Endlich mal gute Nachrichten

…und das gleich zweimal.

In dem Tauziehen um die Festanstellung meines Schwagers aus der Maßnahme der Rentenversicherung heraus, gab es Unstimmigkeiten zwischen dem potentiellen Arbeitgeber und dem Träger der Maßnahme. Nachdem sich dann der Betreuer meines Schwager bei der Rentenversicherung direkt eingeschaltet hatte, ging es auf einmal voran.

Ergebnis: Mein Schwager hat jetzt den Job endgültig und wird ab März anfangen dort zu arbeiten. HURRA. Ohhhhh man, nach so langer Zeit und quasi auf den letzten Drücker, hat er jetzt einen neuen Job. Das Praktikum dort hat ihm gefallen. Das ist ein kleiner familiärer Produktionsbetrieb und er hatte schon während des Praktikum an verschiedenen Stationen in der Produktion gearbeitet.

So eine Arbeit ist ungewohnt für ihn und das lange stehen fiel ihm auch erst schwer und sein Rücken schmerzte gewaltig…aber schon ein paar Tage später, war das mit den Schmerzen wieder vorbei. Für ihn ist es wichtig gebraucht zu werden und eine sinnvolle Arbeit zu erledigen Und das am Ende des Tages gesehen und gewürdigt wird, was er geschafft hat, das tut ihm gut.

…..und es gibt noch eine gute Nachricht.

Meine Schwester hat nun endlich eine Teil-Erwerbsminderung zugesprochen gekommen. 2x wurde der Antrag abgelehnt und mit Hilfe des Sozialverbandes und ihrer Ärzte hat es nun endlich geklappt. Nun hat sie es schriftlich, das sie weniger als 6 Stunden, aber mehr als 3 Stunden arbeiten kann. Und das sie deshalb Anspruch auf eine Teil-Erwerbsminderungsrente hat.

Ich weiß zwar nicht genau, wie die das nun berechnen, da meine Schwester ja inzwischen schon ihre Arbeitszeit eigenständig verringert hatte, aber für sie ist es wichtig das sie überhaupt etwas bekommt. Viel wird es wahrscheinlich nicht sein. Sie möchte jetzt auf jeden Fall ihre Stundenzahl von 5 auf 4 Stunden täglich reduzieren. Mal sehen, wie es da weiter geht.

Egal wie die Einzelheiten dann zukünftig aussehen, erst einmal sind das gute Nachrichten….und die anstehenden 60.Geburtstage der Beiden, in diesem Jahr, können kommen.

Einer von 3 Musketieren geht heim…

Nun haben wir also meinen lieben Kollegen in die Rente verabschiedet, d.h. die offizielle Verabschiedung hat statt gefunden….Morgen kommt er noch einmal um seinen Schreibtisch zu räumen und um sich persönlich zu verabschieden.

Seit Jahren ist er einer der Wenigen mit denen ich einen engen Kontakt pflege, auch wenn ich seit einiger Zeit feststellen musste, dass sich alles nur noch um die nicht erhaltene Anerkennung seiner Chefin drehte. Es wurde langsam schwierig in der privaten Kommunikation. Ich hab mich deshalb schon etwas zurückgezogen.

Und ich konnte  in den letzten Wochen meinen eigenen Frust  z.B. über seine direkten Kollegen nicht mehr loswerden….er hat das schon nicht mehr hören wollen….das kann ich zwar gut verstehen, hat mich aber doch etwas getroffen.

Nun gut dann stehe ich eben schon jetzt alleine da…. JETZT sowieso… Der Nachfolger meines Kollegen ist zwar nett, aber seine Art harmoniert nicht so ganz mit Meiner….es gibt nur noch Einen der zu unserem Dreier-Bund dazu gehört…und der ist eben räumlich weiter weg.

Der 3. Musketier in unserer Gruppe war auch bei der Verabschiedung und ich hab mich gefreut, dass er aus NRW  extra zur Verabschiedung des Kollegen gekommen ist….und er hat noch zwei Kolleginnen mit gebracht.

Eine davon liegt mir besonders am Herzen. Obwohl wir uns bisher in den letzten Jahren nur ganz selten gesehen haben  und auch mehr unregelmäßig (nur bei entsprechenden Projekten) telefonischen Kontakt hatten, sind wir uns trotzdem sehr nahe…Von Anfang an, war es ihre unkomplizierte Art die es mir leicht machte, sie in mein Herz zu schließen.

Die offizielle Verabschiedung verlief echt so  reibungslos, das einem schlecht werden konnte (Entschuldigung). Seine Chefin las die Rede wie engagiert und lustig er war und wie sehr sie ihn schätzt, vom Blatt ab…wenn auch nur die Hälfte von dem Vorgelesen stimmt, dann waren unsere Unterhaltungen in den letzten Jahren scheinbar am Thema vorbei…GRINS….Der so hoch Gelobte hat sich dann brav bedankt und nur eine ganz kurze Ansprache gehalten.

Ich werde ihn echt als kompetenten und engagierten Kollegen vermissen….und ich gönne ihm noch viele unbeschwerte Jahre….

Kollege mit Rentenaussicht

Ich war heute Mittag mal wieder mit meinem Kollegen zum Essen raus….er geht Ende des Jahres in Rente.

Er ist 63 Jahre alt, seine beiden Kinder haben zu Ende studiert und arbeiten als Wirtschaftsprüfer…seine Frau arbeitet halbtags….und er ein abbezahltes Eigenheim mit Solaranlage auf dem Dach und  gehört zu denen die sich auch im Alter keine finanziellen Sorgen machen müssen.

Sein Leben ist zwar nicht immer so gelaufen wie man es sich wünschen würde…Viel weiß ich nicht darüber…nur das es einen Grund hat, das er absolut keinen Alkohol trinkt, er deswegen auch mal eine Zeitlang von seiner Frau getrennt gewesen war …und es nagt an ihm, das ihm in den letzten Jahren die berufliche Anerkennung verwehrt wurde.

Ich hab ihm schon vor ein paar Jahren geraten das Berufliche einfach lockerer zu sehen….immer mit Blick auf die Rente und seine sichere finanzielle Absicherung, was juckt es da das er nie Teamleiter wurde ….aber ich kann schon verstehen das es an ihm nagt, nie eine Sprosse hochgeklettert zu sein…trotz all seinem Wissen und seines Engagements.

Heute hab ich mich kurz erwischt, wie ich ihn  ein kleinwenig beneidet habe, das er schon  jetzt (mit 63 …ich muss mindestens noch 19 Jahre …bis 67  arbeiten) gehen kann…Fit und jung genug um die Zeit mit der Familie noch lange geniessen zu können