Letzten Sonntag war ich dann wieder einmal früh morgens im Himmelmoor unterwegs…allerdings nicht ganz sooo früh…es schon nach 7 Uhr. Dafür waren -6 Grad, kaum Wind und kein Regen.
Der Moorsee und die Moorbecken warenteilweise zugefroren…das sah sehr schön aus…und ich bin wie immer meine Runde gegangen
Was mir allerdings negativ aufgefallen ist…der sonst als Nebenweg ausgeschilderte Weg, direkt neben den Moorbecken, ist nur noch auf einem kleinen Stück begehbar…der größte Teil wurde dauerhaft für den Durchgang geschlossen.
Seit das Himmelmoor 2022 als Naturschutzgebiet ausgewiesen wurde, gab es so nach und nach kleine Änderungen., das jetzt ist für mich nicht so schön….ja klar bin ich für Naturschutz….keine Frage…trotzdem finde ich es sehr schade, das ausgerechnet dieser Weg gesperrt wurde.
Der Weg tat meinem Fuß immer gut und meiner Seele sowieso…ich gehe nun mal nicht gerne dort, wo alle Anderen gehen, halte mich gerne abseits der Hauptpfade…nun gehe ich auf dem geschotterten Hauptweg und kann den Menschen an der Stelle nicht mehr ausweichen. Na klar halte ich mich an die Regeln…ich kann ja auch andere Wege abseits der Moorbecken nehmen.
Bei mir ist es nur, das ich eben gerne meine gewohnten Wege gehe…seit der Corona-Pandemie und meinem Umzug in diesen Ort hier, hat sich mein Aktions-Radius auf einige liebgewonnene Strecken reduziert…ich fahre nicht mehr für jede Walking-Runde irgendwo hin…bleibe gerne im Nahbereich…und brauche für mein Wohlbefinden, eben diese liebgewonnenen Strecken. Das gibt mir Ruhe und ist auch eine Form von Sicherheit für mich.
Nach der Rückkehr von der Dienstreise Donnerstagabend, war ich Freitag im Homeoffice…wie zu erwarten, ging es mir danach nicht so gut…und ich brauchte das Wochenende um mich davon zu erholen…um es mal klar zu sagen, so richtig gut ging es mir erst wieder gegen Ende dieser Woche…also 1 Woche nach der Rückkehr….was aber auch zum Teil an einigen beruflichen Ereignissen, in dieser Woche lag.
Aber den Sonntag hab ich mich dann wenigstens aufgerafft und bin für einen Ausflug in den Wohldorfer Wald gefahren…das Naturschutzgebiet liegt in Hamburg und ich war bereits kurz vor 8 Uhr Morgens dort.
Es war noch kühl, die Sonne war gerade aufgegangen und es lag noch ein leichter Nebelschleier über den Feldern und Wiesen….bevor dann später noch richtig die Sonne raus kam.
Für gute 2 Stunden bin ich anschließend in absolut friedlicher Stille durch den Wald gewandert. Wunderschön war das. Die Vögel zwitscherten und die Blätter raschelten schon unter meinen Füßen…ich liebe den Herbst und hier war ich tatsächlich schon eine Weile nicht mehr.
Lustig dieser kleine Pilz, der auf einem Stück Baumrinde wächst..
Wieder zuhause hab ich tatsächlich nichts anderes gemacht, als mich zu entspannen…
Mit etwas gemischten Gefühlen bin ich Samstagmorgen nach Flensburg zu Schwester+Schwager gefahren. Mir war klar, dass ich das eine Thema mit meiner Schwester noch einmal erörtern muß und außerdem begleitete mich während der gesamten Fahrt heftiger Regen. Na – das wird wohl nichts mit unserer Wanderung durch das Naturschutzgebiet Geltinger Birk….mein Schwager ist wasserlöslich…also zumindest seine Laune löst sich bei Regen sehr schnell auf.
Aber zuerst saßen wir in der Stubb und es gab sehr leckeren frischen Pflaumenkuchen mit Sahne und dazu Kaffee …und ich hab mir meinen Frust über ihre merkwürdige Reaktion und fehlende Anteilnahme auf meine depressive Verstimmung von der Seele geredet…damit ist das Thema für mich auch erledigt.
