Reflexe verlieren sich

Mit der Putz-und Räumaktion gestern, hab ich jetzt wieder 2 Kisten voll mit aussortiertem Kram und dazu die alten Teppiche, die zum Wertstoffhof gebracht werden können.

Den Weg dorthin kenne ich inzwischen schon im Schlaf…..hahaha…also ging es heute Morgen mal wieder dorthin….mit Kaffeebecher und Frühstück, weiß man doch nie, wie lang die Schlange davor ist. Es ging einigermaßen, ich hab nur ca. 20 Minuten gebraucht….trotzdem genügend Zeit für ein kleines Frühstück im Auto.

Hmmm seit meinem Sturz mit dem Knie auf die Steine am Elbufer, sind ja inzwischen schon 9 Monate vergangen…..warum also nicht, nur so zur Abwechslung, mal mit dem Knöchel umknicken. Ich war so mit den Teppichen bepackt, das ich nicht gemerkt habe, das vor dem Container eine kleine etwas tiefergelegene Ablaufrinne entlang lief….ich bin mit dem linken Fuß in diese Rinne getreten und da ich nur Sneaker anhatte, gleich mal so richtig umgeknickt.

Jaaaa, das tat weh….und der Knöchel schwoll natürlich auch gleich etwas an…aber nicht zu sehr…laufen ging auch noch, wenn auch etwas humpelnd.

Bisher haben mich meine in vielen Jahren antrainieren Reflexe oft davor bewahrt, so richtig massiv umzuknicken….das stammte noch aus meiner aktiven Tanzzeit auf hohen Schuhen, wo man ständig drohte sich die Haxen du verbiegen. Aber inzwischen ist das schon zu lange her und diese Art der reflexhaften Gegenbewegung, um den Fuß zu schützen, ist wohl verloren gegangen.

Aber eines ist trotzdem geblieben: Den Schmerz zu ignorieren und einfach weiter machen. Nur nicht darüber nachdenken. Darum kümmere ich mich später.

Nach dem Abladen, bin ich dann noch zum Einkaufen gefahren und dann noch zur Tankstelle, um den Reifendruck zu kontrollieren (eine Warnlampe hat mich auf den zu niedrigen Reifendruck aufmerksam gemacht- das finde ich wiederum super)….und danach gab es zuhause erst einmal Eisspray auf den geschwollenen Knödel und später noch kühlendes Voltaren-Schmerzgel.

Also ändere ich meine Pläne für dieses Wochenende und bleibe heute mal lieber zuhause… keine großen Aktionen, lieber den Fuß still halten, relaxen und grillen auf dem Balkon.

(Meine Vermieterin ist bis Ende der Woche in Urlaub, da könnte ich sogar Morgen noch einmal den Grill anwerfen)

Fahrrad und Grillen

Heute Vormittag hab ich mein Fahrrad, zum 1. Mal in diesem Jahr, in mein Auto verfrachtet und bin in die Nähe von Tangstedt gefahren…ins Oberalstertal.

In einem der Orte drumherum hab ich geparkt und bin dann auf das Rad umgestiegen….endlich kam auch die Sonne mal raus….und inzwischen waren es auch schon 17 Grad…..aber sobald ich auf dem Rad saß, hatte ich Gegenwind…egal…ich muss meine Kondition sowieso erst wieder aufbauen. Den gesamten Winter und das bisherige Frühjahr war ich ausschließlich zu Fuß unterwegs: Walken / Wandern…..und Zuhause hab ich noch mit dem Trampolin etwas Ausdauer trainiert.

Aber das sind natürlich andere Bewegungsmuster, als auf dem Rad….also nun endlich mal wieder richtig in die Pedale treten.

Auf der Karte sah das Oberalstertal sehr schön aus…mit einigen Wasserläufen und Flüßen durchzogen….aber es gab so gut wie keine Wege hindurch…viele Wege endeten urplötzlich auf Feldern – etwas, was ich schon vom letzten Jahr her kenne. Also ging es fast ausschließlich außenherum….zuerst gab es noch schöne Wege zum fahren…aber immer öfter musste ich auf die Landstraßen ausweichen…..und dort hab es weder Radwege noch Seitenstreifen.

