Letzter Urlaubsstopp: Leer (Ostfriesland)

An meinem letzten Urlaubs-Tag in Ostfriesland hab ich kurz gezögert…fahre ich jetzt doch noch nach Leer oder soll ich mich gleich auf den Rückweg machen und dafür noch in Bremerhaven einen Stopp einlegen….hmmm…

Nach dem Frühstück mit anschließendem sehr schweigsamen Auschecken aus dem Landgasthof, hab ich mich dann doch für Leer entschieden…und das war genau die richtige Entscheidung.

Nach knappen 40 Minuten über die Landstraße kam ich in Leer an und hab das Auto auf einem Parkplatz nahe der Fußgängerzone, abgestellt. Es war noch früh am Morgen und das Wetter wusste noch nicht so genau ob es freundlicher oder noch düsterer werden wollte….es blieb erst einmal neutral bedeckt.

Wie immer zieht mich Wasser an und so fand ich sehr schnell den Hafen….und wieder zeigt es sich, das Reisen bildet: Die Stadt Leer liegt nicht nur an der Ems, sondern auch an der Leda, einem Nebenfluss der Ems. Das nenne ich mal lebendigen Geografie-Unterricht….denn der Fluss Leda, sagte mir bisher gar nichts.

Ich bin daher Mitten in der Stadt, nicht an der Ems, sondern an der Leda gelandet, nahe der Altstadt und hier ist nicht nur der Freizeithafen, sondern auch der Museumshafen. Alles ist so liebevoll restauriert, alles wirkt altertümlich gemütlich, einfach klasse – genau so mag ich es.

Leer wird auch das Tor zu Ostfriesland genannt…und das ist ein sehr ansprechendes Entree – eine gute Visitenkarte für die Region. Ach und noch etwas: die Niederländische Grenze ist auch nur 30km entfernt.

Ich bin lange am und um den Hafen herum gelaufen….leider hatte auch hier, zu so früher Stunde, die Teestube noch nicht geöffnet…Teetrinker kommen scheinbar immer erst ab 11 Uhr Vormittags auf ihre Kosten…eigentlich schade – und das sage ich als überzeugter Kaffee-Trinker.

…es wirkt fast etwas aus der Zeit gefallen….vor allem weil zu dieser frühen Zeit, nur wenig Menschen das Idyll durchkreuzten….

Vom Hafen ging es dann durch die Altstadt….kleine Gassen, restaurierte kleine Häuser, viele individuelle kleine Geschäfte. Alles strahlt gemütliche, norddeutsche Gelassenheit aus…und das sogar bei kühlem und windigem Wetter:

Nach der Altstadt, hab ich mich zur moderneren Fußgängerzone begeben…die ist für so eine doch recht kleine Stadt mit ca. 35.000 Einwohnern, erstaunlich lang und gut ausgestattet….

….und hier hab ich dann den Teil des Urlaubs begonnen, der auch Spaß macht…ich habe eingekauft: z.B. ein paar Kissen für meine Couch, etwas Deko-Kram, einen Wäschekorb (meiner ist nach fast 15 Jahren vor einiger Zeit kaputt gegangen und es gibt bei IKEA keine neuen Einsätze mehr dafür), eine Gardinenstange für die Küche und auch ein paar Schuhe für den Sommer. Gut das ich das Auto in der Nähe geparkt hatte.

Gegen Mittag wurde es dann aber auch Zeit für die Heimreise…Es ging also zurück über ein Stück Autobahn, dann gemütlich über Bundesstraßen und Landstraßen, unterhalb von Nordenham dieses Mal durch den Wesertunnel weiter Richtung Wischhafen zur Fähre.

Hir wurde meine Fahrt schon 1,5 Km vor der Fähre gestoppt….Na klar, es war früher Nachmittag – viele Autos und LKW wollten auch die Elbe überqueren…es hat also gedauert….ich hab zwischenzeitlich im Auto zu Mittag gegessen, gelesen, das Hörbuch weitergehört, gedöst….ich hab nicht wirklich auf die Uhr geschaut, würde aber die Wartezeit auf 1,5-2 Stunden schätzen….es hat mich nicht gestört…konnte mich ja beschäftigen.

Ich hatte sogar noch Glück bei der Warterei…irgendwann kam ein Mensch auf dem Mofa und hat mich freundlich aufgefordert an der LKW-Schlange vorbei, direkt auf die Fähre zu fahren…es waren noch ein paar Autoplätze frei.

Auf dem restlichen Rückweg über die Landstraße hab ich noch ein paar Lebensmittel für die nächsten Tage eingekauft und mich dann direkt nach Hause begeben…und nach 2 Tagen im Hotel hab ich mich auf mein eigenes Bett gefreut….

Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Sonntagmorgen…und ich freue mich auf die Fahrt in den Urlaub – 3 Tage. Zugegebenermaßen ist das für die Meisten, eher ein Kurzurlaub…aber für mich ist es schon ein richtiger Urlaub, weil ich 2 Nächte auswärts schlafen werde.

Ich bin früh aufgestanden und hab meine Reisetasche gepackt…hatte die Sachen bereits gestern rausgelegt, nur um mich heute noch ein paar Mal umzuentscheiden. Der Plan war dieses Mal NICHT zu viele Klamotten mitzunehmen. Das hat sogar gut geklappt…es war geradezu minimalistisch für mich, zumindest bis es um die Jacken-Auswahl ging. Na klar eine Strickjacke muss sein, eine warme Sweatjacke, 2 Regenjacken, eine normale Jacke. 5Jacken für 3 Tage? Hamm – Immerhin sollte es ja warm und sonnig, dann regnerisch bis stürmisch werden. Also gut…alle 5 Jacken kamen mit.

Die Tasche zu packen ging danach recht zügig. Ein paar Butterbrote mit Ei und den Kaffee für unterwegs waren im Korb untergebracht, genau wie Wasser und Obst….es konnte also pünktlich um 8 Uhr Morgens los gehen.

Entgegen meiner bisherigen Vorgehensweise, sollte die Fahrt dieses Mal schon als Teil der Erholung dienen. Ich hab dafür das Navi umgestellt, von „kürzeste Route“ auf „umweltfreundlichste Route incl. Fähren“….das hat aber gar nicht funktioniert… das Navi hat konsequent alle Fährverbindungen missachtet, selbst als ich schon mit dem Auto vor der Fähre stand….Egal so hab ich eben die Teilstrecken einzeln eingegeben.

Ich bin von Quickborn zuerst nach Glückstadt gefahren und konnte ohne Wartezeit sofort die Elbe mit der Fähre nach Wischhafen überqueren. Obwohl es gerade mal 9 Uhr war, war die Fähre voll. Trotzdem hatte ich für 9,50 EUR (1 Auto + 1 Person) eine entspannte 25 minütige Überfahrt auf die andere Seite der Elbe….Das lohnt sich allemal….es war ein ruhiger und schöner Morgen und machte den Start in den Urlaub gleich mal herrlich entspannend.

Weiter ging es, größtenteils auf der Landstraße, Richtung Bremerhaven zur nächsten Fähre, um über die Weser nach Nordenham zu kommen. Um den Fähranleger mitten in Bremerhaven zu erreichen, musste ich durch die gesamte Stadt fahren, dachte ein paar Mal das mein Navi wohl immer noch spinnt..bis ich endlich davor stand…..diese Überfahrt dauerte dann nur ca. 12 Minuten und kostete 6,10 EUR…auch hier brauchte ich nicht zu warten, sondern konnte direkt auf die Fähre…und auch diese Fähre war richtig voll (den Wesertunnel unterhalb von Bremerhaven hab ich mir für die Rückfahrt aufgehoben) aber es war eine nette Überfahrt.

Und weiter ging meine entspannte Tour über Landstraßen und Bundesstraßen in Richtung Varel und dann ein Stück über die Autobahn…alles um den Jadebusen zu umrunden, bevor es dann wieder auf der Landstraße Richtung Jever ging….meinem 1. Zielpunkt für heute.

Natürlich war es an einem Sonntagmittag bei Sonnenschein voll in Jever…das Fischrestaurant in dem ich Essen wollte, war dann auch überfüllt und ich musste mir eine Alternative suchen. Hab dann aber erst einmal einen längeren Spaziergang durch die Stadt gemacht und dann hat mich der Hunger doch zu einem Lokal gezogen, bei dem ich draußen in der Sonne sitzen konnte…es gab Matjes auf Schwarzbrot und natürlich ein Jever Pils…wenn ich doch schon mal da bin:

Die Pause durch das Mittagessen tat meinem Fuß gut…hatte ich doch den Fehler gemacht, normale Sneaker für meinen Spaziergang zu wählen, anstatt meiner Wanderschuhe…mein Fuß fand das dann auch nicht so lustig und reklamierte diese Unachtsamkeit auch gleich mal mit heftigen Schmerzen. Okay – ich muss mal wieder ein paar Fußübungen machen…die Schmerzen beim Laufen nehmen wieder unangenehm zu.

Am frühen Nachmittag ging es dann auf meiner Anreise zum Urlaubsziel, zu meiner 2. Etappenziel: Wittmund.