Kollegen rücken zusammen

Diese ganze Unruhe in der Firma bringt aber auch etwas sehr Schönes…der Zusammenhalt unter den Kollegen nimmt zu…abteilungs-übergreifend.

Die Stimmung der Kollegen untereinander ist an vielen Stellen erstaunlich gut geworden. Vor ein paar Jahren noch haben einige Abteilungen gegeneinander gearbeitet…was ich immer unverständlich fand…aber jetzt ist das kollegiale Miteinander viel besser…das finde ich klasse.

Mit dem „ großen Unbekannten von Außen – Projekt: Bigfoot“  J (ist nur ein Synonym-das Projekt heißt in Wirklichkeit anders) und auch den teilweise unübersehbaren Konsequenzen die sich daraus  im letzten Jahr hätten ergeben können, rücken die Kollegen enger zusammen. Das ist eine natürliche Reaktion des Menschen: Bei Unsicherheit und drohenden Gefahren verbündet sich der Mensch mit denen die er kennt.

Lt. Shakespeares Hamlet:  „…das wir die Übel die wir haben, lieber ertragen, als zu unbekannten fliehen, so macht Gewissen feige aus uns allen, der angeborenen Farbe der Entschließung wird des Gedankens Blässe angekränkelt…“

Natürlich gibt es immer noch persönliche Differenzen zwischen dem Einen und Anderen…aber die gibt es überall.

Trotzdem, auch innerhalb vieler Abteilungen hat die Freundlichkeit der Kollegen untereinander  zu genommen…lach…es hat ja auch genügend personelle Änderungen gegeben.

Wie immer kann man über positive Dinge nicht so ausführlich berichten, wie über die Negativen….trotzdem wollte ich es nicht unerwähnt lassen.

 

 

Beruflichen Anstand – gibt es das noch?

Ja gibt es denn überhaupt keinen beruflichen Anstand mehr…eine Form der Berufsehre oder nennen wir es auch einfach Ehrgeiz oder Einsatzbereitschaft oder auch nur schlichte Kollegialität….

Ich ärgere mich….da bekomme ich eine interne Aufstellung und bei der Überprüfung stelle ich recht schnell fest, die stimmt nicht…Also fordere ich eine neue Abrechnung an…die bekomme ich auch und der eine Fehler wurde behoben.

Und bei intensiverer Überprüfung stelle ich fest, die Aufteilung und Summen stimmen auch nicht. Mit der Bitte die Datei noch einmal zu überprüfen und zu korrigieren schicke ich die Abrechnung erneut zu der Kollegin aus dem Konzern.

Antwort der Kollegin:

  • Das sind Rundungsdifferenzen durch Excel
  • ob das relevant ist
  • und immerhin stammt die Datei von einem anderen Kollegen

Antwort von Mir: 

  • Bei mehr als 20 EUR nur in einer Spalte der Datei kann man nicht von Rundungsdifferenzen sprechen
  • JA es ist relevant und wichtig da es um Sondersteuern geht
  • Und in den Vorjahren haben die Summen/Aufteilungen IMMER gestimmt

Antwort der Kollegin: und das ist an Dreistigkeit kaum zu überbieten: Wenn am Jahresende noch etwas Zeit übrig sein SOLLTE, dann KÖNNTE sie die Datei ja mal überarbeiten, kann aber nicht versprechen das die Rundungsdifferenzen dann behoben sind.

Als ich dann endlich meine Sprachlosigkeit überwunden hatte, schrieb ich kurz und knapp, sie solle mir doch einfach mal die Excel-Datei schicken, dann suche ich eben selber. Die kam dann auch prompt und es hat keine 3 Minuten gedauert, da hatte ich den Fehler gefunden.

Also mal im Ernst….solche Antworten hätte ich mir kurz nach der Lehre nicht erlaubt, wie unverschämt, unkollegial und frech ….und bevor ich eine Datei aus der Hand gebe, damit ein anderer meine Fehler sucht, hätte ich mich lieber sofort hingesetzt und es selbst gemacht, um mir so eine Blamage  zu ersparen.

Das kann ich auch nicht mehr mit Jugend oder Unwissenheit entschuldigen.