Einmal Loben bitte

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schwuuups sind schon wieder 14 Tage herum…krass wie die Zeit bei mir momentan rennt.

Die Woche nach Pfingsten war richtig gut im Job…auch wenn mich ein paar Sonderaufgaben wieder mal so richtig auf Tab hielten. Der externe Investor in einer Firma wollte die Jahre 2023-2024 erklärt haben…was war diese Zahlung, was war jene Zahlung. Wie setzen sich die Erlöse zusammen…können wir beweisen, das die Erlöse richtig sind…wie wird das kontrolliert, wer kontrolliert und wie sind die internen Abläufe geregelt.

Das war in einer der beiden Gesellschaften, die ich erst im Februar 2025 übernommen habe …und die vorherige Controllerin in DK hatte keine Zeit dafür. Ich dagegen habe keinen Zugriff auf das alte dänische System…zum Glück konnte ich das Jahr 2024 anhand von Ordnern und Excel-Files und den Übernahmedaten im neuen System nachvollziehen und konnte alles haarklein aufschlüsseln und erläutern. Lob auch einmal an meine Kollegin in DK …sie hat die Daten alle richtig erfasst…nur eben nicht so dokumentiert, wie wir es eigentlich müssen….ich stand also eine ganze Weile am Scanner, um für jeden Monat des Jahres, alles einzeln nachzuweisen.

Für das Jahr 2023 hab ich die Kollegin in DK gedrängt mir wenigstens die „Roh-Daten“ zu liefern…immerhin hat sie – entgegen unserer Regeln – diese NICHT gescannt und archiviert. Da musste sie jetzt ran. Den Rest hab ich dann wieder erledigt, alles zusammen gestellt und wieder erklärt.

Für all diese Zusatzarbeiten habe ich von dem Investor ein schönes Lob und Dankeschön zurück bekommen…er lobt mich jetzt überall bei den Kollegen und Chefs für meine „herausragende Arbeit“…das ist natürlich auch schön und tut meinem Selbstbewusstsein mal wieder gut. Bin aber auch froh, das es jetzt erledigt ist.

Und ich muss mich auch mal selber loben: Meine „144-Challenge“ ging letzte Woche in den Endspurt…die letzten Rechnungen zogen sich, weil die IT noch ein paar Fehler im System ausmerzen, neue Kunden anlegen, bestehende Kunden anpassen und mir mitteilen musste das ich in einem Fall einfach mal in der „Saleorder“ einen bestimmten „Dropdown-Button“ anklicken sollte, um mein Feld „Drucker auswählen“ wieder zu finden…seufz….da war ich irgendwie zu blind das vorher zu sehen…aber letztlich kann ich sagen: Mission accomplished !

Letztlich sind aus den 144 Rechnungen aktuell 136 geworden und ich bin damit auf dem aktuellsten Stand und im nächsten Jahr wird das viel schneller gehen, weil nun immerhin für die 136 Gesellschaften die Vertragsdaten bereits im System angelegt sind. Also wieder ist ein großes Thema, welche durch die Migration auf die neue Software entstanden ist, bewältigt.

Und so konnte ich mich der nächsten Herausforderung stellen, endlich mal wieder für einen Quartalsabschluss „vor die Arbeit“ zu kommen und nicht weiter hinterher zu hinken. Und tatsächlich konnte ich bereits 6 Gesellschaften für den Konzernabschluss fertig hochladen.

Das war so früh, das der Leiter vom Konzern-Controlling vorsichtshalber nachfragte, ob ich tatsächlich schon alle Daten dafür verarbeitet habe. Juuup habe ich – ich habe sogar für jede dieser Gesellschaften eine Komplett-Abstimmung gemacht…weil ich sicher sein wollte, das nun tatsächlich alles auf den richtigen Konten verbucht ist.

Die nächsten 4 Konzern-Gesellschaften sind schon vorbereitet (also gebucht+abgestimmt, aber ich muss noch auf die letzten Kontoauszüge, Rechnungen und die Zinsberechnungen warten) und dann folgt noch der Teil der Windparks, der ebenfalls mit in den Konzern-Abschluss gehört…das sind bei mir aktuell 6 Gesellschaften. Mit den restlichen 10 Gesellschaften, kann ich mir dann etwas mehr Zeit lassen.

Die komplett-Abstimmung mache ich aktuell bei Allen, denn es gab da, seit der Umstellung, noch ein paar Unstimmigkeiten mit dem Verbuchen der Vorsteuer…das System reagiert manchmal seltsam und ich musste ein paar Korrekturen in den Buchungen vornehmen, um das wieder gerade zu ziehen. Erfahrung ist das, was man aus Fehlern lernt.

Mittlerweile weiß ich, das ich ein paar liebgewonnene, altbewährte Methoden bei der Erfassung von Buchungen, lieber nicht mehr machen, sie also „anders“ eingeben sollte, damit das System korrekt buchen kann. Einer dieser Grundsätze lautete bisher z.B. Wir buchen: Soll an Haben! Diese Zeiten sind mit dieser Software jetzt eindeutig vorbei.

Jaja ich kenne noch Zeiten, da wurden die Systeme an unsere Arbeit angepasst….heute müssen wir unsere Arbeitsweise an die Systeme anpassen. Aber die neue Methode schont auf jeden Fall meine Nerven und senkt die Fehlerquote beim Abstimmen der Umsatz-und Vorsteuer. Weniger Fehler = weniger Zeitaufwand. Ich muss mich bloss immer wieder daran erinnern, die Eingabe jetzt „anders“ zu machen.

Na egal…jetzt ist es einfach so. Na klar hab ich für diese Arbeitsweise mal wieder mehr gearbeitet, als ich eigentlich sollte…aber ich merke schon die Verbesserung, auch bei der Wochenarbeitszeit…ich mache schon nicht mehr so viele Überstunden und ich sehe inzwischen auch schon, das ich bald keine Überstunden mehr brauche oder zumindest rapide weniger….WENN alles mal so bleiben würde…was ich in dieser Firma aber noch nie erlebt habe …

Die  „144“-Challenge

(Achtung ! nur langweiliges Arbeitszeugs )

Montagvormittag wollte der Controller mit mir telefonieren, ich hatte es nicht gesehen und dann hatten wir auch schon eine Anwender-Online-Schulung für eines unserer Module in der neuen Software.

Wie immer war unser Fazit nach der Schulung komplett unterschiedlich: Ich konnte durch die Schulung mein Wissen festigen und letzte Unklarheiten beseitigen und der Controller meinte hinterher: er hätte es nicht gut gefunden und nichts für sich daraus mitnehmen können. Er könne so immer noch keine Debitoren-Rechnungen schreiben. Dabei ist das bereits die insgesamt 3.Schulung zu dem Thema und ich fühle mich gut geschult – stecke ich doch aktuell in meiner „144“-Rechnungs-Challenge .

Dabei steht die „144“ stellvertretend für alle Rechnungen, die ich einmal im Jahr, in einer einzelnen Gesellschaft erzeugen muss. Die Anzahl 144 ist dabei nicht mehr aktuell, es ist die Zahl vom Vorjahr – aber da sich gerade eine Menge hin-und her in den Gesellschaftsbeziehungen ändert, weiß ich die diesjährige Zahl noch nicht genau…ich bin mit dem Kontrollieren und Abarbeiten der Mails aus unserer Rechtsabteilung zu dem Thema, noch nicht fertig. Alle paar Tage kommen Neuigkeiten, denn auch die Rechtsabteilung muss einen Rückstand mit den Eintragungen im Handelsregister aufarbeiten und ich muss in den HR-Auszügen immer kontrollieren ob und wie es „meine“ Gesellschaft betrifft und ob und wie jeder entsprechende Vertrag angepasst wurde, ob welche komplett rausgefallen sind oder ganz Neue dazu kommen, die sich auf meine Rechnungsstellung auswirken.

