Arbeit oder Spiele? – Arbeit!

Die Woche war mehr als ruhig…was vor allem daran lag, das die meisten deutschen Kollegen 3 Tage nicht in ihren Büros gearbeitet haben…die meisten waren auf einer Firmen-Veranstaltung im hohen Norden Dänemarks und ein paar Kollegen war auf einer Messe, ein paar In Urlaub….und ich?

Ich habe lieber gearbeitet, anstatt mich auf einem Firmen-Event zu vergnügen. Für mich wäre es bestimmt nicht so vergnüglich geworden…mit einem Bus von HH in die Firmen-Zentrale zu fahren, mit mehreren Kolleginnen ein Hotelzimmer zu teilen, dann mit mehreren Hundert Menschen auf 87 Teams aufgeteilt zu werden, um irgendwelche Spiele zu spielen..also das fällt eindeutig nicht in meine Kategorie: Vergnügen.

Für den Abreisetag am Mittwoch, hab ich mich gleich mal ins Homeoffice verzogen…denn das Hamburger-Büro war der Treffpunkt, für alle die, die mit dem gemieteten Bus mitfahren wollten…Donnerstag war ich dann quasi alleine im Büro (mit 2 anderen Kolleginnen aus den anderen Etagen) und Freitag hab ich mich ebenfalls wieder im Homeoffice aufgehalten.

Und ich habe and diesen Tagen super arbeiten können…denn auch aus der Zentrale kamen nur spärlich Mails und Anrufe…und so habe ich mich auf wunderbar ruhige Art mit all dem Kram beschäftigen können, der bisher immer noch so unerledigt geblieben ist…und gleichzeitig habe ich schon mal für die ersten 11 Gesellschaften den kommenden Quartalsabschluss vorbereitet…..und das hat mir in der Tat richtig Spaß gemacht.

Mit jeder dieser erledigten Aufgaben, fühle ich mich wohler und erleichtert, das ein weiteres Problem aus der Welt geschafft ist….dumm nur, das es immer wieder neue Probleme gibt…die nur teilweise mit dem neuen Programm zusammen hängen. Manche haben andere Ursachen…was es aber auch nicht leichter macht.

Aber mir geht es gut:

Kollegin Katrin kommt Mitte der Woche aus ihrem 3,5wöchigen Urlaub zurück, Kollegin Cordula hat sich in dieser kurzen Zeit schon sehr gut eingearbeitet und arbeitet sehr selbständig, unserem Teamleiter scheint es auch besser zu gehen, seit Cordula da ist…und ich…

…ich passe weiter meine Arbeits-Strukturen an die Realität unseres neuen Programms an, um noch effizienter zu werden….bügle immer noch ein paar Dinge aus, die bisher nicht gut gelaufen sind und versuche weiter mit der IT zusammen, die immer noch fehlerhaften Einstellungen in einigen Bereich des neuen Programms auszumerzen…stoße aber an die Grenzen unserer hauseigenen IT, die sich eigentlich schon um die Umstellung in den nächsten Ländern kümmern muss.

Aber ich kann in einigen meiner ganz kleinen Firmen, bisher immer noch keine Rechnungen im System erzeugen, weil es da in Deutschland ein paar Spezialregeln für die UST bei grenzüberschreitenden Leistungen gibt…und diese Leistungen zerschiessen leider die vor-eingestellten sogenannten „Cross-Company-Buchungen“ …es ist also reiner Murks – leider darf ich nicht den unkomplizierten Weg im System gehen….sehr ärgerlich.

Hier muss ich geduldig warten, bis die IT eine automatisierte Lösung für beide Seiten (ausstellende Gesellschaften und empfangende Gesellschaft) findet….naja noch haben wir fast 4 Monate Zeit, bevor das Jahr schon wieder zu Ende ist. Ich erkläre also wieder und wieder das Problem – für jede Gesellschaft neu….und es tut sich einfach nichts…

Büro-Regeln

Auch der gestrige Tag im Büro war zwar schön – aber auch sehr unruhig.

Ein Kollege war auch schon ziemlich genervt, wegen der Umzugs-Aktion, die quasi direkt vor seiner Bürotür stattfand…..schlimmer fand ich mal wieder das 2-Stunden Teams-Meeting.

