Freiheit auf dem Rad

Fahrradfahren hat für mich schon immer etwas mit Freiheit zu tun….Einfach drauf setzen und losfahren…ohne Weg und Ziel….einfach die Wege nehmen, die mir gefallen….immer der Nase nach, abbiegen wo ich möchte, anhalten wo es mir gefällt. Draußen sein in der Natur, durch Wälder, an Wiesen und Äckern vorbei.

Als ein Mensch der immer sehr lange im Büro oder Homeoffice sitzt und arbeitet, ist das einfach DAS ultimative Gefühl von Freiheit für mich. Sobald ich auf dem Sattel sitze und lostrete kann es nur gut sein. Das ist seit vielen Jahren so und hat zu manchem Streit mit meinem damaligen Freund geführt nach dem Motto: Du warst doch gestern erst mit dem Rad unterwegs. Hahahaha

Ich nutze das Rad also eher nicht für Alltägliches, nicht um Einzukaufen oder um damit zur Arbeit zu fahren…ich fahre nicht bei Regen oder starkem Wind…es ist reines Wohlfühl-Sportgerät. Gerne im Sommer abends, wenn andere im Garten sitzen.

Seitdem ich hier oben in Schleswig-Holstein wohne, habe ich ja ca. 5x die Woche meine Walkingrunde am Abend oder morgens….aber meine Strecken hierbei sind mit 4,5-6km begrenzt und meistens bin ich damit ca. 1 Stunde unterwegs.

Das hat aber nichts mit der oben beschriebenen Freiheit zu tun, sondern ich brauche regelmäßig die Bewegung um Erlebtes zu verarbeiten, um meine Gedanken zu ordnen, auch um die Natur drumherum in mich aufzusaugen und zu entspannen…oder auch um schlechter Laune vorzubeugen oder diese wieder abzuschütteln und schnelles Gehen, geht fast immer und zu jeder Jahreszeit.

Bewegung draußen ist für mich eine Notwendigkeit und zaubert mir meistens sofort ein Lächeln ins Gesicht.

Gestern habe ich in diesem Jahr zu Ersten Mal mein Rad aus der Tiefgarage geholt. Aufgepumpt hatte ich es schon einen Tag zuvor. und habe mich auf den Sattel geschwungen. Es war optimal – wenig Wind, angenehme Temperatur und ich bin einfach losgeradelt.

Hmmmm….und bei dem Versuch mich an mein letztes Mal zu erinnern, ist mir bewusst geworden, das ich im Jahr 2025 mein Rad gar nicht genutzt habe. Die Suche nach der Ursache war kurz und erkenntnisreich.

Das Jahr 2025 war ein sehr sehr herausforderndes und arbeitsreiches Jahr, mit sehr vielen Überstunden und wenig Freizeit. Und während der freien Zeit die mir dann blieb, habe ich zwar oft meine Walkingrunden gedreht…aber mich auch noch öfter einfach zum Ausruhen in die Ecke gesetzt. Erst war es zu kalt und zu viel zu tun, dann habe ich den Zeitpunkt zum „Einstieg“ aufs Rad verpasst und je weiter es im Jahr voran ging, umso mehr trat es in den Hintergrund – ohne das ich es wirklich registriert hatte.

Dann war es ohnehin viel zu warm für mich und bei dem Gedanken im Urlaub erst mit dem Radfahren anzufangen, hatte ich schon keine Lust mehr. Denn am Anfang tut mir immer der Hintern weh hahaha….das dauert so 1-2 Wochen, dann habe ich wieder das nötige Sitzfleisch für meinen Sattel und damit für längere Touren. Warum sollte ich also bei meinen Kurzurlauben das Rad überhaupt mitnehmen…ist eh nur Arbeit es ins Auto zu bugsieren.

Um es kurz zusammenzufassen: ich habe viel zu viel gearbeitet und war auf der anderen Seite zu faul für das Fahrrad. Keine angenehme Erkenntnis…aber das soll mir in diesem Jahr nicht wieder passieren.

Ich war gestern zwar auch nur ca. 15 km unterwegs (so ganz kann ich es nicht sagen, die Batterie meines Fahrrad-Tachos hatte aufgegeben und mein Fitnesstracker hat die ersten Kilometer auf dem Rad nicht einmal mehr erkannt, ich habe dann mittendrin manuell starten müssen.)

Aber die Fahrt war toll…habe sogar ein für mich neues Waldstück mit schönen kleinen Wander- und Radwegen in Richtung Henstedt-Ulzburg und Norderstedt gefunden…darauf lässt sich aufbauen.

