Einladung in die Elbphilharmonie

Die Woche verlief ansonsten ruhig und geordnet – eine Wohltat für meine Seele.

Meine Schwester ist sehr zufrieden mit ihrer nun dauerhaft reduzierten Wochenstunden-Zahl. Das Arbeiten macht ihr sogar wieder Spaß. Mein Schwager ist momentan auch zufrieden mit der noch ein paar Monate andauernden „Maßnahme“ der Rentenversicherung. Finanziell pendeln die Beiden sich gerade wieder etwas ein.

Die Beiden haben mich für Anfang Oktober in die Elbphilharmonie eingeladen, es gibt ein Orgelkonzert im Großen Saal von Iveta Apkalna u.a. mit der „Chaconne / aus: Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004 von Johann S.Bach“ – das ich bisher nur mit Geige kenne – mir aber sehr gut auch auf einer großen Orgel gespielt vorstellen kann.

Viele Werke von J.S.Bach haben mich im Laufe meines Lebens begleitet und sind immer noch positiv besetzt. Ich habe früher im Kinder-Kirchenchor (evangelische Gemeinde in einer Kleinstadt) gesungen.

Als ich älter wurde, dann in der Stadtkantorei, wo wir zusammen mit der Chorgemeinschaft einer Nachbarstadt, auch größere Auftritte hatten u.a. mit der Matthäus-Passion und dem Weihnachtsoratorium von Bach.

Und die „Brandenburgischen Konzerte“ oder auch das „Konzert für 2 Violinen“ (damals noch auf Schallplatte aus dem Schrank meines Vaters) haben mich über so manchen Kummer in meiner Jugend hinweg getröstet.

Mit dieser Musik fühle ich mich heute noch geborgen und sie hat mir mehr geholfen, als die Kirche es jemals konnte. Ich singe aber seit vielen Jahren schon nicht mehr in einem Chor…meine Stimme hat sich mit dem Erwachsen-Werden verändert.

Die alten Partituren aus der Zeit im Chor, sind leider dem Wasserschaden im letzten Jahr zum Opfer gefallen. Das ist schade, aber auch wiederum okay…ist ja schon Ewigkeiten her.

Heute bin ich überzeugter Atheist…aber die Liebe zu dieser Musik ist geblieben.

Die Einladung zu dem Konzert ist ein Dankeschön der Beiden für meine andauernde Unterstützung in den letzten Jahren…das ist eine schöne Geste, über die ich mich riesig freue.