Im „Duracell-Modus“ und total erschöpft

Tatsächlich war es in der Firmenzentrale genau so, wie ich es mir gedacht hatte: Es gab gar keinen speziellen Grund warum ich kommen sollte. Sie wollten mich einfach mal wieder da haben.

Und das war tatsächlich ein richtig guter Tag, auch wenn ich einen großen Teil des Tages immer fragen musste: wo sitzt denn jetzt die Abteilung oder die Person…denn der inzwischen 4. Anbauabschnitt war vor ein paar Wochen in Betrieb gegangen und viele Abteilungen mussten hin-und her umziehen. Das Controlling ist damit tatsächlich im ganz neuen Gebäudeteil untergebracht.

Gespräche hatte ich an dem Tage dann so Viele, wie noch nie zuvor…das ist der Vorteil, wenn man alleine unterwegs ist (die anderen Kollegen aus Deutschland hatten ja ihre eigenen Meetings – ich war also unabhängig).

Viele dieser Gespräche haben sich spontan ergeben, weil wir uns auf den Fluren getroffen haben: „Ach Du bist hier, wie lange denn, – ja magst Du später mal bei mir im Büro vorbei kommen, dann kann ich Dir etwas zeigen…“ usw.

Das ist lustig – ich werde von den Kollegen aus anderen Abteilungen, mit denen ich öfter Berührungspunkte habe, sofort erkannt und in Gespräche verwickelt – nicht schlecht wenn man bedenkt, das inzwischen mehrere Hundert Personen in diesen Gebäuden arbeiten und ich nur alle paar Monate tatsächlich hier bin. Das kommt auch durch die Teams-Meetings – da sieht man sich ja über die Kamera. Das ist tatsächlich ein Vorteil gegenüber früheren Zeiten, nur per Telefon.

Bei Anderen hab ich mich dann einfach spontan in deren Büros begeben und kleine Termine ausgemacht oder direkt mit den Kollegen sprechen können. Auf den Tag verteilt hatte ich damit 14 „kleine Meetings“…und habe nicht einen Handschlag normal arbeiten können.

Aber das war auch gut so…mein 1,5 Stunden Meeting mit der Teamleiterin, die mich herbeordert hat, war auch sehr informativ für uns Beide…wir haben vieles besprochen und eines geklärt…alles nichts Großes, aber doch so wichtig, das ich mich hinterher sehr gut fühlte.

Lustigerweise fühle ich mich in diesem Riesen-Armeisenhaufen tatsächlich dazugehörig. Ich bin einfach da, werde nicht extra „betreut“…sondern ich komme einfach an und bin dabei. Gut das ich mich gerade in einer kommunikations-stärkeren Phase befand.

Aber die andere Seite eines solch trubeligen Tages ist dann: ich war am Abend derartig aufgekratzt und gleichzeitig hundemüde, das ich gar nicht zur Ruhe kommen konnte. Zum Glück konnte ich den Abend aber alleine verbringen (die anderen deutschen Kollegen hatten über deren Chef eine Abendeinladung)

Ich bin nach Feierabend erst einmal ins Hotel und später in den Ort gefahren und war in dem Chinesischen Restaurant, das Katrin und ich beim letzten Mal ausprobiert hatten. War noch eine Weile im Ort laufen und später bin ich noch am Fjord entlang gelaufen.

Geschlafen habe ich aber schlecht…wie gesagt, ich fühlte mich wie ein „Duracell-Häschen“ unter Dauerstrom und gleichzeitig total erschöpft und hätte für die nächsten Tage eigentlich Ruhe gebraucht, was ich mir leider selber verbaut habe.

Denn am folgenden Tag bin ich mittags in Flensburg bei meiner Schwester angekommen – die hatte ihre Geburtstagsfeier mit vielen Freunden und Nachbarn, dann später erst die Fahrt zurück nach Hamburg und für den darauf folgenden Tag bin ich ins Büro gefahren…anstatt lieber Homeoffice zu machen.

Ich war also von Montag bis einschließlich Donnerstag in diesem „Duracell-Modus“: ständig in Kommunikation und dabei total erschöpft davon, das es mehr als 1 Woche gebraucht hat, bis ich mich davon erholt hatte. Erst seit gestern geht es mir wieder richtig gut.

Ach ja – Weihnachten

Ach ja – Weihnachten

Da war doch noch was…

In den letzten Wochen hatte ich immer noch mit dem Zuviel an Kommunikation zu kämpfen. Ich fühlte mich müde und erschöpft…vor allem da ich mich auch an den Wochenenden nicht zurück ziehen konnte.

War mit meiner Schwester zum Weihnachtsmarkt-Hopping in Hamburg….davon gibt es ja jede Menge und eine Woche später hab ich mich mit meinem guten Freund (meinem ehemaligen Tanzpartner) aus Hessen getroffen…wir waren ebenfalls stundenlang auf einem der größeren Weihnachtsmärkte in Hamburg unterwegs. Zusammen mit einer Freundin von ihm, war es zwar ein schöner Abend…aber die Freundin ist schon sehr speziell..z.B. legt sie viel Wert aufs gendern und ich hatte dazu meine Meinung freiheraus gesagt, nämlich, das ich das überhaupt nicht notwendig finde…damit hab ich sie wohl etwas brüskiert.

Naja egal – die Hauptperson war für mich sowieso mein guter Freund und es war wie immer wunderbar mit ihm zu reden und zu lachen.

Sooo und jetzt ist schon wieder die Woche halb herum und da ist es nun schon Heiligabend.

Ich wünsche Euch allen ein wunderschönes, geruhsames und vor allem gesundes Weihnachtsfest.

Da ich morgen das Weihnachtsessen für Schwester und Schwager ausrichte, verbringe ich heute Heiligabend gaaaanz still und gemütlich für mich… Die Vorbereitungen haben mich doch den ganzen Tag beschäftigt, aber jetzt – jetzt wird es gemütlich und schön still bei mir .#