Damit teilten sich Wanderer, Rennrad-Fahrer, normale Radfahrer, Autos und Motorradfahrer die gleichen schmalen Landstraßen….das fand ich nicht so entspannend…weder als Autofahrer, noch als Radfahrer. Die Fahrt war zwar ganz okay – hatte aber nichts gemütlich entspannendes….was am Wind und am starken Verkehr lag.

Daher waren es auch nur 18km ….danach hatte ich genug….zu viele Autos, zu viele laute und waghalsige Motorräder….zu wenig Erholungs-Gefühl.

Also ab nach Hause, zum 2. Teil der heutigen Freizeitgestaltung: Entspannung auf dem Balkon und Grillen:

hmmmmm…..das war lecker…Die Pellkartoffeln hatte ich vorgekocht und die meisten Champignons hatte ich schon vor Aufnahme des Bildes gegessen…..hahaha

Das war schön gemütlich…ich hatte mein Sonnendach aufgespannt und saß gemütlich im Schatten…..der Duft des Bauchfleisches und der Dorade waren einfach klasse… und der Geschmack erst.

Obwohl der Lotus-Grill als „rauchfrei“ gilt, gibt es natürlich schon Rauch…vor allem wenn das Fett auf die Schale mit der Holzkohle tropft und so fühlte ich mich am Ende nicht nur vom Radfahren verschwitzt, sondern auch leicht geräuchert….

Was gibt es Schöneres DANACH unter die Dusche zu gehen und anschließende mit frischen Klamotten zurück zum Liegestuhl auf den Balkon….

Grillstation

Des Deutschen liebstes Hobby ist gleich nach Fußball, das Grillen.

In den letzten 10-15 Jahren ist da so ein Hype entstanden…so eine eigene Industrie hervorgekommen…eine eigene Sprache hat sich entwickelt und die Männer prahlen nicht mehr mit ihren  Autos, sondern mit ihren Grills.

Ohne Balkon und ohne Garten kann man  einfach nicht mitreden über die neuesten Rezepte fürs Grillen, Grilltrends…es fühlt sich an, als ob man von einem Teil des Lebens ausgeschlossen ist… und als ich dann endlich einen Balkon hatte, durfte ich dort nicht Grillen…okay – wir haben es trotzdem ein paar mal gemacht.

Aber alleine das Zusammenbauen eines Kugelgrills mit Zwischen-Ebenen und Deckel…und wie man was benutzt um ein schönes Smoke-oder Grillergebnis zu bekommen: das ist mir zu kompliziert. Dazu die Vergleiche Gasgrill, offener Grill,  geschlossener Grill, Grillwagen mit verschiedenen Ebenen….

Mein Ex-Freund und ich hatten uns dann für einen Lotus-Grill entschieden. Neben dem Vorteil, das man schon nach ein paar Minuten sein Grillgut drauflegen kann, hat er  noch einen ganz besonderen Vorteil:

Man legt sein Fleisch, Gemüse oder was auch immer ,auf den Heißen Grill…wendet es und wenn es sichtbar fertig ist nimmt man es runter und kann es essen. FERTIG.  EINFACH  zu handeln. Ohne große Zauberei und elendig viel technischem Schnickschnack…Perfekt für mich.

Nicht das ich nicht gerne auch MEHR können würde…aber dazu braucht man einfach Platz und Gelegenheit und die bietet eine Mietwohnung mit kleinem Balkon nur selten….

Also habe ich mich auch hier in meiner neuen Norddeutschen Heimat für einen Lotus-Grill entschieden und diesen bei Ebay für kleines Geld ersteigert.

Gestern also hab ich ihn das 1. Mal in diesem Jahr auch benutzt, nachdem ich es endlich geschafft hatte, die notwendige Brennpaste zu besorgen.  Entsprechende Holzkohle hatte ich noch und noch viel wichtiger: Grillen ist mir hier auch erlaubt (meine Vermieterin meinte jedoch: bitte nicht zu oft, also nicht täglich).

Auf den Grill sollten Pellkartoffeln vom Vortag, Maiskolben  und Bauchfleisch. Wie bereits oben beschrieben ist dieser Grill  schnell und einfach zu bedienen – das schaffe sogar ich.

wp-15891018878632455085524810579906.jpg

Es war einfach köstlich.