Grillabend mit Flammen und Sekt

Der Gasgrill auf dem Balkon war dann doch etwas zu groß um gemütlich noch zu Dritt dort sitzen zu können…also saßen wir drinnen, während der Grill draußen vor sich hin…ähmmm brannte….trotz Aluschale hatte sich das Fett entzündet. Es lag zum Glück nicht so viel drauf und wurde ruhig und zügig vom schwesterlichen Grillmeister zum Erlöschen gebracht (Gas abgedreht und Grillschale runter genommen), bevor der darüber gespannte Sonnenschirm Schaden nehmen konnte…der war extra aufgespannt um den Grill vor dem Regen zu schützen.

Witzigerweise hatte ich als kleines Geschenk eine Brandschutz-Decke mitgebracht….schon seit einiger Zeit hab ich mir eine für die Küche zugelegt und gleich noch eine mehr mitgenommen. Denn wer hat heute noch eine Pferdedecke zuhause…meistens sind die Decken heute aus einem Polyester-Irgendwas-Gemisch oder wie bei mir aus reiner Baumwolle…alles nicht wirklich geeignet.

Dieser kleine Zwischenfall brachte unsere entspannte Runde aber nicht aus dem Konzept und auch das Grillergebnis war tadellos….bis auf eine kleine Ecke des Bauchfleischs das mehr Kohle, als Fleisch war. das kleine Stück wanderte dann auch in den Müll.

Es gab selbstgebackenes Zwiebelbrot (nicht von mir, sondern meiner Schwester) mit selbstgemachter Knoblauch-Kräuterbutter (von mir), vom Grill: Backkartoffeln, Maiskolben, ganze Zwiebeln, Würstchen, Hähnchenbrust-Filet, Grillrippe und Bauchfleisch (das gesamte Fleisch hatte meine Schwester selber gewürzt und mariniert und das schmeckte man einfach…LECKER)….ach ja und Grillkäse: Camembert, der war allerdings etwas fad und trocken.

Und als wir dann alle satt und zufrieden waren, gab es am Abend noch einen schönen Spaziergang direkt bis zum Strand an der Flensburger Förde ….Das Wetter war inzwischen wieder beim Sonnenschein angekommen und das bei absoluter Windstille…

Anschließend saßen wir noch bis weit nach 1 Uhr Nachts auf dem Balkon um mit einem Glas Sekt auf die erste wirklich große Gehaltserhöhung meiner Schwester anzustoßen. Da die Erhöhung sich um ca. 1/3 des Gehalts bewegte, reichte ein Glas natürlich nicht und so wurden es mehrere.

Der Chef hat nach dem Drama des letzten Jahres endlich begriffen, das er sich um seine Pflegekräfte kümmern muss, wenn er den Pflegdienst nicht wegen Personalmangels schließen möchte….und das bedeutet auch, das langjährige examinierte Mitarbeiter eben eine entsprechende Entlohnung benötigen und es so auch für die neueren Mitarbeiter ein Anreiz ist, längerfristig dort zu bleiben.

Sooo und als wir dann beschlossen ins Bett zu gehen, standen da tatsächlich 3 leere Sektflaschen…und ich wollte es kaum glauben, das die tatsächlich leer waren…Zum Glück blieb dieser Ausflug in die verschiedenen Sektsorten auch am nächsten Tag ohne Kopfschmerzen.

Schwimmen, Regen und Dampf

Mit einem frisch gereinigten Auto ist es auf jeden Fall schöner eine längere Strecke zu fahren…durch meine vielen Spaziergänge, Walkingrunden oder Wanderausflüge mit den groben Wanderstiefeln, landet doch eine Menge Sand, Kies und Dreck im Auto.

Auf der Fahrt nach Flensburg, Samstagmorgen ,konnte ich, auch ohne Blick in den Kalender, feststellen das in NRW die Sommerferien begonnen hatten. Die meisten Autokennzeichen die mit mir noch weiter nach Norden wollten, stammten aus dem bevölkerungsreichstem Bundesland in dem ich groß geworden bin…viele KFZ-Kennzeichen sind mir daher vertraut oder zumindest geläufig. Es war voll auf der Autobahn, aber es floss ohne Stau und ich kam kurz vor dem verabredeten Zeitpunkt bei Schwester+Schwager an.

In den letzten Tagen hatten wir uns darauf verständigt, das wir beim ursprünglichen Plan bleiben und nicht zur Kieler Woche fahren. Wir werden am Abend auf dem Balkon grillen und zuvor geht es kurz vor die dänische Grenze zu einem großen Hotel, das einen Innenpool und einen riesigen Außenpool, sowie einige Saunen auch externen Gästen anbietet. Die Beiden waren vor der Pandemie oft dort und hatten noch Gutscheine….und mich dorthin eingeladen.

Das Wetter war super sonnig und windstill…wir schwammen also draußen und gegen Mittag hatten wir fast den gesamten Außen-Pool und auch die Saunen, für uns alleine. Und während meine Schwester und ich in den verschiedenen Saunen waren, hat mein Schwager die Zeit im Pool oder auf dem Liegestuhl verbracht.