Über die vielen verschiedenen Socken haben sich Beide sehr gefreut und mein Schwager hat seine Wetter-App im Auge behalten…es sollte am Frühen Nachmittag tatsächlich besseres Wetter geben, sogar mit Sonnenschein….meine App zeigte es nicht und auch vorstellen konnte ich es mir bei dem Wetter auch nicht…aber wäre ja schön, wenn es ginge…
Da wir alle Drei aktuell Probleme mit dem Laufen haben, haben wir uns dann für die nähergelegene Halbinsel Holnis entschieden…auch dort kann man wunderbar an der Förde entlanglaufen und trotzdem kann man die Strecken besser abkürzen, falls erforderlich. Wir sind am Yachthafen losgelaufen, zum Holnis Kliff und weiter bis zur Nordspitze, auf der anderen Seite ging es dann zurück, entlang des Surfstrands und dann quer rüber wieder zum Parkplatz.
Es war teil windig und kalt, dann wieder windstill und warm…es kamen ein paar Tropfen Regen runter…aber es war wunderschön.
tatsächlich kam zwischendurch sogar mal die Sonne raus…
aber dann zog sich langsam wieder alles zu und der Himmel wurde dunkler und bedrohlicher, bis er ganz schwarz war, der Wind frischte auf und mein Schwager warnte vor einem heranziehenden Gewitter….war aber der Meinung das trifft uns nicht direkt….Bis es dann doch über uns hereinbrach.. Da hatten wir den größten Teil des Rückwegs, schon hinter uns….der Sturm kam von Vorne zusammen mit dem kräftigen Regen und vor uns schien sogar teilweise noch die Sonne….ja es gab auch einen schwachen Regenbogen.
Wir waren länger unterwegs und sind weiter gelaufen, als eigentlich geplant, aber gerade diese Naturgewalt mit Regen und Wind tat mir unglaublich gut…ich fühle mich dabei so lebendig…spüre die Kraft der Natur, atme die salzige frische Luft und finde es herrlich…mein Schwager stapfte etwas missmutig im Regen hinter uns her (wie gesagt, er mag es nicht, nass zu werden – dabei waren wir mit Regen- und Windjacken gut ausgerüstet)…aber letztlich waren wir alle Drei froh, die Tour gemacht zu haben.
Die zurück gelegte Strecke betrug dann auch bei mir 9,53km…die Tracker der Beiden zeigten nur leichte Abweichungen …was mich immer wieder beruhigt, zeigt es doch das die Streckenaufzeichnung gut funktioniert. Das es nie die exakt gleiche Strecke anzeigt, liegt einfach auch daran, jeder läuft mal einen Schlenker, um sich etwas anzuschauen oder einer läuft wieder ein Stück zurück, weil der andere noch auf etwas hinweisen wolle.
Was mir in dieser Woche mal wieder richtig Freude bereitet hatte, war eine Walkingrunde am Abend in den Holmer Sandbergen….um diese Zeit sind nur wenige Menschen unterwegs und ich hab bereits die leichte Abendkühle .
Die Holmer Sandberge sind ein kleines Naturschutzgebiet im Kreis Pinneberg und laut Wikipedia handelt es sich um „Dünen am Rande des einstigen Urstromtales der Elbe“ .
Hier findet man eine schöne Heidelandschaft mit Sand, Heidekraut, Birken und Kiefern…und es sieht zu Jeder Jahreszeit schön aus und vor allem ändert es aus jedem Blickwinkel heraus sein Erscheinungsbild und wirkt so immer wieder anders….ich liebe dieses kleine Fleckchen Natur …vor allem am Abend:
Bei jedem Besuch hier geht die Ruhe der Umgebung auf mich über, ein Effekt der mich immer wieder erstaunt….und mit knappen 4km fühlte ich mich danach vollkommen erholt und erfrischt.
Ich hab Sonntag Vormittag, bei schönsten Sonnenschein, aber mit immer noch viel Wind und Kälte, meinen Ausflug gestartet…Ab auf die Autobahn in Richtung Lübeck….Aber das war nicht mein Ziel…sondern ein Naturschutzgebiet zwischen Lübeck und Bad Schwartau: Das NSG Schellbruch….es liegt direkt an der Trave.