144 ist also nur eine Art Platzhalter und soll signalisieren: es bleibt noch eine Menge Arbeit, für all diese Geschäftsbeziehungen in neuen System die „Vertragsdaten“ und „Verkaufsaufträge“ anzulegen, diese mit den individuellen Daten zu füllen und dann daraus Rechnungen zu generieren.

Die IT hat mir in der Schulung angeboten, zumindest das Anlegen der Aufträge über eine, mir nicht zugängliche, Funktion automatisiert zu übernehmen wenn ich eine Excel-Datei mit den notwendigen Daten zur Verfügung stelle. Nichts leichter als das, einzig meine seit Jahren bestehende Excel-Liste hilft mir dabei, nicht den Überblick zu verlieren.

Die ersten knappen 20 „Subscription Billing Schedules“ habe ich selber angelegt, daraus die „Sales Order“ generiert und daraus dann die Rechnungen erzeugt und cross-Company (auf beiden Seiten) verbucht. Wenn das erst einmal überall reibungslos funktioniert – dann ist das eine gute Sache.

Ich konnte somit innerhalb von ein paar Stunden auch gleich die Zahlungen bei den Rechnungs-empfangenen Gesellschaften, die ich betreue, auslösen. Das ist dann mal richtig effizient. Aber noch läuft nicht alles rund…es fehlen immer noch an einigen Stellen die richtigen Einstellungen im System.

Das Erzeugen von „echten“ Online-Rechnungen“ also die mit strukturiertem Datensatz im XML-Format, anstatt eines einfaches PDF (seit 2025 eine Pflicht – allerdings mit langen Übergangszeiten) klappt auch noch nicht überall reibungslos und es kommen immer noch Fehlermeldungen, die auch die IT nicht versteht.

Einen weitaus größeren Schwung von knapp über 100 Vertrags-Daten, habe ich dann in der Excel-Datei an die IT geschickt, werde aber erst nächste Woche eine Rückmeldung bekommen…die hatten gestern ein Teamevent und nun 2 Feiertage.

Die restlichen, aktuell noch unklaren, bzw. in Änderung befindlichen Gesellschaften mache ich dann bis Mitte Juni fertig….so das ich bis zum 30.06. hoffentlich ALLE Rechnungen für diese Gesellschaft fertig haben werde.

Challenge accepted

Chaos – gute Kollegin / überforderte Kollegin

(Achtung: nur langweiliges Arbeitszeugs!!)

Montag und Dienstag hab ich von Zuhause gearbeitet und hatte endlich einmal wieder so ein Gefühl von Normalität…das neue System wirkt nicht mehr ganz so neu und das Unverständnis für einige Prozesse weicht dem Gefühl: ich weiß was ich tun muss und wenn das nicht läuft, weiß ich, wie ich es auf anderem Wege erreichen kann….nicht schön – aber lösbar. Neue Abläufe festigen sich so langsam und werden zu Routinen.

Mein neues Laptop läuft immer noch nicht zu 100%,, wie es soll…aber einige Probleme habe ich tatsächlich selber lösen können (zum Glück hab ich immer noch ein gutes Gedächtnis und konnte mich erinnern, das ich das eine oder andere Problem schon einmal hatte und wie es gelöst wurde) und für das größte Problem hoffen die IT und ich auf kommenden Freitag, wenn ein anderer IT-Kollege wieder da ist.

Und seit dann Dienstagnachmittag noch eine systemseitige Lücke geschlossen wurde, bin ich mit dem Banken-und Zahlungsmodul inzwischen sehr zufrieden…es gibt nur noch EIN Bankportal, bei dem es noch nicht einwandfrei klappt. So fange Ich endlich an dem System zu vertrauen, weil die Prozesse tatsächlich funktionieren. Jetzt geht es ans „aufräumen“ – alles da,s was am Anfang nicht richtig lief, was wir nicht besser wussten und einfach „irgendwie“ gemacht haben, um voran zu kommen…all das muss jetzt überprüft und korrigiert werden.

Ich bin dabei in guter Gesellschaft…meine Lieblings-Kollegin aus DK hat nach Ihrer Elternzeit vor 2 Monaten wieder ihre „alten“ Gesellschaften von ihrer Vertretung zurück bekommen, so das wir jetzt wieder bei vielen Gesellschaften zusammen arbeiten.

Als ich sie auf ein großes Problem aufmerksam machte, meinte sie…jaaa da hat die Vertretung ein etwas größeres Chaos in ihren dänischen Firmen angerichtet…sie fängt gerade erst an mit dem Aufarbeiten. Da unsere Gesellschaften miteinander verbunden sind, sehe ich das Chaos tatsächlich bei jedem Zahllauf…weil ich für die dänischen Gesellschaften die Zahlungen über die entsprechende Deutsche Gesellschaft ausführen muss. Mit der Funktion der Cross-Company-Buchungen sehe ich somit, das alle Rechnungen aus 2024 immer noch als unbezahlt in ihrer Bilanz stehen, was nicht sein kann…da diese ALLE von mir bezahlt wurden, damals noch mit manueller Verbuchung auf beiden Seiten. Irgendwas mit der Verbuchung auf dänischer Seite hat bei der Vertretungs-Kollegin nicht funktioniert.

Die Lieblings-Kollegin aus DK und nunmehr junge Mutter, ist eine tolle Controllerin und wir haben schon ein paar Jahre super an einigen Firmen zusammen gearbeitet. So lernt sie das neue System ja auch gerade erst kennen und wir hangeln uns zusammen durch die Veränderungen…ich bin froh das sie wieder da ist.

Die „Vertretung“ geht nun selber Ende Mai in Mutterschutz und anschließend in Elternzeit. Bisher dachte ich, sie hat alles im Griff….aber durch die Übernahme einer Gesellschaft von ihr, die kein dänisches Pendant hat, und die komplett neu für mich ist, sehe ich, das sie hier bei der noch relativ neuen Gesellschaft nicht alles richtig durchdacht hat.

Und ich verstehe nun immer besser, warum ich gefragt wurde, diese rein deutsche Firma zu übernehmen. Sie hat versucht es sich einfach zu machen und nach fast 3 Jahren ist das nun ein heilloses Wirrwarr. Die Abrechnungen der letzten Jahre an die Landeigentümer können gar nicht stimmen….aber um das genau zu berechnen, muss ich erst einmal die Verträge nachlesen und dann mit der Teamleitung in DK klären, warum diese Art der Aufteilung gewählt wurde…es widerspricht allen Regeln, die ich im Laufe der Jahre gelernt habe. Warum ist das vorher Niemandem aufgefallen?

Und nun wollen die Landeigentümer Rechenschaft über ihre Abrechnungen für die letzten Jahre. Das Recht haben sie und meine Kollegen haben es sooo lange verschoben sich damit zu beschäftigen, bis sie es an mich übergeben haben.

Aber ich weiß gar nicht WIE ich das erklären soll….weil es nicht logisch und auch nicht korrekt ist. Na danke auch – ich werde wohl alle Jahre überprüfen und korrigieren müssen. Aber dazu brauche ich erst das GO aus der Zentrale. Das gibt noch einmal richtig Chaos, denn gleichzeitig gab es im April diesen Jahres vom Netzbetreiber korrigierte Abrechnungen für das Jahr 2023….grrrrrrr, wodurch ich nur durch Zufall drauf gestoßen bin.

