noch einmal Dänemark – in der Probezeit

noch einmal Dänemark – in der Probezeit

…wahrscheinlich was es das letzte Mal in diesem Jahr, das ich in die Firmenzentrale hoch in den Norden Dänemarks reisen musste…. Die nächste Dienstreise dorthin wird voraussichtlich erst im Februar/März 2021 stattfinden.

Ist mir ganz Recht so….Dieses Mal waren es auch nur 2 Tage…also 1 Übernachtung. Das reicht auch.

Hinfahrt war am Dienstag…der Kollege ist gefahren….Ankunft kurz vor Mittag… meine Haupt-Schwierigkeit bestand darin, die Kollegen vom letzten Mal wieder zu erkennen und mit den richtigen Namen anzusprechen …hahaha…ich hab mich ganz erfolgreich da durch manövriert.

Seit unserer letzten Reise hat sich in der Zentrale auch schon einiges wieder verändert….viele neue Kollegen, eine neue Teamleitung, unsere Hamburger Abteilung wurde jetzt innerhalb des Konzerns „umgehängt“ und in der Abteilung wechselt auch noch die Chefin…also gibt es für uns aktuell keine direkte disziplinarische Führung….Fachlich gehören wir auf einmal in 2 Bereiche…also alles ist im Fluß….

Ich hatte in verschiedenen Abteilungen um Erklärungen/ Treffen gebeten und so waren die knappen 1,5 Tage Tage gut gefüllt. Alle Meetings waren gut und ich hab wieder eine Menge dazu gelernt, den Kontakt zu einigen Kollegen vertieft und mit einem Kollegen aus der Abteilung „Compensation“ ein richtig lustiges Meeting gehabt…da war auf Anhieb die gleiche Wellenlänge….schon unser vorheriger E-Mail-Austausch war lustig…aber immer informativ und zielführend.

Stück für Stück verstehe ich die Zusammenhänge und wo manchmal die Schwierigkeiten herkommen. Und von einer anderen Abteilung wurde ich gefragt ob ich unterstützen kann, weil ich als Deutsche evtl. besser verstehe wenn das Hauptzollamt im Beamtendeutsch Fragen zum Thema Stromsteuer stellt….nicht gerade mein Steckenpferd…aber ich hab ja ein paar Erfahrungen zum dem Thema und hab natürlich geholfen so gut es eben ging…

Das hat Spaß gemacht…war aber auch anstrengend….und irgendwann am Nachmittag war ich so platt, das ich nicht einmal mehr wusste was „Geburtstag“ auf Englisch heißt hahahaha…..Mein Speicher mit englischen Vokabeln war für diesen Tag einfach leer gesabbelt…puhhhh – zum Glück war dann auch bald Feierabend.

Schönes Ergebnis der vielen Gespräche mit „Gerade-weg-Teamleiterin“ / „Gerade-Noch-irgendwie-Chefin“ / „Gerade-Interims-Betreuung“ und dem Verantwortlichen der mit mir das Bewerbungsgespräch geführt hat: also meine Weiterbeschäftigung nach dem 30.09. ist überhaupt keine Sache…alles i.O. – alle sind zufrieden.

Prima – HURRA…die Probezeit hab ich damit hinter mir…. HA – na also – geht doch. Hier fühlt sich Niemand von meinem Wissen bedroht oder durch mein Auftreten eingeschüchtert….warum auch…und ich gebe mich genauso wie vorher auch….

Sooo nach Feierabend, ab ins Hotel, 10 Minuten Power-Napping, frisch machen und danach mit dem Controller getroffen. Wir waren uns einig, das wir die 3km zum Restaurant am Wasser entlang laufen … und es war eine gute Entscheidung…immer noch waren es noch fast 20 Grad. Wir konnten sogar noch draußen essen…Ich hab mich dieses Mal für frischen Fisch entschieden…und auch dieses Mal war das Essen klasse….. Vor lauter Hunger hab ich aber kein Foto gemacht…hahaha

Es war noch keine 20 Uhr das war es bereits stockdunkel….gut das mein Handy eine Taschenlampen-Funktion hat, sonst hätten wir auf dem Rückweg evtl. nicht die Abzweigung zum Hotel gefunden, das letzte Drittel des Weges war nicht beleuchtet.

Dafür war der Blick über das Wasser einfach klasse….

Los geht`s

…mit der Suche nach einem anderen Job.

