Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Ab in den Urlaub – 1.Zwischenstopp mit Überfahrt

Sonntagmorgen…und ich freue mich auf die Fahrt in den Urlaub – 3 Tage. Zugegebenermaßen ist das für die Meisten, eher ein Kurzurlaub…aber für mich ist es schon ein richtiger Urlaub, weil ich 2 Nächte auswärts schlafen werde.

Ich bin früh aufgestanden und hab meine Reisetasche gepackt…hatte die Sachen bereits gestern rausgelegt, nur um mich heute noch ein paar Mal umzuentscheiden. Der Plan war dieses Mal NICHT zu viele Klamotten mitzunehmen. Das hat sogar gut geklappt…es war geradezu minimalistisch für mich, zumindest bis es um die Jacken-Auswahl ging. Na klar eine Strickjacke muss sein, eine warme Sweatjacke, 2 Regenjacken, eine normale Jacke. 5Jacken für 3 Tage? Hamm – Immerhin sollte es ja warm und sonnig, dann regnerisch bis stürmisch werden. Also gut…alle 5 Jacken kamen mit.

Die Tasche zu packen ging danach recht zügig. Ein paar Butterbrote mit Ei und den Kaffee für unterwegs waren im Korb untergebracht, genau wie Wasser und Obst….es konnte also pünktlich um 8 Uhr Morgens los gehen.

Entgegen meiner bisherigen Vorgehensweise, sollte die Fahrt dieses Mal schon als Teil der Erholung dienen. Ich hab dafür das Navi umgestellt, von „kürzeste Route“ auf „umweltfreundlichste Route incl. Fähren“….das hat aber gar nicht funktioniert… das Navi hat konsequent alle Fährverbindungen missachtet, selbst als ich schon mit dem Auto vor der Fähre stand….Egal so hab ich eben die Teilstrecken einzeln eingegeben.

Ich bin von Quickborn zuerst nach Glückstadt gefahren und konnte ohne Wartezeit sofort die Elbe mit der Fähre nach Wischhafen überqueren. Obwohl es gerade mal 9 Uhr war, war die Fähre voll. Trotzdem hatte ich für 9,50 EUR (1 Auto + 1 Person) eine entspannte 25 minütige Überfahrt auf die andere Seite der Elbe….Das lohnt sich allemal….es war ein ruhiger und schöner Morgen und machte den Start in den Urlaub gleich mal herrlich entspannend.

Weiter ging es, größtenteils auf der Landstraße, Richtung Bremerhaven zur nächsten Fähre, um über die Weser nach Nordenham zu kommen. Um den Fähranleger mitten in Bremerhaven zu erreichen, musste ich durch die gesamte Stadt fahren, dachte ein paar Mal das mein Navi wohl immer noch spinnt..bis ich endlich davor stand…..diese Überfahrt dauerte dann nur ca. 12 Minuten und kostete 6,10 EUR…auch hier brauchte ich nicht zu warten, sondern konnte direkt auf die Fähre…und auch diese Fähre war richtig voll (den Wesertunnel unterhalb von Bremerhaven hab ich mir für die Rückfahrt aufgehoben) aber es war eine nette Überfahrt.

Und weiter ging meine entspannte Tour über Landstraßen und Bundesstraßen in Richtung Varel und dann ein Stück über die Autobahn…alles um den Jadebusen zu umrunden, bevor es dann wieder auf der Landstraße Richtung Jever ging….meinem 1. Zielpunkt für heute.

Natürlich war es an einem Sonntagmittag bei Sonnenschein voll in Jever…das Fischrestaurant in dem ich Essen wollte, war dann auch überfüllt und ich musste mir eine Alternative suchen. Hab dann aber erst einmal einen längeren Spaziergang durch die Stadt gemacht und dann hat mich der Hunger doch zu einem Lokal gezogen, bei dem ich draußen in der Sonne sitzen konnte…es gab Matjes auf Schwarzbrot und natürlich ein Jever Pils…wenn ich doch schon mal da bin:

Die Pause durch das Mittagessen tat meinem Fuß gut…hatte ich doch den Fehler gemacht, normale Sneaker für meinen Spaziergang zu wählen, anstatt meiner Wanderschuhe…mein Fuß fand das dann auch nicht so lustig und reklamierte diese Unachtsamkeit auch gleich mal mit heftigen Schmerzen. Okay – ich muss mal wieder ein paar Fußübungen machen…die Schmerzen beim Laufen nehmen wieder unangenehm zu.