Wie erwartet hat sich mein Bobbes / Hintern irgendwann in Erinnerung gebracht…und auf dem Weg zurück nach Hause hatte ich dann gehörigen Wind von vorne….ach wäre ja auch zu schön gewesen, so ganz ohne Wind – grins. Die Beinmuskulatur ist aber weiterhin auf gutem Niveau…nur mit dem Gegenwind musste ich etwas schwerer atmen, um das Tempo zu halten.

Soooo der Anfang ist damit gemacht und ich kann jetzt schon sagen: es war eine gute Entscheidung wieder aufs Rad zu steigen und zeigt auch, das meine Arbeitsbelastung wieder normaler geworden ist und ich mich wieder wohler fühle.

Hallo Freiheit – ich komme jetzt öfter wieder mit dem Rad

Urlaubstag in Frankfurt

Urlaubstag in Frankfurt

Die Nacht im Hotel war erstaunlich gut. Am nächsten Morgen hab ich mein Rad aus dem Auto geholt, nur um festzustellen, das die Kette abgesprungen ist…nanu…das ist mir so auch noch nicht passiert.

Aber egal…nach nicht mal 2 Minuten war auch das behoben und ich erst einmal dreckig. Das kommt davon, wenn man sein Rad nicht zwischendurch auch mal sauber macht. Rüge an mich selbst: DRINGEND Rad putzen.

Dann aber ging es los. Von Eschborn ging es auf meinen alten Schleichwegen nach Frankfurt-Rödelheim und von dort nach Bockenheim. Die meisten Wege hab ich auch tatsächlich auf Anhieb gefunden… nur einmal hatte ich einen Weg verpasst und war in die verkehrte Richtung gefahren….hab es aber dann schnell gemerkt und auch sofort in entgegengesetzter Richtung den kleinen Fußgängertunnel wieder gefunden…der konnte ja auch nicht verloren gegangen sein.

Es war noch früh am Morgen und leicht kühl, so das die Fahrt mit knappen 16km mir sehr viel Spaß gemacht hat….und dann war ich auch schon an der Bockenheimer Warte, bei meinem Lieblingsbistro/-Café.

Normalerweise sind die Tische draußen auch vormittags immer gut belegt…immerhin ist es unweit der Uni…aber an diesem Montag war es leer….also richtig leer. Mir sollte es Recht sein…und auch die freundliche Bedienung freute sich über etwas Ruhe am Morgen und einem Gast, der endlich mal Zeit hatte in Ruhe zu Frühstücken.

ohhh ja, ich hatte Zeit und und war knappe 2 Stunden dort….dabei blieb mein Frühstück eher unspektakulär….aber es war genau das, worauf ich jetzt Lust hatte und sehhr frisch und lecker.

Nach dem Frühstück blieb ich einfach sitzen, trank noch einen Kaffee und beobachtete die Menschen die vorbei hasteten. Das ist genau das Problem in dieser Stadt:

Die Uhren laufen einfach schneller…die Menschen fahren schneller, laufen schneller, bei Rot über die Ampel zu gehen ist hier überall relativ normal, weil sich niemand Zeit nimmt auf Grün zu warten. (Nur die Radfahrer sind hier nicht so kamikaze-mäßig unterwegs wie in Hamburg…was mir dort schon mehr als einmal einen Schock versetzt hat hahaha)

Und diese äußere Hektik der Stadt übertrug dann auch sehr schnell noch am gleichen Tag auf mich….jetzt weiß ich wieder genau, warum ich hier weg bin. Aber noch war alles in mir entspannt und ich freute mich auf den Tag.

Später bin ich dann mit dem Rad weiter in Richtung Innenstadt gefahren…an der Alten Oper vorbei

und durch die „Fressgass“ zur Hauptwache…dort hab ich das Rad abgestellt, hab die Zeil (die Einkaufs-/Fußgängerzone) erst einmal links liegen gelassen und bin zum „Römer“ gelaufen, runter bis zum Main, dann durch die erst vor ein paar Jahren fertiggestellte Nachbildung der „Altstadt“ mit netten kleinen Häusern, Plätzen und Höfen.

Das sieht auch alles super aus…fühlt sich für mich aber trotzdem eher fremd an…ist mehr ein Touristen-Ort zum Flanieren…weniger ein Ort um dort zu Leben.