Wir konnten also ziemlich ungestört unsere Bahnen ziehen….endlich mal wieder richtig schwimmen und das in einem nur leicht kalten Außenpool, bei Sonnenschein…ich fühlte mich wie im Urlaub.

An einen Sonnenschutz hatte ich jedoch nicht gedacht….meine Schwester ist fast immer für ALLE Gelegenheiten gerüstet.. so auch für diesen….aber letztlich hatten wir am Ende des Tages trotzdem einen leichten Sonnenbrand….bei mir war es nur zum Glück ganz leicht unterhalb meiner empfindlichen Augenpartie.

Im Laufe des frühen Nachmittags zogen sich immer mehr Wolken über uns zusammen und die Außentemperatur nahm schlagartig ab, so das ich das vorher als kalt empfundene Wasser, auf einmal als angenehm warm empfand……da war es, das eigentlich schon für den Vormittag angesagte Regenwetter…und während wir bereits wieder in den Umkleiden waren, prasselte der Regen runter.

Nur ein paar Meter weiter, an einem Stand gab es dann noch das unbedingt notwendige original dänische Hotdog…da hatte der Regen gerade wieder aufgehört und es entstand eine sehr surreale Atmosphäre.. Der auf den aufgeheizten Asphalt treffende Regen verdampfte und zwar nicht nur ein bisschen, sondern so richtig sichtbar…auf dem gesamten Gelände dampfe der Boden. Das sah gespenstisch aus.

Es war schön, wieder ausgiebig schwimmen und tauchen zu können….aber ich war dann auch platt, als wir später, schon wieder bei Sonnenschein, auf dem Balkon saßen….bei leckerem Eiskaffee….und ich brauchte mich um nichts zu kümmern…..

Reflexe verlieren sich

Mit der Putz-und Räumaktion gestern, hab ich jetzt wieder 2 Kisten voll mit aussortiertem Kram und dazu die alten Teppiche, die zum Wertstoffhof gebracht werden können.

Den Weg dorthin kenne ich inzwischen schon im Schlaf…..hahaha…also ging es heute Morgen mal wieder dorthin….mit Kaffeebecher und Frühstück, weiß man doch nie, wie lang die Schlange davor ist. Es ging einigermaßen, ich hab nur ca. 20 Minuten gebraucht….trotzdem genügend Zeit für ein kleines Frühstück im Auto.

Hmmm seit meinem Sturz mit dem Knie auf die Steine am Elbufer, sind ja inzwischen schon 9 Monate vergangen…..warum also nicht, nur so zur Abwechslung, mal mit dem Knöchel umknicken. Ich war so mit den Teppichen bepackt, das ich nicht gemerkt habe, das vor dem Container eine kleine etwas tiefergelegene Ablaufrinne entlang lief….ich bin mit dem linken Fuß in diese Rinne getreten und da ich nur Sneaker anhatte, gleich mal so richtig umgeknickt.

Jaaaa, das tat weh….und der Knöchel schwoll natürlich auch gleich etwas an…aber nicht zu sehr…laufen ging auch noch, wenn auch etwas humpelnd.

Bisher haben mich meine in vielen Jahren antrainieren Reflexe oft davor bewahrt, so richtig massiv umzuknicken….das stammte noch aus meiner aktiven Tanzzeit auf hohen Schuhen, wo man ständig drohte sich die Haxen du verbiegen. Aber inzwischen ist das schon zu lange her und diese Art der reflexhaften Gegenbewegung, um den Fuß zu schützen, ist wohl verloren gegangen.

Aber eines ist trotzdem geblieben: Den Schmerz zu ignorieren und einfach weiter machen. Nur nicht darüber nachdenken. Darum kümmere ich mich später.

Nach dem Abladen, bin ich dann noch zum Einkaufen gefahren und dann noch zur Tankstelle, um den Reifendruck zu kontrollieren (eine Warnlampe hat mich auf den zu niedrigen Reifendruck aufmerksam gemacht- das finde ich wiederum super)….und danach gab es zuhause erst einmal Eisspray auf den geschwollenen Knödel und später noch kühlendes Voltaren-Schmerzgel.

Also ändere ich meine Pläne für dieses Wochenende und bleibe heute mal lieber zuhause… keine großen Aktionen, lieber den Fuß still halten, relaxen und grillen auf dem Balkon.

(Meine Vermieterin ist bis Ende der Woche in Urlaub, da könnte ich sogar Morgen noch einmal den Grill anwerfen)

Fahrrad und Grillen

Heute Vormittag hab ich mein Fahrrad, zum 1. Mal in diesem Jahr, in mein Auto verfrachtet und bin in die Nähe von Tangstedt gefahren…ins Oberalstertal.

In einem der Orte drumherum hab ich geparkt und bin dann auf das Rad umgestiegen….endlich kam auch die Sonne mal raus….und inzwischen waren es auch schon 17 Grad…..aber sobald ich auf dem Rad saß, hatte ich Gegenwind…egal…ich muss meine Kondition sowieso erst wieder aufbauen. Den gesamten Winter und das bisherige Frühjahr war ich ausschließlich zu Fuß unterwegs: Walken / Wandern…..und Zuhause hab ich noch mit dem Trampolin etwas Ausdauer trainiert.

