doch vorzeitig abgereist

Am 2. Urlaubstag fühlte ich mich dann nicht entspannt und auch nicht wirklich froh….das änderte sich dann mit meinem Massage-Termin…obwohl es sich erst gar nicht so anfühlte.

Gleichzeitig mit mir kam auch eine sehr alte Dame bei der Thai-Massage an…aber während ich mich nach ein paar kurzen Sätzen zu Beginn, stumm der wohligen Atmosphäre und in die Hände der Mitarbeiterin begab, redete und redete die alte Dame in einer Lautstärke über Krankheiten und Therapien, von denen ich lieber nichts hören wollte und ich konnte mich nicht wirklich entspannen. Normalerweise wird man aufgefordert (manchmal steht es auch auf einem Schild) das man leise sprechen und sich ruhig verhalten soll, um die anderen Gäste nicht zu stören.

Auf meine Frage ob die Dame jetzt etwas die GANZE Zeit über reden wollte, ging die Mitarbeiterin zu ihrer Kollegen und kurz darauf war die alte Dame dann auch leiser und später war sie sogar mal ein paar Minuten ruhig…zum Glück blieb sie auch insgesamt nur 1/2 Stunde.

und dann hatte ich so ziemlich die beste Thai-Massage die ich jemals erhalten habe…okay, ich war schon fast 1 Jahr bei keiner mehr….aber früher hab ich das ja sehr regelmässig gemacht…in Frankfurt war ich zeitweilig 1x in der Woche, und in schwierigen Zeiten sogar teilweise sogar 2x. Aber das hier in Soltau war Extraklasse.

Es folgte ein ziemlich enttäuschendes Mittagessen in einem italienischen Restaurant. Das Restaurant was ich eigentlich angepeilt hatte (das war beim letzten Mal so toll dort) öffnete erst am Abend.

Aber direkt daneben gab es dieses italienische Restaurant mit großem Außenbereich. Draussen auf den Schildern standen lauter leckere Sachen, aber die gab es gar nicht zu Bestellen (von dem Einen war nicht mehr genügend da, dann waren die Muscheln schlecht geworden, der Fisch war nicht geliefert worden) der Tisch war dreckig, die Inhaber laut, im Waschbecken auf der Toilette stand das Wasser und mit dem Toilettensitz bin ich komplett weggerutscht, weil dieser lose war. Von außen sah es gemütlich aus … aber die scheinen ihre besten Tage hinter sich zu haben…es kümmert sich scheinbar niemand wirklich darum. Alles hier schrie: uns geht es finanziell schlecht.

Das dachte ich auch von der Pizza, die zwar groß war, aber bei der man irgendwie „vergessen“ hatte, die Zutaten (Tomatensoße, Thunfisch und Zwiebeln) in akzeptabler Menge auf die Pizza zu legen…alles war nur in Mikrospuren vorhanden…dafür jede Menge Käse und wie kann eine so dünne Pizza so labberig sein…haben die vergessen den Ofen richtig heiß zu machen?…und auf einer Thunfisch-Pizza, sollten auch mehr als ein paar Krümmel Thunfisch sein.

Ich war aber überhaupt nicht in Beschwerde-Laune, hab mir 3/4 der Pizza einpacken lassen und bin wieder gegangen….Nach einem ausführlichen Spaziergang durch die Stadt und die Umgebung, hab ich dann tatsächlich meine Reisetasche wieder gepackt, hab alles ordentlich in der Ferienwohnung hinterlassen und mich auf den Rückweg gemacht.

Ich hab noch einen Stopp in Winsen(Luhe) eingelegt….hatte aber irgendwie keine Lust mehr auf Sightseeing, obwohl es ein schöner Ort ist…ich werde wieder kommen – für einen Tagesausflug

Später zuhause ging es mir wieder richtig gut…ich war gut gelaunt und entspannt…hab die Pizza mit Thunfisch und Zwiebeln aufgepimpt und stückchenweise in der Heißluftfritteusse knuspig aufgebacken…so geht das.

Geschlafen hab ich in dieser Nacht prima.

Feierabend-Urlaub am Fjord

Mittwoch nach Feierabend in der Zentrale war dann doch fast so etwas wie Urlaubsfeeling.