Am frühen Nachmittag ging es dann auf meiner Anreise zum Urlaubsziel, zu meiner 2. Etappenziel: Wittmund.

Eigenes Wert-System

Eigenes Wert-System

Zu meinem Tagesausflug gestern hatte ich mich erst relativ spät entschieden: immerhin liegt Jever gute 230km entfernt und das Wetter ist immer noch mit Regen und viel Wind beschäftigt…..aber gut – nur noch länge zuhause zubleiben, war ja nicht mein Plan.

Mit dem Blick auf die Wetter-Prognosen stand die Wahrscheinlichkeit das es in Jever auch mal aufhört mit dem Regen und evtl. sogar Sonnenschein geben könnte, nicht schlecht.

Also bin ich am Vormittag aufgebrochen….erst einmal durch den Elbtunnel, an Bremen vorbei, Richtung Oldenburg und dann weiter Richtung Küste. Es war zwar relativ voll auf den Straßen, aber immerhin floss der Verkehr ohne Probleme.

Während meiner Autofahrt reifte in mir ein kleiner Plan, den Ausflug zu verlängern, um auch der Fahr-Strecke gerecht zu werden, indem ich eine spontane Übernachtung ins Auge fasste….das hätte mir die Möglichkeit gegeben auch Wittmund, Leer oder Wilhelmshaven zu besuchen. (Wechselklamotten hatte ich eh eingepackt, wegen des Regens…dazu hatte ich die Reisezahnbürste und Tabletten in der Tasche)

Aber es scheiterte letztlich an einer preislich vernünftigen Übernachtungsmöglichkeit in und um meine Zielgebiete herum…wie schon vorher geschrieben, werden diese Orte an den Küsten und in relativer Küstennähe aktuell überrannt.

Jeder hat für sich sein eigenes inneres Wert-System.

Das ist das, was man bereit ist für eine Sache an Geld auszugeben. Dieses Wert-System ist für jeden anders…hängt ab vom eigenen Anspruch, den eigenen finanziellen Möglichkeiten und der Wertstellung der Dinge innerhalb des eigenen Lebens.

Wenn ich nicht gerade einen Wellness-Aufenthalt buche, hat eine Übernachtung im Hotel / Landgasthof / Ferienzimmer für mich keinen so großen Stellenwert…also bin ich auch nicht bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Meine Wertstellung für die Möglichkeit einer reinen Übernachtung mit sauberem Bett und Dusche liegt daher zwischen 50-70 EUR für ein Einzelzimmer im ländlichen Bereich…..bis 80 EUR in einer Stadt.

Und dann hab ich gesehen, was aktuell im Bereich der Nordsee für Preise aufgerufen werden….Wenn denn überhaupt noch freie Zimmer zur Verfügung standen, lagen die meisten Zimmer bei 90 – 300 EUR pro Nacht….und es ging noch weiter rauf….oder wenn es mal ein Angebot innerhalb meiner Wert-Vorstellung gab, dann war es gleich grottig bewertet.

Angebot und Nachfrage….juuup – schon klar: die Nachfrage ist hoch – das Angebot bleibt überschaubar….ich verstehe, das die Preise steigen müssen, damit auch die Hoteliers und die Angestellten „überleben“ können….aber diese Preise passten einfach nicht in mein Wert-System.

Ich hab den frühen Abend dann noch in Hooksiel verbracht…bin schön durch das Örtchen und am alten Hafen entlang gelaufen und dann tatsächlich noch am gleichen Abend wieder nach Hause gefahren.