Die Kollegin hat es nicht für nötig befunden mich darüber zu informieren, obwohl sie die korrigierten Abrechnungen erhalten hat. Sie hat NICHTS damit gemacht. Erst durch eine Mahnung habe ich über Recherche und viele Telefonate davon erfahren.

Jetzt habe ich mal wieder meinem Kopf beim Schreiben freien Lauf gelassen…und bin (wieder einmal) überrascht über das Ergebnis 😇. Eigentlich wollte ich nur kurz das Positive erwähnen und dann zu einem anderen Thema wechseln….hahaha.

Aber wenn die Gedanken so raussprudeln – dann müssen sie eben raus und aufgeschrieben werden.

wie betäubt…

…fühle ich mich seit Donnerstagnachmittag…gefolgt von einer körperlichen Erschöpfung, die mir vorher gar nicht bewusst war.

Wie schon vorher beschrieben, war Freitag endgültiger Abgabeschluss für die Quartalsabschlüsse, was auch bedeutet, das die Jahresabschlüsse (und damit die auf das neue System migrierten Daten aus dem Altsystem) ein gewisses Level an „fertig“ aufweisen mussten. Das eine bedingte also das Andere.

Und Donnerstagnachmittag hatte ich diesen Punkt erreicht.. Ich hatte zu dem Zeitpunkt 24 von 26 Firmen erfolgreich in unserem Konzern-Konsolidierungstool hochladen können. Bei den beiden noch Fehlenden, habe ich zwar von meiner Seite aus alles fertig, aber die Konzernabteilung muss da noch etwas Technisches anpassen. Das liegt aber außerhalb meines Zuständigkeitsbereichs.

Ich bin also fertig….und als ich nach 9 Arbeitsstunden (Pause bereits abgerechnet) dann Feierabend machte, fühlte es sich so an, als ob ich nur 1/2 Tag gearbeitet hätte.

Als der Adrenalinspiegel ganz langsam abnahm, kam diese große körperliche Müdigkeit und eine Art großer seelischer Leere, ich konnte mich nicht wirklich freuen (warte immer noch auf eine Art „Knall“), konnte es noch nicht begreifen, das es tatsächlich geschafft ist. Ich habe mich im Wohnzimmer auf den Boden gesetzt und in mich hineingehorcht…und im Kopf fühlte ich mich leer und benommen…eben wie betäubt.

Endlich – nach diesen vielen Monaten mit gefühlt hunderten von kleinen und größeren Tiefs und Katastrophen…mit jeder Menge Wut über die grottenschlechte Vorbereitung und und teilweise aufkommender Verzweiflung, wegen der noch schlechteren Umsetzung bei einer so umfassenden Transformation, ist es jetzt geschafft. Die meisten Probleme waren tatsächlich haugeemacht…hätten also mit einer vernünftigen Planung und einer besseren zeitlichen Vorgabe vermieden oder zumindest gemildert werden können.

Na klar läuft immer noch nicht alles rund im neuen System und es sind auch immer noch nicht ALLE Daten im neuen System…ein Rest von ca. 10% muss ich noch nacharbeiten, …aber dazu habe ich nun wieder mehr Zeit.

Immerhin hatte ich in diesen letzten Wochen beim Abarbeiten der Abschüsse teilweise massiv Informationen eingefordert, bin gerade den Verantwortlichen in DK auf die Nerven gefallen und habe verlangt, das man uns endlich mal mitteilt, was in den neuen Systemen, von uns verlangt wird…WAS sollen wir Wie machen. Bis zum Schluß kamen solche Anweisungen eher zögerlich und teilweise auch unvollständig…aber nach und nach ergab sich dann ein Bild. Führung wirklich einzufordern ist heikel und macht mir echt keinen Spaß.

Einer meiner größten Vorteile ist, das ich immer einen guten bis sehr guten Draht zur IT habe….die Kollegen dort sind mir immer wohlgesonnen und sie erklären auch gerne mal etwas ausführlicher…weil ich interessiert nachfrage. Dadurch habe ich immer ein bisschen mehr Wissen über das neue System, als so manch Anderer und kann mich schneller darin zurecht finden.

Wie auch jetzt wieder, hab ich tatsächlich einige Möglichkeiten des Systems ausgelotet, die mir langfristig das Leben ein wenig einfacher machen werden…und ich hoffe da auch noch auf einiges mehr. Aber dazu brauche ich etwas mehr Zeit.

Freitag fühle es sich auch immer noch unwirklich an und die körperliche Erschöpfung hatte da auch noch nicht nachgelassen…deshalb hab ich tatsächlich nur 1/2 Tag gearbeitet….hahahah.

Heute nun geht es mir körperlich wieder besser…aber ich glaube meine Seele braucht noch eine Weile um aus dem Krisenmodus ganz herauszukommen….ich hoffe meine Unbeschwertheit kommt dann auch bald zurück.

Aber die nächsten Wolken am Arbeitshorizont sind schon in Sicht….aber darüber denke ich jetzt nicht weiter nach. Eines nach dem Anderen…mehr geht nicht…jetzt genieße ich das Wochenende ….

Showdown in Sicht

ACHTUNG – nur langweiliges Arbeitszeugs !!! –

Seit Oktober letzten Jahres, also seit sage und schreibe 6 Monaten, arbeiten wir auf diesen Moment hin. Der große Schowdown ist damit endlich in Sicht….und der findet in der kommenden Woche statt, bzw. in den nächsten 1,5 Wochen. Denn es ist nicht ein einzelner Tag, sondern eine Zeitspanne und wenn ich einen Tag festlegen müsste, dann ist es der 15.04.2025.

Was bei dem großen Showdown passiert? Also eigentlich nicht etwas wirklich Großes…und es empfindet, außer Mir, auch keiner diesen Moment als einen tatsächlichen Showdown.

Der hausgemachte Dreiecks-Stress in unserem Konzern läuft auf seinen Höhepunkt zu. Bestehend aus den normalen Änderungen der vielen Jahresabschlüsse 2024, der Daten-Migration für alle meine Gesellschaften auf das neue System UND dem 1.Quartalsabschluss 2025 für viele dieser Gesellschaften. Eines geht ohne das andere nicht.

Denn die Jahresabschlüsse müssen erst einmal noch im Alt-System geändert werden.

Diese Änderungen müssen wir dann im neuen System für jede Einzelgesellschaft nachholen (weil bereits die vorläufigen Daten auf das neue System übertragen wurden).

Und im neuen System müssen wir diese nachgeholten Daten aber auf Konzernebene wieder eliminieren

Und dann erst können wir auf Einzelgesellschafts-Ebene die Quartalsabschlüsse im neuen System erzeugen und müssen diese dann noch zusätzlich in ein Konsolidierung-Tool hochladen…dort kann es aber nur „ready“ gesetzt werden, wenn alle Querverbindungen zu den anderen Konzerngesellschaften stimmen.

Das sind gleich mehrere Probleme auf einmal.

Immerhin ist das ein komplett neues System und da passen so gar keine Buchungs-oder Prüfroutinen mehr…also ALLES ist neu und die Reports laufen auch nicht stabil…und ich muss mir alles zusammen suchen….das hat eine Weile gedauert, aber so langsam finde ich neue Routinen, finde entsprechende Reports…frage bei Kollegen, frage bei den Teamleitern wie macht ihr das, welcher Report macht Sinn= bekomme nur wenig Hilfreiches an die Hand und suche selber durch das System.