Vom Hotel aus, gingen wir runter zum Fjord und sind knappe 45 Minuten immer an der Fjord-Küste entlang bis in den Ort gelaufen…Direkt am Hafen ging es in das Restaurant. Es gibt hier nicht so viele und es ist das Einzige am Hafen und es ist eine echt gute Alternative zum Hotel-Restaurant.

Die haben hier tolles modernes Essen, allerdings auch viel Fleisch oder aber auch Fisch. So standen dort tatsächlich auch Muscheln auf der Speisekarte…allerdings erst ab 2 Personen…och schade… Aber der Controller hat sich dann auch für die Muscheln entschieden…und wir haben es nicht bereut…die Portion für 2 Personen war riesig und alle Muscheln hatten sich auch geöffnet…dazu gab es selbstgemachtes Brot und super knusprige dicke Pommes und eine Knoblauch-Aioli. Das war ein richtiger Schmaus und ich war danach angenehm satt und das ganze für umgerechnet 25 EUR pro Person. Ein fairer Preis.

Nach dem Essen ging es dann knappe 45 Minuten wieder am Fjord entlang zurück zum Hotel….und den Rest des Abends hab ich dann auf dem Zimmer verbracht….hab etwas gelesen auf dem Balkon und später noch mein Hörbuch gehört…Achja und ich hab mal versucht den Nachrichten im dänischen Fernsehen zu folgen….hahaha.

Am Donnerstag hab ich tatsächlich doch noch die meisten meiner Fragen zufriedenstellend klären können, es ist tatsächlich einfacher mal eben jemanden in ein Gespräch zu ziehen, wenn man Vorort ist.

Für den letzten Abend hier hatten der Controller und ich schon zuvor beschlossen, das wir getrennte Wege gehen. Er wollte joggen und ich mir endlich einmal die kleine Stadt ansehen.

Ich hab ihn also nach der Arbeit ins Hotel gefahren, hab Laptop und Unterlagen in mein Zimmer gebracht und bin anschließend mit dem Leihwagen in die Stadt gefahren. Am Hafen gibt es genügend freie Parkplätze…der Ort ist kein Touristenort…er ist klein und verschlafen, die Geschäfte schließen früh und auch die wenigen Restaurants schließen wohl schon um 20 Uhr…aber es wird schon seit Jahren daran gearbeitet, es für Touristen attraktiver zu machen. Das wäre ein Ort für mich: ruhig und verschlafen, direkt am Fjord, mit viel Wald drumherum.

Außer dem Hafen, hab ich trotz mehrfacher Besuche, bisher noch nicht viel vom Ort selber gesehen…Das Hotel liegt im Wald und auch die Firmen-Zentrale liegt außerhalb am Rande eines ruhigen Gewerbe-/Industriegebiets, umgeben von vielen Feldern und Wiesen.

Es war also ca. 17.30 Uhr als ich das Auto abstellte und mir den Weg in die „Innenstadt“ suchte…die kleinen Geschäfte waren schon dabei ihre Waren einzuräumen…es gibt eine kleine Fußgängerzone….und letztlich bin ich kreuz und quer gelaufen…und hab sogar das kleine italienische Restaurant wieder gefunden…hier waren wir schon einmal essen, als ich das 1. Mal vor 3 Jahren die Zentrale besucht habe. Die haben tolle dünne knusprige Pizzen:

Das Lustige ist, es waren so wenige Gäste, das ich mich mit dem Wirt und der Bedienung unterhalten habe…und als ich meinte ich komme aus Hamburg und bin beruflich hier…meinte er, er kenne einen Controller aus Hamburg….Juuuup – was soll ich sagen, nach ein paar Fragen hin und her war klar…hahaha er kennt tatsächlich meinen Kollegen, der ja schon wesentlich öfter reisen musste, aber auch nur selten hierhin zum Essen geht.

Der Wirt hat ein gutes Gedächtnis…Aber es sagt auch etwas über den Ort…es kommen nicht so viele Fremde, so das der Wirt sich tatsächlich an den Gast aus Deutschland erinnert, der nur alle Jubeljahre mal bei ihm zum Essen kommt.

Die Pizza war auf jeden Fall toll und anschließend bin ich noch auf der anderen Fjordseite bei nun doch wieder strahlendem Sonnenschein spazieren gegangen….bis zur Marina und noch weiter bis zum Badestrand…naja also Strand ohne Sand…dafür mit viel Seetang….die Kollegen sagen, sie gehen ungern im Fjord baden….bei dem Geruch kann ich es gut nachvollziehen…Aber der Blick aufs Wasser ist himmlisch.

