Goldener Oktober – Pilze

Die ganze Woche fühlte ich mich dann doch noch kränklich…und auch heute noch, nach 14 Tagen, habe ich jeden Abend leichte Halsschmerzen…aber immerhin ist die Nase öfter mal wieder frei…was für eine Wohltat normal durch die Nase atmen zu können.

Wie erwartet, hat mir das Arbeiten in dieser Woche auch gutgetan. arbeiten lenkt ab und ich habe mich nicht stressen lassen.._hab viel mit Kollegen gequatscht und langsam alles wieder aufgearbeitet.

Hab mich trotzdem jedes Mal auf den Feierabend gefreut und mich zuhause weiterhin geschont.

Hab letztes Wochenende und auch gestern jeweils einen Spaziergang im Wald unternommen…ganz nahe bei mir in der Umgebung und gleich nach dem Start lief mir quasi der erste Pilz direkt vor die Füße…hoppla

nun gut – bin dann wieder zurück zum Auto, hab mein Pilzmesser und eine Tasche geholt und hab dieses wunderschöne Exemplar mitgenommen.

Eigentlich hatte ich gar nicht vor Pilze zu sammeln, aber jetzt wo ich schon mal einen gefunden hatte, wollte ich mehr. Das hat vor allem den Vorteil, das ich dabei sehr langsam und bedächtig durch den Wald streife…und tatsächlich ist das ein recht ergiebiges Fleckchen: Maronen, Steinpilze, Butterpilze und sogar einen riesigen Hexenröhrling hab ich so innerhalb von knappen 45 Minuten gefunden, so das am Ende ein essbares Gewicht von ca. 500g (also nach dem Putzen und entfernen der Röhren und angefressenen Stellen) übrig blieb

Gestern am Samstag war ich richtig munter und fühlte mich fit, bin also dieses Mal bewusst zum Pilze sammeln aufgebrochen…wieder an dieselbe Stelle…dieses Mal bin ich aber 2 Stunden entspannt und locker durch den Wald gelaufen und hab schöne Pilze gefunden und mitgenommen:

Die aufgezeichnete Route meines Fitness-Trackers zeigt, wie ich mich in 2 Stunden auf nur 1,7km kreuz und quer durch das Waldstück bewegte. Es war trocken (von oben), durch den Regen der letzten Tage jedoch teilweise matschiger Boden und relativ warrm trotz der frühen Uhrzeit. Dazu war es himmlisch ruhig und sehr entspannend…vor allem für die Augen und für die Seele:

Und auch dieses Mal hat es sich gelohnt, blieben am Ende knappe 700g essbarer Pilzanteil für mich übrig.

Ich liebe Pilze ganz rudimentär zubereitet: Putzen, blanchieren und mit Zwiebeln (und wahlweise Speck) in der Pfanne anbraten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann mit einem Stück frischem Bauernbrot und Butter anrichten. Hmmmmm – Lecker.

Ich bin jedoch noch kurzatmig und war bisher nur einmal in dieser Woche mit ziemlich genau 4 km walken, aber das ist mir noch viel zu anstrengend – deshalb sind diese Pilztouren gar nicht schlecht gewesen.

Schneespaziergang – Meditation im Gehen

Schneespaziergang – Meditation im Gehen

Bei -10 Grad und einer immer noch fast geschlossenen Schneedecke am frühen Morgen meine Runden zu drehen, also das hat schon was…und wenn ich dann schon wieder fast zuhause bin, geht auch noch die Sonne auf…Mit der Motivation klappt auch bei diesen frostigen Temperaturen ganz gut…immerhin ist es windstill.

Ja klar ist mir kalt, wenn ich los gehe und jedes Mal denke ich, also heute wird mir bestimmt nicht warm…aber na klar wird es das…zumindest wenn ich mein normales zügiges Tempo anschlage…nur am Mittwoch Morgen, da war unter der sehr dünnen Schneeschicht pures Eis…ich war gezwungen langsamer und vorsichtig meine Schritte zu setzen, bis ich wieder im Park war….da hat es tatsächlich länger gedauert mit dem warm werden….

Aber gestern gab es auch wieder Neuschnee, das macht das Laufen gleich wieder sicherer und ich bin deshalb nicht nur am Morgen knappe 5km gelaufen, sondern hatte auch noch am Abend Lust auf eine weitere Runde….mit noch einmal knappen 5 km. Jedes mal aber hab ich einen anderen Weg gewählt.

Am Schönsten sind diese Tage wenn nichts weiter zu hören ist und ich ausschließlich auf das Knirschen meiner Schuhe im Schnee lausche…und sonst an gar nichts denke….das ist eine Meditation im Laufen…Entspannung pur…Eine ganze Stunde bin ich meistens unterwegs ….Eine ganze Stunde liegt meine gesamte Konzentration einzig auf dem Geräusch meiner Schritte. Alles andere wird unwichtig….und mit jedem Schritt wird meine Atmung tiefer und ruhiger.

Ich wusste gar nicht, das Schnee das bei mir auslösen kann.

Kurz bevor ich entlang der Landstraße wieder das Ortseingangs-Schild passiert habe, lag vor mir dann noch dieser tiefhängende Nebel….nur ein ganz schmales Stück und wurde von der Straßenlaterne angeleuchtet.

Und gibt es etwas Schöneres, als nach so einer ausgiebigen Stunde an der eiskalten Luft wieder nach Hause zu kommen, drinnen ist es warm und dann noch einen heißen Tee oder Kaffee…rauf auf die Couch und relaxen…also natürlich geht das nur am Abend…hahaha