Einfach gemütlich

Vor vielen, vielen Jahren…also Mitte der 90er Jahre waren so niedliche kleine weiße Keramikhäuschen mit Teelichtern in der Weihnachtszeit modern…zusammengestellt zu einem keinen Weihnachtsdorf….mit ausgezupfter Watte als Schnee…kleine Holzfiguren mit Schlitten zum Beleben der Atmosphäre….

Dann hab ich irgendwann den Rappel bekommen…und ALLES weg getan. Die Zeit war um…..und seit 2 Jahren nun wünsche ich mir so ein kleines Weihnachtsdorf zurück….aber es gab sie nur noch ganz vereinzelt über Ebay.

Aber in diesem Jahr scheint es wieder IN zu sein…allerdings mit LED-Beleuchtung…..oooooch nöööö.

Meiner Schwester hat in einem Schwedenladen (neeeiiin – nicht IKEA) tatsächlich Teelicht-Häuschen in weiß gefunden….unlasiert und größer als früher, dafür bestimmt 20 verschiedene Versionen….ich hab mir 3 ausgesucht und hab die Kirche dann noch dazu von ihr geschenkt bekommen…Jedes Häuschen kostete fast 20 EUR…ist eben keine Fließband-Fertigung aus China.

…und heute Abend hab ich zum ersten Mal in diesem Herbst ein Teelicht angezündet….noch ganz pur ohne weitere Deko

haaach, das gefällt mir auch schon so richtig gut und im Raum ist es gleich noch viel gemütlicher….sooo jetzt bin ich bereit für die kalte Jahreszeit in meinem neuen Zuhause…..

Herbstgang

Ein herrlicher Herbsttag hat uns geradezu auf einen Waldspaziergang eingeladen …

Nur eine Stunde vor der Dämmerung sind wir los gegangen und es war herrlich. Absolut klare Luft, trockenes sonniges Wetter, leicht kühl – aber nicht kalt. Der Waldboden bedeckt mit Blättern….die Farbenpracht  im Herbst…dazu der Geruch des Waldes….der Duft nach Erde, Pilzen und  Hölzern…..

Dazu funkelte noch ab und an die Sonne durch die Bäume und strahlte die farbigen Blätter an…in solchen Momenten kann ich die Dichter früherer Zeiten gut verstehen, die dieses Stimmung poetisch einfingen:

Der du die Wälder färbst,
Sonniger, milder Herbst,
Schöner als Rosenblüh’n
Dünkt mir dein sanftes Glüh’n.

 (Ferdinand von Saar)

Obwohl viele der klassischen Dichter dabei auch schnell in tiefe Schwermut abfielen…das finde ich für den Start des Herbstes noch ein wenig früh…Das kommt erst wenn das Wetter trüb und grau, windig und ungemütlich wird….das ist dann noch früh genug

Morgen-Momente geniessen

Heute Morgen auf dem Balkon noch im Dunklen hab ich die friedliche  Atmosphäre genossen. Es war ein fast typischer Herbstmorgen, feuchte  klare Kühle mit einem Hauch Nebel vom Boden aufsteigend….

…und wenig später konnte ich aus dem Auto heraus einen herrlichen Sonnenaufgang erleben….soo schön.

Durch meine privilegierte Art das Auto in  Tiefgaragen abstellen zu können entgeht mir jetzt die Jahreszeit für schöne Morgen-Momente.

Ich gehe aus der Wohnung durch das Treppenhaus in die Tiefgarage, steige ins Auto, fahre bis zur Arbeit, stelle mein Auto in der Tiefgarage ab und gehe über das Treppenhaus bis in mein Büro und Abends in umgekehrter Reihenfolge wieder zurück.

Jacke? Brauch ich eigentlich nicht.

Vor ein paar Tagen hat mich mein Freund am Telefon gefragt: Wie ist  eigentlich das Wetter? Kalt oder Warm?  Meine leicht hysterische Antwort: Ich WEIß es nicht…lol…weil ich bis zu dem Zeitpunkt meine Nase noch nicht nach Draußen gehalten habe.

Und ich vermisse ein wenig diese ruhigen Morgen-Momente wenn ich im Halb-Dunkeln oder gerade bei Sonnenaufgang  auf dem Weg zu meinem Auto die Morgenluft tief einatmen konnte und diese besondere Stimmung wenn der Herbst gerade beginnt und ein leichter Schleier über  allem zu schweben scheint…wenn die Sonne die leichten Wolken hellorange bis dunkelrot anstrahlt und man das Gefühl hat, da ist jemand mit Wachsmalkreise dabei den Himmel zu verschönern.

Das waren die Momente in denen ich sehr bewusst geatmet habe….um das Leben einzuatmen und mich lebendig zu fühlen. Das waren maximal 5-10 Minuten…aber es fühlte sich immer an wie eine kleine Auszeit zur Vorbereitung auf den Tag …ja das vermisse ich manchmal.

Eigentlich müsste ich nur Morgens mit dem Auto irgendwo anhalten und ein paar Meter zwischen den Feldern entlang laufen…bisher hab ich das nicht gemacht, denn wenn ich erst einmal im Auto bin, dann bin ich schon im Arbeitsmodus.