Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Zu viel unterwegs – zu wenig Erholung

Es ist jetzt Mitte meiner 2. Urlaubswoche….und nächste Woche geht es wieder ans Arbeiten. In der ersten Woche war ich ja erst für 3 Tage in Hessen (Frankfurt und Umgebung), dann wieder einen Tag Zuhause, dann für 3 Tage In Flensburg und Dänemark mit meiner Schwester) und ich bin seit Samstagnachmittag erst wieder zuhause.

Das waren insgesamt mit allen Ausflügen usw. 1.640 km die ich im Auto unterwegs war. Die ersten Tage waren sehr heiß, dann in Flensburg und Dänemark war es sehr windig. Ich bin in Hessen viel mit dem Rad gefahren (ebenerdig), dann viel Rad mit meiner Schwester (man sollte nicht glauben wie viele Steigungen es in Flensburg gibt – meine Schwester hat zum Glück ein E-Bike – ich nicht) und stundenlang in Rømø /DK am Stand entlang gelaufen.

In Frankfurt den Stress Montagabend, das extrem tolle Treffen am Dienstag mit dem Rentner+seiner Frau bei ihnen zuhause, in der Nähe von Hanau. Dazu die anschließende tagelange ununterbrochene Kommunikation mit meiner Schwester. Es gibt einfach keine Redepausen, wenn ich bei ihr bin – also gar keine.

Dazu immer und immer wieder die alten Geschichten, mit denen sie nicht abschließen kann, da kommt soviel Bitterkeit mit hoch, und sie behauptet zwar, es verarbeitet zu haben…aber man merkt sehr schnell…das sind nur Worte und die stimmen nicht.

Diese alten Geschichten haben zum Glück nichts mit mir zu tun…unsere Themen sind geklärt.

Ich hab schon so oft versucht ihr Wege aus diesen Gedanken-Spiralen aufzuzeigen, aber ich kann ihr dabei nicht helfen, solange sie nicht einsieht, das sie sich selbst damit blockiert und sie es selber „angehen“ muss, um endlich wirklich inneren Frieden zu finden.

Ich finde die Unterhaltungen darüber jedoch von mal zu mal belastender….weil sie die Verantwortung immer auf „die Anderen“ schiebt. Das sie aber heute, nach 30-40 Jahren, auch selber die Verantwortung für ihren jetzigen Umgang mit den Themen übernehmen kann, will sie nicht wahrhaben. Ja es braucht Zeit und Mut und man muss ehrlich zu sich selbst sein…das kann nicht jeder.

Womit man mal wieder sieht: jeder muss seine eigenen Wege finden mit schlechten Erfahrungen aus der Vergangenheit und seelischen Verletzungen umzugehen.

Seitdem ich wieder zuhause bin, fühle ich mich nicht erholt, sondern erschlagen….wahrscheinlich auch, weil ich die Dosierung einer Tablette auf Anraten des Arztes verdoppelt habe, und die Wirkung ich erst jetzt erst bemerkbar macht….und schon als ich mit den Tabletten im März begann, hab ich Wochen gebraucht, bis ich mich nicht mehr so müde gefühlt habe.

Also seit Samstagnachmittag bin ich körperlich erschöpft, müde, mir tun Knochen und Muskeln weh, ich bin seelisch ausgelaugt, ich hab mich total in meine Wohnung zurück gezogen…dazu hat das Wetter umgeschlagen und es ist bei 18-23 Grad zwar warm, aber ständig bedeckt, extrem windig…vorgestern gab es ein heftig langanhaltendes Gewitter und die Sonne mag auch nicht mehr scheinen….ich schlafe sehr viel und lange und so richtig motiviert viel in meiner letzten Urlaubswoche zu machen, bin ich auch nicht.

Ehrliches Fazit: Es war einfach zu viel.