So langsam finde ich mich zurecht…aber das ist natürlich noch alles gaaaaanz langsam…jede Buchung wird zur Herausforderung, weil ich immer noch nach den entsprechenden Konten suchen muss, vor allem die nicht so oft Genutzten…ich habe also ständig mehrere Excel-Tabellen als Hilfsdateien geöffnet: das Kontenmapping auf die neuen Konten, die neuen Steuerschlüssel, das Handling zu einzelnen Reports, jeden Tag lerne ich Neues und finde meine Fehler aus den ersten Tagen.

Ohne klare Anleitungen macht man erst einmal das, was man für logisch hält…doch nun erkenne ich wo meine eigene Logik nicht mit dem System übereinstimmt… blöd – aber nicht zu ändern…aber jetzt mit den ersten Erfahrungen aus Fehlern, kann ich sie beim nächsten Mal vermeiden. Korrigieren muss ich sie trotzdem und auch das kostet Zeit.

Aber wie gesagt…so langsam verdichtet es sich.

Nach einiger Verzweiflung Ende letzter Woche, weil die Daten in den Reports so GAR NICHT stimmten und natürlich dachte ich, es liegt an mir…machte sich dann kurzfristig riesige Freude in mir breit…weil das Problem nicht bei mir lag, sondern es gab Fehler im System – aber gesagt hat uns das Niemand.

Dann der Moment in dem ich die ersten Reports hochladen und auf „ready“ setzen konnte. Was für ein Höhenflug – zumindest für ein paar Stunden. Aber das waren ja „nur“ die kleinen und leichten Firmen.

Schon ging es wieder ins Tal der Verzweiflung, denn noch sind ja nicht alle Firmen komplett migriert und wir haben zwischen DE und DK ein neues Zinsproblem, dessen Lösungssuche von allen Beteiligten auf „NACH dem Quartalsreporting“ verschoben wurden…und auch zeitlich hab ich es noch nicht geschafft in allen Gesellschaften die Anpassungsbuchungen im neuen System nachzuholen…auch hier die Anweisung…mach das erst „NACH dem Quartalsreporting“.

Das führt jetzt aber dazu, das ich einige der Gesellschaften eben nicht ready setzen kann…für eines der Probleme habe ich mich schon mit dem Konzernkontrolling in der Zentrale ausgetauscht…die machen das glatt…das rettet die nächsten 3 Gesellschaften, die muss ich nämlich MORGEN fertig haben. So komme ich insgesamt schon auf 11 abgeschlossene Gesellschaften (das sind die, die ich komplett alleine bearbeite).

Damit bleiben mir noch weitere 6 die ich möglichst bis spätestens Mitte nächste Woche fertig haben sollte….und hier wird es jetzt richtig schräg, weil hier jetzt noch die 2.Controller aus DK mit arbeiten. Denn jeder Windpark mit dänischen Investoren besteht aus einer deutschen und einer dänischen Gesellschaft und bisher haben die DK Controller am Ende beide Gesellschaften zu einer zusammengeführt. Das geht jetzt im neuen System nicht mehr…jetzt müssen beide Gesellschaften getrennt hochgeladen werden….aber die Anpassungen zwischen DK und DE müssen trotzdem gemacht werden und wir müssen uns abstimmen.

Seit sage und schreibe 4 Wochen frage ich danach, WIE soll das laufen…wer macht wann, was? Auf alles wird geantwortet, aber nicht darauf…GESTERN !! Samstagmorgen habe ich endlich eine klare Anweisung bekommen, aber erst nachdem ich eine Mail mit einer Art Multiple Choice – Fragebogen an die beiden Teamleiter gesendet habe. Sie brauchten dann nur noch sagen welche der Lösungen die Gewünschte ist hahahahha …es hat gewirkt – nun weiß ich es…

Und bin prompt beim testweisen Erzeugen im Reportingtool auf einen Fehler gestoßen, an den so sicher noch keiner gedacht hat…und so wird aus „Gut gedacht“ ein „schlecht gemacht“….auf die Lösung bin ich dann mal gespannt….hahahahaa. Wirke ich leicht hysterisch? Jaa….ich fühle mich gerade so.

Der „gewollte Bruch“ das beide Abschreibungsebenen nur in EINER Gesellschaft stattfinden (natürlich in meiner), führt nun dazu, das im Reportingtool die Prüfroutinen auf einen Fehler laufen. Nach deutschen Recht ist die Abschreibung bereits erledigt (16 Jahre Nutzungsdauer)…nach dänischem Recht läuft die Abschreibung aber noch (30 Jahre Nutzungsdauer).

Das Reportingtool sagt mir nun aber…ich kann keine Abschreibung mehr haben, wenn meine Anlage bereits abgeschrieben ist. Tja – dumm gelaufen. Hier vermischen sich jetzt die 3 Ebenen: Deutsche Einzelgesellschaft, Dänische Einzelgesellschaft, Dänische Konzerngesellschaft.

Trotz all dem hausgemachten Abschluss-Orgien-Stress darf man aber nicht außer Acht lassen, das es ja noch das normale Tagesgeschäft gibt…Lieferanten möchten ihr Geld, Kunden ihre Rechnungen, Landeigentümer ihre Abrechnungen, das Finanzamt möchte die UST-Voranmeldungen, das Statistische Bundesamt die monatlichen Pflicht-Statistiken, Kollegen möchten Unterstützung im Rechnungsprogramm. Kollegen aus der Zentrale möchten alles mögliche an Auskünften und Unterlagen, Banken möchte die fertigen Jahresabschlüsse (fertig? JETZT hahaha), Wirtschaftsprüfer möchten Rückmeldungen und Unterschriften von Gesellschaftern….usw. usw.

Ich möchte auch etwas…ich möchte mich jetzt bis zum 15.April aufrecht halten…dann begrüße ich noch meinen neuen deutschen Teamleiter, mit dem ich (vorläufig !) mein Büro werde teilen müssen und dann bin ich ab 17.April erst einmal für 1 ganze Woche in Urlaub.

Danach werde ich meine Arbeitszeiten drastisch reduzieren, also wieder normalisieren…weg von dem ganzen Chaos und Stress und dem Dauerarbeiten….das ist mein Ziel….also noch gute 1,5 Wochen…dann ist der Höhepunkt erreicht und überschritten…dann wird hoffentlich alles gut – naja – zumindest aber besser. Besser als das letzte 1/2 Jahr.

Spagat zwischen den Welten

Hallo und guten Morgen…die letzten 14Tage habe ich gar nichts geschrieben und nur wenig gelesen. Mir blieb einfach keine Kraft und Zeit und es fehlte mir die Ruhe dazu.

Das dänische Migrations-Team kam am 14.01. bei uns in Hamburg an. Die 3 Kollegen sollten uns bei der Übernahme der Daten vom alten Buchhaltungssystem auf das Neue unterstützen. Wir drei Buchhalter saßen also im Kick-Off-meeting voller Tatendrang und das erste was der Kollege sagte war: also wenn Ihr Fragen habt, dann fragt…..und das sagte er gleich mehrmals. und dann sagte er gar nichts mehr.

Fragen?? Moment einmal – soweit sind wir doch noch gar nicht. Denn wir wissen ja NICHTS. Ich habe also interveniert: IHR müsst UNS doch sagen, wie weit Ihr mit dem Konten-Mapping sein, was Ihr schon wie vorbereitet habt, was schon läuft und dann müsst Ihr uns sagen, was WIR jetzt machen sollen. Wo können wir schon Daten verifizieren, was können wir tun. Bitte fangt nicht mittendrin an, sondern redet mit uns.