Das vermittelt einem schon fast ein Urlaubsgefühl…es ist ein kleiner Feierabend-Urlaub….und ich hab später gut schlafen können..

Radfahren – Strand – Pizza und ich will doch nach Hause

Also SO konnte dieser Tag nicht bleiben…nach der Enge und dem gefühlten Zwang im Auswanderer-Museum, bin ich zurück nach Cuxhaven, hab erst einmal in Ruhe in einem Cafe eine kleine Auszeit eingelegt.

Später ging es dann mit dem Auto nach Sahlenburg, einem Ortsteil von Cuxhaven, der liegt an der Elbemündung. Mitten im Ort hab ich mein Fahrrad aus dem Auto geholt und mich auf dem Sattel gleich wieder entspannter und freier gefühlt….hahaha.

Nach kurzer Zeit bin ich sogar in einer kleinen Heide-Landschaft gelandet….

und hatte noch versucht für den gleichen Abend einen Platz in einer der Pferdekutschen, die bei Ebbe zur Insel Neuwerk fahren, zu bekommen…leider war bis einschließlich Sonntag bereits alles ausgebucht.

Funfakt am Rande: Cuxhaven liegt in Niedersachen und ist ca. 130km (incl. Fahrt mit der Fähre) von Hamburg entfernt. Die Insel Neuwerk liegt 10km von der Küste Cuxhavens entfernt, gehört aber zu Hamburg.

Mit dem Rad kam ich dann irgendwann an den Strand. Mein Badeanzug hatte es zum Glück mit in den Rucksack geschafft und auch ein Handtuch…..heiß genug war mir ja…das Umziehen ging schnell und rein ins Wasser….aaaach wie erfrischend.

Ein Nachteil, wenn man alleine unterwegs ist, man muss seine Sachen immer selber im Blick behalten…also bin ich nicht wirklich weit geschwommen…sondern hab in relativer Ufernähe einfach das kühle Nass genossen, und dabei meinen kleinen Turm aus Rucksack und Kleidung, abgedeckt mit meinem leuchtend-orangenem Handtuch, im Auge behalten.

Nach der tollen Abkühlung hab ich mich für kurze Zeit im Sand niedergelassen und bin später noch ein weiteres Mal ins Wasser gegangen. Aber so richtiges Sonnenbaden – das kann ich nicht….es ist mir viel zu langweilig und auch zu heiß in der prallen Sonne.

Am Abend wollte ich dann endlich die Pizza essen, die ich gestern nicht mehr bekommen habe….leider war auch das kein ungetrübter Genuss….was aber eindeutig nicht an der Pizza lag, die war mega lecker, sondern an den räumlichen Gegebenheiten.

Ich war bei dem italienischen Restaurant, dem tagszuvor der Pizzateig ausgegangen war. In meiner Vorstellung war das immer noch ein gemütlicher Abend im Aussenbereich mit Pizza und Wein. Die Realität sah jedoch anders aus:

Das Restaurant lag im 1.Stock eines Industriegebäudes und bei 32 Grad Aussentemperatur und ohne Klimaanlage war es in dem Gebäude mehr als stickig und enorm warm….auch wenn es mehrere Standventilatoren gab….

Ich hab also auf den Wein verzichtet und mir stattdessen eine große Flasche Wasser und ein kühles großes Alsterwasser bestellt, damit ging es mir dann auch wieder besser…wie gesagt, die Pizza war super lecker: dünner knuspriger Boden, saftig und lecker belegt…was bei einer Pizza Magherita nicht so leicht ist.

Trotzdem war ich froh, als ich, nach dem Essen, das Gebäude wieder verlassen konnte….und ich hatte jetzt auch genug von diesem Tag….früh ging es daher zurück zum Ferienzimmer, unter die erfrischende Dusche und ab auf das Bett.

Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause….wenn ich nicht für den nächsten Tag noch diese spannende Wattführung gebucht gehabt hätte wäre ich tatsächlich gefahren…soo aber blieb ich und dachte immer wieder: also eigentlich will ich nur noch nach Hause.

Wie schon öfter beschrieben, bin ich kein großer Urlaubs-Fan….und spätestens nach 2-3 Tagen freue ich mich immer wieder auf mein Zuhause.

Wo bitte geht`s zur Pizza?

