Umzug – Drama in 3 Teilen

 Teil 1 – gut geplant und gut gestartet

Für den Umzug von Montag auf Dienstag hatte ich mir 2 Tage Urlaub genommen…und ich war bereits Montagmorgen um 8 Uhr fertig mit Allem…sooo – die Umzugsleute können jetzt kommen.

…lt. Disposition der Umzugsfirma sollten diese zwischen 11 -12 Uhr beim mir sein….mein Umzug war ja der 2. Umzug des Tages….so hieß es zumindest…

Aber sie kamen nicht bis 12 Uhr…ich blieb entspannt…sie kamen auch nicht um 13 Uhr da hab ich dann mal nach gefragt…jaaaa da gibt es Verzögerungen beim 1. Umzug…aber sie kommen BALD…es war glaub ich etwas nach 14 Uhr als endlich 6 Möbelpacker bei mir ankamen… Alle super freundlich, nett, umsichtig mit den Möbel und dem Haus…und war mein Hausstand nach weniger als 3 Stunden auf dem LKW.

Eigentlich sollte es ja ein Anhänger zum LKW sein…das hat mich schon etwas gewundert…aber ich hab es erst mal nicht hinterfragt.

Wie groß auf einmal wieder die Wohnung wirkt…so fast ohne Inhalt. Es sind jetzt nur noch die Dinge hier um noch für ein paar Wochen versorgt zu sein….ich hab noch schnell etwas gefegt und gewischt, mein Auto mit der Gäste-Matratze und Klamotten für 1-2 Tage gefüllt und ab auf  die Autobahn  in die Norddeutsche Provinz….

Bis kurz hinter Göttingen lief die Fahrt ruhig und ereignislos…Meinen Kopf hab ich mit einem Hörbuch beschäftigt, mein Körper mit dem Autofahren….grins…aber dann kam eine Vollsperrung auf der Autobahn ….und für die nächsten knapp 2 Stunden hab ich mich mit gefühlten Tausend anderen Autos und LKW durch die ausgewiesene Umleitung über Bundesstraßen, Landstraßen, Kreiverkehre und kleine Dörfer geqäult…und es wurde später und später….

Irgendwann war klar, ich werde nie und nimmer vor Mitternacht an meinem Ziel ankommen, also hab ich bei einer Pause mal schnell meiner Vermieterin aufs Band gesprochen, das ich noch kommen werde…aber eben erst sehr spät, so das sie sich nicht wundert, wenn auf einmal mitten in der Nacht  Geräusche von Oben zu hören sein werden….in einer leeren Wohnung hallt ja jedes Geräusch doppelt und dreifach.

Dieses langsame  rum geeiere durch die Pampa hat mich mehr gestresst  als gedacht und so war ich einfach nur noch kaputt als ich endlich ankam.

Immer noch in dem festen Glauben Morgen, wenn der Umzugswagen kommt, wird alles gut, hab ich nur noch meine Matratze aufgebaut, mich umgezogen und bin sofort eingeschlafen.

 

 

 

Warum nicht?

Alle Welt regt sich auf…… aber warum nur? Die Bundesregierung schlägt vor, dass sich die Bevölkerung  einige Vorräte anlegt, um in einem Krisenfall für ein paar Tage unabhängig zu sein.

WARUM führt das zu solch einem Aufschrei?

Es sagt ja keiner das es Morgen zu einem Zwischenfall  kommt, der es nötig macht, aber denkt denn niemand mehr z.B. an die Krise in Zypern vor drei  Jahren, als es zu einer Bankenkrise kam…da waren die Supermärkte auf einmal leer, weil keine neuen Waren mehr gekauft werden konnten und auch die Bankautomaten spukten nur noch spärlich Geld aus….DA haben die Menschen sich erst zu diesem Zeitpunkt bevorratet, wo es gerade noch ging. Oder denkt an New Orleans vor ein paar Jahren, als die öffentliche Ordnung in den USA nach dem Wirbelsturm Katrina 2005 für Tage zusammen brach.

Aber ist es nicht normal, dass man immer mehr an Vorräten in den Schränken hat, als man gerade braucht?  Ich bin der Meinung gerade von den (Trocken-) Grundnahrungsmitteln: Zucker, Mehl, Nudeln und Reis  sollte man immer einen Vorrat zuhause haben. Auch Speiseöl  und gewisse Dosen  und Wasser in PET-Flaschen kann man unterbringen OHNE das man dafür zuviel Geld ausgibt.

Ich habe mich vor ein paar Jahren bereits mit dem Thema beschäftigt. Nein, ich bin keiner von den extremen Typen die sich für den nächsten Weltkrieg vorbereiten und Vorräte für 1-2 Jahre haben. Aber ich denke man sollte für 14 Tage unabhängig von jeder Versorgung sein.

Überlegt mal, wie schnell es in Zypern zu Panik kam und wie sehr wir am europäischen Stromnetz hängen…fällt der Strom aus gibt es nicht nur keinen Strom, sondern vor allem auch kein WASSER und auch kein Benzin…denn alle Pumpen laufen elektrisch. Und ohne Strom können die Geschäfte nur eingeschränkt öffnen, denn die Türen, Kassen und Kühltheken benötigen alle Strom…und auch Notstromaggregate benötigen Benzin/Diesel…laufen also auch nur 2-3 Tage ohne Nachschub.

Also warum erscheint es dann so ungewöhnlich zu sagen, ich hab ein paar Liter mehr an Wasser im Keller…wenn so ein 5l-Pet-Flasche nur  etwas mehr als 1 EUR kostet ist es doch kein finanzieller Ruin.

Und für alle die glauben nur Kriege oder Terror können eine Vorratshaltung nötig machen empfehle ich das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg. Es geht um eine fiktive Sabotage am europäischen Stromnetz…und den sich daraus entwickelnden Konsequenzen…das nimmt einem ein wenig die Naivität zu glauben wir haben alles im Griff….Unsere Zivilisation funktioniert nur, weil es Strom gibt…nimmt man uns den Strom weg, was sind wir dann? Eben….