So hab ich mich dann auch relativ zügig weiter zur Kleinmarkthalle begeben. Das ist quasi wie ein überdachter Wochenmarkt, nur das dieser an jedem Wochentag statt findet. Oben gibt es eine Weinbar und kleine Geschäfte, im Souterrain befinden sich die Fischhändler…und alles andere, was man zum täglichen Leben benötigt, bekommt man im Erdgeschoss….ich mag diese Markthalle in dem alten und schmucklosen Gebäude….hier spielt das Leben, treffen sich die Menschen bunt gemischt aus allen Gesellschaftsschichten.

Der Himmel strahlte mit wolkenlosen Blau und die Temperatur steuerte schon wieder unbeirrbar auf die 30 Grad zu…ich lies mich daher auf der Zeil in einem Cafè mit riesigen Sonnenschirmen nieder und genoss meine Auszeit…

Gestrandet in Bad Bramstedt

Nach einem echt merkwürdigen und heißen Arbeitstag im Büro, hab ich weit nach Feierabend mein Fahrrad geschnappt…Bewegen wollte ich mich – einfach den Stress wegstrampeln. Es war nach 19 Uhr, als die ganz große Hitze schon wieder vorbei war, aber mit 29 Grad war es, für meinen Geschmack, immer noch viel zu heiß und sonnig.

Sonnenhut auf, Sonnencreme an den notwendigen Stellen verteilt, die Wasserflasche gefüllt, Geld und Handy, Luftpumpe alles in einen meiner kleineren Rucksäcke gepackt…den hatte ich schon länger nicht genutzt…mein Notfallpack mit allerlei Kram (Pflaster, Masken, Schmerzgel und kleines Verbandszeug usw.) hatte ich aber noch im großen Rucksack…. oooch nö, nicht notwendig, ich will ja nicht querfeld-ein fahren und soo lange bin ich ja nicht weg.

Dann ging es locker durch die Hitze….auf schönen kleinen Wegen, vereinzelt durch Waldstücke, Schlenker hier und Schlenker da…. immer in der Nähe und manchmal auch direkt entlang der B4 in Richtung Bad Bramstedt. Der Radweg hier lässt sich gut fahren…und es waren auch nicht so viele Autos auf der Bundesstraße.

So langsam reifte der Plan: ich fahre auf jeden Fall bis Bad Bramstedt…das sind ja auf dem direkten Weg nur ca. 23km..und zurück nehme ich dann locker die Bahn (das 9EUR-Ticket für August hab ich ja schon).

Aus den direkten 23km wurden es dann mit allen Schlenkern und kleinen Stopps zum Wassertrinken 32km und es war kurz vor 21 Uhr…Ganz passend kam auch gerade die Privatbahn….also stand ich vor der Bahn und wollte einsteigen….

…..Maske?….Maske!- ich brauche eine Maske!…Himmel – daran hatte ich ja gar nicht gedacht. Hektisch hab ich den kleinen Rucksack durchsucht…keine Masken….hätte ich doch bloß mein Notfall-Pack eingesteckt …grummel….

Wo bekomme ich hier bloß nach 21 Uhr noch eine Maske her?….Tankstelle….an der Tankstelle war ein junger sehr zuvorkommender Mann, der sogar noch seinen Chef angerufen hat, aber sie hatten keine…nicht mal für sich selbst ….aber eine Zigarette könnte er mir anbieten….Echt nett – aber ich rauche nicht – danke schön…. Hab noch eine Flasche Wasser gekauft und bin dann weiter gezogen….

Dann sah ich schon die nächste Tankstelle in einiger Entfernung und als ich näher kam, sah ich ein Schild eines Supermarktes der bis 22 Uhr geöffnet hat…also rein in den Laden – jawohl Masken waren noch genügend da..

Inzwischen war es schon kurz vor 21.30 und in der Hoffnung, das die nächste Bahn bestimmt gleich kommt, ging es zügig zurück zum Bahnhof. Doch die Nächste fuhr erst um 21.58 Uhr….na gut – dann warte ich eben.

Hab mich in der Nähe auf eine Bank gesetzt…Hier saß ich nun gestrandet in Bad Bramstedt, mir wurde es mit dem ärmellosen Top langsam kühl, ich war verschwitzt und es fing an sich unangenehm anzufühlen….die Sonne war unter gegangen…und so langsam wollte ich einfach nach Hause.

Aber es war angenehm ruhig, ich hatte etwas zu trinken und die Bahn kam dann auch mit ein paar Minuten Verspätung. Die Fahrt dauerte erstaunlich lange…ich wusste nicht, das es sooo viele Haltestellen auf diesem Stück gibt.

Letztlich war ich um kurz vor 23 Uhr zuhause und hab erst einmal Schweiß, Staub und den Stress des Tages abgewaschen….und bin anschließend zufrieden ins Bett gefallen.