Naja dann kam so ganz langsam raus…jaaa die Vorbereitungen für die Datenübernahme sind noch gar nicht alle geschaffen…vieles ist noch nicht fertig….soll aber heute, morgen oder demnächst laufen. Kleiner Spoiler: 14 Tage später läuft vieles immer noch nicht. Und ich rede nicht vom Arbeiten im neuen System, sondern nur von der Datenübernahme.

Es war genau so, wie ich es befürchtet hatte…letztlich haben wir zwar schon bei einigen Gesellschaften Bankdaten im System, bei den meisten jedoch nicht. Bei einigen gibt es schon Offene Postendaten für Debitoren und Kreditoren, bei einigen jedoch nicht. Bilanzwerte gibt es auch noch nicht, vom Anlagevermögen ganz zu schweigen und ach ja das Sachkonten-Mapping gibt es ….na ratet mal: Genau auch noch nicht in „fertig“.

Die Power-App läuft auch noch nicht (der Hersteller musste nach mehr als einem Jahr noch einmal ganz von Vorne anfangen zu programmieren, weil das Ergebnis inakzeptabel war…na gute Nacht) – dafür gibt es neue Excellisten, die man ausfüllen muss, wenn man einen neuen Lieferanten anlegen muss, um dann mehrere Tage zu warten, bis diese von einem ITler angelegt werden…und wenn ich einen neuen Kunden habe, muss ich das Change-Team anschreiben….Welches ich aber ab sofort (also nach den 14 Tagen) nicht mehr direkt anschreiben darf, sondern über das reguläre Ticket-Modul – mal sehen wie lange ich dann warten muss).

Unser Startschuss war also kein „Schuss“ eher ein kleines Plöpp, aber die dänische Kollegin, die schon die Controller in DK durch die Umstellung begleitet hat, ist wirklich Gold wert.

Sie war auch die Einzige, die tatsächlich die 2 Wochen bei uns blieb und die dann alles gemanagt hat…sie wusste immer was zu tun ist, wen wir fragen konnten und die mit ihrer ruhigen und freundlichen Art immer Lösungen gefunden hat…aber auch sie konnte keine Wunder vollbringen…immerhin hat auch sie nur einen Kopf und 2 Hände und musste ihre Aufmerksamkeit auch auf die polnischen Kollegen, die ja zeitgleich migriert werden, richten. Aber für uns war sie hauptsächlich da und das war auch notwendig und gut ist, sie spricht gutes Deutsch…was vor allem für Kollegin Katrin eine große Hilfe war.

Sie und Katrin haben sich durch hunderte G+V-Sachkonten gequält und das Konten-Mapping übernommen…diesen Schritt hatte die dänische Kollegin bereits Mitte letzten Jahres angefangen und dann aber aus den Augen verloren…das war natürlich nicht schön für uns…aber ich kann es ja sogar verstehen. Auch in der Zentrale gab es sehr viele Probleme und dort sitzen eben ca. 30 Controller…nicht 3, wie bei uns. Da lagen die Prioritäten ganz klar woanders.

Sooo ich kann jetzt zumindest im neuen System Kontoauszüge bearbeiten…wenn sie denn schon automatisch eingespielt werden. Wo das noch nicht funktioniert muss ich diese eben manuell buchen…okay das klappt. Ich kann schon Zahlungen machen, also dort, wo es mit den Banken funktioniert. Wenn es nicht geht, dann machen wir es eben wie bisher – direkt in den Online-Banking-Portalen.

Lieferantenrechnungen laufen jetzt auch schon ganz okay…auch wenn noch nicht alle Konten funktionieren. Hier ist für mich die größte Veränderung, das ich nicht mehr selber vorkontiere, sondern das ein Team in DK macht….und ja es funktioniert bei Standard-Rechnungen ….aber ansonsten kommen das lustige Dinge bei raus – auch das wie befürchtet.

Aber gut…ich arrangiere mich mit allem….vor allem, da ich ja nach den erfolgreich abgegebenen Quartalsabschlüssen, jetzt an den endgültigen Jahresabschlüssen 2024 arbeite…natürlich noch im alten System.

Nur, das man uns ja gleichzeitig auch unser bisheriges Archivierungs-System genommen hat, wo wir vieles automatisieren konnten…und wir jetzt ein komplett neues System lernen müssen – wo noch gar nichts automatisiert werden kann – und das wir uns „mal eben selber anhand von Tutorials beibringen sollten“…noch so nebenbei.

Da hab ich in einem Meeting mit allen Mitarbeitern aber meine Stimme erhoben und darum gebeten doch eine Online-Schulung zu bekommen, mir fehlt einfach die Zeit mich stundenlang durch Tutorials zu wühlen, nur um eine Datei wieder zu finden…und ich war nicht die Einzige die das so sieht und prompt bekamen wir sogar 2 Schulungen innerhalb der letzten 14 Tage. Na hoppla – geht doch.

Einmal wie man Dateien wieder findet (es ist chaotisch) und einmal wie wir selber Daten speichern können (man vergibt dabei keine Dateinamen mehr…sondern es wird nur über „Keywords“ geregelt, die man nicht einmal frei wählen kann…was es doch sehr einschränkt und mehr als unübersichtlich ist).

Natürlich ist das alles zusammen, viel zu viel und in der regulären Arbeitszeit nicht zu schaffen…aber ich versuche weiterhin ruhig zu bleiben – und es klappt sogar ganz gut damit…aber natürlich spüre ich den Druck schon und schlafe wieder schlechter….aber irgendwie geht es mir doch besser, als gedacht…weil ich mich nicht mehr verrückt mache.

Ich ziehe mich auf der Arbeit in mein Büro zurück…bin nicht mehr für alle Gespräche und Motzereien von Kollegen offen, lasse ein Telefonanruf von Kollegen auch schon mal ins Leere laufen wenn es so gar nicht hinein passt (können wir ja eine Mail schreiben) und konzentriere mich sehr stark immer auf die nächste Aufgabe…und dann auf die Nächste.

Und wenn mir danach ist, weil ich mal eine Pause brauche oder ich merke das meine liebsten Kollegen redebedarf haben…dann nehme ich mir die Zeit dafür…weil auch mir das auch gut tut.

Es nutzt ja nichts hektisch zu werden weil viele unterschiedliche Aufgaben gleichzeitig fertig sein sollen…das geht eben nicht. Ich habe wirklich dazu gelernt…aber ich bin froh, wenn ich in 1-2 Wochen endlich alle 27 Jahresabschlüsse auf den Weg gebracht habe….dann kann ich mich auch auf unsere neuen Programme konzentrieren.

Aktuell ist es ein ständiger Spagat zwischen der alten und neuen IT-Welt und zwischen Resignation und Hoffnung das alles doch noch gut wird.

Und Montag fahren wir jetzt für 1 Woche in die Zentrale…..na mal sehen ob uns das viel weiter hilft

Verschiebung? – ausgeschlossen, nicht verhandelbar

Mit insgesamt 5 Personen rückten die Kollegen aus der Firmenzentrale Dienstag an, um mit uns die sogenannten End-to-End-Tests durchzuführen. Davon waren 2 Personen allerdings Externe – die gehörten zu der Softwarefirma aus DK, von der wir das Programm erworben haben.

Wir hatten vereinbart, das die 5 sich in unserem großen Meetingraum niederlassen und wir 3 Controller die Tests in unseren eigenen Büros durchführen. Büros und Meetingraum liegen dicht beieinander.