Und da es März ist, sind viele Wege in die Naturschutzgebiete gesperrt…es ist Brut-Zeit…es war daher erst einmal schwer einen Weg hinein zu finden. Es ging vorerst nur außenherum, entlang der Trave.
Der Wind brachte das Wasser in Bewegung und plätscherte munter vor sich hin…ein schönes Geräusch und es war eine friedliche Atmosphäre….
Erst nach ein paar Kilometern am Wasser entlang, fand ich einen Zugang zum Wald…auch hier waren einige kleinere Wege gesperrt…aber die Hauptwege waren offen zugänglich…es war ruhig und wunderschön zu Laufen.
Auch wenn es der kalendarische Frühlingsanfang war…und man überall die Knospen an den Bäumen sieht und die Frühblüher am Boden schöne Farbtupfer auf den Boden zaubern, war ich froh über die Mütze auf dem Kopf und den Schal um den Hals.
Ich hab die Stunden im Wald und am Wasser sehr genossen, bin später auf dem Rückweg durch ruhige Wohngebiete gelaufen (wegen der gesperrten Wege)….und froh den Ausflug gemacht zu haben.
Mal wieder raus zu fahren und sich nicht nur im heimischen Umfeld zu bewegen…das war schon schön.
Nun gut…etwas hat mich auf dem Hinweg gestört…ich bin durch den „Herrentunnel“ gefahren und am Ende des Tunnels musste ich 2,10 EUR bezahlen. Es ist ein kostenpflichtiger Tunnel. Jedes Fahrzeug muss bezahlen. Ich glaube sogar das mein Navi das angezeigt hat, aber so richtig wahrgenommen habe ich das nicht. Und ob es einen Hinweis vor dem Tunnel gab, kann ich gar nicht mal sagen….wahrscheinlich schon – nur ich war zu sehr damit beschäftigt mein Ziel anzusteuern….
Und da das Bezahlen erst am ENDE erfolgt, kann man auch nicht einfach umdrehen….durch den Tunnel ist eben durch den Tunnel….und eine Durchfahrt muss bezahlt werden.
Ich hab mal im Internet nachgeschaut, es ist tatsächlich erst das 2. Projekt in Deutschland das nach dem Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetzes (FstrPrivG) allgemein Mautpflichtig ist.
Ich hab zwar schon öfter von diesen Public-Private-Partnership Finanzierungsmodellen gehört, aber bisher noch keines in Natura erlebt. Bei diesen PPP werden notwendige Investitionen die sich eine Stadt oder ein Land nicht leisten kann, von Unternehmen der Privatwirtschaft übernommen, die dafür das Recht erhalten eine Nutzungsgebühr zu fordern.
Nun gut….ich halte ja nicht so viel von diesen PPP-Projekten…ich finde der Staat darf sich nicht aus seinen hoheitlichen Aufgaben (u.a. Wasser-/ Strom-/ÖPNV-/Straßen-Infrastruktur) herausmogeln….denn ein Unternehmen muss ja Gewinne machen, während der Staat sich um das Allgemeinwohl zu Gunsten aller Bürger kümmern muss…das widerspricht sich meines Erachtens.
Natürlich hab ich für die Rückfahrt mein Navi neu eingestellt und dabei Maut-Straßen für den PKW ausgeschlossen. Also einmal 2,10 EUR reichten für den Tag.
Okay – um den Tunnel zu umgehen musste ich einen Umweg durch die Stadt Lübeck fahren…dort hab ich dann noch einen gerade stattfindenden Flohmarkt besucht – das war ganz lustig.
Zum ersten Mal seit Wochen hab ich wirklich die innere Ruhe, genügend Energie und Lust auf einen Tagesausflug der mich mal wieder an einen neuen Ort führen wird.
Das Ziel: Noer an der Ostseeküste (im Kreis Rendsburg-Eckernförde)….dort gibt es ein Naturschutzgebiet das nennt sich „Bewaldete Düne bei Noer“
Das Naturschutzgebiet steht unter Schutz, da sich hier auf engstem Raum sämtliche Stadien der Dünenentwicklung von der Spülsaumzone bis zum Wald finden lassen. Das Gebiet ist Bestandteil des Europäischen ökologischen Netzes Natura 2000
Wikipedia
Allerdings werde ich erst Morgen früh fahren….für heute hab ich noch keine besonderen Pläne ….mal sehen was der heutige Tag so bringt.