Leer, Emden, Wittmund und Wilhelmshaven besuche ich dann mal zu einem anderen Zeitpunkt….plane dann im Voraus auch die Übernachtungen….im Herbst ist bestimmt auch weniger los.

In Hooksiel gab es auch so schöne und ruhige Plätze wie diesen hier:

Auf der Bank rechts saß ich dann noch ein Weile und genoss die Ruhe … genauso wie die Enten ,die sich dort am Uferrand niederließen…die Köpfe unter dem Federkleid versteckend…

…bis eine Mutter mit kleinem Kind auf dem Arm, vorbeikam und, nur um das Kind zu belustigen, mit lauten Gejuchze zu und durch die ruhende Entengruppe lief, so das diese laut schnatternd aufgeschreckt das Weite in dem Kanal suchten…..das fand ich auch unpassend….um nicht zu sagen – unmöglich.

Menschen im Urlaub – Jever

Menschen im Urlaub – Jever

Viele bleiben im Urlaub jetzt in Deutschland….und das macht sich bemerkbar.

Nicht nur, das die schönen Seiten Deutschlands wieder von mehr Deutschen gewürdigt werden, sie werden quasi überrannt. Das ist auf der einen Seite natürlich schön und auch gut für Händler und Gastronomen, auf der anderen Seite ist es für Menschen wie mich, echt blöd….weil ich es lieber beschaulich mag und ich mich in Gesellschaft zu vieler Menschen unwohl fühle und für manche Tiere ist es wohl auch nicht so spaßig.

Zeichnen deutsche Urlauber oft im Ausland ein skurriles Bild….findet man dieses Verhalten jetzt auch immer öfter im eigenen Land.

Benehmen? ach was…wir sind doch im Urlaub.

Natur wertschätzend? wozu – wir sind hier doch Zuhause.

Tiere achten: na klar, aber es soll machen, was ich möchte

Da bin ich mitten in Jever (Kreis: Friesland) im Schlosspark…es ist ein schöner, sehr gepflegter und ruhiger Park… mit freilaufenden Enten, Schwänen und auch einigen Pfauen.

Und na klar, wollen die meisten Mensch bei einem Pfau nur sein prachtvoll aufgestelltes Federkleid sehen…und wenn er es nicht freiwillig macht, dann muss man eben nachhelfen.

Ich war sprachlos als ich 2 (vermutliche) Ehepaare in meinem Alter (also ca. Mitte 50) gesehen habe, wo die Frauen einen männlichen Pfau versuchten mittels Lufttritten in seine Richtung, dazu bewegen wollten, sein Rad zu schlagen…und die beiden Männer ihre Frauen mit Rufen und in die Händeklatschen dabei unterstützten.

Unglaublich !

Wieviel Egoismus, Achtlosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Tieren da zum Vorschein kam.

Ein Pfau stellt sein Rad auf, um entweder einem Weibchen zu imponieren oder einem Konkurrenten zu signalisieren, das er viel toller ist…natürliches Balzverhalten eben.

Da ist es absolut idiotisch und kontraproduktiv einem Tier ein Verhalten abtrotzen zu wollen und ihn dabei auch noch bedrohlich mit Lufttritten zu begegnen……wenn das Kinder machen würden….okay – aber die kleinen Kinder erfreuten sich an den auch so farbenprächtigen Vögeln mit respektvollem Abstand.

Ich hab meine Meinung dazu auch laut gesagt, erntete aber nur Unverständnis.

Ein Tier hat sich sogar auf ein Gerüst an einem der Schloss-Türme verzogen….versteckte seinen Kopf in seinem Gefieder und als ich von einer kleinen Anhöhe aus den Pfau dort sitzen sah, hob er den Kopf, schaute zu mir und legte den Kopf dann schief, so als wollte er mich einladen ihn zu fotografieren:

Später in der Stadt hatte gerade eine rustikale Bar seine Außenplätze geöffnet….und natürlich hab ich in Jever auch ein Jever Pils getrunken…..hahaha…das musste einfach sein…..