Ich bin immer wieder erstaunt, wie sehr sich andere Abteilungen im klein-klein von Regeln verheddern und sich selber limitieren, indem sie alles bis ins Kleinste versuchen festzulegen. Meistens funktioniert das so nicht.

Das sind größtenteils junge und studierte Menschen, die sich zum Ersten Mal in ihrem Berufsleben mit Digitalisierung und einheitlich zu gestaltenden Regeln zum Speichern der unterschiedlichsten Dateien beschäftigen.

Aus meiner Erfahrung sollte man sich erst einmal die Grundstruktur überlegen und ein paar Unterklassifizierungen….dann fängt man einfach damit an alles entsprechend umzuspeichern und dann ergeben sich daraus die nächsten Schritte. Alles im Trockenen bis auf die 5. oder 6. Unterkategorie festlegen zu wollen, führt meistens nur zu Verwirrung.

Meine Abteilung ist dabei außenvor….es gibt aus der Zentrale klare Richtlinien für viele wichtige Unterlagen, die auch dort benötigt werden ..und für alles andere, hab ich die Grundstruktur des Controllers übernommen….Untergliederungen hatte er nur vereinzelt .

Also habe ich nun für die Gesellschaften die ich betreue, eigene Untergliederungen nach Sachthemen eingeführt, eben so, wie ich es schon seit vielen Jahren mache und wie es sich aus dem normalen Arbeitsablauf unserer Abteilung ergibt. Ich speichere dabei auch wesentlich mehr Daten, so bin ich inzwischen relativ unabhängig von den physischen Ordnern im Büro…das erleichtert die Homeoffice-Arbeit ganz entscheidend.

Also war ein großer Teil des Meetings für mich wieder einmal uninteressant….und ich hab dabei weiter gearbeitet.

Dann wollte der GF wissen, wie und ob die aktuell geltenden Corona-Regeln bei uns noch Zustimmung finden und wie wir ab jetzt im Büro arbeiten wollen…Es haben sich nur wenige Kollegen zu Wort gemeldet, aber das waren die eher vorsichtigen Stimmen (mich mit eingeschlossen) und so wurde jetzt festgelegt:

Solange die Inzidenz in Hamburg über 50 liegt, bleibt es bei der Regelung: 1-Person pro Büro / Maske auf den Fluren / physische Meeting nur mit zeitlicher Begrenzung und mit 3-4 Personen im großen Raum (der ist für 12 Personen gedacht)….

Sobald die Inzidenz unter 50 sinkt, dürfen 2 Personen die vollständig geimpft und beide damit einverstanden sind wieder zu zweit in gleichen Büro arbeiten, ohne Maske. Maske auf den Fluren bleibt.

Ja damit bin ich einverstanden…..noch würde ich mich unwohl fühlen bei den steigenden Werten wieder den gesamten Tag zu Zweit im Büro zu sein….trotz Impfung

Und das Thema Firmen-Event in der Zentrale im Norden Dänemarks fand natürlich auch großes Interesse, vor allem die Einreise-und Rückreise-Regeln zwischen DK und DE. Es wurde aber überhaupt nicht klar, wer sich denn überhaupt für oder gegen das Event entschieden hat…..Ich weiß nur von insgesamt 3 Personen (mich auch mit hier eingeschlossen).

Die Meisten sind noch unschlüssig und wie uns mitgeteilt wurde, handeln die Dänen inzwischen wieder so, wie vor Corona…es gibt keine Maskenpflicht mehr und auch keine sonstigen Einschränkungen….Einzig Test bei der Einreise (seit gestern auch wieder für Einreisen aus Deutschland)

Da gehe ich an dem Tag lieber ins Büro und arbeite….und noch vor Ende des Jahres fahre ich gerne noch einmal mit dem Controller nach DK um unsere Themen mit den verschiedenen Chefs und Kollegen zu besprechen…..dann sind wir nur zu zweit im Auto und jeder hat ein eigenes Hotelzimmer….und es laufen nicht gleichzeitig 200 Menschen aus vielen verschiedenen Ländern dort herum…..hahaha