Wenn man mal von einer normalen Firma ausgeht, bedeuten End-to-End-Tests, das wir auf einem FERTIG vorbereiteten Testsystems mit einigen unser eigenen Firmen, die dort als Testfirma eingerichtet wurden, alle unsere Prozesse testen, um zu sehen ob wir als End-Nutzer auch alles abbilden können, was wir benötigen.

Soweit so normal…nur bei uns ist gar nichts normal. Das Testsystem war nicht mal ansatzweise auf solche Tests vorbereitet. Fast JEDE Aktion unsererseits, führte zu einem Fehler, weil etwas nicht oder nicht richtig eingestellt war. Wir hatten im Vorfeld auch keine Unterlagen bekommen, um zu sehen, ob die von er Zentrale aus eingestellten Restriktionen mit unserer Buchungswirklichkeit kompatibel sind. Waren sie natürlich nicht…und manches kam wirklich nur durch Zufall zu tage.

Ich habe mich müheselig durch Listen gewühlt um zu sehen welche Waren-/Servicenummern für welche Art von Firma genutzt werden dürfen, wenn sie bestimmte Leistungen an andere Firmen berechnen müssen und auf welche Sachkonten das dann verbucht wird. Einfacher wäre gewesen, man hätte uns im Vorfeld gefragt: was berechnet ihr eigentlich bei welcher Gesellschaft an wen. Aber so eine vorausschauende Vorbereitung kann man scheinbar nicht bei uns erwarten.

Die Leute waren nett und wir hatten echt lustige und wirklich nette Tage mit ALLEN. Aber das war ja nicht der Sinn…und das wir am Ende hinter den meisten Anforderungen der Tests ein: „erfolgreich absolviert“ gesetzt haben und nur wenige als „mit Fehlern beendet“, entspricht eigentlich nur der halben Wahrheit. Den die erfolgreich absolvierten Tests waren nur deshalb erfolgreich, weil ständig im Hintergrund noch etwas angepasst wurde oder auf eine Liste gesetzt wurde, damit das später noch geändert wird.

Ich habe meine Bedenken zu dieser Art von „erfolgreich absolviert“ auch laut mitgeteilt und auch später der Dänischen Finanzchefin und dem Teamleiter aus DK, die uns gefragt haben, wie es denn läuft noch einmal laut gesagt. Beide haben das aber nicht gelten lassen….und meinten ob es für den Start der Umstellung als kritisch anzusehen ist oder nicht…naja, für den Start ist es nicht kritisch, aber Arbeiten können wir so trotzdem nicht.

Meine Kollegen sind zwar derselben Meinung wie ich, haben sich aber bei dem Thema rausgehalten und nichts gesagt. Erst nach dem Gespräch am Freitag meinten sie: gut das Du es gesagt hast. Ja danke – aber warum habt ihr mich nicht unterstützt. Ihr hättet wenigstens mit Nicken meine Aussage bekräftigen können. So ist sie einfach verhallt.

Wenn ich auf den Kalender schaue wird mir inzwischen schlecht….heute in 4 Wochen ist quasi das Jahr vorbei…dann ist Weihnachten und damit 90 % aller Mitarbeiter im Urlaub. Bis dahin kommen noch END-END-Tests. und wir müssen noch weitere Listen für die Umstellung ausfüllen, und die laufenden Arbeit muss auch gemacht werden und die Vorbereitungen auf die Jahresabschlüsse und und und… ich habe immer noch 10 Urlaubstage für dieses Jahr.

Dabei hieß es vorher, wenn wir diese End-to-End-Tests fertig haben, dann sind wir vorbereitet…ich könnte fast hysterisch auflachen…guter Witz. Eine Verschiebung der Umstellung ist ausgeschlossen – nicht verhandelbar.

noch mehr Änderungen angekündigt

noch mehr Änderungen angekündigt

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)

Diese Woche war sowieso schon herausfordernd, um ALLE 1/2-Jahres-Abschlüsse bis zum 05.07. fertig zu bekommen. Da hätte es die weiteren Neuigkeiten gar nicht bedurft, um mich aus der Spur zu bringen.

Also erst einmal: na klar hab ich die Deadline geschafft….dafür habe ich ja wochenlang vorgearbeitet und mich in dieser Woche auch für 4 Tage ins HO zurückgezogen. Trotzdem war es zum Schluss dann doch extrem unruhig, weil auf einmal soviel unerwartete Anfragen bei mir ankamen…aber ich hab die Arbeiten priorisiert und bin meinem Ordnungsprinzip : „vom Eiligsten zum Wichtigsten“ gefolgt und es hat funktioniert und ich war Freitagnachmittag stolz und froh, das es doch so gut geklappt hat – trotz der Unruhe.

Und dann kamen in der Woche noch die nächsten Änderungen: zum 1.Juli wurde unser Online-Rechnungs-Freigabeprozess auf eine komplett neue Freigabe-Matrix umgestellt …das wurde uns 2 Tage vorher in einer kurzen Online-Präsentation mitgeteilt und kurz erläutert. Mehr nicht.

Die Umstellung gilt für den gesamten Konzern, ALLE gleichzeitig und das mitten in der stressigsten Woche. Die Anfragen der Kollegen, kommen jetzt natürlich bei mir an, weil eben einiges anders läuft. Ich hatte zwar eine Rundmail geschrieben und auf die Änderungen hingewiesen, wusste aber ja selber nur wenig über das ,was uns jetzt im Hintergrund das Denken abnehmen soll…noch so etwas wo wir Controller und auch alle Anderen nicht mehr denken sollen…einfach alles so lassen….immerhin ist es Voreingestellt.

Aber manches ist eben nicht logisch und manches sogar faktisch falsch. Aber das soll angeblich genau so gewollt sein. Aber unser Konzern hat eben an manchen Stellen keine klaren und eindeutigen Strukturen und das führt bei dieser eindimensionalen Logik nun einmal nicht zum eigentlich anvisierten logischem Ergebnis.

Denn schon nach den ersten Minuten der Präsentation war klar, das kann für mich gar nicht funktionieren…und ich habe gefragt, ob es für Controller die wie ich unterschiedliche Typen von Gesellschaften betreuen, eine gesonderte Lösung gibt, da diese sehr eindimensionale Vorgehensweise bei mir zu Fehlern führen würde…doch der Kollege meinte das würde sich dann finden….wir gehen jetzt live und schauen was passiert.

Natürlich kam es wie es kommen musste..es funktionierte bei mir so eben nicht und seine anvisierte Lösung auch nicht…aber immerhin hab ich jetzt eine manuelle Zwischenlösung genannt bekommen und der Kollege aus der Zentrale klärt das mit dem Software-Hersteller.

Es ist schon erstaunlich, das erlebe ich jetzt bereits seit 4 Jahren: Anstatt die Software an unsere Bedürfnisse anzupassen, sollen wir unsere Arbeitsweise (und die der Lieferanten und Kunden auch) eben an das IT-System Anpassen. Das finde ich vermessen.

Die nächste Neuerung war dann, das unser Archivierungssystem bereits zum 31.12.2024 abgeschaltet wird und das Neue funktioniert eben nicht mehr mit Ordnern und Unterordner…sondern „anders“. Echt jetzt? Am Ende des Jahres, wenn wir (falls sich nichts ändert) auch auf das neue ERP-System umstellen sollen UND im Jahresabschluss stecken werden….super – ich freue mich….immerhin ist das ein von uns täglich genutztes Tool auf dem unsere wichtigsten Arbeitsdateien liegen.

