Spaziergang durch die Waschküche

Freitag war es warm und es wurde wärmer und wärmer….und als kurz nach 14 Uhr der leichte Regen in Hamburg begann, wurde es nicht besser – Zeit ins Wochenende zu gehen….obwohl der Schreibtisch noch gut gefüllt war, aber das kann auch bis Montag warten.

….und obwohl es leicht nieselte bin ich mit dem Auto in eine Waschstraße in der Nähe gefahren, die auch Innenraumreinigung anbieten….ich hab seit Monaten mein Auto nicht mehr gewaschen…mich jetzt aber selbst hinzustellen und das Auto von Innen zu putzen fand ich nicht verlockend….In dieser Firma wird für 35 EUR wird das Auto von Außen und Innen gereinigt und die machen das richtig gut, wovon 20 EUR auf die Innenreinigung entfallen. Samstag fahre ich übers Wochenende zu Schwester+Schwager…da wollte ich gerne ein sauberes Auto haben.

Mit dem sauberen Auto ging es dann durch den leichten Nieselregen nach Hause…dort regnete zwar noch nicht, aber die Luft wurde unangenehm schwül.

Als ich mich um kurz nach 20 Uhr zu einem langsamen Spaziergang entschloss find es auch gerade an zu töpfeln…es waren immer noch 25-26 Grad und mit jedem Schritt und jedem Atemzug schien es, als ob weniger Sauerstoff in meinen Lungen ankommt.

Auch dieser Regen brachte keine Erleichterung…keine Abkühlung, und das obwohl ich keine Jacke anhatte und der Regen auf Kopf und Arme tropfte….Die feuchte warme Luft brachte den Waschküchen-Effekt die Hitze des Tages kann durch den kälteren Regen nicht entweichen, alles vermischt sich zu einem unangenehmen feucht-warmen Brei der auf der Stelle verharrt…aber ich war trotzdem froh eine kleine Runde gelaufen zu sein, auch wenn ich anschließend am ganzen Körper mit Schweiß überzogen war.

Nachdem ich mich ausgiebig vom Schweiß befreit hatte, hab ich mir seit Wochen mal wieder ein Glas Wein gegönnt…zugunsten meines Blutdrucks und meinem allgemein Wohlbefinden hatte ich darauf verzichtet. Jetzt saß ich zufrieden auf der Couch und hab mein Wochenende eingeläutet.

Und bei Waschküche fällt mir noch ein: Ich hab dann auch mal ein Fazit gezogen für das feste Haar-Shampoo, feste Haarspülung und normale Körperseife, welche ich jetzt mehr als 1/2 Jahr benutze: Ich hatte Glück mit der Auswahl, meine Haare haben sich gut daran gewöhnt, sind schön glänzend und lassen sich gut kämmen…das Feste Shampoo schäumt gut und ist auch ideal, um mal eben die Haare am Waschbecken zu waschen…es verteilt sich gut, ist ergiebig und lässt sich leicht wieder ausspülen. Für Unterwegs (also Sport oder Reisen) hab ich jetzt eine große Seifendose, da liegen alle 3 Seifen gleichzeitig drin. Das nimmt auch weniger Platz weg, ist nicht so schwer….einzig, man muss sich merken welches Seifenstück für was ist und welche Sorte man gekauft hat (dafür hab ich am Anfang die Papp-Verpackung aufbewahrt hahaha). Also ich bleibe dabei und brauche keine Plastikflaschen mit Shampoo, Seife oder Haarspülung mehr zu kaufen. Das fühlt sich richtig an.

Treffen im Stadtpark

Die Verabredung mit Milosz zu einem Spaziergang im Stadtpark von Hamburg war gegen 18 Uhr….den ganzen Tag schon war es schwül und immer wieder regnete es teils sehr stark.

Ich war am Ende meiner Bürozeit müde und schlapp….einen Tag zuvor die Blutspende, dann der aufregende Arbeitstag, das Wetter draussen…..ich wollte eigentlich lieber direkt nach Hause…unter die Dusche und ab auf die Couch.

Das Gefühl, mich dann doch gar nicht treffen zu wollen, habe ich IMMER. Es ist mein natürlicher Reflex, mich lieber fern von anderen Menschen zu halten, bin eben ein Eigenbrödler…..aber ich war auch wirklich müde und kaputt….aber nun hatte ich zugesagt.

Ich musste die Zeit bis zum Treffen jetzt noch für 1,5 Stunden überbrücken, immerhin hatte ich bereits um 6.45Uhr angefangen zu Arbeiten. Nach Hause zu fahren war auch keine Option, zwischen meinem Wohnort und dem Starkpark liegt halb Hamburg und das zur besten Feierabend-Zeit.

Ich hab also das gemacht, was ich früher sehr oft gemacht habe…bin mit dem Auto zum Park gefahren, hab mir einen schattigen Parkplatz gesucht und blieb direkt im Auto ….zum Ausruhen. Bin auch kurz eingeschlafen (dafür verriegele ich das Auto immer von Innen) ..hab mich dann etwas frisch gemacht, soweit es bei der Schwüle möglich war.

Pünktlich um 18 Uhr haben wir uns getroffen und sind dann kreuz und quer durch den Park gelaufen. Für den Regen hatte ich eine dünne Regenjacke und einen Regenhut…und doch brachte der Regen zuerst kaum Abkühlung…die kam dann erst mit einem sehr heftigen Regenschauer.

Es war ein nettes unkompliziertes Treffen….mit entspannter und lockerer Unterhaltung über alles Mögliche…es hat Spaß gemacht und war auch in keinster Weise komisch oder anrüchig, was ich sehr beruhigend finde. Der Kollege hat auch signalisiert, das sein Freundeskreis eher älter ist.

Das mit dem Essen gehen, haben wir dann aber doch gelassen….für Draußen war es einfach zu nass und unbeständig und für Drinnen hätten wir einen Corona-Test benötigt….und ich war dann auch froh, wie ich um 20.30 Uhr wieder Zuhause war…endlich duschen und auf die Couch zum Entspannen.

Und trotzdem bleibt jedes private Treffen eine Herausforderung für mich….egal mit wem….vielleicht gar nicht verkehrt, es jetzt mal wieder etwas mehr unter Leute zu kommen.