Nach „überstandenen“ Quartalsabschlüssen, standen für mich in den folgenden Tagen, die Aufarbeitung des Tagesgeschäfts im Fokus. All der Kram, für den ich während der Abschlussphase keine Zeit hatte….mit all seinen offiziellen Reporting-Pflichten und auch die Vorbereitung auf meinen 2wöchigen Urlaub. Das bedeutet, ich muss so viele Dinge wie möglich Vorarbeiten, weil wir ja (noch) keine wirkliche Urlaubsvertretung haben.
Und in dieser konzentrierte Phase hat mich dann noch eine Nachricht erreicht, mit der ich zwar schon gerechnet hatte…aber ich dachte, sie würde erst später kommen. Meine liebste Kollegin (die ich auch im letzten Jahr privat besucht hatte), hat mir mitgeteilt, das sie jetzt gekündigt hat. Ohhhh nein !! Wie schade.
Ich kann sie gut verstehen, sie fühlt sich in unserem hektischen Bienenschwamm nicht mehr wohl…es ist alles zu unruhig und zu geschäftig geworden…das beschauliche, familiäre, was diese Zweigniederlassung am Anfang hatte, ist inzwischen komplett verschwunden. Auch hier spürt man den Erfolg des Konzerns: durch viel mehr Personal, viel Unruhe, viele organisatorische Änderungen, deren Sinn oft unklar sind, das stresst die Kollegen und die Unzufriedenheit wächst.
Mir waren/sind die Kollegen in Brandenburg viel näher, als andere Standorte, da ich die eigenständige Gesellschaft mit den Kollegen damals in 2020 buchhalterisch übernommen habe, als die zu unserem Konzern dazu gekommen sind. Inzwischen wurden alle Kollegen in unsere deutsche Hauptfirma übertragen und in der alten „Firma“ werden nur noch die Altprojekte abgewickelt.
Aber durch die Altprojekte bin ich immer noch mit den brandenburgischen Kollegen eng verbunden…und die Kollegin, die jetzt geht, ist mir sehr ans Herz gewachsen. Wir ergänzen uns beruflich sehr gut und verstehen uns Privat sehr gut. So ein gutes Verhältnis zu einer Kollegin hab ich sehr selten. Na klar wollen wir in Kontakt bleiben…aber es ist trotzdem so schade, das sie geht.