Ich war heute Mittag mal wieder mit meinem Kollegen zum Essen raus….er geht Ende des Jahres in Rente.
Er ist 63 Jahre alt, seine beiden Kinder haben zu Ende studiert und arbeiten als Wirtschaftsprüfer…seine Frau arbeitet halbtags….und er ein abbezahltes Eigenheim mit Solaranlage auf dem Dach und gehört zu denen die sich auch im Alter keine finanziellen Sorgen machen müssen.
Sein Leben ist zwar nicht immer so gelaufen wie man es sich wünschen würde…Viel weiß ich nicht darüber…nur das es einen Grund hat, das er absolut keinen Alkohol trinkt, er deswegen auch mal eine Zeitlang von seiner Frau getrennt gewesen war …und es nagt an ihm, das ihm in den letzten Jahren die berufliche Anerkennung verwehrt wurde.
Ich hab ihm schon vor ein paar Jahren geraten das Berufliche einfach lockerer zu sehen….immer mit Blick auf die Rente und seine sichere finanzielle Absicherung, was juckt es da das er nie Teamleiter wurde ….aber ich kann schon verstehen das es an ihm nagt, nie eine Sprosse hochgeklettert zu sein…trotz all seinem Wissen und seines Engagements.
Heute hab ich mich kurz erwischt, wie ich ihn ein kleinwenig beneidet habe, das er schon jetzt (mit 63 …ich muss mindestens noch 19 Jahre …bis 67 arbeiten) gehen kann…Fit und jung genug um die Zeit mit der Familie noch lange geniessen zu können