Nach dem langen ,heißen ersten Urlaubstag, hatte ich so richtig Hunger…und ich hatte solche Lust auf eine schöne knusprige italienische Pizza…schon den ganzen Tag verspürte ich den Wunsch danach…das kommt selten genug vor…aber im Urlaub, draussen sitzen, ein Glas Wein dazu….das wäre jetzt richtig toll…also in meiner Vorstellung wollte ich in einem gemütlichen Restaurant zu Abend essen.

In Duhnen, oberhalb der Innenstadt, direkt am Wattenmeer, mit seinen vielen touristischen Restaurants und Cafes ,hab ich mich gar nicht erst umgeschaut…dort war es um 20 Uhr abends einfach nur laut und überfüllt…roch aber schon verlockend.

Ich bin direkt weiter in Richtung Innenstadt gefahren, hab irgendwo angehalten und über das Handy nach einem italienischen Restaurant gesucht….bei dem 1. bei dem ich anrief ,ging keiner ans Telefon, beim 2. kam eine Band-Ansage mit dem Hinweis das sie sich im Urlaub befänden und beim 3. Restaurant ging zwar jemand ans Telefon, aber nein eine Pizza können sie mir nicht machen. ….JA aber – sie haben doch noch fast 1 Stunde geöffnet, warum denn nicht? Ja geöffnet ist – aber sie haben keinen Pizzateig mehr. Okay – das ist ein wirklich gutes Argument.

Inzwischen wurde ich schon leicht knurrig…ich hab HUNGER und es gibt hier keine Pizza mehr in der Nähe….grrrrrr.

Also hab ich kurzerhand entschieden….das nächste geöffnete Restaurant, an dem ich vorbei komme, wird gestürmt….ich bin in Richtung Fußgängerzone gefahren und da war ein „Burgerme“-Laden …na gut, dann gibt es eben einen Burger….der war dann auch schnell fertig (ein Vorteil bei System-Gastronomie) und noch schneller verspeist….ja schmeckte auf jeden Fall gut….auch wenn ich spätestens jetzt eine Dusche benötigte…..die BBQ-Sauce verteilte sich gleichmässig über beide Hände und tropfte bedrohlich in Richtung Shirt und Hose. Die hatten es etwas zu gut gemeint mit der Sauce.

okay das war jetzt nicht das gemütliche Abendessen draußen mit einem Glas Wein, aber am Ende zählt ja nur: ich hatte etwas im Magen, war satt und damit zufrieden.

Nach nur kurzer Reinigung Vorort, ging es dann auch unmittelbar zum Ferienzimmer und ohne große Umwege auch direkt unter die Dusche.

Wie herrlich all die Sonnencreme, die Hitze und den Schweiß (und die restliche Burger-Sauce) vom Körper abspülen zu können….wie herrlich erfrischend eine Dusche nach so einem heißen Tag doch ist…. Geschlafen hab ich danach super ….

Besuchs – Vorbereitungen

Mit einem meiner Kollegen, der schon seit sehr vielen Jahren in Hamburg lebt, hatte ich mich darüber unterhalten, das ich am Wochenende Besuch von Schwester+Schwager bekomme, um auch als quasi Einheimischer mal etwas mehr von Hamburg zu sehen.

Geplant war für letzten Samstagabend eine Lichterfahrt durch den Hamburger Hafen auf einer der Ausflugs-Barkassen, am Nachmittag sollte es eine „Sex-and Crime“ Führung über die Reeperbahn geben und zwischen beiden Terminen noch ein Abendessen an den Landungsbrücken in einem Fischrestaurant.

Der Kollege fand die Idee toll, weil auch er es bisher nie gemacht hat. Wenn man hier hinzieht oder sogar immer hier gelebt hat, dann macht man es vielleicht einmal für Gäste…oder aber auch nie….so wie bei ihm und seiner Frau.

Ich bin inzwischen ja auch schon knappe 3 Jahre hier und in der Gegend, deshalb wurde es Zeit. Und obwohl mein Schwager immer in Flensburg gelebt hat, hat seine Familie so etwas auch nie gemacht….und bei unser bisher einzigen Haftenrundfahrt hatte ich einen lila Jeans-Anzug an, lange Zöpfe und war ca. 8 Jahre alt. Das war bei einem der Familienbesuche von Großeltern und Urgroßeltern.

