachdem ich gestern im Blog von „nocheinglaswein“ die leckeren Pilzkroketten gesehen habe, hatte ich unvermittelt Lust, so etwas einmal selber zu machen.

Ich bin heute, Samstag, bereits um 5 Uhr aufgestanden und war um 6 Uhr, kurz vor Sonnenaufgang, im Himmelmoor zu einer herrlichen Walkingrunde. Während noch der Kaffee für meine Morgenrunde durch die Maschine lief, hab ich mir gleich mal ein paar Rezepte aus dem Internet herausgesucht und mich für eines entschieden.

Frische braune Champignons habe ich dann auf dem Rückweg gekauft…alles anderen Zutaten hatte ich bereits zuhause. Es bedarf nur weniger Zutaten und das Rezept war erstaunlich einfach…das kommt mir sehr gelegen, da ich gerne „einfach und lecker“ koche.

Die genauen Mengen stehen ganz unten. Normalerweise arbeite ich ja eher ohne feste Mengen, hier sollte man sich aber schon an die Mengenangaben halten, da das genaue Verhältnis zwischen Gemüse, Mehl und den Flüssigkeiten, am Ende eine ganz bestimmte Konsistenz ergeben sollte, damit sich auch Kroketten daraus formen lassen.

Kleingeschnittene Zwiebeln werden in Butter angeschwitzt, dann kommen die klein geschnittenen Champignons dazu…zusammen etwas anrösten, mit Salz, Pfeffer und etwas frischen Rosmarin würzen (da er schnell dominant ist, hab ich nur einen kleinen Zweig genommen). Anschließend das Mehl darüber geben und mit anschwitzen lassen, bis das Mehl sich mit Zwiebeln, Pilzen und der Butter gut verbunden hat.

Die Pfanne vom Herd nehmen und die gesamte Milch auf einmal dazugeben. Nun ständig umrühren, bis sich die Milch mit den anderen Zutaten in der Pfanne verbunden hat…die Masse wird sämig. Nun die Pfanne zurück auf den Herd stellen und die vorbereitete Gemüsebrühe dazu geben und dabei immer schön weiter rühren.

Es kann ein paar Minuten dauern bis sich nun alles in der Pfanne zu einer zähen Masse verbindet. Sie sollte so zäh sein, das sich beim Umrühren alles leicht vom Pfannenboden löst und zu einer zusammenhängenden Masse wird.

Die Pfanne zur Seite stellen und die Pilzmasse abkühlen lassen. Das dauert eine kleine Weile. Die fast kalte Masse nun mit leicht angefeuchteten Händen zu kleinen Kroketten von ca.5 cm Länge rollen. Bei mir sind es 17 Stück geworden. Anschließend ganz klassisch mit Mehl, Ei und Paniermehl panieren.

Einen kleinen Topf mit Öl füllen (bei mir war es ein sehr kleiner Topf den ich mit ca. 1,5 cm mit Olivenöl gefüllt hatte – das hat zum frittieren ausgereicht) und die kleinen panierten Kroketten für 1-3 Minuten im Öl frittieren, dabei ein paar Mal wenden, bis sie gold-braun sind.

Sie sind echt mega geworden und am Besten haben sie mir lauwarm geschmeckt, da kommt das Pilzaroma viel besser durch, als wenn man sie sofort heiß isst.

Beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Mehl nehmen und dafür noch eine gekochte und zerdrückte Kartoffel hinzugeben…und evtl. etwas Knoblauch. Aber das Rezept ist so einfach, ich hätte es nicht gedacht.

Dazu passt jede Art von Dip…ich habe sie zum Mittag pur gegessen und bin begeistert.

Hier nun die Rezept-Mengen. Ich habe tatsächlich nur wenig verändert: im Original-Rezept standen 150g Champignons, ich habe 200 g genommen…und würde beim nächsten Mal sogar noch etwas mehr nehmen, aber das ist Geschmackssache – ich liebe den Geschmack von gerösteten Champignons, nehme sie oft als „Fleischersatz“, weil Champignons eine Menge Umami-Geschmack enthalten.

Mengenangabe:

60g Butter

2 kleine Zwiebeln klein hacken (ich hab 1/2 Gemüsezwiebel genommen, die ist bekömmlicher)

200g braune Champignons klein hacken

90g Mehl

250ml Milch

185ml Gemüsebrühe

Salz, Pfeffer, etwas Rosmarin

Mehl, verquirlte Eier, Paniermehl (ich nehme Vollkornpaniermehl) für die Panade

Öl zum frittieren (ich hab Olivenöl genommen und es nicht ganz so heiß werden lassen, es geht aber auch Sonnenblumenöl oder ähnliches)