Was bleibt..

…in meinem Leben zurück, nach Corona?

Dabei ist Corona gar nicht vorbei, sondern hat, auf niedrigem Niveau, als Teil unseres Alltags einen Platz gefunden…aber anders als ich es erwartet hätte…es ist aus den aktuellen Nachrichten raus…während ich mir vorgestellt habe, das es nach der Tagesschau und dem Wetter auch immer eine aktuelle Übersicht über die Infektionslage geben würde….und ich muss sagen, zum Glück ist es nicht so gekommen.

Wie sieht es eigentlich aus:

Coronavirus: Aktuell Infizierte in Deutschland

Aktuell Infizierte: 4.386; Bestätigte Infektionen: 38.438.934; Tote: 175.027; Genesene Patienten: 38.259.521
Zuletzt aktualisiert: 08.07.202301:06 Uhr

https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-karte-deutschland-101.html

Im April 2023 fielen auch die letzten Corona-Schutzmaßnahmen und so tragen wir auch beim Arzt keine Masken mehr ….und alles fühlt sich wieder an wie früher…also fast. Es ist schon erstaunlich wie schnell wir wieder zur früheren Normalität im Alltag zurück finden…und doch hat es sich verändert.

Mein persönliches Resümee, also rein subjektiv: Während der Pandemie hab ich es genossen das es überall in den Geschäften relativ leer war, die Menschen auf Abstand bedacht waren….das es am Himmel viel ruhiger war und in den Parks auch. Ich musste mich nicht schlecht fühlen, weil ich mich nicht mit Menschen treffen wollte. Ich durfte (sollte) zuhause bleiben. Die meisten Einschränkungen waren für mich nicht schlimm und leicht einzuhalten.

Mir hat Corona neue Freiheiten gebracht und die sind geblieben – vor allem die neue Normalität von zu Hause aus arbeiten zu können und ein kleines Dreier-Büro als inakzeptabel eng benennen zu dürfen…und in ca. 2 Monaten werden wir auf 2 Büros aufgeteilt….grundsätzlich ist alles geklärt…auch wenn noch nicht alle Einzelheiten feststehen.

Es gibt neben dem, was ich durch/seit Corona „dazu bekommen“ habe, aber auch einiges was „weg gefallen“ ist….ich gehe seltener in Restaurants und noch seltener in Cafès…ich könnte ja gehen – aber es reizt mich nicht mehr so, wie vor der Pandemie…da war es für mich ein Genuss in einem gemütlichen Cafè zu sitzen und dem Treiben der Menschen zuzuschauen, während ich einen Kaffee trinke.

Ich fahre für meine Ausflüge seltener mit dem Auto irgendwo hin…ich hab die Neugierde auf neue Orte etwas verloren. Das liegt vielleicht aber daran, das ich schon viele Orte in meiner Umgebung besucht habe und jetzt nutze ich die mir inzwischen vertrauten Ecken und finde es toll.

Ja für die meisten waren die Corona-Einschränkungen und die langfristigen Auswirkungen auf das normale Leben gravierend…ganz zu Schweigen von denen,die daran gestorben sind. Aber mein persönliches Fazit fällt da anders aus…aber noch einmal brauche ich so eine Pandemie trotzdem auch nicht.

Zwischen-Stand

Zwischen-Stand

Es ist mal wieder Zeit kurz anzuhalten und einen Blick zurück zu werfen….nachdem ich bis Ende Januar 2022 gut durch Herbst und Winter gekommen bin, kam mein Wohlbefinden ab Februar in einige Turbulenzen.

Dabei ist mein Tennis-Arm inzwischen ausgeheilt (falls es das überhaupt gibt) oder zumindest merke ich nichts mehr davon. Auch macht mein Herz hat inzwischen keine Anstalten mehr zu stolpern oder zu rasen…das finde ich sehr beruhigend.

Auch der berufliche Stress, der mich ab Februar ziemlich kalt erwischt hat, ist inzwischen fast überwunden. Damit sind auch die Dauer-Kopfschmerzen wieder weg und die Verspannungen haben sich mit Hilfe so einiger Massage-Stunden wieder in Wohlgefallen aufgelöst. Ich schlafe gut und tief, Puls und Blutdruck sind in einem für Mich „normalen“ Bereich und ich komme Morgens wieder besser aus dem Bett. Also alles gut.

Ich muss mich aber tatsächlich damit abfinden, das ich auch weiterhin nicht wieder mit unerwartetem Stress, souverän umgehen kann (wie ich es früher konnte). Das scheint noch ein Überbleibsel aus meinem Stressjob zu sein.

Ich arbeite viel und gerne, bin dabei gut strukturiert und organisiert, so das ich auch parallel mehrere Aufgaben gleichzeitig jongliere und alles im Blick behalte….aber es darf ein gewisses Maß an Unvorhergesehenem nicht übersteigen, sonst fühle ich mich schnell zu stark gefordert.

Aber wie gesagt, das ist jetzt erst einmal wieder vorbei…Ab jetzt sollte alles wieder in normaleren Bahnen laufen…na schauen wir mal.

Montag kommt der Controller aus dem Urlaub zurück, meine liebe Kollegin aus Brandenburg muss sich noch ein paar Tage um ihrer kranke Familie kümmern, der andere Kollege dort fällt für 8-10 Wochen im Büro aus…aber immerhin Video-Meetings funktionieren, die Dänischen Kollegen haben einen Vorschlag an uns herangetragen, den ich aus Zeitmangel abgelehnt habe…das Thema liegt jetzt bei den Chefs.

Und das leidige Thema Jahresabschlüsse nähert sich zwar seinem Ende….aber es gibt Verzögerungen auf Seiten der Wirtschaftsprüfer (die kämpfen auch mit Corona-Ausfällen und Personalmangel im Allgemeinen)…so das der gesamte Zeitplan für die nachlaufenden Arbeiten unter Druck gerät und jede Abteilung drängelt. Nutzt aber nichts, wenn ich die Rückmeldungen nicht bekomme, kann ich sie auch nicht bearbeiten.

Also hoffe ich auf wieder ruhigere Zeiten im Büro, glaube aber noch nicht ganz, das es auch klappt. Ich glaube die entspannten Zeiten in dieser Firma sind erst einmal vorbei…