Restekuchen und kleine Küchen-Experimente

Der Herbst ist da und zeigt sich seit Tagen von seiner ungemütlichen Seite draussen…um so wichtiger ist es , das es drinnen gemütlich ist, das geht mit Kerzen und wärmenden Suppen ganz prima und überhaupt mit allem was der Seele gut tut.

Und das geht ganz ausgezeichnet mit wärmenden Suppen. …die meisten habe ich in den letzten Wochen gekocht und verputzt, ohne darüber zu berichten….aber heute wollte ich mal wieder von meinen kleinen Experimenten erzählen.

Denn beim Blick in den Kühlschrank wollte ich unbedingt die Möhren zu einer Möhrensuppe verarbeiten…dumm nur, das ich leider keine Sellerieknolle mehr hatte. Bei mir besteht die Suppe nämlich hauptsächlich aus 2 Teilen Möhren / 1 Teil Knollensellerie / 1 Teil Zwiebeln.

Aber ich hatte noch eine frische Kohlrabi…also warum nicht – einfach mal ausprobieren. Also gab es eine Möhren-Kohlrabi-Suppe.

Najaaaa also den Kohlrabi schmecke ich eher nicht…und die fehlende Geschmackstiefe hab ich versucht mit etwas mehr Curry, Pfeffer, Knoblauch und Essig zu kompensieren….und jaa die Suppe ist lecker und gut scharf….

Aber beim nächsten Mal kommt definitiv wieder Sellerie mit rein…ist einfach noch viiiel besser.

Beim Blick in meine Vorrätsschränke sind mir in den entsprechenden Glasbehältern noch so Reste mit Mandeln, Walnussen und Haselnüsse in die Hände gefallen…und ein paar Schoko-Nips zum Backen, waren auch noch da.

In der letzten Zeit, habe ich tatsächlich viel weniger Nüsse gegessen und bevor die jetzt auch noch ranzig werden, muss ich die verarbeiten…so kam ich auf die idee daraus einen Restekuchen zu backen.

Also diese restlichen Nüsse hab ich in der kleinen Maschine zerkleinert, mit gemahlenen Mandeln aus einer geöffneten Tüte und etwas Mehl aufgefüllt, mit Öl, Milch, Backpulver und Eiern zu einem Rührteig verarbeitet, dazu etwas ungesüssten Kakao und die restlichen Schoko-Nips untergehoben und ab in eine Kastenform verfrachtet…der Teig war etwas flüssiger als gewollt und die Backzeit für den kleinen Kuchen lag tatsächlich bei 1 Stunde….das Ergebnis sieht sehr ungleichmässig aus, aber man kann ihn tatsächlich essen….es schmeckt sogar gut. Schön nussig und schokoladig -was will man mehr.

Bei solchen spontanen Back-Ideen ohne ein tatsächliches Rezept zu haben, ist es immer wieder erstaunlich, was dabei heraus kommt….ich würde mal sagen, das ist ein gelungener Restekuchen für einen Sonntagnachmittag alleine auf der Couch, nicht unbedingt für ein Familienfest.

Ich schreibe gerne über solche „Versuche“ weil ich dafür plädiere einfach mal zu machen, auch wenn es kein fertiges Rezept mit Mengenangaben gibt…manchmal kommen gute Dinge dabei raus und ich lerne, das nicht immer alles perfekt gelingen muss.

Mir macht es einfach Spaß am Herd zu stehen und vorhandene Zutaten miteinander zu kombinieren, die meistens gut schmecken und manchmal eben auch nicht. Vor kurzem gab es einen Reis-Blumenkohl-Auflauf….ungewöhnlich aber echt lecker….den mache ich definitiv jetzt öfter. Wie gesagt, bei der Möhrensuppe verzichte ich dann eher ungern auf Sellerie.

Mein Skyr-Brot mit Dinkelmehl vor ein paar Tagen, auch einfach aus dem Handgelenk zusammen gezimmert und mit Thymian, Oregano und Kümmel gewürzt. war super lecker und war erstaunlich hoch gebacken und fluffig ..und das ganz ohne Hefe oder Backpulver….damit habe ich gar nicht gerechnet …das passte wunderbar zu dem restlichen Brie-Käse vom Wochenende….

Restekuchen

Oder auch eine Art Überraschungskuchen…was ist noch da und was passt in den Kuchen hinein.

Also eigentlich sollte es ein Birnenkuchen mit Walnüssen werden….bis ich beim Vorbereiten der Birnen bemerkt habe, das diese von innen her zum großen Teil vergammelt waren, schade…es blieb nicht soviel übrig…aber ich hatte auch noch ein paar Äpfel und 1/2 Zitrone…

….und als ich dann auch noch im Schrank ca.100g Buchweizenmehl gefunden habe und etwas Haselnusskrokant, sowie 1/4 Tüte gemahlene Mandeln, war klar….okay – daraus mache ich jetzt etwas:

Also 100g Zucker und 100g Butter mit 1 Päckchen Vanillinzucker verrühren, danach 3 Eier nacheinander hinzugeben.

Dann 100g Mehl, eine Prise Salz und 100g Buchweizenmehl mit 1 Päckchen Backpulver vermengen und in die Masse geben….dazu dann etwas Haselnusskrokant und die gemahlenen Mandeln, bis der Teig zäh vom Löffel fällt.

Alles in eine gefettete Form geben. Birnen und Äpfel in Scheiben schneiden, ca.80 Gramm Walnüsse hacken und über dem Kuchen verteilen, dann etwas Zitrone drüber träufeln und dann den Kuchen mit Zucker bestreuen….Da ich eine flache Tarte-Form gewählt habe ging es bei 180Grad für 35 Minuten in den Backofen.

Hmmm gar nicht mal schlecht….also das Buchweizenmehl mit Weizenmehl in Kombination ,schmeckt mir im Kuchen auf jeden Fall besser, als die Buchweizenmehl-Waffeln….und es passt super gut zu den Nüssen…schade das ich nicht mehr Birnen hatte, die passen wirklich wunderbar dazu….