Chaos – gute Kollegin / überforderte Kollegin

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs!!)

Montag und Dienstag hab ich von Zuhause gearbeitet und hatte endlich einmal wieder so ein Gefühl von Normalität…das neue System wirkt nicht mehr ganz so neu und das Unverständnis für einige Prozesse weicht dem Gefühl: ich weiß was ich tun muss und wenn das nicht läuft, weiß ich, wie ich es auf anderem Wege erreichen kann….nicht schön – aber lösbar. Neue Abläufe festigen sich so langsam und werden zu Routinen.

Mein neues Laptop läuft immer noch nicht zu 100%,, wie es soll…aber einige Probleme habe ich tatsächlich selber lösen können (zum Glück hab ich immer noch ein gutes Gedächtnis und konnte mich erinnern, das ich das eine oder andere Problem schon einmal hatte und wie es gelöst wurde) und für das größte Problem hoffen die IT und ich auf kommenden Freitag, wenn ein anderer IT-Kollege wieder da ist.

Und seit dann Dienstagnachmittag noch eine systemseitige Lücke geschlossen wurde, bin ich mit dem Banken-und Zahlungsmodul inzwischen sehr zufrieden…es gibt nur noch EIN Bankportal, bei dem es noch nicht einwandfrei klappt. So fange Ich endlich an dem System zu vertrauen, weil die Prozesse tatsächlich funktionieren. Jetzt geht es ans „aufräumen“ – alles da,s was am Anfang nicht richtig lief, was wir nicht besser wussten und einfach „irgendwie“ gemacht haben, um voran zu kommen…all das muss jetzt überprüft und korrigiert werden.

Ich bin dabei in guter Gesellschaft…meine Lieblings-Kollegin aus DK hat nach Ihrer Elternzeit vor 2 Monaten wieder ihre „alten“ Gesellschaften von ihrer Vertretung zurück bekommen, so das wir jetzt wieder bei vielen Gesellschaften zusammen arbeiten.

Als ich sie auf ein großes Problem aufmerksam machte, meinte sie…jaaa da hat die Vertretung ein etwas größeres Chaos in ihren dänischen Firmen angerichtet…sie fängt gerade erst an mit dem Aufarbeiten. Da unsere Gesellschaften miteinander verbunden sind, sehe ich das Chaos tatsächlich bei jedem Zahllauf…weil ich für die dänischen Gesellschaften die Zahlungen über die entsprechende Deutsche Gesellschaft ausführen muss. Mit der Funktion der Cross-Company-Buchungen sehe ich somit, das alle Rechnungen aus 2024 immer noch als unbezahlt in ihrer Bilanz stehen, was nicht sein kann…da diese ALLE von mir bezahlt wurden, damals noch mit manueller Verbuchung auf beiden Seiten. Irgendwas mit der Verbuchung auf dänischer Seite hat bei der Vertretungs-Kollegin nicht funktioniert.

Die Lieblings-Kollegin aus DK und nunmehr junge Mutter, ist eine tolle Controllerin und wir haben schon ein paar Jahre super an einigen Firmen zusammen gearbeitet. So lernt sie das neue System ja auch gerade erst kennen und wir hangeln uns zusammen durch die Veränderungen…ich bin froh das sie wieder da ist.

Die „Vertretung“ geht nun selber Ende Mai in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Bisher dachte ich, sie hat alles im Griff….aber durch die Übernahme einer Gesellschaft von ihr, die kein dänisches Pendant hat, und die komplett neu für mich ist, sehe ich, das sie hier bei der noch relativ neuen Gesellschaft nicht alles richtig durchdacht hat.

Und ich verstehe nun immer besser, warum ich gefragt wurde, diese rein deutsche Firma zu übernehmen. Sie hat versucht es sich einfach zu machen und nach fast 3 Jahren ist das nun ein heilloses Wirrwarr. Die Abrechnungen der letzten Jahre an die Landeigentümer können gar nicht stimmen….aber um das genau zu berechnen, muss ich erst einmal die Verträge nachlesen und dann mit der Teamleitung in DK klären, warum diese Art der Aufteilung gewählt wurde…es widerspricht allen Regeln, die ich im Laufe der Jahre gelernt habe. Warum ist das vorher Niemandem aufgefallen?

Und nun wollen die Landeigentümer Rechenschaft über ihre Abrechnungen für die letzten Jahre. Das Recht haben sie und meine Kollegen haben es sooo lange verschoben sich damit zu beschäftigen, bis sie es an mich übergeben haben.

Aber ich weiß gar nicht WIE ich das erklären soll….weil es nicht logisch und auch nicht korrekt ist. Na danke auch – ich werde wohl alle Jahre überprüfen und korrigieren müssen. Aber dazu brauche ich erst das GO aus der Zentrale. Das gibt noch einmal richtig Chaos, denn gleichzeitig gab es im April diesen Jahres vom Netzbetreiber korrigierte Abrechnungen für das Jahr 2023….grrrrrrr, wodurch ich nur durch Zufall drauf gestoßen bin.

Die Kollegin hat es nicht für nötig befunden mich darüber zu informieren, obwohl sie die korrigierten Abrechnungen erhalten hat. Sie hat NICHTS damit gemacht. Erst durch eine Mahnung habe ich über Recherche und viele Telefonate davon erfahren.

Jetzt habe ich mal wieder meinem Kopf beim Schreiben freien Lauf gelassen…und bin (wieder einmal) überrascht über das Ergebnis 😇. Eigentlich wollte ich nur kurz das Positive erwähnen und dann zu einem anderen Thema wechseln….hahaha.

Aber wenn die Gedanken so raussprudeln – dann müssen sie eben raus und aufgeschrieben werden.