Sooo nun sollte es also ein Touri-Wochenende werden. Weil die Lichterfahrt erst um 21.30 Uhr startet, es also ein langer Abend werden würde, hatten wir den Start bei mir zuhause auf 14 Uhr gelegt….so konnte ich alles in Ruhe vorbereiten:

Bereits am Abend zuvor hatte ich ausreichend Getränke im Kühlschrank deponiert, hab einen Dinkel-Roggen-Vollkorn-Teig angesetzt, und einen Weizenmehl-Teig für Burger-Buns….während gleichzeitig im Backofen ein Schweinenacken-Braten langsam zu einem „Pulled Porked“ zusammenschmorte. Zusätzlich hab ich dann noch einen kleinen Pizzateig vorbereitet. Als ich fragte: wollt ihr lieber Pizza oder Pulled-Pork-Burger hat mein Schwager „BEIDES“ ausrichten lassen…als Scherz….aber so etwas lass ich mir ja nicht zweimal sagen….hahaha

Das Endergebnis für denSamstag-Mittag sag dann auch so aus und war Beides richtig lecker.

Zum Nachtisch gab es dann noch einen Bananenkuchen, um die überreifen Bananen auch sinnvoll zu verarbeiten.

Samstagmorgen hab ich dann noch die frischen Sachen für das Frühstück am Sonntag eingekauft und das Bett frisch bezogen.

Bei der Gelegenheit hab ich auch endlich mal zwei fehlende Eck-Verbinder am Bett angebracht…die liegen seit Monaten bereit, aber ich hatte bisher keine Lust das Bett halb auseinander zu nehmen.Wenn aber jetzt 2 Personen in meinem Bett schlafen, ist es ja sinnvoll es endlich mal zu machen, nicht das die Beiden in der Nacht mit dem Bett zusammenkrachen.

Obwohl es am Anfang etwas stressig auf der Autobahn schien, kamen die Beiden ziemlich pünktlich an und waren entspannt und ausgelassen und diese Stimmung blieb auch das restliche Wochenende.

Hallo Emmer

Nachdem ich schon so viel von dem Ur-Getreide Emmer gehörte hatte, hab ich vor einiger Zeit mal eine Packung Emmer-Mehl mit genommen und im Schrank stehen lassen. Jetzt wurde es mal Zeit daraus auch etwas zu backen.

Emmer ist ein Ur-Weizen, soll aber bekömmlicher sein, als unsere modernen Weizen-Mehle. Ich hab weißes 1300er Emmer-Mehl genommen und es sieht nur unwesentlich dunkler aus, als 405er oder 550er Weizenmehl.

Ich hab einen normalen Hefeteig für Brötchen angesetzt, allerdings mit einem Schuss Olivenöl.

Beim Kneten des Teiges und auch später bei der Verarbeitung ist mir aufgefallen, wie gefällig sich der Teig verhält…die Klebeeigenschaften sind super….was mich allerdings irritiert, steht doch auf der Webseite von Öko-Test, das Emmer nur wenig Gluten enthält und sich deshalb in Reinform nicht so gut verarbeiten lässt. Vielleicht bezieht sich das aber nur auf das reine Vollkornmehl.

Mein Teig jedenfalls ließ sich super kneten, war nicht klebrig, dafür schön elastisch…also hab ich mich entschieden aus einem Teil eine Pizza zu backen:

Und aus dem Rest hab ich am nächsten Tag noch kleine Brötchen gebacken:

Die Pizza und Brötchen waren super lecker….der Unterschied zum normalen Mehl ist nur fein, der Geschmack ist etwas kräftiger, allerdings ohne dabei negativ mit einem Eigengeschmack hervorzustechen, wie z.B. bei Buchweizenmehl. Bekömmlicher war es auf alle Fälle…ich zumindest hatte keinerlei Probleme mit Magen und Darm.

Emmer ist ein sehr gesundes Getreide mit vielen Mineralstoffen und einem hohen Eiweißgehalt. Durch den hohen Proteinanteil ist das Urgetreide deutlich gesünder als helles Weizenmehl. Außerdem enthält Emmer viel ZinkEisen, Magnesium und Vitamin E. Die Carotinoide im Emmer stärken die Sehkraft.