In der Bahn sassen übrigens sehr viele Menschen komplett ohne Maske…oder wenn mit, dann aber nicht richtig….Aber nein, soetwas ist keine Option für mich….Kontrolliert hat aber auch Niemand….

Fahrrad und Grillen

Heute Vormittag hab ich mein Fahrrad, zum 1. Mal in diesem Jahr, in mein Auto verfrachtet und bin in die Nähe von Tangstedt gefahren…ins Oberalstertal.

In einem der Orte drumherum hab ich geparkt und bin dann auf das Rad umgestiegen….endlich kam auch die Sonne mal raus….und inzwischen waren es auch schon 17 Grad…..aber sobald ich auf dem Rad saß, hatte ich Gegenwind…egal…ich muss meine Kondition sowieso erst wieder aufbauen. Den gesamten Winter und das bisherige Frühjahr war ich ausschließlich zu Fuß unterwegs: Walken / Wandern…..und Zuhause hab ich noch mit dem Trampolin etwas Ausdauer trainiert.

Aber das sind natürlich andere Bewegungsmuster, als auf dem Rad….also nun endlich mal wieder richtig in die Pedale treten.

Auf der Karte sah das Oberalstertal sehr schön aus…mit einigen Wasserläufen und Flüßen durchzogen….aber es gab so gut wie keine Wege hindurch…viele Wege endeten urplötzlich auf Feldern – etwas, was ich schon vom letzten Jahr her kenne. Also ging es fast ausschließlich außenherum….zuerst gab es noch schöne Wege zum fahren…aber immer öfter musste ich auf die Landstraßen ausweichen…..und dort hab es weder Radwege noch Seitenstreifen.

Damit teilten sich Wanderer, Rennrad-Fahrer, normale Radfahrer, Autos und Motorradfahrer die gleichen schmalen Landstraßen….das fand ich nicht so entspannend…weder als Autofahrer, noch als Radfahrer. Die Fahrt war zwar ganz okay – hatte aber nichts gemütlich entspannendes….was am Wind und am starken Verkehr lag.

Daher waren es auch nur 18km ….danach hatte ich genug….zu viele Autos, zu viele laute und waghalsige Motorräder….zu wenig Erholungs-Gefühl.

Also ab nach Hause, zum 2. Teil der heutigen Freizeitgestaltung: Entspannung auf dem Balkon und Grillen:

hmmmmm…..das war lecker…Die Pellkartoffeln hatte ich vorgekocht und die meisten Champignons hatte ich schon vor Aufnahme des Bildes gegessen…..hahaha

Das war schön gemütlich…ich hatte mein Sonnendach aufgespannt und saß gemütlich im Schatten…..der Duft des Bauchfleisches und der Dorade waren einfach klasse… und der Geschmack erst.

Obwohl der Lotus-Grill als „rauchfrei“ gilt, gibt es natürlich schon Rauch…vor allem wenn das Fett auf die Schale mit der Holzkohle tropft und so fühlte ich mich am Ende nicht nur vom Radfahren verschwitzt, sondern auch leicht geräuchert….

Was gibt es Schöneres DANACH unter die Dusche zu gehen und anschließende mit frischen Klamotten zurück zum Liegestuhl auf den Balkon….

Weekender ?

Ich hab meine Reisetasche aus dem Schrank geholt…jetzt wo ich alle Klamotten gebügelt und im Schrank hängen habe, kann ich ja wieder aus dem Vollen schöpfen.

Ach – ich hab erst letzte Woche gehört, es heißt jetzt nicht mehr Reisetasche, sondern „Weekender“…hahaha…. Ich packe also meine REISETASCHE…und nehme nicht einen der Koffer….

Ich stelle immer wieder fest, das ich überhaupt keine Lust habe einen Koffer zu nehmen, es entspricht irgendwie nicht mehr meinem Lebensgefühl…..na okay,  außerdem bin ich ja auch nur 4 Tage weg und das mit dem Auto.

Die Vorhersage für mein Ziel an der Mecklenburgischen Seenplatte liegt bei sonnig – bis bewölkt mit leichtem Regen und Temperaturen von 24-29 Grad…hahahha  Zusätzlich möchte ich Fahrrad fahren, wandern und hoffentlich auch paddeln…mit anderen Worten ich brauche sehr unterschiedliche Sachen…

Aber eigentlich ist es wiederum ganz einfach:  sportliche Kleidung von warm bis nass…. also kein Problem davon hab ich genug ☘🤸‍♀️…so langsam kommt die Vorfreude  und ich hab schon nach Kanälen gesucht  mit Bootsverleih… und und und ….Morgen geht es ganz früh los…. hibbel

Freiheit die ich meine

In der letzten Zeit denke ich ab und an mal wieder daran, mir erneut ein Ehrenamt zu suchen….