Meine anfängliche Euphorie endlich mal wieder raus zu kommen und den Urlaub zu genießen, hat tatsächlich verdrängt, das die Tage mit meiner Schwester anschließend für meine Erholung auch nicht so toll sein werden. Dabei waren auch die Tage mit und bei ihr schön…aber eben auch anstrengend.

Es ist, wie es ist…ich brauche einfach viel Ruhe für mich selbst…und selbst wenn ich meine eigenen Bedürfnisse missachte, wie in diesem Fall, holt es mich am Ende wieder ein.

Seit Samstagmittag bin ich wieder Zuhause und erst seit gestern Abend (Dienstag) fühle ich mich wieder lebendig. Die Tage dazwischen hab ich mich nur etwas um meine Wohnung und die Wäsche gekümmert…ansonsten hab ich auf der Couch gelegen und gelesen, etwas gekocht, auf dem Balkon etwas aufgeräumt und stundenlang den Vögeln zugeschaut und eben sehr viel geschlafen.

Gestern Abend war ich dann endlich mal wieder zu meiner normalen Walkingrunde am Abend unterwegs..sehr schön…jetzt bin ich also wieder da…

Bin wieder da

Bin wieder da

Wie schnell doch eine Woche vergehen kann….und ich hab einfach keine Muße gefunden, etwas zu schreiben…und wenn ich dann doch mal etwas Zeit hatte, war ich einfach zu müde.

Wie schon öfter, hab ich einfach gedacht alles ist wieder im Lot und ich bin so energie-geladen, wie vor der „Grippe“. Aber meine körpereigenen Akkus fühlen sich zwar aufgeladen an, halten aber nicht mehr so lange….ich komme immer noch schnell an meine körperlichen Grenzen und dann fühle ich mich ziemlich ausgelaugt und müde und es dauert einfach ewig lang, bis sich alles wieder normal anfühlt, nur um wieder fest zustellen: neee – die Power reicht nur für kurze Zeit.

Die Arbeitstage in der letzten Woche, waren gut gefüllt und Abends hab ich Wohnung und den restlichen Balkon sauber gemacht…denn für das Wochenende hab ich Besuch aus Hessen erwartet…meinen ehemaliger Tanzpartner.

Wir hatten Karten für ein Musical in Hamburg und nach 2 Jahren mit Pandemie, Insolvenz des Musicals „Cirque du Soleil Paramour“ in 2020 usw. hatten wir letztlich unsere Gutscheine für ein anderes Stage-Musical in der Neuen Flora in Hamburg getauscht und letzten Freitag war es dann soweit.

Im August 2021 war ich ja in Frankfurt und Umgebung im Urlaub und da hatten wir einen sehr schönen angeregten Abend gehabt und da auch bei ihm so einiges los war, in den letzten Monaten, haben wir nur ganz selten telefoniert…es gab also eine ganze Menge zu erzählen…. und dazu blieb fast ein ganzes Wochenende Zeit.

So toll das Wochenende auch war, schön, anregend, lustig und unterhaltsam….so leer gesabbelt, war ich Sonntagmittag, als ich ihn am Flughafen abgesetzt hatte….seitdem bin ich fast ununterbrochen müde…hab jetzt mal mit ein paar Mineralstoffen und Vitaminen nachgeholfen…und so langsam kommen die Kräfte zurück.

Dabei haben wir keinen Drauf gemacht, waren Essen, am Hamburger Elbufer spazieren und im Moor, haben lange auf meinem Balkon gesessen und auch in der Wohnung und und…also kein Action-Programm.

Hab auch fast keinen Alkohol getrunken, ich hab natürlich die Fahrerei übernommen, ihn ins Hotel gefahren, morgens wieder abgeholt…..einzig ich bin die gesamte Woche sehr spät ins Bett gekommen und sehr früh wieder aufgestanden. Immerhin fahre ich jetzt an den Bürotagen mit der Bahn zur Arbeit (das 9EUR-Ticket lässt grüßen).