Ökotest / Essen-Trinken

Ich hab für 1KG Emmer-Mehl vor ca. 1,5 Monaten 2,49 EUR bezahlt…das ist, im Gegensatz zum normalen 405er Weizenmehl mit durchschnittlich 0,50-0,70 EUR im Supermarkt, natürlich wesentlich teurer….und wie die Preise jetzt liegen weiß ich nicht…aber für bekömmliche selbstgebackene Brötchen und Pizza gebe ich zumindest, gerne mal mehr aus.

Pizzaboden – einmal anders

Ich hab vor ein paar Wochen im Fernsehen mitbekommen, wie aus einer Dose Thunfisch und 2 Eiern ein Pizzaboden entstand…

AHA ! Also kein Mehl, keine Hefe – modernes low-Carb-Essen – Wird der Boden tatsächlich knusprig und noch viel wichtiger: kann das auch schmecken?

Ich hab es heute ausprobiert…und was soll ich sagen – es schmeckt tatsächlich…aber als Pizza würde ich es eher nicht bezeichnen.

Letztlich ist es ja auch egal, wie man es nennt…es ist mal etwas anderes, schmeckt und macht satt.

Also eine Dose Thunfisch öffnen und den Thunfisch abtropfen lassen. Mit 2 Eiern und ein paar Gewürzen nach Wahl (möglichst kein Salz) durchmengen und die Masse mit einer Gabel dünn auf ein Backblech mit Backpapier drücken, so das inetwa ein runder Boden entsteht. Bei 200 Grad Umluft (ich würde eher Ober-/Unterhitze empfehlen) für ca. 20 Minuten backen lassen, bis der Boden knusprig ist…am Besten „Auf-Sicht“-backen.

Danach nach Belieben belegen und noch einmal für ca. 10 Minuten in den Backofen = fertig.

Ich hatte nur 2 Mini-Dosen Thunfisch und nur 1 Ei genommen, deshalb ist der Boden etwas klein geraten…hab trotzdem den gesamten Mozzarella und die Pilze drauf gelegt, sieht so etwas überladen aus 😁

Da der Boden ja knusprig sein soll, ist der Thunfisch doch ein wenig trocken, das hab ich mit ein paar Tropfen Olivenöl kompensiert (es ging natürlich auch mit einer klassischen Tomatensoße)

Im Internet gibt es verschiedene Rezepte, die aber alle nach dem gleichen Prinzip funktionieren…wer also am Abend auf Kohlehydrate verzichten möchte, kann das ja mal ausprobieren…viel Spaß dabei 🙂

Pizza – homemade

Heute gibt es bei uns wieder selbstgemachte Pizza…nach italienischer Art, also dünn und knusprig.

Nach vielen Jahren nur halberfolgreicher Versuche WIE man eine Pizza dünn und knusprig im heimischen Herd bekommt, hab ich seit ca. 1,5 Jahren das für mich richtige Rezept gefunden.

Es ist erstaunlich wieviel unterschiedliche „original-italienische“ Rezepte es gibt….mal mit Olivenöl, mal ohne, mal nur Mehl mit besonders hoher Grad-Nummer, mal ein Gemisch aus Mehl und Gries…. Ja,ja….da hilft nur selber ausprobieren.

Ich bin inzwischen bei einem Extra-Pizza-Mehl angekommen…egal von welcher Marke.

Was das Ergebnis der Pizza ebenso beeinflusst wie das Mehl, ist die Temperatur des Ofens. Jetzt hab ich einen mehr als 20 Jahre alten Marken-Backofen der jedoch wesentlich heißer wird, als der Moderne in meiner vorherigen Wohnung…hahahaha und die Pizza da drin wird echt schön knusprig.

So lecker wie in unserer Lieblings-Pizzeria wird es nicht, das ist nämlich eine Pizzeria mit Holzkohleofen. ABER  es ist die für mich Beste Selbstgemachte die ich so in meinem Leben gegessen habe…und  200x besser als eine Tiefkühlpizza.

Die Tomatensoße ist unkompliziert und schnell gemacht und alle anderen Zutaten kommen nach Gusto frisch hinzu. Ich liebe die Pizza ganz reduziert nur mit Tomatensoße und Mozzarella, mein Schatz liebt es mit Schinken und Champignons, Salami und Zwiebeln und ganz viel Käse.

Ach ja die tollste Pizza in Frankfurt gibt es für uns bei: DaAngelo in Preungesheim…Das ist zwar kein Laden in dem man gemütlich sitzen kann, es ist ein uralter Mini-Laden – aber die Pizza ist einfach genial.