Nanu – warum das denn? Hab ich nicht genug zu tun mit meinem Job, 3x in der Woche Sport, Haushalt und Freund? Lechze ich nicht ständig danach, Zeit zu haben,  abzuschalten und einfach zu faulenzen…nichts hören, keine Verantwortung…einfach nur das tun, wozu ich Lust habe.

Jaaaaaa – doch schon….andererseits fällt mir des Öfteren auf, das ich im Privaten nicht mehr so ausgelastet bin…ich trainiere ja nur für die eigene Fitness – nicht mehr für Turniere, ich brauche meinen Schatz nicht mehr bei den Bewerbungen zu unterstützen oder ihn zu unliebsamen Dingen zu drängen – er hat ja seinen Job jetzt,  ich mache ja auch keine Vereinsarbeit mehr, die mich zeitlich bindet und ich finde es aktuell nicht sehr erfüllend meine Freizeit ausschließlich mit  kochen, waschen, bügeln zu verbringen.

Das Wetter läd auch nicht dazu ein,  sich ständig draußen aufzuhalten, auf dem Balkon zu sitzen oder sich stundenlang  in Feld und Wald zu bewegen.

Ohhh Schreck …ich bin nicht ausgelastet…oder sagen wir lieber ich habe aktuell NICHTS was mich genügend von meinem Alltag ablenken kann…

Eigentlich vermisse ich die Freiheit, einfach Dinge zu tun…dabei habe ich alle Freiheiten der Welt alle möglichen Dinge tun zu können….aber ich mache es nicht… Ich stecke ohne wirkliche Not in einem Dilemma…WAS fange ich mit meiner Freizeit an…

So etwas wie Langeweile kenn ich eigentlich nicht…hab ich auch nicht, ich hab nur keine Lust die Dinge zu tun, die ich sonst tue…mir fehlt Abwechslung….aber eigentlich will ich die auch nicht….ja WAS möchte ich eigentlich….?

Noch vor 1-2 Wochen hätte ich gesagt: ich brauche meine Ruhe und möchte ausspannen….jetzt hab ich Urlaub und möchte meinem Hamsterrad entfliehen…also doch ein Ehrenamt, eine Weiterbildung oder einfach eine neue Sprache lernen?

Ist das die Veränderung und Freiheit von der ich eben gesprochen habe?  Eher nicht. Es gibt eigentlich nur 2 Situationen in denen ich mich wirklich frei fühle:

Wenn ich bei 25 Grad und Sonnenschein auf meinem Rad sitze und über Feld- und  Waldwege einfach ohne Ziel und Zeitdruck fahre…einfach drauf los…mal hier abbiegen- mal da einen Weg erkunden….anhalten schauen, weiter fahren… DAS ist meine Form der Freiheit. Da fühle ich mich lebendig – kraftvoll – eins mit mir – das lässt mich strahlen .

Und manchmal überkommt mich auch dieses Gefühl wenn ich im Auto sitze und auf die Autobahn fahre und einfach drauf losfahren könnte….einfach immer weiter fahren, ohne anzuhalten – ohne nach zu denken…das sind ganz kleine Momente sich frei zu fühlen…

Manchmal fühlt es sich so an, als müsste ich mein Leben noch einmal radikal verändern…damit ich mich nicht mehr so fremd bestimmt fühle…aber das geht nicht – ich bin ja nicht mehr alleine….Wäre ich jetzt ohne Partner, ich glaube ich würde noch einmal einen Neu-Anfang starten…So wie ich es schon 3x in meinem Leben gemacht habe…. Ich habe schon ein paar sehr unterschiedliche Leben geführt….

… und ich glaube ich schrecke davor zurück, das mein jetziges Leben (was ich ja eigentlich sehr liebe und auch schön finde) das ist, was mir bis zur Rente genauso erhalten bleibt…..Ja ich glaube fast, es erschreckt mich… Jahreslang war mein Motto „Nichts ist so beständig, wie die Veränderung“ und ich hab mich nach Halt und Beständigkeit gesehnt….Jetzt wo ich keine Sorgen mehr habe, erscheint mir die Zukunft zu beständig und vorher bestimmt.

Ich glaube es ist einfach an der Zeit das der Winter vorüber geht und ich wieder mehr nach draußen kann…