Den Knaller hat dann mein jetziger Vorgesetzter (noch sage ich nicht Chef…das Attribut muss er sich erst noch verdienen ) gebracht. Als GF hatte er das endgültige Recht zu entscheiden, wer denn nun von den Bewerbern als Drittes Teammitglied zum Controller und mir kommen soll: und hat uns einfach mal, kurzerhand ZWEI davon als „total tolle Buchhalter“ für unser Team ausgesucht.

Ohne mit uns vorher darüber zu sprechen werden es jetzt also 2 und nicht 1..und nicht etwa, weil er uns etwas Gutes tun wollte…nein, weil er mit einer der dänischen Controller-Kollegin so seine Probleme hat…und nicht das er das mit der Teamleiterin der Kollegin oder dem Abteilungsleiter vor Ort vorher geklärt hätte…NEIN er hat sich entschieden diese eine spezielle Gesellschaft von der Kollegin von DK weg zu nehmen und nach DE zu holen und geht gleich bis ganz oben in der Hierarchie, um eine weitere Stelle genehmigt zu bekommen und es hat wohl mittels eines Telefonats kurzfristig gefruchtet und Beide sollten am 01.08. anfangen und der Controller geht im August noch für 2 Wochen in Urlaub. Okay inzwischen fängt einer jetzt zum Glück erst am 01.09. an.

So – das hat gesessen!

Wir sollen also mitten in der Umstellung auf ein neues ERP-System, eine Gesellschaft aus einem alten Sytstem in DK in ein noch älteres System in DE übernehmen (dabei müssen alle Konten neu definiert und umgestellt und die Gesellschaft manuell eingerichtet werden…um dann gleichzeitig diese Gesellschaft aus unserem Uralt-System für die Übertragung in das neue System vorzubereiten, welches Wiederum einen ganz anderen Kontenplan hat. DAS macht mich sprachlos und auch wütend.

Es ist jetzt echt nicht der richtige Zeitpunkt für so einen Wechsel…Vor allem weil der neue Kollege, ja auch erst einmal das Geschäftsmodell und unsere bisherigen Anforderungen verstehen und lernen muss…und soll dann gleich eine bisher komplett in dänisch geführte Fima übernehmen. Unsere deutschen Gesellschaften führen wir in Deutsch und Englisch…aber wenn eine Firma komplett von der Zentrale ausgeführt wird, wird alles komplett in Dänisch gemacht.

Außerdem reicht ja eine Firma dieser Größe gar nicht aus, um den Arbeitstag auszufüllen…und der wird dann auch noch zu mir ins Büro kommen…na ok – damit hab ich mich ja schon letzte Woche beschäftigt…das ist okay. Geklärt war mit dem Controller vorher das ich ein paar meiner Gesellschaften an den 3. Controller abgebe, sobald dieser eingearbeitet ist, damit wir als 3er Team uns auch gegenseitig vertreten können…nun müssen wir neu denken.

Ich bin mir noch nicht sicher ob mir diese Änderungen alle gefallen….und ich habe beschlossen zumindest schon mal meine Bewerbungsunterlagen auf einen neuen Stand zu bringen…das hab ich auch bereits erledigt..es fehlt nur noch ein neues Foto.

Ich brauche jetzt erst einmal den Urlaub und dann schaue ich, wie es weiter geht…ob ich mich mit all dem anfreunden kann oder ob ich mich doch mal auf dem aktuellen Arbeitsmarkt umschaue….ich weiß es noch nicht…denn eigentlich mag ich meine Arbeit…und zwar genau so, wie sie jetzt ist….nur das drumherum ist echt nervig geworden.

Kleiner Ausblick: neue Woche / neue Schuhe

Da ist es schon wieder – das Wochenende.

Die restliche Woche, seit Pfingstmontag, war so richtig gut….ruhig und geordnet und ich hab super viel geschafft. Ich selbst bin auch ruhig und kann somit entspannt ins Wochenende gehen.

Ab Montag wird es dann spannend werden, der Controller und ich bekommen Besuch aus der Zentrale, um uns 2 Tage lang das neue ERP-System vorstellen zu lassen. D.h. wir bekommen dann auch Gelegenheit unsere landesspezifischen oder auch gesellschaftsspezifischen Besonderheiten zu erläutern, damit diese in das Customizing der neuen Software, vor der Datenübernahme unserer Gesellschaften, mit einfließen können. Na da bin ich ja wirklich gespannt, ob wir da überhaupt noch Einfluss nehmen können.

Das heißt aber auch, das wir 2 volle Tage keine Zeit haben werden, unsere normale Arbeit zu machen…deshalb war es sinnvoll bestmöglich vorzuarbeiten…das ist mir gut geglückt.

Ich war in dieser Woche weniger walken, als ich eigentlich wollte, was nicht am schlechten Wetter lag – oder irgendwie schon – aber eigenlich liegt es an meinen neuen Wanderschuhen.

Da es ja meine bisherigen Schuhe schon wieder nicht mehr zu kaufen gab und ich auch keine mehr in Reserve hatte, hab ich mich für ein ähnliches Paar entschieden und hab mir damit in sehr kurzer Zeit massive Blasen gelaufen, so das ich mehrere Tage keine festen Schuhe tragen konnte.

Und bei dem Regen mit offenen Schuhen zu walken, war jetzt für mich keine Option. Also hab ich mit Blasenpflaster versucht andere Schuhe zu nehmen und konnte mich nur schmerzhaft zu kurzen Runden aufraffen. Also – so geht das nicht…ich brauche eine Lösung.

Während ich also spät am Abend im Bett lag und zum xten-Mal darüber nachdachte, was ich jetzt wegen der Schuhe mache…bin ich auf den Online-Shop des Schuhhändlers gegangen und habe doch noch einmal nach „meinen“ Schuhen gesucht…und siehe da….zumindest Online gibt es sie noch (oder wieder) .

Tatsächlich gab es sie sogar in meiner Größe = hab sofort – immer noch im Bett liegend – gleich 3 Paar bestellt. Die sind echt nicht teuer, unter 50 EUR das Paar….und beim Bestellen hab ich gesehen, das ich die 2021 das letzte Mal online bestellt hatte. Danach waren die ausverkauft und waren ein Jahr später wieder in den Filialen zu kaufen, wo ich dann nochmals ein Paar gekauft hatte.

Jetzt warte ich also auf die Lieferung und hoffe, das der Hersteller nichts an dem Schuh geändert hat….und wenn das der Fall ist und die genauso sitzen, wie die vorherigen, werde ich mir noch ein paar auf Lager legen.

Es ist echt krass – im Laufe der Jahre hab ich sehr viele Schuhe ausprobiert, aber bei keinem festen Schuh – egal ob Marke und teuer oder No-Name und billig konnte ich bisher ein solch gutes Tragegefühl erreichen, wie mit diesem einem Trekkingschuh…okay auch hierbei muss ich manchmal auf andere Einlagen zurückgreifen….hab unterschiedliche Modelle in Gebrauch.

Ich habe echt viel Geld für viele unterschiedliche Trekkingschuhe rausgehauen, aber immer hat sich nach sehr kurzer Zeit mein Problemfuß unangenehm meldet. Bei einem sehr teuren Modell habe ich mich wochenlang gequält, sie immer wieder getragen und trotzdem ging es nicht…ich habe dazu die verschiedensten Einlagen für die Schuhe ausprobiert, aber auch damit ging es nicht…mein Fuß konnte sich nicht damit anfreunden, mehr als ein paar Minuten schmerzfreies Laufen gingen einfach nicht.

