Fröhliches Wiedersehen

Der gestrige Abend war eine Art Reise in die Vergangenheit…Zuerst bin ich mit dem Auto nach Frankfurt gefahren…die Strecke die ich immer genommen habe um zum Training zu fahren…. Und dann weiter zum „Schreiber-Heyne“  eine der Traditions-reichen Apfelweinwirtschaften in Sachsenhausen wo wir sehr oft nach dem Training mit einigen aus unserer Gruppe und unser Trainerin noch den Dienstagabend haben ausklingen lassen, mit Apfelwein/-Schorle, Frankfurter Schnitzel und Kartoffelwurst mit Pellkartoffeln und Quark…und zu besonderen Anlässen noch ein Mispelchen hinterher….Ach das waren noch Zeiten 🙂

 Diese Tradition stammt noch aus der Zeit mit meinem ersten Tanzpartner, als wir noch in die Tanzschule gingen (das ist jetzt ca. 14 Jahre her) und dann später in den Tanzsportverein gewechselt haben….unsere Tanzschul-Clique hat sich dort getroffen…und als die dann im Laufe der Zeit keine Lust mehr auf das Tanzen hatten  und wir in den Verein wechselten, haben  wir diese Tradition mit in den Verein genommen…Jahrelang waren wir dort fast jeden Dienstagabend….Draußen im Sommer, Drinnen im Winter. 

Auch gestern war Dienstag und ich war mit meinem zweiten EX-Tanzpartner genau dort verabredet…und auch mit unserer  ehemaligen Trainerin und ihrem Mann.

Wie immer bei schönem Wetter haben wir draußen im Biergarten gesessen  und uns lange unterhalten.  Inzwischen haben die Besitzer vom Schreiber-Heyne gewechselt…das Essen ist nicht mehr so gut und teuer ist es auch geworden…Spass macht es aber trotzdem noch.

Unsere Trainerin ist zwar inzwischen jenseits der Rentner-Grenze…aber immer noch an vielen Tagen in der Woche als Trainerin unterwegs, sie ist ein Energiebündel….Ihr Mann ist jetzt fast 80 Jahre und hat mehrere Herz-OPs hinter sich…er kann kaum noch laufen, aber es geht ihm ansonsten gut…er hat abgenommen und er ist immer noch sehr wach im Verstand. Sich mit ihm zu unterhalten macht immer Spaß.

Es war ein lustiger unbeschwerter Abend und wir haben uns alle Vier gefreut, dass dieses Treffen stattgefunden hat, im letzten Jahr kam es leider nicht dazu. In den letzten 4 Jahren, seitdem ich mit dem Sport aufgehört habe, haben wir uns wenigstens 1x im Jahr getroffen. Unser Verein ist inzwischen aufgelöst und die restlichen Turnier- und Breitensportler haben sich entweder auch zurück gezogen oder auf die umliegenden Vereine verteilt. Keiner von uns hat noch regelmäßigen Kontakt zu den anderen.

Jetzt haben wir uns vorgenommen auf jeden Fall noch einmal bis Anfang September in dieser Konstellation zusammen zukommen…evtl. noch erweitert um den Ehemann meines  ehemaligen Tanzpartners Zeit (der musste leider gestern Abend arbeiten).

 

 

 

Ein Abend in der Stadt

Bei 28 Grad in einer überfüllten S-Bahn zu sitzen, macht wahrscheinlich Niemandem wirklich Spaß….aber ich war wieder kurz davor panisch zu werden….vor allem als mir die Hintern anderer Menschen fast in Gesichtshöhe entgegengestreckt wurden oder ich von Handtaschen und Rücksäcken attackiert wurde. So richtig schmerzhaft war nur ein großer Plastiksack mit hartem Inhalt, der mir gegen das Schienbein gedonnert wurde….

Na egal, immerhin konnte ich mit der S-Bahn direkt bis zum Südbahnhof fahren ohne umzusteigen… Wie immer wenn wir uns mit meinem Ex-Tanzpartner und unserer Ex-Trainerin treffen findet das im Schreiber-Heyne statt. Der Laden gehörte mal zu den absolut genialen entspannten Locations in Frankfurt, wo vor allem Frankfurter  hin gehen und nicht so viele Touristen. Hier ging es immer frankfurterisch rustikal und entspannt zu….

Doch nicht nur der Inhaber und die Köche haben gewechselt, sondern vor allem auch die Theken-Mannschaft und die war heute echt unterirdisch.

Als wir nach der Rechnung fragten, kam die Frage: “Alles zusammen“. Mehrstimmige Antwort „NEIN“. Nun trotzdem kam die Rechnung auf einem Bon und wurde uns quasi wortlos auf den Tisch gelegt…so nach dem Motto: dann rechnet selber….wir waren etwas empört…und irgendwann kam die Bedienung wieder und versuchte mittels eines Handy-Taschenrechners die Positionen zusammen zu rechnen !!!!!!!!

Also das hab ich noch nie erlebt….anstatt jetzt auf einem Zettel die einzelnen Beträge pro Person zusammen zu schreiben und DANN zu rechnen, hat er mal eben ein paar Zahlen eingetippt…jeder weiß wie schnell man sich auf so einem Taschenrechner vertippen kann….und es kam, wie es kommen musste, am Ende stimmte es nicht….

Mein Schatz brachte es auf den Punkt: früher hat man sich als Bedienung geschämt, wenn man die Preise nicht im Kopf ausrechnen konnte, sondern Zettel und Stift dazu benötigte….Doch in Zeiten von Sammelrechnungen hatte sich das echt bewehrt….aber heute braucht man das alles nicht mehr – Hauptsache der Taschenrechner vom Handy lässt einen nicht im Stich. Manchmal war es früher doch schöner….

Die Bedienung war langsam echt angefressen…und wir auch….man konnte ja nicht nachvollziehen, was er da gerechnet hat…. Wir waren mit 4 Leuten dort und jeder hatte unterschiedlich viele  und unterschiedliche Getränke und unterschiedliche Essen.

Da auch die Aufmerksamkeit der Bedienung stark geschwächt war und ihm so der eine oder andere Umsatz schlichtweg  wegen Unaufmerksamkeit entgangen ist, fiel das Trinkgeld auch entsprechend klein aus… Ja schade für den Laden und die Bedienung.  Ich hoffe das war nur eine Momentaufnahme und wird kein Dauerzustand.