Kurz vor Weihnachten 2025 habe ich mich mit meinem ehemaligen Kollegen, dem Controller, zum Grünkohl-Essen auf dem Weihnachtsmarkt verabredet. 5 Monate ist er jetzt schon weg. Wir haben uns dann um 18 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz in Hamburg getroffen.

Es war am 17.12. und es war kalt, nass und windig…also genau richtig um ein Glas Feuerzangenbowle zu trinken. An die Feuerzangenbowle auf dem Frankfurter Weihnachtsmarkt habe ich tolle Erinnerungen. Jetzt war es mir viiiiieeeeel zu süß. Das 2.Glas war dann für mich ein Kinderpunsch, weniger süß und ohne Alkohol.
Der Grünkohl war lecker und reichlich, anschließend sind wir kreuz und quer über den Weihnachtsmarkt geschlendert, haben hier und dort geschaut und haben uns dabei unterhalten. Zum Glück war es nicht zu voll.
Dem Controller geht es gut…er ist zufrieden mit dem Wechsel zur neuen Firma, erkennt aber auch an, das dort nicht alles perfekt ist – aber wo ist es das schon. Er ist froh nicht mehr grundlegende Probleme lösen zu müssen und damit gegen eine Wand zu laufen – der innere Druck ist bei ihm weg und er schläft auch wieder viel entspannter.
Er hat nette Kollegen und eine nette Chefin, die sich aber wohl echt rar macht. Digitalisierungsmässig war der Wechsel, ein Rückschritt und mit der Software „Datev“ lernt er noch umzugehen. Er hat ein Büro für sich alleine und kann für einen bestimmten Teilbereich, den er übernommen hat, neue Strukturen aufbauen…das liegt ihm.
Negativ für ihn ist, das er nur 1x in der Woche Homeoffice machen darf und er fährt jetzt 4x in der Woche mit der S-Bahn an die Binnenalster…also mitten rein nach Hamburg.
Zu uns ist er meistens mit dem Fahrrad gekommen und unsere Homeoffice-Regelungen sind immer noch extrem großzügig, d.h. bei uns ist das Verhältnis umgekehrt: ich könnte 4x in der Woche ins Homeoffice, und während des Abschlusses sogar 5x, wenn ich das möchte.
Dazu müsste ich meinen Chef aber bitten, das wir das Jour Fixe per Teams machen…aber in der letzten Zeit war ich von dem wöchentlichen Meeting meistens „befreit“, weil die Kolleginnen mit dem Chef viele Dinge zu klären hatten und das nicht meine Themen sind.
So ein Wechsel bietet immer die Change eingefahrene Verhaltensmuster zu durchbrechen und seine eigene Arbeitsweise zu hinterfragen. Er arbeitet viel weniger und ist damit zufrieden, das er nicht mehr an vorderster Front steht…manchmal muss man aber eben gewisse Ansprüche an die eigene Wirksamkeit runterschlucken und es nehmen, wie es ist.
Das fällt ihm in dieser neuen Firma leichter. Es freut mich sehr, das es ihm gut geht und das er den Wechsel nicht bereut.
Natürlich haben wir uns auch über alles Mögliche unterhalten….es war ein kurzweiliger Abend….gegen 20 Uhr haben wir uns in Richtung S-Bahn aufgemacht, sind dann aber noch über den Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg gelaufen. Mit der gleichen S-Bahn sind wir dann in Richtung Altona gefahren…ich musste früher raus, da ich mein Auto in der Firma haben stehen lassen. Es war schon fast Schlafenszeit, als ich endlich zuhause ankam.
Wir haben uns schon locker für Ende des Winters „verabredet“. Wir wollen uns dann in einem etwas größeren Kollegenkreis treffen, dann aber in einem Restaurant…aber wir waren uns auch einig, es war gut, das wir auf dem Weihnachtsmarkt nur zu Zweit waren…mit mehreren Personen wäre eine vernünftige Unterhaltung dort kaum möglich gewesen.