Aber das sind natürlich andere Bewegungsmuster, als auf dem Rad….also nun endlich mal wieder richtig in die Pedale treten.

Auf der Karte sah das Oberalstertal sehr schön aus…mit einigen Wasserläufen und Flüßen durchzogen….aber es gab so gut wie keine Wege hindurch…viele Wege endeten urplötzlich auf Feldern – etwas, was ich schon vom letzten Jahr her kenne. Also ging es fast ausschließlich außenherum….zuerst gab es noch schöne Wege zum fahren…aber immer öfter musste ich auf die Landstraßen ausweichen…..und dort hab es weder Radwege noch Seitenstreifen.

Damit teilten sich Wanderer, Rennrad-Fahrer, normale Radfahrer, Autos und Motorradfahrer die gleichen schmalen Landstraßen….das fand ich nicht so entspannend…weder als Autofahrer, noch als Radfahrer. Die Fahrt war zwar ganz okay – hatte aber nichts gemütlich entspannendes….was am Wind und am starken Verkehr lag.

Daher waren es auch nur 18km ….danach hatte ich genug….zu viele Autos, zu viele laute und waghalsige Motorräder….zu wenig Erholungs-Gefühl.

Also ab nach Hause, zum 2. Teil der heutigen Freizeitgestaltung: Entspannung auf dem Balkon und Grillen:

hmmmmm…..das war lecker…Die Pellkartoffeln hatte ich vorgekocht und die meisten Champignons hatte ich schon vor Aufnahme des Bildes gegessen…..hahaha

Das war schön gemütlich…ich hatte mein Sonnendach aufgespannt und saß gemütlich im Schatten…..der Duft des Bauchfleisches und der Dorade waren einfach klasse… und der Geschmack erst.

Obwohl der Lotus-Grill als „rauchfrei“ gilt, gibt es natürlich schon Rauch…vor allem wenn das Fett auf die Schale mit der Holzkohle tropft und so fühlte ich mich am Ende nicht nur vom Radfahren verschwitzt, sondern auch leicht geräuchert….

Was gibt es Schöneres DANACH unter die Dusche zu gehen und anschließende mit frischen Klamotten zurück zum Liegestuhl auf den Balkon….

Grillstation

Des Deutschen liebstes Hobby ist gleich nach Fußball, das Grillen.

In den letzten 10-15 Jahren ist da so ein Hype entstanden…so eine eigene Industrie hervorgekommen…eine eigene Sprache hat sich entwickelt und die Männer prahlen nicht mehr mit ihren  Autos, sondern mit ihren Grills.

Ohne Balkon und ohne Garten kann man  einfach nicht mitreden über die neuesten Rezepte fürs Grillen, Grilltrends…es fühlt sich an, als ob man von einem Teil des Lebens ausgeschlossen ist… und als ich dann endlich einen Balkon hatte, durfte ich dort nicht Grillen…okay – wir haben es trotzdem ein paar mal gemacht.

Aber alleine das Zusammenbauen eines Kugelgrills mit Zwischen-Ebenen und Deckel…und wie man was benutzt um ein schönes Smoke-oder Grillergebnis zu bekommen: das ist mir zu kompliziert. Dazu die Vergleiche Gasgrill, offener Grill,  geschlossener Grill, Grillwagen mit verschiedenen Ebenen….

Mein Ex-Freund und ich hatten uns dann für einen Lotus-Grill entschieden. Neben dem Vorteil, das man schon nach ein paar Minuten sein Grillgut drauflegen kann, hat er  noch einen ganz besonderen Vorteil:

Man legt sein Fleisch, Gemüse oder was auch immer ,auf den Heißen Grill…wendet es und wenn es sichtbar fertig ist nimmt man es runter und kann es essen. FERTIG.  EINFACH  zu handeln. Ohne große Zauberei und elendig viel technischem Schnickschnack…Perfekt für mich.

Nicht das ich nicht gerne auch MEHR können würde…aber dazu braucht man einfach Platz und Gelegenheit und die bietet eine Mietwohnung mit kleinem Balkon nur selten….

Also habe ich mich auch hier in meiner neuen Norddeutschen Heimat für einen Lotus-Grill entschieden und diesen bei Ebay für kleines Geld ersteigert.

Gestern also hab ich ihn das 1. Mal in diesem Jahr auch benutzt, nachdem ich es endlich geschafft hatte, die notwendige Brennpaste zu besorgen.  Entsprechende Holzkohle hatte ich noch und noch viel wichtiger: Grillen ist mir hier auch erlaubt (meine Vermieterin meinte jedoch: bitte nicht zu oft, also nicht täglich).

Auf den Grill sollten Pellkartoffeln vom Vortag, Maiskolben  und Bauchfleisch. Wie bereits oben beschrieben ist dieser Grill  schnell und einfach zu bedienen – das schaffe sogar ich.

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Es war einfach köstlich.