Obwohl ich noch vor knapp 2 Wochen davon überzeugt war, es noch eine Weile in der Firma auszuhalten, gab es eine weitere blöde Situation…eine Zuviel  (noch vor dem „Probezeit-Endgespräch“ mit meinen Chefinnen) und so hab ich den Personalvermittler gebeten mein Profil in seiner Firma zu reaktivieren.

  • ich hab meinen Lebenslauf aktualisiert
  • mein Xing-Profil für Recruiter freigegeben
  • mein Stepstone-Profil aktualisiert

Letzten Samstag hab ich dann vier Bewerbungen geschrieben und über die Online-Portale verschickt…und bereits am Montag hatte ich

  • eine Absage
  • eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
  • zwei Einladungen von Recruitern zum Telefongespräch (die haben mein Profil gesehen)

Und immer wenn etwas schneller passiert, als ich es erwarte, war ich im ersten Moment geschockt…lach….die Woche im Job war schon anstrengend (Monatsabschluss) und dann noch die Telefongespräche. Solche Erstgespräche dauern ja auch schon mal 1 Stunde…und die Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch in Hamburg musste ich ja auch noch durchziehen.

Ich hab mich also wieder mal auf ein Bewerbungsgespräch komplett in Englisch vorbereitet: meinen Lebenslauf, Berufliche Sachgebiete usw….Nicht das das nötig ist, aber so bin ich bestens auf Fachfragen vorbereitet und gleichzeitig kommt immer ein Gespräch auch auf Englisch und da ich ja nicht weiß für welches Themengebiet hab ich so zumindest alle notwendigen Vokabeln und Phrases schneller parat.

Das Gespräch war lange, fast 1,5 Stunden und es war eine lockere Atmosphäre…ich kann es mir gut vorstellen dort zu arbeiten, mit dem Auto wären es ca.25 Minuten nach Hamburg rein….Parkplätze kann man morgens dort auch noch finden, das Bürogebäude ist neu…es wäre mit der neuen Stelle ein 2er Team in einem Büro…es ist eine moderne Firma, mit einem nachhaltigen Geschäftsfeld,  die zu einem skandinavischen Konzern gehört. Die Eckdaten passen auf beiden Seiten….aber ich bin natürlich nicht die einzige Bewerberin. Aber ich habe gute Chancen in die 2. Runde zu kommen.

Und wenn nichts daraus wird, hab ich immerhin schon mal wieder die erste Hürde genommen…ich habe mich aus der Starre des „man müsste sich mal umschauen“ gelöst und bin aktiv dabei….das ist doch auch schon mal etwas.

Allein diese Perspektive macht mir das weiter arbeiten in der jetzigen Firma leichter…

..to be continued….

 

 

 

 

Turbulente Zeiten

Wir leben in turbulenten Zeiten…die Nachrichten-Sendungen waren auch schon mal un-spannender: Sturm „Sabine“ und die Folgen / das Corona-Virus / die Wahl in Thüringen und die „Macht-Beben“ danach / F. Merz der für die CDU wieder einmal aus der Versenkung auftaucht / Die Vorwahlen in den USA / Brexit und die Auswirkungen  und dann noch der alltägliche Wahnsinn….

Nächsten Mittwoch hab ich mein „Probezeit-Endgespräch“ mit meinen beiden Chefinnen und ich weiß noch nicht genau WIE ich reagieren soll wenn man mich fragt, wie es mir gefällt.

Ich will dabei nicht Lügen müssen……aber manchmal ist es eben besser nicht immer  sofort mit der vollen Wahrheit herauszurücken…und genau da fängt mein Dilemma an.

Ich kann nicht so tun, als ob alles i.O. wäre…also werde ich versuchen meine Unzufriedenheit über die personelle Zusammensetzung in den Büros und die aktuelle Arbeitssituation so zu formulieren, das klar wird, das es  für mich nicht trivial ist, andererseits aber auch nicht zu deutlich meine Abneigung zeigen, wie wenig ich   langfristig für dieses Unternehmen arbeiten möchte.

Ich hatte letzte Woche ein Gespräch mit meinem Vermittler…er rät mir auch zur Zurückhaltung….ich muss ja jetzt noch nicht die Tür zuschlagen…

Evtl. brauche ich ja auch nichts zu sagen…Denn wenn sie mich nach Ende der Probezeit nicht haben wollten, dann wäre (lt. Vertrag + noch ausstehendem Urlaub) jetzt die Zeit dafür gekommen es mir mitzuteilen….