Warum ausgerechnet dieses eine Modell, das wirklich nicht sonderlich hochwertig ist, funktioniert, ist mir ein Rätsel…aber letztlich ist es meine Rettung, sonst könnte ich meine Walkingrunden überhaupt nicht laufen…und viele Unternehmungen gar nicht machen….und nein, eine OP kommt für mich immer noch nicht in Frage….denn es ist nicht gesagt, das es damit besser würde – und ich will nicht riskieren das es evtl. sogar schlechter wird – dafür gehe, wandere, walke ich einfach zu gerne. Das ist nur meine allerletzte Lösung – wenn gar nichts mehr geht.

Jetzt hilft nur Daumen drücken, das es GENAU der gleiche Schuh ist….

lieber Gestalten – statt hinnehmen

(ACHTUNG – nur langweiliges Arbeitszeugs !)

Manchmal ist es schwierig seinen eigenen Gedanken zu entkommen.

Schon seit ich den Termin für mein jährliches 1to1-Gespräch mit meinem Chef bestätigt hatte, hab ich mir merkwürdigerweise Sorgen gemacht.

Warum bin ich z.Z. die Einzige, die schon ihren Termin hat? Und warum hat er mit mir den Termin freiwillig gemacht…normalerweise muss man ihn mehrfach bitten, endlich mal einen Terminvorschlag zu schicken. Selbst die Controller-Kollegen in der Zentrale haben noch nicht alle ihre Termine erhalten. Dazu noch der Hinweis vom Controller er hätte gehört, das unser Chef diese Verpflichtung zu den Gesprächen gerne an den Deutschen GF abgeben würde.

Ich war also besorgt und das nicht weil ich glaube schlechte Arbeit geleistet zu haben, sondern eher weil ich befürchtete er schiebt mich jetzt in eine der anderen Verantwortungsbereiche ab und genau DAS möchte ich auf keinen Fall. Ich mag seine lockere unkomplizierte Art und das er mir so viele Freiheiten lässt.

Ich brauche nicht viel Betreuung, eigentlich brauche ich nur jemanden der meine Urlaubsscheine abzeichnet, einmal im Jahr das Gespräch mit mir sucht und wenn irgend möglich, eine Gehaltserhöhung genehmigt. Ansonsten funktioniere ich ohne weiteres Zutun des Chefs. Wenn ich Fragen habe, frage ich per Mail (dann kann er schauen, wann er antwortet)….wenn er Fragen hat, ruft er an und fragt mich direkt. Was will ich mehr.

Ich hab mir also mehr Sorgen gemacht, als dem Anlass entsprechend…weil ich etwas zu verlieren habe…meine Unabhängigkeit und Freude am Job. Im Nachhinein war es schon interessant, wie mich meine Gedanken immer weiter in das Thema reingezogen haben…Normalerweise bin ich bei solchen Gesprächen relativ entspannt: ich weiß was ich kann und ich weiß was ich leiste….und mein Chef weiß es ja auch.

Nun gut…an dem Tag war ich im Büro und hatte für das Teams-Meeting mit meinem Chef einen Meetingraum reserviert, alle Themen stichwortartig aufgeschrieben: was war gut, was war schlecht, was wird kommen, was liegt bei mir an, was brauche ich usw.

Worauf ich mich bei meinem Chef verlassen kann, sind die ca. 10 Minuten, die er immer zu spät ist…hahaha…aber dann hatten wir 1,5 Stunden ein wirklich tolles Gespräch. Vor allem ging es in in der ersten Hälfte der Zeit fast nur darum wie es mir geht (also gesundheitlich mit dem Herzen usw.) und wie ich mit dem aktuell ansteigendem Arbeitslevel und Druck klar komme und es bei mir mit der psychischen Gesundheit aussieht.

Er hätte wohl mitbekommen, das ein Teil der dänischen Kollegen mit dem gestiegenen Arbeitspensum so langsam auch der psyche Druck steigt und manche nicht so gut damit umgehen können. Da konnte ich ihn beruhigen…mir geht es körperlich z.Z. so gut, wie es mir eben mit der Diagnose und mit den Tabletten gehen kann und die nervliche Belastung während der ersten Monate ist zwar auch für mich deutlich spürbar, hat sich aber jetzt wieder einigermaßen normalisiert. Zumal der psychische Stress ja auch durch die OP meiner Schwester noch dazu kam.

Nichts anderes hatte er auch angenommen und er hätte von allen Seiten nur Positives über mich gehört und wie im letzten Jahr ist er hochzufrieden mit mir, unserer Kommunikation und unserer Zusammenarbeit….also eine volle Breitseite Lob – jaaa ich gebe zu, das tat mir mehr als gut….das tat mir sehr gut.

Ganz kurz vor Ende des Gesprächs kam dann noch das Thema Gehalt und sein Angebot einer 8%igen Gehaltserhöhung. Wow – das ist ja klasse. Ich hatte so auf 7% Inflationsausgleich gehofft, aber eher mit 5% gerechnet…immerhin bekommen wir ja auch noch einen Erfolgsbonus seit dem letzten Jahr. Also – alles ist gut – er bleibt mein Chef, ist zufrieden mit mir, ich zufrieden mit ihm und es gibt sogar mehr Geld als erwartet.

Ja es werden noch eine ganze Menge Änderungen auf uns zukommen….und ich hab angeboten bei dem bald anstehenden System-Wechsel unserer Buchhaltungs-Software den deutschen Teil zu testen, wenn es soweit ist…nicht weil ich soviel Zeit dazu habe, sondern eher aus Selbstschutz.

Wenn ich von Anfang an mit teste, kann ich noch Einfluss auf die Ausgestaltung nehmen, Bedenken äußern oder Vorschläge machen…immerhin hab ich schon so einige Software-Änderungen in anderen Unternehmen mit begleitet…ich weiß also genau, wo die Fallstricke liegen zwischen IT-Grundeinstellungen und den Anforderungen für die tägliche Arbeit der Buchhalter. Gerne hat er mein Angebot angenommen…der zuständige dänische Kollege, ist derselbe mit dem ich schon eng bei der Rechnungssoftware zusammen arbeite. Wir kommunizieren auf Augenhöhe und freundschaftlich. Das macht es für uns Beide einfach.

Außerdem erspare ich mir durch dieses Angebot noch weitere Firmen übernehmen zu müssen, die dann auch noch mit allen anderen gleichzeitig fertig sein müssen (der Chef hatte auf meine Frage schon abgewunken), gerne würde er mich mehr noch als zusätzliche Unterstützung für die dänischen Kollegen einsetzen, also das was ich jetzt schon außerhalb der Buchhaltungssoftware mache: Briefe auf Deutsch schreiben, Anrufe tätigen um Sachverhalte zu klären. Mails auf Deutsch schreiben.

Manchmal hilft so ein formell formuliertes Schreiben auf Deutsch echt dabei, bessere und schnellere Informationen zu bekommen. Englisch ist gerade in deutschen Ämtern eben oft nicht hilfreich und unsere saloppen Kollegen haben mit den formalen Beamten bei uns, so ihren Kultur-Clash.

Nur innerhalb der alten Software kann ich die Kollegen nicht unterstützen, da die Versionen so weit auseinander liegen. Die deutsche Software hat noch einen Stand von 2009 und die dänische ist bei 2016….und wir arbeiten mit komplett unterschiedlichen Kontenplänen….Das alles soll sich ja bald ändern…Ein Konzern, eine Software für alle Landesgesellschaften, ein Kontenplan, eine Struktur….DAS wird spannend. Und bevor ich das passiv über mich ergehen lasse, arbeite ich lieber aktiv daran mit.